-
Elektrische Steuereinrichtung für Fernmeldeanlagen Zusatz zum Patent
861268
Das Patent 861 a68 betrifft eine elektrische Steuereinrichtung mit
an den Enden einer Steuerleitung vorgesehenen Schalteinrichtungen mit mehreren Stellungen,
die derart ausgebildet ist, daß jede Schalteinrichtung je nach ihrer Einstellung
eine von einer Reihe verschiedener Gleichstromspannungen an das ihr zugeordnete
Ende der Steuerleitung anlegt, und daß die Steuerung der Schalteinrichtung auf der
Empfangsseite in der Weise erfolgt, daß die Empfängerschalteinrichtung in Abhängigkeit
von der Einstellung der Sonderschalteinrichtung so lange fortgeschaltet wird, bis
zwischen den Enden der Steuerleitung eine vorbestimmte Gleichspannungsdifferenz
vorbestimmter Polarität auftritt, auf welche eine in der Steuerleitung angeordnete
Detektoreinrichtung anspricht.
-
Die Erfindung bezweckt derartige elektrische Steuereinrichtungen,
die bei Verwendung von elektrischen Entladungseinrichtungen als Detektoreinrichtung
augenblicklich ansprechen; für die selbsttätige Vermittlungstechnik, insbesondere
für Fernsprechanlagen, anzuwenden und erreicht dies dadurch, daß die zum Aufbau
benötigten Wähler, z. B. Anrufsucher, Gruppenwähler, Leitungswähler, Hilfswähler,
unabhängig davon, ob diese eine freie Wahl ausführen oder in
erzwungener
Wahl gesteuert werden, mit Hilfe elektrischer Entladungseinrichtungen eingestellt
werden. , Der Vorteil der Anwendung solcher Steuereinrichtungen für die Einstellung
der Wähler in Fernvermittlungsanlagen besteht darin, daß die Wähler konstruktiv
und schaltungstechnisch sehr einfach werden, und daß Wähler verschiedener Stufen
im Zuge eines Verbindungsaufbaues identisch ausgebildet sein können. So sind in
dem nachstehend erläuterten Vermittlungssystem beispielsweise die ersten Anrufsucher
identisch mit den zweiten, dritten, vierten Gruppenwählern und der zweite Anrufsucher
identisch mit dem ersten Gruppenwähler.
-
In den Zeichnungen ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung ein vollständiges
Vermittlungssystem für Orts-, Verbindungsleitungs- und Fernverkehr dargestellt,
um aufzuzeigen; wie vielfältig .elektrische Entladungseinrichtungen für dieWählereinstellung
herangezogen werden können. Bei denZeichnungen ist Fig. i das Prinzipschaltbild,zur
Erläuterung derallgemeinenEGrundsätze der Mehrpotentialwahl; Fig. i a ist eine Tabelle,
die die an die elektrische Mehrelektrodenentladungsröhre zum Zweck der Steurung
der Wahl verschiedener Ziffern und Erledigung aller sonstigen erforderlichen Wählaufgaben
angelegten Spannungen aufführt; Fig. ib zeigt die Kennlinie der besagten Röhre;
Fig. ic und ie sind Abwandlungen der in Fig. i gezeigten Anordnung; Fig, id zeigt
die Gleichstromversörgungsanlage; P ig. 2 ist eine Zusammenstellungszeichnung, wie
die beim Aufbau einer Verbindung innerhalb eines Universalamtes benutzten Schaltbildnummern
zusammenarbeiten Fig. 3 zeigt- die grundsätzliche Anordnung eines Uni.versalwähleramtes;
Fig. 3 a zeigt den Zustand der t-Ader während eines Gesprächs; Fig. 3 b zeigt den
Zustand der- c-Ader während eines Gesprächs; Fig. q. ist die typische Anordnung
einer Wählerkontäktbank;, Fig. 4.a zeigt die Anordnung der Kontaktbank eines Leitungswählers;
Fig. 5 ist das Schaltbild eines Wählers, der sich als erster Anrufsucher und zweiter
Gruppenwähler für Sonderdienste sowie mit geringen Abwandlungen als interner zweiter,
dritter und letzter Gruppenwähler verwenden läßt; Fig. 5 a ist die Schaltung eines
Wählers, der als zweiter Anrufsucher oder erster Gruppenwähler und mit geringen
Abänderungen als ankommender Gruppenwähler benutzt werden kann; Fig. 5 b ist die
Schaltung eines Wählers, der als Leitungswähler oder als Kombination aus einem ersten
Anrufsucher und. Leitungswähler benutzt werden kann; Fig. 5 c zeigt einen Teil der
Kontaktbank eines Leitungswählers; Fig.6 ist der Teilnehmerteil in der Zentralen-,Schaltung
Fig:7 zeigt einen Verteiler und einen A-Verbindungssatz; . -Fig. 8 zeigt einen B-Verbindungssatz
mit zugehörigem zweiten Anrufsucher und erstem Gruppenwähler; Fig. g zeigt einen
R-Verbindungssatz und den zugehörigen B-Verbindungssatz-Sucher und Speichersucher
Fig. io, ioa, und iob zeigen die Schaltung eines A-Speichers in einem Universalamt;
Fig. ii ist die Schaltung einer internen Verbindungsleitung, um einen Fehlanruf
von einem B-Verbindungssatz zu einem Handplatz zu führen; Fig. 12 zeigt eine interne
Verbindungsleitung, um ein Gespräch von einem Gruppenwähler nach einem handbedienten
Vermittlungsplatz zu führen; Fig. 13 ist eine abgehende Verbindungsleitung von einem
Universalamt nach einem anderen Universalamt; einem Strowgeramt oder einem Motorwähleramt;
Fig. 14 zeigt die Grundschaltung der Verbindungsleitung in verschiedenen Stadien
während des Wählens zwischen einem Universalamt und einem anderen; Fig. 15 ist die
Grundschaltung der Verbindungsleitung, die die verschiedenen Stadien des Wählens
zwischen einem Universal- und einem Strowgeramt erläutert; Fig. 16 ist ein ankommender
Verbindungssatz, wie er bei der Wahl zwischen einem Universalamt und einem anderen
benutzt wird; Fig.17 zeigt den T-Speicher-Verbindungssatz in einem Universalamt;
Fig. 18 ist die Schaltung des T-Speichcrs in einem Universalamt; Fig. zg ist eine
Zusammenstellungszeichnung, die zeigt, wie die verschieden numerierten Teilschaltbilder
zusammenarbeiten beim Wählen innerhalb eines Universalamtes; beim Feststellen der
Nummer des Anrufenden und bei der Wahl zwischen einem Universalamt und anderen Universalämtern,
Fernämtern oder mit Strowger- oder Motorwählern ausgerüsteten Ämtern; Fig. 2o ist
eine Zusammenstellungszeichnung; die die Verbindung der Schaltbilder zeigt beim
Wählen von einem Universalamt und einem Fernschnellamt (CLR-Fernamt) und bei der
Ermittlung der Nummer des Anrufenden; Fig.21 zeigt die Abgangsseite einer CLR-Verbindungsleitung
(Verbindungsleitung zum Fernschnellamt) ; Fig. 22 zeigt die ersten und zweiten CLR-Sucher
in einem Fernamt; Fig. 23 ist eine Verbindungsleitung zu einem CLR-Vermittlungsplatz;
Fig. 24 ist die Schaltung des Nummernanzeigers in einem CLR-Amt; Fig. 25 zeigt die
ersten und zweiten Identifizier-Sucher; Fig. 26 zeigt die Schaltung eines Identifizierverbindungssätzes
und einen Ausschnitt vom Arbeitsplatz eines Leitungsaufsichtsbeamten; Fig.27 zeigt
den dritten Identifiziersucher eines CLR-Amtes ; Fig. 28 zeigt einen Impulsgeber
im Zusammenhang mit den Identifiziersuchern eines Universalamtes; Fig. 2g zeigt
einen mit dem dritten Identifiziersucher verbundenen Impulsgeber; -
Fig.3o
ist die Grundschaltung einer Verbindungsleitung und zeigt die verschiedenen Wählstadien
zwischen einem Strowgeramt und einem Universalamt; Fig.3i zeigt die abgehende Übertragung
in einem Strowgeramt; Fig. 32 zeigt eine von einem Strowgeramt ankommende Leitungsschaltung,
die in einem Universalamt endigt; Fig. 33 ist die Grundschaltung einer Verbindungsleitung
und zeigt die verschiedenen Stadien beim Wählen zwischen einem Motorwähleramt und
einem Universalamt; Fig. 3: f zeigt die von eitlem Motorwähleramt ankommende Leitungsschaltung,
die in einem Universalamt endigt.
-
Die Beschriftung der meisten Schaltbilder und die schematischen Zusammenstellungszeichnungen
lassen erkennen, wie die Schaltungen zusammengehören, damit man den Aufbau der verschiedenen
Arten von Verbindungen verfolgen kann. Mehrpotentialwahl (Fig. i) Beschreibung der
Schaltung Die Mehrpotentialwählschaltung, die bei den weiter unten beschriebenen
Wählschaltungen verwendet wird, ist in Fig. i dargestellt. Sie besteht aus einer
Hochvakuumdoppeltriode oder -pentode V oder den entsprechenden getrennten Röhren
und einem gashaltigen Kaltkathodenventil GV mit zwei Steuerelektroden CE i und CE
2 und den beiden Hauptelektroden G und H
am Entladungsspalt. Eine Hochspannungsbatterie
von durchschnittlich 2io V liegt über Widerstände R i bzw. R 2 einerseits an der
Steuerelektrode CE i und Anode A i, und andererseits an der Steuerelektrode CE
2 und der Anode A2.
-
Aus der Tabelle Fig. i a läßt sich eine Reihe von Zusammenstellungen
von je drei Potentialen entnehmen, von denen zehn negativ und sechspositiv sind.
Die in Spalte EC aufgeführten Potentiale werden an die Kathode C von V angelegt,
während die in Spalte EG i aufgeführten an das Gitter G i von V, und die in Spalte
EG 2 genannten an das Gitter G 2 von V kommen. Wie später gezeigt wird, ist es für
die Betätigung des Steuerstromkreises erforderlich, daß EC, EG i und
EG 2 eine ganz bestimmte Reihe von Potentialen bilden. Die Potentiale lassen
sich durch ein Relais oder durch einen von der Teilnehmerscheibe gesteuerten Speicherwähler
auf die Gitter bringen, oder sie können auch ständig damit verbunden sein. Die Kathode
wird in allen Fällen mit dem in freier Wahl suchenden Arm SB verbunden, der
nach dem EC-Potential sucht, das das vorgewählte Paar von Gitterspannungen zu einer
vollständigen Potentialreihe ergänzt. -Die Röhren V und GV befinden sich in den
Speicherschaltungen (Fig. io) und in der abgehenden Verteilerschaltung (Fig. 7).
Die Speicherwähler befinden sich ebenfalls in der Speicherschaltung und die einzige
Verbindung, die die Röhrenschaltung mit den Wählerschaltungen hat, ist die Kathodenverbindung
mit dem Sucharm SB. In der Speicherschaltung dürften wegen der kurzen Verbindungsleitungen
keine Schwierigkeiten auftreten, den hohen Isolationswiderstand aufrechtzuerhalten,
der erforderlich ist, wenn die Potentiale durch die verhältnismäßig hochohmigen
Widerstände Ri bis R q. nicht merklich beeinflußt werden sollen. Der Prüfaderwiderstand
RT, über den das Kathodenpotential an die Klemme T gelegt wird, beträgt 6oo Ohm,
so daß der übliche Isolationswiderstand eines guten Fernsprechkabels keinen merklichen
Abfall in der tatsächlichen Spannung EC hervorrufen dürfte, die an der Kathode C
auftritt. Es ist wichtig, festzustellen, daß die höchste an die Gestellverkabelung
gelegte Prüfspannung -q.2 V und --E- 26 V beträgt. Die Hochspannungsbatterie mit
ihren durchschnittlich 2io V reicht nicht über die interne Verdrahtung innerhalb
der Speicher- und Verteilerschaltung hinaus.
-
Eine Hauptelektrode H des gashaltigen Ventils GV liegt an der Hochspannungsbatterie
(2io V); die andere Hauptelektrode G liegt über Relais GVR an Erde. Dieses Relais
ist so eingerichtet, daß es beim Zünden von GV mit größtmöglicher Geschwindigkeit
anspricht und seinen Ruhekontakt unterbricht. RSR stellt das Anlaßrelais in der
Speicher- oder Verteilerschaltung dar, das beim Anziehen den Stromkreis der ' Relais
A R und -P schließt, wobei ersteres das Anlaßrelais des Wählers und letzteres der
Wählerkupplungsmagnet der allen Zwecken dienenden Wählerschaltung (Fig. 5) ist.
Zuteilung der Prüfpotentialreihen Die verschiedenen Prüfpotentialreihen lassen sich
in der passenden Weise zuteilen. Die bei den nachstehenden Schaltungen verwendete
spezielle Verteilung ist in der Tabelle Fig. i a dargestellt. Es ist zu bemerken,
daß die zehn negativen Gruppen nacheinander den zehn Wählziffern i bis o zugeordnet
worden sind. Von den vorhandenen sechs positiven Gruppen sind vier für Sonderzwecke
vorgesehen, wie sie in der Spalte Verwendungszweck angegeben sind. Zwei positive
Potentialreihen bleiben in Reserve und lassen sich je nach der jeweiligen Gelegenheit
anderweitig für Sonderzwecke benutzen. Notwendigenfalls ließe sich die Anzahl positiver
Prüfpotentialreihen bis zehn erhöhen.
-
Die Spannung der Kathode gegen den Heizfaden darf nicht den von der
Herstellerfirma für die Röhre festgesetzten Höchstwert überschreiten, der im allgemeinen
um 5o oder 6o V herum liegt. Der Heizfaden wird aus der -48-Volt Batterie A gespeist.
. Die Arbeitsweise der prinzipiellen Wählerschaltung Es ist wohlbekannt, daß bei
manchen Pentoden und Trioden der Anodenstrom rasch ansteigt, wenn die negative Gittervorspannung
beim Abnehmen einen bestimmten Punkt überschreitet. Eine typische Gitterkennlinie
einer zur Verwendung in dieser Schaltung geeigneten Röhre ist in Fig. i b gezeigt.
Wenn die Kathode auf o V, Gitter G i auf --2 V und Gitter G2 auf -4. V liegt, so
fließt über Anode A i beträchtlich mehr Strom wie über Anode A 2. Dieser große Unterschied
im Strom durch die Widerstände R i und R2 entwickelt am Steuerspalt der gasgefüllten
Röhre GV eine Zündspannung, so daß die Röhre zündet und GVR erregt, was wieaerum
-7 R und P abfallen läßt.
Man sieht, daß alle in Fig. i a aufgeführten
Potentialreihen obige Forderung erfüllen, d. h. Gitter G= ist immer -2 V und Gitter
G2 -4 V gegen die Kathode. Wir nehmen nun an, daß der Speicher auf die negative
Potentialreihe Nr. -2 eingestellt sei mit Gitter G= auf - 8 V und Gitter G2 auf
-io V. Wenn RSR den Stromkreis von A R und P schließt, so läßt P den Sucharm SB
vorrücken, der bei einem normalen Gruppenwähler zunächst mit den Verbindungsleitungen
der Potentialreihe -i Verbindung macht, wo an der Kathode -2 V liegen. Da der Speicher
- 8 und -io V an die Gitter gelegt hat, so liegt nun Gitter GI an -6 V und Gitter
G2 an -8 V gegen die Kathode. Daher fließt wenig oder gar kein Strom über Rz und
R2; jedenfalls reicht der Strömstärkenunterschied zur Entwicklung einer Zündspannung
nicht aus.
-
Wenn wir annehmen, daß keine freien Verbindungsleitungen der Potentialreihe
Nr. -2 vorhanden sind, so schreitet der Sucharm SB weiter und prüft die nächste
Gruppe Verbindungsleitungen Nr. -3, und macht Gitter GI -f-2 V und Gitter G2 o V
gegen die ' Kathode. In diesem Fall fließt wohl Strom über Ri und. R2, aber der
Unterschied in der Stromstärke reicht zur Entwicklung einer Zündspannung noch nicht
aus. Daher kann die Schaltung erst arbeiten, wenn und nur wenn der Sucharm auf eine
Verbindungsleitung der Reihe -2 aufprüft, wo Gitter G= -2 V und Gitter G2 -9. V
wird und diese festgelegte Beziehung zwischen den an die Elektroden gelegten Spannungen
besteht.
-
Praktisch kann der Sucharm SB bei der Suche nach der größten positiven
Reihe +4 auch über Klenmmen laufen, die mit der negativsten Reihe -iö verbunden
sind; in diesem Fall nimmt Gitter GI +54V und Gitter G2 -f-52 V gegen die Kathode
an. Wie vorstehend bemerkt, fließt dann mehr oder weniger derselbe Strom über R
z und R?" so daß keine Zündspannung entstehen kann. Das Besetztmachen der gewählten
Verbindungs-,oder Anschlußleitung Die gewählte Verbindungs- oder Anschlußleitung
wird schließlich belegt gemacht, indem das Potential FC von der Klemme T weggenommen
wird; bevor dies aber getan werden kann, wird Klemme T, wie in Fig. i gezeigt, über
den Ruhekontakt von AR geerdet. Im Prüfaugenblick ist A R natürlich erregt und somit
keine Erde vorhanden. Die gashaltige Ventilröhre GU zündet 5o bis ioo ,us, nachdem
der Sucharm mit der richtigen Klemme T Kontakt gemacht hat. Dieses Ansprechen ist
praktisch momentan gegenüber der Geschwindigkeit, mit der mechanische Relais und
Kupplungen zum Arbeiten gebracht werden können. Relais GPR unterbricht seinen Ruhekontakt
in i bis 1,5 ms, und AR schließt seinen Ruhekontakt in 1,5 bis 2 ms, worauf Klemme
T belegt gemacht ist. Die Klemme T bleibt somit für einen Zeitraum von etwa 3 ms
ohne Schutz, während der die gashaltigen Ventilröhren andere Schaltungen äufprüfen
und zünden können: Es ist nicht zu erwarten; daß ein solches doppeltes Aufprüfen
häufig vorkommen wird; wenn es indessen eintritt; ergibt sich eine Doppelverbindung,
wofern keine Vorkehrungen für eine nachfolgende Prüfung auf Doppelverbindung auf
der a-Ader getroffen werden, nachdem der Wähler zum Halten gekommen ist. Diese Doppelprüfung
wird weiter unten beschrieben, wo die Schaltungen mehr im einzelnen betrachtet werden.
Dauerfreiwahl Ununterbrochene Freiwahl ist automatisch gegeben, da ein Wähler mit
der Freiwahl erst aufhört, wenn er eine freie Verbindungs- oder Anschlußleitung
ermittelt, die die Potentialreihe vervollständigt, die der Speicher oder Verteiler
angefangen hat. Ein Wähler sucht ein Leitungsbündel fortlaufend ab, bis eine Leitung
mit dem richtigen FC-Potential frei wird oder der Anrufende einhängt. Mehrfachprüfung
Zwei oder mehr Kathoden von verschiedenen Leitungen lassen sich parallel an denselben
Prüfarm legen. Der eine Röhrensatz mag beispielsweise auf Reihe -{-i und ein anderer
auf Reihe -3 eingestellt sein. Die Reihe, die zuerst vollständig wird, zündet das
entsprechende Gasventil, nicht aber das andere: Mehrfachprüfung wird im Leitungswähler
benutzt; sie wird beim Verfolgen einer Verbindung durch die Anlage beschrieben:
Mehrfachprüfung läßt sich auch für rasches Eintasten benutzen. Eine Beamtin kann
beispielsweise zehn Wählstellentasten mit den Potentialen -i EC bis -io FC verbunden
haben. Ein kurzes Drücken irgendwelcher Tasten zündet unmittelbar die entsprechende
Röhrenschaltung. Mehrfachprüfung läßt sich in vielen anderen Arten verwenden. Die
endgültigen Schaltungen Fig. = soll nur so viel zeigen, wie zur Erklärung der Grundprinzipien
der Wirkungsweise erforderlich ist. Die endgültigen Schaltungen können ganz anders
aussehen und verschiedene und sogar zusätzliche Ventile vorsehen. Während Relais
GVR direkt mit einer Hauptelektrode von GP einerseits und mit Erde andererseits
verbunden gezeigt ist; kann es sich als notwendig erweisen, außen noch einen Kondensator
und Widerstand anzuschließen, um nach dem Zünden von GV ein wirksames Ansprechen
von GPR sicherzustellen. Es ist erforderlich, daß GVR einen kräftigen Ruhekontaktdruck
von wenigstens 30 g aufweist, daß es diesen Ruhekontakt so schnell wie möglich"
unterbricht und gleich darauf hinreichend lange einen Arbeitskontakt schließt, um
ein abfallverzögertes Relais GSR zu erregen, das das Gasventil GTl entiönisiert,
worauf GLR abfällt.
-
Zahlreiche andere Schaltungen lassen sich angeben, die die Gitterkennlinie
benützen, beispielsweise Eine Schaltung ähnlich Fig. i; die aber anstatt Widerständen
einen Transformator T benutzt, wie in Fig. i c gezeigt. In allen anderen Beziehungen
sind Fig. i und i c gleich.
-
Durch Betrachtung von Fig. i b läßt sich sehen, daß sich dasselbe
Ergebnis erzielen läßt, wenn man einen einzigen Gitterarm benutzt, der mit den Gittern
zweier einzelner Trioden oder Pentoden von verschiedener Kennlinie verbunden ist,
oder indem man
eines der Gitter der beiden ähnlichen Röhren mit
dem einzelnen Gitterarm über eine besondere Vorspannbatterie oder etwas Entsprechendes
verbindet.
-
In der in Fig. i e gezeigten Abart ist das Gasventil GV von Fig. i
und =c durch ein Differentialrelais QR ersetzt. Solange der Strom in beiden Anodenkreisen'
der Röhre V etwa gleich groß ist, spricht Relais QR nicht an. Wenn aber die richtige
Potentialreihe angetroffen wird, wird der Strom durch die eine Wicklung viel größer
als der durch die andere, Relais QR spricht an und erfüllt dieselben Zwecke wie
Relais GVR in Fig. i und =c. Im übrigen ist die Arbeitsweise der Anordnung dieselbe
wie im vorhergehenden Fall. Die grundlegenden Wähl- und Verbindungsschaltungen Gleichstromversorgung
(Fig. i d) Das richtige Arbeiten der Mehrpotentialwahl erfordert eine verläßliche
Gleichspannungsversorgung und ein hinreichendes Maß an Spannungsstabilität. Folgende
Batterien sind erforderlich: Batterie A .-48 V, bestehend aus fünfundzwanzig Zellen,
die die Hauptspannungsquelle darstellt; Batterie B mit +2=o V, die aus hundert Zellen
besteht und als Hilfsbatterie dient; sie wird benutzt, um bei -f-50 V einen kleinen
Strom zur momentanen Betätigung von Relais in Reihe mit in Durchlaßrichtung geschalteten
Gleichrichtern zu liefern sowie einen kleinen Strom bei +7o V für einen momentanen
Stromstoß für den Gesprächszähler; einen kleinen Strom bei +2=o V zur momentanen
Betätigung der gashaltigen Ventilröhren; Batterie C mit -42 V, die einundzwanzig
Zellen umfaßt und die kleine negative Prüfbatterie zur Mehrpotentialwahl ist; Batterie
D mit -f-22 V, die elf Zellen umfaßt und bei der Mehrpotentialwahl die kleine positive
Prüfbatterie ist.
-
Batterie A ist die einzige Batterie von wesentlicher Größe. Die Batterien
C und D können die kleinsten im Handel gängigen Typen sein, während Batterie B kaum,
wenn überhaupt, größer sein muß. ' Die Batterien A, B und C liegen normalerweise
in Dauerladung, die erste an einem Ladegenerator, wenn die Stromentnahme stark ist,
und die beiden letzteren an Gleichrichtern. Zu Zeiten geringer Belastung und vielleicht
sonstwann können die Batterien B und C von den Ladeeinrichtungen abgetrennt werden.
Zu solchen Zeiten kann dann Batterie D von dem Gleichrichter geladen werden, der
normalerweise Batterie C in Dauerladung betreibt.
-
Das Potential der Hauptsammelschienen der Zentrale wird vermittels
eines Zellenschalters zwischen den Grenzwerten -48 V und -5i V gehalten. Es wird
nicht als notwendig erachtet, anderswo Zellenschalter anzubringen, da die geringe
Stromentnahme die Spannung an diesen anderen Punkten mehr oder weniger konstant
bleiben läßt.
-
Alle Batterien und ihre Schaltungen sind für eine nachladende Ladespannung
von 2,3 V ausgelegt.
-
Es wird angenommen, daß die Spannung der Zellen von Batterie A niemals
unter i,8 und selten unter 2 V abfällt. Es wird weiter angenommen, daß die Zellenspannung
von Batterie B nirgendwann unter 1,9 V absinkt, und es wird auch angenommen, daß
die Zellenspannung der Batterien C und D zwischen den Grenzwerten 1,9 und
2,1 V gehalten wird, doch können diese Grenzwerte wesentlich überschritten werden,
ohne den Betrieb zu stören.
-
Die Spannung der einzelnen Zellen der Batterien C und D muß zwischen
den Grenzen 1,7 und 2,5 V gehalten werden, obwohl Versuche zeigen, daß die obere
Grenze erhöht werden kann, ohne die Wählzuverlässigkeit zu gefährden. Die untere
Grenze von 1,7 V ist ohnehin die niedrigste Spannung, die irgendeine Akkumulatorenzelle
überhaupt zu irgendeinem Zeitpunkt haben sollte. Die Anlage ist für eine Durchschnittsspannung
von 2 oder 2,1 V pro Zelle berechnet, wobei letzterer Wert die übliche Spannung
ist, die sich ergibt, wenn eine Batterie in Dauerladung gehalten wird, wie das bei
Batterie C der Fall ist.
-
Die Zellen der Batterien A und B werden als Reserve
für die der Batterien C bzw. D gehalten. Die Umschaltung wird durch einen
mehrpoligen Umschalter mit zwei Stellungen bewerkstelligt. Es ist nicht erforderlich,
daß beim Umlegen des Schalters j ede Batterie dieselbe durchschnittliche Zellenspannung
besitzt. Batterie C kann beispielsweise an der unteren Grenze von 1,6 V pro Zelle
liegen, während Batterie A sich an der oberen Grenze von 2,3 V pro Zelle befindet,
oder umgekehrt. Wichtig ist nur, daß alle Zellen in jeder Batterie so weitgehend
wie möglich unter sich dieselbe Spannung haben und innerhalb der vorgenannten Grenzen
liegen sollen, und es ist nicht wesentlich, daß die Spannung der Zellen von Batterie
C dieselbe ist wie die derer von Batterie D.
-
Wenn die Spannungen EC (Fig. i a) an die t-Ader angelegt werden, ist
es wesentlich, daß andere an diese Ader zu anderen Zwecken als zum Ansprechen angelegte
Spannungen nicht innerhalb der Prüfspannungsbereiche kommen sollen, wie sie in der
Tabelle aufgeführt sind. Für solche anderen Zwecke kann die t-Ader Erde angelegt
haben, -48 V innerhalb der äußersten Grenzen von -46 bis -55, obgleich diese äußersten
Grenzen in normalem Betrieb nicht vorkommen, und +5o V innerhalb der äußersten Grenzen
von -f--45 und -f-55. Die wichtigen Spannungen sind die niedrigste negative Spannung
von 46 V und die niedrigste positive Spannung von 45 V.
-
Wenn wir wieder auf die Tabelle Fig. i a zurückkommen, so sind die
in Spalte EC genannten Spannungen diejenigen, die an den Kontakten T zu Prüfzwecken
benutzt werden. Das höchste negative EC-Potential, Nr. -=o, kommt von der neunzehnten
Zelle der Batterie C, die ein höchstes Potential von fast 44 V (normal 40 V) bei
einer durchschnittlichen Zellenspannung von 2,3 V haben kann. Da die Minimumspannung
von Batterie A -46 V beträgt, so besteht eine Differenz von mindestens 2 V zwischen
der maximalen Prüfspannung EC und der minimalen Betriebsspannung an T, eine Kombination,
die in normalem Betrieb nie auftritt. Dieser Unterschied ist indessen genügend groß,
um falsches Arbeiten zu verhindern. Wenn die Spannung EC Nr. -=o gleich der Spannung
von Batterie A werden dürfte, so könnte in Augenblicken der Mehrfachzählung von
Gesprächen falsches Wählen auftreten, wenn, und nur
wenn die im
Minimum vorliegenden - 46 V vor Batterie A kurzzeitig an Ader t angelegt
werden, urr das Mehrfachzählrelais LMR- ansprechen zu lassen, Das höchste positive
Potential EC, Nr: -E-6, beträgt -E-25 V, was genügend unterhalb der Minimalspannung
von Batterie B mit -E-45 V liegt.
-
Aus- vorstehendem ist zu ersehen, däß die Versorgung mit Prüf- und
anderen Potentialen zur Mehrpotentialwahl nicht schwierig oder kostspielig ist;
wenn man auf Verdrahtung und Absicherung genügend Sorgfalt verwendet, so ist eine
zuverlässige Mehrpotentialwahl gesichert; insoweit als die Gleichstromversorgung
beteiligt ist. . Mehrpotentialwählbetrieb Wählerschema (Fig. z) Allgemeines Im vorstehenden
wurde die Mehrpotentialwahl in ihrer Anwendung auf die Wähleinrichtungen innerhalb
des Amtes beschrieben. Für Verbindungen zwischen Ämtern 'wird zwischen den Speichern
A und T' eine direkte - Gleichstromimpulswahl verwendet. Zum besseren
Verständnis der Wählerschaltungen sollte man ein klares Bild von dem Wählerschema
haben, d. h. wie - die verschiedenen Schaltungen unter sich verbünden sind und in
welcher Reihenfolge - sie arbeiten. Ein typisches Wählerschema für ein Gebiet mit
einem Fassungsvermögen von zehn Millionen Leitungen ist in Fig. 2 schematisch gezeigt.
Dieser Plan folgt dem üblichen Schema des wohlbekannten Motorwählersystems. Die
Teilnehmerleitungen' endigen in den Kontaktbänken von ersten Anrufsuchern, Leitungswählern
sowie kombinierten Leitungswählern und Anrufsuchern, die kurz als kombinierte Schaltungen
bezeichnet werden. Die ersten Anrufsucher und kombinierten Schaltungen sind über
-A-Verbindungssätzen mit den Kontaktbänken von zweiten Anrufsuchern. verbunden,
die sich mit den ersten Gruppenwählern und- B-Verbindungssätzen zu den wohlbekannten
Verbindungsschaltungen zusammensetzen. Die Kontaktbänke der ersten Gruppenwähler
liegen an zweiten Gruppenwählern - usf. bis zu den Leitungswählern und kombinierten
Schaltungen. Bei Wählanlagen kleineren Umfangs werden die dann nicht benötigten
Gruppenwähler weggelassen.
-
Hilfsschaltungen sind der Verteiler und Anlasser, der R-Verbindungssatz
und der A-Speicher. - Abgehende Verbindungsleitungen lassen sich je nach den vorliegenden
Bedürfnissen an die Kontaktbank des ersten, zweiten, dritten oder vierten Gruppenwählers
anschließen und die ankommenden Verbindungsleitungen können an zweiten, dritten
oder vierten Gruppenwählern endigen, ebenfalls wie es die Verhältnisse erfordern.
-
Eine wesentliche Eigenschaft des Universalsystems ist es, daß alle
vieradrigen Wähler- und Anrufsucherschaltungen, die im Zug des Gesprächsaufbaus
liegen, aus einer der drei Formen der Universalwählerschaltung (Fig. 5) bestehen.
