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Verfahren zur Herstellung neuer Salze der Methyl-4-ss-halogen-äthylthiazole mit Sulfon- säuren
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer Salze der Methyl-4-ss-halogen- äthylthiäzole mit Sulfonsäuren. Die Salze leiten sich von einem Derivat des Thiazols entsprechend der Formel :
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Formel entspricht, in lösliche, beständige und physiologisch verträgliche Derivate umzuwandeln, indem man die Verbindung mit Methansulfon-
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Verfahren besteht darin, dass eine Verbindung gemäss obiger Formel mit einer Methan- oder Äthanpolysulfonsäure, wie z. B.
Methandisulfonsäure, Methantrisulfonsäure, Äthandisulfonsäure, Äthantrisulfonsäure, Äthantetrasulfonsäure oder Isäthionsäure, mit einem Salz einer solchen Säure oder mit einer Mischung dieser Säuren und bzw. oder ihrer Salze in an sich bekannter Weise umgesetzt wird.
Das geeignetste Lösungsmittel für die Durchführung der Reaktion ist Aceton. Es können aber auch andere organische Lösungsmittel verwendet werden, insbesondere niedrigmolekulare, aliphatische Alkohole, wie Methanol, Äthanol, Propanol oder Butanol, sowie auch Cyclohexanol.
Die erfindungsgemäss erhältlichen Salze ermöglichen durch Einnehmen od. dgl. eine milde Einwirkung auf die graue Gehirnmasse und damit, je nach Dosierung, Wiederholung oder Konzentration der einspritzbaren Lösungen die Erzielung verschiedener günstiger körperlichen Zustände, u. zw. vom tiefen Schlaf für das Vornehmen chirurgischer Eingriffe bis zur allmählichen Wiederherstellung eines normalen Schlafes.
Weiterhin sind günstige Wirkungen erreichbar bei geistiger Zerrüttung, Schizophrenie, Wassersucht, Krampfzuständen, Krisen'des delirium tremens, Überreizbarkeit bei oder angesichts schneller Bewegungen. Der beispielsweise für Geburtshilfe erzeugte leichte Schlaf und auch der tiefe Schlaf für chirurgische Eingriffe sind begleitet von einer angenehmen Atmung und einem angenehmen Erwachen, wie man es bei den üblichen schmerzlos machenden Mitteln nicht findet.
Beispiel 1 : Herstellung des Methandisulfonats von Methyl-4-ss-chloräthylthiazol in Aceton.
21, 2 g dehydrierte Methandisulfonsäure werden in der geringstmöglichen Menge Aceton gelöst. Weiters löst man 32, 3 g Methyl-4-ss- chloräthylthiazol in gleichvielVol.-TeilenAceton.
Diese zweitgenannte Lösung fügt man nach und nach zur ersteren hinzu, wobei sich schnell ein weisser, kristalliner Niederschlag bildet. Dieser wird getrocknet und mit kaltem Aceton gewaschen.
Das Produkt wird durch Umkristallisation aus Methanoläther gereinigt, wobei man folgendermassen vorgeht :
Man stellt eine konzentrierte Lösung des Produktes in Methanol her, entfärbt mit Tierkohle und fügt schliesslich Äther hinzu. Die beginnende Kristallisation wird bei tiefer Temperatur fortgeführt. Das weisse Endprodukt mit
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augenblicklich bei 120 C. Es enthält 64, 6% Base.
Dies entspricht einem Salz mit 2 Molekülen der organischen Base. Das Produkt ist bei gewöhnlichen Bedingungen nicht hygroskopisch.
Beispiel 2 : Herstellung des Äthan-1, 2-di- sulfonats von Methyl-4-ss-chloräthylthiazol in Aceton.
226 g dehydrierte Äthandisulfonsäure werden in der geringstmöglichen Menge Aceton gelöst, worauf die entstandene Lösung filtriert wird.
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Lösung wird die erstgenannte allmählich unter Rühren zugesetzt. Die sofort einsetzende Kristallisation wird bei niedriger Temperatur fortgeführt. Der nach Kühlung mit Eis erhaltene Niederschlag wird abfiltriert, mit kaltem Aceton gewaschen und an der Luft oder im Ofen bei 37 C getrocknet.
Die Reinigung erfolgt durch Auflösen in Methanol bei erhöhter Temperatur, worauf man, nach Abkühlung, Äther zufügt. Die Kristallisation wird durch Kühlung mit Eis bewirkt. 50 g
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Salz benötigen zur Auflösung 100 cm3 Methanol.
Der Ätherbedarf beträgt ebenfalls 100 cm3. Das getrocknete Salz schmilzt sofort bei 124 C
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entspricht einem Salz mit 2 Molekülen Base.
Das Produkt ist bei üblichen Bedingungen weder flüchtig noch hygroskopisch.
Beispiel 3 : Herstellung des Methandisulfonats von Methyl-4-ss-chloräthylthiazol in Äthanol.
21, 2 g dehydrierte Methandisulfonsäure werden in der Kälte in der geringstmöglichen Menge Äthanol gelöst. Dieser Lösung setzt man allmählich 32, 3 g Methyl-4-ss-chloräthylthiazol zu, wobei sich schnell ein weisser kristalliner Niederschlag bildet. Dieser Niederschlag wird durch Umkristallisation aus Äthanol und Äther gereinigt.
Beispiel 4 : Herstellung des Äthan-I, 2-di- sulfonats von Methyl-4-ss-chloräthylthiazol in Methanol.
226 g dehydrierte Äthandisulfonsäure werden in der geringst möglichen Menge Methanol gelöst. Dieser Lösung setzt man allmählich 323 g Methyl-4-ss-chloräthylthiazol zu, wobei sich rasch ein weisser kristalliner Niederschlag bildet. Dieser Niederschlag wird durch Umkristallisation aus Methanol und Äther gereinigt.
Beispiel 5 : Herstellung des Äthan-1, 2-disulfonats von Methyl-4-ss-chloräthylthiazol in Butanol.
226 g dehydrierte Äthandisulfonsäure werden in der geringstmöglichen Menge Butanol gelöst. Dieser Lösung setzt man allmählich 323 g Methyl- 4-ss-chloräthylthiazol zu, wobei sich rasch ein weisser kristalliner Niederschlag bildet. Dieser Niederschlag wird durch Umkristallisation aus Butanol und Äther gereinigt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung neuer Salze der Methyl-4-ss-halogenäthylthiazole mit Sulfonsäuren, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Methyl- 4-ss-halogenäthylthiazol mit einer Methan- oder Äthanpolysulfonsäure, wie Methandisulfonsäure, Methantrisulfonsäure, Äthandisulfonsäure, Äthantrisulfonsäure, Äthantetrasulfonsäure oder Isäthionsäure, mit einem Salz einer solchen Säure oder mit einer Mischung dieser Säuren und bzw. oder ihrer Salze umsetzt.