DE54869C - Wagen-Zählvorrichtung für Gleiswaagen - Google Patents

Wagen-Zählvorrichtung für Gleiswaagen

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DE54869C
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DE
Germany
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lever
scales
car
levers
contact
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT54869D
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English (en)
Original Assignee
TH. BRETSCHNEIDER in Coelln bei Meifsen
Publication of DE54869C publication Critical patent/DE54869C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G23/00Auxiliary devices for weighing apparatus
    • G01G23/18Indicating devices, e.g. for remote indication; Recording devices; Scales, e.g. graduated

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, bei mit Zählwerken versehenen Gleiswaagen das betrügerische nochmalige Abwiegen und Gezähltwerden eines und desselben Wagens unmöglich zu machen.
Bei allen bisher bekannten, mit Zählwerk versehenen Gleiswaagen kann entweder durch Zurückfahren eines schon gewogenen und von der Waage bereits entfernten Wagens auf die Waage oder, wo dies durch irgend welche Vorrichtung verhindert wird, unter Belassung des Wagens auf der Brücke durch einen starken Stofs gegen die Waage diese noch einmal zum Spielen und infolge dessen auch das Zählwerk zum nochmaligen Zählen desselben Wagens gebracht werden.
Durch die Verbindung einer Gleiswaage mit einem Hebelwerk von der vorliegenden Art und einem elektrischen Zählwerk sind derartige betrügerische Vorkommnisse gänzlich ausgeschlossen, da das Hebelwerk sowohl nach erfolgter Auffahrt eines Wagens auf die Waage als auch nach erfolgtem Wiegen und Abfahren desselben von der Waage ein Zurückfahren des Wagens verhindert und, wenn beim Spiel der Waage von dieser einmal Stromschlufs hergestellt ist, der Stromkreis so lange geschlossen und infolge dessen das betreffende Zeichen am Zählwerk so lange sichtbar bleibt, bis der Wagen von der Waage entfernt ist, wodurch dann auch der Contact geöffnet wird.
Die Gleiswaage nebst dem Hebelwerk und dem zur Betreibung eines elektrischen Zählwerkes dienenden Contact ist in Fig. 1 in der Seitenansicht im theilweisen Aufrifs, in Fig. 2 in der Vorderansicht im theilweisen Aufrifs und in Fig. 3 im Grundrifs dargestellt. Fig. 4 zeigt das Hebelwerk nebst dem Contact im Grundrifs, Fig. 5 das Hebelwerk nebst dem Contact in der Vorderansicht im theilweisen Aufrifs und Fig. 6 den Contact.
Die Gesammtvorrichtung zerfällt in drei Haupteinrichtungen, von denen die eine die Rückfahrt eines bereits gewogenen Wagens von der Waage, sowie die eines gewogenen und bereits von der Waage entfernten Wagens auf dieselbe verhindert, die andere zur Arretur der ersteren dient, und die letzte die durch die Waage bethätigten und zum Betrieb eines elektrischen Zählwerkes dienenden Theile umfafst.
Zur Verhinderung der Rückfahrt eines Wagens von der Waage, sowie eines bereits von der Waage entfernten Wagens wieder auf die Waage dient ein auf dem Block B auf einer Grundplatte ρ drehbar angeordneter gleicharmiger Doppelhebel H, an dessen Enden e und ßj sich zwei Zugstangen ^ und ^1 beweglich anschliefsen, die in je einen im Mauerwerk M befindlichen Kanal k und A1 hineinführen. Hier schliefsen sich drehbar angeordnete ungleicharmige Doppelhebel H1 und H2 an sie an, welche mit ihren längeren, am Ende einseitig abgerundeten Hebelarmen in der Mitte der von der Waage abführenden beiden Schienenstrecken S und S1 aus dem Mauerwerk hervorragen.
Die Hebel H1 und H2 sind an ihren Verbindungsstellen mit den Zugstangen 5 und ^1 mit je einem Schlitz ο und O1 versehen, als
Spielraum für die. sie mit den Zugstangen verbindenden Nieten oder Schrauben; sie werden jedoch in diesen Schlitzen mittelst an ihren kürzeren Armen befindlichen Haken q und ^, angehakte Federn u und M1, von denen u eine Zug- und M1 eine Druckfeder ist, so gehalten, dafs ihre langen Hebelarme stets nach oben streben.
Die zur Arretur der Bewegung des vorbeschriebenen Hebelwerkes dienende Vorrichtung besteht aus drei auf Blöcken JB1 B2 B3 in Kloben w W1 W2 drehbar gelagerten gleicharmigen Doppelhebeln h H1 und Ir2, welche bei zwei weiteren Punkten c und C1 gelenkig mit einander verbunden sind, ferner aus einem einarmigen, im Drehpunkt c der Hebel h und Ji1 mit diesen beweglich verbundenen Hebel Zz3, welcher in einer Oeffnung ο der über den Block B herausragenden Platte ρ Führung erhält, und zuletzt aus zwei an dem Ende C2 und c3 der Hebel h und h2 gelenkig angeordneten einarmigen Hebeln Zj4 und hs, welche ebenfalls innerhalb der von der Waage abführenden Schienenstränge 5 und S1 jedoch knapp an einer der Schienen und nur so weit, als dieselbe hoch ist, aus dem Mauerwerk M hervortreten.