Ein A-Verbindungssatz (Fig: 7) aus zwei Relais wird benutzt, um eine kombinierte
Schaltung oder einen ersten Anrufsucher an die Kontaktbänke des zweiten Anrufsuchers
anzuschalten, und ein B-Verbindungssatz (Fig. 8) aus einem Relais F wird benutzt,
um den zweiten Anrufsucher mit dem ersten Gruppenwähler zu verbinden und die Verbindungsschaltung
zu bilden. Die gleiche universelle Wählerschaltung wird auch für ankommende Verbindungsleitungen
in Verbindung mit T-Verbindungssätzen benutzt, die aus Relaisgruppen bestehen, die
in Zahl und Anordnung je nach der Art des am anderen Ende angeschlossenen Amtes
variieren (s. Zusammenstellungsschema Fig. zg). Verteilung der Teilnehmerleitungen
Da das Universalsystem ein Dezimalsystem ist, sind die Teilnehmerleitungen in Blocks
oder Gruppen zu je hundert eingeteilt. Diese Leitungen endigen, wie eben erwähnt,
in den Kontaktbänken von ersten Anrufsuchern, Leitungswählern und kombinierten Schaltungen.
Die Teilnehmerleitungen sind in den Kontaktbänken der Leitungswähler und kombinierten
Schaltungen in numerischer Reihenfolge angeordnet, und diese Wähler beginnen ihre
Suche bei Leitung Nr.=. Diese Anordnung ist für die Ersten Anrufsucher nicht zweckmäßig,
da Teilnehmer Nr. zoo stets verhältnismäßig lange auf das Amtszeichen zu warten
hätte. Um diese Zeit herabzusetzen, wird jeder Block von hundert Teilnehmerleitungen
in zwei Untergruppen zu je fünfzig eingeteilt, die als obere, U, und untere Untergruppe
L bekannt sind. Diese beiden Untergruppen sind mit den oberen bzw. unteren Hälften
der Kontaktbänke der ersten Anrufsucher verbunden. Die ersten Anrufsucher sind entsprechend
in zwei Untergruppen eingeteilt, wobei die eine Untergruppe U ihre Ruhestellung
links hat und zunächst die obere Gruppe 'von fünfzig Leitungen bedient; während
die andere, L; ihre Ruhestellung rechts hat und zunächst die untere Gruppe von fünfzig
Leitungen bedient. Da kombinierte Schaltungen ihre Ruhestellung immer links haben
müssen, müssen Teilnehmer in der unteren Hälfte der Kontaktbank in den Hauptverkehrsstunden
stets etwas länger auf das Amtszeichen warten, wenn kombinierte Schaltungen benutzt
werden müssen; alle Teilnehmer haben etwas länger zu warten, wenn ihre zugehörigen
Anrufsucher erster Wahl alle besetzt sind und Anrufsucher der zweiten Wahl benutzt
werden. Die Wählrangfolge ist derart, daB ein Teihiehmer stets durch einen Anrufsucher
erster Wahl aufgesucht wird, falls einer frei ist; ist keiner frei, dann durch einen
Anrufsucher der zweiten Wahl, falls einer frei ist; und endlich durch eine kombinierte
Schaltung, wenn überhaupt kein Anrufsucher frei-ist. Verteilerschaltungen (Fig.7)
Jede Untergruppe von Teilnehmerleitungen U und L hat ihre eigene -Anlaß- und Verteilerschaltung.
Wenn ein Teilnehmer abhebt, so wählt der zugehörige Verteiler einen A-Verbindungssatz
erster Wahl, wenn einer frei ist, und wenn keiner frei ist, einen A-Verbindungssatz
zweiter Wahl, und wenn auch von diesen keiner frei ist, dann einen A-Verbindungssatz,
der mit einer kombinierten Schaltung verbunden ist. Auf keinen Fall wird für eine
bestimmte Verbindung mehr als ein A-Verbindungssatz gewählt. Wenn zwei Teilnehmer
derselben Fünfzigergrüppe gleichzeitig
abheben, so muß einer von
ihnen warten, bis der zuerst vom A-Verbindungssatz Erreichte zum Speicher durchverbunden
ist. Unter normalen Verkehrsverhältnissen dauert dies etwa z Sekunde.
-
Verteilung der ersten Anrufsucher und kombinierten Schaltungen Die
beiden Untergruppen der ersten Anrufsucher U und L und die kombinierten Schaltungen
sind mit den Kontaktfeldern der zweiten Anrufsucher über A-Verbindungssätze verbunden.
Es ist üblich, diese Untergruppen aufzuspalten, und sie nach zwei oder drei Gruppen
von Verbindungssätzen zu führen, um den abgehenden Verkehr so besser zu verteilen.
Um die Freiwahlzeit zu verkürzen, sind die zweiten Anrufsucher, die zu den Verbindungssätzen
gehören, ebenfalls in zwei Untergruppen eingeteilt, nämlich eine obere,
U, und eine untere, L, mit den Ruhestellungen links bzw. rechts. Die
Aufnahmefähigkeit der Kontaktbänke der zweiten Anrufsucher ist hundertzwanzig. Somit
sind sechzig A-Verbindungssätze mit der Untergruppe U und sechzig mit der
Untergruppe L
verbunden. Wenn ein Teilnehmer abhebt und der zugehörige Verteiler
einen A-Verbindungssatz zuteilt, so markiert er auch die passende Gruppe von B-Verbindungssätzen
als erste Wahl für die R-Verbindungssätze, die alle gleichzeitig durch den Verteiler
zur Freiwahl angelassen werden. Wenn der A-Verbindungssatz mit der oberen Hälfte
des zweiten Anrufsucherkontaktfeldes verbunden ist, so wird er von einem zweiten
Anrufsucher der U-Gruppe oder der ersten Wahl aufgesucht, falls einer frei ist.
Das Finden der anrufenden Leitung Nachdem der Verteiler einen freien A-Verbindungssatz
gewählt hat, steuert er den zugehörigen ersten Anrufsucher oder je nachdem die kombinierte
Schaltung zu der anrufenden Leitung hin. Anordnung der B-Verbindungssätze, R-Verbindungssätze
und A-Speicher Die U- und L-Gruppen der B-Verbindungssätze sind mit den ungeradzahligen
bzw. geradzahligen Klemmen in den Kontaktfeldern der B-Verbindungssatzsucher der
R-Verbindungssätze verbunden. Die R-Verbindungssatzsucher sind achtarmig, und ihre
Bänke können sechzig Verbindungen aufnehmen, eine Anzahl, die mehr oder weniger
mit der Zahl der Verbindungsleitungen übereinstimmt, die erforderlich ist, um ein
volles Feld von hundertzwanzig A-Verbindungssätzen zu bedienen. Infolge dieses Zusammentreffens
ist eine Gruppe von R-Verbindungssätzen für jede Gruppe von B-Verbindungssätzen
oder Verbindungsleitungen vorgesehen. Die R-Verbindungssätze sind von zwei Anlaßrelais
BSRz und BSR2 abhängig. Wenn sich BSR z erregt, läßt es alle freien R-Verbindungssätze
zur Freiwahl an und macht in erster Linie alle freien B-Verbindungssätze der U-Gruppe
zugänglich. Erregt sich BSR 2, so veranlaßt es ebenfalls Freiwahl aller freien R-Verbindungssätze,
macht ihnen aber in erster Linie die L-Gruppe der B-Verbindungssätze zugänglich.
Wenn alle B-Verbindungssätze erste Wahl belegt sind, wird als zweite Wahl automatisch
die andere Gruppe zugänglich gemacht.
-
Jede senkrechte Anschlußreihe im Kontaktfeld des mit einem A-Verbindungssatz
verbundenen Verteilers ist ebenfalls mit dem entsprechenden Relais BSR verbunden.
Da die A-Verbindungssätze auf zwei oder drei Gruppen von Verbindungssätzen verteilt
sind, sind zwei oder drei Relais BSR z und BSR 2 entsprechend der Kontaktbank des
Verteilers in Vielfach gelegt.
-
Die Speichersucher der R-Verbindungssätze sind ebenfalls achtarmige
Freiwähler mit sechzig Anschlüssen. Ihre Bänke sind mit den A-Speichern verbunden.
Wenn die Anzahl Speicher weniger ist als sechzig, so sind manche Speicher zweimal,
eventuell dreimal in Vielfach gelegt, um Freiwahlverzögerungen infolge unbelegter
Klemmen zu vermeiden. Die Wahl des A-Verbindungssatzes Der Verteiler erregt das
passende BSR-Relais sofort nach der Belegung des A-Verbindungssatzes. Relais BSR
erregt alle freien B-Verbindungssatz-Sucher in der Gruppe und ein B-Verbindungssatz
der Untergruppe erster Wahl wird mit einem R-Verbindungssatz verbunden, wenn ein
B-Verbindungssatz in dieser Untergruppe frei ist; wenn nicht, so wird ein B-Verbindungssatz
in der anderen Untergruppe oder Gruppe zweiter Wahl gewählt. Der R-Satz veranlaßt
unmittelbar nach der Belegung eines freien B-Satzes die Speichersucher zur Freiwahl
und Suche nach einem freien A-Speicher. Die Freiwahlzeit nach dem B-Satz und die
anschließende Freiwahl nach dem A-Speicher ist unter normalen Betriebsbedingungen
sehr kurz.
-
Unmittelbar nachdem der A-Speicher angeschaltet ist, steuert er den
zweiten Anrufsucher nach dem anrufenden A-Satz.
-
Wenn die Teilnehmerleitung in der Bank des ersten Anrufsuchers günstig
liegt, wird sie zuerst von dem ersten Anrufsucher erreicht. Wenn aber der A-Satz
verhältnismäßig günstiger im Feld des zweiten Anrufsuchers liegt, kann es sein,
daß zuerst er vom zweiten Anrufsucher erreicht wird. Wenn beide Wählvorgänge beendigt
sind, ist der Teilnehmer nach dem Speicher durchgeschaltet und bekommt Amtszeichen.
Die Geschwindigkeiten von Anrufsucher und Wähler Die Freiwahl der vieradrigen ersten
und zweiten Anrufsucher vollzieht sich mit einer Geschwindigkeit von hundert Schritt
in der Sekunde. Die Kontaktbank hat hundertzweiundzwanzig Anschlüsse, und die zum
Überwechseln an jedem Ende des Feldes erforderliche Zeit entspricht etwa fünf Anschlüssen,
so daß, in Schritten gerechnet, die gesamte zurückgelegte Strecke für einen kompletten
Zyklus hundertzweiunddreißig beträgt. Mit anderen Worten, der Wähler macht seinen
vollen Rundgang in 1,32 Sekunden.
-
Die achtadrigen Hilfssucher bewegen sich mit sechzig Schritt in der
Sekunde. Das Aufnahmevermögen der Bank eines achtadrigen Suchers ist einundsechzig,
und somit ist unter Berücksichtigung des Umwechselns an beiden Enden die gesamte
zurückgelegte
Strecke in Schritten gerechnet eirundsiebzig. Mit anderen Worten, ein achtarmiger
Wähler überstreicht seine volle Kontaktbank in 1;2 Sekunden.
-
Die Bewegung der Gruppenwähler und letzten Gruppenwähler läßt sich
verschieben, bis die Ziffer gewählt worden ist, oder die Bewegung kann auch unmittelbar
nach Beginn des Wählers einsetzen. Im ersten Fall wäre eine Bewegung mit großer
Geschwindigkeit erforderlich, um Verzögerungen in solchen Fällen zu vermeiden, wo
die zu wählende Verbindungsleitung am anderen Ende der Kontaktbank liegt. Im zweiten
Fallassen sich geringere Geschwindigkeiten anwenden, so daß der Wähler ein kurzes
Stück hinter der ablaufenden Nummernscheibe hinterdreinläuft. Dies ist das beim
Universalsystem benutzte Verfahren und: die gewählte Geschwindigkeit beträgt sechzig
Schritt in der Sekunde bei den zehn Gruppen von Verbindungsleitungen, die über die
erste oder obere Hälfte der Kontaktbank, wie in Fig.4 gezeigt, verteilt sind. Bei
einer Anordnung wie der in Fig.4 gezeigten, erreicht der Wähler Stellung 8 oder
9 zu dem Zeitpunkt, wo das Wählen aufhört, wenn beispielsweise die Ziffer o gewählt
worden ist, und die nachfolgende Freiwahl wäre sehr kurz, falls eine oder mehrere
der einzelnen Verbindungsleitungen frei sind, jedoch etwas länger, falls eine seitlich
versetzte Verbindungsleitung in der unteren Hälfte gewählt werden muß. -Da die Zehnerstellungen
in den Leitungswählern zehn Schritte auseinanderliegen, kann der Leitungswähler
sich mit derselben Geschwindigkeit, wie die Anrufsucher bewegen, nämlich hundert
Schritte in der Sekunde. Um bei der Wahl der Einerstellen ein Überschießen zu vermeiden,
wird die Wahl verschoben, bis die Einerstellen durchgewählt worden sind. Das folgende
Nachlaufen des Wählers ist bei seiner Geschwindigkeit von hundert Schritten in der
Sekunde natürlich sehr kurz.
-
Gesamtzeit bis zum Erhalt des Amtszeichens Sobald ein erster Anrufsucher
zur Freiwahl anläuft; holt sich ein R-Satz einen B-Satz und sodann einen A-Speicher,
worauf der Speicher den zweiten Anrufsucher veranlaßt, den ersten Anrufsucher zu
belegen. Der Anrufende erhält Amtszeichen vom Speicher, wenn sowohl der erste wie
der zweite Anrufsucher mit ihrer Wahl fertig sind. Die Freiwahlzeit des ersten Anrufsuchers
unter verschiedenen Betriebsbedingungen ist in Tabelle I und die des zweiten Anrufsuchers
in Tabelle II gezeigt. Da die beiden Freiwahlvorgänge gleichzeitig ablaufen, so
wird die Zeit, nach der der Anrufende Amtszeichen erhält, durch den am längsten
dauernden von ihnen entschieden. Es ist ersichtlich, daß in den meisten Fällen der
zweite Anrufsucher mit der Verbindung zuletzt fertig sein wird. Die Durchschnittszeit
bis zum Ertönen des Amtszeichens errechnet sich zu 1,15 Sekunden mit einem Minimum
von o,8 Sekunden und einem Maximum von 2,4 Sekunden. Dieses Maximum tritt allerdings
nur einmal bei etwa hundert Gesprächsverbindungen auf.
-
Die obererwähnten Wählerumlaufgeschwindigkeiten, auf Grund derer die
Tabellen I und II berechnet sind, lassen sich sicher einhalten, und sie sind bereits
beträchtlich überschritten worden.
| Tabelle I |
| Verzögerung des Amtszeicheneinsatzes in Sekunden infolge des
ersten Anrufsuchers |
| A-Sätze |
| Erste Wahl (800/0) Zweite Wahl (2o0/0) Durchschnitt |
| I b ( b b |
| z: Verteiler spricht an . . . . . . . . . .. o,15 0,15 0,15
0,20 0;20 0;2o 0,16 o,16 o,16 |
| 2. Anrufsucher spricht an . . . . . . . 0,20I 0;45I 0,70I
0,95 |
| z,20' 1,45 |
| 0,35I o,öo |
| o,84 |
| Summe.. ................ .... 0,35 o,öö o,85 I
1,15 I 1,40 1,65 0;5z' o,76 z,00 |
| a = Leitung Nr: i 5, Erste Wahl Durchschnitt für alle Leitungen |
| b = Leitung Nr. 5o 5. Zweite Wahl vierzehn Verbindungen pro
hundert Leitungen in allen Fällen o,73 Sekunden |
| c = Leitung Nr. ioo q. Kombiniert Daten: E. B: H. C= 1,5 |
| H. T. . . = 2 Minuten |
| P. . ..... = 0,001 |
| Tabelle II |
| Verzögerung des Amtszeicheneinsatzes in Sekunden infolge
des zweiten Anrufsuchers |
| B-Sätze |
| Erste Wahl (9ö /) - Zweite Wahl (io o/) Durchschnitt |
| a I b I c a I b 1 c I a j b I c |
| Verteiler läßt R-Sätze an . . ....... 0,15 0,15 0,15 0,20 0,20
0;20 0,15 0,15 0,15 |
| R-Satz wählt B-Satz . . . . . . . . . . . . . o;25 0,25 0,25
0,25 0,25 0,25 0,25 0,25 0;25 |
| R-Satz wählt B-Speicher ......... 0,20 0,20 0,20
6,35 0,35 0,35 0,22 0,22 0,22 |
| 2: Anrufsucher wählt A-Satz ...... 0,20 0,50 0,80
1;0ö 1,30 1,6ö o,28 0,58 0,72 |
| Zusammen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,8ö I
1,i0 ! 1,40l 1,8o I 2,10 I 2,40 , 0,90 1 1,20 I 1,34 |
| a - Ohne Freiwahl durch zweiten Anrufsucher c = Maximale Freiwahl
durch zweiten Anrufsucher |
| b = Durchschnittliche Freiwahl durch zweiten Anrufsucher Mittelwert
über alle Fälle genommen 1,15 Sekunden; |
Gesamtzeit bis zum Frei- oder Belegtsignal Von Augenblicken mit
Spitzenlast abgesehen, wo alle Verbindungsleitungen belegt sind und andauernde Freiwahl
stattfindet, folgt der Wähler eng dem Ablauf der Nummernscheibe, nur daß, wie oben
erwähnt, die Einerwahl bis zur völligen Ankunft der Einerstelle verschoben wird.
Da der Leitungs- oder kombinierte Wähler sich mit einer Geschwindigkeit von hundert
Schritten in der Sekunde bewegt, wird auf die angerufene Leitung o,2 bis
0,3 Sekunden, nachdem die Nummernscheibe zur Ruhe gekommen ist, aufgeprüft.
Unmittelbar darauf folgt je nachdem Belegtzeichen oder Freizeichen.
-
Es ist zu unterstreichen, daß in den Fällen, wo beim Universalsystem
Verzögerungen durch durchdrehende Freiwahl eintreten, der Anruf bei allen anderen
Systemen, das Motorsystem ausgenommen, überhaupt vergebens wäre, da dort keine Mittel
vorhanden sind, um in Augenblicken von Spitzenlast einen Anruf zu speichern, wenn
alle Verbindungsleitungen belegt sind. Arbeitsweise der Wähleinrichtungen (Fig.
3) Aufsuchen des anrufenden Teilnehmers durch den ersten Anrufsucher In Fig. 3 sind
nur ein paar wesentliche Ausschnitte aus den Schaltungen dargestellt. Weitere Einzelheiten
und die ausführliche Beschreibung der Schaltungen folgen weiter unten. Der Antriebsmagnet
PSi des ersten Anrufsuchers oder der kombinierten Schaltung (Fig. 7) und Relais
A R erregen sich über den Ruhekontakt von GVR in der Verteilerschaltung (Fig. 7),
wenn Relais GR anspricht. A R trennt Arm T i von der Belegungserde der Ader t und
verbindet ihn statt dessen über die a-Ader mit der Kathode c von Ventil V. Das Potential
EC (s. Fig. i a) ist im Falle eines Teilnehmers, der abhebt, Nr. --f-2 und liegt
an Klemme 6 der Kontaktbänke des ersten Anrufsuchers, Leitungswählers und der kombinierten
Schaltungen (Fig. 3a) über den Arbeitskontakt des Teilnehmerrelais (Fig. 6).
-
In Fig.3 ist angenommen, daß die Kontaktbankanschlüsse des Leitungswählers
und ersten Anrufsuchers in einem ungebrochenen Vielfach liegen, so daß der erste
geprüfte Anschluß T der erste Zehner-oder Belegtschritt BP ist, mit dem das
Potential EC Nr. +:i verbunden ist (Fig: i a). Die Schritte i und :z sind als frei
eingezeichnet und mit ihren negativen Potentialen Nr. - i bzw. - 2 verbunden. Die
Schritte 3, 4 und io sind im Ortsverkehr angerufenen Teilnehmern zugehörig eingezeichnet
und somit über das Mehrfachzählrelais LMR in Reihe mit Gleichrichter S (-) geerdet
(s. Fig. 3a). Schritt 5 gehört zu einem Teilnehmer, der abgehoben hat, und ist offen
(s. auch Fig. 3). Klemme 6 liegt, wie oben erwähnt, an dem positiven Potential Nr.
-f-2, das dem Fall des Abhebens entspricht. Schritt 7 ist frei und mit seinem normalen
Potential EC Nr. - 7 verbunden. Anschluß Nr. 8 ist direkt geerdet, ein vorübergehender
Zustand, der beim Wählen auftritt. Anschluß 9 liegt an EC Nr. -f-4, das Leitungsidentifizierpotential,
das an die t-Ader der anrufenden Leitung gelegt wird, wenn das Identifizierrelais
IR anspricht (s. Fig. 3a). Anschluß ii ist der zweite Zehner- oder Belegtschritt
BP und mit EC Nr. -f- i verbunden. Einer dieser BP-Schritte erscheint vor
und hinter jeder Zehnergruppe von Leitungen in den Kontaktfeldern der Leitungswähler
und auch in denen der ersten Anrufsucher, falls das Vielfach gemeinsam ist. Die
folgenden Klemmen i, 2, 3 und 5 sind als frei eing@zeichnet und bilden einen Sammelanschluß.
Anschluß 4 ist eine freie Einzelleitung eines Teilnehmers. Man bemerke, daß die
Sammelanschlußleitungen nicht in einer Zahlenreihe zu liegen brauchen, daß aber
alle Anschlüsse zwischen demselben Paar von BP-Schritten liegen müssen.
-
Relais FR des Verteilers (Fig. 3) verbindet EG z -E- 2 und EG 2 -[-
2 mit den Gittern G x bzw. G 2 der Röhre V, so daß, wenn Arm T= Schritt 6 erreicht,
an dem EC + 2 liegt, und nur bei diesem Kontakt, die notwendige Potentialreihe vollständig
ist, V GV zünden läßt und GP GYR betätigt und somit den Stromkreis von PS z und
A R unterbricht. Der Abfall von PS i hält den ersten Anrufsucher auf den
Kontakten der anrufenden Leitung fest, und AR macht über seinen Ruhekontakt Kontakt
T rasch gegen Erde belegt. Kurz darauf erregt sich das Trennrelais COR, und das
Potential EC wird weggenommen. Der Zustand der t-Ader ist dann wie in Fig. 3 a gezeigt.
Das Aufsuchen des ersten Anrufsuchers durch den zweiten Anrufsucher Wenn ein freier
R-Satz, B-Satz und Speicher gewählt worden sind, so spricht RBR in der Speicherschaltung
(Fig. 3) an, und Erde auf der b-Ader über die Ruhekontakte von GVRi und GVR2 betätigt
AR und sodann PS 2 des zweiten Anrufsuchers. AR trennt Arm T2 von der Belegungserde
und verbindet ihn statt dessen mit der a-Ader und den Kathoden der Ventile V i und
V2. EG r + 3 und EG2 + 3 liegen normalerweise an Gitter G i bzw. G
2 von V i und EG i +i und EG2 + i an den Gittern von Y2.
Letzteres
ist in diesem Stadium nicht beteiligt, da kein Potential EC +i am T-Kontakt irgendeines
zweiten Anrufsuchers liegt.
-
Wenn Arm T2 in Freiwahl dreht, kann er sechs verschiedene mögliche
Zustände antreffen: (i) Kontakt i, 3 und 7: t-Ader geerdet über das Mehrfachzählrelais
LMR und Gleichrichter S (-) (s. Fig. 3a). Dies bedeutet, daß die ersten Anrufsucher
durch abgehendeVerbindungenbelegt sind. (2) Kontakt 4: t-Ader direkt an Erde, was
bedeutet, daß soeben nach einer anrufenden Leitung gesucht wird. (3) Kontakt 5:
t-Ader an positiven 50 V aus der Batterie, was angibt, daß eben das Identifizierreiais
IR betätigt wird. (4) Kontakt 9: t-Ader an 48 V negativer Spannung aus der Batterie,
was angibt, daß eben eine Mehrfachzählung stattfindet. (5) Kontakt 2: t-Ader offen,
was angibt, daß ein B-Satz zweiter Wahl nicht zugeteilt ist. (6) Kontakt 8: t-Ader
an Potential EC + 3. Dies ist das Potential, das den anrufenden A-Satz kennzeichnet,
und wenn es festgestellt wird, dann zündet V i das Ventil GV i.
-
Die größte Anzahl von A-Sätzen, die mit derselben vollen Kontaktbank
eines zweiten Anrufsuchers verbanden
werden können, an denen EC
+3 gleichzeitig auftreten kann,. ist gleich der Anzahl in Tätigkeit befindlicher
Verteilerschaltungen, die zu der entsprechenden Gruppe B-Sätze Zugang haben.
-
Wählvorgang durch die Gruppenwähler (Big. 3) Wenn der Teilnehmer wählt,
so rückt der Speicher-Wähler ED im Speicher seine Arme DB i und DB 2
auf die
der gewählten Ziffer entsprechenden Kontakte, und die entsprechenden Potentiale
EGz und EG2 werden an die Gitter G i und G?, von Ventil V i angelegt. Wenn ein Speicherwähler
ED von Stellung o nach i vorrückt, schließt er den Grundstromkreis, indem er: Relais
RSR -und nebenbei auch das abfallverzögerte. Relais PRR ansprechen läßt. RSR trennt
das Speicherauslöserelais RRR von der b-Ader und die beiden doppelten Prüfrelais
R T i R .und. R T 2 R von der a-Ader und legt statt dessen' Erde an die b-Ader über
die Ruhekontakte von GVRi und GVR2 und verbindet die a-Ader mit den Kathoden Ci
und C g, von GV i und GV 2. Relais A R und Kupplung PS3 des
Gruppenwählers sprechen an, und der Wähler sucht nach einer freien Verbindungsleitung
mit demjenigen Potential EC, das die durch den Ziffernspeicher ED eingestellte Potentialreihe
vervollständigt. Wenn diese Reihe vollständig ist, zündet V i das Ventil G V i,
worauf G VR i anspricht und die Erde von der b-Ader wegnimmt. Die Relais RSR; AR
und der Magnet PS3 lassen rasch los, und der Wähler kommt zur Ruhe auf den Kontakten
der Verbindungsleitung, die zu dem gewählten zweiten Wähler führt. GVRz betätigt
GSRi. GSRi löscht das Gasventil GVr, worauf GVRi abfällt und seinerseits GSR i abfallen
läßt. GSR i ist abfallverzögert und erlaubt Zeit zur Entionisierung von GVi und
damit sich RSR nicht zu früh erneut erregen kann, was sonst auftreten würde, da
eine Seite des Stromkreises von RSR beim nächsten Speicherwähler ED mit Batterie
verbunden gefunden wird,. falls der Anrufende rascher wählt, als der Wähler nachkommt,
wie dies oft der -Fall ist. Wenn A R abfällt, macht es die gewählte Verbindungsleitung
vorübergehend über einen Ruhekontakt nach Erde belegt.
-
Wenn PS3 abgefallen ist, machen die Arme A, B und C Kontakt mit der
Verbindungsleitung zu dem Wähler dahinter, und es bildet- sich ein Stromkreis von
Erde über Widerstand R i, Kopfkontakt ONC 4
des gewählten Wählers, Ader a,
Ruhekontakt von RSR, Hochohtnwicklung von Prüfrelais RTi R zur Batterie: RTi R spricht
an und legt parallel zu seiner Hochohmwicklung seine Niederohmwicklung in Reihe
mit dem niederohmigexi Prüfrelais RT2R und macht die Verbindungsleitung zu einem
gleich zu erklärenden Zweck belegt. RT2R spricht an, und. wenn GVRi seinen Ruhekontakt
schließt, bildet sich -ein Stromkreis -von Erde über Ruhekontakt GVRi, Ruhekontakt
GVR2, Ruhekontakt RSR,- Arbeitskontakt PRR, Arbeitskontakt RT 2 R, Ruhekontakt
RER und die Wicklung des weitergebenden Steuerwählers E0 nach Batterie. E0 spricht
an und rückt einen Schritt. vor, wobei es den Speicher zur Steuerung des nächsten
Wählers durch die nächste gespeicherte Ziffer umstellt. PRR; dessen Stromkreis gleichzeitig
mit dem von RSR `unterbrochen worden war, hält, da es abfallverzögert ist, seinen
Arbeitskontakt, nachdem GVR z wiederum seinen Ruhekontakt geschlossert hat,
hinreichend lang geschlossen; um den rasch ansprechenden Steigradwähler E0 über
die eben beschriebene Schleife ansprechen zu lassen.
-
Der Kopfkontakt ONC4 öffnet sich, wenn der Wähler die Ruhelage verläßt;
bevor dies aber der Fall ist, werden die Kathoden der Ventile V i und V 2 mit der
a-Ader durch RSR verbunden. Da eine Erdung keine der Potentialreihen vervollständigen
kann, sprechen die Ventilröhren nicht an. Alle Gruppenwähler arbeiten in genau derselben
Weise. Doppelprüfung Zwei oder mehr Wähler können im gleichen Zeitraum von 3 ms
auf dieselbe Verbindungsleitung aufprüfen. Wenn dies der Fall ist, sind die Arme
A der zwei oder mehr Wähler parallel mit demselben Prüfwiderstand R i verbunden.
Alle. Prüfrelais RT i R ziehen an; sollten aber zwei oder mehr ihren Arbeitskontakt
gleichzeitig schließen, so fällen alle ab, weil RT i R @ so eingestellt ist,
daß es abfällt, wenn der Strom durch seine niederohmige Wicklung so stark absinkt.
Praktisch mögen die Relais RT i R vielleicht kurzzeitig brummen, aber früher
oder später schließt ein Relais seinen Arbeitskontakt zuerst und sperrt die anderen
wirksam aus. Die Speicher; die bei einer Doppelprüfung als zweitbeste hervorgehen,
schließen einen Stromweg über. den Ruhekontakt von R T 2 R anstatt über den Arbeitskontakt,
wie zuvor erläutert, und dadurch betätigen sie das Belegtrelais DAR des R-Satzes
über Arm C des Speichersuchers. DAR.
läßt die bis dahin aufgebaute Verbindung
bis zum ersten Gruppenwähler zurück einschließlich zusammenfallen und sendet ein
Belegtzeichen zum Anrufenden, was der Anrufende vernimmt, wenn er nach beendeter
Wahl den Hörer ans Ohr legt. Wahl durch den Leitungswähler Der Leitungswähler führt
zwei Wählvorgänge durch statt des einen, den der Gruppenwähler vorninuut. Er wählt
zunächst die spezielle Gruppe von zehn Leitungen, die der Zehnerstelle entspricht,
worauf er die gewünschte Leitung in der gewählten Zehnergruppe aussucht. Da eine
doppelte Prüfung nicht erforderlich ist, wenn erst einmal der Leitungswähler erreicht
ist, spricht Relais RGR an, wenn E0 den Zehnerwählschritt erreicht. Wenn somit der
Zehnerstellenspeicherwähler ED auf Schritt i geht, spricht RSR an, nicht aber PRR.
Die Arme DB i und DB 2
des Zehnerstellenspeicherwählers werden durch
nicht eingezeichnete Schaltmittel abgetrennt, und Ventil V i kann nicht ansprechen.
Vor jeder Gruppe von zehn Leitungen befindet sich in der Bank; wie bereits erwähnt,
ein Zehnerschritt oder Belegtschritt, der an E-C + i liegt, so daß immer, wenn Arm
T 4 des Leitungswählers einen Zehnerschritt prüft, V?, das Ventil GV2 zündet und
umgekehrt GVR2 das Relais GSR 2 ansprechen läßt. Jedesmal, wenn GSR 2 anspricht,
schaltet es einen Zählwähler EC um einen Schritt weiter über den Ruhekontakt von
RFR. Durch nicht gezeichnete Schaltmittel spricht RFR
an, nachdem
der zweitletzte Impuls der gewählten Ziffer hereingeschickt wurde. Wenn beispielsweise
die Zahl 6 gewählt wird, so spricht RFR an, nachdem der fünfte Impuls eingegangen
ist, und wenn auf den sechsten Impuls GSR2 anspricht, so spricht E0 anstatt EC an.
