DE683206C - Verfahren zur Herstellung wasser- und elektrolytfreier Sulfonierungserzeugnisse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wasser- und elektrolytfreier Sulfonierungserzeugnisse

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DE683206C
DE683206C DED71091D DED0071091D DE683206C DE 683206 C DE683206 C DE 683206C DE D71091 D DED71091 D DE D71091D DE D0071091 D DED0071091 D DE D0071091D DE 683206 C DE683206 C DE 683206C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides
    • C07C303/42Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Lubricants (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung wasser- und elektrolytfreier Sulfonierungserzeugnisse Es ist bekannt, daß die Sulfonierungserzeu,gnisse von höhermolekularen aliphatischen und von alicyclischen Alkoholen oberflächenaktive Eigenschaften besitzen und als Emulgiermittel geeignet sind. Diese Sulfonate enthalten auf Grund ihrer Herstellungsweise stets einen mehr oder weniger großen Anteil an anorganischen Salzen, welcher die Wirksamkeit dieser Erzeugnisse in zahlreichen Fällen nachteilig beeinflußt. Verwendet man dagegen Sulfonate, deren Salzanteil ganz oder zum größten Teil entfernt wurde und die nur wenig oder kein Wasser enthalten, erreicht man wesentlich bessere Emulgierwirkungen, und zwar sowohl leichtere Emulgierbarkeit als auch größere Beständigkeit der Emulsionen.
  • Es ist bekannt, daß man aus Sulfonierungserzeugnissen von Mineralölen. bzw. Naphthensäuren enthaltenden Mineralölen durch eine Behandlung mit 5o%igem Alkohol oder durch Behandlung einer wäßrigen Lösung dieser Sulfonate mit Salzsäuregas oder Ammoniak unter Abscheidung der Sulfonierungserzeugnisse die Naphthensäureanteile und darin. vorhandene mineralische Verunreinigungen entfernen kann. Dieses Verfahren gibt Erzeugnisse, -die nur einen verminderten Gehalt an anorganischen Anteilen besitzen.
  • Es wurde nun gefunden, daß. man zu technisch hochwertigen wasser- und elektrolytfreien Sulfonaten gelangt, die für solche Emulgierverfahren verwendet werden können, bei denen das gänzliche Fehlen von Elektrolyten wesentlich ist, wenn man die wasserhaltigen Erzeugnisse der Schwefelsäureeinwirkung auf höhermolekulare aliphatische oder cyclo.aliphatische Alkohole nach der Neutralisation mit ,gebräuchlichen Basen auf Temperaturen, die i 5o' nicht überschreiten, gegebenenfalls unter Anwendung von Vakuum, erhitzt. Dabei verdampft das darin befindliche Wasser, und es scheiden sich nach dem Abkühlen die in den Sulfonaten enthaltenen anorganischen Salze aus, die dann auf einfache Weise, z. B. durch Filtrieren oder Abschleudern, entfernt werden. In der Regel ist die Abtrennung ohne Schwierigkeiten durchzuführen. Sofern aber die Sulfonierungserzeugnisse vorliegen, die besonders viskos sind, empfiehlt es sich, vor dem Erhitzen Zusätze, wie höhermolekulare Alkohole, hochsiedende Lösungsmittel o. dgl., zu den Sulfonaten zu geben, oder auch die höhermolekularen ali-' phatischen oder alicyclischen Alkohole up z oder während der Sulfonierung einer. Acidylierung mit anorganischen oder organischen, ein- oder mehrwertigen Säuren, beispielsweise mit Eisessig, Essigsäureanhydrid, Borsäure, Phosphorsäure u. dgl., zu unterwerfen. Welchen Weg man dabei einschlägt, wird jeweils auch davon abhängen, für welche Emulgierungszwecke die wasserfreien und elektrolytfreien Sulfonate späterhin verwendet werden sollen.
  • Die Verwendungsmöglichkeiten der von anorganischen Salzen und Wasser befreiten Sulfonate sind sehr vielseitig. Die Sulfonate sind besonders geeignet für die Herstellung selbstemulgierender Öle, wobei man denselben ölige Stoffe pflanzlicher, tierischer oder mineralischer Herkunft zusetzt. Ferner sind sie geeignet für zahlreiche Verwendungszwecke auf dem Textilgebiet, insbesondere zur Herstellung von Spinn- und Webölen und von Appreturmitteln, weiterhin für die Leder- und Papierindustrie. Mit besonderem Vorteil sind die Emulgiermittel bei der Herstellung von Farbmassen, Farbpasten, insbesondere auch von Wasserfarben, bei der Herstellung von Kohle- und Farbpapieren und für die Herstellung von Überzugsmassen, ferner für die Herstellung von 'Schmiermitteln, für die Metallbearbeitung zu verwenden. Weiterhin haben die Emulgiermittel weitgehende Amvendungsmöglichkeiten in der kosmetischen, pharmazeutischen und Schädlingsbekämpfungsmittelindustrie.
