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Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb In Fernsprechanlagen,
insbesondere Nebenstellenanlagen mit Wählerbetrieb und mehreren Zentralen, bei denen
hochwertige Verbindungen (Amtsverbindungen) immer über eine der Zentralen, die Hauptzentrale,
verlaufen, sind besondere Vorkehrungen zu treffen, welche verhindern, daß in den
anderen Zentralen angeschlossene, zu hochwertigen Verbindungen nicht berechtigte
Teilnehmer durch Kennzeichnung (z. B. mittels Nummernwahl) einer hochwertigen Verbindung
eine solche für sie nicht zugelassene Verbindung über die Hauptzentrale erhalten.
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Für Systeme, bei welchen ein anrufender Teilnehmer einer Unterzentrale
erst nach Belegung einer freien Verbindungsleitung zur Hauptzentrale die Kennzeichnung
der Art der Verbindung (Amts- oder Hausverbindung) durchzuführen hat, ist es bekannt;
die Verkehrsberechtigung des anrufenden Teilnehmers über einen in der Unterzentrale
angeordneten, durch die Kennziffernwahl zur Hauptzentrale gesteuerten Mitläufer
feststellen zu lassen.
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In Anlagen, in denen jeder Teilnehmer, gleichgültig, ob er an die
Hauptzentrale, über die alle hochwertigen Verbindungen verlaufen, oder an eine der
anderen Zentralen, z. B. eine Unterzentrale, angeschlossen ist, immer nur die Kennziffer
der hochwertigen Verbindungen zu wählen hat, ist die Anwendung eines Mitläufers
in der Unterzentrale zur Prüfung der Verkehrsberechtigung anrufender Teilnehmer
nicht durchführbar, denn diese haben nach Belegung der Verbindungsleitung zur Hauptzentrale
eine Kennziffer zur Verkehrsrichtungsausscheidung nicht mehr zu wählen.
In
dieselt Anlagen die Herstellung hochwertiger Verbindungen seitens an Unterzentralen
angeschlossener, nicht berechtigter Teilnehmer auf betriebstechnisch einfache. dabei
auch wirtschaftliche Weise zu verhindern, ist die der Erfindung zugrunde liegende
Aufgabe. Bei Anrufanreiz eines für hochwertige Verbindungen nicht berechtigten Teilnehmers
soll keine vorübergehende Belegung der in der Hauptzentrale angeordneten Verbindungseinrichtungen
für ltocltlcertige Verbindungen stattfinden. Erreicht wird dies ,ladurch, daß nur
nach Kennzeichnung einer hochwertigen Verbindung (Amtsverbindung) durch einen anrufenden
Teilnehmer einer Unterzentrale in dieser angeordnete Schaltmittel wirksam werden,
«-elche die Prüfung (ler Verkehrsberechtigung des anrufenden Teilnehmers Tiber den
Wähler der zur Hauptzentrale abgehenden Querverbindungsleitung vorbereiten und die
Übertragung des bei Belegung der Querverbindungsleitung hervorgerufenen Anrufanreizes
zur Hauptzentrale bis nach Einstellung des die anrufende Leitung suchenden Wählers
verzögern.
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Bei der erfindungsgemäßen, Anordnung tritt zwar durch die Verzögerung
der Weitergabe des Anrufanreizes zur Hauptzentrale eine kurze Verzögerung im weiteren
Aufbau _i,-r Verbindung ein, es wird aber erreicht, dal:l in der Hauptzentrale keine
Anschaltung einer weiterführenden Verbindungsleitung r Amtsleitung) an die von der
Unterzentrale kommende Querverbindungsleitung erfolgt, wenn durch die Berechtigungsprüfung
festgestellt wird, daß ein nicht berechtigter Teilnehmer den Anreiz zur Herstellung
der hochwertigen Verbindung gegeben hat. Die vielleicht noch vorhandene einzige
freie abgehendeVerbindungsleitung wird nicht einem anrufenden berechtigten Teilnehmer
entzogen.
