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Halbelektronisches System für Fernmeldeanlagen, insbesondere automatische Fern- sprechanlagen
Die Erfindung bezieht sich auf ein halbelektronisches System für Fernmeldeanlagen, insbesondere automatische Fernsprechanlagen, welche einen Eingang und eine Anzahl von Ausgängen, Gasent- ladungseinmchtungen zur Verbindung des Einganges mit jedem der Ausgänge und Wählsteuereinrichtungen zur'Betätigung der Gasentladung einrichtungen, welche den Eingang mit einem bestimmten gewünschten Ausgang oder einen Ausgang in einer bestimmten gewünschten Gruppe verbindet, wobei die Gasentladungseinrichtungen, welche in Tätigkeit sind, einen niederimpedanten Weg zwischen dem Eingang und dem genannten Ausgang herstellen.
Es sind bereits elektronische Vermittlungsysteme mit Kathodenstrahlröhren oder gasgefüllten oder Vakuumröhren bekannt, welche zwar den Vorteil schnellschaltender Verbindungsorgane haben, aber in ihrem Aufwand gegenüber elektro- mechanischen Systemen relativ hoch sind. Diese Systeme arbeiten, um den Aufwand herabzusetzen, in den Verbindungswegen nach einem Mehrkanalsystem nach dem Zeitmultiplexverfahren. Trotzdem bleiben die Stromkreise gegenüber den Schaltungen in elektromechanischen Systemen sehr kompliziert, weshalb versucht wird, für die Sprechverbindungen selbst einfache und übersichtliche Stromkreise herzustellen, wobei als Verbindungsorgane Mehranodenröhren verwendet werden. Die Benutzung solcher Röhren gestattet verhältnismässig kurze Schaltzeiten.
Dieser Vorteil gibt wiederum die Möglichkeit, gemeinsame Steuereinrichtungen zu verwenden. Es ist zweckmässig, jeder Wahlstufe ein gemeinsames Steuerorgan zuzuordnen, welches über Rahmenmariierer die notwendigen Einstellvorgänge veranlasst.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass jede Gasentladungseinrichtung eine erste Elektrode, welche mit einer Eingangsleitung verbunden ist und eine zweite Elektrode, welche mit einer Ausgangsleitung verbunden ist, besitzt, dass im Verbindungsfalle über diesen Schalter ein erstes Markierungspotential an dritte Elektroden aller Gasent- ladungseinrichtungen angelegt ist, dass Wählsteuereinrichtungen zur Wahl und Prüfung eines ge- wünschten Ausganges oder einer Gruppe von Ausgängen durch ein'an diesen Ausgang oder an diese Gruppe von Ausgängen gelegtes weiteres Markierungspotential vorgesehen ist, wobei das weitere Markierungspotential nur bei Vorhandensein des ersten Markierungspotentials an den dritten Elektroden an einen Ausgang gelegt ist,
die Gasentla- dungseinrichtungen zwischen dem Eingang und dem bestimmten Ausgang in einem Zustand sind, in welchem ein niederimpedanter Weg zwischen den ersten und zweiten Elektroden hergestellt ist und der Weg unter die Steuerung des Potentials der dritten Elektroden gestellt ist.
Ein solches halbelektronisches System ist nach der weiteren Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass jede Gasentladungseinrichtung als erste und zweite Elektrode zwei Anoden und eine Kathode als dritte Elektrode besitzt, wobei das weitere Markierungspotential bei Vorhandensein an einen freien Ausgang an den zweiten Anoden der zugehörigen Gasentladungseinrichtung angelegt ist, so dass bei Vorhandensein des ersten Markierung potentials an der Kathode und des weiteren Mar- kierungspotentials an der zweiten Anode einer Gasentladungseinrichtung, Gasentladungen in der Anode-Kathoden-Strecke vorhanden sind und dass bei jeder Gasentladungseinrichtung bei Auftreten von Gasentladungen in der Anoden-KathodenStrecke der niederimpedante Weg zwischen den Anoden vorhanden ist.
In der letztgenannten Ausführung ist die weitere Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass eine Viel- fachrohre mit einer Kathode mit einer entsprechenden Anzahl von Anodenpaaren an Stelle einer Anzahl von einzelnen Gasentladungseinrichtungen vorgesehen ist.
Weiters ist vorgesehen, dass die zwei Leitungen, welche den Verbindungsweg für einen Ausgang bilden, mittels einer induktiven Kopplung unterbrochen sind. und dass das weitere Markierungpotential der Wählsteuereinrichtung an einen Mittelpunkt der induktiven Verbindung geführt ist und das weitere Markierungspotential an einen Phantomkreis des genannten Verbindungsweges liegt.
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Schliesslich ist die weitere Ausführung der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Wählsteuereinrichtung aus einem Markiervielfach besteht, dessen Einzelwege mit den Ausgängen des Wählschalters verbunden sind, wobei ein gewünschter Ausgang oder ein Ausgang in einer gewünschten Gruppe durch das Anlegen eines Impulses des weiteren Markierungspotentials an den Verbindungsweg geprüft wird, bei belegtem Ausgang zugeordnete Schaltungsteile jedes weitere Anlegen des weiteren Markierungspotentials ver-
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nung erfolgt.
Weiters ist das halbelektronische System für eine automatische Fernmeldezentrale mit einer Mehrzahl von Wahlstufen gemäss drittletzten Absatz dadurch gekennzeichnet, dass ein Ausgang einer Wahlstufe mit dem Eingang der nächsten Wahlstufe einzig und allein durch einen Transformator verbunden ist, wobei eine seiner Wicklungen die genannte induktive Kopplung für den Ausgang bildet und dass ein Durchschalterelais mit jedem Transformator verbunden ist und betätigt ist, wenn eine Verbindung an seinem Ausgang hergestellt ist, wobei ein Kontakt des Relais zur Einschaltung des ersten Markierungspotentials an die Kathoden des Wählschalters, an welchem dieser Ausgang bei erregtem Durchschalterelais durchschaltet, vorgesehen ist und dadurch ein Eingang zur nächsten Wahlstufe belegt ist.
Eine weitere Ausführung der Erfindung nach dem vorletzten Absatz ist dadurch gekennzeichnet, dass die Wahlkontrolleinrichtung einer Wahlstufe ein Markiervielfach für alle Wähler der Stufe besitzt, dass für jede Gruppe von Ausgängen Schal- tungswege zur Zuführung des weiteren Mar-
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potential anwünschten Gruppe einzeln und aufeinanderfolgend gelangt und dass das Anlegen des weiteren Markierungspotel1tials an einen freien Ausgang eines Schalters an dessen Kathoden das erste Markierungspotential angelegt ist, Entladungen in der Gasentladungseinrichtung zwischen Eingang zu diesem Schalter und Ausgang nach sich zieht und die niederimpedanten Wege geschaffen-sind und dass ein Gleichrichter zwischen dem Mittelpunkt der Transformatorwicklung und Erde eingeschaltet ist,
wobei dieser Gleichrichter so gepolt ist, dass das weitere Markierungspotential im Falle seines beletten Ausgangs blockiert ist.
Eine weitere Ausführungsform der letztgenannten Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass jede Wahl in einer der Wahlstufen innerhalb einer vorbestimmten durch einen Wiederholungszyklus von Zeitimpulsen festgelegten Folge von Zeiteinheiten erfolgt und durch diese Impulse die Steuerung der Wahlvorgänge einschliesslich der Anlegung des weiteren Markierungspotentials an die Ausgänge gesteuert ist und dass eine Verbindung über eine Vielzahl von Wählstufen in einer entsprechenden Vielzahl von Zeiteinheiten geführt ist.
Ein solches System ist weiters gekennzeichnet durch Register, von welchen einer für einen Anruf belegbar ist, wobei jeder Register Speicherein- nchtungen besitzt, welche die mit der Wahlscheibe gewählten Ziffern, die den gewünschten Teilnehmer kennzeichnen, empfangen und weiters gekennzeichnet durch einen die Arbeit des die gespeicherten Ziffern enthaltenden Registers einleibenden Anrufverteiler, wobei die Anordnung so getroffen ist, dass nur ein Register pro genannter Zeiteinheit eine Verbindung aufzubauen imstande ist und dass die wartenden Anrufe nacheinander behandelt werden.
Die letztgenannte Ausführungsform der Erfindung ist weiters dadurch gekennzeichnet, dass die Such-und Wählvorgänge in verschiedenen Zeiteinheiten erfolgen, wobei ein Zusammenfall von Anrufen vermieden ist.
Eine noch weitere Ausführungsform nach den Ausführungsformen der fünf vorhergehenden Absätze ist dadurch gekennzeichnet, dass in einem Wählschalter zusätzliche Gasentladungseinrichtungen vorgesehen sind, über welche ein Oberwachungssignal, wie z. B. ein "Nichterreichbar- Ton" oder ein "Besetzt-Ton" zum rufenden Teilnehmer möglich ist, wobei die Spannungsquelle eines solchen Signals als Ausgang betrachtbar ist, an welchen eine Verbindung bei den entsprechenden Bedingungen geführt ist.
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für jede Gruppe von Ausgängen und Schaltungsteile besitzt, welche auf ein Signal zur Identifi- zierung der gewünschten Gruppe von Ausgängen zur Erzeugung einer Impulsfolge und Anlegung derselben über Leitungen des Markiervielfacheszu den Ausgängen dieser Gruppe anspricht und ein solcher Impuls an jeden Ausgang angelegt ist.
Schliesslich ist eine Ausführungsform nach den sieben vorhergehenden Absätzen dadurch gekennzeichnet, dass eine Impulserzeugungsschaltung eine Impulsfolge erzeugt, welche zum Anrufsucher geführt sind, wobei ein Impuls an jede einer Gruppe von Anrufsuchem, welche einer der Teilnehmerleitungen dient, gelegt ist und dass jeder Anrufsucher aus einem Wählschalter besteht und dass, wenn eine der Impulsfolgen an einen freien Anrufsucher geleitet ist, welcher Zugang zu einer rufenden Leitung hat, die Entladungsstrecke zwischen dem Eingang zu diesem Anrufsucher und der rufenden Leitung hergestellt sind.
Die Erfindung wird nun an Hand eines Ausführungsbeispieles mit Hilfe der Fig. l-28 nähe ; erläutert. Hiebei zeigen : Fig. 1 und 2 den Ober-
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befindlichen Te l der Teilnehmerschaltung, Fig. 5-8 die Veibindungssehaltung zwischen einem Anrufsucher und einem ersten Gruppenwähler, Fig. 9-16 einen Speicher, Fig. 17 den allen Speichern gemeinsamen Rufverteiler, Fig. 18 und 19 die Auswahleinrichtung für die verschiedenen Wahlstufen und die Ausgangsprüfschaltung
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Gruppen zu je hundert zusammengefasst. Als Wähler ohne bewegte Teile kommen Glimmlampen mit zwei Anoden und einer gemeinsamen Kathode zur Verwendung. Die beiden zu verbindenden Klemmen werden an die Anoden dieser Röhre geschaltet. Es können mehrere Entladungstrecken (z.