E0 stellt den Speicher für die folgende Einerwahl um.
-
Der Einerspeicherwähler wird angeschaltet und die Einer werden ebenso
durchgewählt. Wenn das zur Vervollständigung der Potentialreihe erforderliche Potential
EC erreicht ist, zündet das Ventil GV i. RSR spricht an, und der Leitungswähler
kommt auf der gewünschten Leitung zum Stehen. Wenn bei dieser letzten Wahl GSRi
anspricht, veranlaßt es den R-Satz, Rufstrom auf die gewünschte Leitung zu geben.
-
Sammelanschlußgruppen in Leitungswählerbänken Wie in Fig. 3 gezeigt,
wird eine Sammelanschlußgruppe zusammengestellt, indem man der erforderlichen Anzahl
von Einzelleitungsschritten dasselbe Potential EC erteilt. Die Gruppe muß aber zwischen
demselben Paar von Belegtschritten liegen. Der Leitungswähler arbeitet in derselben
Weise, ob er einen Einzel- oder einen Sammelanschluß wählt. Angerufene Leitung ist
belegt Eine Leitung wird belegt gemacht, indem man das Potential EC von Kontakt
T wegnimmt oder eine direkte Erde an Kontakt T legt. In beiden Fällen ist der Leitungswähler
nicht in der Lage, die Potentialreihe voll zu machen, und somit rückt er zum nächsten
Zehnerschritt weiter, der am Potential EC + i liegt. Die Speicherschaltung ist so
angeordnet, daß, wenn der Leitungswähler auf einem derartigen Zehnerschritt aufprüft,
V 2 das Ventil GV 2 zündet. GV 2
läßt GVR2 anziehen, was seinerseits
GSR2 ansprechen läßt. RFR erregt sich, und GSR2 läßt E0 noch einen Schritt vorrücken,
in diesem Fall nach Schritt 7, und erdet dabei den C-Arm des R-Satzes. Das Belegtrelais
DAR spricht an, läßt die Verbindung bis einschließlich zum ersten Gruppenwähler
zurück zusammenfallen und legt Belegtzeichen an die anrufende Leitung. Anrufe mit
verkürzter Nummer Normalerweise wird der Speicher erst freigegeben, wenn sämtliche
Stellen durchgewählt sind. Es gibt aber viele Verbindungen, wo nur eine, zwei oder
drei Stellen zu wählen sind. Um den Speicher bei solchen Verbindungen freizugeben,
legt die gewählte interne Verbindungsleitung statt der üblichen Batteriespannung
über ein A R-Relais kurzzeitig Erde an die b-Ader. Wenn RSR abfällt und seinen Ruhekontakt
schließt, so spricht das mit Batterie verbundene Relais RRR an und gibt den Speicher
frei. Der Speicher kann in jedem Stadium freigegeben werden, wenn die b-Ader geerdet
wird. Fehlanruf Wenn eine Leitung Erdschluß bekommt oder der Teilnehmer 3o Sekunden
nach dem Abheben noch nicht gewählt hat, so betätigt der Zeitschalter
TA
des Speichers das Relais RER. Relais RER erregt Relais RSR, und der erste
Gruppenwähler macht Freiwahl wie üblich. Da der Speicherwähler die Ausgangsstellung
noch nicht verlassen hat, sind die Gitter von Röhre V i mit den Potentialen EG i
-i- 3 und EG2 -f-3 verbunden. Mit den Kontaktbänken der ersten Gruppenwähler sind
einige Fehlanrufadern zum Leitungsaufsichtsbeamten verbunden. Ihre T-Kontakte liegen
an Potential EC -E- 3. Wenn daher der Wähler eine dieser Leitungen erreicht, so
arbeitet das Speicherauslöserelais RRR über den Arbeitskontakt von RER anstatt E0,
das, wie bereits bemerkt, normalerweise über den Ruhekontakt von RER betätigt wird.
Zu langsames oder unvollständiges Wählen Sollte der Teilnehmer die Anrufnummer nicht
ganz durchwählenodermehr als 30 Sekunden zwischen dem Wählen der einzelnen
Stellen verstreichen lassen, so betätigt der Zeitschalter RER wieder wie bei einem
Fehlanruf. Die Ruhelagen aller Wählspeicher legen normalerweisedie Potentiale EG
i + 3 und EG2 -f-3 an die Gitter von V i. In den Kontaktbänken aller Wähler, den
ersten ausgenommen, liegen einige interne Verbindungsleitungen mit dem entsprechenden
Potential EC -f-3, wodurch ein zu langsamer oder unvollständiger Anruf wie ein Fehlanruf
automatisch von dem Speicher weggenommen und zu einer passenden internen Verbindungsleitung
umgeleitet wird. Die Bewegung des Gruppenwählers beginnt schon beim Wählen Um unnötige
Verzögerungen bei der Wahl zu vermeiden, beginnen die Gruppenwähler und die Leitungswähler
bei der Zehnerwahl mit ihrer Bewegung sofort nach Eingang des ersten Wählimpulses.
-
Die Wahl der Einer beginnt wegen der großen Nachbarschaft der Kontakte
erst, wenn die Einerstelle ganz durchgewählt ist. Arbeitsweise der universellen
Wählerschaltungen (Fig. 5 bis 5e) Allgemeines Die universellen Wählerschaltungen
(Fig.5) besitzen ein Anlaßrelais AR und außer bei Zusammenarbeit mit einem B-Satz
(Fig. 8) oder einem Leitungsverbindungssatz (Fig. 16, 32 oder 3q.) ein Halte- und
Auslöserelais BR. Im Falle der Zugehörigkeit zu solchen Verbindungssätzen wird ein
Relais BR unnötig, da seine Aufgabe von jedem beliebigen Relais im Verbindungssatz
übernommen werden kann, das am Ende des Gesprächs auslöst. Das Anlaßrelais A R hat
noch eine weitere Aufgabe im Leitungswähler oder der kombinierten Schaltung (Fig.5b),
wo es verwendet wird, um die gerufene Leitung, nachdem der vorhergehende letzte
Gruppenwähler ausgelöst hat, belegt zu halten, bis der Angerufene einhängt. Die
in Fig.5 gezeigte Schaltung ist die für erste Anrufsucher und interne zweite, dritte,
vierte und
letzte Gruppenwähler, die in Fig. 5 b ist für zweite
Anrüisücher, erste Gruppenwähler und ankommende Verbindungsleitungswähler.
-
In Fig. 5 haben die Relais AR und BR drei Kontaktfedern. In Fig. 5a
hat Relais AR ebenfalls drei Federn, aber BR-Relais ist keines vorhanden. In Fig:
5 b ist die Anzahl der Kontaktfedern bei Relais A R von drei auf fünf erhöht und
bei BR von zwei auf sieben. Die Wicklungen der -beiden Relais sind jeweils bei allen
Figuren dieselben.
-
Die Gestellfelder, wo die vieradrigen Sucher oder Wähler aufgebaut
sind, sind identisch und haben Vorkehrungen zum Einbau des Relaissatzes (ein oder
zwei Relais) und gegebenenfalls der zugehörigen Sicherung, der Abhör- oder Prüfbüchse
LJ und der Belegungsbuchse BI., Mit dem Relaissatz ist gleich die Verdrahtung für
das jeweilige Schaltbild vereinigt, zu dem er gehört. Die Ruhestellungskontakte,
die nach Anzahl, Art und Anordnung (rechts oder links) variieren, sind Preßteile
und werden in Löcher eingesteckt, die in die Wählerbank eingepreßt sind, so däß
jede Kombination von Ruhestellungskontakten leicht vorgenommen werden kann, ohne
den inneren Mechanismus des zugehörigen Wählers zu stören.
-
Der Wähler hat vier Arme A, B, C unu T. Der Prüfarm T macht überall
Kontakt. Die anderen drei machen keinen Kontakt, solange der Wähler läuft, alle
aber machen Kontakt mit ihren zugehörigen Lamellen, wenn der Wähler in Ruhe ist,
außer in der Ausgangsstellung, wo keine Lamellen vorhanden sind.
-
Diese universellen Wählerschaltungen werden in allen normalen Wählschaltungen
verwendet, im Gegensatz zu Hilfsschaltungen mit oder ohne Zusammenarbeit mit anderen
Verbindungselementen.
-
Die Schaltung Fig. 5 läßt sich ohne Zusatzeinrichtung als zweiter
Gruppenwähler für örtliche oder Sonderzwecke, als örtlicher dritter oder vierter
Gruppenwähler oder letzter Gruppenwähler verwenden. Die - Schaltung Fig. 5b läßt
sich ohne weiteren Zusatz als Leitungswählerschaltung verwenden.
-
Die Schaltung Fig. -5 läßt sich in Zusammenarbeit mit einem A-Satz
(Fig. 7) als erster Anrufsucher verwenden.
-
Die Schaltung Fig. 5 b läßt sich als kombinierte Schaltung verwenden,
wenn man sie in Vielfach zu einem A-Satz (Fig. 7) und den Kontaktbänken der letzten
Gruppenwähler legt.
-
Die Schaltung Fig. 5 a läßt sich als zweiter Anrufsucher und als erste
Gruppenwählerschaltung in Zusammenarbeit mit einem B-Satz (Fig.8) verwenden, um
den wohlbekannten Verbindungssatz zu bilden.
-
Die Schaltung Fig. 5 a läßt sich als ankommende zweite, dritte oder
vierte Gruppenwählerschaltung von jedem anderen Amt -her verwenden, wenn man sie
mit dem entsprechenden Verbindungssatz für ankommende Verbindungsleitungen verbindet,
von denen einige nachstehend aufgeführt sind: von einem Universalamt Fig: 16, von
einem Strowgeramt Fig. 32, von einem Mötorwähleramt Fig. 34.
-
Die Anordnung und Schaltung der universell einsetzbaren Wählerschaltungen
in einem großen Fernsprechamt ist schematisch auf dei Zusammenstellungszeichnung
JK-io gezeigt.
-
Arbeitsweise der universellen Wählerschaltung (Fig, 5) Nachdem eine
universelle Wählerschaltung belegt worden ist, wird Erde direkt oder indirekt an
die c-Ader gelegt. Dies läßt Relais BR über den Kopfkontakt ONC5 ansprechen: Relais
BR hält sich an der c-Ader über einen Arbeitskontakt, nimmt das Potential EC von
der t-Ader weg und unterbricht daher die vorübergehende Stromentnahme aus der Prüfbatterie,
die sonst stattfinden würde, da die t-Ader zwischen den Wählvorgängen geerdet ist:
BR nimmt auch die Erde von dem Kopfkontakt ONC3 weg.
-
Die Schaltung verbleibt in diesem Zustand, _ bis der Wählvorgang durch
Erdung der b-Ader seitens des Speichers eingeleitet wird: Relais A R spricht über
den Kopfkontakt ONC= an, hält sich an der b-Ader über einen Arbeitskontakt und verbindet
über einen weiteren Arbeitskontakt den #Kupplungsmagneten P mit der geerdeten b-Ader.
Die Erregung des Magneten P hebt die Arme A, B und C an und veranlaßt den Wähler
zu drehen. Wenn .der Wähler die Ruhelage verläßt; öffnen sich die - Kopfkontakte
ONCi, ONC2, ONC4 und ONOS, und ONC3 schließt sich. All dies tritt ein, bevor
der T-Arm den ersten Schritt in der Bank erreicht hat. Während der Wahl sind die
Relais AR und BR angezogen, und der T-Arm liegt an der a=Ader über die Arbeitskontakte
von BR und AR. Die t-Ader bleibt auf der Wählerseite offen und am anderen Ende geerdet.
-
Wenn eine freie Verbindungs- oder Anschlußleitung gefunden ist; nimmt
der Speicher die Erde von der b-Ader weg, was AR und den Kupplungsmagneten P gleichzeitig
abfallen läßt. AR fällt rasch ab, so daß die Erde an der t-Ader die gewählte Verbindungs-oder
Teilnehmerleitung wenige Millisekunden nach der Prüfung belegt macht. Die Abschaltung
von P veranlaßt die Arme A, B und C mit ihren zugehörigen Lamellen Kontakt zu machen,
worauf der Speicher über die a-Ader nach Erde über den Widerstand R i des gewählten
Wählers prüft, ob unter Umständen Doppelverbindung vorliegt. Da die Kontakte ONC
i, ONC 2 und ONC 5 überall außer in der Ruhelage unterbrochen sind,
kann der Wähler im Falle einer augenblicklichen Freigabe nicht wiederum anderweitig
belegt oder AR oder BR erneut erregt werden, bis er wieder in die Ruhelage zurückgekehrt
ist.
-
Während des Gesprächs verbleiben die Relais BR angezogen. Diese Relais
haben zur Verringerung ihres Stromverbrauchs hochohmige Wicklungen. Sie brauchen
nicht rasch anziehen oder abfallen zu können. Ein Zweck des Widerstandes R2 ist
es, den Stromverbrguch noch weiter herabzudrücken.
-
Am Ende eines Gesprächs wird die Erde von der c-Ader weggenommen,
und Relais BR fällt ab. Über einen Ruhekontakt und den Kopfkontakt ONC
3 wird der Kupplungsmagnet P erregt. Die Arme A, B
und C werden angehoben,
und sollte das Relais BR im folgenden Wähler durch direkte Erde (Verbindung b, Fig.
5) angezogen sein, - so fällt es ab, wenn Arm C
seinen Stromkreis
unterbricht. Wenn Relais BR abgefallen ist, verbleibt der Stromkreis des Prüfarms
T während der Rückkehr in .die Ausgangsstellung unterbrochen. Wenn der Wähler die
Ausgangsstellung erreicht, öffnet sich Kontakt ONC3, und der Wähler kommt zur Ruhe.
Die Kontakte ONC i, ONC2 und ONC5 schließen sich, und der Wähler ist nunmehr für
das nächste Gespräch bereit.
-
Die Arbeitsweise des Leitungswählers oder der kombinierten Schaltung
(Fig. 5b)
Die Wirkungsweise der Relais AR und BR beim Zustandekommen
einer Verbindung ist dieselbe wie ihr Arbeiten in Fig.5. Die hinzutretende Komplikation
von Fig. 5b kommt von der getroffenen Vorkehrung, um den Leitungswähler, und lediglich
den Leitungswähler, belegt zu halten, bis der Angerufene eingehängt hat. Wäre dies
nicht der Fall, so würde der Angerufene einen unnötigen Fehlanruf veranlassen, wenn
der Anrufende zuerst einhängt, wie es im allgemeinen der Fall ist.
-
Wenn der letzte Gruppenwähler die Erde von der c-Ader wegnimmt, unterbricht
er den Haltestromkreis von BR und auch Relais COR in der Teilnehmerschaltung des
Angerufenen (Fig.6 und Fig.3b). Relais COR ist leicht abfallverzögert gemacht, so
daß es nicht erneut Prüfpotential an die t-Ader des Teilnehmers legt, bevor sein
Haltestromkreis erneut geschlossen ist, wie weiter unten beschrieben wird. Die Kontaktfedern
von BR sind so justiert, daß zuerst folgender Stromkreis geschlossen wird: Erde,
Ruhekontakt BR, unterer Kontakt von ONC4, der sich schließt, wenn der Wähler die
Ruhelage verlassen hat, Arm A, a-Ader, Teilnehmerschleife, wenn Teilnehmer noch
nicht eingehängt hat, und zurück über die b-Ader der Teilnehmerschleife nach dem
B-Arm, unterem Kontakt von ONC i, der ebenfalls geschlossen ist, wenn der Leitungswähler
sich nicht in Ruhelage befindet, einen weiteren Ruhekontakt von BR, Wicklung A R
und Batterie. A R ist ein Relais, das rasch anspricht und abfällt. Über einen Ruhekontakt
nimmt AR die Erde von dem Rückstellkontakt ONC3 weg. Diese Erde wird weggenommen,
bevor oder sobald Kontakt w von BR geschlossen wird, und da Relais A R viel flinker
ist als der Kupplungsmagnet P, werden die Arme nicht angehoben oder ihre Stromkreise
unterbrochen. Über einen Arbeitskontakt schließt A R einen Stromkreis von Erde über
Wicklung des gemeinsamen niederohmigen Zeitschalters TA, Arbeitskontakt AR, Ruhekontakt
BR, C-Arm, COR und SM (Fig.6) in Parallelschaltung zur Batterie. Das Trennrelais
COR wird somit angezogen gehalten, und die Teilnehmerleitung bleibt belegt. Es ist
ersichtlich, daß COR hinreichend abfallverzögert gemacht werden muß, so daß es seinen
Ruhekontakt nicht schließen kann, bevor AR seinen Arbeitskontakt schließt.
-
Wenn der Angerufene einhängt, wird der Stromkreis von A R unterbrochen.
Relais A R fällt ab und erregt über seinen Ruhekontakt, einen Ruhekontakt von BR
und ONC3 den Magneten P, der die Arme A,
B und C anhebt und den Leitungswähler
in die Ruhelage zurückbringt, wo ONC3 unterbricht, während ONC z und ONC
5 sich schließen und ONC x und ONC a die unteren Kontakte öffnen und
die oberen schließen.
-
Sollte der Angerufene innerhalb einer bestimmten Zeitspanne, sagen
wir von 30 Sekunden, nicht einhängen, so schließt der Zeitschalter
TA vorübergehend einen Kontakt, der Erde an einen Arbeitskontakt aller erregten
Relais AR legt. Diese Erde gibt alle Wähler frei, wo AR erregt und BR abgefallen
ist; der Stromweg verläuft von Erde über den 3o-Sekunden-Kontakt von TA,
Arbeitskontakt AR, Ruhekontakt BR, ONC3 und P nach der Batterie. Die genannten
Leitungen, die bis dahin gehalten worden waren, werden frei, wenn sich die Arme
A, B und C anheben und jede von ihnen veranlaßt einen Fehlanruf, wenn der
zugehörige angerufene Teilnehmer nicht innerhalb weiterer 30 Sekunden eingehängt
hat. Zu spät einhängende angerufene Teilnehmer werden@daher automatisch nach dem
Arbeitsplatz des Leitungsaufsehers durchgeschaltet. Sobald die Arme A und
B angehoben sind, fallen die Relais AR ab, worauf TA seinen Kontakt
in die Ruhelage bringt. Da TA einer größeren Gruppe von Leitungswählern gemeinsam
ist, ist ersichtlich, daß manche der langsam einhängenden Angerufenen in weniger
als 3o Sekunden freigeschaltet werden, und hinreichende Zeitschalter sollten vorgesehen
sein, daß die durchschnittliche Freischaltezeit nicht allzu kurz wird.
-
Wenn der Leitungswähler seine Zehnerwahl beendigt hat, bleibt er auf
einem Belegtschritt (Fig. 5c) stehen. Da der obere Kontakt von ONC= nunmehr unterbrochen
ist, kann sich für die nachfolgende Einerwahl AR nicht in der üblichen Weise erregen.
Um dieses nochmalige Ansprechen von AR zu ermöglichen, sind die B-Kontakte in allen
Belegtschritten in der Kontaktbank jedes einzelnen Leitungswählers zusammengefaßt
und mit Relais A R verbunden, wie in Fig. 5 b und 5 c gestrichelt gezeigt ist. Ebenso
sind die T-Kontakte jeder einzelnen Leitungswählerkontaktbank über einen Widerstand
RT mit dem Belegtpotential EC -f- i verbunden, Die Belegtkontakte BP
in den
Kontaktbänken der einzelnen Leitungswähler sind nicht mit dem Bandkabel zusammengeschaltet.
-
Der Leitungswähler oder erste Anrufsucher, der eine Teilnehmerleitung
festhält, kann ausgelöst werden, indem man kurzzeitig Batteriespannung unmittelbar
an die c-Ader legt. Dies schließt BR kurz und läßt es somit abfallen. Betriebsweise
mit Verbindungssätzen (Fig. 5a) Wenn die universelle Wählerschaltung mit einem Verbindungssatz
verknüpft ist, wird ein besonderes Relais BR überflüssig, aber Relais AR und seine
Arbeitsweise bleibt wie oben beschrieben, Bei Verwendung zusammen mit einem B-Satz
(Fig. 8) werden die Relais BR durch das B-Satzrelais LRR ersetzt. Wenn dieses Relais
am Ende oder während einer Verbindung abfällt, veranlaßt es die Rückkehr des zweiten
Anrufsuchers und ersten Gruppenwählers in die Ruhelage über ihre jeweiligen Kontakte
ONC3. Die Kontakte ONCa halten den Prüfstromkreis unterbrochen, bis beide Wähler
wieder in der Ruhelage sind; daher kann der Verbindungssatz
nicht
für ein weiteres Gespräch belegt werden, solange er nicht in seiner Ausgangsstellung
ist.
-
Bei Verwendung zusammen mit einem Verbindungsleitungssatz (Fig. 16,
32 oder 3¢) wird das Relais BR durch das Relais -CR des Verbindungsleitungssatzes
ersetzt. Dieses Relais fällt ab; wenn die Verbindung ausgelöst wird und treibt den
Wähler über seinen Ruhekontakt und den Kopfkontakt ONC 3 in die Ruhelage.
Während die Verbindungsle'ifüng am abgehenden Ende sofort nach- der Auflösung neu
belegt werden kann; kann das- Relais CR erst -wieder belegt werden, wenn der Wähler
seine Ausgangsstellung erreicht und den Kopfkontakt ONC2 geschlossen hat. Der Speicher
kann Impulse unmittelbar nach seiner Anschaltung aufnehmen, - einerlei ob der Wähler
schon in die Ausgangslage gelangt oder erst auf dem Weg dorthin ist. Anordnung der
Wählerkontaktbänke (Fig. q. und 4a) Das Fassungsvermögen eines Gruppenwählerkontaktfeldes
ist hundertzweiundzwanzig, davon hundertzwanzig für Verbindungsleitungen und zwei
für Betriebsprüfungen. Die Verbindungsleitungen können mit einer Gruppenwählerkontaktbank
in der Weise verbunden werden, die vom Verkehrsgesichtspunkt aus am wünschenswertesten
und wirkungsvollsten erscheint: Eine typische Anordnung für im wesentlichen gleichmäßigen
Verkehr ist in Fig. q. dargestellt. In diesem Fall sind zehn Gruppen von je sechs
einzelnen Verbindungsleitungen vorhanden: Freiwahl findet zunächst über diese statt:
Beider Rückwärtsbewegung suchen die Arne über die erste, dann- die zweite und endlich
über die dritte Schrägversetzung' weg, wobei in jeder der drei Schrägversetzungen
-Verbindungsleitungen der zehn Gruppen vorkommen. Unter Schrägversetzung versteht
man Verbindungsleitungen, die in zwei oder mehr aufgeteilten Vielfachbänken auftreten.
Die letzten zehn Lamellen des Rückwärtslaufs sind für besondere Verwendungszwecke
vorgesehen: Einige von ihnen lassen sich für die für Fehlanrufe und zu -langsames
Wählen bestimmten internen Verbindungsleitungen verwenden und der Rest; um einem
öder mehreren der normalen Verbinäungsleitungsbündel größere Verwendungsmöglichkeiten
zu geben.
-
Die Anordnung der Bank des Leitungswählers (Fig. q.a) unterscheidet
sich wesentlich: von der eines Gruppenwählers., besonders weil die -hundert
Teilnehmerleitungen in zahlenmäßiger Reihenfolge angeordnet sein müssen und ereil
hundert die numerische Aufnahmefähigkeit des Leitungswählers ist. Die übrigen zweiundzwanzig
Leitungen lassen sich für andere Zwecke benutzen, z: B. wie folgt: Sieben vertikale
Reihen oder vierzehn Leitungen sind für die zwölf Belegtschritte BPi bis BPzg und
die beiden Betriebsprüfstellungen erforderlich. Fünf Gruppen zu je zehn Leitungen
werden bei der nach außen laufenden Bewegung und fünf Gruppen bei der nach innen
laufenden Bewegung bestrichen. Der Belegtschritt 6 wird normalerweise unterdrückt;
so daß die Zehner bei der Beendigung der Bewegung nach außen und dem Beginn der
Bewegung nach innen nicht zweimal gezählt werden. Die verbleibenden vier Reihen
oder acht Leitungen lassen sich als nichtzahlenmäßige Sammelanschlußleitungen benutzen.
Gewöhnlich sind diese acht Leitungen nicht mit dem Hauptverteiler verkabelt: Indessen
können sie verkabelt werden und in diesem Fall läßt sich die Aufnahmefähigkeit der
fünften Gruppe von zehn Leitungen auf achtzehn Leitungen erhöhen, so daß sich eine
größere Anzahl von Sammelanschlußleitungen ergibt, wobei aber acht davon ohne eigene
Anschlußnummer sind. Durch Unterdrückung gewisser Belegtschritte oder Schaffung
neuer wird fast jede sinnvolle Anordnung der Bank des Leitungswählers ermöglicht,
beispielsweise ließen sich alle Belegtschritte im Rücklauf unterdrücken, vorausgesetzt,
daß bei dem betreffenden Leitungswähler keine Zehnerstellen über Fünf hinaus zugeteilt
sind: Ein wichtiger Punkt, an den man sieh erinnern muß, ist der, daß immer genügend
Belegtschritte je wenigstens zehn Kontakte auseinander vorhanden sein müssen, um
die höchste Zehnerstelle zu zählen. Die Wahl der Leitung des Anrufenden Der Teilnehmerteil
(Big. 6) spricht an Der Teilnehmer schließt die Schleife und betätigt LR. ZR betätigt
über Ader x und den Ruhekontakt von ACR und JR das Anlaßrelais ASR des Verteilers
(Fig: 7). Es legt auch die t-Ader von ihrem normalen EC-Potential --n auf das EC-Potential
+ 2 einer anrufenden Leitung um. Der-Verteiler wählt einen freien A-Satz (Fig. 7)
ASR legt die Potentiale EGi -n und EG2 -n an die Gitter i bzw. 2 der Doppeltriode
V über die Ruhekontakte von PR. Diese Potentiale -n sind die vorbestimmten Potentiale,
die zu dem jeweiligen normalen EC-Potential der 1-Ader der kombinierten Schaltungen
entsprechend ihrer Lage in den Kontaktbänken der letzten Gruppenwähler gehören.
Im folgenden sollen beider Erwähnung von ersten Anrufsuchern immer auch kombinierte
Schaltungen mit einbegriffen sein, außer wenn sie eigens ausgenommen werden.
-
ASR bewirkt eine größere Anzahl sonstiger Schaltvorgänge wie folgt.'
Es legt hohe Spannung aus der Batterie an GV über den Ruhekontakt von CSR. Es schließt
den Stromkreis für den Zeitschalter TA und erregt den Magnet PA der Verteilerkupplung
und Relais QBR; der Stromkreis verläuft von Erde über den Ruhekontakt GVR, Arbeitskontakt
ASR, Ruhekontakt FR, Wicklung QBR, PA zur Batterie. Sollten die Arme des Anrufsuchers
bereits auf einem freien A-Satz der ersten Wahl stehen, so wird dieser Satz belegt,
andernfalls sucht der Verteiler in Freiwahl nach einem freien Satz.
-
Wenn ein freier A-Satz gefunden ist, so paßt das EC-Potential an der
t-Ader zu den bereits gewählten Potentialen der Gitter. Der Stromkreis der Kathode
läßt sich verfolgen von c in V, Arbeitskontakt ASR, Ruhekontakt GR, Arm T des Verteilers,
t-Ader und sodann im ersten Anrufsucher: Belegtbuchse BJ,
Ruhekontakt
AR, Ruhekontakt BR, Kopfkontakt ONC2, Widerstand RT nach Potential EC
-n. Die Röhre V zündet die Ventilröhre GV und GV läßt Relais GVR ansprechen.
Wenn GVR seinen Ruhekontakt öffnet, schaltet es QBR und PA ab und veranlaßt den
Verteiler, auf die Kontakte des gewählten A-Satzes aufzuprüfen. Wenn QBR seinen
Ruhekontakt schließt, wird Arm T über einen Arbeitskontakt von ASR geerdet, und
der A-Satz wird somit rasch für die anderen Verteiler und die letzten Gruppenwähler
belegt gemacht, falls der gewählte A-Satz mit einer kombinierten Schaltung verbunden
ist. Der Verteiler sucht die anrufende Leitung GVR läßt Relais GSR anziehen. GSR
löscht das Ventil GV und über einen Arbeitskontakt und einen Ruhekontakt von GR
erregt es FR, was sich über einen Arbeitskontakt von ASR und einen Ruhekontakt von
JR hält. GSR ist abfallverzögert gemacht, damit das Ventil GV hinreichend Zeit zum
Entionisieren bekommt. GVR fällt ab und dann GSR. Wenn GSR abfällt, erregt es über
seinen Ruhekontakt und einen Arbeitskontakt von FR das Relais GR. GR hält sich über
einen Arbeitskontakt von FR. FR öffnet den Stromkreis von QBR und PA, so daß der
Verteilermagnet und QBR sich nicht erneut erregen, wenn GVR seinen Ruhekontakt schließt.
-
FR schaltet die Gitterpotentiale von -n auf + 2 um, was erforderlich
ist, damit das Potential dem EC -[- 2 einer anrufendenjKLeitung entspricht. Über
zwei Arbeitskontakte nach Erde erregt FR Relais XR im A-Satz und das Anlaßrelais
BSR i der R-Sätze (Fig.9). XR trennt den A-Satz von den a- und b-Adern des zweiten
Anrufsuchers und das Identifizierrelais IR von der t-Ader des zweiten Anrufsuchers.
Es trennt auch die c-Ader des zweiten Anrufsuchers von der c-Ader des ersten Anrufsuchers.
Endlich erdet XR die c-Ader des ersten Anrufsuchers.
-
GR legt Erde an die b-Ader des ersten Anrufsuchers und verbindet äie
Kathode c von V mit der a-Ader. Die Erde an der b-Ader läßt sich verfolgen von dem
Ruhekontakt von GVR, Arbeitskontakt von CR, Ruhekontakt ER bis zum B-Arm. Die Kathodenverbindung
läßt sich verfolgen von der Kathode über Arbeitskontakt ASR, Arbeitskontakt GR,
Ruhekontakt ER bis zum A-Arm. Die Erdung der c- und b-Adern läßt die Relais AR und
BR im ersten Anrufsucher ansprechen, worauf der erste Anrufsucher in Freiwahl nach
der anrufenden Leitung sucht, wie oben beschrieben. Wenn die anrufende Leitung gefunden
ist, ist die Potentialreihe vollständig, und die Röhre V zündet das Ventil GV. GV,läßt
das Relais GVR anziehen, das seinerseits die Erde von der b-Ader wegnimmt und dabei
A R und P im ersten Anrufsucher abfallen läßt und veranlaßt, daß er auf den Kontakten
der gesuchten Leitung aufprüft. Wenn A R abfällt, wird die t-Ader rasch über den
T-Arm des Verteilers geerdet und macht dadurch die anrufende Leitung so lange belegt,
bis das Trennrelais COR angesprochen hat. Wenn die Arme A, B und C des ersten
Anrufsuchers mit ihren entsprechenden Lamellen Kontakt machen, wird der Stromkreis
der c-Ader geschlossen von Erde, Arbeitskontakt XR, Arbeitskontakt BR, noch einen
Arbeitskontakt BR, C-Arm, Wicklung von COR und SM zur Batterie. Das Trennrelais
spricht an, trennt das Teilnehmerrelais LR ab und öffnet gleichzeitig die t-Ader,
wodurch es das Prüfpotential von ihr abtrennt und weitere Erdung der t-Ader überflüssig
macht.
