AT214915B - Verfahren zur Herstellung von Thiophen-disulfochloriden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Thiophen-disulfochloriden

Info

Publication number
AT214915B
AT214915B AT745359A AT745359A AT214915B AT 214915 B AT214915 B AT 214915B AT 745359 A AT745359 A AT 745359A AT 745359 A AT745359 A AT 745359A AT 214915 B AT214915 B AT 214915B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
thiophene
disulfochlorides
preparation
mol
chlorosulfonic acid
Prior art date
Application number
AT745359A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Hoechst Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst Ag filed Critical Hoechst Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT214915B publication Critical patent/AT214915B/de

Links

Landscapes

  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Oxygen Or Sulfur (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   Thiophen-disulfochloriden   
Die direkte Einführung der Gruppierung   -SO, CI   in Thiophen bzw. Thiophenderivate ist bisher nicht bekannt. Alle bisher bekannten Thiophen-sulfochloride wurden vielmehr durch Reaktion entsprechender   Thiophen-sulfosäure-   alkalisalze mit Phosphorpentachlorid synthetisiert. 



  Lediglich in Lieb. Ann. Chem. 501 (1933), Seite 174, wird darauf hingewiesen, dass bei der Sulfurierung von Thiophen mit Chlorsulfonsäure neben Thio-   phen-2-sulfosäure   auch   Thiophen-2-sulfochlorid   in geringer Menge gebildet wird. 



   Es wurde nun gefunden, dass es gelingt, Thiophen-disulfochloride der allgemeinen Formel : 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 thiophenen genügt eine Reaktionstemperatur von etwa 60   C, bei den reaktionsträgeren 2-Halogenthiophenen ist es zweckmässig, bei etwa   80  C   zu arbeiten. 



   Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches erfolgt durch Eingiessen in Eiswasser, wobei sich die gebildeten   Thiophen-disulfochloride   entweder kristallin oder in Form von schweren braunen Ölen abscheiden und   durch Lösen   in Äther und Fällen mit Petroläther gereinigt werden. Die Ausbeuten des Verfahrens liegen zwischen 70 und 90% der Theorie. 



   Eine andere Ausführungsform des Verfahrens gemäss der Erfindung besteht darin, dass man die Ausgangsstoffe zunächst bei tieferer Temperatur, vorzugsweise   bei-20   bis 0  C, in die Chlorsulfonsäure einträgt und dem erhaltenen Reaktionsgemisch das Halogenierungsmittel zugibt. Die weitere Umsetzung erfolgt in der oben angegebenen Weise. 



   Die Verfahrenserzeugnisse sind wertvolle Zwischenprodukte für die Synthese diuretisch wirksamer Thiophen-disulfonamide, die man zweckmässig durch Umsetzung der substituierten Thiophen-disulfochloride mit flüssigem Ammoniak gewinnen kann. Beispielsweise zeigt das 2-Chlor-   thiophen-3, 5-disulfonamid   im CarboanhydraseHemmungstest nach der von F. J. Philpot und J. St. Philpot in Biochem. Journ. 30 (1936), Seite 2191, beschriebenen Methode eine Hemmwirkung, die 5- bis 10-mal grösser ist als die des bekannten   2- Acetamino-l, 3, 4-thiodiazol-5-sulfon-   amids. 



   Beispiel l : 119g 2-Chlorthiophen (1 Mol) werden innerhalb 30 Minuten unter Rühren bei   10-20   C   in ein Gemisch von 583 g (= 325 cm3) Chlorsulfonsäure (5 Mol) und 238 g   145 cm3)   Thionylchlorid (2 Mol) eingetropft. Nach beendeter Zugabe wird die Reaktionsmischung langsam auf   75 0 C erwärmt   und noch zwei Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Nach dem Abkühlen wird das Gemisch auf Eis gegossen, das dabei kristallin abgeschiedene 2-Chlorthiophen-   3, 5-disulfochlorid   abgesaugt und nach Waschen mit Wasser an der Luft getrocknet. Die Ausbeute beträgt 265   g (= 84%   der Theorie), der
Schmelzpunkt liegt nach dem Umkristallisieren aus   Äther/Petroläther   bei   80-82  C.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Beispiel 2 : Analog Beispiel l erhält man aus   32,     6 g   2-Bromthiophen (0, 2 Mol) und einem Gemisch von 65   Chlorsulfonsäure (1   Mol) und 29   cm3 Thionylchlorid (0, 4   Mol) 51 g (= 71% der Theorie)   2-Bromthiophen-3, 5-disulfochlorid   in Form von gelbbraunen Kristallen vom Schmelz- 
 EMI2.1 
 Anschliessend wird die Reaktionsmischung noch eine Stunde lang bei   60  C   gerührt, danach auf Zimmertemperatur abgekühlt und auf Eis gegossen. Das so gebildete 2-Äthyl-thiophen-   3, 5-disulfochlorid   scheidet sich als hellbraunes Öl ab und wird durch Ausäthern isoliert. Die Ausbeute beträgt 52 g (=84 % der Theorie).