B. 10) in einem Gefäss untergebracht sein. Sie besitzen dann eine gemeinsame Kathode. Zur Nachbildung eines Wählers sind jeweils eine der beiden Anoden jedes Binzelsystems als Wählerausgang an eine Klemme gelegt, während die andere der Anoden als Wählerarm gemeinsam an eine Klemme geführt ist. Ein solcher 100-teiliger Wähler ohne bewegte Teile kann aus 100 einzelnen, geeignet angeordneten Glimmlampen mit 3 Elektroden zusammengesetzt werden oder aus einer Anzahl Mehrstreckenentladumgsrohren oder aus einer einzigen, 100 Einzelsysteme fassenden Röhre bestehen. Im übersichtsplan Fig. 1 und 2 sind die Wähler und Anrufsucher mit einer gemeinsamen Elektrode gezeigt, die die zusammengefassten Anoden darstellt, und mit einer Anzahl getrennter Elektroden, die die einzelnen nicht verbundenen Anoden darstellen.
Die gemeinsame Anode stellt den Eingang und die einzelnen Anoden und Ausgänge eines Wählers dar. Für bestimmte Zwecke
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einzelner Kathoden verwendet. Das Vermittlungssystem wird durch von einem Impulsgenerator 1 gelieferte Impulse gesteuert, die in Fig. 27 dargegestellt sind. Am Schluss der Beschreibung befin- det sich eine Aufstellung über die Zeitlagen der einzelnen Impulsfunktionen.
Wenn ein Teilnehmer 2 seinen Handapparat abhebt, wird ein ihn kennzeichnender Impuls an den Ausgang der Anrufsucher 3 übertragen, welche die diesen Teilnehmer enthaltende Gruppe zugeordnet sind. Dieser Impuls, der vom Impulsgenerator 1 über die Leitung 4 zur Teilnehmerschaltung 2 geleitet wird, kennzeichnet die Lage des Teilnehmers innerhalb seiner Hundertergruppe und kann an einem belegten Anrufsucher nicht wirksam werden.
Der Impulsgenerator 1 Iiefert nacheinander Impulse PF von der Dauer T (Fig. 27) an alle Anruf- sucher 3, die diese kennzeichnen und ihnen über die Leitung 5 zugeführt werden. Während aufeinanderfolgender Perioden T werden verschiedene Anrufsucher vom Impulsgenerator 1 gekennzeichnet. Später wird erläutert, dass abwechselnd Anrufsucher und Leitungswähler betätigt werden.
Tritt zwischen einem Anrufsucherkennzeichnungsimpuls und einem Teilnehmerkennzeichnungsim- puls an einer Einzelanode des gleichen Anrufsuchers Koinzidenz auf, so tritt zwischen die Kathode und den beiden genannten Anoden eine Entladung auf. Die PL-Impulse (Teilnehmerkennzeichnungsimpulse) werden durch Impulse gebildet, welche in den Zeitlagen 13 bis 112 im Prüfzeitraum auftreten, wobei die Teilnehmerleitungen in lOOer-Gruppen aufgeteilt sind. Damit ist der Anrufsucher für den rufenden Teilnehmer belegt und der Teilnehmer ist über den Leitungswählerausgang (die gemeinsame Anode) und eine Verbindungsschaltung 6 mit einem ersten Gruppenwähler 7 verbunden.
Gleichzeitig werden Anrufsucher und rufender Teilnehmer gesperrt.
Die ersten Gruppenwähler (7, Fig. l) sind in Gruppen eingeteilt, denen je ein Impuls PG zugeordnet ist. Die ersten Gruppenwähler und die dazugehörenden Stromkreise sind im Detail in den Fig. 7,8 und 9 dargestellt. Innerhalb einer Gruppe werden die einzelnen Wähler durch ihnen zugeDrdnete Impulse PGL gekennzeichnet. Die PGLImpulse werden von den normalen Einheitsimpulsen abgeleitet, welche in den Zeitlagen 13 bis 112 (siehe Liste am Ende der Beschreibung) auftreten. Da sie normale'einfache Einhjeitsimpulbe sindf werden sie nicht gesondert in Fig. 27 dargestellt. Es wird später-festgestellt werden, dass Impulse in diesen Zeitlagen verschiedenen Zwecken in verschiedenen Teilen der Schaltung dienen.
Ist ein erster Gruppenwähler belegt, so bringt die diesen Wähler kennzeichnende Kombination von PG- und PGL-Impulsen den Speicheranschaltewähler 8 in Suchstellung. Pro Verbindungsschaltung 6 ist ein Speicheranschaltewähler 8 vorgesehen, der Mehrfachdioden oder eine Zusammenf3JS- sung mehrerer Dioden enthält. Es kann gleichzeitig immer nur ein Wähler mit einem Speicher verbunden werden, wodurch Mehrfachbelegungen von Speichern vermieden werden. Sind mehrere Speicheranschaltewähler in Suchstellung, so werden sie nacheinander mit freien Speichern verbunden.
Die Speicher sind mit den Einzelanoden der Anschaltewähler verbunden. Diese Anoden werden durch Impulse RH vom Impulsgenerator 1 abgegriffen. Während einer einzelnen Periode T greift jeder Anschaltewähler alle mit ihm verbundenen Speicher ab.
Ist ein Speicher frei, so bewirkt die Koinzidenz zwischen einem Impuls RH und dem Anreiz für den Anschaltewählerdie Durchschaltung des entsprechenden Pfades. Der erste Gruppenwähler ist dann mit einem Speicher verbunden und dieser belegt. Die RH-Impulse sind normale einfache Einheitsimpulse in den Zeitlagen 133 und
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242 bis 5 (siehe Liste am Ende der Beschreibung).
Nach der Belegung eines Speichers 9 durch die
Verbindungsschaltung wird ein im ersten Gruppen- wähler erzeugtes Wählzeichen zum rufenden Teil- nehmer gesendet. Letzterer wählt dann, der erste
Gruppenwähler nimmt die gewählten Zeichen auf und sendet sie zum Speicher.
Die Erfindung ist bei beliebigen Vermittlung- systemen anwendbar. Sie wird an Hand eines Ver- mittlungssystems mit indirekter Einstellung be- schrieben, bei dem vier Nummern gewählt werden und bei dem entfernte Amter mit der Ziffer 1 erreicht werden.
Nach der Einspeicherung der Wählzeichen ar- , beitet das Vennittlungssystem auf zweierlei Art, je nachdem ein Teilnehmer desselben oder eines ent- ferten Amtes verlangt wird.
Für dasselbe Amt bestimmte Rufe (intere Ver- bindungen). Wenn ein Speicher 9 die letzte Wählziffer aufgenommen hat, verbindet er sich selbst- tätig mit dem Rufverteiler 11, sobald dieser aufnahmebereit ist. Er ist für das ganze Amt einmal vorgesehen. Der Rufverteiler lässt gleichzeitig immer nur einen Speicher mit der Steuerung seiner Wahl beginnen. In jeder einzelnen von aufeinanderfolgenden Perioden T veranlasst jedoch der Rufver- teiler 11 jeweils einen der wartenden Speicher, mit der Steuerung seiner Wahl zu beginnen.
Ein kennzeichnendes Merkmal des Vermittlungs- system besteht darin, dass jeder Teilverbindungsvorgang die Zeit einer Periode T beansprucht. Sobald der Rufverteiler 11 einen Speicher zum Beginn der Steuerung des Verbindungsaufbaues veranlasst hat, schaltet er sich von diesem Speicher frei und veranlasst einen anderen wartenden Speicher, seine Verbindung aufzubauen. Der Rufverteiler lässt so lange während jeder Periode T einen Speicher mit der Einstellung beginnen, als Speicher in Rufstellung vorhanden sind.
Ein anderes Merkmal der Erfindung besteht darin, dass in jeder Wahlstufe nur ein Speicher zur Steuerung eines Verbindungsaufbaues tätig sein kann. Z. B. kann ein Speicher den Verbindungaufbau in der ersten Wahlstufe steuern, während in derselben Periode T ein anderer Speicher die gleiche Aufgabe in der zweiten Wahlstufe erfüllt usw. Die Periode T für jeden Wahlvorgang beträgt 30 ms. Die Wahl in jeder Wahlstufe wird von einer gemeinsamen Steuerschaltung gesteuert, wobei jede Wahlstufe nur eine solche Steuerschaltung besitzt. Es wird nun die Steuerung des Verbindungsaufbaues durch einen Speicher beschrieben.
Nachdem der Speicher 9 infolge der Verbindung mit dem Rufverteiler 11 ein Zeichen zum Beginn des Verbindungsaufbaues erhalten hat, wird ein den Wert der ersten gespeicherten Zahl kennzeichnender Impuls vom Speicher 9 über die Leitung 12 zur Steuerschaltung 13 der ersten Wahlstufe gesandt. Alle ersten Gruppenwähler werden durch die gemeinsame Steuerschaltung 13 bedient.
Der Impuls, der die zu wählende Gruppe kennzeichnet, gelangt über Leitung 14 zum ersten
Gruppenwähler, wo er in allen Wählern die zu dieser Gruppe gehörigen Ausgänge markiert.
Es wurde ein erster Gruppenwähler 7 durcb den anrufenden Teilnehmer belegt und markiert
Wenn die Ausgangsmarkierungsimpulse über Lei tung 14 angelegt werden, tritt dann zwischen die sen Wähler und der Markierung durch den Teil- nehmer Koinzidenz ein, wenn ein durch diesen
Impuls gekennzeichneter Ausgang frei ist. Es zün det dann die entsprechende Entladungsstrecke des ersten Gruppenwählers, so dass zum zweiten Grup penwäIì1er die Verbindung hergestellt ist.
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Durchschaltung dieses Pfades ist dieser Wählel belegt und das Markierkennzeicben entfernt, wiE es im Zusammenhang mit Fig. 3 beschrieben wird,
Sobald die Steuerschaltung 13 für alle erstE
Gruppenwähler ihre Aufgabe für diesen ersten
Teilverbindungsaufbau erfüllt hat, wird sie freige geben und kann von einem andern Speicher für denselben Teilverbindungsaufbau eines andern Ru- fes während der nächsten Periode T verwendet werden.
Die zweite Gruppenwählerwahlstufe 15 arbeitet in genau der gleichen Weise, um den zweiten Teil- verbindungsaufbau herzustellen. Bei jeder Verbin- dung erfolgt der zweite Teilverbindungsaufbau in der dem ersten Teilverbindungsaufbau unmittelbai folgenden Periode T. Werden in einer Wahlstufe alle Ausgänge eines Wählers besetzt gefunden, wird ein besonderer Pfad dieses Wählers durchgeschaltet, über den der rufende Teilnehmer ein Besetztzeichen erhält.
Es ist nun ein Leitungswähler 25 belegt worden.
Mit allen Leitungswählern ist als letzte gemeinsame Steuerschaltung eine Leitungswählersteuerschaltung
17 verbunden. Die Wahl der Leitung erfolgt durch Steuerung mit der Zehner- und der Einer wählziffer, weswegen nach dem Belegen des Lei tungswählers der Speicher zwei Impulsfolge zur Schaltung 17 sendet, wenn letztere verfügbar ist.
Diese Impulse werden über die Leitungen 18 und
19 gesendet und mit Hilfe eines Netzwerkes aus T-Schaltungen zur Auswahl und zur Markierung einer aus einem Satz 21 einer 100-teiligen Sammelschiene verwendet. Diese sind unter dem Namen Sammelschienen für Leitungsmarkierung bekannt und erstrecken sich durch das ganze Amt zu allen 100-er Teilnehmergruppen. Die Sammelschiene 67 z. B. kennzeichnet jeweils den 67. Teilnehmer in jeder Hundertergruppe. Es sind Verbindungen zu dreien solcher Gruppen von einer einzelnen Sammelschiene über Leitungen 22,23, 24 gezeigt.