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Die Nichtbelegung einer von der Hauptzentrale aus «.eiterführenden,
für hochwertige Verbindungen zu benutzenden Verbindungsleitung bei Anruf eines für
eine solche Verbindung nichtberechtigten Unterzentralenteilnehmers kann dadurch
erreicht werden, daß die Aussendung des Anrufanreizes über die Querverbindungsleitung
zur Hauptzentrale bis nach Durchführung der Prüfung der Verkehrsberechtigung des
anrufenden "Peilnehmers verzögert wird. Nur dann, wenn diese über den Querverbindungswähler
durchgeführte Verkehrsberechtigungsprüfung ergeben hat, daß der anrufende Teilnehmer
zu hochwertigen Verbindungen berechtigt ist, wird der Anrufanreiz zur Hauptzentrale
weitergegeben.
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Das nachstehend ausführlich erläuterte Ausführungsbeispiel zeigt eine
andere Ausführungsform der Erfindung. Der Anrufanreiz wird sofort nach der durch
die Einstellung des Querverbindungswählers auf die anrufende Anschlußleitung bedingten
Verzögerung über die Querverbindungsleitung zur Hauptzentrale ausgesandt. In der
Hauptzentrale sind Verzögerungsmittel vorgesehen, welche die Weitergabe des aufgenommenen,
von der Unterzentrale bereits verzögert ausgesandten Anrufanreizes zu einer freien
weiterführenden Verbindungsleitung verzögern, -damit der Anrufanreiz beendet werden
kann, bevor er die Anrufempfangseinrichtung der von der Hauptzentrale weiterführenden
Verbindungsleitung betätigt, wenn die in der Unterzentrale durchgeführte Verkehrsberechtigungsprüfung
ergibt, daß der anrufende Teilnehmer nicht berechtigt ist, die eingeleitete hochwertige
Verbindung zu führen.
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Die Anwendung einer besonderen Stromart für den über die Verbindungsleitung
zur Hauptzentrale zu gebenden Anrufanreiz für hochwertige Verbindungen ist dadurch
vermieden, daß bei Belegung der Querverbindungsleitung getrennte, über verschiedene
Adern sich auswirkende Anrufanreize hervorgerufen werden und daß bei Einleitung
einer hochwertigen Verbindung ein Relais den Anrufanreiz für niederwertige Verbindungen
abschaltet und dadurch verhindert, daß durch dieselt Anrufanreiz zu beeinflussende
Steuerrelais der Hauptzentrale das den Anrufanreiz für hochwertige Verbindungen
aufnehmende Relais ausschaltet.
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In den "Zeichnungen ist als Ausführungsbeispiel eine Fernsprechnebenstellenanlage
veranschaulicht, die aus einer Hauptzentrale HZ und einer Unterzentrale UZ besteht.
Alle zum Verständnis der Erfindung nicht erforderlichen Schaltungseinzelheiten sind
fortgelassen.
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Die Fig. t zeigt die Einrichtungen in einer Unterzentrale (Z und die
Fig. 2 die Einrichtungen in der Hauptzentrale HZ.
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Der Teilnehmer Tna ist sowohl zu Verbindungen mit Teilnehmern der
Hauptzentrale als auch zu Verbindungen mit fremden Fernsprechanlagen, z. B. dem
öffentlichen Amt, berechtigt. Derartige Verbindungen verlaufen immer über die Hauptzentrale
und die in dieser angeschlossenen Amtsleitungen AL.
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Der Teilnehmer Tnv ist zu Amtsverbindungen nicht berechtigt, wohl
aber zu Verbindungen mit Teilnehmern der Hauptzentrale.
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t. Der Teilnehmer T-na ruft an Das im Anrufstromkreis des Teilnehmers
1')1a liegende Anlaßrelais Grt veranlaßt die Einstellung eines Anrufsuchers
AS, des Hausnetzes auf die anrufende Anschlußleitung. Nach Einstellung des
Anrufsuchers AS, sind
die Relais Cl, R,, Tl erregt: -E-, Kontakte
i ty,, ->cl, Relais Cl, Schaltarm 3, Kontakt 4r1, Wicklung II des
Relais Ri, Kontakt 5r" Wicklung I des Relais T,, -. Die Anrufbrücke ist abgeschaltet.
Nach Einstellung des Leitungswählers LW, durch eine Stromstoßgabe entsprechend der
Kennziffer für die Hauptzentrale steht der Schaltarm 6 des Leitungswählers
LW, auf dem Kontakt 7. Das Anlaßrelais An, spricht in Reihe mit dem Prüfrelais
P, an. Es schließt den Kontakt 8 alt, und bereitet dadurch die Stillsetzung
eines Querverbin.dungswählers QW auf der Anschlußleitung des Teilnehmers Tna vor.
