AT219026B - Verfahren zur Herstellung von neuen Benzylhydrazinderivaten und deren Säureadditionssalzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Benzylhydrazinderivaten und deren Säureadditionssalzen

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AT219026B AT434960A AT434960A AT219026B AT 219026 B AT219026 B AT 219026B AT 434960 A AT434960 A AT 434960A AT 434960 A AT434960 A AT 434960A AT 219026 B AT219026 B AT 219026B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Benzylhydrazinderivaten und deren Säureaddition- salzen 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer Benzylhydrazinderivate, welche wertvolle therapeutische Eigenschaften aufweisen ; einige dieser Verbindungen besitzen depressionshemmende, stimulierende und antikonvulsive Eigenschaften, wogegen andere sedative und antirheumatische Eigenschaften aufweisen. 



   Gemäss vorliegender Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung von Benzylhydrazinderivaten der Formel 
 EMI1.1 
 sowie von nicht giftigen Säureadditionssalzen dieser Derivate angegeben, wobei in der Formel R für einen niederen Alkylrest,   R'für   Wasserstoff oder einen Alkyl-, Alkoxy-, Aryl- oder Aralkylrest steht und der Benzolring (A) gewünschtenfalls weitere Substituenten aufweisen kann, das darin besteht, dass man ein Hydrazinderivat der Formel 
 EMI1.2 
 in welcher R und A obige Bedeutungen haben, oder ein Säureadditionssalz dieser Verbindungen, z. B. ein Oxalat, mit einem Acylierungsmittel behandelt, das von einer Säure der Formel R'COOH abgeleitet ist, 
 EMI1.3 
 :Benzyloxy- oder Methylendioxyreste aufweisen und z.

   B. einer der folgenden Reste sein. 4-Methylphenyl,   3, 4-Dichlorphenyl, 3, 4-Methylendioxyphenyl, 3, 4-Dimethylphenyl,   4-Methoxyphenyl, 4-Chlorphenyl, 2-Chlorphenyl und 3-Chlorphenyl. 



   Besonders wertvolle Verbindungen   sind : 1- (a-Methylbenzyl) -2-acetylhydrazin,   F   72-740 C ; 1- (0 (-   Methylbenzyl)-2-propionylhydrazin, Kp.   190-194 C/15mm, l- (K-Methylbenzyl)-2-n-butyroylhydrazin,   Kp.   131-134'C/0, 5 mm ; 1- (oc-Methylbenzyl)-2-isobutyroylhydrazin,   F   60-61 0 C ; l- (oc-Methylbenzyl) -   
 EMI1.4 
 nicht giftigen Säureadditionssalze dieser Verbindungen. 



   Als Säureadditionssalze obiger Benzylhydrazinderivate eignen sich jene Salze, die klinisch verwendbar sind. Zu solchen Salzen zählen z. B. Salze mit anorganischen Säuren, z. B. Salz-, Schwefel- oder Phosphorsäure, oder Salze mit organischen Säuren, z. B. Essig-, Malein-, Oxal-, Milch-, Wein-, Bernstein-, Zimtoder Gerbsäure und Salze mit medizinisch verwertbaren, verträglichen sauren Substanzen, z. B. sauren Harzen, z. B. sulfonierten Polystyrolharzen und insbesondere solchen, die unter den Bezeichnungen "Zeocarb 225" (für The Permutite Comp. London eingetragene Schutzmarke) und Dowex 50X" (für The Dow Chemical Corp. Midland USA eingetragene Schutzmarke) im Handel erhältlich sind. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Ein geeignetes Acylierungsmittel ist z. B. ein Säurehalogenid, z. B. ein Säurechlorid oder ein Säureanhydrid oder ein Ester. Die Reaktion kann zweckmässigerweise in Gegenwart eines   Verdünnungs- oder   Lösungsmittels vorgenommen werden, welches die Säure R'COOH sein kann, wobei R'obige Bedeutung hat. 



   Die Säureadditionssalze können aus den freien Basen nach herkömmlichen Verfahren erhalten werden. 



  Die mit einem sauren Harz, z. B. einem sulfonierten Polystyrolharz, gebildeten Salze können durch Umsetzung eines Salzes der Base, z. B. des Sulfats, mit dem sauren Harz in wässerigem Medium hergestellt werden. 



   Wie schon angeführt, besitzen einige dieser Verbindungen der obigen Formel depressionshemmende, stimulierende und antikonvulsive Eigenschaften, wogegen die übrigen dieser Benzylhydrazinderivate sedative und antirheumatische Eigenschaften aufweisen. Verbindungen der Formel I, in der A einen   3, 4-Dichlorphenylrest   und R einen Methylrest darstellen und R'obige Bedeutung hat, sowie die nicht giftigen Säureadditionssalze dieser Verbindungen besitzen sedative und antirheumatische Eigenschaften. 