Da gleichzeitig nur ein Leitungsw hler markiert werden kann und so die Gruppe von 100 Teilnehmern, innerhalb derer die Auswahl zu treffen ist, ausgewählt ist, wird durch die Koinzidenz dieser Markierung mit einem über die Leitung 22 angelegten Impuls, der die Lage des gerufenen Teilnehmers innerhalb seiner Hundertergruppe kenn- zeichnet, der diesem gerufenen Teilnehmer entsprechenden Pfad im markierten Wähler durchge-
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schaltet. Ist der gerufene Teilnehmer belegt, so ist dieser Impuls unwirksam und der "Belegt"-Pfad im Leitungswähler wird durch einen folgenden Impuls gezündet, wodurch zum rufenden Teilnehmer Besetztzeichen gesendet wird.
Entspricht der gewählten Nummer kein Teilnehmer, so wird ein anderer Pfad im Wähler durchgeschaltet und dem rufenden Teilnehmer ein diese Tatsache meldendes Zeichen übermittelt.
Nach der übermittlung der den zwei letzten Ziffern entsprechenden Impulsen zur letzten gemeinsamen Steuerschaltung wird der Speicher freigegeben und kann durch einen ändern anrufenden Teilnehmer belegt werden.
Für ein fernes Amt bestimmte Rufe : Empfängt ein Speicher eine oder mehrere Wählziffern, die ein fernes Amt kennzeichnen, wird wie bei einer
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Steuerung des Verbindungsaufbaues. Wie bei einer internen Verbindung wird ein der empfangenen Nummer entsprechender Impuls zur gemeinsamen Steuerschaltung 13 für die erste Wahlstufe gesandt und Ausgänge der ersten Gruppenwahlstufe, die mit den abgehenden Verbindungsleitungen veI'- bunden sind, werden geprüft. Der Wähler, der für den Ruf belegt wurde, ist wie bei einer internen Verbindung markiert und es wird wieder bei Koinzidenz der Markierung durch den Teilnehmer und den Ausgangsmarkiemmgsimpulsen ein Pfad durchgeschaltet, wodurch die Verbindung mit abgehenden Verbindungsleitungen hergestellt ist.
Der Speicher wird freigegeben und nachfolgende Wahl durch den Teilnehmer wird durch djen ersten Gruppenwähler aufgenommen und zur Verbin-
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mehrere Speicher, z. B. 5, auf Zuteilung einer abgehenden Verbindungsleitung warten, ist die für den zuletzt angeschalteten Speicher benötigte Wartezeit noch kürzer (5 T = 150 ms) als die zwischen den gewählten Ziffern befindlichen Pausen. Sind alle abgehenden Verbindungsleitungen belegt, so wird wieder ein entsprechender Pfad im Wähler durchgeschaltet und dem Teilnehmer ein Besetztzeichen übermittelt.
Im folgenden wird nun das Vermittlungssystem Stufe für Stufe. beschrieben. Aus der schon gegebenen Beschreibung geht hervor, dass das Vermittlungssystem streng im Zeittakt gesteuert wird. Während jeder Periode erfolgen ein oder mehrere der folgenden Vorgänge : a) Eine Betätigung eines Anrufsuchers oder eines
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Anrufsucher in Tätigkeit gesetzt, so dass solche nicht gleichzeitig bei einem Teilnehmeranschluss ansprechen können. b) Die Betätigung einer oder mehrerer Gruppenwahlstufen. Wie schon festgestellt, kann in jeder Stufe nur ein Teilverbindungsaufbau gleichzeitig erfolgen, aber während einer Periode T kann in den verschiedenen Gruppenwahlstufen und der Leitungswählerstufe je ein Teilverbindungsaufbau einer anderen Verbindung stattfinden. c) Verbindung eines Speichers mit einer belegten Verbindungsschaltung zwischen Anrufsucher und erstem Gruppenwähler. Es kann wieder nur eine einzige solcher Verbindungen während einer Periode hergestellt werden. d) Freigabe eines Speichers durch den Rufverteiler, so dass der Speicher den Verbindungsau'fbau zu steuern beginnt.
Grundschaltung eines Wählers mit Glimmlampen. Fig. 3 zeigt eine typische Schaltung für einen Wähler mit Glimmlampen. Hiebei stellt Al die zusammengefassten ersten Anoden jedes Anodenpaares, C die gemeinsame Kathode und A2 eine der einzelnen zweiten Anoden dar. Der Wähler ist symmetrisch aufgebaut und besitzt einen einzigen symmetrischen Transfonnatorein-und-aus- gang. Im Ruhezustand liegt zwischen Anode und Kathode der Glimmlampen eine Spannung von 200 V, die noch kein Zünden hervorruft. Eine Durchschaltung der Pfade tritt erst ein, wenn die Kathodenspannung um 50 V abgesenkt und gleichzeitig die Anodenspannung um 50 V angehoben wird. Die Röhre besitzt eine gemeinsame Kathode und eine Anzahl (z. B. 10) Paare von Anoden. Drei dieser Elektroden bilden jeweils ein Einzel- system.
Die Spannung wird an die Elektroden über hohe Widerstände RI und R2 angelegt. Zündet die Röhre, so werden die Gleichrichter MRI und MR2 leitend und stellen, verglichen mit RI und R2, nur noch sehr kleine Widerstände dar, so dass jedes weitere Anlegen von Steuerspannun- gen den Wähler nicht mehr beeinflusst.
Ist ein Pfad durch die Röhre durchgeschaltet und sind die Widerstände R3 und R4 gleich, so fliesst in jedem der vier Leitungen im Wählereinund-ausgang ein Strom 1. Zur Erläuterung der Wirkungsweise der Glimmlampenwähler sei gesagt, dass bei Vergrösserung des Widerstandes R3 der ihn durchfliessende Strom abnimmt und entsprechend der durch den Widerstand R4 fliessende
Strom zunimmt. Bei Verkleinerung des Widerstan- des R3 erfolgt der umgekehrte Vorgang und Ent- sprechendes bei Änderung des Widerstandes R4.
Bei Vergrösserung des Widerstandes R5 fällt der
Strom durch die Widerstände R3 und R4. Bei
Veränderung des Widerstandes R3 und R4 bleibt der Strom durch den Widerstand konstant. Diese Eigenschaft der Glimmlampenwähler erlaubt die Übertragung von Signalen, z. B. Wählimpulsen und Überwachungssignalen. Da die Sprache symmetrisch über die beiden Adern A und B übertragen wird, besitzt der Wähler zwei gleiche
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Glimmlampsngefässe. Wenn, z. B. im Falle des Anrufsuchers, eine dritte Ader durchgeschaltet werden muss, über die keine Sprache übertragen wird, wird eine Mehrstreckenglimmlampe mit einer gemeinsamen Kathode und Einzelanoden oder mit einer gemeinsamen Anode und mit Einzelkathoden verwendet.
Teilnehmerschaltung (Fig. 4). Nimmt ein Teilnehmer seinen Handapparat ab, so wird die Teilnehmerschleife geschlossen, wodurch Relais L an. spricht. Die den Teilnehmer speisende Batteriespannung wird über das Relais L zugeführt. Ein den rufenden Teilnehmer in seiner Hunderter- gruppe kennzeichnender positiver Impuls wird über Kontakt 11 und den hohen Widerstand R8 an die Anoden einer Gruppe von Anrufsuchern gelegt, die die den rufenden Teilnehmer enthaltende Hun- dertergruppe bedienen. Der Gleichrichter MR3 wird dabei so vorgespannt, dass er einen hohen Widerstand aufweist. Die Kennzeichnungsimpulse für die Anrufsucher (PF) sind dauernd angelegt (Fig. 5).
Bei Freisein eines Anrufsuchers tritt Koinzidenz zwischen dem Teilnehmerkennzeichnungsimpuls PL und dem Anrufsucherkennzeichnungsimpuls PF ein, so dass der entsprechende Pfad in den Glimmlampen durchgeschaltet wird, wodurch die Verbindung mit einem ersten Gruppenwähler hergestellt ist. Bei der Durchschaltung der Pfade werden MR3. und andere Gleichrichter in Fig. 5 leitend und nehmen einen so geringen Widerstand an, dass ein weiteres Anlegen eines Impulses PL über den hohen Widerstand R8 unwirksam bleibt.
Ahnliche Gleichrichter 1\1R4 und MR5 werden im Anrufsucher leitend, so dass auch das Wiederan-
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geschalteten Widerstand R9 in deren Rhythmus kurz. Die Auswertung des dadurch verursachten
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Anoden wird später beschrieben.
Antwortet der gerufene Teilnehmer, so erhält der Anrufsucher ein Signal über die zum rufenden Teilnehmer gehörende Ader M, das von der Zähleinrichtung ausgewertet wird. Er führt über die Mehrstreckenglimmlampe, die eine Kathode und mehrere Anoden enthält.
Für einen ankommenden Ruf wird'von der Anrufsuchersteuerschaltung (Fig. 20-22) ein Impuls angelegt. Die Koinzidenz dieses Impulses mit der am Endwähler angelegten Markierung schaltet diesen Wähler durch und stellt damit die Verbindung zum gerufenen Teilnehmer über die Leitungen A, B und R her.
Der Leitungswähler steuert das Relais R, über dessen Umschaltekontakte Rufzeichen zum gerufenen Teilnehmer gesendet werden. Meldet sich der gerufene Teilnehmer gerade dann, wenn das Relais R abgefallen ist, so zieht das Relais L an und entfernt mit seinem Kontakt 12 den Kurz- schluss des Widerstandes R9, wodurch eine-Strom- änderung im Leitungswähler eintritt und das Relais R abfällt.
Legt der Teilnehmer seinen Handapparat auf, so fällt das Relais L ab und der Widerstand R9 wird durch den Kontakt 11 kurzgeschlossen. Dabei tritt wieder eine Stromänderung auf, die entweder im ersten Gruppenwähler oder im Leitungswähler ausgewertet wird.
Die Leitungen A und B sind mit Einzelanoden der Anrufsucher und Leitungswähler verbunden, so dass Mittel vorgesehen sein müssen, die sicherstellen, dass ein rufender Teilnehmer mit einem Anrufsucher und ein gerufener Teilnehmer mit einem Leitungswähler verbunden wird.
Pur rufende T ei1nehmer, d. h. bei der Betätigung von Anrufsuchern, tritt Koinzidenz zwischen Teilnehmerimpulsen PL (Zeitlage 13-112 bei 100 Teilnehmern) und Anrufsucher1 nnzeich- nungsimpulsen PF ein, so dass nur ein Anrufsucher angeschaltet werden kann. Die Verbindung mit einem Leitungswähler ist nur in dazwischenliegenden Perioden möglich, in denen Koinzidenz zwischen Teilnehmerkennzeichnungsimpulsen PFT (Zeitlagen 141-242 bei 100 Teilnehmern) und Leitungswählermarkierimpulsen PFL eintritt.
Damit besteht keine Möglichkeit der Verwechslung, da es keine gleichzeitig ankommende und abgehende Rufe gibt.