-
GVR läßt GSR zum zweiten Mal ansprechen. GSR schaltet GV ab, ebenfalls
zum zweiten Mal, und über einen Arbeitskontakt von GR erregt sich ER, das sich über
einen Arbeitskontakt von GR hält. ER trennt die a- und b-Adern von der Wählschaltung
und verbindet sie statt dessen mit Batterie und Erde über die Drosselspule RET.
Diese Drosselspule wird mit der Leitung verbunden, bevor oder in dem Augenblick,
wo das Teilnehmerrelais abgetrennt wird und in dieser Weise wird die Teilnehmerschleife
des Anrufenden nicht unterbrochen und der Teilnehmer hört kein zu beanstandendes
Knacken im Kopfhörer, falls er ihn im Augenblick des Überschaltens am Ohr haben
sollte. Der R-Satz (Fig. 9) wählt den B-Satz (Fig. 8) FR (Fig. 7) schließt wie vorstehend
festgestellt, einen Stromkreis von Erde über Arbeitskontakt PR,
E-Arm des
Verteilers, Wicklung BSR i, gemeinsames Anlaßrelais für die R-Sätze (Fig. 9) nach
der Batterie. BSR i legt ein gemeinsames Prüfpotential über Widerstand RC i an alle
freien B-Sätze (Fig. 8) der ersten Wahl. Die Schaltung läßt sich verfolgen von Batterie
über Widerstand RC i, Arbeitskontakt BSR i, gemeinsame Ader n nach allen freien
B-Sätzen erster Wahl, Kopfkontakt ONC2 des zweiten Anrufsuchers, Kopfkontakt ONC2
des ersten Gruppenwählers, Ruhekontakt LRR nach dem T-Kontakt in den Kontaktbänken
der B-Satz-Sucher der R-Sätze. Es ist ersichtlich, daß ein B-Satz nicht belegt werden
kann, wenn nicht sowohl der zweite Anrufsucher wie der erste Gruppenwähler in ihren
Ausgangsstellungen sind. BSR i läßt alle freien R-Sätze an, indem es einen Stromkreis
schließt von Erde über Arbeitskontakt BSR i, gemeinsame Leitung zum Ruhekontakt
D;1 R, Ruhekontakt DMR, Ruhekontakt DCR, Ruhekontakt T i R, PL zur Batterie. Alle
freien R-Sätze werden somit veranlaßt, nach einem freien B-Satz erster Wahl zu suchen,
von denen alle, wie oben festgestellt, zugänglich gemacht sind, und der B-Satz,
der einem in Freiwahl arbeitenden R-Satz am nächsten ist, wird belegt.
-
Der erste R-Satz, der einen Kontakt T eines freien B-Satzes erreicht,
schließt den vorgenannten gemeinsamen Prüfstromkreis von RC i nach Kontakt T über
die hochohmige Wicklung von T i R (Fig. 9) nach Erde. T i R spricht an, schaltet
den Kupplungsmagneten PL des B-Satz-Suchers ab und setzt somit diesen -Sucher still;
über seinen Arbeitskontakt schaltet es parallel zu seiner hochohmigen Wicklung seine
niederohmige Wicklung in Reihe mit dem niederohmigen Prüfrelais T?, R und macht
somit den belegten B-Satz für alle anderen auf der Suche befindlichen R-Sätze belegt.
Sollten zwei R-Sätze im selben Augenblick aufprüfen, so sprechen ihre zugehörigen
Relais T i R an und brummen unter Umständen einen
Augenblick, bis
eines davon das andere wirkungsvoll aussperrt.
-
R-Satz (Fig. g) wählt einen Speicher (Fig. iö) Wenn T2R (Fg. g) anspricht,
erregt es den Arbeitsmagneten PR des Speichersuchers über den Ruhekontakt von T3
R. Wenn ein freier Speicher gefunden ist, spricht T3 R an in einem Stromkreis von
Erde über Arbeitskontakt T2 R, hochohmigeWicklungvonT3R, Arm T, Wicklung RAR (Fig.
io); Ruhekontakt RRR, Kontakt ii, A-Arm von E i in Reihe über die Klemmen ii aller
Steigradwähler zur Batterie in der A-Bank von ED 7. Dieser Reihenstromkreis ist
so eingerichtet, daß er verhindert, daß ein Speicher belegt wird, so lange einer
der Steigradwähler nicht in der Ruhelage ist. T3R läßt PR abfallen, schaltet parallel
zu seiner hochohmigen Wicklung seine niederohmige Wicklung in Reihe mit dem niederohmigen
Relais T4R und macht dadurch den Speicher für alle anderen R-Sätze belegt. RAR hält
sich über einen Ruhekontakt von RRR.
-
Tq.R läßt DCR ansprechen, und über zwei Arbeitskontakte nach Erde
hält es den Prüfstromkreis aufrecht. DCR schließt die Verbindung mit den Speichersucherarmen
A bis G; über einen Ruhekontakt öffnet es die Anlaßleitung. T4 R erdet Arm C des
B-Satz-Suchers über den Ruhekontakt DIR, was LAR im B-Satz ansprechen läßt (Fig.8).
LAR trennt die Übertragungsbrücke von den a- und b-Adern des zweiten Anrufsuchers
und erregt SIR über Widerstand R3. Die a- und b-Adern sind über die beiden Arm-Paare
A und B von DAR mit dem Wählrelais des Speichers (Fig. io) verbunden:
SIR erregt das Auslöserelais LRR des B-Satzes. LRR erdet die t-Ader des zweiten
Anrufsuchers in einem Stromkreis von Erde über Arbeitskontakt T4R (Fig. g), Ruhekontakt
DMR, Ruhekontakt DAR, Arm D des B-Satz-Suchers, Arbeitskontakt LRR (Fig.
8), einen weiteren Arbeitskontakt LRR und Ruhekontakt ARz nach dem T-Arm des zweiten
Anrufsuchers: Endlich öffnet LRR den Stromkreis des T-Arms des B-Satz-Suchers und,
T i R und T 2 R (Fig. g) fallen ab. Der zweite Anrufsucher (Fig. 8) wählt gesteuert
vom Speicher (Fig. io) einen A-Satz (Fig. 7) RAR (Fig. io) legt über die Ruhekontakte
von GSRz und GSR2 hohe Spannung aus der Batterie HTB an GV i und GV
2 und läßt RRR über einen Ruhekontakt von RCR ansprechen. RRR verbindet den
A-Arm, d. h. die a-Ader; mit der Kathode C der Ventile V i und V2. Über einen weiteren
Arbeitskontakt RBR verbindet es den B-Arm, d. h. die b-Ader über die Ruhekontakte
von GVRz und GVR2 mit Erde. Das Erden der b-Ader läßt ARz (Fig. 8) ansprechen, was
den zweiten Anrufsucher veranlaßt, in Freiwahl nach dem rufenden A-Satz zü°suchen.
Wenn der rufende A-Satz gefunden ist, wird Potential -EC+3 an die Kathode von V
i und 172 gelegt in einem Stromkreis von EC+3 -(Fig. 7) über RT; Arbeitskontakt
GR, Arm D -des Verteilers, t-Ader des zweiten Anrufsuchers (Fig. 8), Arbeitskontakt
A R z und die a-Ader zu den Kathoden. Da die beiden Gitter von V i normalerweise
über Kontaktei in der A- und B-Bank von ED z (Fig. io) mit den entsprechenden Potentialen
Nr. + 3 verbunden sind, ist die Potentialreihe vervollständigt, und V i zündet die
Ventilröhre GVi. 172 verbleibt im Ruhezustand; da seine Gitter an Potential Nr.
-E-i liegen. Der zweite Anrufsucher kommt auf den Lamellen des gesuchten A-Satzes
zur Ruhe, und GV i läßt das Relais GVR i
ansprechen, was seinerseits
GSR i erregt, wobei letzteres GVz löscht und Relais RCR erregt, das sich über einen
Arbeitskontakt von RAR einen Haltestromkreis baut, RBR abfallen läßt und dabei die
a- und b-Ader vom A- Satz nach dem Wählrelais (Impulsrelais) DE in Reihe mit zwei
Wicklungen des Amtszeichenübertragers DTT durchschaltet. Da der Stromkreis der a-
und b-Adern im A-Satz über Widerstand Rz durch Relais XR (Fig. 7) geschlossen wird,
spricht DR an. Verteilerschaltung geht in Ruhezustand Wenn der Magnet P i (Fig.
8) aberregt ist, machen die Arme A, B und C des zweiten Anrufsuchers Kontakt mit
ihren zugehörigen Lamellen, auf denen sie stehen. Der C-Arm schließt einen Stromkreis
von Erde über R.2; Ruhekontakt LMR, C-Arm, C-Arm des Verteilers, Wicklung JR und
Arbeitskontakt GR zur Batterie.
-
Wenn sowohl JR wie ER erregt sind, wird die Batterie von ASR abgetrennt.
ASR fällt ab. Wenn JR erregt und ASR abgefallen ist, wird ,die haltende Erde von
FR und GR weggenommen. GR nimmt die Erde von ER weg: Diese drei Relais fallen ab.
FR läßt XR abfallen. Beim Abfallen verbindet XR die a- und b-Adern vom anrufenden
Teilnehmer her mit den zum Speicher führenden a- und b-Adern. Der Nebenschluß Ri
bei Relais XR wird nach Herstellung dieser Durchschaltung entfernt;- so .daß das
Wählrelais D.R während der Umschaltung nicht abfällt. ER wird aberregt, nachdem
FR die Relais GR und XR hat abfallen lassen; so daß .die Drosselbrücke RET nicht
von der a- und b -Ader weggenommen wird, bevor das- Wählrelais DR des Speichers
.angeschaltet ist, so daß die Teilnehmerschleife nicht unterbrochen wird. Der Abfall
von XR verbindet die :c Ader vorm ersten Anrufsucher nach dem zweiten Anrufsucher
durch, bevor die Erde verschwindet. BR im ersten Anrufsucher und COR in der Teilnehmerschaltung
erregen sich nunmehr über die c-Ader des zweiten Anrufsuchers; den Ruhekontakt von
LMR (Fig. 8) und Widerstand R2 nach Erde. Endlich wird das Identifizierrelais IR
(Fig. 7) wiederum über dem Gleichrichter S (-/-) an die t-Ader des B.-Satzes gelegt.
JR fällt ab, wenn GR seinen Arbeitskontakt unte%-bricht.
-
Der Verteilerwähler hat keine ausgesprochene Ruhestellung, so daß
bei Auslösung der Verteilerschaltung lediglich ein Abfall sämtlicher Relais eintritt
und dies geht praktisch in einem Augenblick vor sich. Der Arbeitsmagnet des Verteilers
kann sich erst wieder erregen, wenn das zuletzt abfallende dieser Relais, nämlich
ER, seinen Ruhekontakt schließt, so daß die Schaltung erst dann erneut in Anspruch
genommen werden kann, wenn sämtliche Relais in die Ausgangsstellung zurückgekehrt
sind. Der Zeitschalter TA
geht in die Ruhelage, wenn FR
abfällt. Alle Arme verbleiben in Kontakt mit den Lamellen des zuletzt zugeteilten
A-Satzes, aber die zugehörigen Stromkreise sind durch Relaiskontakte unterbrochen.
-
Bei den vorstehenden Erläuterungen war angenommen worden, daß der
erste Anrufsucher die Teilnehmerleitung erreichte, bevor noch der A-Satz mit einem
Speicher verbunden war. Indessen tritt oft auch das Gegenteil ein und der B-Satz
erreicht den A-Satz zu einem Zeitpunkt, wo der erste Anrufsucher immer noch nach
der Teilnehmerleitung sucht. In diesem Fall spricht JR an, wie bereits beschrieben,
und R z bei XR (Fig. 7) hält DR (Fig. so) ; da aber ER noch nicht angesprochen hat,
verbleibt der Stromkreis von ASR über einen Ruhekontakt von ER geschlossen. Wenn
der erste Anrufsucher die Teilnehmerleitung erreicht, spricht ER an, wie bereits
beschrieben, worauf erst der Verteiler und sodann XR abgeschaltet wird. Vorzeitige
Auslösung Eine vorzeitige Unterbrechung der Leitungsschleife kann jederzeit erfolgen,
bevor die anrufende Leitung von einem Speicher erreicht ist. Solche vorzeitigen
Unterbrechungen der Leitungsschleife führen zu vorzeitigen Auslösungen.
-
Sollte die Leitungsschleife geöffnet werden, nachdem LR (Fig. 6) und
ASR (Fig. 7) angezogen, aber bevor FR und GR angesprochen haben, so lösen ZR und
ASR einfach aus, und die Teilnehmer- und Verteilerschaltung gehen in die Ruhelage
zurück. Es wäre zu bemerken, daß FR nicht ohne GR erregt werden kann, weil FR durch
den Arbeitskontakt von GSR, und GR durch den Ruhekontakt anzieht und weil GSR immer
abfällt, kurz nachdem es seinen Arbeitskontakt schließt.
-
Sollte die Leitungsschleife unterbrochen werden, nachdem LR, ASR,
FR, GR und XR angesprochen haben, so fallen ZR und ASR ab. FR und GR bleiben
über den Ruhekontakt von JR gehalten und FR hält XR erregt. Der erste Anrufsucher
sucht in der üblichen Weise nach der anrufenden Leitung, wenn Erde an die b-Ader
gelegt wird. Wenn LR abfällt, verschwindet das einer anrufenden Leitung entsprechende
Potential EC H und der Anrufsucher würde immer weiter durchdrehen, bis irgendein
anderer Teilnehmer gerade abhebt, wofern nicht besondere Mittel vorgesehen werden,
um die Freiwahl abzustoppen. Es ist nicht zulässig, einen Anrufsucher ohne Rücksicht
darauf, wo er sich gerade in seiner Kontaktbank befindet, einfach abzuschalten und
somit seine Arme in direkten Kontakt mit einem unter Umständen dort gerade vor sich
gehenden Gespräch kommen zu lassen. Um ein richtiges Mittel zur Auslösung zu schaffen,
benutzt man das Belegtschrittpotential EC + r. Wenn A SR abfällt, erregt sich PR
in einem Stromkreis von Erde über Arbeitskontakt GR, Ruhekontakt ASR und Wicklung
PR zur Batterie. PR schaltet die Gitter von V auf die Potentiale Nr. + x und wenn
der Anrufsucher den ersten Belegtschritt erreicht, zündet V das Ventil GI', und
der erste Anrufsucher kommt auf dem Belegtschritt zur Ruhe. Die Arme A, B
und C machen zwar Kontakt, da aber die A- und B-Lamellen an dieser Stelle nirgends
angeschlossen sind, entsteht dadurch keine Schleife an a- und b-Adern. Ein R-Satz
belegt einen B-Satz und sodann einen A-Speicher, alles wie bereits beschrieben,
worauf der Speicher den zweiten Anrufsucher des B-Satzes veranlaßt, den A-Satz zu
belegen, was möglich ist, da durch GR das Potential EC -f-3 an der t-Ader des zweiten
Anrufsuchers liegt. Wenn der A-Satz belegt ist, spricht JR an, FR, GR
und
ER fallen ab, und die Verteilerschaltung geht in die Ausgangslage zurück. Die Speicherschaltung
wird ausgelöst, wenn XR den Nebenschluß R z von den a- und b-Adern wegnimmt, während
die Leitungsschleife offen ist. Die Auslösung des R- und B-Satzes folgt der Auslösung
des Speichers. Die kombinierte Schaltung, falls eine zufällig mit dem
A-Satz vereinigt ist, wird gegen letzte Gruppenwähler belegt gehalten durch
Erdung der t-Ader in einem Stromkreis von Erde über Arbeitskontakt PR, Ruhekontakt
QBR und den T-Arm des Verteilerwählers zur t-Ader.
-
Solange noch ein Speicher, ein R-Satz, ein B-Satz und ein A-Satz greifbar
bleiben, löst die Verteilerschaltung in spätestens q. Sekunden aus. Sollte aber
von keiner der verschiedenen obengenannten Schaltungskategorien ein Exemplar mehr
frei oder aber defekt sein, so erregt der Zeitschalter TA, der zu arbeiten
beginnt, wenn ASP und FR ansprechen, das Relais ACR über seinen 5-Sekunden-Kontakt.
ACR hält sich über seinen Arbeitskontakt in Reihe mit einem Arbeitskontakt von ZR.
Auf diese Weise wird der Anruf zum nächsten Verteiler umgeschaltet.
-
Sollte der erste Verteiler innerhalb 30 Sekunden noch nicht
ausgelöst haben, so läßt TA eine Meldelampe GL aufleuchten und lenkt so die
Aufmerksamkeit auf einen vorliegenden fehlerhaften oder anomalen Betriebszustand.
Anschaltung von A-Sätzen zweiter Wahl und kombinierten Schaltungen Wenn alle A-Sätze
der ersten Anrufsucher erster Wahl belegt sind, werden die in-Kontakte der Relais
XR dieser Wahl in Reihe mit Erde geschlossen und ABER zieht an. Wenn Relais
A BFR anspricht, verbindet es die t-Ader der A-Sätze zweiter Wahl mit freien
T-Kontakten in der Kontaktbank des ersten Verteilers und gibt so dem ersten Verteiler
Zugang zu allen mit ersten Anrufsuchern verbundenen A-Sätzen. Ähnlich ist es, wenn
alle A-Sätze erster Wahl von der zweiten Gruppe von Teilnehmerleitungen belegt sind,
dann spricht nämlich ABER in der zweiten Verteilerschaltung an und macht
seine A-Sätze zweiter Wahl zugänglich.
-
Wenn alle A-Sätze, die mit ersten Anrufsuchern verbunden sind, belegt
sind, schließen sich die n-Kontakte von XR in Reihe, lassen ABCR ansprechen und
machen dadurch die kombinierten Schaltungen zugänglich. Die Wahl des angerufenen
Teilnehmers Fassungsvermögen und Numerierung Das Fassungsvermögen eines Universalamtes
ist ebenso wie das eines Motorwähleramtes durch das Fassungsvermögen des Orts- oder
A-Speichers bestimmt. Beim Universalsystem ist das Fassungsvermögen
des
Speichers durch die Anzahl von Speicherwählern ED bestimmt, wobei für jede Stelle
der Rufnummer ein besonderer Speicherwähler vorhanden ist, so daß ein siebenstelliger
Speicher mit einer maximalen Leistungsfähigkeit von zehn Millionen Leitungen sieben
Speicherwähler aufweisen würde. Ein siebenstelliger Universalspeicher kann auch
Gespräche mit weniger Stellen bewältigen, beispielsweise einstellige Anrufe nach
dem Fernamt, zweistellige nach den Sonderdiensten oder sechsstellige nach Teilnehmeranschlüssen.
Ein gemischtes Numerierschema dieser Art ist heute im Brauch, und um die Fähigkeit
des Universalsystems zur Zusammenarbeit zu veranschaulichen; ist der A-Speicher
so geschaltet, daß er mit einem derartigen Netz zusammenarbeitet, ohne irgendwelche
Änderungen in der Numerierung odertechnischen Einrichtung vorhandener Strowgerämter
zu erfordern. Wählvorgänge innerhalb des Amtes Sämtliche Wählvorgänge innerhalb
eines Universalamtes spielen sich ausschließlich auf Mehrpotential-Basis ab. Wählen
von Amt zu Amt Abgehender Verbindungsverkehr mit anderen Universal oder Strowgerämtern
vollzieht sich mit direkter Impulsgabe mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von
zehn Impulsen in der Sekunde, was die durchschnittliche Wähl- oder Impulsgeschwindigkeit
-beim Strowgersystem ist. Verbindungsverkehr mit Universalämtern ließe sich viel
rascher durchführen, wenn die Geschwindigkeit nicht durch die im selben Netz vorhandenen
Strowgerämter eingeschränkt wäre. Verbindungsverkehr mit einem Motorwählersystem
geschieht mit Rückimpulsen, was erfordert, daß im A-Speicher Vorkehrungen für Rückimpulse
getroffen werden. Der Speicher (Fig. io, ioä und iob) ist nicht für Rückimpulsverbindungsverkehr
eingerichtet, aber die erforderlichen Abänderungen sind nicht tiefgehend. Alle Verbindungsleitungen
sind zweiadrig mit einem metallischen Stromkreis ohne Verwendung von Strom über
die Erde. Wählgeschwindigkeiten Der Universalspeicher läßt sich mit Nummernscheiben
von normaler Geschwindigkeit oder mit Schnell gangscheiben mit zwanzig oder mehr
Schritten in der Sekunde verwenden. Diese Schnellgangscheiben werden von den Bedienungen
von Nebenstellenzentralen und anderen Beamtinnen benötigt. Beim Strowgersystem müssen
die Wählgeschwindigkeiten; wie oben angegeben, so genau wie möglich in der Nähe
von zehn gehalten werden. Die Wählgeschwindigkeiten in einem Motorwählerämt betragen
elf bis zwölf Schritte in der Sekunde, obwohl der Speicher des Mötorwähleramtes
auch höhere Geschwindigkeiten bewältigen kann. Die Einführung des Universalsystems
in bestehende Netze -Ein Universalamt läßt sich in ein vorhandenes Strowgernetz
ohne die geringsten Umbauten in den bestehenden Strowgerämtern hinsichtlich des
ankommenden wie des abgehenden Verbindungsverkehrs einfügen. Das Universalsystem
läßt sich in ein Motorwählernetz ohne Änderungen in den Motorwählerämtern einbauen,
soweit es sich um den Verbindungsverkehr vom Universalamt zum Motorwähleramt handelt.
Beim Verbindungsverkehr in umgekehrter Richtung müssen die Rückimpulse vom Motorwählerspeicher
entpaart werden; da das Universalsystem auf Dezimalbasis arbeitet, während das Motorwählersystem
auf der Basis von Vielfachen von Zoo arbeitet. Steigradwähler Die Speicher- und
Steuerwähler im Speicher haben Rutschkupplungsantrieb und arbeiten mit einem Steigrad.
Ein kurzer Impuls gibt das Steigrad frei, sobald aber der Zahn an der Haltekante
der Klinke vorbeiläuft, wird der Wählmagnet durch ein Schnellrelais PCR, das durch
einen vorbeilaufenden Kontakt PC erregt wird, abgeschaltet und läßt so die Klinke
rechtzeitig los, daß sie den nächsten Zahn zu. fassen bekommt. Steigradwähler können
ein; zwei oder drei Paare von Kontaktbänken zu je zwölf Paar Lamellen enthalten,
wobei die Schritte o und ii um 18o° auseinanderliegen und jedes dieser an den Enden
liegenden Lamellenpaare in der Ruhestellung durch einen Doppelarm überbrückt ist.
Wenn der Steigradwähler anläuft, bewegt sich der auf Schritt ii stehende Arm ins
Freie hinaus, während der andere Arm in dem Maß wie der Wähler fortgeschaltet wird,
Kontakt zwischen den jeweiligen Paaren in den Schritten i bis io macht. Der Steigradwähler
kann Arme haben, die beim Übergang zum nächsten Schritt überbrücken oder auch nicht,
wobei der Unterschied darin besteht; daß ein überbrückender Arm mit dem vorhergehenden
Lamellenpaar Kontakt macht, bevor er mit dem .ersten Paar unterbricht, während die
ändere Art Wählerarm das nicht tut. Überbrückende Wählerarme sind in den Zeichnungen
durch kleine Vierecke gekennzeichnet. Jeder Steigradwähler hat einen Rückstellkontakt
RC, der in Ruhestellung offen ist, d. h. solange die Doppelarme auf Schritt i und
ii stehen, der sich jedoch schließt, wenn sich der Wähler anderswo befindet. Die
normale Arbeitsgeschwindigkeit des Steigradwählers beträgt dreißig Schritte in der
Sekunde. Alle Wähler desselben Speichers sitzen auf einer gemeinsamen Achse, die
anläuft, wenn der Speicher belegt wird, so daß der Reibungsantrieb nur dann durchrutscht,
wenn der Speicher in Betrieb ist. Betriebsweise des A-Speichers bei Gesprächen im
selben Amt Warten, bis der Teilnehmer die erste Wählziffer wählt Nachdem der B-Satz
vom Speicher gesteuert einen A-Satz gewählt hat; erregen sich die folgenden Relais
öder Relaisreihen: Trennrelais COR (Fig. 6), Relais BR im ersten Anrufsucher (Fig.
5b) in einem Stromkreis von Erde (Fig. 8) über R2, Ruhekontakt LMR, C-Arm
des zweiten Anrufsuchers, Ruhekontakt XR (Fig. 7), c-Ader und Wicklung von BR (Fig.
5) des ersten Anrufsuchers zur Batterie, und parallel über den Arbeitskontakt By
(Fig.
5b) nur bei kombinierten Schaltungen, C-Ader des ersten Anrufsuchers, COR
und SM zur Batterie. Der Gesprächszähler SM spricht nicht an.
-
Relais LA R, Überwachungsrelais S i R und das abfallverzögerte
Relais LRR des B-Satzes (Fig. 8). S i R erregt sich über Widerstand R3, die Arbeitskontakte
von LAR und Ruhekontakte von LBR. Relais LRR erregt sich über den Arbeitskontakt
von S i R. ZAR
erregt sich in einem Stromweg von Erde über den Arbeitskontakt
T4R des R-Satzes (Fig. 9), C-Ader des B-Satz-Finders und ZAR zur Batterie.
-
Das Wählrelais DR (Fig. io) erregt sich in Reihe mit der Leitung des
anrufenden Teilnehmers und den beiden Wicklungen des Amtszeichenübertragers DTT.
-
Relais RAR und RCR im Speicher (Fig. io). Relais RAR erregt sich in
einem Stromweg von Erde am R-Satz (Fig. 9) über Arbeitskontakt T4R, Wicklungen von
Tq.R und T3 R, T-Arm des Speichersuchers; Wicklung von Relais RAR und Ruhekontakt
des Speicherauslöserelais RRR nach der Batterie. RCR hält sich über seinen Arbeitskontakt
in Reihe mit einem Arbeitskontakt von RAR nach Erde. RAR
schließt den Stromkreis
des Magneten PR der gemeinsamen Achsantriebskupplung und Relais RXR (Fig. ioa),
was die Erde von dem RückstellkontaktRC des Steigradwählers wegnimmt.
-
Das abfallverzögerte Relais R i R des Speichers (Fig. io) erregt sich
über den Ruhekontakt von HOR und den Arbeitskontakt von DR. Der Zeitschalter
TA
erregt sich ebenfalls in demselben Stromkreis über die Ruhekontakte von
R 2 R und RBR.
-
Der die Einspeicherung steuernde Steigradwähler EI (Fig. ioa) wurde
von Stellung o nach Stellung i geschaltet in einem Stromkreis von Erde über RuhekontaktHOR,
ArbeitskontaktDR, RuhekontaktR2R, Ruhekontakt PCR 2 und Wicklung
EI zur Batterie. Während EI von Stellung o nach i springt, schließt sich
Kontakt PC vorübergehend und erregt PCR2, das sich einen Haltestromkreis
über den Arbeitskontakt von DR schließt und die Wicklung von EI abtrennt.
Wenn EI in Stellung i ist, ergibt sich ein Stromkreis von Erde über den Amtszeichengeber
DTI (Fig. ioa), Schritt i in der Kontaktbank C von EI
und eine Wicklung des
Amtszeichenübertragers DTT zur Batterie. Der Teilnehmer hört das Amtszeichen und
die Schaltung verbleibt in diesem Zustand, bis der Teilnehmer wählt. Der Teilnehmer
wählt die erste Stelle Der Teilnehmer wählt die erste Stelle der gewünschten Nummer,
die wir in diesem Fall als die interne Nummer 29 oo 66 annehmen wollen. Wenn die
Stelle 2 gewählt wird, öffnet sich die Teilnehmerschleife kurzzeitig zweimal hintereinander.
Jedesmal, wenn die Teilnehmerschleife unterbrochen wird, fällt DR ab und schließt
über seinen Ruhekontakt einen Stromweg von Erde über Ruhekontakt HOR, Ruhekontakt
DR, Arbeitskontakt R i R, Wicklung des niederohmigen Relais R 2 R, Ruhekontakt PCR
i, Wählerarm D, Schritt i in der D-Kontaktbank von EI und die Wicklung des
ersten Speicherwählers ED i zur Batterie. Wenn ED i fortschaltet, schließt es vorübergehend
Kontakt PC und betätigt das Schnellrelais PCR i, das sich hält und den Sperrklinkenmagneten
ED i aberregt, bevor er die nächste Stellung erreicht und die Steigradkupplung hält
ED i auf Schritt i. Wenn DR
seinen Ruhekontakt verläßt, was es tut, wenn die
Teilnehmerschleife sich zwischen den Wählimpulsen schließt, wird PCR i aberregt,
so daß beim nächsten Mal, wo DR seinen Ruhekontakt schließt, ED i von Schritt i
nach Schritt 2 vorrückt. R2 R ist abfallverzögert und schließt seinen Ruhekontakt
erst wieder, wenn die ganze Reihe von Wählimpulsen eingelaufen ist, wenn also die
Leitungsschleife längere Zeit geschlossen bleibt, bis zum Wählen der nächsten Stelle.
Diese Zeit zwischen den zu wählenden Stellen ist genügend lang, um den Abfall von
R2R zu gestatten. R i R ist abfallverzögert und fällt während des Wählens nicht
ab.
-
Wenn R2R abfällt, wird ein Stromweg hergestellt von Erde über Ruhekontakt
HOR, Arbeitskontakt DR, Ruhekontakt R 2 R und einerseits über den Zeitschalter TA
und andererseits über den Ruhekontakt PCR2 und EI zur Erde. Der Arm des Zeitschalters
bewegt sich erneut auf seinen 3o-Sekunden-Kontakt zu und EI rückt von Stellung
i auf Stellung 2. Der Amtszeichengeber D TI wird abgeschaltet, und der Speicher
ist nunmehr bereit, die Wahl der nächsten Stelle entgegenzunehmen. Es wäre hier
zu bemerken, daß die Geschwindigkeit der Einspeicherung mit der Geschwindigkeit
der späteren Wahl seitens der Wähler oder mit der Impulsgabe im Verbindungsverkehr
nichts zu tun hat. Der Teilnehmer darf so rasch wählen, wie er kann. Die Schnelligkeit
der Wählerbetätigung im Amt hängt von der Dauer der Freiwahl ab und ob Dauerfreiwahl
bei der betreffenden Verbindung vorkommt oder nicht. Unter normalen Verkehrsbedingungen
läuft der Wähler bei seiner Bewegung den vom Teilnehmer ausgesandten Wählimpulsen
fast unmittelbar hinterher und der Wecker des angerufenen Teilnehmers im selben
Amt beginnt im Bruchteil einer Sekunde nach Beendigung des Wählens anzuschlagen.
Der erste Gruppenwähler spricht an E0 befindet sich in Stellung o. Wenn ED i in
Stellung 2 ist, werden an die Gitter Gi und G2 des Ventils V i die Potentiale Nr.
-2 gelegt, wobei die Stromwege verlaufen von den Klemmen 2 über die Kontaktbänke
A und B von ED i, die Kontakte o und die Kontaktbänke A und B des
die Weitergabe der Einspeicherung steuernden Wählers E0 und die Widerstände R3 und
R q. nach den Gittern Gi und G2 der Röhre V i.
