AT221524B - Verfahren zur Herstellung von neuen Bis-[p-hydroxyphenyl]-3-oxo-dihydro-1,4-benzoxazinen und deren 0-Acyl- bzw. 0-Alkylderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Bis-[p-hydroxyphenyl]-3-oxo-dihydro-1,4-benzoxazinen und deren 0-Acyl- bzw. 0-Alkylderivaten

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AT221524B AT816560A AT816560A AT221524B AT 221524 B AT221524 B AT 221524B AT 816560 A AT816560 A AT 816560A AT 816560 A AT816560 A AT 816560A AT 221524 B AT221524 B AT 221524B
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oxo
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  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Bis-[p-hydroxyphenyl]-3-oxo-dihydro- 1, 4-benzoxazinen der allgemeinen Formel I :    
 EMI1.2 
 
In dieser Formel bedeuten R ein Wasserstoffatom oder einen niedrigmolekularen Alkylrest,   R'ein   Wasserstoffatom, einen niedrigmolekularen Alkylrest oder eine niedrigmolekulare Alkoxygruppe, R" ein Wasserstoffatom, eine Acylgruppe oder einen niedrigmolekularen Alkylrest. 



   Diese Verbindungen sind neu und zeichnen sich durch gute laxative Eigenschaften aus. So beträgt die an der Ratte bestimmte Wirkungsdosis des   2, 2-Bis-[4'-hydroxy-phenyl]-3-oxo-dihydro-l, 4-benzoxazins   50   mg/kg   bei peroraler Verabreichung. Demgegenüber ist Phenolphthalein mit einer Wirkungsdosis von 160 mg/kg (Schmidt, Arch. exp. Path. und Pharm. Bd. 226, Seite 208   (1955)]   vergleichsweise nur   1j3   so stark wirksam. Die Verbindung zeichnet sich weiterhin durch eine sehr geringe Toxizität aus. So beträgt die an der Ratte bei oraler Gabe bestimmte   LDgo   über 8 g/kg. 



   Gemäss der Erfindung werden die neuen Verbindungen der Formel I in folgender Weise hergestellt : Man setzt   &alpha;,&alpha;-Bis-(p-O-substituierte-phenyl)-glykolsäuren   der allgemeinen Formel II : 
 EMI1.3 
 worin   R'die   oben angegebene Bedeutung hat und   R"'eine   nachträglich durch Wasserstoff ersetzbare Gruppe, beispielsweise eine Alkyl- oder Aralkylgruppe bedeutet, mit o-Aminophenolen der Formel III : 
 EMI1.4 
 worin R Wasserstoff oder eine niedere Alkylgruppe bedeutet, um. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Hiebei entstehen die 2,2-Bis-(p-O-substituierten-phenyl)-3-oxo-dihydro-1,4-benzoxazine der allgemeinen Formel IV : 
 EMI2.1 
 
In dieser Formel haben R,   R'und RI/1 die   oben angegebene Bedeutung.

   Die Umsetzung wird bei   erhöhten   Temperaturen, vorzugsweise zwischen 150 und   2200 C,   durchgeführt. Man kann dabei auch in einem inerten Lösungsmittel wie einem Kohlenwasseratoff, z. B. Cumol oder Tetralin, oder einem chlo- rierten Kohlenwasserstoff, z. B. Dichlorbenzol arbeiten. Vorteilhaft arbeitet man auch in Anwesenheit eines wasserentziehend wirkenden Katalysators, wie Arylsulfonsäuren, Zinkchlorid oder Aluminium- chlorid. 



   An Stelle der freien   &alpha;,&alpha;-bis-(p-O-substituierten-phenyl)-glykolsäuren   können auch deren reaktions-   fähige Ester, wie beispielsweise die niederen   Alkylester, eingesetzt werden, jedoch sind die Ausbeuten hiebei etwas weniger gut. 



   Falls R" eine andere Bedeutung besitzen soll als R"', werden die   erfindungsgemäss   erhaltenen Ver- bindungen der Formel IV in an sich bekannter Weise in die gewünschten Verbindungen der Formel I umgewandelt. 



   Wenn beispielsweise eine Verbindung gemäss Formel I gewünscht wird, worin R" Wasserstoff bedeutet, 
 EMI2.2 
 verbindung übergeführt werden, falls   RI/1 eine   Aralkylgruppe, vorzugsweise eine Benzylgruppe bedeutet, kann diese leicht in üblicher Weise abhydriert werden. 



   Werden Verbindungen gemäss Formel I gewünscht, worin   R"einen Alkyl-oder   Acylrest bedeutet, so kann die wie oben beschrieben erhaltene Hydroxyverbindung nach an sich bekannten Methoden alkyliert bzw. acyliert werden. 



   Wenn Verbindungen gemäss Formel I hergestellt werden sollen, worin R" einen Alkylrest bedeutet, dann werden bei der Umsetzung vorzugsweise solche   &alpha;,&alpha;-Bis-(p-O-substituierten-phenyl)-glykolsäuren   der Formel V verwendet, worin   R1I1 bereits   diesen Alkylrest bedeutet. 



   Die nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern. 



   Beispiel 1: Ein Gemisch von 2 g p-Anisilsäure und 0,5 g o-Aminophenol erhitzt man in einem Ölbad von 180   C 3 Stunden lang. Nach dem Abkühlen behandelt man den Reaktionsansatz mehrmals mit warmer verdünnter Salzsäure und dann mit Wasser. Den verbleibenden festen Rückstand zieht man einige Male mit Äther aus, vereinigt die Ätherlösungen und dampft sie bis zur beginnenden Kristallisation ein. 