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den gemeinsamen Kathoden der in den A- und BAdern liegenden Glimmröhren sowie mit der gemeinsamen Kathode der in der Ader M liegenden
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rufenden Teilnehmers bewirkt die Durchschaltung des Anrufsuchers. Die Gleichrichter MR4 und MR5 leiten nun und lassen weitere Impulse PF über die hohen Widerstände RIO und R11 ohne Wirkung. Eine Drosselspule verbindet die beiden
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Widerstand zwischen den Sprechadern A und B.
Da in der Teilnehmerschaltung der Widerstand R9 kurzgeschlossen ist, zieht das polarisierte Relais A an und schliesst seine Kontakte. Wenn das Relais L in der Teilnehmerschaltung anspricht, wird der Widerstand R9 in den Stromkreis der Einzelanoden eingeschaltet, so dass der Stromkreis der gemeinsamen Anoden des Relais A anspricht und in die Stellung M umschlägt. Dabei bleibt der Kathodenstrom konstant. Das Relais A nimmt somit die Wählimpulse auf.
Der Kontakt al des Relais A erdet die Leitung 30, wodurch das Kathodenpotential der Röhre LF augenblicklich über den Gleichrichter MR6 und den Kondensator Cl abgesenlct wird. Damit zündet diese Röhre und an ihrem Kathodenwiderstand entsteht ein positives Potential. Der Impuls PG
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kennzeichnet eine Gruppe von 100-teigigen Wäh- lern und der Impuls PGL einen bestimmten Wähler in dieser Gruppe, so dass durch Koinzidenz dieser Impulse mit gezündeter Röhre LF die Röhre S zündet. Die Kathoden der Röhren S aller Verbindungsschaltungen sind, wie gezeigt, vielfachgeschaltet, so dass gleichzeitig nur eine dieser Röhren brennen kann. Dadurch ist gewährleistet, dass in jeder Wahlstufe nur ein Teilverbindungsaufbau stattfindet.
Das Kathodenpotential der Röhre S wird über die hohen Widerstände R13 und R14 an die gemeinsamen Anoden der Speicheranschalte- wählel1gIimmlampen RHS 1 und RHS 2 angelegt.
Die Impulse PGL besitzen die Zeitlagen 13-112 und 141-240. Die Röhre S zündet vor oder beim Anlegen des letzten Impulses. Jeder einzelne in einer Gruppe von 100 Wählern besitzt während eines vollen Umlaufes von 256 Zeitlagen (während 2T) zwei ihn kennzeichnende Impulse. Die Anode jedes Speicheranschaltewählers RHSI, RHS2 ist dann mit positivem Potential verbunden und die negativen Impulse RH werden in den Zeitlagen 114-133 oder 242-5 mit den Ausgängen der Anschaltewähler verbunden, wobei angenommen wird, das 20 Ausgänge vorgesehen sind. Die Ausgänge werden daher unmittelbar nach dem letzten PGL-Impuls geprüft, d. h., nach dem Zünden der Röhre S, wenn ein Ruf abgefertigt wird.
Ist ein freier Speicher gefunden, so tritt Koinzidenz zwischen dem Anodenkennzeichnungspotential an der Kathode der Röhre S und dem Prüfimpuls auf und bewirkt die Durchschaltung der Anschaltewähler, wodurch die Verbindung mit dem freien Speicher hergestellt ist. Die Gleichrichter MR7 und MR8 leiten und nehmen einen niederen Widerstand an, wodurch das positive Kennzeichnungspotential über die hohen Widerstände R13 und R14 unwirksam bleibt. Der Anschaltewähler und der mit ihm verbundene Speicher sind nun belegt. Der Impuls PRE in der Zeitlage 134 oder 6 zeigt das Ende des Speichersuchvorgangs an.
Die Koinzidenz eines negativen PRE-Impulses mit dem negativen Potential an der gemeinsamen Anode der Anschalteröhre RHS 1 setzt das Kathodenpotential der Röhre SF herab und der positive Impuls PRE in Kombination mit der zündenden Röhre S ist mit der Zündelek- trode dieser Röhre über den Gleichrichter MR9 und MRJO verbunden, so dass die Röhre SF zündet. Die Röhre S wird infolge der Anodenkopplung mit der Röhre SF über den Kondensator C2 gelöscht. Dabei fällt das Potential des Punktes X auf einen solchen Wert, dass weitere Impulse PG und PGL die Röhre S nicht mehr zünden können. Nun kann eine Röhre S in einer andern Verbindungsschaltung zünden, um ihren ersten Gruppenwähler ebenfalls mit einem freien Speicher zu verbinden.
Da die Röhre SF gezündet ist, steigt ihr Kathodenpotential an und gibt einen positiven Impuls über die Leitung 31 zur Zünd- strecke der Röhre DA, welche zündet und ihrer- seits positives Potential an die Zündstrecke der Röhre DT anlegt. Die Röhre DT erzeugt Kipp- schwingungen, die als Wählzeichen verwendet werden und über den Leitungsübertrager zum Teilnehmer geleitet werden. Der Teilnehmer wählt dann und das Relais A folgt den Wählimpulsen.
Ein Kontakt a2 ändert den mit dem Gleichrichter R7 in Reihe geschalteten Widerstand und damit den über die Speicheranschalteröhre RHS fliessen- den Strom,
Diese Stromänderung wird im Speicher (Fig. 9 bis 16), wie später beschrieben, ausgewertet. Wenn das Relais A abfällt, wird der in der Kathodenleitung der Röhre LF liegende Kondensator Cl langsam aufgeladen und bei der nächsten Betätigung des Relais A entladen. Die Ladezeitkonstante ist so bemessen, dass die an Cl stehende Spannung während der Wahl niemals einen solchen Wert übersteigt, dass die Röhre TR, die das Relais RR betätigt, gezündet wird. Alle vom Teilnehmer gewählten Ziffern werden vom A-Relais aufgenom- men und im Speicher gespeichert.
Die Herstellung der Verbindung erfolgt durch die Steuerung des Speichers und bevor die Ausgänge des ersten Gruppenwählers geprüft werden, wird ein Impuls PM in der Zeitlage 121 oder 249 durch die Anschaltewählerröhre RHS2 über den Gleichrichter MR8 gesendet, der die Kathodenspannung der Röhre M über die Leitung 32 herabsetzt, während der Impuls PM an die Zünd, strecke der Röhre M gelegt wird, so dass diese zündet und das Relais RL betätigt.
Das Relais RL legt mit seinem Kontakt rl1 eine negative Kenn- zeichnungsspannung über die hohen Widerstände RI6 und R17 und über das Relais LS an die gemeinsamen Kathoden des ersten Gruppenwählers an, wobei der Gleichrichter MRII durch das Ansteigen der negativen Spannung gesperrt wird.
Die Prüfimpulse werden an die Ausgänge der ersten Gruppenwähler von der Prüfeinrichtung für die Dekaden- und Einzelleitungsauswahl (Fig. 18 und 19) angelegt, wobei durch Koinzidenz der durch das Relais RL angelegten Markierbedingung mit einem Ausgangsprüfimpuls die Durchschaltung zum nächsten Wähler hergestellt wird. Das Relais RL trennt mit seinem Kontak rl2 die über die Gleichrichter MR7 und MR8 an die gemeinsamen
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der Registeranschaltewähleré'b. Damit wird der Speicher vom ersten Gruppenwähler abgetrennt, bleibt jedoch immer noch belegt, bis er den gesamten Verbindungsaufbau gesteuert hat.
Vor Abgabe eines Impulses PM zur Betätigung des Relais RL im Wähler, sendet der Speicher einen von vier Zählimpulsen (PFF) in den Zeitlagen 116 oder 244,117 oder 245,118 oder 246, 119 oder 247, die die anzuwendende Zählung einfach, zweifach, dreifach oder vierfach kennzeichnen. Dieser Impuls wird über den Speicheranschaltewähler und den Gleichrichter MR8 angelegt und bewirkt das Absinken der Spannung an der gemeinsamen Kathodenleitung der Röhren FA, FB, FC und FD, wobei der Gleichrichter ME12 gesperrt wird. Kennzeichnet der übertragene Impuls
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z. B. eine doppelte Zählung, dann zündet die Röhre FB infolge der Koinzidenz des Impulses F2 der Zeitlage 117 oder 245, welcher an den Zündelektrode der entsprechenden Röhre anliegt mit dem Abfall des Kathodenpotentials. Damit ist die anzuwendende Zählung gespeichert.
Ist vom ersten Gruppenwähler ein Ausgang belegt und ein Pfad durchgeschaltet, so fliesst Strom in der Wicklung des polarisierten Relais LS, wobei der Kontakt lsl in seiner Stellung S (Fig. 6) gehalten wird. Meldet sich nach der Durchschaltung der Teilnehmer, so steigt in der mit dem gemeinsamen Anoden dieses Wählers verbundenen Wicklung des Relais LS der Strom und der Kontakt 1$11 schlägt in seine Stellung um.
Die Gestalt der Zählimpulse ist in Fig. 28 gezeigt. Wird der Kontakt Isl in seine Stellung M gelegt, so wird die Röhre MS vom Zählbeginnim-
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impulse FI-F4 werden durch die gezündete Röhre durchgelassen. Es wird deshalb, wenn die Röhre
FB gezündet ist, welche eine Doppelzählung des Gesprächs kennzeichnet, der über den Gleichrichter
MR13 angelegte Impuls F2 den Anodenwiderstand R18 wirksam kurzschliessen und die zwei Zählim- pulse werden an der Kathode erscheinen.
An die Anode der Röhre MP sind positive Im- pulse F4 angelegt. Die Röhre MP zündet, wenn der erste Impuls der Impulsfolge F2 an der Lei- tung 33 erscheint, da dann sowohl an den Gleich- richter Mir14 durch die Kathode der Röhre FB als auch an den Gleichrichter MR15 durch die
Kathode der Röhre MS positives Potential ange- legt ist. Da die Kathode der Röhre MP mit der
Anode der Mehrstreckenglimmlampe der Ader M des Anrufsuchers verbunden ist, wird das Poten- tial an diesem Punkt verändert. Dieser Potential- wechsel wird zur Teilnehmerschaltung übertragen und durch nicht gezeigte Schaltmittel ausgewertet.
Nach dem ersten Impuls erlischt die Röhre MP und zündet beim zweiten Impuls F2 wieder, wo- bei der Potentialwechsel wieder in der Teilnehmer- schaltung ausgewertet wird. Der Zählendimpuls FF zündet die Röhre MF, wodurch infolge der
Anodenkopplung die Röhre MS erlischt und die
Anode der Röhre MF und damit der Punkt Y ein negatives Potential annehmen. Der Gleichrich- ter MFI2 liegt nun an einem Potential, das unter demjenigen liegt, das vor dem Zünden der Röhre
MF angelegt war, so dass weitere Zählbeginnim- pulse die Röhre MS nicht mehr zünden können.
Mit dem Auflegen des Handapparates durch den rufenden Teilnehmer fällt das Relais A ab und der Kondensator CI in der Kathodenleitung der
Röhre LF wird auf dieses Kathodenpotential auf- geladen. Der Impuls PFR in der Zeitlage 10 oder
138 zündet nun die Röhre TR und betätigt damit das in ihrem Anodenkreis liegende Relais RR.
