AT204007B - Verfahren zur Herstellung von Fettemulsionen für technische und medizinische Zwecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Fettemulsionen für technische und medizinische Zwecke

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AT204007B
AT204007B AT413452A AT413452A AT204007B AT 204007 B AT204007 B AT 204007B AT 413452 A AT413452 A AT 413452A AT 413452 A AT413452 A AT 413452A AT 204007 B AT204007 B AT 204007B
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blood
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phosphates
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Benckiser Gmbh Joh A
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Fettemulsionen für technische und medizinische Zwecke 
Die restlose Verarbeitung des in grossen Mengen anfallenden Schlachttierblutes konnte bisher noch nicht in vollem Umfang sichergestellt werden, obwohl mit dem Verfahren zur Behandlung des
Blutes mittels blutgerinnungshemmender Mittel und der Einarbeitung des durch Zentrifugieren daraus hergestellten Blutplasmas in das Wurstbrät ein sehr beachtlicher Fortschritt in dieser Richtung erzielt und grosse Mengen des Schlachttierblutes der menschlichen Ernährung zugeführt werden konnten. Denn es hat sich in der Praxis gezeigt, dass dieses Anwendungsgebiet nicht umfangreich genug ist, um das gesamte bei den
Schlachtungen anfallende Blut unterzubringen. 



   Der folgerichtige Gedanke, das überschüssige
Blutplasma in Form von Trockenpulver als Ei- austauschmittel u. dgl. in der Nahrungsmittelindustrie einzusetzen, konnte zwar in der Praxis verwirklicht werden, jedoch im Hinblick auf das kostspielige Herstellungsverfahren nicht in dem
Umfange, dass alles überschüssige Blut dafür verarbeitet werden könnte. Es bestand deshalb das Problem, neue Anwendungsgebiete ausfindig zu machen, in denen das hochwertige Blut vollwertig eingesetzt werden kann. 



   Die erfindungsgemässe Lösung dieser Aufgabe beruht auf der Beobachtung, dass das aus mit gerinnungshemmenden Mitteln, z. B. polymeren Phosphaten, versetztem Blut durch Zentrifugieren gewonnene Blutplasma, insbesondere in Verbindung mit andern Emulgatoren, wie polymeren Phosphaten, Salzen und Genusssäuren, ein ausgezeichneter Emulgator, z. B. für flüssige und feste Fette ist, wie diese für technische und medizinische Zwecke Verwendung finden. 



   Man hat zwar schon verschiedentlich Blutserum, welches sich nach wenigen Minuten über dem abgesetzten festen Blutkuchen absondert, wenn man Blut offen stehen lässt, zu verschiedenen Zwecken, darunter auch als Emulgator für Fette und Öle, vorgeschlagen, doch bedeutet die Verarbeitung von Blutserum keine Lösung des Problems, das Schlachttierblut einer wirtschaftlichen Verwertung zuzuführen, weil Blutserum nur in sehr geringen Mengen anfällt. Das nach Versetzen des Blutes mit blutgerinnungshemmen- 
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Emulsionen so einzuarbeiten, dass sowohl die benutzten Fette, als auch das Blutplasma in stabiler und   feinst   verteilter und somit in medizi- nisch höchst wirksamer Form vorliegen. 



   Als besonderer Vorteil der Erfindung kann folgendes angesehen werden :
Durch die ausserordentlich feine Verteilung der wässerigen Plasmaphase und der benutzten
Fette bereitet es keinerlei Schwierigkeit, die
Salben jeweils dem Verwendungszweck wahlweise angepasst in dem weiten Bereich zwischen einer sehr dünnflüssigen Emulsion und einer sehr dicken Paste als Salbe herzustellen. Im allge- meinen ist es den erfindungsgemässen Salben gemeinsam, dass diese sich von der Haut, den
Haaren, Nägeln, Wundflächen usw. schon mit kaltem oder etwas angewärmtem Wasser ohne
Verwendung von Waschmitteln wieder leicht entfernen lassen, so dass diese Salben auch für die Behandlung von höchst empfindlichen Haut- oder Wundflächen Verwendung finden können. 



   Durch die feine Verteilung der wässerigen und fetten Phase können sowohl wasserlösliche als auch fettlösliche Zusätze sehr gut eingearbeitet werden, so dass sich vielseitige medizinische An- wendungsmöglichkeiten mit grosser Wirksamkeit für diese Salben ergeben. 



   An Stelle von unverändertem Blutplasma kann man auch Trockenplasma verwenden, das vor dem Einsatz als Emulgator in bekannter Weise, z. B. unter Zusatz von polymeren Phosphaten, mit Wasser in Lösung gebracht ist. 



   Eine besonders feine und stabile Verteilung von Fett in wässerigen Phasen oder wässeriger Phase in Fett erhält man, wenn man statt eines polymeren Phosphats, wie insbesondere seines Natriumsalzes, gleichzeitig zwei oder mehr polymere Phosphate verwendet, die verschiedene Kationen besitzen, neben Natriumphosphaten also beispielsweise andere lösliche Alkali-, Erdalkali-oder Erdmetallphosphate. Besonders geeignete Kombinationen sind Mischungen von polymeren Natriumphosphaten einerseits und polymeren Kalium-, Magnesium-, Calcium- oder Aluminiumphosphaten anderseits. Man kann aber auch zwei oder mehr der letzteren, von denen stets eines ein Alkaliphosphat sein soll, ohne gleichzeitige Anwesenheit der entsprechenden Natriumverbindungen verwenden. 



