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Luftbremse für schnellfahrende Eisenbahnzüge.
Durch das Stamm-Patent ist eine Lnftbremse für schnellfahrende Eisenbahnzüge geschützt, bei welcher die Luftsaugebremse mit einer an eine besondere Druck-und Auspuffleitung angeschlossenen Zweikammer-Druckluftbremse derart vereinigt ist, dass die Zweikammerbremse in der Lösestellung des Luftsaugers geladen und durch ein besonderes Steuerventil in der Notbremsstellung des Schnellbremsventi1es für die Luftsaugebtemse angestellt wird, diese Zweikammerbremse, jedoch nach kurzer Zeit, sobald die normale Zugsgeschwindigkeit nahezu erreicht ist, sich selbsttätig löst. Nach vorliegender Erfindung
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Weise wirkt, wie der Zwoikammer-Druckluftbremszylindor des Stamm-Patentes.
Es wird hiedurch gegenüber der Einrichtung nach dem letzteren der Vorteil erreicht, dass eine besondere Druckluftleitung nebst Pumpen entbehrlich wird.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der vorliegenden Anlage schematisch dargestellt. Es ist dabei angenommen, dass als Hauptbremsen selbsttätige Luftsaugebremsen benutzt werden, bei welchen die Unterkammer des Bremszylinders 1 mit dem Hauptleitungsrohr 2 in unmittelbarer Verbindung steht und das Schnellbremsventil 3 mit einem Sonder- behälter 4 verbunden ist.
Lässt man mittelst des Griffes des Luftsangers Luft in das Hauptleitungsrohr treten, so werden der Reihe nach die Schnellbremsventile S geöffnet und die Bremszylinder-Unterkammern mit Luft gefüllt, wodurch die die Bremsen betätigenden
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Um nun im Anfang des Anlegens der Bremsen einen höheren als den normalen Bremsdruck erzielen zu können, ist neben jedem Hauptbremszylinder 1 ein zusätzlicher Luftsaugebremszylinder 21 angeordnet, dessen Unterkammer einerseits durch ein Rohr 24, in welches ein Rückschlagventil 25 eingeschaltet ist, mit dem Hauptleitungsrohr 2 und andererseits durch ein Rohr-/ ( ?, in welches ein vom Schnellbremsrentil des IIauptbrems- zylinders 1 beherrschtes Ventil 26 eingeschaltet ist,
mit der Aussenluft in Verbindung steht.
Die Oberkammer des zusätzlichen Bremszylinders kann mit-dem üblichen Sonderbehälter verbunden sein. Der Kolben des zusätzlichen Bremszylinders 21 ist durch eine Stange 8 mit Schlitz-und Zapfenverbindung mit dem Gestänge 5 des Ilauptbremszylinders gekuppelt und besitzt eine die Oberkammer mit der Unterkammer dauernd verbindende öffnung oder
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Kolbens 22 eintritt, der letztere sinkt und somit der übernormale Bremsdruck aufbört Durch entsprechende Bemessung des Querschnittes der Bohrung 29 kann man dahin sse. langen, dass der zusätzliche Bremszylinder 21 ausser Wirkung tritt, wenn angenähert die normale Zugsgeschwindigkeit erreicht worden ist.
Bei Betriebs-oder langsamer Bremma wobei das Schoellbremaventi ! nicht anspricht, bleibt auch das Ventil 26 geschlossen und es kann somit durch das Rohr 10 keine Aussenluft in die Unterkammer des zusätzlichen Bromszylinders 21 gelangen. Gleichzeitig verhindert das Rückschlagventil 25 das Einströmen von Luft aus dem Hauptleitungrohr in diese Unterkammer, so dass bei Betriebs-oder normaler Bremsung der zusätzliche Bremszylinder ausser Tätigkeit bleibt. Wird beim Lösen der Bremsen nach vorangegangener Schnellbremsung Luft aus dem Hauptleitungsrohr abgesaugt (wobei das Schnellbrcms-
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und es wird die Luft aus beiden Kammern des zusätzlichen Bremszylinders 21 abgesaugt, womit die Bremse in den Ausgangszustand übergeführt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Luftbremse für schnellfahrende Eisenbahnzüge nach dem Stamm-Patent, dadurch gekennzeichnet, dass der Zweikammer-Druckluftbremszylinder des Stamm-Patentes durch einen Lnftsaugobromsxylinder ersetzt ist, der vom Hauptleitungsrohr des Hauptbremszylinders bedient, in der Lösestellung des Luftsaugers entlüftet und durch ein besonderes Steuerventil in der Notbremsstellung des Schnellbremsventiles für den Hauptbremszylinder angestellt wird, jedoch nach kurzer Zeit, sobald die normale Zngsgeschwindigkeit nahezu erreicht ist, sich selbsttätig löst.