Dieses trennt mit seinem Kontakt rrl das über den Gleichrichter MR. ! J an die gemeinsamen
Kathoden des ersten Gruppenwählers und über den Gleichrichter MR5 an die gemeinsamen Kathoden des Anrufsuchers angelegte negative Potential ab. Die Pfade in diesen Röhren werden wieder aufgetrennt. Auf ähnliche Art und Weise wird das Potential von der Mehrstreckenglimmlampe an der Ader M des Anrufsuchers abgetrennt, so dass auch diese erlischt. Mit dem Zünden der Röhre TR steigt ihr Kathodenpotential auf einen positiven Wert, so dass bei Eintreffen eines Impulses PR in der Zeitlage 9 oder 137 die Röhre TRR zündet. Infolge des gemeinsamen Anodenwiderstandes erlischt dabei die Röhre TR, wodurch das Relais RR abfällt und der Anrufsucher und erste Gruppenwähler für eine neue Verbindung bereit stehen.
Es sei hier bemerkt. dass der Widerstand R17 einen solchen Wert besitzt, dass die an die Kathode des Wählers über den geschlossenen Kontakt n-J und den Widerstand R17 angelegte Spannung den Wähler nicht betätigen kann.
Der Speicher (Fig. 9-16). Wie beschrieben, wird der erste Gruppenwähler über einen Speicheranschaltewähler mit einem freien Speicher über die Anschaltröhren RHS1 und RHS2 verbunden. Zur Verdeutlichung sind die beiden Röhren RHS 1 und RHS2 sowohl auf den Fig. 5 und 6 als auch auf den Fig. 9 und 10 gezeichnet.
Durch das Durchschalten der Röhren RHS1 und RHS2 fällt an den Widerständen R20 und R21 eine Spannung ab. Der Spannungsanstieg am Widerstand R20 zündet die Röhre TA. Infolge der Kopplung der Anoden wird dadurch die Röhre TB gelöscht, falls sie gezündet war. Das Kathodenpotential der Röhre TA lädt den Kondensator C4 über den Widerstand R22 auf. Die Röhre TU ist, wie später beschrieben wird, normalerweise gezündet, so dass durch die Aufladung des Kondensators C4, wenn die Röhren Tll und TA gezündet sind, die Röhre TC zündet. Tell spanne den Gleichrichter MR21 im Steuertor der Röhre PC positiv vor.
Die Kathode der Röhre TC ist über den Widerstand R23 mit den Kondensatoren CPI bis CPS verbunden, so dass beim Zünden der Röhre TC ein positiver Impuls die Röhre zündet, die von der Kathode der Röhre T 11 dazu vorbereitet war, wie es bei bekannten Zählketten der Fall ist. Die Röhre zündet und löscht damit die Röhre Tll, da der Widerstand R24 ein gemeinsamer Anodenwider- stand ist. Nach der Belegung sind dann die Röhren TA, TC und Tl gezündet und der Speicher ist zur Aufnahme der Wählimpulse bereit.
Wenn das Relais A im ersten Gruppenwähler abfällt, sinkt das Potential am Widerstand R20 ab, wodurch ein negativer Impuls über den Kon- densator C5 an die Kathode der Röhre TB angelegt wird'. Der Gleichrichter MR22 in ihrer Kathoden- leitung wird dadurch gesperrt. Die Röhre TB zündet und löscht die Röhre TA. An der Ka- thode der Röhre TB entsteht ein positives Poten- tial. Infolge der Kopplung der Kathoden der Röhren wird die Röhre TC gelöscht. Da TB und
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Bei der Zündung der Röhre T l wurde ein positiver Impuls zur Zündung der Röhre TE an deren Kathode über die Leitung 34 und den Kondensator CB angelegt.
Der an ihrem Anodenwiderstand entstehende negative Impuls wird zu den Kathoden H" (Hilfsstrecke für den Ausgangszustand) aller Vielkathodenspeicherröhren geführt, so dass die Entladung über alle Speicher- röhren über die Hilfsstrecke erfolgt.
Bei der Zündung der Röhre Gl wird ein negativer Impuls von ihrer Anode über den Kondensator C7 zur Fortschalterelektrode der Tausender- speicherrohre TH angelegt, so dass die Entladung auf die Kathode Nr. 1 überspringt.
Zieht das Relais A im ersten Gruppenwähler wieder an, so zündet wieder die Röhre TA und löscht die Röhre TB. Infolge der Ladezeit C4 wird aber TC erst dann zünden, wenn am Ende der gewählten Ziffer das Relais A erregt bleibt. Die Röhren TA und TB werden beim Anzug und beim Abfall des Relais gezündet, die Röhre TC bleibt gelöscht und die Röhre G 1 liefert negative Fartschalteimpulse an die Speicherröhre TH. Die Röhre G 1 erlischt nach jedem Zünden wieder, wenn der Kondensator C8 aufgeladen ist, da der Widerstand. R25 zu gross für eine dauernde Entladung ist.
Am Ende einer Ziffer bleibt das Relais A angezogen, der Kondensator C4 lädt sich auf und die Röhre TC zündet wieder. Ihre Kathode liefert über die Kondensatoren CP 1 und CPS einen Impuls an die Zündstrecken der Röhren TI-T5.
Dadurch wird die von T 1 vorbereitete Röhre T2 gezündet und T 1 gelöscht. T2 legt an den Gleichrichter MR27 positives Potential an, während der Gleichrichter MR24 nun vom Kathodenpotential der Röhre Tl an Erde gelegt wird. Wenn nun die nächste Ziffer gewählt wird und die Röhre TB bei jedem Abfall des Relais A zündet, wird nur die Röhre G2 gezündet und die der gewählten Ziffer entsprechenden Fortschalteimpulse werden an die Hunderterspeicherröhre H angelegt. Auf diese Weise werden die Ziffern nacheinander-in den Röhren TH, H, T und U gespeichert, wobei nacheinander die Röhren TUTS gezündet werden und am Ende jeder einzelnen Ziffer die Röhre TC gezündet wird. Das Zünden der Röhre T25 kennzeichnet das Ende des Speichervorgangs.
Damit ist der Speicher nun eingestellt.
Ein jedem Speicher eigener Impuls PRC legt an den Gleichrichter MR26 positives Potential an und da gleichzeitig der Gleichrichter MR27 positiv vorgespannt ist, legt die Röhre T ? ein positives Kennzeichen an die interne Gespräche kennzeichnende und zum Rufverteiler (Fig. 17) führende Leitung Lc an. Wenn die Röhre LOT (Fig. 17) gezündet ist, wird die Röhre SS im Speicher zünden und ihre Kathode positives Potential annehmen. Da die Kathoden der Röhre SS aller Speicher vielfachgeschaltet sind, kann keine Röhre SS in einem anderen Speicher zünden. Die Röhre T5 wird gelöscht.
Der nach dem letzten Speicherkennzeichnungsimpuls PRC folgende Impuls PRR zündet nun die Röhre T7 und die Röhre SS wird gelöscht, so dass in der nächsten Periode der CRP-Impulse ein anderer Speicher seine Röhre SS zündet und mit dem Rufverteiler verbunden wird. Der Anodenwiderstand R24 ist den Röhren SS und T 1- T7 gemeinsam.
Die Röhre T7 erfüllt nun zwei Aufgaben, die Übertragung eines die Zählung anzeigenden Impulses zum ersten Gruppenwähler und die übertragung eines Impulses zur Prüfeinrichtung für die Dekaden und Einzelleitungsauswahl der ersten Gruppenwählerstufe (Fig. 18), welche die Wahl einer freien Einzelleitung im ersten Gruppenwähler steuert. Es wird angenommen, dass die erste gespeicherte Ziffer eine 2 ist, und dass alle Verbindungen mit dieser ersten Ziffer nur einfach zu zählen sind. Die Koinzidenz des Impulses PFF in der Zeitlage 116 oder 244, der die einfache Zählung anzeigt, mit Spannung an der Kathode 2 der Röhre TH und an der Kathode der Röhre T7 lässt einen Impuls an der Auslöseelektrode der Röhre TF erscheinen, da der Gleichrichter.
MR30 von der Kathode der Röhre T7, der Gleichrichter
MR31 von der Kathode 2 der Röhre TH und der Gleichrichter MR32 vom Impuls PFF positiv vorgespannt sind. Die Kathode der Röhre TF ist mit Impulsen derselben Wiederholungsfrequenz wie die Impulse PFF verbunden. Die Röhre TF wird während der Dauer eines Impulses zünden und von ihrer Anode zum Ausgang der Registeranschalteröhre RHS2 einen negativen Impuls senden, welcher zum ersten Gruppenwähler übertragen wird, wo die Röhre FA zur Speicherung der Einfachzählungskennzeichnung gezündet wird.
Wenn die Zahl l als erste Ziffer Doppelzählung anzeigt, wird in ähnlicher Weise der Impuls PFF mit der Zeitlage 117 oder 245 die Röhre TF zünden, wodurch in dieser Zeitlage ein negativer Impuls zum ersten Gruppenwähler übertragen wird, wo die Röhre FB zur Speicherung der Doppel- zä : hlungskennzeichnung gezündet wird.
Der mit der gezündeten Röhre T7 koinzidierende Impuls PN (Zeitlage 121 oder 249) wird die Röhre TF wieder zünden, wodurch wieder ein negativer Impuls von ihrer Anode zum Ausgang der Registeranschalteröhre RHS2 geführt wird, der das Ansprechen des Relais RL im ersten Gruppenwähler steuert. Die auf die Impulse PM folgenden Impulse PS sind, wie in Fig. 11 gezeigt, mit den Kathoden der Röhre TH verbunden. Erfolgt die Entladung in dieser Röhre über ihre zweite Kathode, so wird, wenn die Röhre T7 gezündet ist, die Röhre VT während der Dauer des Impulses PS (Zeitlage 130 oder 2) leitend und ein Impuls in dieser Zeitlage über die Leitung "Cl" zur Prüf-1 einrichtung für die Dekaden und Einzelleitungauswahl (Fig. 18) übertragen.
Dieser in der von der gezündeten Kathode der
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Röhre TH bestimmten Zeitlage liegende Impuls wird durch das mit dem Gitter der Röhre VT, den Kathoden der Röhre TH, der Kathode der Röhre T7 und dem Impuls PS verbundenen Netzwerk aus Torschaltungen erzeugt.
Die Röhre T6 wurde unter den gleichen Bedingungen wie die Röhre SS gezündet und derauf die Impulse PS folgende Impuls PSF in der Zeitlage 11 oder 139 wird an die Auslöseelektrode der Röhre T8 über den Kondensator CIO angelegt. Da gleichzeitig die Röhren T6 und T7 gezündet sind und somit die Gleichrichter MR33 und MR34 positiv vorspannen, zündet die Röhre T8 und löscht infolge des gemeinsamen Anodenwiderstandes R34 die Röhre T7.
Die Röhre T8 bereitet die Schaltung für das Durchlassen eines die zweite Wählziffer kennzeichnenden Impulses über die Röhre VH, die durch die mit ihrem Gitter verbundene Torschaltung gesteuert wird und über die Leitung C2 vor, welche zur Prüfeinrichtung für die Dekaden und Einzelleitungsauswahl der zweiten Gruppenwählerstufe führt, wenn der Impuls PS in der nächsten Periode T erscheint. Die Röhre T9 zündet beim nächsten PSF-Impuls, wenn die Röhre T8 gezündet war und löscht diese. Das dadurch angehobene Kathodenpotential der Röhre T9 bereitet die Schaltung für das Durchlassen der die Zehner- und Einerwählziffer kennzeichnenden Impulse während der nächsten Periode T über die Röhren VD und VU zur Steuerschaltung des Leitungswählers vor, welche die Prüfung und Auswahl des gewünschten Teilnehmeranschlusses vornimmt.