Zum Betrieb des in der Zeichnung nicht mit angegebenen elektrischen Zählwerkes dient ein an dem Mauerwerk M auf einer Isolirplatte b mittelst einer Contactschraube d drehbar angeordneter rechtwinkliger Doppelhebel, dessen einer Schenkel m bei seiner Verschiebung über zwei Contactfelder α und ax gleitet, und zwar einmal beim Spiel der Waage durch Aufdrücken eines an der Gleiswaagenplatte P befindlichen Stiftes η auf eine am anderen Schenkel W1 des Winkelhebels befindliche Fläche F und das andere Mal durch Einwirkung von e des Hebels H auf einen am Schenkel m befindlichen Anschlag A.
Behufs besserer Contacthaltung des Schenkels m mit den Feldern α und αγ ist auf der Isolirplatte b eine über die Felder ragende Plattfeder g befestigt, welche den Schenkel m an die Contactfelder α und ax anpreist.
Der Vorgang beim Auffahren sowie beim Wiegen und Abfahren des Wagens wird durch die verschiedenen gegenseitigen Stellungen der Hebel H1 und H2, welche in der Zeichnung Fig. i, Blatt I, einpunktirt sind, gekennzeichnet und ist folgender:
Der Wagen W, welcher in der Pfeilrichtung auf die Gleiswaage aufgefahren wird, stöfst zuerst mit seiner Vorderachse χ an den innerhalb der Schienenstrecke S aus dieser herausstehenden Hebel H1 , welcher nur so lang ist, dafs nach einer zweckentsprechenden Umlegung die Achse χ darüber hinweg kann.
Vor dem Auffahren des Wagens auf die Waage befinden sich demnach die Hebel H1 in Stellung I und H2 in Stellung II. Bei der Umlegung des Hebels H1 in die Stellung II wird der Hebel H, welcher vor derselben über der Oeffnung ο in der Platte ρ stand, von derselben entfernt und der Hebel H2 aus seiner umgelegten Stellung II in eine senkrechte Stellung III gebracht. Während die Achse χ den Hebel H1 umlegt, wird durch Auflaufen des Spurkranzes ν auf das einseitig abgerundete Ende i des Hebels ht letzterer niedergedrückt und der Arretirhebel h3 in der Oeffnung ο so weit in die Höhe geschoben, dafs er sich in dem Augenblick, wo die Achse χ den Hebel H1 verläfst, vor den Hebel H legt und somit ein Zurückgehen desselben verhindert. Gleichzeitig aber wird der Hebel H1 von der Feder u so weit aufgerichtet, als es der Schlitz O1 gestattet, d. h. so weit, dafs die Achse nicht wieder darüber zurück kann; infolge dessen kommt der Hebel H1 sofort in die Stellung III, während der Hebel H2 in seiner Stellung III verbleibt. Bei weiterer Auffahrt des Wagens drückt beim Spiel der Waagenplatte P der an letzterer befindliche Stift η auf die am Schenkel JM1 des Doppelhebels befindliche Fläche F, so dafs der Schenkel m vom Feld α nach /X1 gleitet. Dies hat das Einschalten eines elektrischen Zählwerkes zur Folge, indem der von einem Stromerzeuger kommende Strom in die Contactschraube d, von da über Schenkel m und Feld CL1 nach dem Zählwerk und von da wieder nach dem Stromerzeuger zurückgeht. Nach erfolgtem Ausschlag wird der Zeiger des Zählwerkes so lange auf dem betreffenden Zeichen durch eine geeignete Vorrichtung festgehalten, bis der Wagen von der Waage entfernt ist und damit auch der Contact geöffnet wird.
Der Vorgang beim Abfahren des Wagens ist folgender:
Der Spurkranz ν läuft auf das ebenfalls einseitig abgerundete Ende I1 des Hebels Zz5 auf, drückt diesen nieder und veranlafst somit ein Zurückziehen des Arretirhebels h3 in der Oeffnung o. Während dieser Zeit wird auch durch die Achse χ des Wagens W der Hebel H2 aus seiner senkrechten Stellung III umgelegt, d. h. in die Stellung I gebracht und infolge dessen der Hebel H gedreht. Durch die Bewegung des Hebels H wird gleichzeitig durch sein Ende e der Schenkel m vom Contactfeld U1 nach α mitgenommen, der Stromkreis somit unterbrochen und das Zählwerk ausgeschaltet. Sobald nun die Achse χ den Hebel H2 verlassen hat, wird derselbe durch die Feder U1 aus seiner Stellung III sofort in Stellung II versetzt, welche ein Zurückfahren des Wagens unmöglich macht. Der Hebel H1 kommt gleichzeitig in seine Stellung I, und es kann nun das Wiegen eines anderen Wagens vorgenommen werden.
Die 'hintere Achse hat bei ihrem Uebergang über die Hebel H1 und H2 nur die Kraft der betreffenden Feder zu überwinden, welche danach ihren Hebel sofort wieder aufrichtet.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRtTCH:
    Eine mit elektrischem Zählwerk verbundene Gleiswaage, welche die auf dem Gleis verkehrenden Wagen dadurch nur ein einziges Mal zu wiegen und zu zählen gestattet, dafs die durch Zugstangen \ ^1 und den auf dem Bock B drehbaren Hebel H verbundenen Hebel H1 H2 nach dem Niederdrücken beim Uebergang der Wagenachse vermittelst der Federn u U1 wieder aufgerichtet werden, und dafs der Hebel h3 beim Auflaufen des Radspurkranzes ν auf das Ende i des Hebels hi niedergedrückt und vor den Hebel H geschoben wird, um diesen an einem vorzeitigen Auslösen des Stromschlusses so lange zu verhindern, bis beim Abfahren des Wagens von der Waage durch Auflaufen des Spurkranzes ν auf das Ende I1 des Hebels hs der Hebel h3 wieder zurückgezogen wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT54869D Wagen-Zählvorrichtung für Gleiswaagen Expired - Lifetime DE54869C (de)

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