Am Kontakt gart, wird der vom Kontakt iotr, abhängige Stromkreis für das Relais
AX, geschlossen.
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An der auf irgendeine beliebige Weise zur Benutzung bereitgestellten
freien Querverbindungsleitung QL spricht das Relais U, an: +, Kontakte il
axl, i2tr2, Relais U1, -. Das Relais Cla, wird eingeschaltet: +, Kontakte f3tr2,
i4itl, Relais Chl, -, welches sich am Kontakt f5ch, in einen vom Kontakt i4it, unabhängigen
Haltestromkreis einschaltet. Das Relais Clt, öffnet den Kontakt 16 c1, in
der Sprechader qb, schaltet am Kontakt 17 clt, -[- von den beiden Relais
D, und I, ab und legt - an diese Relais über den Widerstand 1g und
den Kontakt 19c11. Der Belegungsanreiz wird zur Hauptzentrale weitergegeben: - Widerstand
18, Kontakt 19c1,, Relais 11, Kontakte 2o pd1, 2f vhl, Ader qb, Kontakt
22 c12, Relais 1" Kontakt 23 c2, +. Die Relais T, und 1. sprechen
an. Die Schaltvorgänge, die in der Hauptzentrale durchgeführt werden, werden später
erläutert.
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In der Unterzentrale hat das Relais U, am Kontakt 24't, den Prüfstromkreis
über die Wicklung I und am Kontakt 26zz, den Haltestromkreis über die Wicklung III
des Relais P= vorbereitet. Am Kontakt 27u1 ist der Stromkreis des Drehmagneten Dqw
des Querv erbindungswählers QW geschlossen: -i-, Unterbrecher, Kontakte
27 rti, 28 p2, 29 pd2, Magnet Dqw, -. Kommen die Schaltarme
des Ouerverbindungswählers auf die Kontakte der Anschlußleitung des anrufenden Teilnehmers
Tna, so sprechen die Relais P2 und Tr, an: -, Wicklung I des Relais P2, Kontakte
3o pd2, 31 va" 242t1, Schaltarm 32, Ader da, Schaltarm 33 von AS,, Relais
Trl, Kontakte 8 alh, 34 cl, 35 gd, -f-. Am Kontakt 28 p2 wird der Stromkreis
des Magneten Dqzv geöffnet. Der Querverbindungswähler QW ist stillgesetzt. Die Kontakte
36p2 und 37p2 sind geschlossen. Der anrufende Teilnehmer erhält jetzt den Mikrophonspeisestrom
über die Wicklungen des Relais A2. Am Kontakt 38 p2 wird des Relais Ph, eingeschaltet,
welches den in der Sprechader qa liegenden Kontakt 39 pla, schließt. Es ist jetzt
auch ein über diese Sprechaider der Querverbindungsleitung verlaufender Stromkreis
hergestellt, in welchem das Relais Dl anspricht. Dieser Stromkreis wird später erläutert.
Am Kontakt .1.0p2 wird der über die Wicklung III des Relais P2, den Kontakt 41 ty2,
den Schaltarm 4.2 sowie die Ader ca und die Wicklungen II des Relais R, und I des
Relais T, verlaufende Sperr- und Haltestromkreis hergestellt.
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Das im Prüfstromkreis ansprechende Relais Ty, des nur zur Verkehrseinrichtungskennzeichnung
benutzten Hausaggregates öffnet am Kontakt i tr, den Stromkreis des Relais
Cl, welches abfällt und durch Auslösung des Leitungswählers auch das Relais Art,
ausschaltet. Die Relais AX, und U,
fallen ab.
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In der Hauptzentrale hat das Relais I2 bei seinem Ansprechen das Relais
V, eingeschaltet: +, Kontakte 43i2, 44 c12, 45a,, Relais Tue,, Widerstand
46, -. Der Kontakt 47 v3 wird geschlossen. Das Relais V4 kann aber nicht ansprechen,
da es über den Kontakt 43 i2 kurzgeschlossen ist. Das Relais U= wird erregt: -q--,
Kontakte 48c2, 49v" Relais U2, -. Es trennt durch Öffnen. der Kontakte 50,1-und
5 i u2 den über Wähler der Hauptzentrale erreichbaren Zugang zur Querverbindungsleitung
QL ab. Es öffnet ferner die Kontakte 52u2, 53u2 und schließt die Kontakte 54u2 55u2,
wodurch die von den Kontakten der Anrufsucher AS, kommenden Hilfsadern mit den Kontakten
der Amtswähler AW zu-
sammengeschaltet werden.