   An Stelle von Gemischen polymerer Phosphate mit verschiedenen Kationen können auch Doppelund Komplexsalze der Phosphate mit wenigstens zwei verschiedenen   MetalIkompone"1ten   treten, wie beispielsweise das Calciumnatriumpyrophosphat   CaNaPjjO,   das Calciumnatriumtripolyphosphat   CaNagPgOn) oder   ein Natriumcalciummetaphosphat der Formel   CaNaJP,, Ois   usw. 



   Ähnliche Effekte erhält man, wenn man ein polymeres Phosphat oder auch deren mehrere oder Doppel- oder Komplexsalze von ihnen zusammen mit Salzen der Orthophosphorsäure und/oder von Genusssäuren, wie Milchsäure, Weinsäure, Zitronensäure, zur Anwendung bringt. Auch hiebei werden die günstigsten Ergebnisse erzielt, wenn die Kombinationen wenigstens zwei verschiedene Kationen enthalten. 



   Beispiel 1: 50 g Rizinusöl DAB 6,50 g Blutplasma,   0, 5   g p-Oxybenzoesäurepropylester werden kalt in einer Homogenisiermaschine zu einer dünnflüssigen Salbe verarbeitet. 
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 einer Homogenisiermaschine kalt zu einer dünn- flüssigen Emulsion verarbeitet, die zur Leder- behandlung verwendet wird. Die erhaltene Emul- sion lässt sich mit 300 ml Wasser zu einer völlig homogenen dünneren Emulsion verarbeiten, die dann als Textilhilfsmittel verwendet wird. 



   Beispiel 3 : 20 g Stearinsäure, 20 g Blutplasma, 50 g heisses Wasser werden gemeinsam bis zum Aufkochen erhitzt, mit 1, 5 g   8-Oxy-   chinolin versetzt und in einer Homogenisiermaschine zu einer Paste verarbeitet, die als Seifenersatz zum Hautreinigen dient. 



   Beispiel 4 : 20 g Stearinsäure, 20 g Blutplasma,   0, 7   g Natriumtetrupolyphosphat, 100 g heisses Wasser werden gemeinsam bis zum Aufkochen erhitzt, mit 0, 7 g   p-Oxybenzoesäurepro-   pylester versetzt und in einer Homogenisiermaschine bis zum Erkalten zu einer Salbe verarbeitet. 



   Beispiel 5 : 50 g Cetylalkohol, 25 g Blutplasma, 25 g Wasser werden gemeinsam auf 100   C erhitzt und unter Zusatz von 0, 8 g Natriumbenzoat in einer Homogenisiermaschine zu einer Emulsion verarbeitet, die in Seifen, Rasiercreme oder flüssigen Haarwaschmitteln als Zusatz dient. Beispiel 6 : 50 g Cetylalkohol, 25 g Blut- 
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5anschliessend in einer Homogenisiermaschine zu einer Salbe verarbeitet. 



    Beispiel 7 : l20 g weisses Bienenwachs DAB 6,   
125 g Walrat, 560 g Mandelöl, 190 g Blutplasma,
2 g p-Oxybenzoesäurepropylester werden auf dem
Wasserbad mässig erhitzt, bis alle Bestandteile flüssig vorliegen, dann wird die Mischung in einer Homogenisiermaschine zu einer homogenen Salbe verarbeitet. 



   Beispiel 8 : 200 g Adeps lanae anhydricum,
100 g Glycerinmonostearat, 100 g Olivenöl, 90 g Mandelöl, 10 g Oleylalkohol, 500 g Blutplasma werden mit 10 g 8-Oxychinolin versetzt. Die Fettbestandteile werden auf dem Wasserbad vorsichtig zusammengeschmolzen, auf zirka 45   C abgekühlt und in eine Homogenisiermaschine gefüllt.
Das mit 8-Oxychinolin konservierte Blutplasma wird auf 40  C erwärmt und allmählich in die Homogenisiermaschine gegeben und so zu einer völlig homogenen Salbe verarbeitet. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Fettemulsionen für technische und medizinische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, dass man als Emulgator <Desc/Clms Page number 3> für das Fett ein aus mit gerinnungshemmenden Mitteln versetztem Blut gewonnenes Blutplasma verwendet.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Blutplasma zusammen mit polymeren Phosphaten zur Anwendung kommt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Blutplasma zusammen mit Gemischen oder Doppel- bzw. Komplexsalzen von polymeren Phosphaten, die wenigstens zwei verschiedene Kationen, bevorzugt der Alkalimetalle, Erdalkalimetalle oder Erdmetalle, enthalten, verwendet wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Gemische von polymeren Phosphaten oder Doppel- oder Komplexsalzen von ihnen einerseits und Orthophosphaten und/ oder Salzen von Genusssäuren, wie Milchsäure, Weinsäure, Zitronensäure, anderseits verwendet werden, in denen wenigstens zwei verschiedene Kationen, bevorzugt der Alkali-, Erdalkali- oder Erdmetalle, vorliegen.
    5. Verfahren nach Anspruch l bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Blutplasma in flüssiger unveränderter Form eingesetzt wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass von Trockenblutplasma ausgegangen und dieses mit Wasser unter Zusatz von polymeren Phosphaten vor dem Einsatz als Emulgator gelöst wird.
AT413452A 1951-09-07 1952-07-25 Verfahren zur Herstellung von Fettemulsionen für technische und medizinische Zwecke AT204007B (de)

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