-
Wenn ED i auf seinem Weg nach Schritt : von Schritt o nach Schritt
i fortgeschaltet wird, wird ein Stromkreis hergestellt von Batterie, den Kontakten
i und 2 in der C-Bank von ED i, Kontakt o in der C-Bank von E0, Ruhekontakt RUR,
Wicklung RSR und PRR parallel, Ruhekontakt RGR, Ruhekontakt GSR, Ruhekontakt GSR2,
Ruhekontakt GVR2 und Ruhekontakt GVRi nach Erde. PRR und RSR sprechen an; letzteres
erregt Relais AR2 im ersten Gruppenwähler (Fig. 8) in einem Stromkreis von Erde
über Ruhekontakt GT% R i, Ruhekontakt GVR 2,
Arbeitskontakt
RSR, Ruhekontakt RMR,WählerarmG des Speichersuchers, Arbeitskontakt DCR (Fig. g),
Ruhekontakt DBR, G-Arm des B-Satz-Suchers, Kopfkontakt ONC i des ersten Gruppenwählers
und Wicklang AR2 zur Batterie.
-
RSR legt auch die Kathoden von V= und V2 an die a-Ader in einem Stromkreis
von den Kathoden C über Arbeitskontakt RSR, Ruhekontakt RMR, F-Arm des Speichersuchers,
Arbeitskontakt D'CR, Ruhekontakt DBR, Wählerarm F des B-Satz-Suchers, a-Ader, Arbeitskontakt
AR2 zum T-Arm des ersten Gruppenwählers.
-
Wenn AR2 angezogen hat, liegt die Wicklung des Arbeitsmagneten P2
des ersten Gruppenwählers parallel zu dem Relais an Erde über den Ruhekontakt von
GVR2 und GVRz unabhängig von Kontakt ONC i: P 2 spricht an, der Wähler schaltet
fort und hebt gleichzeitig seine Anne A, B und C an, so däß sie mit den Lamellen
keinen Kontakt machen, solange der Wähler läuft. Der Prüfarm T macht indessen Kontakt
mit allen Lamellen, über die er wegstreicht; und wenn eine freie Verbindungsleitung
mit dem richtigen Potential EC, in diesem Fall EC Nr. - 2 gefunden ist, zündet V
i das Ventil C V i und C V = läßt das Relais GVR i anziehen.
-
GVRi öffnet den Stromkreis der Relais RSR, AR?,
und des Arbeitsmagneten
P2, der erste Gruppenwähler kommt auf den Lamellen der gewählten Verbindungsleitung
zur Ruhe, und die Dreharme A, B und C machen mit den entsprechenden Lamellen
Kontakt. Die belegende Erde wird rasch über einen Ruhekontakt eines schnell abfallenden
Relais AR2 und den Arbeitskontakt LAR an den Kontakt T gelegt.
-
Wenn der C-Arrn des ersten Gruppenwählers Kontakt macht, entsteht
ein Stromweg von Erde über Arbeitskontakt LRR, Wicklung LBR, C-Arm, Kontakt ONC5,
Wicklung- BR des zweiten Gruppenwählers (Fig. 5) zur Batterie. Der Widerstand von
BR in dem internen zweiten Gruppenwähler ist so bemessen, daß LBR nicht anspricht
und die Übertragungsbrücke von dem B-Satz nicht weggenommen wird. BR spricht an
und nimmt das Potential E von der t--Ader weg.
-
Wenn Dreharm A des ersten Gruppenwählers Kontakt macht, entsteht ein
Stromweg von Batterie über die Hochohmwicklung von RTiR (Fig. io), Ruhekontakt RSR,
Ruhekontakt RMR; F-Arm, Arbeitskontakt DCR, Ruhekontakt DBR, Dreharm F des B-Satz-Suchers,
A-Arm des ersten Gruppenwählers, a-Ader des zweiten Gruppenwählers, ONC4, Widerstand
Ri nach Erde. RTiR spricht an, schaltet parallel zu seiner hochohmigen Wicklung
seine niederohmige Wicklung in Reihe mit dem niedrigen Widerstand RT2 R und prüft
dadurch, ob Doppelverbindung vorliegt.
-
GVR i läßt GSR i ansprechen. GSR i entionisiert CVi, worauf GVRi abfällt
und einen Stromweg schließt von Erde über den Ruhekontakt G VR i, Ruhekontakt CVR2,
Ruhekontakt RSR, Arbeitskontakt des abfallverzögerten Relais PRR, Arbeitskontakt
RT2R, Ruhekontakt RER, Ruhekontakt PCR3 und Wicklung E0 des die Weitergabe der Impulsreihen
steuernden Wählers zur Batterie. Wenn PRR abfällt, rückt E0 von Stellung o nach
i; PCR3 spricht an, hält sich und schaltet E0 ab.
-
Der Teilnehmer wählt die zweite Ziffer Während EI in Stellung
2 steht; läßt DR den Speicherwähler ED 2 vorrücken bis zu einem der gewählten
Ziffer entsprechenden Schritt, in diesem Fall Schritt g. R-_R läBt TA und
PCR2 abfallen. Wenn das Wählen aufhört, fällt R 2 R wiederum ab, und TA und
EI werden wiederum erregt. EI rückt von Schritt :2 nach Schritt 3
vor, PCR 2 spricht an und schaltet EI ab. Der zweite Gruppenwähler
spricht an E0 befindet sich in Stellung =. Sobald ED 2 nach Schritt i vorrückt,
schließt sieh der Stromkreis von RSR erneut, diesmal über die C-Bank von ED
2 und Schritt i in der C-Bank von E0. Das Relais AR und dann der Antriebsmagnet
P des zweiten Gruppenwählers (Fig. 5) werden erregt, und der zweite Gruppenwähler
wählt einen freien dritten Wähler in der gewünschten Gruppe in derselben Weise wie
der erste Gruppenwähler einen zweiten Gruppenwähler gewählt hatte. Wenn ein freier
dritter Gruppenwähler gefunden ist, zündet die Röhre V z das Ventil GV i. GV i läßt
das Relais GVR i ansprechen, RSR, AR
und P fallen ab, und der zweite Wähler
bleibt stehen. RTiR prüft, ob Doppelverbindung vorliegt, und wenn die Prüfung befriedigend
ausfällt, rückt E0 nach Stellung 2 vor. Der Teilnehmer wählt die dritte Ziffer
EI befindet sich in Stellung 3. Die dritte Reihe von Wählimpulsen läßt den
SpeicherwählerED3 auf den der gewählten Ziffer entsprechenden Schritt vorrücken,
worauf EI von Schritt 3 nach Schritt ¢ vorrückt und dann nach Schritt 5 weitergetrieben
wird, wobei der Stromkreis verläuft von Erde über Ruhekontakt SDR (Fig. lob);
Schritt 4 in der C-Bank von EI,
Rückstellkontakt RC; der geschlossen ist,
solange sich EI nicht in der Ausgangsstellung befindet, und Wicklung EI zur
Batterie. Wenn EI den Schritt 4 verläßt, wird dieser zweite Stromkreis unterbrochen,
und EI
kommt auf Schritt 5 zum Stehen. Der Grund, warum EI in diesem Fall
gleich weitergeschaltet wird, ist der, daß eine Wählstelle ausgelassen werden muß;
da Ortsnummern nur sechs Stellen und nicht sieben haben, die dem Fassungsvermögen
des Speichers entsprechen würden. Die Verdrahtung der F-Bänke von ED i und ED 2
ist individuell für j edes sechsstellige Universalamt. Der dritte Gruppenwähler
spricht an E0 befindet sich auf Schritt 2. Wenn die Wahl der dritten Ziffer einsetzt,
wird RSR zum drittenmal erregt, der dritte Gruppenwähler (Fig: 5) rückt vor und
Wählt einen freien letzten Gruppenwähler in derselben Weise; wie er seinerseits
durch den zweiten Gruppenwähler gewählt worden war. Die Röhre Vz zündet das Ventil
C V = zum drittenmal. R T i R prüft, ob Doppelverbindung vorliegt, und E0 rückt
von Stellung 2 nach 3 vor, von wo er nach Schritt 4 getrieben wird, da sein Stromkreis
in Stellung 3 über einen weiteren Ruhekontakt SDR mit Erde verbunden ist. Der
die
Weitergabe der Impulsreihen steuernde Wähler E0 wird daher an der normalen vierten
Wählstellung ebenso vorbeigesteuert wie der für das Einspeichern maßgebende Steuerwähler
EI.
-
Der Teilnehmer wählt die vierte Stelle EI steht in Stellung 5, und
die vierte Reihe von Wählimpulsen läßt den Speicherwähler ED 5 nach dem entsprechenden
Schritt vorrücken, worauf EI
von Schritt 5 nach Schritt 6 weiterrückt. Der
letzte Gruppenwähler spricht an E0 befindet sich auf Schritt q.. Wenn die Wahl der
vierten Ziffer beginnt, wird RSR zum viertenmal betätigt, der letzte Gruppenwähler
(Fig. 5) rückt vor und wählt sich einen freien Leitungswähler in derselben Weise,
wie er vorher selbst vom dritten Gruppenwähler gewählt worden war. Die Röhre V i
zündet die Ventilröhre GV i zum vierten Mal. RT i R prüft, ob Doppelverbindung vorliegt,
und E0 rückt von Stellung q. auf Stellung 5 vor. Der Teilnehmer wählt die fünfte
Stelle EI steht auf Schritt 6, so daß die fünfte Reihe von Wählimpulsen den
Speicherwähler ED 6 in die entsprechende Stellung vorrücken läßt. Zu Erläuterungszwecken
wollen wir annehmen, daß die Ziffer 6 gewählt worden ist. Am Ende des Wählens rückt
EI von Schritt 6 auf Schritt 7 vor.
-
Die Zehnerstelle wird vom Leitungswähler eingestellt und vom Speicher
nachgezählt E0 befindet sich in Stellung 5. Wenn ED 6 von Schritt o auf Schritt
i vorrückt, ergibt sich ein Stromkreis von Batterie über Kontakt io in der B-Bank
von ED 6, Kontakt 5 in der C-Bank von E0,
Ruhekontakt RUR, Wicklung
RSR, Ruhekontakt GSR i, Ruhekontakt GSR 2, Ruhekontakt GVR i nach Erde. Ein zweiter
Stromkreis ergibt sich parallel zu RSR von der B-Bank von ED 6, Schritt 5
in der F-Bank von E0, Wicklung RGR, Ruhekontakt RUR (Fig. ioa) nach Erde. RGR unterbricht
den Stromkreis von PRR. Die üblichen Gitterpotentiale - i bis -io für Vi fehlen
in den A- und B-Kontaktbänken von ED 6.
-
Der Leitungswähler (Fig. 5b), der ebenso wie die vorhergehenden
Gruppenwähler wählt, rückt vor, wenn sich RSR erregt, und jedesmal, wenn ein Zehnerkontakt
erreicht wird, zündet die Röhre V2 das Ventil GV 2. GV 2 betätigt
GVR 2, aber dies löst den Leitungswähler oder RSR nicht aus, da ihre Stromkreise
nunmehr über zwei Arbeitskontakte von RGR und zwei Ruhekontakte von RFR nach Erde
hin geschlossen sind. GVR2 erregt GSR2, was GV2 löscht und den Zehnerzählwähler
EC (Fig. iob) um einen Schritt vorrücken läßt, wobei der Stromkreis verläuft von
Erde über Arbeitskontakt GSR 2, Ruhekontakt RFR, Ruhekontakt PCR 4 und die Wicklung
EC zur Batterie. Der Leitungswähler schreitet zwischen den Zehnerschritten weiter,
ohne anzuhalten. Wenn eine Zahl weniger als die gewählte Zehnerziffer gezählt worden
ist, z. B. fünf Zählungen für die Ziffer 6, so ergibt sich ein Stromkreis von Batterie
über Lamelle 8 in der C-Bank von ED 6, Lamelle 5 in der C-Bank von EC, Wicklung
RFR und Ruhekontakt RUR nach Erde. RFR spricht an und nimmt die Erde vom Ruhekontakt
von GVR2 weg. Über einen Arbeitskontakt legt RFR Batterie an RGR, um es am Abfallen
zu hindern, wenn E0 von Stellung 5 nach 6 weiterrückt. Über einen weiteren Arbeitskontakt
schaltet RFR den Stromkreis über den Arbeitskontakt von GSR2 um von EC auf
E0, und wenn auch die sechste Zehn nachgezählt ist, zündet die Röhre V 2
das Ventil GV 2, und GV 2 läßt GV R 2 ansprechen, was den Haltestromkreis
von RSR im Speicher und von Relais AR und P im Leitungswähler öffnet. Der Leitungswähler
kommt auf dem gewählten Zehnerschritt zum Stehen. GVR2 läßt GSR2 ansprechen, was
GV 2 zum sechsten Mal löscht und E0 von Schritt 5 nach Schritt 6 weiterbefördert,
wobei der Stromkreis verläuft von Erde über Arbeitskontakt GSR2, Arbeitskontakt
RFR, Ruhekontakt PCR3 und Wicklung E0 zur Batterie. RFR verbleibt angezogen und
hält RGR, wie bereits festgestellt. Der Teilnehmer wählt die sechste Stelle Der
Teilnehmer wählt die sechste oder Einerstelle, und ED7 schreitet entsprechend vor.
Wenn die Wahl vollständig ist, rückt EI von Stellung 7 nach Stellung 8 weiter,
wo er verbleibt, bis der Speicher ausgelöst wird. Wahl der Einerstelle durch den
Leitungswähler Wenn EI in Stellung 8 und E0 in Stellung 6 steht, entsteht
ein Stromkreis von Erde über Ruhekontakt GVR i, Ruhekontakt GVR 2, Ruhekontakt
GSR i, Wicklung RSR, Ruhekontakt RUR, Schritt 6 in der C-Bank von E0, C-Bank
von ED7, Lamelle 8 in der D-Bank von EI zur Batterie. RSR spricht an und
verbindet die Kathoden von V i und V 2 mit der a-Ader und legt in der üblichen Weise
Erde an die b-Ader. Da der Kopfkontakt ONC i des Leitungswählers offen ist, ist
nunmehr der Stromkreis von A R geschlossen über den B-Arm (die B-Kontakte der Zehnerschritte
[Fig. 5 c] sind mit ihrem zugehörigen Relais AR verdrahtet), Wicklung von AR zur
Batterie. AR hält sich wiederum an der b-Ader, und P erregt sich aufs neue. Der
Leitungswähler sucht nunmehr nach dem ED-Potential, das der gewählten Nummer entspricht.
Wenn beispielsweise die Einerziffer 6 gezählt worden war, zündet die Röhre V i das
Ventil GV i, sobald auf das Potential EC -6 aufgeprüft wird. GV i läßt GVR i ansprechen,
was RSR im Speicher und AR und P im Leitungswähler abfallen läßt. Der Leitungswähler
kommt auf der gewünschten Leitung zu stehen. Wenn der C-Arm des Leitungswählers
wiederum Verbindung mit dem C-Kontakt macht, wird ein Stromkreis geschlossen von
Erde am letzten Gruppenwähler (Fig. 5), Widerstand R2, Verbindung b, Dreharm C des
letzten Gruppenwählers, Arbeitskontakt und Wicklung von BR im Leitungswähler zur
Batterie und parallel dazu über den Arbeitskontakt BR, C-Arm des Leitungswählers,
Trennrelais CO und Gesprächszähler SM
zur Batterie. BR im Leitungswähler
,und COR erregen sich parallel in Reihe mit R2 im B-Satz (Fig. 8): Der Gesprächszähler
SM zieht unter diesen Umständen nicht an.
-
Leitung ist frei: Speicher löst sich aus, nachdem er den R-Satz veranlaßt
hat, den gewünschten Teilnehmer zu rufen. R-Satz zählt das Gespräch, falls der Angerufene
sich meldet Wenn GSRz anspricht, werden zwei Stromkreise geschlossen von Erde über
Arbeitskontakt GSR z, Arbeitskontakt RFR zu den Kontakten C und D und betätigen
dabei die Relais DAR und IR im R-Satz (Fig. 9) .
-
DAR öffnet die Leitungsschleife (a- und b-Ader) zum Wählrelais (Impulsrelais)
DR (Fig. xo) im Speicher, der auslöst (s. unten), doch nicht, bevor die Relaisbrücke
ÜTR (Fig. 9) mit DAR verbunden ist. DTR zieht parallel zu DR an und läßt
das abfallverzögerte Relais DMR ansprechen. DMR und DAR
legen Erde an den
C-Arm des B-Satz-Suchers, wobei der Stromkreis verläuft von Erde über den Arbeitskonta:kt
DMR, Ruhekontakt DRR, Arbeitskontakt DAR, C-Arm. ZAR (Fig.8) wird
somit gehalten, wenn Tq.R abfällt, wie weiter unten erklärt wird. Über denselben
Arbeitskontakt baut DMR einen Haltestromkreis für die Relais DAR und DBR.
-
Wenn sich IR erregt, wird unmittelbar Rufstrom an die gewünschte Leitung
angelegt, wobei der Stromkreis verläuft von der q:8-Volt-Batterie über den Ruhekontakt
DJR, eine Wicklung von DRR, Arbeitsköntakt DBR, G-Arm .des B-Satz-Suchers, b-Ader
zum Teilnehmer und zurück über die a-Ader zum F-Arm des B-Satz@Suchers, Arbeitskontakt
DBR, zweite Wicklung von DR'R, Ruhekontakt DJR, Arbeitskontakt IR zur - Rufstromquelle.
Wenn der Stromkreis des D-Arms des Speichersuchers etwas später öffnet, fällt das
abfallverzögerte Relais IR ab und verbindet DRR mit dem Rufstxomunter-Brecher RI.
Relais DRR hat Fehlstrom und spricht daher nicht in Reihe mit dem Wecker und Kondensator
in der Teilnehmerstation an.-Der Anrufende bekommt das Freizeichen über den Übertrager
TT und den Kondensator CI. Die Primärwicklung dieses Übertragers ist geschlossen
vom Freizeichengeber RTI über Arbeitskontakt DBR, Ruhekontakt DJR, Primärwicklung
TT, Arbeitskontakt DAR, Ruhekontakt DJR zur Batterie. ' Wenn der Angerufene abhebt,
betätigt der durch Mikrophon und Sprechspule hinzukommende Nebenschluß zu Wecker
und Kondensator Relais DRR. DRR öffnet den Haltestromkreis der Relais DAR und DBR
im R-Satz und von LAR im B-Satz. Wenn Relais DBR abfällt, schaltet es DRR und den
Rufstromvon der angerufenen Leitung ab: DAR schaltet DTR von der
a- und b-Ader ab; DTR fällt ab und öffnet den Stromkreis des abfallverzögerten
Relais DMR, doch bevor DMR seine Arbeitskontakte unterbricht, ergibt sich ein Stromkreis
von Batterie über Widerstand R q, Arbeitskontakt DMR, Ruhekontakt DAR, D-Arm, Gleichrichter
S (-) und LMR zur Erde: LMR schließt seinen Kontakt x, bevor a unterbricht,
und verbindet die positive 7o-Volt-Gesprächs-Zählbatterie mit der c-Ader, die sonst
über R2 an Erde liegt. Nachdem Kontakt a unterbricht, wird ein Stromkreis geschlossen
von der positiven 7o-Volt-Gesprächszähltaa.tterie über den niedrigen Widerstand
R5, C-Ann des zweiten Anrufsuchers, Ruhekontakt XR, c-Ader, Arbeitskontakt
und Wicklung von BR im ersten Anrufsucher (Fig. 5b) zur negativen Batterie und parallel
dazu über den C-Arm des ersten Anrufsuchers, die Wicklungen von COR und SM zur negativen
Batterie: Die sich addierenden Spannungen von zusammen fast zgo V lassen SM ansprechen.
Wenn DMR seinen Arbeitskontakt unterbricht, fällt LMR ab, und die c-Ader wird wieder
in den Normalzustand gebracht. Der Zähler fällt ab.
-
LAR (Fig, 8) ist ein schnell abfallendes Relais. es schließt seinen
Ruhekontakt, bevor oder zur selben, Zeit, wo DAR seinen Arbeitskontakt unterbricht.
Somit wird der Leitungsstromkreis nicht merkbar unterbrochen, wenn DTR von der
a- und b-Ader abgetrennt wird. Wenn ZAR seinen Ruhekontakt schließt, wird
die Verbindung zwischen dem Anrufenden und dem Angerufenen durchgeschaltet. Das
Überwachungsrelais S z R liefert Strom für die Leitung des Anrufenden und hält das
abfallverzögerte Relais LRR angezogen. Strom für den Angerufenen wird über die Drosselspule
RET geliefert. Obwohl die Teilnehmer in unmittelbare Gesprächsverbindung kommen,
wenn DRR anspricht; wird die Gesprächszählung nicht gestört, da der R-Satz nicht
für ein weiteres Gespräch in Anspruch genommen werden kann, bevor DMR abgefallen
ist und den Anlaßstromkreis geschlossen hat.
-
Die R-Sätze haben keine ausgesprochene Ruhestellung, so daß bei Beendigung
eines Gesprächs die Dreharme der B-Satz-Sucher und Speichersucher mit ihren zugehörigen
Lamellen in Verbindung bleiben. Alle Dreharmstromkreise; außer dem des T-Arms, j
sind aber an Relaiskontakten unterbrochen, so daß die unbenutzten -R-Sätze nicht
die B-Sätze oder Speicher stören, ob nun die letzteren frei oder besetzt " sind
oder nicht.
-
Sollte der Anrufende einhängen, bevor sich der Angerufene gemeldet
hat, so fällt DTR ab und läBt DMR abfallen. Wenn DMR seinen Arbeitskontakt unterbricht,
so fallen die Relais DBR und DAR und LA R im B- Satz (Fig. 8) ab,
aber da DMR die Batterieverbindung des D-Arms gleichzeitig unterbricht, findet keine
Gesprächszählung statt.
-
Leitung belegt. R-Satz gibt Belegtzeichen und löst die beteiligte
Wählerkette aus Falls die gewünschte Leitung belegt ist, rückt der Leitungswähler
weiter vor bis zum nächsten Zehnerschritt, worauf V?, das Ventil G V 2 zündet und
GV 2 das Relais GVR2 ansprechen läßt, was den Leitungswähler zum Stehen bringt.
GVR 2 läßt GSR 2 anziehen, was GV 2 löscht und E0 über einen Arbeitskontakt
von RFR von Schritt 6 nach Schritt 7 weiterschaltet. In Stellung 7 legt E0 Erde
an den C-Kontakt, was DAR im R-Satz (Fig: 9) betätigt. Da DBR nicht angesprochen
hat, wird der Stromkreis des Belegtzeichengebers BTI über die Primärwicklung des
Übertragers geschlossen, und es wird vom Anrufenden
vernommen.
Der Speicher löst sich, wie oben beschrieben, aus.
-
Wenn DAR anspricht und DBR nicht erregt ist, ergibt sich ein
Stromkreis von Erde über die sehr niederohmigeWicklungvon DMR (ein Relais, das bereits
durch DTR erregt worden ist), Arbeitskontakt DAR, Ruhekontakt IR, Ruhekontakt
DBR, Ruhekontakt DJR, E-Arm des B-Satz-Suchers, Ruhekontakt LCR im B-Satz (Fig.
8), Wicklung LCR zur Batterie. LCR spricht an und hält sich in einem Stromkreis
von Erde über Arbeitskontakt L RR, Arbeitskontakt LCR, Widerstand R4. und
LCR zur Batterie. Nachdem der Haltestromkreis geschlossen ist, schaltet LCR den
KontaktE von seiner Windung um auf einen Arbeitskontakt von LA R und über
Kopfkontakt ONC3 des ersten Gruppenwählers, Wicklung des Arbeitsmagneten P2 zur
Batterie. P2 spricht an in Reihe mit der niederohmigen Wicklung von DMR, und der
Wähler kehrt in die Ausgangsstellung zurück, wo ONC3 unterbricht und der Wähler
zur Ruhe kommt. Wenn der C-Arm angehoben wird, werden die weiteren beteiligten Wähler
ausgelöst, so daß im Besetztfall nur der A-Satz, B-Satz und R-Satz gehalten wird.
Der Zweck der niederohmigeri Wicklung von DMR ist es, dieses Relais erregt und den
R-Satz belegt zu halten, falls der Teilnehmer einhängen und DTR (Fig. 9) freigeben
sollte, bevor noch der Wähler seine Ausgangslage erreicht hat.
-
Beim Ertönen des Belegtzeichens hängt der Anrufende ein, und der R-Satz
wird frei. Das Gespräch wird nicht gezählt.
-
LA R (Fig. 8) fällt ab, wenn DMR seinen Arbeitskontakt unterbricht.
LA R läßt SIR abfallen, und SIR löst LRR aus. LRR treibt den zweiten Anrufsucher
über den Kopfkontakt ONC3 in die Ausgangsstellung. Wenn der C-Arm des zweiten Anrufsuchers
angehoben wird, löst der erste Anrufsucher und COR aus. Der Speicher löst aus Wenn
DAR (Fig. 9) anzieht, öffnet es den Stromkreis des Wählrelais DR (Fig. io),
das abfällt und das abfallverzögerte Relais R i R abschaltet. Wenn R i R seinen
Ruhekontakt schließt, wird das Speicherauslöserelais RRR erregt, in einem Stromkreis
von Batterie über Ruhekontakt CSR i, Arbeitskontakt RCR, eine Wicklung von RRR,
Ruhekontakt R i R, Ruhekontakt DR und Ruhekontakt HOR zur Erde.
-
RRR spricht an und hält sich gegen Erde über seine zweite Wicklung
und den Widerstand R 2. RRR öffnet den Haltestromkreis von RAR und RXR, und
T 3 R und T q. R im R-Satz. T q. R fällt ab und löst DRC (Fig.
9) aus, was die Stromkreise der Speichersucherarme A, B, C, D, E, F und G
unterbricht. RAR
löst RCR aus.
-
RRR hält den Achsenkupplungsmagneten PR erregt. Wenn RXR abfällt,
schließt es den Rückstellstromkreis aller Steigradwähler. Alle Wähler kehren in
die Ausgangsstellungen zurück, wo ihre jeweiligen Rückstellkontakte RC unterbrechen.
Wenn alle Ausgangsstellungen erreicht sind, wird über die A-Bänke der Speicherwähler
der Reihenstromkreis der elften Schritte zur Batterie hin geschlossen, RRR wird
kurzgeschlossen und fällt ab. Die Relais RFR und RGR fallen ab, wenn EC durch Schritt
9 geht oder schon vorher. Der Speicher ist nunmehr in der Lage, weitere Anrufe entgegenzunehmen.
-
Sammelanschlußbetrieb Sammelanschlußleitungsgruppen werden zusammengestellt,
indem man einer Anzahl Leitungen zwischen einem Paar von Zehnerlamellen dasselbe
Potential EC erteilt. Der Leitungswähler arbeitet dann genau so, als ob er eine
Hauptleitung suchen würde; wenn alle Leitungen in der Sammelanschlußgruppe belegt
sind, rückt er zum nächsten Zehnerschritt weiter, worauf der Teilnehmer in der üblichen
Weise Belegtzeichen erhält. Die Wirkungsweise im Fall von Fehlanrufen Sollte eine
Teilnehmerleitung Erdschluß oder sonstige Fehler bekommen, so daß das Teilnehmerrelais
anzieht, oder sollte der Teilnehmer es versäumen, innerhalb 30 Sekunden nach
dem Abheben zu wählen, so schließt der Zeitschalter TA (Fig. io) seinen 3o-Sekunden-Kontakt
oder einen anderen vorbestimmten Zeitkontakt und erregt RER.
-
RER erregt RSR und PRR, was den ersten Gruppenwähler veranlaßt, in
üblicher Weise anzusprechen. Da der Speicherwähler ED i auf Null steht, bleiben
an den Gittern G i bzw. G 2 von V i die Potentiale EG i +3 und
EG 2 +3. Der Wähler sucht also nach einer Verbindungsleitung mit dem Potential
EC -f- 3, von denen einige in den Kontaktbänken der ersten Gruppenwähler vorkommen.
Diese Verbindungsleitungen endigen am Arbeitsplatz des Leitungsaufsichtsbeamten.
Wenn eine freie Verbindungsleitung mit dem Potential EC + 3 gefunden ist, zündet
V i die Ventilröhre GVi, und der Wähler kommt in der üblichen Weise auf der gewählten
internen Verbindungsleitung zur Ruhe, und nach der üblichen Prüfung auf Doppelbelegung
wird ein Stromkreis hergestellt von Erde über den Ruhekontakt G VR 2, Ruhekontakt
RSR, Arbeitskontakt PRR, Arbeitskontakt RT 2 R,
Arbeitskontakt RER und Wicklung
RRR zur Batterie.
-
Die Erregung von RRR löst den Speicher aus, und die Unterbrechung
der t-Ader läßt T4 R im R-Satz abfallen, worauf DCR abfällt (Fig. 9). DCR läßt
LA R
im B-Satz (Fig. 8) abfallen. Die Verbindung ist nunmehr auf die zum Leitungsaufseher
führende Verbindungsleitung durchgeschaltet. Wie oben erläutert, kann die Aufsicht
die fehlerhafte Leitung von dem Arbeitsplatz aus prüfen und die Nummer der Leitung
ermitteln. Zu langsames oder unvollständiges Wählen Sollte ein Teilnehmer beim Wählen
mehr als 30 Sekunden zwischen den einzelnen Ziffern verstreichen lassen oder
die Anrufnummer nicht ganz durchwählen, so schließt der Zeitschalter TA seinen
3o-Sekunden-Kontakt wie bei einem Fehlanruf und erregt RER. ED i hat angesprochen,
sonst würde der Anruf als Fehlanruf erscheinen, und ebenso steht einer oder mehrere
der fünf weiteren Speicherwähler ED 2, ED 3,
ED 5, ED
6 oder ED7 noch in der Ausgangsstellung, wobei die Potentiale EG i
-f-3 und EGa -f-3 an den
Gittern Gi bzw. G2 von Vi liegen. RER
läßt RSR ansprechen wie bei einem Fehlanruf, und der zweite, dritte, vierte, letzte
Gruppenwähler oder Leitungswähler sucht in Freiwahl nach einer internen Verbindungsleitung
mit dem Potential EC+3. Einige wenige derartige Verbindungsleitungen kommen in den
Kontaktbänken des zweiten; dritten, letzten Gruppenwählers und Leitungswählers vor.
Sie können zu einer automatischen Ansageeinrichtung führen, die den Teilnehmer selbsttätig
von seinem Fehler beim Wählen Mitteilung macht, oder sie können zu einem Arbeitsplatz
mit einer besonderen Beamtin führen.
-
Wenn eine freie Leitung mit dem Potential EC +3 gefunden worden ist,
zündet V i das Ventil GV i, der Speicher wird frei wie bei einem Fehlanruf, und
der B-Satz wird zu der automatischen Ansageeinrichtung oder der besonderen Beamtin
durchgeschaltet. Unbelegte Zahlengruppe Unter einer unbelegten Zahlengruppe in einer
flachen fortlaufenden Kontaktbank versteht man eine nicht benutzte Verbindungsleitungsgruppennummer.
Normalerweise liegen in jeder Bank zehn Gruppen mit den Potentialen EC -i bis EC
-io. Wenn irgendeine dieser Gruppen nicht benötigt wird, wird für jede der unbenutzten
Gruppen eine Lamelle reserviert, die ihr Gruppenpotential zugeteilt bekommt. Wenn
also ein Teilnehmer eine falsche Gruppennummer wählt, wird er auf eine dieser Leitungen
geschaltet, die in einer automatischen Ansageeinrichtung oder bei einer besonderen
Beamtin endigen. Fangeinrichtung und Daüerfreiwahl Normalerweise kann RSR nicht
länger als etwa 2 Sekunden angezogen bleiben; wenn es länger angezogen bleibt, ist
dies ein Zeichen entweder von Dauerfreiwahl, d. h. alle Verbindungsleitungen sind
belegt, oder -von einem Betriebsfehler. Um solche unnormalen Verkehrsverhältnisse
oder Störungen festzuhalten, wird die Fangeinrichtung des Motorwählersystems beibehalten.