  Die übrigen Verbindungen der Formel I und die nicht toxischen Säureadditionssalze dieser Verbindungen weisen depressionshemmende, stimulierende und antikonvulsive Eigenschaften auf. 



   Die Erfindung soll an Hand folgender Beispiele ohne Einschränkung auf dieselben näher erläutert werden. Die Teile sind als Gewichtsteile angegeben. 



   Beispiel 1 : 13, 4 Teile   ( < x-Methylbenzylhydrazinoxalat   werden in 40 Teilen Wasser suspendiert und die Mischung durch Zusatz von Natronlauge alkalisch gemacht. Die Mischung wird mit Äther extrahiert, die ätherische Lösung getrocknet und hierauf der Äther abgedampft. Der Rückstand wird abgekühlt, wonach 7, 2 Teile Pivalylchlorid zugesetzt werden und die Mischung 10 Minuten auf 95   C erhitzt wird. 



  Die so erhaltene feste Substanz wird aus Äthylacetat kristallisiert ; man erhält auf diese Weise   1- (OC-Methyl-   benzyl)-2-pivalylhydrazinhydrochlorid, F =   204-205   C   (Zers. ). 



   Beispiel 2 : Eine Mischung von 2, 26 Teilen oc-Methylbenzylhydrazinoxalat, 5 Teilen Essigsäure und 1 Teil Essigsäureanhydrid wird zum Kochen erhitzt und dann stehen gelassen, bis die Reaktion nachlässt. Sobald die Mischung kalt ist, wird sie filtriert und das Filtrat eingedampft. Der Rückstand wird mit verdünnter Natronlauge gerührt, die Mischung filtriert und das Filtrat mit Äther extrahiert. Die ätherische Lösung wird getrocknet, filtriert und eingedampft. Der Rückstand wird aus einer Mischung von Tetrachlorkohlenstoff und Petroläther (Kp.   60-80   C)   umkristallisiert. Man erhält auf diese Weise   1- (cx : -   Methylbenzyl)-2-acetylhydrazin, F =   72-74  C.   



   Beispiel 3 : Eine Mischung von 2, 26 Teilen   oc-Methylbenzylhydrazinoxalat,   5 Teilen Essigsäure und 0, 88 Teilen Acetylchlorid wird 16 Stunden bei 20   C gehalten. Die Lösung wird dann auf Eis gegossen, mit Natronlauge alkalisch gemacht und mit Äther extrahiert. Der ätherische Extrakt wird getrocknet, filtriert und eingedampft. Der Rückstand wird aus einer Mischung von Tetrachlorkohlenstoff und Petroläther (Kp.   60-800 C) umkristallisiert.   Man erhält auf diese Weise   l-te-Methylbenzyl)-2-   acetylhydrazin, F =   72-74  C.   



   Obiges Verfahren wird wiederholt, wobei an Stelle von Essigsäure und Acetylchlorid die äquivalenten Mengen an n-Buttersäure und n-Butyroylchlorid eingesetzt werden und das erhaltene Produkt durch fraktionierte Destillation im Vakuum gereinigt wird. Man erhält auf diese Weise   1- (a-Methylbenzyl)-     - 2-n-butyroylhydrazin, Kp. 134  C/0, 5 nun,   das Oxalat schmilzt bei 106-108  C. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von neuen Benzylhydrazinderivaten der allgemeinen Formel EMI2.1 worin R für einen niederen Alkylrest, insbesondere Methyl, R'für Wasserstoff oder einen Alkyl-, insbe- EMI2.2 rest, einen Aryl-, insbesondere den Phenyl- oder 4-Chlorphenylrest, oder einen Aralkyl-, insbesondere den ss-Phenyläthylrest, steht und der Benzolring (A) gewünschtenfalls weitere Substituenten, wie eine niedere Alkyl- oder Alkoxygruppe, Halogenatome, eine Benzyloxy- oder Methylendioxygruppe aufweisen kann, und deren Säureadditionssalzen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Hydrazinderivat der allgemeinen Formel EMI2.3 <Desc/Clms Page number 3> in welcher R und A obige Bedeutungen haben, oder ein Säureadditionssalz dieser Verbindungen, z.
    B. ein Oxalat, mit einem Acylierungsmittel behandelt, das von einer Säure der Formel R'COOH abgeleitet ist, in welcher R'die angegebene Bedeutung hat, und gewünschtenfalls erhaltene Verbindungen mittels nicht giftiger Säuren oder saurer Harze in ihre Salze überführt. EMI3.1 ein Säureanhydrid oder ein Ester verwendet wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Salzbildung Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Essigsäure, Maleinsäure, Oxalsäure, Milchsäure, Weinsäure, Bernsteinsäure, Zimtsäure, Gerbsäure oder ein sulfoniertes Polystyrolharz verwendet.
AT434960A 1959-11-11 1959-12-23 Verfahren zur Herstellung von neuen Benzylhydrazinderivaten und deren Säureadditionssalzen AT219026B (de)

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