Die Koinzidenz des Impulses PSF mit der gezündeten Röhre T9 zündet die Röhre TIO, wodurch die Röhre T6 gelöscht wird, da ihre Kathoden durch den Kondensator Cl gekoppelt sind. Der Speicherauslöseimpuls PRL in der Zeitlage 110 oder 238 zündet die Röhre T 11, wenn die Röhre TIO gezündet war. Die Röhre TE wird on den über die Leitung 35 von der Kathode der Röhre T 11 übertragenen positiven Impuls gezündet und löscht infolge der Kopplung der Anoden die Röhre TG.
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negative Impuls wird über die Leitung 26 und Widerstände zu den Kathoden H aller Speicherröhren übertragen, so dass die Entladung auf diese überspringt.
Vor der Zündung der Röhre TE war die Röhre TG gezündet infolge der Koinzidenz des Kathodenpotentials der gezündeten Röhre T7, das den Gleichrichter MR35 positiv vorspannt mit-dem in der Zeitlage 122 oder 250 angelegten Speicher- überwachungsimpuls, der den Gleichrichter MR36 positiv vorspannt. Die in der Zeichnung angegegebenen Potentials sind gebräuchliche Werte, so dass die Kathode der Röhre TD ein Potential von etwa-170V annimmt, wenn 80 V Brennspannung vorausgesetzt werden. Von der Kathode der Röhre TG werden die Gleichrichter MR37 und MR38'so vorgespannt, dass sie leitend werden und den Ausgang des Registeranschaltewählers kurzschliessen.
Der Speicher bleibt so lange belegt, bis das Relais RL im ersten Gruppenwähler anspricht.
Das Zünden der Röhre TE löscht die Röhre TG und hebt die Sperrung der an die Gleichrichter MR39 und MR40 angelegten Speicheranschalteimpulse auf, so dass der Speicher für andere Verbindungen frei ist. Die Röhren TE und Til werden gezündet und die Speicherröhren in ihren Ruhezustand gebracht.
Die gegebene Beschreibung des Speichers bezog sich auf eine Intemverbindung, bei der alle Wählziffem empfangen und gespeichert wurden. Bei einer für ein entferntes Amt bestimmten Verbindung arbeitet der Speicher bis zur Einstellung der Speicherröhren TH etc. durch die gewählten Ziffern, wie es beschrieben wurde. Der Einfachheit halber wird angenommen, dass bereits die erste gewählte Ziffer das Kriterium für einen internen oder einen für ein entferntes Amt bestimmten Ruf enthält. Eine l als erste Ziffer bedeute einen Ruf für ein entferntes Amt. Nach Empfang dieser Ziffer wird die Röhre T2 gezündet. Durch Koinzidenz der Kathodenspannung der gezündeten Röhre T2 mit der in der Röhre TH an der Kathode 1 liegenden Spannung wird die Röhre 2A gezündet.
Die Kathode der Röhre TH spannt den Gleichrichter MR41 über die Leitung 38 und den Gleichrichter MR42 und die Kathode der Röhre T2 den Gleichrichter MR43 positiv vor. Der Speicher ist mit dem Rufverteiler über die Leitung O/G verbunden, an die der Impuls PRC in gleicher Weise angelegt ist, wie beschrieben wurde, so dass die Röhre SS gezündet wird. Die Röhre T7 zündet beim Eintreffen des Impulses PRR und löscht die Röhre SS, wodurch ein anderer Speicher mit dem Rufverteiler verbunden werden kann und ein Impuls zur Prüfeinrichtung für die Dekaden und Einzelleitungsauswahl gesandt wird, der nun einen ersten Gruppenwähler zu einem entfernten Amt führenden freien Ausgang steuert.
Beim'Zünden der Röhre T7 wird die Entladung in der Einerspeicherröhre in ihre Ausgangsstellung (Kathode H) gebracht und durch das Anlegen eines Impulses PSF die Röhre T 10 gezündet und der Speicher ausgelöst. Der erste Gruppenwähler ist dann mit der zum entfernten Amt führenden Verbindungsleitung verbunden. Diese Folge von Einzelvorgängen fand in der Pause zwischen zwei Wählziffern statt, und die nachfolgend vom Teilnehmer gewählten Ziffern werden vom ersten Gruppenwähler aufgenommen und zum entfernten Amt weitergegeben. Es sind Vorkehrungen getroffen, dass bei mehreren auf Abfertigung durch den Rufverteiler wartenden Speichern vom Rufverteiler diejenigen bevorzugt werden, deren Ruf für ein entferntes Amt bestimmt ist.
Dadurch wird die Zeit bis zur Belegung einer abgehenden Verbindungsleitung innerhalb einer Wählziffernpause abgekürzt. Wenn also von fünf abzufertigenden Speichern vier ein entferntes Amt verlangen, werden sie in aufeinanderfolgenden Perioden P nach-
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einander abgefertigt, so dass die grösste Wartezeit 120 ms : beträgt. Das ist zulässig, da die Pause zwischen zwei gewählten Ziffern etwa 400 ms dauert.
Der letzte Speicher, der einen internen Ruf durchschalten soll, wird dann zur Einstellung veranlasst.
Der Rufverteiler (Fig. 17). Es wird angenommen, dass mit dem Rufverteiler ein Speicher verbunden ist, der einen internen Ruf bedient und daher die Röhre LOT gezündet. Die Röhre VL ist während der Dauer des Impulses PCD leitend, der den Zeitabschnitt aller Impulse PRC überdeckt. Die Röhre SS im angeschalteten Speicher ist gezündet. Ihr positives Kathodenpotential hindert andere Röhren SS am Zünden. Der auf den Impuls PCD folgende Impuls PCO zündet die Röhre OGT, die durch die Röhre LOT vorbereitet wurde.
Während der nächsten Periode T wird die Röhre VG während der Dauer des Impulses PCD leitend und auf der Verbindungsleitung O/G zum Speicher erscheint ein positives Potential, sodass nur Speicher, die einen für ein entferntes Amt bestimmten Ruf enthalten, die Möglichkeit haben, den Rufverteiler zu belegen. Warten solche Speicher, so wird in einem von ihnen die Röhre SS zünden und nach dem letzten Impuls PRC der Impuls PRG die Röhre TTA zünden, da die Röhre VG leitend und die Röhre SS gezündet ist.
Der Impuls PCO wird die Röhre LOT zünden, die durch die Röhre OGT vorbereitet wurde. Jedoch wird mit dem Impuls PDR die Röhre OGT wieder gezündet infolge der Koinzidenz des Impulses mit der Kathodenspannung der gezündeten Röhre TTA Die Röhre VC wird auch in der nächsten Periode T leitend bleiben und wiederum einen mit einem zu einem fernen Amt'abgehenden Ruf befassten Speicher abfertigen. Der Impuls PDS zündet die Röhre TTB, die die. Röhre TTA löscht. Während der nächsten Periode bleibt die Röhre VG leitend und es wird wieder ein mit einem abgehenden Ruf befasster Speicher abgefertigt. Wartet kein solcher Speicher, sa zündet auch keine Röhre SS und am Ende der Periode zündet die Röhre LOT.
Da die Röhre TTA gelöscht ist, weil keine Röhre SS gezündet ist, vermag der Impuls PDR die Röhre OGT nicht zu zünden. Während der nächsten Periode T leitet daher die Röhre VL und es wird ein mit einem internen Ruf befasster Speicher abgefertigt. Der Rufverteiler wechselt daher zwischen einer Einstellung, in der interne Rufe abgefertigt werden, und einer Einstellung, in der für ferne Amter bestimmte Rufe abgefertigt werden, hin und he :. Er bleibt aber solange in der letzteren Stellung, solange mit für ein entferntes Amt bestimmten Rufen befasste Speicher abzufertigen sind. In jeder zweiten Periode T werden interne Rufe abgefertigt, wenn nur Speicher mit internen Rufen warten. Zwei nacheinander abgefertigte interne Rufe besitzen also den Abstand 2T, da die Arbeitsweise des Leitungswählers diesen Abstand erfordert.
Prüfeinrichtung für die Dekaden- und Einzelleitungsauswahl (Fig. 18 und 19). Diese Einrich- tung ist einmal für jede Gruppenwahlstufe vorgesehen. Sie bestimmt die zu prüfende Gruppe von Ausgängen und legt an die einzelnen Ausgänge dieser Gruppen Prüfimpulsean.
Wie'bei der'Beschreibung des Speichers ausge-
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gezündet wird. Es wird angenommen, dass die in Fig. 18 gezeigte Schaltung die Steuerschaltung der ersten Gruppenwahlstufe ist, die über die Leitung Cl gesteuert wird. Die gemeinsame Steuereinrichtung für die zweite Gruppenwahlstufe wird über die Leitung C2 gesteuert. Das Potential der Kathode der Röhre LS2 wird positiv und durch Koinzidenz mit den Impulsen PT werden'die Röhren OT nacheinander immer wieder leitend, so dass an ihren Kathoden, die mit den Ausgängen der zweiten Dekade aller Wähler der ersten Gruppenwahlstufe verbunden sind), Impulse PT er- scheinen. Zur Erläuterung sind 10 Ausgangsimpulse gezeigt. Die Schaltung zeigt die Prüfung von Ausgängen in gestaffelten Gruppen.
Von den Röhren zur Dekadenauswahl und zur Einzelleitungsprüfung dieser Dekade sind nur diejenigen für die Dekaden 2 und 10 gezeigt.
Zur Erläuterung sind in Fig. 19 die Ausgänge von 4 vielfachgeschalteten Gruppen von Wählern derselben Wahlstufe und für die Dekade 2" ein Staffelungsbeispiel gezeigt. Drei Ausgänge sind mit jeder Gruppe von 10 Wählern einzeln verbunden, drei mit jeder von zwei Gruppen und vier Ausgängen sind für'alle vier Gruppen erreichbar, so dass insgesamt in der Dekade 2 aller vier Wähler 22 Ausgänge vorhanden sind. Diese Ausgänge sind mit den Röhren OT über hohe Widerstände dergestalt verbunden, dass alle Einzelausgänge durch die Impulse 1 bis 3 mit der Zeitlage 25 bis 27 oder 153 bis 155, die mit zwei vielfachgeschalteten Gruppen verbundenen Ausgänge durch die drei nächsten Impulse und die mit allen Gruppen verbundenen Ausgänge durch die letzten vier Impulse geprüft werden.
Als Beispiel wird die Wahl eines freien Ausganges durch den ersten Gruppenwähler betrachtet. Das Relais RL spricht im ersten Gruppenwähler vor der schon beschriebenen Ausgangsprüfung an und kennzeichnet diesen Wähler durch Verbinden eines Markierpotentials mit den gemeinsamen Kathoden der Röhren dieses Wählers. Es ist immer nur ein Wähler gleichzeitig gekennzeichnet, so dass obwohl die Ausgangsprüfimpulse an alle ersten Gruppenwähler angelegt sind, sie nur an diesem markierten Gruppenwähler wirksam werden. Fig. 23 zeigt einen zweiten Gruppenwähler, der mit dem Ausgang des ersten Gruppenwählers verbunden ist und die Anschaltung des Ausgangsprüfimpulses.
