AT138437B - Druckluftbremse. - Google Patents

Druckluftbremse.

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AT138437B
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piston
space
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Hardy Geb Maschf Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
Gegenstand der Erfindung ist eine Druckluftbremse mit zwei Steuerventilen, bei der ausser dem Hilfsluftbehälter noch ein   Bremsluft-Speicherbehälter   vorgesehen ist. 
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 geworden. Bei dieser Bremsbauart wird die Entlüftung des Bremszylinders beim Lösen von den beiden Steuerventilen derart   überwacht,   dass sie nur dann erfolgen kann, wenn beide Steuerventile in Lösestellung stehen. Bei sehr langsamem Druckanstieg in der Hauptleitung ist jedoch das sichere Umsteuern des Steuerkolbens des sogenannten primären Steuerventiles in die Lösestellung nicht immer gewährleistet, da bei etwas schwererem Gang der Steuerorgane leicht ein Ausgleich zwischen dem sehr langsam 
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 immer etwas undichten Kolbenring erfolgen kann, ohne dass der Steuerkolben in die Lösestellung geschoben wird.

   Ein solcher sehr langsamer Druckanstieg in der Hauptleitung tritt aber im hinteren Zugsteil langer Züge immer dann auf, wenn sich durch fortgesetztesBremsen und Lösen der, Bremsluft-   Speicherbehälter   stärker erschöpft hat. Beim Wiederauffüllen der Bremsleitung zwecks Einleitung einer Lösestufe nehmen dann die vorderen   Bremsluft-Speicherbehälter   sehr viel Luft aus der Leitung auf, so dass der Druckanstieg im   rückwärtigen Teil   zwangläufig ganz abnormal langsam    erfolgt..   Es ist daher bei dieser Bremsbauart nicht immer möglich, auch die rückwärtigen Wagen zu lösen. 



   Entfällt jedoch die Überwachung der Bremszylinderentlüftung durch das primäre Steuerventil, so tritt ein ungewolltes Abströmen von Bremszylinderluft bei Beginn der Bremsung auf, da das unempfindlichere sekundäre Steuerventil noch eine Weile in der Lösestellung verbleibt, obwohl das empfindlicher primäre Steuerorgan schon in Bremsstellung umgesteuert hat. 



   Bei der Druckluftbremse nach vorliegender Erfindung ist eine Einrichtung vorgesehen, welche in 
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 kommt, wenn die Bremsluft-Speicherbehälter erschöpft sind, unabhängig von der Stellung des primären Steuerventiles ein Entlüften des Bremszylinders ermöglicht. Gleichzeitig vermeidet diese Einrichtung ein Abströmen von Bremszylinderluft zu Beginn der Bremsung   über das noch   in Lösestellung stehende zweite Steuerventil. 



   In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer solchen   Druckluftbremse   im Schema dargestellt. 



   Die Wirkungsweise dieser Bremsbauart ist nunmehr folgende :
Beim Laden der Bremse gelangt die Luft aus der Hauptleitung L einerseits über Leitung a, Drosselung   1,   Rückschlagventil 2 und Leitung b in den Bremsluft-Speicherbehälter Bb, anderseits über die Leitung c in den Raum 3 vor dem Steuerkolben 4 des Einkolbenventiles E, schiebt den Kolben nach links und füllt nunmehr über Füllnut 5, Raum 6 und die Leitung d den Hilfsluftbehälter   Hb   auf. Zugleich wird über Leitung e, Rückschlagventil 7 und die Leitung f der Steuerbehälter Stb aufgefüllt.

   Der Bremszylinder Bz ist bei dieser Stellung des Schiebers 8 über Leitung g, Raum 9 des   Schaltventiles SV,   Leitung h,   Schiebermuschel 2C   mit der Leitung j und damit über den Raum   11,   das offene Auslassventil 12, die Bohrung 13 des Kolbens 14, den Raum 15 und die Bohrung o des Zweikolbenventiles Z mit der freien Luft in Verbindung. Über die Räume 9 und 10 besteht eine zweite Verbindung'zwischen den Leitungen g und j. Der Raum 16 des Zweikolbenventiles Z steht   über Leitung k   mit der Hauptleitung L, der   Raum 17   über Leitung   l   mit dem Steuerbehälter Stb, der Raum 18 über Leitung   m   und Drosselung 19 mit dem Bremsluft-Speicherbehälter Bb in Verbindung.

   Das Einlassventil 20 wird hiebei auf seinen Sitz   gedrückt.   

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   Bei Einleitung einer Stufenbremsung wird der Leitungsdruck um einen bestimmten Betrag gesenkt. Infolge des sinkenden Leitungsdruckes schliessen sich die beiden   Rückschlagventile.   2 und 7, so dass der Druck im Steuerbehälter   Stb   sowie im   Bremsluft-Speicherbehälter   erhalten bleibt. Durch die Druckerniedrigung in der Leitung c und dem Raum 3 bewegt sich der Steuerkolben 4 um den Leergang 21 nach rechts, verschliesst dabei die Füllnut 5 und öffnet das   Abstufungsventil   22. Bei fort- 
 EMI2.1 
 Leitung d, Raum 6, das offene Abstufungsventil 22, den Kanal 23 und Leitung n der   HilfsluftbehälterHb   mit dem Raume 24 verbunden.