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Das Relais V, hat den Kontakt 56v, geöffnet und dadurch die Querverbindungsleitung
gegen Belegung über einen Leitungswähler LW, gesperrt. Durch öffnen des Kontaktes
57v, und Schließendes Kontaktes 58v, wird die Ader qa durchgeschaltet. In den Stromkreis
(Fig. i): -, Widerstand 18, Kontakt 1g chl, Relais D,, Kontakt 39 pkl, Ader qa.
(Fig. 2), Kontakte 58 vs, 59 i,, Relais M, Kontakt 23 c2, + sprechen die Relais
D,, in der Unterzentrale und M in der Hauptzentrale an.
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Das Relais 1, der Hauptzentrale hat bei seiner Erregung den
.Kontakt 6o i2 geschlossen und dadurch den über die Kontakte 61 c12 und 62 F, verlaufenden
Stromkreis für das Anrufrelais R, der Querverbindungsleitung im Hausnetz der Hauptzentrale
geschlossen. In bekannter Weise wird ein Anrufsucher AS, angelassen, welcher
sich auf die Ouerverbindungsleitung QL einstellt. Das Relais Ts spricht dann- im
Prüfstromkreis an und trennt Relais R, von der a-Ader ab. Das im Anrufsucher AS2
angelegte Sperrpotential sperrt, da der Kontakt 54u2 geschlossen ist, die Querverbindungsleitung
QL auch gegen Belegung über einen Amtswähler AW.
In der Unterzentrale
hat die Erregung des Speisebrückenrelais A= die Erregung des Relais l'1 zur Folge:
@--, Kontakt 63 a.., Relais V1, Widerstand 6d, -. Am Kontakt 65v1 wird die während
der Stromstoßgabe erfolgende Erregung des Relais Y, vorbereitet. Über den Kontakt
66 v1 wird das Relais T% Itl eingeschaltet, das sich am Kontakt 67 vhl in
einen vom Bontakt 68d1 abhängigen Haltestromkreis einschaltet und durch öffnen des
Kontaktes 21 vltl den Kurzschluß des Stromstoßkontaktes 69a= aufhebt.
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Die vom anrufenden Teilnehmer ausgesandten Stromstöße werden mittels
des Kontaktes 69a. über die Ader qb auf das Relais J, der Hauptzentrale übertragen.
Dieses Relais überträgt die Stromstöße mittels des Kontaktes Foi.= auf das nicht
dargestellte Stromstoßübe im belegten Hausaggregat en "ls"ILi,V_.
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Sendet der Teilnehmer Ttta, nach Einleitung einer Verbindung durch
Abheben seines Handapparates eine der Amtskennziffer entsprechende Stromstoßreihe
aus, so steht der Schaltarm 6 des Leitungswählers nach Beendigung dieser Stromstoßreihe
auf dem Kontakt 7o. Das Relais An.= spricht an und schaltet am Kontakt 71 a.1. das
Relais AXl und am Kontakt 72 att.# das Relais Ga. ein. Außer dem Relais U1
wird an .der bereitgestellten Querverbindungsleitung OL nunmehr auch das Relais
PDl erregt: -E-, Kontakte 73ga, 7.111l,. Relais PDI, Kontakt 7 5 dl. -. Nach Ansprechen
des Relais Chl spricht auch das Relais El an: -1-, Kontakte 76c111, 77 pdl, Relais
El, -und legt sich am Kontakt 78 e1 in einen vom Kontakt77 pdl unabhängigenHaltestromkreis.
Die Erregung des Relais PDl hat zur Folge, da13 über die Ader qb der Querverbindungsleitung
ein Belegungsanreiz zur Hauptzentrale, wie dies bei Einleitung einer Verbindung
in die Hauptzentrale der Fall ist, nicht ausgesandt wird, denn beide parallel liegenden
Kontakte i 6 cltl und 2o prh sind offen. Durch Erregung der Relais PDl und El ist
die nur bei Einleitung abgehender Amtsverbindungen über den Querverbindungswähler
erforderliche Prüfung auf die Verkehrsberechtigung des anrufenden Teilnehmers dadurch
vorbereitet, daß -E. über die Kontakte eo e1 und g1 pdl an das'Relais Pa angeschaltet
ist.