  • Am zweckmäßigsten verwendet man Sulfonate, die sich von höhermolekularen Fettalkoholen ableiten, beispielsweise Oleinalkoholsulfat, das Sulfonat eines Fett-Alkohol-Gemisches, welches durch Reduktion von Ko'kosöl erhalten wurde, Rizinusalkoholsulfonat, ferner die Sulfonate von Alkoholen, die durch Hochdruckreduktion aus Stoffen, wie Carnaubawachs; Wollfett, natürlichen Harzen und Harzsäuren, Spermaceti u. dgl., erhalten werden. Nachstehend ist an einem Beispiel geschildert, wie man auf einfachem Wege zu den hier verwendeten, von Wasser und anorganischen Salzen befreiten Sulfonaten gelangen kann. Beispiel . Technischer Oleinalkohol wird in bekannter Weise mit der gleichen Menge konzentrierter Schwefelsäure sulfoniert; das Sulfonat wird mit Natriumsulfatlösung gewaschen und im Anschluß .daran mit 30%iger Ätznatronlösung neutralisiert. Man erhält ein Sulfonierungserzeugnis, dessen Gehalt an Natriumsulfat etwa 5 bis 6 % und dessen Wassergehalt etwa 35 bis ¢5 % beträgt. Das Gemisch wird unter Rühren allmählich bis auf ,.ri5° C erhitzt. Dabei verdampft das darin 6üthaltene Wasser, und es scheidet sich mach dem Abkühlen des Sulfonats das darin enthaltene Natriumsulfat in Form von großen grobkörnigen Kristallen aus, von denen das Sulfonat durch Abfiltrieren getrennt werden kann. Das erhaltene Sulfonat ist für die Verwendung als Emulgiermittel vorzüglich geeignet.
  • An Stelle des Oleinalkohols kann man aber auch von Oleinalkoholacetat ausgehen, welches durch Einwirkung von Acetylchlorid auf den Oleinalkohol erhalten wird. Der Eintritt der Schwefelsäuregruppe erfolgt an der ungesättigten Bindung des Oleinalkohölacetats. Man erhält ein Sulfonat, das eine etwas geringere Viscosität besitzt. Nach .Entfernung des Wassers und der anorganischen Salze kann das Sulfonat in der gleichen Weise wie das Oleinalkoholsulfonat für Emulgierungszwecke verwendet werden.
  • Hat man als Ausgangsstoffe für die Herstellung der Sulfonierungsprodukte solche höhermolekularen aliphatischen Alkohole verwendet, die hochviscose bis pastenförmig feste Sulfonierungserzeugnisse ergeben, wie z. B. ein Gemisch aus Hexadecyl- und Octadecylalkohol, so kann man den zunächst wasserhaltigen Sulfonaten als Verdünnungsmittel die gleiche bis doppelte Menge eines Mineralöls, z. B. von Spindelöl, hinzufügen. Nach der Entfernung des Wassers und der Abtrennung der anorganischen Salze kann man das elektrolytfreie Gemisch, bestehend aus dem Sulfonierungserzeugnis und dem Mineralöl, unmittelbar für die Herstellung technischer Emulsionen, z. B. für die Metallbearbeitung, verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von wasseruni elektrolytfreien Sulfonierungserzeugniissen höhermolekularerr aliphatischer oder cycloaliphatischer Alkohole, dadurch gekennzeichnet, daß man die Sulfonierungserzeugnisse nach der Neutralisation mit gebräuchlichen Basen auf Temperaturen bis höchstens i50° erhitzt, bis das darin enthaltene Wasser verdampft ist, und die sich beim Wiederabkühlen ausscheidenden anorganischen Salze durch Filtrieren oder Abschleudern entfernt. z. Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man den neutralisierten Sulfonierungserzeugnissen vor dem Erhitzen Zusätze, wie höhermolekulare Alkohole oder hochsiedende Lösungsmittel, beifügt. 3. Verfahren gemäß Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man an Stelle von Sulfonierungserzeugnissen höhermolekularer aliphatischer oder cycloaliphatischer Alkohole von solchen Sulfonierungserzeugnissen ausgeht, die neben der Schwefelsäuregruppe noch eine organische oder anorganische Acidylgruppe enthalten.
DED71091D 1934-09-12 1935-09-13 Verfahren zur Herstellung wasser- und elektrolytfreier Sulfonierungserzeugnisse Expired DE683206C (de)

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DED71091D Expired DE683206C (de) 1934-09-12 1935-09-13 Verfahren zur Herstellung wasser- und elektrolytfreier Sulfonierungserzeugnisse

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DE (1) DE683206C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE858845C (de) * 1948-10-14 1952-12-08 Imhausen & Co G M B H Verfahren zur UEberfuehrung von Kohlenwasserstoffsulfochloriden in salzarme Kohlenwasserstoffsulfonate

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE858845C (de) * 1948-10-14 1952-12-08 Imhausen & Co G M B H Verfahren zur UEberfuehrung von Kohlenwasserstoffsulfochloriden in salzarme Kohlenwasserstoffsulfonate

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