Ist diese Schaltung frei, so wird durch Koinzidenz des Markierungszeichens im ersten Gruppenwähler mit dem Prüf-
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impuls über einen der gezeigten hohen Widerstände der Wähler durchgeschaltet. Der Gleichrichter MR50 wird leitend werden und einen geringen Widerstand annehmen und ein weiteres Anlegen des Impulses unwirksam machen. Der Ausgang ist belegt und das Markierkennzeichen wird im ersten Gruppenwähler entfernt, da der Gleichrichter MRll dort leitend wird, so dass das Anlegen von Prüfimpulsen an andere Ausgänge dieses Wählers diesen nicht durchschalten können.
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Nach dem letzten Ausgangsprüfimpuk PT in der Zeitlage 34 oder 162 wird die Röhre BY leitend und sendet einen Impuls zum Besetztzeichenpfad des ersten Gruppenwählers. Sind also alle Ausgänge dieses Wählers belegt, so wird durch Koinzidenz dieses Impulses mit dem Markierkennzeichen der Besetztzeichenpfad des Wählers durchgeschaltet und dem Teilnehmer das Besetztzeichen übermittelt.
Die Röhre R wird durch den auf den Impuls PB folgenden Impuls PLR gezündet und löscht dabei infolge des gemeinsamen Anodenwiderstandes die Dekadenauswahlröhre (z. B. LS2), wodurch die Röhren OT gesperrt werden und so lange keine Ausgangsprüfimpulse an ihren Kathoden angeben, bis die Schaltung durch einen anderen Speicher wieder belegt wird.
Steuerschaltung für die Leitungswählerstufe (Fig. 20-22). Sind die Gruppenwähler eingestellt, so sendet der Speicher zur Leitungswählersteuerschaltung Impulse, die die gewählte Zehnerund Einerwählziffer kennzeichnen. Diese Impulse werden über die Leitungen CFI und CF2 übertragen, mit denen die entsprechenden Ausgänge aller Speicher vielfachgeschaltet sind. Es seien z. B. die Ziffern 4 und 7 zu übertragen, so dass die Zehnerröhre 4 und die Einerröhre 7 infolge der Koinzidenz der entsprechenden Impulse PS zünden. Diese Röhren werden aus einer Gruppe V von 10 Röhren für die Zehnerwählziffer und aus einer
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und der Einerröhre 7 wird deren Kathodenpotential positiv.
Diese Potentialkombination bewirkt über das durch den Gleichrichter MR50 und den Widerstand R32 gebildete Tor das Erscheinen von positivem Potential an der Klemme 47, so dass die Röhre VA47 leitet. Es sind hundert solcher, mit den durch die Zehner- und Einerröhren gesteuerten Toren verbundene Röhren vorgesehen. Die Kathoden der Röhren VA sind mit 100 Sammelschienen zur Leitungsmarkierung verbunden, mit denen Leitungen aus allen Hundertergruppen verbunden sind.
Es wird angenommen, dass der gerufene Teilnehmer die Nummer 1147 besitzt. Wie schon beschrieben, kann in jeder Wahlstufe gleichzeitig nur ein Teilverbindungsaufbau bearbeitet werden, so dass nur ein Leitungswähler belegt ist und an der Kathode seiner Sperröhre ein Markierpotential vorhanden ist. Die Sperröhre eines Wählers ist diejenige Röhre, die mit den gleichen Röhren aller anderen Wähler der betreffenden Stufe einen gemeinsamen Kathodenwiderstand besitzt. Nimmt die Sammelschiene zur Leitungsauswahl Nr. 47 positives Potential an, so erscneint der Teilnehms) kennzeichnungsimpuls PFT187 an allen Teilnehmeranschlüssen Nr. 47. Da der gekennzeich nete Leitungswähler dieser Hundertergruppe zugeordnet ist, wird bei Freisein des Teilnehmernschlusses ein Pfad zum gerufenen Teilnehmer durchgeschaltet.
Die Röhre VB zündet bei jeder Einerwahl und die Sammelschiene BY nimmt positives Potential an. Die Koinzidenz dieses mit dem Impuls PBT in der Zeitlage 201 lässt diesen Impuls zur Besetztzeichenanode im Leitungswähler durch. Wenn der Teilnehmer besetzt ist, kann der ihm entsprechende Pfad nicht durchgeschaltet werden und es tritt Koinzidenz zwischen dem Impuls PBT und der Wählermarkierung ein, so dass der. Besetztzeichenpfad durchgeschaltet wird und der Teilnehmer Besetztzeichen erhält.
Ist die Nummer des gerufenen Teilnehmers 1247 und dieser Anschluss der erste eines Sammelnschlusses, so nimmt die Sammelschiene Nr. 47 positives Potential an und der in dieser Hundertergruppe gekennzeichnete Leitungswähler erhält den Impuls PFT in der Zeitlage 187 infolge der Koinzidenz dieses Impulses mit der positiven Spannung an der Sammelschiene. In der Fig. 21 sind vier Leitungen gezeigt, die zusammen den Sammelanschluss bilden. Es sind ihnen die Impulse PFT 187, 188, 205 und 221 zugeomet. Diese Impulse entsprechen den Teilnehmeranschlüssen Nr. 47, 48,65 und 81. Die zu einem Sammelanschluss zusammengefassten Teilnehmerleitungen brauchen also nicht aufeinanderzufolgen. Der Teilnehmeranschluss Nr. 81 wird für den Sammelanschluss verwendet und seine Nummer stillgelegt.
Die An schlüsse werden nacheinander geprüft, bis ein freier Anschluss gefunden wird, wenn ein vorhergehender Pfad im Sammelanschluss schon besetzt war. Sind alle Anschlüsse des Sammelanschlusses belegt, so wird dem anrufenden Teilnehmer das Besetztzeichen übermittelt.
Wird eine andere Nummer als die der ersten Anschlussleitung eines Sammelanschlusses entsprechende gewählt, so wird der ihr entsprechende Anschluss geprüft. Wenn also 1248 gewählt wird, so wird durch Koinzidenz des Impulses PFT188 (Impuls für alle Anschlüsse Nr. 48) mit der positiven Spannung an der Sammelschiene Nr. 48 der Anschluss 1248 geprüft und die Durchschaltung vorgenommen. Die einzelnen Teilnehmerleitungen bei Sammelanschlüssen können also entweder über die Sammelanschlussnummer oder die ihnen wirklich entsprechende Nummer erreicht werden. Eine Ausnahme bilden an einen Sammelanschluss ange-
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schlossen stillgelegte Leitungen, z. B. die der Nummer 1281 entsprechende Leitung.
Der sie anwählende Teilnehmer erhält mit Hilfe des Impulses PNT (Zeitlage 24 ; ähnlich wie das Besetztzeichen) ein besonderes Zeichen NU übermittelt, das ihm anzeigt, dass die gewählte Leitung nicht verfügbar ist. Am Ende der den Teilnehmern zugeordneten Impulse 141-240 und nach dem Besetztzeichenimpuls 241 und nach dem Impuls für nicht ver- fühlbare Leitungen 242 zündet der Impuls PFR 243 die Röhre RT und RU (Fig. 20), die die Zehnerund Einerröhren löschen und die Prüfeinrichtung für die nächste Periode vorbereiten.
Gruppenwähler (Fig. 23). Diese Schaltung wird über einen Ausgang des vorhergehenden Wählers durch einen Ausgangsprüfimpuls (Fig. 19) belegt.
Wenn der Wähler belegt ist, ist der ihn mit der vorhergehenden Wahlstufe verbindende Pfad durchgeschaltet, so dass der Gleichrichter MR50 leitet und infolge seines geringen Widerstandes an ihn angelegte Prüfimpulse unwirksam bleiben. Ist der Wähler nicht belegt, stellt der Gleichrichter MR50 für den positiven Impuls einen hohen Widerstand dar. Durch Koinzidenz dieses Impulses und der Kennzeichnungsspannung des Wählers wird dann der Pfad durchgeschaltet. Die Relais H und AS sprechen über den Gleichrichter MR50.
Diese Relais gehören zu der Wahlstufe, die der in Fig. 23 gezeigten und die Vielwegrohren enthal- tenden Wahlstufe vorangeht. Die Schaltung der nächsten Wahlstufe oder der zu einem entfernten Amt abgehenden Verbindungsleitung enthält ent-
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stellt, wenn der Kontakt hl in der in Fig. 13 gezeigten Stellung ist. Durch das Ansprechen des Relais H wird der Gleichrichter MR52 mit seinem hohen Widerstand wirksam, wodurch das Kennzeichnungspotential über das Relais LSS zur gemeinsamen Kathode geleitet und der Wähler vorbereitet wird, einen freien Ausgang in der nächsten Wahlstufe zu suchen. Die positiven Ausgangsprüf- impulse werden, wie schon beschrieben, angelegt und durch Koinzidenz mit dem Markierpotential die Verbindung zum nächsten Wähler oder zu einer abgehenden Verbindungsleitung hergestellt.
Damit wird der Gleichrichter MR52 leitend und lässt infolge seines geringen Widerstandes das Markierpotential unwirksam werden.
Die Relais AS und LSS sind polarisierte Relais, die so geschaltet sind, dass bei der Belegung das Relais AS in die Stellung M umschlägt, und dass bei der Durchschaltung zur nächsten Wahlstufe der durch die Wicklung des Relais LSS fliessende Strom das Relais LSS in seiner Stellung S belässt. Bei der Meldung des gerufenen Teilnehmers steigt der Strom in seiner Wicklung des Relais LSS an, so dass es in die Stellung M umschlägt. Die andere Wicklung des Relais AS wird nun zusätzlich eingeschaltet, so dass der Strom sinkt. Das Relais AS verbleibt aber dadurch in seiner Stellung M und der Strom in der gemeinsamen Anode des geschal- teten Wählers steigt.
Wenn dieser vorhergehende
Wähler ein erster Gruppenwähler ist, steigt also der Strom durch die Anodenwicklung des Re- lais LS, so dass es in die Stellung M umschlägt.
Der erste Gruppenwähler nimmt dadurch also, wie beschrieben, die Teilnehmenneldung zur Kennt- nis. Legt der gerufene Teilnehmer wieder auf, so fällt der Anodenstrom durch das Relais LSS im zweiten Gruppenwähler, welches in seine Stel- lung S umschlägt, der Strom im Relais AS steigt an und fällt in der Anodenwicklung des Relais L8 des ersten Gruppenwählers, das in seine Stellung S umschlägt. Teilnehmermeldung und. Schlusszei- chen werden so zum ersten Gruppenwähler über- mittelt.
Wenn ein Gruppenwähler die Verbindung zu einem entfernten Amt hergestellt hat, werden die vom Teilnehmer gewählten Ziffern durch das Relais AS aufgenommen. Wie schon beschrieben, folgt im ersten Gruppenwähler das Relais A den
Wählimpulsen und setzt den Widerstand im
Anodenkreis des ersten Gruppenwählers durch
Parallelschalten eines Widerstandes zur Anoden- wicklung des Relais LS herab. Der Strom im Ein- gangsanodenkreis dieses Wählers steigt also an und fällt in seinem Ausgangsanodenkreis, so dass das
Relais AS in seine Stellung S abfällt. Dadurch wird in den Stromkreis der gemeinsamen Kathoden ein Widerstand eingeschaltet, der den Strom herab- setzt. Der in dem mit der Verbindungsleitung ver- bundene Stromkreis fliessende Strom fällt daher, so dass dort (Fig. 26) das Relais HS abfällt.