Der Wartezustand darf dann nach dem Wählen der letzten Ziffer der gewünschten Teilnehmernummer
- bis zu 4.o Sekunden anhalten. Wenn der Teilnehmer vor Ablauf dieser Frist nicht
eingehängt hat, spricht die Fangeinrichtung an und löst die anrufende Leitung aus,
aber nicht den B-Satz, den R-Satz; den A-Speicher und die Kette der an der Verbindung
beteiligten Wähler. Diese werden ungefähr in dem Zustand erhalten; in dem sie im
Augenblick des Festhaltens gerade sind. Die Meldelampe HOL (Fig. io) leuchtet
auf, so daß diese Gesprächsverbindung unmittelbar nachgesehen werden kann. Bei jedem
Speicher ist eine Taste HOT vorgesehen; wenn sie umgelegt wird, macht sie die Fangeinrichtung
unwirksam, falls ihre Benutzung nicht gewünscht ist und die Verbindungen nicht sofort
nachgesehen werden sollen. Wenn diese Taste umgelegt ist, löst die ganze Verbindung
aus, wenn der Anrufende einhängt. Sollte eine Verbindung im Fall berechtigter Dauerfreiwahl
nach dem Ansprechen der Fangeinrichtung frei werden, so wird die Verbindung ausgelöst,
wenn die freie Verbindungsleitung belegt wird. Dies geschieht, um nicht unnötigerweise
Verbindungsleitungen in den Hauptverkehrszeiten festzuhalten.
-
Nachdem die letzte Ziffer gewählt ist, rückt TA
weiter. Wenn
er an seinem 3o-Sekunden-Kontakt vorbeikommt, ereignet sich nichts, da RSR bereits
angezogen hat. Wenn er seinen 40-Sekunden-Kontakt erreicht, wird Relais HOR betätigt.
Dieses Relais hält sich über einen Arbeitskontakt, die Fangtaste HOL,
den
Ruhekontakt GVR2, Ruhekontakt GVR i nach Erde. HOR läßt die Lampe HOL aufleuchten
und erdet Kontakt E, was Relais DJR im R-Satz (Fig. g) ansprechen läßt. HOR entfernt
die Erdverbindung vom Anker von DR; und das Speicherauslöserelais RRR erregt sich
daher nicht, wenn DR abfällt.
-
DJR (Fig. g) öffnet den Stromlauf von Arm C und läßt LAR (Fig. 8)
abfallen. Über einen Arbeitskontakt DJR spricht LCR an in einem Stromlauf von Erde
über Widerstand R5, Arbeitskontakt D JR, E -Arm, Ruhekontakt LCR und Wicklung
LCR zur Batterie. LCR spricht an und hält sich über einen Arbeitskontakt von LRR
gegen Erde; über einen Umschaltekontakt trennt es den E-Arm von seiner Wicklung
und verbindet ihn mit einem Ruhekontakt von LAR, das nunmehr abgefallen ist, und
die Wicklung HOR (Fig. 8) zur Batterie. HOR hält LRR angezogen über einen Kontakt,
und über einen weiteren Arbeitskontakt und Kopfkontakt ONC 3 erregt es P
i und bringt den zweiten Anrufsucher in die Ausgangsstellung zurück. -Wenn der C-Arm
angehoben wird, wird der A-Satz und die anrufende Teilnehmerleitung frei. Wenn LA
R auslöst, entfernt es den Nebenschluß R3 von SiR, das abfällt. Da RelaisLRR abfallverzögert
ist, unterbricht es seinen Arbeitskontakt erst, wenn sein Stromkreis wieder von
HOR geschlossen ist.
-
Die Reihe hintereinander benutzter Gruppenwähler, der Speicher, der
R-Satz und der B-Satz verbleiben in diesem Zustand bis entweder die Fangtaste HO
K (Fig. io) umgelegt wird und dabei HOR (Fig. io) freigibt oder bis der in Freiwahl
befindliche Wähler, falls er die Ursache des Fangens ist, eine freie Verbindungsleitung
findet und je nachdem GVRi oder GVR2 ansprechen läßt. Wenn eines dieser Relais anspricht,
wird die Erdverbindung von HOK weggenommen, und HOR fällt genau so ab, als ob IJOK
umgelegt worden wäre. DR hat seinen. Ruhekontakt geschlossen, nachdem es abgefallen
ist, als die Arme des zweiten Anrufsuchers angehoben wurden. RSR liegt ebenfalls
mit seinem Ruhekontakt an, weil GVRi oder GVR2 angesprochen hat. Wenn daher HOR
seinen Ruhekontakt schließt, ergibt sich ein Stromkreis von. Erde über Ruhekontakt
HOR, Ruhekontakt DR, Ruhekontakt R z R, Ruhekontakt RSR, Wicklung RRR, Arbeitskontakt
RCR und Ruhekontakt GSRz zur Batterie. RRR spricht an und gibt den Speicher frei.
Der R-Satz wird frei, wenn der Stromlauf von RAR und des T-Arms unterbrochen wird
und dabei die Relais
T 3 R, T q.
R und wiederum DCR zum Abfall
bringt: DJR wird frei, wenn das Fangrelais HOR (Fig. io) seinen Arbeitskontakt unterbricht
und die Erde von dem E-Arm des Speichersuchers wegnimmt. DJR entfernt die Erdverbindung
von dem E-Arm des
B-Satzes und läßt HOR im B-Satz (Fig. 8) abfallen,
worauf LRR und sodann LCR abfallen. Über einen Stromkreis von Erde über Ruhekontakt
LRR, Kopfkontakt ONC3 und P2 zur Batterie kehrt der erste Gruppenwähler in die Ausgangsstellung
zurück. Wenn der Arm C des ersten Gruppenwählers angehoben wird, werden die dahinterliegenden
Wähler freigegeben. Vorzeitige und andere Auslösungen durch den Speicher Die nachstehende
Tabelle, die die jeweilige Behandlung der Dreharme des R-Satz-Speichersuchers und
des B-Satz-Suchers zeigt (Fig.9), ist nützlich bei der Verfolgung der verschiedenen
Arten von Auslösungen, wie sie im Betrieb der A-Speicher-Schaltung vorkommen (Fig.lo,
ioa, iob).
| Sucherarme des R-Satzes |
| Speicher- B-Satz- |
| Sucherarme Sucherarme |
| C@D@E T C E |
| i. Ruf (interner Verkehr) G G G |
| a, Belegt (desgl.) ....... G G I G |
| 3. R und B (Verbindungs- |
| verkehr) . . . . . . . . . . . . G G G G GR |
| Auslösung nach Doppel- |
| prüfung ............. G G G |
| 5. Auslösung nach Fehlan- |
| ruf oder zu langsamem j |
| Anruf .............. 'Offen |
| 6. Auslösung während |
| Freiwahl . . . . . . . . . . . . Offen |
| 7. Fangeinrichtung ...... G GR |
| G = direkte Erdung |
| GR = Erdung über dazwischenliegenden Widerstand |
Bei einer zustande gekommenen Verbindung erdet der Speicher die C- und D-Arme des
Speichersuchers, und der R-Satz erdet den C-Arm des B-Satz-Suchers. Dies ist die
Stellung beim Ruf. Im Belegtfall erdet der Speicher nur den C-Arm des Speichersuchers,
und der R-Satz erdet die C- und E-Arme des B-Satz-Suchers. Dies ist die Belegtstellung.
Nach dem Schluß der Impulsgabe für einen Verbindungsleitungsspeicher erdet der A-Speicher
die
C-, D- und E-Arme des Speichersuchers, und der R-Satz erdet den C-Arm
des B-Satz-Suchers und verbindet den E-Arm über einen Widerstand mit Erde. Dies
ist die Belegt- oder Rufstellung im Verbindungsverkehr.
-
Da es erwünscht ist, dem Anrufenden Belegtzeichen zu geben, wenn eine
Doppelprüfung ungünstig ausgefallen ist, wird der C-Arm des Speichersuchers und
der C- und E-Arm des B-Satz-Suchers wie bei einem belegten Anschluß geerdet. Wenn
der Speicher auslöst wegen eines zu kurzen, falschen oder langsamen Anrufs, öffnet
er den Stromkreis des T-Arms des Speichersuchers, entläßt hierdurch den R-Satz und
gibt die Verbindung an den B-Satz zurück. Sollte der Anrufende einhängen, bevor
er eine Stelle gewählt hat, oder wenn er die Nummer erst teilweise gewählt hat,
während der Wähler in Ruhelage ist, so löst sich die Verbindung aus, wenn sich RRR
über den Ruhekontakt von DR erregt in einem Stromkreis von Erde über den Ruhekontakt
HOR, Ruhekontakt DR, Ruhekontakt R i R, Ruhekontakt RSR, Wicklung RRR, Arbeitskontakt
RCR und Ruhekontakt GSR i zur Batterie und so die 1-Ader öffnet. Sollte aber der
Anrufende einhängen, während der Wähler sich in Freiwahl befindet und somit die
Arme unterbrochen sind und über möglicherweise gerade anderweitig im Betrieb befindlichen
Lamellen stehen, so wird der Speicher nicht freigegeben, bis eine freie Verbindungsleitung
gefunden ist, da der auslösende Ruhekontaktkreis von DR bei RSR unterbrochen ist.
Dies geschieht, damit die Arme eines in Freiwahl befindlichen Wählers nicht in eine
belegte Verbindung einfallen können.
-
In allen obengenannten Fällen löst der Speicher aus. Beim Festhalten
löst der Speicher nicht aus, wie oben erläutert. Der Speicher erdet den E-Arm des
Speichersuchers, um ein Festhalten zu ermöglichen, worauf der R-Satz den E-Arm des
B-Satz-Suchers über einen Widerstand erdet. Anrufe mit verkürzter Rufnummer Wenn
es erwünscht ist, den Speicher auszulösen, nachdem die Anrufnummer noch nicht voll
durchgewählt worden ist, z. B. schon nach zwei Stellen, wie bei einer internen Verbindung
mit Sonderdiensten, so wird der Speicher ausgelöst, indem kurzzeitig Erde an die
b-Ader gelegt wird, so daß RRR über den Ruhekontakt von RSR anspricht. Verbindungsleitung
für Fehlanrufe (Fig. il) Ein Fehlanruf ist ein Anruf, bei dem innerhalb 3o Sekunden
nach dem Abheben nicht gewählt wird. Derartige Anrufe werden automatisch nach einer
internen Verbindungsleitung (Fig. 1i) umgeleitet, die von den Kontaktbänken der
ersten Wählerstufe zum Arbeitsplatz der Leitungsaufsicht verläuft. Jedes Feld von
ersten Gruppenwählern besitzt drei oder vier solcher Verbindungsleitungen. Der Aufsichtsbeamte
kann feststellen, von welcher Anrufsnummer der Fehlanruf ausgeht. Die Behandlung
eines Fehlanrufs Wenn der erste Gruppenwähler (Fig. 8) auf eine Fehlanrufsverbindungsleitung
aufprüft, wird Erde über die Widerstände R1 und Ra an die zum Speicher hin führenden
a- und b-Adern gelegt. Die Erde an der a-Ader läßt den Speicher die übliche Doppelprüfung
durchführen. Geht diese günstig aus, so betätigt die Erdung an der a-Ader Relais
RRR im Speicher, worauf der Speicher und der R-Satz freikommen.
-
Das Schließen der c-Ader von Erde (Fig. 8) über Arbeitskontakt LRR,
Wicklung LBR, C-Arm, hochohmige Wicklung von BR in der Fehlanrufsleitung (Fig. il)
zur Batterie betätigt BR, nicht aber LBR. Die geschlossene Teilnehmerschleife des
Anrufenden erregt S i R (Fig. 8), was die Fehlverbindung aufrechterhält. BR (Fig.
ii) läßt über einen Arbeitskontakt
die Anruflampe CL aufleuchten,
schaltet über einen Umschaltekontakt das Anrufpotential EC -}- 3 von der t-Ader
ab und verbindet statt dessen die t-Ader mit einer Kontaktfeder der Identifiziertaste
ZK; wobei jeder- Fehlanrufsleitung eine solche Taste zugehört.
-
Der Aufsichtsbeamte fragt ab durch Einstecken eines Stöpsels, während
die Prüftaste TK im Ruhezustand bleibt, so daB sich ein Stromkreis bildet von Batterie
über hochohmige Wicklung von BR, niederohmge Wicklung von BR, niederohmige Wicklung
CR; Hülsenteil der Verbindungsschnur und R4 nach Erde. CR spricht an parallel zur
Wicklung von LBR im B-Satz und erregt AR, das sich über einen Arbeitskontakt und
einen Arbeitskontakt von BR hält. AR läßt die Anruflampe CL erlöschen und schaltet
die anrufende Leitung zur Prüfschnur durch.
-
Der. Aufsichtsbeamte kann mit der anrufenden Leitung sprechen, und
wenn er keine Antwon erhält, kann er die Prüftaste TK umlegen und dadurch
Batterie anstatt Erde an die Hülsenseite des Steckers legen. Diese Batterie liegt
über die niederohmigen Wicklungen von CR und. BR im Nebenschluß zur höchohmigen
Wicklung von BR und läßt LBR im B-Satz ansprechen. Die defekte Leitung ist nunmehr
bis zur Prüfschnur des Aufsichtsbeamten durchgeschaltet. Er kann einen Heultön oder
andere der= artige. Prüfungen. anschalten, wie sie ihm zur Feststellung der Ursache
und Natur des Fehlanrufs zweckmäßig erscheinen mögen. Hernach kann der Aufsichtsbeamte
den Prüfstecker aus der Buchse herausziehen und die Verbindung für eine vorbestimmte
Zeitdauer von 5 oder io Minuten auf der Leitung lassen, um festzustellen, ob sie
nicht von selbst wieder in Ordnung kommt. Wenn der Aufsichtsbeamte den Stecker herauszieht,
löst CR aus. AR und BR bleiben angezogen, und es bildet sich ein Stromkreis über
einen Ruhekontakt von CR und einen Arbeitskontakt von AR, der die Wartelampe WL
aufleuchten läßt: Die Entfernung des Nebenschlusses von der hochohmigen Wicklung
von BR läßt LBR abfallen und stellt so die Speisebrücke des B-Satzes für die Leitung
wieder her. SiR hält LRR. Wenn WL hinreichend lange geleuchtet hat,: kann
der Aufsichtsbeamte den Identifizierknöpf drücken und die Nummer der defekten Leitung
feststellen, wie unten beschrieben. Er kann dann veranlassen, däß die defekte Leitung
am Hauptverteiler abgestöpselt wird. Interne Verbindungsleitungen nach Arbeitsplätzen
und Sonderdiensten Interne Verbindungsleitungen nach Auskunftsstellen, Beschwerdestellen,
Auftragsnummerstellen, Münzeinnehmerstellen oder kleinen CLR-Fernplätzen ändern
sich entsprechend den Erfordernissen, aber im Grunde folgen sie den Richtlinien
von Fig. ii und 12.
-
Eine interne Verbindungsleitung (Fig. 12) ist gedacht zur Auskunftserteilung
oder sonstigen Zwecken dieser Art, wo die Auslösung der Verbindung dem Anrufenden
überlassen bleibt. Nachdem der Gruppenwähler eine Verbindungsleitung belegt hat,
prüft der Speicher über die a-Ader in der üblichen Weise auf Doppelverbindung, worauf
Relais A R in Reihe mit Relais RRR (Fig. lo) (.das bei vorzeitigem Einhängen anspricht)
in der mit der b-Ader verbundenen Speicherschaltung `anspricht. A R schließt sich
einen Haltestromkreis, läßt die Ruflampe CL aufleuchten und nimmt das Prüfpotential
von der t-Ader weg. BR spricht an, wenn der C-Arm mit der Lamelle Kontakt macht.
Die Bedienungsperson fragt mit einer Abfrageschnur ab. CR spricht an in Reihe mit
der Überwachungslampe S i L und trennt R i und A R von der a- und b-Ader.
AR fällt ab, und CL erlischt, wenn der Haltestromkreis unterbrochen wird.
CR hält den Stromlauf der t-Ader geöffnet. Die Überwachungslampe SiL wird durch
einen, Parallelstromkreis nach Erde hin vom Arbeitskontakt CR über R3 und Arbeitskontakt
BR nach Erde außer Betrieb gesetzt. Sollte der Anrufende als erster einhängen, so
fällt BR ab und entfernt den Nebenschluß von der Überwachungslampe, die nunmehr
aufleuchtet. Sollte die Beamtin zuerst den Stöpsel herausziehen, so verbleibt CR
erregt, bis der Anrufende einhängt und BR freigibt.
-
Sollte es erwünscht sein, die Speisebrücke des B-Satzes zu entfernen,
beispielsweise bei Münzeinnahmeplätzen oder kleinen CLR-Fernplätzen, so muß die
interne Verbindungsleitung nach. Art der Fehlanrufsleitung geschaltet sein, wie
in Fig. ix gezeigt. Die Wartelampe WL und der Identifizierknopf IK können
weggelassen werden, wenn sie nicht benötigt werden. 'Stellungsanzeiger und Kontrollampen
Alle Steigradwähler sind mit Ableseskälen versehen, so daß die Wähleraufsicht mit
Leichtigkeit den richtigen oder falschen Aufbau einer Gesprächsverbindung verfolgen
kann. Jeder Speicher besitzt eine Besetzt-Lampe RBL, die aufleuchtet; wenn oer Speicher
belegt ist. Eine Kontrollampe TPL ist für jeden Speicher vorgesehen und leuchtet,
wenn der Speicher auf Verbindungsverkehr geschaltet ist. Eine Fanglampe
HOL
ist für jeden Speicher vorgesehen und leuchtet, wenn der Speicher in Fangstellung
ist. Die Arbeitsweise des Speichers im abgehenden Verbindungsverkehr mit einem anderen
Universalamt oder einem Strowgeramt Allgemeines Die ersten Gruppenwählergruppennümmern,
für die der Speicher geschaltet- ist, sind wie folgt eingeteilt: Gruppe o: direkte
Leitungen zum Fernamt, Gruppe g: verbunden mit zweiten Gruppenwählern für Sonderdienste,
Gruppe i und 8: Reserve; Gruppe 2 bis 7: verbunden mit internen zweiten Gruppenwählern,
von denen alle abgehenden Verbindungsleitungen ausgehen, obwohl gegebenenfalls nach
passender Umverdrahtung des Speichers Verbindungsleitungen zu anderen Automatenämtern
auch von den ersten oder dritten Gruppenwählerstufen ausgehen können.
-
Im vorliegenden Anwendungsbeispiel bestehen alle Teilnehmernummern
aus sechs Stellen, abgesehen solche, die mit den ersten beiden Ziffern 2o, 24, 65,
74 und 75 beginnen. Diese sind siebenstellig. Die Amtskennziffer des örtlichen Universalamtes,
für die der Speicher -verdrahtet ist, beginnt mit der Zahl 29. Verbindungsverkehr
vollzieht sich mit direkter Impulsgabe
wie bei einer gewöhnlichen
Nummernscheibe. Verbindungsleitungsverkehr mit einem Universalamt oder einem Strowgeramt
vollzieht sich im wesentlichen ebenso.
-
Die abgehende Verbindungsschaltung (Fig. 13) wird am abgehenden Ende
von Verbindungsleitungen nach anderen Universalämtern, Strowgerämtern oner Motorwählerämtern
verwendet, so daß ein und. dieselbe Art von abgehender Schaltung für sämtliche Zwecke
genügt. Bei Verbindungsleitungen zu Strowgerämtern wird allerdings BR abfallverzögert
ausgeführt.
-
Die verschiedenen Betriebszustände der Grundschaltung der Verbindungsleitung
während des Aufbaus einer Gesprächsverbindung sind in den folgenden Schaltbildern
gezeigt: Fig. 14 für den Verkehr Universalamt mit Universalamt und Fig. 15 für den
Verkehr Universalamt mit Strowgeramt.
-
Der Teilnehmer wählt die beiden ersten Ziffern (Amtskennziffer) Wir
wollen annehmen, daß die gewählte Nummer sechsstellig ist. Der Teilnehmer wählt
die beiden ersten Stellen, ein erster Gruppenwähler wählt sich einen zweiten Gruppenwähler,
und der zweite Gruppenwähler wählt in der oben beschriebenen Weise eine freie abgehende
Leitung (Fig. 13). Die abgehende Verbindungsleitung wird belegt und der Speicher
auf abgehenden Verbindungsverkehr eingestellt Nachdem die abgehende Verbindungsleitung
durch einen zweiten Gruppenwähler belegt worden ist und die Arme A, B und C mit
ihren zugehörigen Lamellen in Kontakt gekommen sind, führt der A-Speicher die übliche
Doppelprüfung durch und falls diese günstig ausfällt, wird E0 von Stellung i nach
Stellung 2 fortgeschaltet. Wenn E0 in Stellung 2 vorrückt, spricht R UR (Fig. io
a) an in einem Stromkreis von Erde über Lamelle 2 der F-Bank von E0, Ruhekontakt
LSR, eine der Lamellen?, bis 7 in der E-Bank von ED i
(da die ersten
Stellen zwischen 2 und 7 liegen) und Wicklung RUR zur Batterie. RUR schließt sich
einen Haltestromkreis über einen Arbeitskontakt von RAR. RUR erregt RMR, das die
F- und G-Arme des Speichersuchers von der für Mehrpotentialwahl benutzten Verbindung
mit RSR umschaltet zur abgehenden Brücke zwecks Wahl von Amt zu Amt. Diese Brücke
läßt sich verfolgen vom F-Arm, Arbeitskontakt RMR und einerseits (Fig. io a) über
Relais P+R, andererseits über P-R und die Gleichrichter S (+) bzw. S (-), Unterbrecherkontakt
I, Arbeitskontakt RMR zum G-Arm. RUR schaltet die von der C-Bank von E0 kommende
Wählanlaßleitung von ihrer Verbindung mit der Wicklung von RSR zum Anker von P+R
um. Endlich verbindet RUR Batterie mit der C-Bank von ED i und gestattet dabei die
Weitergabe der Einerimpulse, sobald das Wählen der Einerimpulse beginnt.
-
Man wird sich erinnern, daß die Einerwahl auf Mehrpotentialbasis innerhalb
des Amtes selbst so lange angehalten wird, bis die Einer ganz durchgewählt sind.
Dies geschieht, um den Leitungswähler, der mit sechzig bis achtzig Schritten in
der Sekunde vorrückt, daran zu hindern, die Nummernscheibe mit ihren nur zehn Schritten
in der Sekunde zu überholen. Während einer Wahl im selben Amt wird Batterie an die
C-Bank von ED i erst dann gelegt, wenn der D-Arm von EI auf Stellung
8 gelangt, was bei Beendigung der Wahl der Fall ist.
-
Nur wenn Amtskennziffern, die mit 9 endigen, in diesem Fall 29, gewählt
werden, spricht LSR an in einem Stromkreis von Erde über Lamelle 2 in der F-Bank
von ED x, Lamelle 9 in der F-Barik von ED 2,
Wicklung LSR zur Batterie.
LSR öffnet den Ansprechstromkreis von RUR, so daß der Speicher in dem für Zwischenamtsverbindungsverkehr
erforderlichen Zustand bleibt. RUR spricht nicht an, wenn die erste gewählte Stelle
eine o, 9, 1 oder 8 ist, obwohl durch Weiterführung der Verdrahtung der E-Bank von
ED i die Reservesätze i und 8 auch für abgehenden Verbindungsleitungsverkehr
eingerichtet werden können.
-
Nachdem der Speicher so für Verbindungsverkehr umgeschaltet ist, entsteht
ein Stromkreis von Erde (Fig. 13) über R i, Ruhekontakt BR, a-Ader, die Wähler,
B-Satz, R-Satz, F-Arm des Speichersuchers, Arbeitskontakt RMR, Wicklung P-R, Gleichrichter
S (-i), Unterbrecher I, Arbeitskontakt RMR, G-Arm, b-Ader zur abgehenden Verbindungsschaltung,
Ruhekontakt BR und Wicklung A R zur Batterie. A R spricht an und schließt einen
Stromkreis von Erde über Widerstand R2 (Fig. 5) des zweiten Gruppenwählers, C-Arm,
Arbeitskontakt AR, zweite Wicklung von AR und Wicklung BR zur Batterie. AR und BR
sprechen an und bauen sich einen Haltestromkreis über einen Arbeitskontakt von AR.
BR trfnnt das EC-Potential von der t-Ader ab, R= von der a-Ader und AR von
der b-Ader. BR verbindet sodann die a- und b-Ader zur Verbindungsleitung durch.
Der Gleichrichter S (-) läßt Strom durch, wenn negative Batterie mit der b-Ader
verbunden wira, während S (-E-) Strom durchläßt, wenn negative Batterie mit der
a-Ader verbunden wird. P-R spricht an, da aber sein Arbeitskontakt beiRNRoffen ist,
findet keine vorzeitige Auslösung statt. Ankommender Verbindungsleitungssatz T-Satz
und T-Speicher bei der Verbindung mit Universalämtern Die ankommende Verbindungsleitungsschaltung
im Universalamt am anderen Ende ist in Fig. 16 zu ersehen. Wenn die Schleife der
Verbindungsleitung am abgehenden Ende geschlossen wird, so wird nie Grundschaltung
durch A (Fig. 1q.) dargestellt. JR (Fig. 16) spricht an und belegt einen
T-Speicher-Verbindungssatz (Fig.17), der seinerseits einen T-Speicher (Fig.18) veranlaßt,
den T-Satz zu belegen. Alle diese Vorgänge werden im einzelnen unten beschrieben.
Es mag hier genügen, zu sagen, daß die Grundschaltung der Verbindungsleitung verbleibt,
wie in A (Fig. 4 gezeigt, bis der Verbindungsleitungsspeicher angeschaltet ist,
zu welcher Zeit die Verbindungen zu den a- und b-Adern umgepolt werden, wie in B
in Fig. 14 gezeigt. Das Wählrelais (Impulsrelais) D i R des Verbindungsleitungsspeichers
(Fig.18) spricht an in Reihe mit
Relais P + R ixn A-Speicher (Fig.
ioa). Unter normalen Betriebsbedingungen vollziehen sich alle diese Vorgänge in
weniger als i Sekunde.
-
Der ankommende Verbindungsleitungswähler wird im Strowgeramt angeschaltet
Wenn die Schleife am abgehenden Ende geschlossen wird, zieht das Wählrelais oder
A-Relais in der ankommenden Verbindungsleitungsschaltung, das direkt an die Leitung
geschaltet ist, in Reihe mit P + R an, und die Grundschaltung der Verbindungsleitung
wird nunmehr wie in A in Fig. i5 gezeigt, wobei Relais A zu einem üblichen normalen
Strowgerwähler in einer ankommenden Verbindungsleitungsschaltung gehört und hier
nicht weiter erläutert wird. Der Teilnehmer wählt die dritte Stelle EI steht
in Stellung 3 undE0 in Stellung 2. Die Wählimpulse bringen ED 3 in einer
der gewählten Ziffer entsprechende Stellung, worauf EI in Stellung q. und
sodann in Stellung 5 vorrückt. ED q. wird übersprungen, da eine sechsstellige und
nicht eine. siebenstellige Nummer gewählt wird. Die dritte Stelle wird über die
Verbindungsleitung übertragen Wenn ED3 Schritt i erreicht, so entsteht ein Stromkreis
-,on Batterie über C-Bank von ED3, Lamelle 2 der C-Bank von E0, Arbeitskontakt RUR,
Arbeitskontakt P + R, Wicklung RHR, Ruhekontakt RLR und Arbeitskontakt RAR zur Erde.
RHR hält sich.. RHR läßt RNR ansprechen, das sich über einen Arbeitskontakt von
RAR einen Haltestromkreis baut. RHR schließt die Relais P - R, P + R und die beiden
Gleichrichter kurz. Über einen weiteren Arbeitskontakt schließt RHR den Stromkreis
des Impulsgebermagneten PM von Erde über Ruhekontakt LRL, Arbeitskontakt RHR und
PM zur Batterie. Während PM vorrückt, sendet es von Heine Reihe von Impulsen, etwa
zehn in der Sekunde, die aus kurzen Unterbrechungen der Verbindungsschleife bestehen.
Zu Beginn jeder Unterbrechung bildet sich vorübergehend eine Verbindung von Erde
über t-Kontakt des Impulsgebers lk, Ruhekontakt PCR4 und EC zur Batterie. PCR4 spricht
an, hält sich und läßt EC abfallen, das für jeden über die Leitung gesandten Impuls
um einen Schritt vorrückt. Nehmeh wir an, daß die Ziffer ,5 gewählt worden ist,
so geht, wenn der Stromkreis zum fünftenmal geöffnet wird, EC in Stellung 5, und
es bildet sich ein Stromkreis von Batterie über Lamelle 5 in der D-Bank von EC;
Lamelle 5 in der D-Bank von ED 3, Lamelle 2 in der D-Bank von E0 und Wicklung RLR
zur Erde. RLR spricht an, läßt RHR abfallen, und der Arbeitsmagnet PM des Impulsgebers
kommt zur Ruhe, sobald sein Zentrierkontäkt s öffnet. Über einen Arbeitskontakt
bringt RLR den Wähler EC in seine Ruhestellung über den Rückstellkontakt RC des
letzteren, der unterbricht, wenn der Wähler in der Ausgangsstellung angelangt ist.
Über einen weiteren Arbeitskontakt schickt RLR den Steuerwähler E0 von Stellung
2 nach Stellung 3 in einem Stromkreis von Erde über den Arbeitskontakt RAR, Arbeitskontakt
RLR, Ruhekontakt PCR3 und E0 zur Batterie. RLR ist hinreichend abfallverzögert,
um EC reichlich Zeit zum Rücklauf und zum Ansprechen von E0 zu lassen. E0 wird,
wie oben beschrieben, von Stellung 3 nach Stellung q. fortgeschaltet. RHR kann sich
für die folgende Impulsreihe nicht wieder erregen, bis RLR seinen Ruhekontakt schließt.
Es beginnt abzufallen, wenn EC Schritt 5 verläßt. Der verhältnismäßig lange Stromschluß
in der Verbindungsschleife veranlaßt im Verbin.dungsleitungsspeicher (Fig. 18) die
zwischen den einzelnen Impulsreihen erforderlichen Umschaltevorgänge.
-
Der Zustand der Grundschaltung der Verbindungsleitung während der
Impulsgabe nach einem Universalamt ist in C in Fig. 1q. gezeigt und während der
Impulsgabe nach einem Strowgeramt in B in Fig. i5. Die übrigen Stellen werden gewählt
und über die Verbindungsleitung übertragen Da die gewählte Nummer sechsstellig ist;
sprechen die weiteren Speicherwähler ED 5, EU 6, ED 7 in der
üblichen Weise an, und jede Impulsreihe wird unmittelbar nach Beginn des Wählens
an die Verbindungsleitung weitergegeben, so daß durch diese Weitergabe keine Verzögerung
entsteht. Wenn die letzte Wählziffer angekommen ist, wandert EI nach Stellung 8
und E0 nach Stellung 7. Der A-Speicher löst aus Wenn E0 in Stellung 7 rückt, ergibt
sich ein Stromkreis von Erde, Schritt 7 in der D-Bank von E0, nach den Kontakten
C; D und E des Speichersuchers. Diese Erdungen lassen die Relais DAR, DIR
und IR im R-Satz (Fig. 9) ansprechen. IR läßt DBR ansprechen. DAR öffnet
den Stromkreis des Wählrelais DR (Fig. io), und der Speicher wird frei. Der R-Satz
spricht an DIR schließt einen Stromkreis von Erde über R5, Arbeitskontakt
DIR, E-Arm des B-Satz-Suchers, Ruhekontakt LCR, Wicklung LCR zur Batterie.