  Die nach einigem Stehen abgeschiedenen Kristalle (0, 5 g) von 2,2-Bis-(p-methoxyphenyl)-3-oxo-dihydro- 1, 4-benzoxazin schmelzen nach dem Umkristallisieren aus verdünntem Äthanol bei   1550 C.   



   Beispiel 2 : Eine Mischung von 1, 5 g p-Anisilsäure, 1 go-Aminophenol und 0, 5 g Zinkchlorid wird in einem Ölbad von 150 bis   1600 C 1   Stunde lang erhitzt. Man arbeitet wie in Beispiel 1 beschrieben auf und erhält   0,   4   g 2, 2-Bis- (p-methoxyphenyl)-3-oxo-dihydro-l, 4-benzoxazin   vom Schmelzpunkt   1540   C. 



   Bei Verwendung derselben Menge Aluminiumchlorid an Stelle von Zinkchlorid erzielt man dasselbe Ergebnis. 



   Beispiel 3 : 3 g p-Anisilsäure, 3 g o-Aminophenol und 0, 5 g   p-Toluolsulfonsäure   in 50 ml o-Dichlorbenzol werden unter Verwendung eines absteigenden Kühlers 4 Stunden lang in einem Ölbad von 180 bis 190   C erhitzt. Nach dem Erkalten saugt man ab, engt das Filtrat bis zur Trockne ein und behandelt den Rückstand einige Male mit warmer verdünnter Salzsäure und dann mit Wasser. Das verbleibende rohe   2, 2-Bis- (p-methoxyphenyl)-3-oxo-dihydro-l, 4-benzoxazin   wird aus verdünntem Äthanol umkristallisiert. Man erhält 1, 5 g Kristalle vom Schmelzpunkt   157  C.   
 EMI2.3 
 lang auf   180-190   C.   Nach dem Erkalten wird abgesaugt und wie in Beispiel 3 beschrieben aufgearbeitet. 



  Man erhält   0,   8 g 2,2-Bis-(p-methoxyphenyl)-3-oxo-dihydro-1,4-benzoxazin vom Schmelzpunkt 154 bis   1560   C. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Beispiel 5 : Man arbeitet wie in Beispiel 3 beschrieben, jedoch unter Verwendung von 2 g p-Anisilsäure, 2 g   I-Hydroxy-2-amino-4-methylbenzol   und 0, 3 g Benzolsulfonsäure in 35 ml o-Dichlorbenzol. Es werden dabei   0,   9   g 2, 2-Bis- (p-methoxyphenyl)-3-oxo-6-methyl-dihydro-l, 4-benzoxazin vom   Schmelzpunkt   230-231  C erhalten.   PATENTANSPRÜCHE : 
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 worin R ein Wasserstoffatom oder einen niedrigmolekularen Alkylrest, R'ein Wasserstoffatom, einen niedrigmolekularen Alkylrest oder eine niedrigmolekulare Alkoxygruppe und   R"ein WasserstoRatom,   eine Acylgruppe oder einen niedrigmolekularen Alkylrest bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man   oc, ot-Bis- (p-O-substituierte-phenyl)-glykolsäuren   der allgemeinen Formel II :

   
 EMI3.3 
 worin   R'die   oben angegebene Bedeutung hat und R''' eine nachträglich durch Wasserstoff ersetzbare Gruppe wie eine Alkyl- oder Aralkylgruppe bedeutet, oder die reaktionsfähigen Ester dieser Glykolsäuren mit o-Aminophenolen der allgemeinen Formel III : 
 EMI3.4 
 worin R die oben angegebene Bedeutung zukommt, bei erhöhten Temperaturen, gegebenenfalls in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels und eines Katalysators umsetzt, und, falls der Rest R" eine andere Bedeutung besitzen soll als   R"',   in den so erhaltenen Verbindungen den Rest   R'II durch Wasserstoff ersetzt   und die so erhaltenen Verbindungen mit freien phenolischen Hydroxylgruppen gegebenenfalls noch alkyliert oder acyliert.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung der a, a-Bis- (p-O-substi- tuierte-phenyl)-glykolsäure mit dem Aminophenol bei einer Temperatur von 150 bis 220 C erfolgt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man bei der Umsetzung der a, a-Bis- (p-O-substituierten-phenyl)-glykolsäure mit dem Aminophenol ein hochsiedendes Lösungsmittel, wie Dichlorbenzol, Cumol oder Tetralin, verwendet.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche l bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man bei der Umsetzung der &alpha;,&alpha;-Bis-(p-O-substituierten-phenyl)-glykolsäure mit dem Aminophenol einen wasserentziehenden Katalysator, wie eine aromatische Sulfonsäure, Zinkchlorid oder Aluminiumchlorid, verwendet.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass, falls R'11 einen Alkylrest bedeutet, die Überführung dieses Restes in Wasserstoff durch Erhitzen mit Pyridinhydrochlorid, vorzugsweise auf Temperaturen über 1500 C, erfolgt.
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass, falls R'"eine Aralkylgruppe bedeutet, die Überführung dieses Restes in Wasserstoff durch Hydrierung erfolgt.
AT816560A 1959-11-14 1959-12-21 Verfahren zur Herstellung von neuen Bis-[p-hydroxyphenyl]-3-oxo-dihydro-1,4-benzoxazinen und deren 0-Acyl- bzw. 0-Alkylderivaten AT221524B (de)

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