AT207049B - Verfahren zur Herstellung primärer Alkohole der Vitamin A-Reihe - Google Patents
Verfahren zur Herstellung primärer Alkohole der Vitamin A-ReiheInfo
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Verfahren zur Herstellung primärer Alkohole der
Vitamin A-Reihe
Es ist bekannt, dass der Aufbau des für das Vitamin A wesentlichen Systems konjugierter Doppelbindungen Schwierigkeiten bereitet, da die betreffenden Synthesen, sofern sie unter Wasserabspaltung und gegebenenfalls ADylumlagerung verlaufen, zur Bildung von Isomeren führen. Diese Bildung von Isomeren wird stets dann auftreten, wenn nebeneinander nicht nur eine oder mehrere aufeinanderfolgende, gegebenenfalls mit Wasserabspaltung kombinierte Allylumlagerungen, sondern auch eine Wasserabspaltung ohne Allylumlagerung möglich sind.
In diesem Zusammenhang sind unter "Isomeren" jene Verbindungen zu verstehen, die im Aufbau des Kohlenstoffskeletts mit denen der Vitamin A-Reihe übereinstimmen, aber sich von ihnen durch die Anordnung der Doppelbindungen unterscheiden. Diese Isomeren können noch weiter in sogenannte"normale" und "iso" Verbindungen unterteilt werden. Als "normale" Verbindungen sind jene zu verstehen, deren Strukturformel hinsichtlich der Anordnung des Systems konjugierter Doppelbindungen der des Vitamins A entspricht.
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C Clidenessigsäureäthylester bzw. Vitamin-A-Ester bei der Herstellung aus ss-Jonon und Monobromessigsäure- äthylester bzw. aus ss-jonylidenacetaldehyd und y-Brom-ss-methylerotonsäureäthylester.
Es wurde nun gefunden, dass man primäre Alkohole der Vitamin A-Reihe mit einem"normalen"Sy- stem konjugierter Doppelbindungen der allgemeinen Formel :
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wobei n = 1 oder 2 erhält, wenn man Säurehalogenide der allgemeinen Formel :
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EMI2.5
oder Überführung in den Säureester mit einem komplexen Metallhydrid wie Lithiumaluminiumhydrid, Natriumborhydrid oder Magnesiumaluminiumhydrid zweckmässig bei Temperaturen unter 50 C in die entsprechenden primären Alkohole überführt.
Von den Säurehalogeniden kommen insbesondere Säurechloride oder Säurebromide als Ausgangsstoff in Betracht.
Säurehalogenide von ss-jonylidenessigsäure oder von Vitamin-A-Säure lassen sich aus den entsprechenden Säuren mit geeigneten Halogenierungsmitteln wie Phosphortrichlorid oder Thionylchlorid herstellen.
Die Reduktion von Säurehalogeniden zu den entsprechenden primären Alkoholen ist an sich bekannt.
Auch ist das Reduktionsverfahren mit-Lithiumaluminiumhydrid od. ähnl. Hydriden bereits beschrieben worden. In der Vitamin A-Reihe wurde die Reduktion von Säurehalogeniden jedoch noch nicht veröffentlicht. Es ist weiterhin zu erwähnen, dass Lithiumaluminiumhydrid vorgeschlagen wurde, um Ester von Vitamin-A-Säure zu Vitamin A zu reduzieren. Die Erkenntnis, dass die Verwendung von SÅaurehalogeni- den der vorstehend angegebenen allgemeinen Formel besondere Vorteile bei der Synthese primärer Alkohole der Vitamin A-Reihe zu bieten vermag, wurde jedoch bisher noch nicht geoffenbart.
Beispiel 1 : Eine Lösung von 25, 3 g (= 0, 1 Mol) ss-jonylidenessigsäurechlorid wird in absolutem Äther nach Abkühlen auf 0 C tropfenweise einer gleichfalls auf 00 C abgekühlten ätherischen Lösung von 2, 3 g Lithiumaluminiumhydrid zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wird 1/2 Stunde auf dieser Temperatur gehalten und danach vorsichtig mit Wasser versetzt. Die wässerige Schicht wird abgetrennt und die äthe- rische Schicht nach dem Trocknen über Natriumsulfat einer Destillation unterworfen, bei der als Rück-
EMI2.6
09Beispiel 2 : In gleicher Weise wie in Beispiel 1 kann Vitamin-A-Säurechlorid in ätherischer Lösung bei angenähert 00 C mit Lithiumaluminiumhydrid zu Vitamin A reduziert werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung primärer Alkohole der Vitamin A-Reihe der allgemeinen Formel EMI3.1 wobei n = 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Säurehalogenide der allgemeinen Formel EMI3.2 gegebenenfalls nach Hydrolyse zur freien Säure oder Überführung in den Säureester, mit einein komplexen Metallhydrid, wie Lithiumaluminiumhydrid, Natriumborhydrid oder Magnesiumaluminiumhydrid, zweck- mässig bei Temperaturen unter 50 C, in die entsprechenden primären Alkohole überführt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL207049X | 1953-01-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT207049B true AT207049B (de) | 1960-01-11 |
Family
ID=19778608
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT678753A AT207049B (de) | 1953-01-22 | 1953-11-28 | Verfahren zur Herstellung primärer Alkohole der Vitamin A-Reihe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT207049B (de) |
-
1953
- 1953-11-28 AT AT678753A patent/AT207049B/de active
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