LCR spricht an, hält sich über einen Arbeitskontakt von LRR und schaltet die Verbindung
zum E-Arm von seiner Wicklung nach einem Arbeitskontakt von LA R um, was
den Stromkreis weiterführt über ONC3, P2 zur Batterie im ersten Gruppenwähler. Durch
das Vorhandensein des Widerstandes R 5 in diesem Stromkreis spricht P2 nicht an.
LCR trennt Batterie und Erde von der Drosselspule RET ab, legt letztere zwischen
a- und b-Ader und bereitet so die Haltebrücke für die Verbindungsleitung vor.
-
DIR (Fig. p) trennt die beiden Wicklungen von DRR vom Rufstromkreis
und verbindet sie über den Gleichrichter S (-). DIR legt auch die Drosselspule RET
in Reihe mit Gleichrichter S (-[-) an die Verbindungsleitung über die F- und G-Arme
über Arbeitskontakte von DBR. Da die Stromrichtung in den
beiden
Adern der Verbindungsleitung sich nicht geändert hat, bleibt Relais D = R im Universal-T-Speicher
(s. D, Fig. 1q.) oder Relais A im Strowgerwähler (s. C, Fig. 15) erregt in Reihe
mit RET und dem Gleichrichter S (+). Kein Strom fließt über die Wicklung von Relais
DRR und den Gleichrichter S (-).
-
Wenn die Wahl auf der ankommenden Seite vollständig ist, hört der
Anrufende je nach dem Frei- oder Belegtzeichen vom anderen Amt über den Übertrager
TT (Fig. 9), dessen Primärkreis geschlossen ist, vom F-Arm über Arbeitskontakt DBR,
Arbeitskontakt DJR, Arbeitskontakt DAR, eine Wicklung von TT, Arbeitskontakt
DJR, Kondensator C2 und Arbeitskontakt DBR zum GArm. Die Grundschaltung der Verbindungsleitung
während des Rufs oder im Besetztzustand ist in E in Fig. 1q. für ein Universalamt
und in C in Fig. 15 für ein Strowgeramt ersichtlich. Es ist zu bemerken, daß in
dem Universalamt der T-Speicher (Fig. 18) ausgelöst worden und durch ein Relais
BR im T-Speicher-Verbindungssatz (Fig. 1.7) ersetzt worden ist. Eine ins einzelne
gehende Beschreibung hierzu wird weiter unten gegeben.
-
Falls der Anrufende Belegtzeichen hört, hängt er ein und läßt die
Verbindung im Ausgangsamt zusammenfallen, worauf die Verbindungsleitung wie unten
beschrieben freigegeben wird. Gesprächszählung Wenn sich der Angerufene meldet,
wird die Richtung des Stromflusses in der Verbindungsleitung umgepolt, und die Grundschaltung
der Verbindungsleitung nach einem Universalamt wird wie unter F in Fig. 1q. und
nach einem Strowgeramt wie unter D in Fig. 15 gezeigt. DRR (Fig. 9) spricht an in
Reihe mit S (-) und läßt den R-Satz und ZAR im B-Satz frei. Der Gesprächszähler
des Anrufenden spricht an wie oben beschrieben.
-
In einem Strowgeramt findet die Umpolung in wohlbekannter Weise im
Leitungswähler statt. In einem Universalamt findet die Umpolung statt, wenn die
Verbindung vom T-Satz (E in Fig. =q.) zurück zum Verbindungsleitungsrelais JR (F
in Fig. "z4) umgeschaltet wird. Relais A im Strowgerleitungswähler und Relais JR
im Universalverbindungssatz werden gehalten durch die Drosselspule RET im B-Satz
(s. C in Fig. 14 und E in Fig. i5). Auslösung Am Ende des Gesprächs wird die Verbindung
durch Einhängen seitens des Anrufenden ausgelöst. Bei einer Verbindung mit einem
anderen Universalamt findet die Auslösung in dem anderen Universalamt sofort nach
dem Öffnen der Verbindungsleitungsschleife statt, was durch Anheben der A- und B-Arme
des ersten Gruppenwählers veranlaßt wird. Bei einem abgehenden Gespräch nach einem
Strowgeramt findet die Auslösung ebenfalls beim Öffnen der Verbindungsleitungsschleife
statt; da aber das A-Relais erst das abfallverzögerte Relais B auslöst, wird der
Strowgerleitungswähler erst dann ganz frei, wenn Relais B abfällt. Um zu verhindern,
daß die abgehende Verbindungsleitung zu rasch erneut belegt wird, wird das Relais
BR (Fig. 13) bei zu Strowgerzentralen führenden abgehenden Verbindungsleitungen
ziemlich abfallverzögert gemacht, um die t-Ader hinreichend lange offen zu halten
und sich einer zuverlässigen Auslösung im Strowgeramt am anderen Ende zu versichern.
-
Kurznummerverbindungen Sollte der Teilnehmer eine zweistellige Sonderdienstnummer
im Amt am anderen Ende wählen, so löst der A-Speicher offensichtlich nicht in der
üblichen Weise aus, da eine normale Auslösung ein Wählen der vollen Stellenzahl
erfordert, für die der Speicher gebaut ist. Um solche Kurznummerverbindungen auszulösen,
polt die interne Verbindungsleitung in der Strowgerzentrale den Strom in der Verbindungsleitung
um und läßt Relais P - R im Speicherstromkreis ansprechen. Dieses Relais erregt
das Speicherauslöserelais RRR, und die Verbindung wird nach dem B-Satz zurückgeschaltet.
Solche Gespräche werden nicht gezählt. Die abgehende Verbindungsleitung wird zu
Untersuchungszwecken belegt gemacht Die abgehende Verbindungsleitung kann am abgehenden
Ende durch Einstecken in die Prüfklinke TJ (Fig. 13) belegt gemacht werden, was
das Prüfpotential von der t-Ader wegnimmt. Der Prüfstecker kann passend so geschaltet
werden, daß der Hülsenstromkreis der Klinke benutzt wird, um die Verbindungsleitung
vor der Inanspruchnahme zu prüfen, so daß man nicht in belegte Schaltungen einzustecken
braucht.
-
Die abgehende Verbindungsleitungsschaltung läßt sich ebenfalls vom
ankommenden Ende her belegt machen, -indem man sich in die Prüfklinke TJ (Fig. =6)
einstöpselt. Arbeitsweise der zweiadrigen CLR-Fernamtsverbindungsleitung (Fig. 21
bis 23 und Verbindungsschema Fig. 2o) Allgemeines Fernamtsbetrieb läßt sich in großen
Linien folgendermaßen unterteilen: a) Handbetrieb mit von Hand ausgestellten Gesprächszetteln;
b) automatischer Betrieb mit automatischer Ausfertigung der Gesprächszettel; c)
automatischer Betrieb mit automatischer Mehrfachzählung.
-
Während des Übergangsstadiums können Kombinationen aus den vorgenannten
Methoden wünschenswert sein, beispielsweise Handbetrieb mit Mehrfachzählung von
Hand.
-
In den letzten Jahren haben es Verbesserungen und Ausbau der Fernleitungsanlagen
ermöglicht, die meisten Ferngespräche sofort durchzuverbinden; wo Handämter beibehalten
wurden, geschieht dies nunmehr allgemein auf CLR-Basis, d. h. dis Anmelde-und Verbindungsplätze
sind an einer Stelle vereinigt, wo das Gespräch notiert oder der Gesprächszettel
ausgestellt und das Gespräch dann sogleich durchverbunden wird, während der Teilnehmer
am Apparat wartet. Diese Schnellverkehrsleitungen (CLR-Leitungen) (Fig. 21 und 22)
sind zweiadrige Verbindungsleiturigen,
die von Bänken in den ersten
oder zweiten Gruppenwählern nach dem zentralen Fernplatz führen. Dieser gibt der
Fernbeamtin vollen Überblick über den Anrufenden und macht. die Auslösung der Verbindung
von ihr abhängig, wenn sie sich erst einmal gemeldet hat. Zusammen mit anderen Schaltungen
ermöglicht dies der Bedienungsperson, die Nummer der anrufenden Leitung festzustellen.
Es ermöglicht ihr dies auch, den "Gesprächszähler des Anrufenden so oft wie gewünscht
zu betätigen und den Teilnehmer erneut anzurufen, nachdem er eingehängt hat. Dieselbe
Verbindungsleitung ist somit verwendbar für den Fernschnellverkehr auf der Grundlage
handschriftlicher Gesprächszettel oder mit handbetätigtem Mehrfachzähler oder mit
einer Mischung aus beiden, je nachdem, was bevorzugt wird. Überwachung und Steuerung
über .die zweiadrige Scbnellfernverkehrsleitung zwischen dem -Wähleramt und dem
Fernamt ergibt sich in der folgenden Weise: Das Schließen der metallischen Schleife
der Schnellfernverkehrsleitung über ein Zweiwicklungsreläis im Wähleramt betätigt
ein Zweiwicklungsrufrelais zwischen Erde und Batterie im Fernamt. Der Anrufende
kann die Verbindung von sich aus aufgeben, solange die CLR-Fernbeamtin sich noch
nicht gemeldet, das Leitungsrufrelais abgeschaltet und statt dessen die hochohmige
Wicklung eines CLR-Überwachungsrelais an die Verbindungsleitung gelegt hat. Das
überbrückte Relais im Wähleramt fällt ab. Über die CLR-Adern fließt kein Gleichstrom.
Der Teilnehmer kann sich der Fernbeamtin in der üblichen Weise durch Öffnen der
Leitungsschleife bemerkbar machen, wobei die beiden Wicklungen des Relais am abgehenden
Ende mit Erde bzw. Batterie verbunden werden. Dieses Relais spricht nicht an, aber
das hochohmige CLR-Überwachungsrelais im Fernschrank spricht an und läßt die Überwachungslampe
aufleuchten.
-
Zur Auslösung einer Verbindung hängt der Anrufende ein, und die Fernbeamtin
legt die niederohmige Wicklung des CLR-Überwachungsrelais an die CLR-Leitung und
betätigt so auch das Zweiwicklungsrelais im Wähleramt.
-
Um den Zähler des Anrufenden fortzuschalten, legt die CLR-Beamtin
positive Batteriespannung an die b-Ader der CLR-Leitung. Jedesmal, wenn Batterie
angelegt wird, rückt der Zähler um eins weiter. Um den Anrufenden zu identifizieren,
legt die CLR-Beamtin positive Batteriespannung an die a-Ader der Verbindungsleitung.
Der Teilnehmer kann inzwischen nicht einhängen. Um den Teilnehmer, nachdem er eingehängt
hat, und nur dann, nochmals anzuklingeln, legt die CLR-Beamtin positive Batterie
gleichzeitig an die a -Ader wie an die b-Ader.
-
Positive Batterie wird an die inneren Anschlüsse des Übertragers im
Fernamt angelegt, und zwar gegebenenfalls stufenweise, um im Hörer des Anrufenden
oder Angerufenen ein unerwünschtes Knacken zu vermeiden. Während des Gesprächs ist
die CLR-Leitüng zwischen dem Übertrager im Wähleramt und dem Fernschrank frei von
irgendwelchen Verbindungen mit Erde und Batterie, abgesehen von einer einzigen Erdung
auf der Fernschrankseite, eine Erde, die zwischen die beiden Relais gelegt wird,
von denen je eines an die beiden inneren Anschlüsse des Übertragers über zwei Gleichrichter
gelegt wird.
-
Die CLR-Verbindungsleitung kann im - Fernamt oder .CLR-Amt auf verschiedene
Arten endigen, je nach Größe und Art des Amtes. In kleineren Vermittlungsbezirken
können die Verbindungsleitungen in einer Schnur oder in einem Paar Mehrfachklinken
endigen, wobei ein Paar für die üblichen Gesprächs-und Hülsenverbindungen und das
ändere Paar zu Steuerzwecken dient: Die zweite Klinke würde nur benutzt werden,
wenn Gesprächszählung, Identifizierung oder ein erneuter Anruf erforderlich wird.
Es ließe sich ein Stöpsel mit drei Steckern oder drei je für ihren entsprechenden
Zweck geschaltete Einzelstöpsel verwenden.
-
In größeren Wählbezirken, wo zur Bewältigung des Verkehrs eine große
Anzahl von CLR-Beamtinnen erforderlich ist, ist es ratsam, die Verteilung auf die
einzelnen Beamtinnen automatisch vorzunehmen. Der Verkehr läßt sich dann in dem
Maß, wie er abnimmt, leichter und wirkungsvoller nach immer weniger Arbeitsplätzen
lenken. Die Fernplatzverbindungsleitung kann in einer Fcrnamtsschnur öder noch besser
in einem automatischen Fernleitungswähler endigen, so daß sich der Arbeitsplatz
verkleinern läßt auf -ein schräges Vermittlungspult, wo nur noch Tasten, Lampen
und Identifiziernummergeber vorhanden sind. Wir wollen CLR Verbindungsleitungen
beschreiben, die erste oder erste und zweite Verteilersucher besitzen; ohne Rücksicht
auf die Art und Weise, wie die anschließende Fernverbindung seitens der Fernbeamtin
weitervermittelt wird. Die Beschreibung beschränkt sich im nachstehenden auf die
Arbeitsweise der Verbindungsleitung zwischen dem Wähleramt und dem CLR-Platz.
-
Betrieb Die Anschaltung von CLR-Leitungen im Wähleramt Die CLR-Verbindungsleitung
(Fig. az) kann von der ersten Gruppenwählerstufe oder vom B-Satz (Fig. 8) öder,
was im allgemeinen der Fäll ist, von einer zweiten Gruppenwählerstufe für Sonderdienste
(s. a in Fig. 5) ausgehen. In der nachstehenden Beschreibung ist angenommen, daß
die Verbindungsleitung von einer für Sonderdienste bestimmten Bank des zweiten Gruppenwählers
ausgeht.
-
B-Satz wählt zweiten Gruppenwähler für Sonderdienste Der B-Satz belegt
einen zweiten Gruppenwähler für Sonderdienste in derselben Weise, wie er einen internen
zweiten Gruppenwähler belegt. LBR im B-Satz (Fig. 8) spricht nicht an in Reihe mit
der hochohmigen Wicklung von BR im zweiten Gruppenwähler für Sonderdienste
(Fig. 5). BR spricht an und hält den zweiten Gruppenwähler für Sonderdienste
belegt.
-
Zweiter Gruppenwähler für Sonderdienste wählt CLR-Leitung Der zweite
Gruppenwähler für Sonderdienste wählt eine freie CLR-Verbindungsschaltung in der
üblichen Weise,-und die gewählte Verbindungsschaltung (Fig. 21) wird durch Erdung
der t-Ader vorübergehend belegt gemacht. Wenn die Arme A, B und C in Kontakt
mit
den Lamellen der Verbindungsleitung kommen, prüft der Speicher
(Fig. io) zunächst über die a-Ader auf Doppelverbindung und schließt bei günstigem
Ausgang der Prüfung den Stromkreis der b-Ader, was das Speicherauslöserelais RRR
(Fig. io) und Relais DR in der Verbindungsleitung (Fig. 21) ansprechen läßt. DR
und RRR arbeiten in Reihe miteinander, RRR gibt den Speicher und den R-Satz frei.
LAR im B-Satz (Fig. 8) fällt rasch ab und verbindet die Übertragungsschaltung des
B-Satzes mit der Teilnehmerleitung und der CLR-Leitung.
-
DR (Fig.2i) hält sich vorübergehend über einen Arbeitskontakt und
einen Ruhekontakt von CR. Dies geschieht, um sicherzustellen, daß DR abfallverzögert
gemacht wird. DR betätigt AR. AR betätigt CR. CR trennt die Wicklung von
DR von der b-Ader und Widerstand R i von der a-Ader und verbindet die a- und b-Ader
mit der CM-Übertragungsschaltung. Über einen Ruhekontakt öffnet CR den Haltestromkreis
von DR, doch bevor DR Zeit zum Abfallen bekommen hat, zieht S iR an in Reihe mit
der anrufenden Leitung und hält DR über seine erste oder Arbeitswicklung.
-
AR betätigt das abfallverzögerte Relais BR. BR
trennt die t-Ader
von dem EC-Potential und verbindet sie statt dessen mit dem Mehrfachzählrelais TMR
und dem Identifizierrelais TIR. Über einen Arbeitskontakt von AR und einen Arbeitskontakt
von BR wird die Schaltung der c-Ader mit Batterie verbunden über den Widerstand
R2 und betätigt dabei Relais LBR im @B-Satz (Fig. 8). R2 ist nicht klein genug,
um Relais BR im zweiten Gruppenwähler für Sonderdienste (Fig.5) durch Überbrückung
aus dem Stromkreis auszuschließen. LBR verbindet die CLR-Übertragungsschaltung mit
der a- und b-Ader, bevor es die Übertragungsschaltung des B-Satzes trennt. Auf diese
Weise wird die Teilnehmerschleife während der Überschaltung nicht unterbrochen.
Der erste CLR-Sucher spricht -an DR (Fig. 2i) läßt ER anziehen und legt die beiden
Wicklungen von Relais JR in Reihe zwischen die Adern der abgehenden Verbindungsschaltung
und läßt dabei JR und GR (Fig. 22) im Fernamt ansprechen. GR betätigt NR.
NR legt Erde an die hochohmige Wicklung des Prüfrelais STi R und den Arbeitsmagneten
Pi des ersten CLR-Suchers. Der Sucher sucht nach einem freien zweiten CLR-Sucher,
und wenn einer gefunden ist, so bildet sich ein Stromkreis von Batterie über den
Arbeitskontakt des gemeinsamen Belegtrelais CBR i, ONC i im zweiten Sucher, Wicklung
KRi, T-Arm, Wicklung STiR, Arbeitskontakt NR zur Erde. STiR spricht an in Reihe
mit KR i. P i wird abgeschaltet, und der erste CLR-Sucher kommt zum Stillstand auf
den Anschlüssen des zweiten CLR-Suchers. STiR überbrückt seine hochohmigeWicklung
mit seiner niederohmigen Wicklung und macht den zweiten Anrufsucher belegt. Der
zweite CLR-Sucher spricht an Relais KRi bereitet den Prüfstromkreis von ST2R vor
und erregt P2. Der zweite Sucher sucht nach einer freien internen Verbindungsleitung
nach einem Fernplatz. Wenn eine gefunden ist, vollendet sich ein Stromkreis von
Batterie über Arbeitskontakt _CBR2, Wicklung KR2 (Fig.23) für ST2R, das anspricht,
und der zweite CLR-Sucher kommt zur Ruhe auf der gewählten internen Verbindungsleitung.
KR läßt die Leitungslampe LL über einen Arbeitskontakt und einen Ruhekontakt von
QR und MR aufleuchten. Vorzeitiges Einhängen seitens des Anrufenden Hängt der Anrufende
ein, bevor sich die CLR-Beamtin gemeldet hat, so fällt Relais SiR (Fig.m) ab und
gibt Relais DR frei. DR läßt AR abfallen, da der Haltestromkreis von AR am Ruhekontakt
von JR unterbrochen ist, das sich in Reihe mit GR (Fig. 22) in dem Augenblick erregt,
wo DR seine Arbeitskontakte unterbricht. DR läßt ER abfallen, aber wie eben erwähnt,
fällt A R ab, bevor JR seinen Ruhekontakt erreicht, was der Fall ist, wenn ER seine
Arbeitskontakte öffnet und somit den Stromkreis von JR und GR unterbricht.
-
Im Fernamt fällt GR ab und schaltet NR ab. iNR unterbricht die Haltestromkreise
von ST i R und KR i und läßt sie abfallen. KR i tut dasselbe mit den Relais ST2R
und KR2 (Fig. 23). KR2 unterbricht den Haltestromkreis der Anruflampe LL und läßt
sie erlöschen. Der Abfall von NR und KR i läßt die ersten und zweiten Sucher über
die Kopfkontakte ONC 2 in ihre Ausgangsstellungen zurückkehre n. Wenn die
Sucher die Ausgangsstellung erreicht haben, öffnet sich ONC 2 und ONC
r schließt sich und bereitet so die Sucher für einen nächsten Anruf vor.
-
Im Wähleramt unterbricht AR (Fig. 21) den Stromkreis des abfallverzögerten
Relais BR, und es bildet sich vorübergehend ein Stromkreis von Erde, Ruhekontakt
AR, Arbeitskontakt BR, C-Arm des zweiten Gruppenwählers für Sonderdienste durch
bis zum C-Arm des B-Satzes. Diese Erdung schließt LBR (Fig. 8) kurz, das abfällt
und den Verbindungssatz des B-Satzes in die Ruhelage bringt. Wenn der Teilnehmer
eingehängt hat, löst der B-Satz normal aus, worauf der zweite Gruppenwähler für
Sonderdienste freigegeben wird und seinerseits die CLR-Verbindungsleitung in die
Ruhelage bringt. Die CLR-Beamtin meldet sich Die CLR-Beamtin meldet sich durch Umlegen
ihres Abfrageschlüssels ZK (Fig.23), der das Abfragetastenrelais LKR betätigt,
über einen Reihenkontakt auf der Auslösetaste RLK. LKR läßt MR anziehen, das sich
über einen Arbeitskontakt und einen Ruhekontakt von QR hält. MR öffnet den Stromkreis
'der Leitungslampe LL, die erlischt. Ein Stromkreis bildet sich von Batterie über
den Arbeitskontakt von MR, Widerstand R2, C-Arm des zweiten CLR-Suchers, C-Arm des
ersten CLR-Suchers und die parallel liegenden Wicklungen HR und FR nach Erde. HR
spricht an und trennt GR ab, hält aber NR über einen Arbeitskontakt. FR ist hochohmig
und spricht in diesem Stromkreis nicht an.
-
Die Fernbeamtin befindet sich nunmehr über die Kontakte von LKR in
Verbindung mit dem anrufenden
Teilnehmer; und die Auslösung der
Verbindung ist von ihr abhängig. Der Teilnehmer kann der Fernbeamtin Signale geben,
indem er die Teilnehmerschleife in der üblichen Weise öffnet und schließt, worauf
S=R abfällt und DR freigibt (Fig. 2=). DR läßt seinerseits ER abfallen, worauf Erde
und Batterie mit der a- bzw. b-Ader über Arbeitskontakte von AR verbunden werden.
AR verbleibt über einen Arbeitskontakt und einen Ruhekontakt von IR gehalten. JR
spricht wegen des hohen Widerstandes der Arbeitswicklung von TSR (Fig. 23) nicht
an, die nunmehr im Fernamt an der Verbindungsleitung liegt über Ruhekontakte von
LKR (Fig. 23) und FR (Fig. 22) und Arbeitskontakte von HR. TSR spricht an und läßt
die Überwachungslampe S=L über seinen Arbeitskontakt und einen Ruhekontakt von QR
aufleuchten. Falls die Beamtin gerade in dem Augenblick in der Fernleitung mithört,
wo der Teilnehmer einhängt, wird TSR abgeschaltet, aber JR (Fig. 2i) verbleibt abgefallen,
und die Verbindung im Wähleramt wird nicht unterbrochen. Mehrfachgesprächszählung
Die Beamtin kann den Gesprächszähler jederzeit vorrücken lassen, indem sie die Zähltaste
HK betätigt, von denen je eine für jede am Platz endigende Verbindungsleitung (Fig.23)
vorgesehen ist. Jedesmal, wenn HK gedrückt wird, gelangt positive Batteriespannung
an die b-Ader der CLR-Verbindungsleitung und läßt Relais TMR (Fig.2i) über den Gleichrichter
S (-f-) nach Erde hin ansprechen. TMR legt negative Spannung an die t-Ader über
einen Arbeitskontakt von BRR und einen Ruhekontakt von RR. Das Zählrelais LMR (Fig.8)
des B-Satzes spricht an und liefert den Zählstrom nach der c-Ader wie im Falle eines
Ortsgespräches, bei dem sich der angerufene Teilnehmer meldet. Erneutes Anklingeln
Nach dem Einhängen wird der Teilnehmer von der Beamtin erneut angerufen, wenn sie
die Taste RRK (Fig. 23) betätigt. Diese Taste legt positive Batterie an beide Seiten
der CLR-Verbindungsleitung und betätigt so zu gleicher Zeit die Relais TMR und TIR
(Fig. 2i). Dieses gleichzeitige Ansprechen schließt den Stromkreis von RR, das die
t-Ader öffnet, das Ansprechen des Mehrfachzählrelaäs im B-Satz verhindert und nach
Öffnen der Dürchschaltung Rufstrom an die a- und b-Adern der anrufenden Leitung
legt. Feststellung der anrufenden Leitung Die Ermittlung der Nummer der anrufenden
Leitung wird gleich nachstehend im einzelnen beschrieben: Es mag hier genügen, zu
sagen, daß die CLR-Beamtin die Leitüngsidentifiziertaste IK (Fig.23) drückt.
ZK
schließt R2 kurz und läßt FR ansprechen (Fig. 22). FR läßt den dritten
Identifiziersucher die Verbindungsleitung belegen, positive Batteriespannung an
die a-Ader legen und T= R (Fig. 21) ansprechen, was seinerseits positive Batteriespannung
an die t-Ader der anrufenden Leitung anlegt und IR im A-Satz (Fig. 7) ansprechen
läßt.
-
Auslösung Am Ende eines Gesprächs hängt der Anrufende ein und läBt
SIL (Fig. 23) aufleuchten. Die Beamtin betätigt die Aüslösetaste RLK, was QR ansprechen
läßt. QR schließt die niederohmige Wicklung von TSR und betätigt so JR (Fig. a1).
Die Verbindung fällt nunmehr wie bei vorzeitigem Einhängen zusammen.
-
Die Arbeitsweise der Identifizierschaltungen (Fig. 2i bis
29, Fig. =3, Verbindungsschema Fig. 2o) Allgemeines In jedem Wähleramt sind
Mittel vorhanden, um es dem Leitunygsaufsichtsbeamten oder anderen Orts-oder Fernbeamtinnen
zu ermöglichen, die Nummer eines anrufenden Teilnehmers festzustellen. Die Leitungsaufsicht
benötigt dieses Mittel, um die Nummer einer defekten Leitung zu ermitteln, von der
ein Fehlanruf kommt. Es ist nicht erforderlich, solche aufgebaute Verbindungen mit
oder ohne die Hilfe von Suchtönen von Wähler zu Wähler zurückzuverfolgen. Die CLR-Fernbeamtin
braucht den Anrufenden nicht nach seiner Rufnummer zu fragen, weil sie sie mit einem
Minimum an Aufwand und ohne Verzögerung der Geschwindigkeit; mit der sie das Gespräch
vermittelt, automatisch bekommen kann. Eine automatische Gebührenberechnung ließe
sich ohne solche Mittel; um Anrufnummern festzustellen, nicht durchführen.
-
Die Teilnehmeridentifizierung in einem großen Wählgebiet durch die
Leitungsaufsicht und die CLR-Fernbeamtinnen wird nunmehr beschrieben. Es kann aber
ein entsprechend dem Schema Fig. 2o eingerichtetes Wähleramt ohne Änderung für automatische
Gebührenberechnung eingerichtet werden, vorausgesetzt, daß die Einrichtungen zur
automatischen Gebührenberechnung so ausgestaltet sind, daß sie Nummernimpulse in
etwa derselben Weise aufnehmen können wie die Nummeranzeiger (Fig:24).
-
Eine Eigenheit des hier beschriebenen Identifiziersystems ist es;
daß weder die Leitungsaufsicht im Wähleramt noch eine Beamtin im Fernamt die Identifiziereinrichtung
länger belegt halten kann, als zur Identifizierung der anrufenden Leitung erforderlich
ist. Die Zeit, die der erste Identifiziersucher benötigt, um die anrufende Leitung
zu finden, beträgt maximal 2, durchschnittlich x Sekunde: Die Zeit, die für den
zweiten Identifiziersucher maximal erforderlich ist, um den ersten Sucher zu belegen,
beträgt i Sekunde. Da diese beiden Sucher sich gleichzeitig in Freiwahl bewegen,
beträgt die Maximalzeit bis zum Identifiziersatz 2 Sekunden und die Durchschnittszeit
i Sekunde. Nachdem der Identifiziersatz belegt ist, dauert es i Sekunde, um den
Nummeranzeiger der Leitungsaufsicht einzustellen, worauf die Identiffzierschaltung
automatisch freigegeben wird. Die zwischen dem Drücken der Identifiziertaste auf
dem Pult der Leitungsaufsicht und dem
Erscheinen der Nummer auf
dem Anzeiger -verstrichene Zeit liegt somit in der Nähe von 3 Sekunden.
-
In Fällen, wo die Inanspruchnahme der Identifiziereinrichtung vom
Fernamt ausgeht, muß der dritte Identifiziersucher Zeit bekommen, um die CLR-Leitung
zu finden und die Amtskennziffer dem Nummeranzeiger zu übermitteln. Dieser Vorgang
braucht höchs ens 2 Sekunden und im Mittel 1,5 Sekunden. Wenn man diese Zeiten zu
den Zeiten der ersten und zweiten Sucher mit x und 2 Sekunden, wie oben erwähnt,
addiert, erhält man die insgesamt verstrichene Zeit zwischen dem Drücken der Identifiziertaste
durch eine Fernbeamtin und dem Erscheinen der vollständigen Teilnehmernummer einschließlich
der Amtskennziffer mit maximal q. Sekunden (Identifizierschaltung frei beim Drücken
der Identifiziertaste) und im Mittel mit 3 bis 3,5 Sekunden. Identifiziereinrichtung
In Wählerämtern JederA-Satz (Fig. 7) enthältein IdcntifizierrelaisIR. Dieses Relais
liegt an der t-Ader über einen kleinen Gleichrichter S (+) und spricht an, wenn
ein positives Potential normaler Größe an die t-Ader angelegt wird.
-
Ein üblicher vierarmiger erster Identifiziersucher (Fig. 25) ist für
jede Gruppe von ersten Anrufsuchern (Fig. 7 und 5b) vorgesehen, was in einem
Zehntausender-Amt insgesamt hundert erste Identifiziersucher ausmacht. Die 1-Adern
dieser Sucher liegen an den entsprechenden 1-Adern der ersten Anrufsucher. Besondere
Fehlanrufsucher für die Leitungsaufsicht sind nicht erforderlich.
-
Zwei zweite Identifiziersucher (Fig. 25 und 26) sind für jedes Zehntausender-Amt
erforderlich. Jeder ist ein normaler fünfzigteiliger achtarmiger Sucher,von dem
fünf Arme benutzt werden. Einer dieser Sucher dient für die ersten fünftausend Leitungen
oder die fünfzig ersten Identifiziersucher und der andere für die zweiten fünftausend
Leitungen oder die zweiten fünfzig ersten Identifiziersucher.
-
Falls zu dem Wähleramt Unterämter oder Zweigämter gehören, wären erste
Identifiziersucher in den Unterämtern oder Zweigämtern aufzustellen. Sollte die
Anzahl Leitungen zweihundert übersteigen, so würden auch zweite Identifiziersucher
in den Unterämtern oder Zweigämtern untergebracht und mit einem zweiten Identifiziersucher
im Hauptamt verbunden.
-
Eine Mehrpotentialprüfschaltung (Fig.25) ist vorgesehen und allen
hundert ersten Identifiziersuchern gemeinsam.
-
Ein gemeinsamer Impulsgeber IS (Fig. 28) mit elf Nockenscheiben ist
für jedes Automatenamt oder Unteramt vorgesehen, wobei zehn Nockenscheiben so eingerichtet
sind, daß sie jeweils ein bis zehn negative Batterieimpulse senden, während einer
einen positiven Batterieimpuls abgibt. Dieser Geber steht normalerweise still; er
macht eine Umdrehung, wenn er erregt wird, und während dieser Zeit sendet er von
allen Nockenscheiben gleichzeitig Impulse außer von der elften, die ihren positiven
Impuls nach dem zehnten negativen Impuls aussendet. Die Zeit zur Aussendung aller
dieser Impulse beträgt etwa z Sekunde.