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Das Relais U1 hat am Kontakt 2d. ril den Prüfstromkreis vorbereitet
und am Kontakt 2711, den Drehmagneten Dq-zc eingeschaltet. Kommt der Prüfarm 32
des Querverbindungswählers 0i1' auf den I#7,ontakt der anrufenden Anschlußleitung,
so sprechen wieder die Relais P. und Trl an. Der Querverbindungswä hler wird stillgesetzt,
und das zur Verkehrsrichtungskennzeichnung benutzte Hausaggregat wird ausgelöst.
Das Relais U1 fällt ab, wenn die Relais An., und damit AXl ausgeschaltet
werden. Der Kontakt 2u1 wird geöffnet. und am Kontakt 82at, wird das Prüfrelais
Pa an den Schaltarm 32 des Querverbindungswählers angeschaltet. Da der anrufende
Teilnehmer Tna zu Amtsverbindungen berechtigt ist, liegt an seiner Ader
da kein Potential, infolgedessen kann Pa nicht ansprechen.
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Das Relais P.= hat bei seiner Erregung am Kontakt 38p.= das verzögert
ansprechende Relais Phl eingeschaltet. Es schließt den Kontakt 39 phl in der Ader
(ja der Querverbindungsleitung. Dadurch ist der bei Einleitung abgehender
Amtsverbindungen den Megungsanreiz zur Hauptzentrale -,weitergebende Stromkreis
geschlossen: -, Widerstand 18, Kontakt rgchl, Relais Dl, Kontakt 39pk, Ader qa,
Kontakte 5; z'3, 83 k, Relais AK, -1 -. In diesem Stromkreis spricht
infolge des hohen Widerstandes des Relais AK das Relais D1 der Unterzentrale nicht
an. In der Hauptzentrale wird das Relais K am Kontakt 8.Iak eingeschaltet und legt
sich am Kontakt 85 k in einen vom Kontakt 86 e= abhängigen Haltestromkreis. Es schaltet
das Relais AK durch öffnen des Kontaktes 83 k aus und legt am Kontakt
87 k + an die Ader qa. Nunmehr spricht in der Unterzentrale auch das Relais
Dl an.
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Inzwischen ist in der Unterzentrale im Mikrophonspeisestromkreis auch
das RelaisAQ erregt «-orden und hat die Relais hl und Vhl eingeschaltet. Nach Ausschaltung
des Relais PDl an den Kontakten 73 ga und 75 dl ist über die Ader
qb ein Stromkreis für die Relais J1 in der Unterzentrale und J, in der Hauptzentrale
hergestellt. Das Relais h3 wird erregt; über Kontakt 58v3 wird das Relais M erregt.
Das U2 Relais spricht an und führt die bereits beschriebenen Umschaltungen durch.
Es schließt am Kontakt 84u., den am Kontakt 85 k= vorbereiteten Stromkreis
des Relais AXT,
das die Einstellung des Amtswählers AW einer freien Amtsleitung
auf die Kontakte der Querverbindungsleitung QL veranlaßt. Ein Anrufsucher
AS., eines freien Hausaggregates kann nicht angereizt werden, da am Kontakt
62 k der Stromkreis über das Relais K3 geöffnet ist. Kommt der Prüfarm
86
des Amtswählers AW auf den Prüfkontakt 87 der Querverbindungsleitung, so
ist folgender Stromkreis geschlossen: -f-, Prüfrelais P4, Schaltarm 86, Kontakte-87,
5.11t.:, Wicklung II des Relais R3, Kontakt 88t, Relais T3, -. Die Relais P4, R3
und T3 sprechen an. Der Amtsw*ihler AU' wird stillgesetzt, und die Sprechadern werden
in bekannter Weise durchgeschaltet. Das Relais R$ schließt den parallel zum Kontakt
88t3 liegenden Kontakt
89r3, und das Relais T3 schaltet die Wicklung
I des Relais R3 von der einen und + von der anderen Ader ab. Das Relais N wird vorübergehend
erregt: -, Kontakt gohr eines erregten nicht dargestellten Hilfsrelais, das im Anschluß
an ,die Erregung des Relais P4 wieder abfällt, Kontakt 9i p4, Schaltarm 92, Kontakte
93, 55 u, Relais N, Kontakt 94 k, -f-. Am Kontakt 95ia wird die obere Sprechader
durchgeschaltet und dadurch das Brückenrelais an der Amtsleitung AL über
die Drosselspule Dr erregt. Das Relais E2 wird eingeschaltet: -E-, Kontakte
96 n, 97M, Relais E2, - und legt sich über seine Kontakte 98 e2 und 99 e2
sowie den Kontakt ioo u2 in einen Haltestromkreis. Durch Öffnen des Kontaktes 86e2
wird d.as Relais K ausgeschaltet, welches abfällt und die Relais N und AX2
ausschaltet und auch den Kontakt 62 k schließt. Der parallel zum Kontakt 6ich,
in der die Drosselspule Dr enthaltenden Brücke liegende Kontakt io2 e2 wird geschlossen.
