AT216140B - - Google Patents
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Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Gewinnung eines Wirkstoffes aus Ovarien oder Placenta
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
Als besonders geeignet erwies sich Salzsäure. Es sind jedoch sowohl beim Arbeiten mit Säure allein als auch bei Verwendung eines Lösungsmittels auch andere Säuren brauchbar, wie beispielsweise Schwefelsäure, Phosphorsäure oder Essigsäure.
Die auf diese Weise erhaltenen Extraktlösungen werden dann zur Abscheidung des Wirkstoffes direkt mit einem mit Wasser mischbaren Lösungsmittel versetzt. Auch hier verwendet man vorteilhaft Aceton, wobei je nach dem eventuellenLösungsmittelgehalt des Extraktes das 4- bis 10fache Volumen zur Anwendung gelangt. Als Beispiele für andere verwendbare Lösungsmittel seien Acetonitril, Dioxan und Tetrahydrofuran genannt. Es ist hiebei nicht unbedingt erforderlich, die Fällung mit demjenigen Lösungsmittel vorzunehmen, das für die Extraktion eventuell bereits verwendet wurde.
Das erfindungsgemässe Verfahren eignet sich auch zur Extraktion von Ovarien trächtiger Schweine, die bekanntlich einen hohen Gehalt sowohl an Relaxin als auch an UR-Faktor aufweisen (vgl. L. C. Felton, E. H. Frieden, H. H. Bryant, J. Pharmacol. Exper. Ther. 107 [1953], S. 160-164).
Die Extraktion des Frischgewebes kann auch kontinuierlich vorgenommen werden, wobei vorzugsweise vor der Extraktion Bariumsulfat mit dem Frischgewebe vermischt wird.
Der erfindungsgemäss erhaltene Wirkstoff ist eine farblose Substanz, deren Infrarotspektrum Banden
EMI2.1
gehalt der Substanz beträgt etwa 14, 3U/o.
Die pharmakologischen Testungen des Wirkstoffs wurden nach der von J. C. Krantzjr., H. H. Bryant und C. J. Carr (loc. cit.) angegebenen Methode durchgeführt.
Aus der nachfolgenden Tabelle ist die grosse Überlegenheit des erfindungsgemässen Verfahrens gegen- über den bekannten Verfahren ersichtlich.
EMI2.2
EMI2.3
<tb>
<tb> Gewinnung <SEP> des <SEP> Ausbeute <SEP> Wirksamkeit <SEP> Bemerkungen
<tb> Wirkstoffes <SEP> in <SEP> Einheiten/mg
<tb> gemäss <SEP> deutscher <SEP> wirksame <SEP> SubPatentschrift <SEP> Nr. <SEP> 948909 <SEP> 0, <SEP> 14% <SEP> etwa <SEP> 1000 <SEP> stanz <SEP> enthält
<tb> wechselnde <SEP> Mengen <SEP> Natriumchlorid
<tb> gemäss <SEP> L. <SEP> C. <SEP> Felton,
<tb> E. <SEP> H. <SEP> Frieden,
<tb> H. <SEP> H. <SEP> Bryant <SEP> (loc. <SEP> cit.) <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP> * <SEP> ? <SEP> o <SEP> 3-100 <SEP>
<tb> erfindungsgemäss
<tb> nach <SEP> Beispiel <SEP> l. <SEP> l, <SEP> 08% <SEP> etwa <SEP> 2000
<tb> erfindungsgemäss
<tb> nach <SEP> Beispiel <SEP> 2 <SEP> 3.
<SEP> 950/0 <SEP> etwa <SEP> 500
<tb>
EMI2.4
<Desc/Clms Page number 3>
1: 2,50. 1 n Salzsäure 5 Stunden unter schwachem Rühren bei Zimmertemperatur extrahiert. Anschliessend wird vom Ovarienrückstand abfiltriert und mit 0, 1 n Salzsäure nachgewaschen. Zur Erhöhung der Ausbeute extrahiert man die Ovarien nochmals in gleicher Weise mit derselben Menge 0. 1 n-Salzsäure und trennt vom Ovarienrückstand ab.
Die vereinigten, klaren, bräunlich gefärbten Extraktlösungen werden mit dem 10fachen Volumen Aceton versetzt. Dabei fällt ein farbloser, flockiger Niederschlag aus, der abfiltriert, mit Aceton gewaschen und im Exsikkator über Calciumchlorid getrocknet wird.
Ausbeute 39, 5 g (3, 95%),
Wirksamkeit : etwa 500 Einheiten/mg.
Beispiel 3 : 1, 0 kg frische, zerkleinerte, nicht ausgewählte Schweineovarien werden mit einem Gemisch von l, 8 1 Aceton, 1. 185 1 Wasser und 0,015 1 85% tiger Phosphorsäure unter Rühren bei Zimmertemperatur 20 Stunden extrahiert. Anschliessend wird vom Ovarienrückstand abfiltriert und mit dem obengenannten Lösungsmittelgemisch nachgewaschen. Die klare, bräunlich gefärbte Extraktlösung wird mit dem 5fachen Volumen Aceton versetzt : Es fällt ein farbloser, flockiger Niederschlag aus, der abflltriert, mit Aceton gewaschen und im Exsikkator über Calciumchlorid getrocknet wird.