   Die Charakterisierung erfolgte durch Umsetzung mit flüssigem Ammoniak zu dem bekannten 2-Äthyl-   thiophen- 3, 5-disulfonamid,   dessen Schmelzpunkt bei   204-2060   C liegt. 



    Beispiel4 : 28, 0 g 2-n-Butylthiophen (0, 2 Mol)    wurden analog Beispiel 4 mit einem Chlor-   sulfonsäure/Thionylchlorid-Gemisch   umgesetzt und dabei 59 g (= 87% der Theorie) 2-n-Butyl- thiophen-3, 5-disulfochlorid in Form eines braunen Öles erhalten. 



   Analyse : CsH10O4S3CI2 (337, 3) : S ber.   28, 5 ;   gef.   27, 9.   



   Bei der Umsetzung des Reaktionsproduktes mit flüssigem Ammoniak erhält man in guter Ausbeute 2-n-Butylthiophen-3,5-disulfonamidvomSchmelzpunkt 155-157  C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Thiophendisulfochloriden der allgemeinen Formel : EMI2.2 worin R ein Halogenatom oder einen niedrigmolekularen Alkylrest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man in 2-Stellung halogen- oder alkylsubstituierte Thiophene mit Chlorsulfonsäure und einem Halogenierungsmittel, insbesondere Thionylchlorid, behandelt.
AT745359A 1958-10-16 1959-10-14 Verfahren zur Herstellung von Thiophen-disulfochloriden AT214915B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE214915T 1958-10-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT214915B true AT214915B (de) 1961-05-10

Family

ID=29592339

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT745359A AT214915B (de) 1958-10-16 1959-10-14 Verfahren zur Herstellung von Thiophen-disulfochloriden

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT214915B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0039844A2 (de) Verfahren zur Herstellung von O-substituierten Derivaten des (+)-Cyanidan-3-ols
AT214915B (de) Verfahren zur Herstellung von Thiophen-disulfochloriden
CH417630A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen cyclischen 2,3-O-Acetalen und 2,3-O-Ketalen von Butantetrolestern
AT214439B (de) Verfahren zur Herstellung von Thiophen-mono-sulfochloriden
AT216493B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Triflourmethylbenzolsulfonamiden
AT246162B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Benzoxazepin-Derivaten
AT303962B (de) Verfahren zur Herstellung von 14-Desoxy-14-tosyloxyacetoxymutilin
AT208355B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, substituierten Thiophen-3,5-disulfonamiden
EP0054180A2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Imidazochinazolinonderivates
AT270647B (de) Verfahren zur Herstellung neuer substituierter Aminopyridine, von deren Salzen und optisch aktiven Isomeren
AT364836B (de) Verfahren zur herstellung von neuen o-substituierten derivaten des (+)-cyanidan-3-ols und deren salzen
AT258910B (de) Verfahren zur Herstellung von Benzo-dihydro-thiadiazin-Derivaten
AT225197B (de) Verfahren zur Herstellung der neuen N-[p-3,3-disubstituierten-1-Azetidinyläthoxy)-benzyl]-3,4,5-trimethoxybenzamide
AT226228B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamiden
DE1088508B (de) Verfahren zur Herstellung von Thiophen-disulfochloriden
AT256823B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Benzamidoverbindungen und ihren Salzen
AT240532B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Ajmalins
AT203487B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Isothiocyanaten
AT215984B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Amino-trifluortoluol-disulfonamiden
AT226254B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Thionothiolphosphorsäureestern
AT337173B (de) Verfahren zur herstellung von neuen isoindolinderivaten und ihren salzen
AT274788B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen N-(Hydroxycyclohexyl)-halogen-aminobenzylaminen und deren Säureadditionssalzen
DE952084C (de) Verfahren zur Herstellung von organischen Isothiocyanaten
AT345816B (de) Verfahren zur herstellung von neuen thiadiazolylimidazolinonen
AT368153B (de) Verfahren zur herstellung des neuen n-(1&#39;-allylpyrrolidin-2&#39;-yl-methyl)-2-methoxy-4,5- azimidobenzamides und seiner saeureadditionssalze