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Vom anrufenden Teilnehmer ausgesandte Stromstöße werden vom Relais
A. mittels des Kontaktes 69a2 auf das Relais 1. in der Hauptzentrale
übertragen und hier von dem Kontakt 6o i2 auf das nicht dargestellte Stromstoßempfangsrelais
an der Amtsleitung.
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Die Ader qa., über welche, wie beschrieben, bei Einleitung abgehender
Amtsverbindungen der Belegungsanreiz verzögert zur Hauptzentrale weitergegeben wird,
ist diejenige Ader, über die bei von der Hauptzentrale ankommenden Verbindungen
der Anreiz zur Prüfung der Verkehrsberechtigung .des gewünschten Teilnehmers wirksam
wird. Dieser Anreiz wird während der Übertragung der Nummernstromstöße über die
Ader qb gegeben. Er besteht in einer im Rhythmus der Nummernstromstöße erfolgenden
Unterbrechung des Stromkreises für das Relais Dl. Das Relais Dl schließt am Kontakt
172 dl den Stromkreis des Relais Q1, wenn bei Aufnahme des ersten Nummernstromstoßes
das Relais Va. erregt worden ist und den Kontakt 171 va= geschlossen hat.
Am Kontakt i56q, wird die Anschaltung von -+- an das die Verkehrs-:rerechtigungsprüfung
vornehmende Relais Pa torbereitet. 2. Der Teilnehmer Tiav ruft an Ruft .der zum
Amtsverkehr nicht berechtigte Teilnehmer Tim an und erregt durch Wahl der Kennziffer
für Amtsverbindungen das Relais Axt, so wird in der Hauptzentrale ein Amtswähler
AW nicht angelassen.
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In der bereits beschriebenen Weise erfolgt die Einstellung des Querverbindungswählers
0W. Es wird der Belegungsanreiz über die obere Ader qa ausgesandt. Gleichzeitig
erfolgt die Feststellung, daß der anrufende Teilnehmer Trau zum Amtsverkehr
nicht berechtigt ist, durch das Relais Pa, da dieses Relais anspricht, weil an der
Ader dv - über den Widerstand toi und die Anschlußkontakte 3, 4 liegt. Das Relais
Pa schaltet an seinem Kontakt io4 pa das Relais Tr. ein. Das Relais P2 wird durch
Öffnen des Kontaktes 41 tr. ausgeschaltet und öffnet am Kontakt 38p2 den Stromkreis
über das Relais Phl, welches am Kontakt 39 pdal den Belegungsanreiz über die Ader
qa beendet. Das bereits erregte Relais A2 wird ebenfalls ausgeschaltet und öffnet
den Kontakt 69a2, so daß, da inzwischen auch das Relais Vhl erregt wurde und den
Kontakt 21 vlzl öffnete, auch die Ader qb geöffnet wird.
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In der Hauptzentrale ist die Weitergabe des Anreizes zu dem Amtswähler
einer freien Amtsleitung von dem Abfall des Relais PDl in der Unterzentrale abhängig,
denn nur bei Schließen des Kontaktes 2o pdl kann das Relais l2 ansprechen.
Nacheinander sprechen jetzt die Verzögerungsrelais V3, U2 an und schalten das den
Anreiz auf einen freien Amtswähler weitergebende Relais AX2 ein. Bevor diese Umschaltungen
durchgeführt sind, ist aber der Stromkreis über das Relais l2 am Kontakt 69a2 bereits
wieder unterbrochen, so daß ein Anlaufen des Amtswählers AW mit Sicherheit vermieden
ist.