   Aus diesem wird über Drosselung   25,   Raum 9 und Leitung g die langsame Füllung des Bremszylinders bewirkt, gleichzeitig aber durch Anheben des   Steuerorganes   26, das vorteilhaft als Kolben ausgebildet ist, die Verbindung der Räume 9 und 10 unterbrochen und damit ein Aus- 
 EMI2.2 
 In der Bremsstellung des Schiebers 8 sind auch die Leitungen hund j voneinander getrennt. Ist der Druck im   Hilfsluftbehälter j durch Abströmen   der Luft in dem Bremszylinder Bz etwas unter den Leitungsdruck gesunken, so bewegt sich der Steuerkolben nach links und schliesst das Abstufungsventil 22. Der Druck in der Leitung n und dem Raum 24 gleicht sich dann über die Drosselung 25 mit dem Raume 9 
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 noch kleiner als der Bremszylinderdruck ist.

   Es ist also der Druck im Bremsluft-Speicherbehälter nur um den sehr kleinen Betrag gesunken, der zur Erzeugung des vorgenannten Druckes im Raume 11 nötig war. 



   Wird nun zum Zwecke der Einleitung einer Lösestufe der Leitungsdruck erhöht, so wird durch den auch im Raume 16 steigenden Druck das Gleichgewicht des Kolbensystems 27,28 und 14 gestört. 
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 solange ins Freie Abströmen kann, bis die Kräfte am Kolbensystem wieder im Gleichgewichte sind und daher das Abströmen durch Anlegen des Kolbens 14 am Auslassventil 12 beendet wird. Die Verbindung des Bremszylinders mit dem Raume 11 und der Leitung   j   kann in diesem Falle nur über die   Leitung 1l   und die   Schiebermusehel j ! ss   erfolgen, so dass zur Durchführung einer Lösestufe ein Umsteuern des Steuerkolbens 4 in die Lösestellung nötig ist.

   Wie vorbeschrieben, ist jedoch in diesem Falle der BremsluftSpeicherbehälter noch nicht erschöpft, so dass diese Behälter an den vorderen Wagen eines langen Zuges beim Lösen keine Luft aus der Leitung aufnehmen. Es ist daher das Umsteuern der Steuerkolben der 
 EMI2.5 
   des Abstufungsventiles zunächst wie oben beschrieben. Zufolge der Abmessungen des HilfsluftbehältersHb   wie auch des Kolbensystems 27,28 und 14 ist jedoch nunmehr der Druck in den Räumen 11 und 10 grösser als der Bremszylinderdruck, so dass nach Ausgleich des Druckes im Raume 24 mit dem Druck im 
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 bestimmte Druck ober dem Kolben 14 erreicht ist, worauf das Einlassventil 20 geschlossen wird. 



   Wird nun zur Einleitung einer neuerlichen Lösestufe der Leitungsdruck erhöht, so wird wieder, wie oben beschrieben, der Raum 11 mit der freien Luft verbunden. Da die Verbindung des Bremszylinders Bs mit der Leitung j über die Räume 9 uns 10 schon bei der vorangegangenen Bremsstufe hergestellt wurde, kann die Bremse auch bei in Bremsstellung befindlichem Steuerkolben 4 gelöst werden. 



   Der Kolben 26 wird zweckmässig, wie in der Zeichnung dargestellt ist, durch sein Eigengewicht oder aber durch eine Feder im Sinne der Freigabe der Verbindung des Raumes 11 des Steuerventiles Z mit dem Bremszylinder   Bs belastet,   damit ein Steckenbleiben in der oberen Lage vermieden wird. Diese zusätzliche   Kolbenbela. stung ist ohne   weiteres zulässig, da für den   Hochgang   des Kolbens 26 beim Bremsen, der   Hilfsbehälterdruck   eine reichlich grosse Stellkraft ausübt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Druckluftbremse mit zwei Steuerventilen, bei der ausser dem Hilfsluftbehälter noch ein Brems-   luft-Speicherbehälter   vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schaltvorrichtung vorgesehen ist, deren eine (untere) Vorkammer   (24)   mit dem vom Abstufungsventil (22) oder Abstufungsschieber od. dgl. kommenden Luftweg verbunden ist und dessen andere (obere) Vorkammer (10) mit dem Raum (11) über dem kleinen Kolben   (14)   des Steuerventiles (Z) in Verbindung steht und ein Steuerorgan (26) enthält, das die Verbindung des Bremszylinders   (Bz)   mit dem Raum   (11)   des Steuerventiles (Z), bei in Bremsstellung befindlichem Steuerventil (E) herstellt oder unterbricht.

Claims (1)

  1. 2. Druckluftbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerorgan (26) auf der einen (unteren) Seite vom Druck in der Vorkammer (24) und avf der andern (oberen) Seite vom Druck in der Vorkammer (10) beeinflusst wird. <Desc/Clms Page number 3>
    3. Druckluftbremse nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fülldrosselung für den Bremszylinder zwischen der Vorkammer (24) und dem Bremszylinder angeordnet ist.
    4. Druckluftbremse nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerorgan (26) im Sinne der Herstellung der Verbindung zwischen Bremszylinder und Raum (11) des Steuerventiles (Z) durch Federkraft oder Gewicht belastet ist.
    5. Druekluftbremse nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerorgan (26) EMI3.1 EMI3.2
AT138437D 1933-09-11 1933-09-11 Druckluftbremse. AT138437B (de)

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