Ausbeute 30, 3 g (3. 03%),
Wirksamkeit : etwa 750 Einheiten/mg.
Beispiel 4 : 0, 7 kg zerkleinerte, nicht ausgewählte Schweineovarien werden mit einem Gemisch von 1, 47 I Acetonitril. 0. 594 1 Wasser und 0. 036 1 konzentrierter Salzsäure versetzt und 18 Stunden unter schwachem Rühren bei Zimmertemperatur extrahiert. Anschliessend wird vom Ovarienrückstand abfiltriert und mit dem obengenannten Lösungsmittelgemisch nachgewaschen.
Die klare, dunkelbraun gefärbte Extraktlösung wird mit dem 6fachen Volumen Aceton versetzt, wobei ein farbloser, flockiger Niederschlag ausfällt, der abfiltriert, mit Aceton gewaschen und im Exsikkator über Calciumchlorid getrocknet wird.
Ausbeute 13, 7 g (1, 96%),
Wirksamkeit : etwa 1000 Einheiten/mg.
Beispiel 5: l,0 kg zerkleinerte, nicht ausgewählte Schweineovarien werden mit einem Gemisch von 2, 0 1 Dioxan, 1, 131 1 Wasser und 0, 069 1 konzentrierter Salzsäure 20 Stunden unter schwachem Rühren bei Zimmertemperatur extrahiert. Anschliessend wird vom Ovarienrückstand abfiltriert und mit dem obengenannten Lösungsmittelgemisch nachgewaschen.
Die klare, braun gefärbte Extraktlösung wird mit dem 8fachen Volumen Dioxan versetzt, der ausgefallen, schwach bräunlich gefärbte, flockige Niederschlag abfiltriert, mit Dioxan nachgewaschen und im Exsikkator über Calciumchlorid getrocknet.
Ausbeute 12,6 g (l, 26%),
Wirksamkeit : etwa 750 Einheiten/mg.
Beispiel 6 : 357 g zerkleinerte Ovarien trächtiger Schweine werden mit einem Gemisch von 0. 7 I Aceton, 0,41 Wasser und 0, 025 1 konzentrierter Salzsäure 12 Stunden unter schwachem Rühren bei Zimmertemperatur extrahiert. Es wird vom Ovarienrückstand ab filtriert und mit dem oben genannten Lösungsmittelgemisch nachgewaschen. Anschliessend werden die Ovarien nochmals mit derselben Menge wässerigsalzsaurem Aceton wie oben extrahiert.
Die vereinigten, bräunlich gefärbten Extraktlösungen werden mit dem 5fachen Volumen Aceton versetzt. Es fällt ein farbloser, flockiger Niederschlag aus, der abfiltriert, mit Aceton gewaschen und im Exsikkator über Calciumchlorid getrocknet wird.
Ausbeute 4,22 g (1,18to,
Wirksamkeit : etwa 2000 Einheiten/mg.
Beispiel 7 : 1, 0 kg zerkleinerte, nicht ausgewählte Schweineovarien werden mit einem Gemisch von 2,0 l Tetrahydrofuran, 1, 13 1 Wasser und 0,07 l konzentrierter Salzsäure 20 Stunden unter schwachem Rühren bei Zimmertemperatur extrahiert. Anschliessend wird vom Ovarienrückstand abfiltriert und mit dem oben genannten Lösungsmittelgemisch nachgewaschen.
Die klare, braun gefärbte Extraktlösung wird mit dem 8fachenVolumen Tetrahydrofuran versetzt, der ausgefallene, schwach bräunlich gefärbte, flockige Niederschlag abfiltriert, mit Tetrahydrofuran nachgewaschen und im Exsikkator über Calciumchlorid getrocknet.
Ausbeute 19,5 g (1. 95%),
Wirksamkeit : etwa 1000 Einheiten/mg.
B eisp iel 8 : 0,5 kg zerkleinerte, nicht ausgewählte Schweineovarien werden mit einem Gemisch von 1,0 1 Aceton, 0,566 1 Wasser und 0, 0341 konzentrierter Salzsäure versetzt und 3 Stunden unter schwa-
<Desc/Clms Page number 4>
EMI4.1
Claims (1)
- <Desc/Clms Page number 5>4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Extraktion diskontinuierlich durchfUhrt.5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Extraktion unter Zusatz von Bariumsulfat kontinuierlich durchführt.. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man als Extraktionmittel verdünnte Salzsäure, deren Normalität zwischen 0, 01 und 1, 0, vorzugsweise zwischen 0, 05 und 0, 5 liegt, verwendet.
Applications Claiming Priority (1)
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1958
- 1958-10-17 AT AT725658A patent/AT216140B/de active
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