Es werden daher die Wählimpulse durch den Wähler auf die Schaltung für die abgehende Verbindungleitung übertragen, die sie zu dem fernen Amt sendet. Legt der rufende Teilnehmer auf, so spricht das Relais RR an (Fig. 7), wodurch der erste Gruppenwähler aufgetrennt wird und die Relais AS und H abfallen. Das Relais H trennt darauf die negative Spannung von der Kathode des zweiten Gruppenwählers-ab (, Fig. 23), so dass in den Kathodenkreis dieses Wählers der Gleichrich- ter MR51 in seiner Sperrichtung eingeschaltet wird und auch diese Röhre trennt. Danach werden auch die nachfolgenden Stufen ausgelöst.
Leitungswähler (Fig. 24 und 25). In Fig. 24 bilden der Gleichrichter MR55, das Relais HH und der Widerstand R40 einen Teil des Ausgangskreises des zweiten Gruppenwählers von fig. 23. Die Schaltung Fig. 24 wird vom vorangehenden Gruppenwähler belegt, wenn sie frei ist. Es tritt 1 dann Koinzidenz des an den Gleichrichter MR55 gelegten Prüfimpulses und des an den Gruppenwähler angelegten Markierpotentials ein, so dass der Gruppenwähler durchgeschaltet wird und das Relais HH betätigt wird. Gleichrichter MR551 wird niederohmig und hält die Schaltung belegt.
Die Gleichrichter MR56 und MR57 sind bei betätigtem Relais HH gesperrt, so dass das Markierpotential an der gemeinsamen Kathode anliegt. Bei
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Eintreffen eines Impulses PFT an den Einzelanoden des Leitungswählers scha1tèt dieser die Adern A und B zwn Teilnehmeranschluss durch.
Die R-Leitung wird durch einen Pfad einer Mehrstreckenglimmlampe durchgeschaltet, die eine gemeinsame Kathode und eine Vielzahl von Anoden besitzt oder eine Anzahl getrennter Einzelsysteme enthält, deren Kathoden verbunden sind.
Die Gleichrichter MR57 und MR56 leiten und halten den Leitungswähler belegt. Das RelaisLC spricht im Kathodenstromkreis an, dagegen wird das Relais F im gemeinsamen Anodenstromkreis nicht betätigt. Da der Widerstand R9 in der Teilnehmerschaltung (Fig. 4) kurzgeschlossen ist, fliesst in der Kathode und im Einzelanodenstromkreis ein hoher Strom und im gemeinsamen Anodenstromkreis daher ein kleiner Strom. Daher sprechen die Relais F und D nicht an. Der Widerstand 41 wird über die Kontakte lel und fl durch den Rufunterbrecher kurzgeschlossen und dadurch das Relais R in der Teilnehmerschaltung stossweise betätigt, so dass dem Teilnehmer Rufstrom zugeführt wird. Bei gleichzeitiger Betätigung der Relais HH, LC wird dem rufenden Teilnehmer ein Rufzeichen über eine Wicklung des Transformators übermittelt.
Meldet sich der Teilnehmer, spricht in der Teilnehmerschaltung das Relais L an und der Widerstand R9 wird in den Leitungswählerstromkreis ein- geschaltet, so dass der Strom durch dessen Einzelanoden ab- und durch dessen gemeinsame Anoden zunimmt. Dadurch sprechen die Relais F und D an. Das Relais F hält sich über den Kontakt f2 und trennt den Rufunterbrecher mit seinem Kontakt fl und das Rufzeichen mit seinem Kontakt ab. Das Relais D legt mit seinem Kontakt dl den Widerstand R40 in den Einzelanodenstromkreis der vorhergehenden Wahlstufe. Dadurch wird, wie schon beschrieben, das Abheben des gerufenen Teilnehmers zur Verbindungsschaltung zwischen Anrufsucher und erstem Gruppenwähler gemeldet.
Ist der Teilnehmer besetzt, schaltet ein an den Gleichrichter MR58 angelegter Impuls den Pfad für das Besetztzeichen durch, das zum Teilnehmer übermittelt wird. Auf gleiche Weise wird das Zeichen zur Meldung eines nicht verfügbaren Anschlusses durch das Anlegen eines Impulses an den Gleichrichter MR59 dem rufenden Teilnehmer übermittelt. Legt der rufende Teilnehmer auf, so fällt das Relais HH wegen der Auftrennung der vorhergehenden Wahlstufe ab und der Leitungs- wähler wird ebenfalls aufgetrennt, da der wieder eingeschaltete Gleichrichter MR56 in Sperrichtung in den Kathodenstromkreis eingeschaltet wird. Damit ist der Leitungswähler ausgelöst und steht für eine neue Verbindung zur Verfügung.
Schaltung für eine abgehende Verbindungsleitung (Fig. 26). Diese Schaltung wird von der vorangehenden Wahlstufe belegt. Es wird angenommen, dass dies der zweite Gruppenwähler (Fig. 23) sei. Bei dessen Durchschaltung spricht das Relais HS an und schliesst über den Gleich- richter MR60 und die Drosselspule RT eine Schleife zum entfernten Amt. Im Gruppenwähler spricht das Relais AS auf die Wählimpulse an und ändert den Strom durch die gemeinsame Kathode, wodurch das Relais HS abfällt, wenn der Katho- denstrom'3. bnimmt. Das Relais HS überträgt die Wählimpulse durch seinen Kontakt hsl zum fernen Amt. Das Relais HS legt mit seinem Kontakt hs2 an die Röhre STB Zündspannung an. Zündet diese Röhre, so wird die Röhre STC gelöscht.
Meldet sich der entfernte Teilnehmer, so spricht das Relais DS über den Gleichrichter MR61 durch Potentialumkehr auf der Verbindungsleitung an.
Das Relais DS hebt mit seinem Kontakt ds 1 den Kurzschluss des Widerstandes RSO auf, so dass im Einzelanodenkreis dieses Wählers der Strom abnimmt und im gemeinsamen Anodenkreis zunimmt, wodurch das Relais LS im ersten Gruppenwähler betätigt wird. Beim Auflegen des Handapparates des rufenden Teilnehmers fällt das Relais HS ab.
Dadurch wird der Kondensator CT über den Widerstand MR52 langsam aufgeladen, wodurch nach einiger Zeit die Röhre STC zündet, welche die Röhre STB wieder löscht. Bis zum Zünden der Röhre STC bleibt die Verbindungsleitung belegt, da der Ausgangsprüfimpuls zur Durchschaltung des Pfades dieses Wählers nur wirksam ist, wenn die Röhre STC gezündet ist und ihre Kathode positives Potential führt.
Diese, von der Ladezeitkonstante (CT, R52) abhängige Verlängerung der Belegungszeit gewährleistet die vollständige Auflösung der Einrichtungen im fernen Amt, bevor diese wieder belegt werden.
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<tb>
<tb> Zeitlage <SEP> Bezeichnung <SEP> Potential
<tb> 13 <SEP> bis <SEP> 112 <SEP> PL <SEP> +
<tb> 141 <SEP> bis <SEP> 240 <SEP> PFT <SEP> +
<tb> 114 <SEP> bis <SEP> 133 <SEP> RH
<tb> 242 <SEP> bis <SEP> 5 <SEP> r <SEP> - <SEP>
<tb> 13 <SEP> bis <SEP> 112 <SEP> #
<tb> 141 <SEP> bis <SEP> 240
<tb> Ibis <SEP> 10 <SEP> ! <SEP>
<tb> 129 <SEP> bis <SEP> 138
<tb> 11 <SEP> # <SEP> PSF <SEP> +
<tb> 139
<tb> 25 <SEP> bis <SEP> 34 <SEP> # <SEP> PT <SEP> +
<tb> 153 <SEP> bis <SEP> 162
<tb> PT <SEP> +
<tb> 163
<tb> 241 <SEP> PBT <SEP> +
<tb> 242 <SEP> PNT <SEP> +
<tb> 10 <SEP> PSR <SEP> +
<tb> 138
<tb> 9 <SEP> I <SEP> PR <SEP> +
<tb> 137 <SEP> J <SEP>
<tb>
121 <SEP> RL <SEP> OPN <SEP> +
<tb> 249 <SEP> PM <SEP> +
<tb> 122 <SEP> # <SEP> PRG <SEP> +
<tb> 250
<tb> 113 <SEP> # <SEP> POG <SEP> +
<tb> 241 <SEP> í <SEP>
<tb>
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<tb>
<tb> 113 <SEP> # <SEP> PCO <SEP> ++
<tb> 241
<tb> 116 <SEP> # <SEP> PCO <SEP> +
<tb> 244
<tb> 118 <SEP> # <SEP> PDR <SEP> +
<tb> 246
<tb> 120 <SEP> # <SEP> PDS <SEP> +
<tb> 248
<tb> 13 <SEP> bis <SEP> 112 <SEP> # <SEP> PRC <SEP> +
<tb> 141 <SEP> bis <SEP> 240
<tb> 114 <SEP> # <SEP> PRR <SEP> +
<tb> 242
<tb> 110 <SEP> # <SEP> PRL <SEP> +
<tb> 138
<tb> 36
<tb> 164 <SEP> PRL
<tb> 143 <SEP> PFR
<tb> 134 <SEP> # <SEP> PRE <SEP> +und-
<tb> 6
<tb>
PATENTANSPRÜCHE :
1.
Halbelektronisches System für Fernmeldean- lagen, insbesondere automatische Femsprechanlagen, welche einen Eingang und eine Anzahl von Ausgängen, Gasentladungseinrichtungen zur Verbindung des Einganges mit jedem der Ausgänge und Wählsteu'ereinrichtungen zur Betätigung der Gasentladungseinrichtungen, welche den'Eingang mit einem bestimmten gewünschten Ausgang oder einen Ausgang in einer bestimmten gewünschten Gruppe verbindet, wobei die Gasentladungseinrichtungen, welche in Tätigkeit sind, einen niederimpedanten Weg zwischen dem Eingang und dem genannten Ausgang herstellen, dadurch gekennzeichnet, dass jede Gasentladungseinrichtung eine erste Elektrode (z. B. Al in Fig. 3), welche mit einer Eingangsleitung (z. B. A in Fig. 3) verbunden ist und eine zweite Elektrode (z. B.
A2 in Fig. 3), welche mit einer Ausgangsleitung verbunden ist, besitzt, dass im Verbindungsfalle über diesen Schal- ter ein erstes Markierungspotential an dritte Elektroden (z. B. C in Fig. 3) aller Gasentladungseinrichtungen angelegt ist, dass Wählsteuereinnch- tungen (z. B. Fig. 18,19 mit Leitungen wie z. B.
P in Fig. 3) zur Wahl und Prüfung eines gewünschten Ausganges oder einer Gruppe von Ausgängen durch ein an diesen Ausgang oder an diese Gruppe von Ausgängen gelegtes weiteres Markierungspotential vorgesehen ist, wobei das weitere Markierungspotential nur bei Vorhandensein des ersten Markierungspotentials an den dritten Elektroden an einen Ausgang gelegt ist, die Gasentladungseinrichtungen zwischen dem Eingang und dem bestimmten Ausgang in einem Zustand sind, in welchem ein niederimpedanter Weg zwischen den ersten und zweiten Elektroden hergestellt ist und der Weg unter die Steuerung des Potentials der dritten Elektroden gestellt ist.