-
Die beiden zweiten Identifiziersucher in jedemZehntausender-Automatenamt
sind mit einem vieradrigen Identifizierverbindungssatz (Fig. 26) verbunden, dessen
Aufgabe es ist, die Identifizieranlage für das Fernamt belegt zu machen, solange
sie von der Leitungsaufsicht in Anspruch genommen wird, und sie für die Leitungsaufsicht
belegt zu machen, solange sie gerade eine Fernbeamtin benutzt. Dieser Verbindungssatz
ist mit dc m dritten Identifiziersucher (Fig. 27) im Fernamt vieradrig verbunden.
-
Für jeden Arbeitsplatz der Leitungsaufsicht ist ein vierstelliger
Nummeranzeiger, wie in Fig.26 dargestellt, vorgesehen. Einrichtung im Fernamt In
einem für CLR-Verkehr von Hand eingerichteten Fernamt ist folgendes vorgesehen:
Eine dritte Identifiziersucherschaltung (Fig. 27) für jedes angeschlossene Zehntausender-Wähleramt.
Sie ist über eine vieradrige Verbindungsleitung an die Identifizierverbindungsschaltung
(Fig. 26) im Wähleramt angeschlossen. Der dritte Identifiziersucher ist ein üblicher
achtarmiger Sucher mit einer Aufnahmefähigkeit von sechzig CLR-Leitungen. Die CLR-Verbindungssätze
(Fig. 22) der zugehörigen Wählerämter liegen an den Bankkontakten der dritten Identifiziersucher.
Sollten von ein und demselben Wähleramt mehr als sechzig Leitungen kommen, so kann
ein oder mehrere zusätzliche Identifiziersucher parallel an die Schaltung des dritten
Identifiziersuchers gelegt werden.
-
Die gemeinsame Identifiziereinrichtung jedes CLR-oder sonstigen Fernplatzes
ist in Fig. 24 dargestellt; sie besteht aus vier Relais und einem vier- bis siebenstelligen
Nummeranzeiger je nach der Gesamtzahl Teilnehmeranschlüsse in dem betreffenden Wählgebiet.
Ein siebenstelliger Anzeiger kann ein Vermittlungsgebiet mit zehn Millionen Anschlüssen
bedienen, ein sechsstelliger eines von einer Million Anschlüssen und so weiter.
Die Nummeranzeiger haben so viele Stellen, wie die Wählnummern erfordern. Jeder
Stellenanzeiger enthält einen BetätigungsmaguetenNI und eine durchsichtige halbkreisförmige
Nummernscheibe, auf die die zehn Stellen oder je nachdem Buchstabenreihen aufgedruckt
sind. Jedesmal, wenn der Anzeigermagnet Strom erhält, betätigt er eine Sperrklinke,
die die durchsichtige Scheibe um eine Nummer weiterschiebt. Die Scheibe wird in
ihrer vorgeschobenen Lage durch eine Sperrklinke gehalten, die zu einer gemeinsamen
Auslösestange gehört. Die halbkreisförmigen Scheiben sind nebeneinander angeordnet,
und eine Lampe mit langem Leuchtfaden ist quer zu ihnen angeordnet, oder sie projiziert
in den Hohlraum unterhalb der Nummerflächen. Wenn alle Wählimpulse angekommen sind,
beleuchtet die Lampe die Zahl, auf die der Anzeiger eingestellt worden ist. Die
Anzeigescheiben werden durch Drücken der gemeinsamen Auslösestange in die Nullage
zurückgestellt, was die Halteklinken auslöst und die Scheiben unter ihrem eigenen
Gewicht oder durch eine Rückstellfeder in die Ruhelage zurückkehren läßt.
Die
Arbeitsweise der ersten und zweiten Identifizierschaltungen Der erste Identifiziersucher
spricht an Wenn das Identifizierrelais IR im A-Satz (Fig. 7) durch die Leitungsaufsicht
oder die CLR-Beamtin betätigt wird, so läßt IR das Relais AR (Fig: 25) im ersten
Identifiziersucher ansprechen, der die Gruppe von hundert Leitungen bedient, in
der die Leitung des Anrufenden vorkommt. A R schließt einen Stromkreis von Batterie
über die Wicklung des Arbeitsmagneten PIi, Arbeitskontakt AR; Ruhekontakt GVR der
gemeinsamen Ventilprüfschaltung und Ruhekontakt GSR nach Erde. Der erste Identifiziersucher
sucht in Freiwahl. A R verbindet die Kathode C von V nvt dem Prüfarm T.
-
Wenn die 7Anschlüsse - der anrufenden Leitung erreicht sind,' so befindet
sich am T.-Kontakt- das Potential EC -[ 4 (was laut Fig. i a für Identifizierzwecke
zugeteilt ist). Die Gitter von V liegen an den Potentialen ' EG i -[-
4 und EG 2 + 4, und wenn das Potential EC+4 an eine Kathode gelegt
wird, so zündet -die Röhre V das Ventil GV, und GV läßt das Relais GVR anziehen,
was den Stromkreis von PI i öffnet und den ersten Identifiziersucher auf den der
anrufenden Leitung zugeteilten Kontakten zum Stillstand kommen läßt. GVR betätigt
GSR; was das Ventil GV löscht.- GSR hält sich über einen Arbeitskontakt von AR und
nimmt die Erde von GVR weg, so daß sich PI i: nicht erneut erregen kann, wenn GVR
abfällt. Der zweite Identifiziersucher spricht an AR legt zum Prüfen Batterie an
den T-Kontakt des ersten Identifiziersuchers in der Kontaktbank des zweiten Identifiziersuchers
und schließt auch- einen Stromkreis für PI2. Wenn der anrufende erste Identifiziersucher
gefunden ist, spricht TRa an, läßt PI2 abfallen und erregt statt dessen SAR i oder
je nachdem SAR?, (Fig.26). Die Leitungsaufsicht identifiziert a) Identifizierschaltung
im Fernamt belegt Wenn der Leitungsaufsichtsbeamte beispielsweise die Nummer der
Leitung feststellen will, von der ein Fehlanruf ausgeht, drückt er die Taste IN
der Fehlanrufleitung zusammen mit der Auslösetaste RLB (Fig. 26). Die Schaltung
verlangt das Drücken des Auslöseknöpfes RLB des Nummeranzeigers, so däß die Aufsicht
nicht eine Identifizierung einleiten kann, solange auf dem Nummeranzeiger bereits
etwas eingestellt ist. Wenn IK und RLB gedrückt werden, spricht IKR (Fig. 26) an.
Falls die Identifizierschaltung gerade durch eine Fernbeamtin 'benutzt wird, spricht
BR oder AR- (Fig. 26) an und nimmt die Erde von der Wicklung von CR weg. Die Anzeigelampe
PL leuchtet nicht auf, und die Aufsicht merkt so, daß die gemeinsame Identifizierschaltung
gerade belegt ist. Der Aufsichtsbeamte kann ZK und RLB i bis 4 Sekunden gedrückt
halten, bis die Fernbeamtin mit ihrer Identifizierung fertig ist, oder er- mag Taste
und Knopf ein paar Sekunden später erneut niederdrücken.
-
b) Identifizierschaltung im Fernamt frei Die Aufsicht drückt RLB und
IK; IKR zieht an, und es bildet sich ein Stromkreis von Erde über Ruhekontakt BR,
Ruhekontakt AR, Wicklung CR, Ruhekontakt WRR, Arbeitskontakt IKR, Meldelampe PL,
Arbeitskontakt RLB zur Batterie. Das Brennen der Meldelampe zeigt an, daß die Identifizierschaltung
frei ist, worauf der Aufsichtsbeamte den Knopf RLB losläßt. ZK wird 2 bis 3 Sekunden
läng gedrückt gehalten, bis der Nummeranzeiger eingestellt ist. IKR bleibt gehalten
über seinen Arbeitskontakt und ZK,
wenn RLB losgelassen wird. CR spricht an,
nimmt die Erde von BR weg und macht so die Identifizierschaltung für das Fernamt
belegt; über einen Arbeitskontakt und einen Kontakt an IK legt es Erde an die t-Ader
der anrufenden Leitung und läßt so IR im A-Satz (Fig: 7) ansprechen und den ersten
und zweiten Identifiziersucher anlaufen.
-
Wenn SAR= oder SAR?, (Fig. ?6) anspricht, bildet sich ein Stromkreis
von Erde über die Wicklung des Arbeitsmagneten NI i des Tausenderanzeigers, Ruhekontakt
WRR, Ruhekontakt FR, Arbeitskontakt SARi oder SAR?, d-Ader, Arbeitskontakt
TR2 (Fig. 25), Arbeitskontakt GSR; Wicklung des hochohrnigen Relais ISR (Fig. 28)
und die Nockenscheibe B zurück zur Batterie. ISR spricht an, nicht aber
NI i. ISR schließt den Stromkreis des Arbeitsmagneten PM des Impulsgebers,
der sich zu drehen beginnt. Zu Beginn der Drehung macht Nockenscheibe A Kontakt
und Nockenscheibe B öffnet. Nocken A macht erst dann wieder Kontakt, wenn die Umdrehung
des Unterbrechers zu Ende ist, und Nocken B schließt erst wieder, wenn Nocken A
öffnet, so daß während der Impulssendung :die d-Ader für die Impulsgabe frei ist.
-
Der Impulsgeber macht einen vollständigen Umlauf; dabei sendet er
gleichzeitig negative Batteriespannungsimpulse über die ä-, b-, c- und d-Ader entsprechend
der Beschaltung zwischen den Kammscheiben des Gebers und den Kontakten der ersten
und zweiten Identifiziersucher. Die Schaltung in Fig. 28 ist für die Zahl
9372 verdrahtet, so daß Nocken-Scheibe g neun Impulse über die d-Ader, Nockenscheibe
3 drei Impulse über die c-Ader, Nockenscheibe 7 sieben Impulse über die b-Ader und
Nockenscheibe 2 zwei Impulse über die a-Ader gibt: Nachdem diese Impulse übermittelt
sind, folgt ein positiver Batteriespannungsimpuls über die a-Ader. Am Tisch der
Leitungsaufsicht (Fig. 26) schalten die neun negativen Impulse über die d-Ader den
Tausenderzeiger auf Stellung g, ähnlich werden die Hunderter- und Zehnerzeiger nach
den Stellungen 3 bzw: 7 gebracht. Die beiden über die a-Ader übermittelten Impulse
gehen durch den Gleichrichter S (-) und lassen Relais NR 4 ansprechen, das seinerseits
N14 in Stellung 2 bringt. Der folgende einzelne positive Impuls über die
a-Ader geht durch Gleichrichter S (-[-) und betätigt Relais WRR. WRR hält sich über
eine zweite Wicklung, einen Arbeitskontakt und den Unterbrechungskontakt a von RLB
zur Batterie. Die Anzeigelampe leuchtet auf
in einem Stromkreis
von Erde, Arbeitskontakt WRR, Leuchtfaden zur Batterie. Die Nummer 9372 erscheint
vor dem Leitungsaufsichtsbeamten.
-
WRR öffnet den Stromkreis von CR und PL. CR fällt ab, legt Erde an
die Wicklung von BR und macht so die Identifizierschaltung wieder zur Verwendung
im Fernamt frei. Wenn CR seinen Arbeitskontakt öffnet, wird positive Batteriespannung
von der t-Ader der anrufenden Leitung weggenommen, so daß IR im A-Satz (Fig. 7)
abfällt, was wiederum AR (Fig. 25) im ersten Identifiziersucher abfallen läßt. A
R öffnet den Stromkreis von TR2 und GSR und läßt so diese Schaltungen frei werden.
Wenn TR2 abfällt, löst es je nachdem SA R i oder SAR 2 aus. Die Sucher haben keine
Ruhestellung und verbleiben in der zuletzt eingenommenen Stellung. WRR öffnet auch
den Stromkreis von NI :r (Fig. 26), so daß ISR (Fig. 28) sich nicht erneut
erregt, wenn die Nockenscheibe B schließt.
-
Die Leitungsaufsicht hält IK gedrückt, bis die Meldelampe ausgeht
oder bis die Nummeranzeigelampe aufleuchtet. Die Taste wird dann losgelassen, aber
die Nummer bleibt weiterhin angezeigt. Wenn die Leitungsaufsicht die Nummer notiert
hat, wird die Auslösetaste RLB gedrückt. Dies gibt die Halteklinken an den Anzeigescheiben
frei, und letztere kehren in die Ruhelage zurück. Das Niederdrücken von RLB gibt
auch WRR frei und läßt dabei die Nummeranzeigelampe erlöschen. Die CRL-Beamtin identifiziert
a) Die Identifizierschaltung ist belegt Die Identifizierschaltung kann sich für
die Fernbeamtin als belegt erweisen, weil sie an anderem Ort die Leitungsaufsicht
oder eine andere CLR-Beamtin in Anspruch genommen hat. Wenn die Fernbeamtin die
Identifiziertaste IK einer Platzleitung (Fig. 23) drückt und dann kurzzeitig den
Nummeranzeigerauslöseknopf betätigt, so leuchtet die Meldelampe PL (Fig. 2q.) auf.
Sollte die Schaltung im Fernamt frei sein, so erscheint innerhalb 2 Sekunden die
Amtskennziffer im Nummeranzeiger, wenn auch unbeleuchtet. Sollte die Amtskennziffer
innerhalb dieser Frist nicht erschienen sein, so weiß die Fernbeamtin, daß die Schaltung
von einer anderen Beamtin im Fernamt in Anspruch genommen ist. Sie kann dann die
Taste noch ein paar Sekunden lang gedrückt lassen und so die Identifizierleitung
beim Freiwerden belegen, oder sie kann die Taste loslassen und es später nochmals
versuchen. Wenn zwei oder mehr Beamtinnen die Taste gleichzeitig für dieselbe Identifizirrschaltung
gedrückt halten, so kommt derjenige Fernplatz zuerst daran, dessen CLR-Leitung i1i
der Kontaktbank des dritten Identifiziersuchers am günstigsten liegt.
-
Sollte die Identifizierleitung im Fernamt frei, aber im Wähleramt
belegt sein, so erscheint die Amtskennziffer im Nummeranzeiger innerhalb 2 Sekunden
nach dem Drücken von IK und RLB, aber die Teilnehmernummer erscheint nicht innerhalb
3 weiterer Sekunden. Der Leitungsaufseher kann die Schaltung höchstens 3 Sekunden
lang belegt halten, und wenn die Beamtin die Taste ZK niedergedrückt hält, ist keine
andere Fernbeamtin in der Lage, die Leitung zu belegen, wenn sie frei wird.
-
b) Die Identifizierschaltung ist frei Der dritte Identifiziersucher
belegt die CLR-Leitung Die CLR-Beamtin drückt die Identifiziertaste IK der Platzleitung
(Fig. 23), über die der Anruf eingegangen war. Der Auslöseknopf RLB des Nummeranzeigers
(Fig. 2q.) wird sodann kurzzeitig gedrückt und bildet einen Stromweg von Batterie
über Arbeitskontakt RLB, Ruhekontakt QR, Wicklung des niederohmigen Melderelais
PLR, Identifiziertaste IK (Fig. 23), C-Arm des zweiten CLR-Suchers (Fig. 22), C-Arm
des ersten CLR-Suchers und durch die parallelen Wicklungen von HR und FR zur Erde.
FR spricht in diesem Stromkreis an und legt Erde an die gemeinsame Leitung y zum
dritten Identifiziersucher (Fig.26), der mit dem Identifizierverbindungssatz (Fig.
26) im Wähleramt verbunden ist, aus dem der Anruf kommt.
-
PI3 (Fig. 27) erregt sich, und der dritte Identifiziersucher sucht
nach der CLR-Leitung. Wenn sie gefunden ist, spricht T3 R an über den Prüfarm, den
Arbeitskontakt FR (Fig. 22) und Widerstand R2 zur Batterie. P13 wird abgeschaltet
und statt dessen wird Erde an die Wicklung von A 3 R gelegt. Die Amtskennziffer
wird dem Nummeranzeiger übermittelt T3 R (Fig. 27) schließt einen Stromkreis
von Erde über den Ruhekontakt B3R, den Kontakt S und die Wicklung des Anlaßrelais
SR (Fig. 29). SR erregt den Arbeitsmagneten PM des Impulsgebers. Wenn der Impulsgeber
umzulaufen beginnt, schließt er seinen Nockenkontakt A, der sich erst wieder öffnet,
wenn der Geber einen vollen Umlauf gemacht hat. Der Geber hat dreizehn Nockenscheiben
und vierzehn Stellungen. Zu Beginn jeder Umdrehung mach'-Nockenscheibe T Kontakt
in Stellung 2, da die erst.. Stellung die Ruhelage ist. Die Nockenscheiben i bis
io arbeiten gleichzeitig und senden jeweils einen bis zehn Impulse in den Stellungen
3 bis einschließlich 12. Nockenscheibe G sendet einen positiven Batteriespannungsimpuls
in Stellung ig, und Nocken B sendet einen Impuls negativer Batteriespannung in Stellungi4.
Die Gesamtzeit für einen Umlauf beträgt etwa i Sekunde. Der Geber ist für das Fernamt
gzmeinsam.
-
Wenn somit T3 R anzieht und Erde an die Wicklung von A 3 R legt, so
arbeitet A 3 R erst, wc nn Nocken T
mit der Batterie Kontakt macht.
Ist das der Fall, so bildet sich ein Stromkreis von Erde übEr Nocken T (Fig. z9),
Kontakt t, Ruhekontakt A 3 R (Fig. 27), Wicklung A 3 R, Arbeitskontakt
T 3 R, Arbeitskontakt FR (Fig. 22) zur Erde. A 3 R spricht an, hält sich
über einen Arbeitskontakt und schaltet sich von dem T-Nocken des Gebers ab. A 3
R legt Batterie an die Wicklung von Relais B3R. Während der Impulsgeber vorrückt,
sendet er eine Reihe von Impulsen aus, und die ausgesandte Amtskennziffer hängt
davon ab, wie die d-, e- und f-Kontakte mit den Gebernocken durchverbunden
sind. Die in Fig.-29 gezeigten fliegenden Durchschaltungen sind für die Durchgabe
der Amtskennziffer 527 eingerichtet. Wenn
der Geber umläuft, sendet
er fünf Impulse von Nocken 5 in einem Stromkreis von der Batterie über Nocken 5;
Kontakt d, Ruhekontakt B 3 R (Fig. 37), Arbeitskontakt A 3 R; D-Arm
des dritten Suchers, D-Arm des ersten CLR-Suchers (Fig. 22), D-Arm des zweiten CLR-Suchers,
Arbeitskontakt LKR (Fig. 23), Gleichrichter S(-) (Fig. 24) und Wicklung NRz nach
Erde. NRi spricht fünfmal an und- läßt den Millionenanzeiger NI i um fünf Schritte
vorrücken. . In ähnlicher Weise werden die Anzeigeskalen für- die Hunderttausender
und Zehntausender der Rufnummer in, die Stellungen 2 bzw. 7 gebracht: In diesen
Fällen werden die Impulse direkt von den Nockenscheibcn den Betätigungsmagneten
der Nummeranzeiger NI2 und N13
übermittelt. FR (Fig. ä2) trennt die E- und
F-Arme von ihrer normalen Verbindung mit der CLR-Leitung ab zur Verbindung reit
der Kontaktbank des dritten Identifiziersuchers (Fig.27).
-
Infolge der Amtskennzifferimpulse sendet Nocken G einen positiven
Batterieimpuls über die g-Ader und läßt Relais WR (Fig. 2q:) über den Gleichrichter
S (+) ansprechen. WR hält sich über seine zweite Wicklung und einen Arbeitskontakt
von Taste RLB. WR schaltet die d-, e- und f-Adern von NI=, NI? und
N13
auf NI 5, NI 6 bzw'. NI 7. Die Amtskennziffer
verbleibt angezeigt, da die bewegten Nummernscheiben durch die Halteklinken in ihren
jeweiligen Stellungen gehalten werden: Nocken B (Fig. 29) sendet den Schlußimpuls
und betätigt B3R (Fig. 27), das sich über einen Arbeitskontakt .und einen Arbeitskontakt
von A 3 R hält. Der Stromlauf des dritten Identifiziersüchers ist nunmehr vom Impulsgeber
abgetrennt. Die ersten und zweiten Identifiziersucher-arbeiten-Solange die Leitungsaufsicht
die Identifizierschaltung nicht benutzt, ist die Schaltung von BR (Fig. 26) über
den Ruhekontakt von CR mit Erde verbunden. Wenn T3 R (Fig. 27) anzieht, schließt
es einen Stromkreis von Batterie über Arbeitskontakt T3R, Wicklung D 3 R, Ruhekontakt
C 3 R, d-Ader der vieradrigen Verbindungsleitung zum Wähleramt, Wicklung BR (Fig.
26), Ruhekontakt AR und Ruhekontakt CR zur Erde. D3 R und BR sprechen an. BR macht
die Schaltung für die Leitungsaufsicht belegt: D3R legt positive Batterie an die
a-Ader der CLR-Leitung in einem Stromkreis von der positiven Batterid über den Arbeitskontakt
D 3 R, C-Arm, dritten Sucher, Arbeitskontakt FR (Fig. 22), Arbeitskontakt HR, eine
Seite des Übertragers, a-Ader zum Wähleramt (Fig. 2r), eine Seite des Übertragers,
Relais TR und Gleichrichter S (-f-) zur Erde. TMR und IR (Fig. 2z) sprechen nicht
an. " T=R zieht an und legt positive Batteriespannung an die t-Ader der anrufenden
Leitung. IR (Fig. 7) betätigt AR (Fig. 25), und die ersten und zweiten Identifiziersucher
arbeiten wie bei einer Inanspruchnahme seitens der Leitungsaufsicht.
-
Wenn SAR= bzw. je nachdem SAR2 (Fig. 26) anzieht, bildet sich ein
Stromkreis von Erde über Arbeitskontakt SAR, Arbeitskontakt BR- und Wicklung AR
zur-Batterie. AR zieht an, schältet BR ab und hält sich über einen Arbeitskontakt
in Reihe -mit dem Kontakt von ,SAR. AR hält die Schaltung für die Leitungsaufsicht
besetzt, indem der Stromkreis von CR unterbrochen gehalten wird. AR läßt FR ansprechen.
Die Unterbrechung des Stromkreises von BR läßt D 3 R (Fig. 27) abfallen, worauf
C 3 R anspricht in einem Stromkreis von Erde über Arbeitskontakt B3 R, Wicklung
C3R und Ruhekontakt D3R zur Batterie. C3R legt positive Batteriespannung an den
C-Arm, bevor sie durch D3R abgeschaltet wird.
-
Amtsnummer des Teilnehmers wird übermittelt FR (Fig. 26) und C 3 R
(Fig. 27) schalten die a-, b-,
c- und d-Adern vom Impulsgeber (Fig. 28) über
die Schaltungen (Fig. 25, 26, 27, 22 und 23) zum Nummeranzeiger (Fig. 2q.) durch.
Das Schließen der d-Ader (Fig. 7,6) oder der g-Ader (Fig. 22) legt das hochohmige
Relais ISR (Fig. 28) in Reihe- mit NR4 und Gleichrichter S(-) (Fig. 24). ISR spricht
an, nicht aber NR4. ISR betätigt den Geber (Fig. 28); und direkte Batterieimpulse
werden ausgesandt, die N14, NI3, NI?, und" NI i in diejenigen Stellungen-
bringen, die der Verdrahtung im Geber entsprechen, in diesem Fall 9372. Der
positive Schlußimpuls läßt QR (Fig. 24) anziehen, das sich hält und die Nummeranzeigelampe
aufleuchten läßt, so daß die vollständige Nummer 527 bis 9372 angezeigt wird.
-
Identifizierschältung geht in Ruhelage QR (Fig. 24) öffnet den Stromkreis
von IK (Fig. 9,3) und läßt so alle Schaltungen in die Ruhelage zurückkehren. FR
(Fig. 22) fällt ab und gibt T3R (Fig. 27) frei. T 3 R läßt A 3 R abfallen,
A 3 R wiederum B 3 R,
und B 3 R schaltet C 3 R ab. C 3 R entfernt die
positive Batteriespannung von der a-Ader der CLR-Leitung, und TiR (Fig. 21) nimmt
die positive Batteriespannung von der t-Ader der anrufenden Leitung weg. IR (Fig.
7) gibt die ersten und zweiten Identifiziersucher (Fig.25) frei. -Rückstellung des
Nummeranzeigers Wenn die Fernbeamtin die Nummer gebührend notiert hat, drückt sie
RLB (Fig. 24), was die einzelnen Anzeigescheiben in ihre Ruhelagen zurückkehren
läßt, und RLB gibt auch QR frei. Ankommender Verbindungsleitungsverkehr Allgemeines
Aller interner Wählverkehr innerhalb eines Universalamtes vollzieht sich stets auf
Mehrpotentialwahlbasis. Um dies bei Verbindungen von Amt zu Amt leicht zu ermöglichen,
belegt der Verbindungssatz der ankommenden Leitung (Fig. =g) einen T-Speicher-Satz
und einen T-Speicher im Endamt. Die ankommenden Verbindungssätze können je nach
den Erfordernissen des Falls zu ersten, zweiten oder dritten Gruppenwählern gehören.
In allen Fällen ist die Wählerschaltung dieselbe, d. h. Fig. 5 a, Verdrahtung b.
Die nach dem Ausgangsamt gerichtete Seite des ankommenden Verbindungssatzes ist
immer besonders den Bedürfnissen des Amtes auf der Gegenseite angepaßt. Alle Verbindungsleitungen
sind zweiadrig, und Impuls- und Signalgebung für Wählzwecke vollzieht sich stets
auf voller metallischer Basis; d. h. es besteht eine Schleife am einen Ende und
Verbindungen mit Erde und Batterie
am anderen Ende. Erdpotentiale
spielen bei den Wählschaltvorgängen keine Rolle. Wenn die Verbindungsschleife im
Ausgangsamt geschlossen ist, veranlaßt der Verbindungsleitungssatz einen freien
T-Speichersatz (Fig. z7), ihn zu belegen, worauf der T-Speichersatz einen freien
T-Speicher (Fig. 18) belegt. Diese beiden Schaltungen sind dieselben und für alle
ankommenden Verbindungsleitungen gemeinsam, einerlei, ob diese von einem Universal-,
einem Strowger-, einem Motorwähler- oder einem Fernamt komme 1i mögen.
-
Die sonstigen Schaltungen und Schaltbilder, die in den nachstehenden
Beschreibungen eine Rolle spielen, sind Verbindung Universal mit Universal: Fig.
1q. Grundschaltung der Verbindungsleitung Fig. io A-Speicher-Schaltung im Ausgangsamt
Fig, 13 Abgehende Verbindungsleitungsschaltung Fig. 16 Ankommender Verbindungsleitungssatz
Verbindung Strowger mit Universal: Fig. 3o Grundschaltung der Verbindungsleitung
Fig.3i Abgehende Verbindungsleitungsübertragung im Strowgeramt Fig. 32 Ankommender
Verbindungsleitungssatz Bei den Strowgerschaltungen brauchen keine Änderungen vorgenommen
zu werden.
-
Motorwähleramt in Verbindung mit Universalamt: Fig.33 Grundschaltung
der Verbindungsleitung Fig.34 Ankommender Verbindungsleitungssatz (I. T. R,) Wenn
ein Universalamt in ein Motorwählernetz eingefügt wird, müssen die Motorwählerspeicher,
falls sie nicht bereits ohnehin entsprechend geschaltet sind, dahingehend abgeändert
werden, daß sie im Verbindungsleitungsverkehr mit einem Universalamt die Impulse
entpaaren. Unter Entpaaren versteht man, daß die Impulse im abgehenden Verbindungsverkehr
auf gewöhnliche Dezimalbasis umgestellt werden, genau so wie sie von der Nummernscheibe
eines Teilnehmers kommen. Entpaaren ist in manchen Motorwählersystemen vorgesehen,
um es diesem System zu ermöglichen, direkt mit Systemen zusammenzuarbeiten, die
auf Dezimalbasis gegründet sind, wie dies bei Universal- und Strowgersystemen der
Fall ist. Im übrigen sind keine Änderungen in vorhandenen Motorwählerämtern erforderlich.
Impulsweitergabeeinrichtung Eine Impulsweitergabeeinrichtung (S. I. R.) ist ein
wesentlicher Bestandteil bei Leitungen, die von einem Strowgeramt ankommen, das
nicht mit Speichern oder sonstigen Mitteln versehen ist, um einen Anruf so lange
zu speichern, bis der T-Speicher-Verbindungssatz und der T-Speicher belegt sind;
es muß somit der erste Impuls, der über die Verbindungsleitung kommt, aufgenommen
und gespeichert' werden, um ihn nachher vor oder gleichzeitig mit dem zweiten Impuls
an den T-Speicher weiterzugeben. Dieses Gerät ist klein und einfach und sitzt auf
der Montageplatte der Relais der Verbindungssätze. Die Anordnung besteht aus zwei
von Klinken angetriebenen Teilen, wobei der eine Teil in die Stellung vorrückt,
die durch die Zahl der über die Verbindungsleitung übermittelten Impulse bestimmt
ist, während der andere hinterherläuft und die Impulse weitergibt, wenn der T-Speicher
angeschaltet ist, und anhält, wenn er die vorgeschobene Stellung des erstgenannten
Teiles erreicht hat. Grundschaltungen der Verbindungsleitung Verbindung Universal
mit Universal (Fig. 1q.) Der Zustand der Verbindungsleitung unmittelbar nach ihrer
Belegung im Ausgangsamt ist unter A gezeigt. Relais JR (Fig. 16) erregt sich in
Reihe mit RelaisP-R (Fig. ioa) imA-Speicher. DerA-Speicher verbleibt untätig, während
JR einen T-Speicher-Verbindungssatz (Fig. 17) veranlaßt, nach der Verbindungsleitung
zu suchen und sie zu belegen. Danach belegt der T-Speicher-Verbindungssatz einen
T-Speicher (Fig. i8).
-
Der Zustand der Verbindungsleitung bei der Anschaltung eines T-Speichers
ist in Fig. 14 unter B dargestellt. Die a- und b-Adern werden umgepolt, und
das Wählrelais. DIR im T-Speicher spricht in Reihe mit P + R im A-Speicher
an. Der T-Speicher ist nunmehr bereit, Impulse vom A -Speicher im Ausgangsamt aufzunehmen.
-
Der Zustand der Verbindungsleitung während der Impulsgabe ist bei
C dargestellt. Die in Reihe liegenden Relais im A-Speicher sind durch einen Kontakt
von RHR (Fig. zoa) kurzgeschlossen, und Impulse von gleichmäßiger Länge und Geschwindigkeit
werden von dem Impulsgeber I übermittelt.
-
Wenn der A-Speicher für die vier Stellen des T-Speichers seine Impulse
ausgesandt hat, geht er in Ruhelage, und die Grundschaltung der Verbindungsleitung
wird wie in D gezeigt. Das abgehende Ende der Schaltung wird auf den R-Satz (Fig.
9) geschaltet. Relais DRR (Fig. 9) wird in Reihe gelegt mit dem Gleichrichter S
(-) und spricht nicht an. Die Drosselspule RET wird in Reihe gelegt mit dem Gleichrichter
S (+) und hält Relais D i R angezogen.
-
Wenn der T-Speicher die Wahl beendigt hat, löst er aus und schaltet
die Verbindung am ankommenden Ende auf den T-Speicher-Verbindungssatz (Fig. i7),
und die Grundschaltung der Verbindungsleitung wird wie bei l: gezeigt. Relais DRR
zieht nicht an, aber BR. Dies ist der Zustand der Verbindungsleitung während des
Rufs oder im Belegtzustand. Im l-,elegtfall hängt der Anrufende ein, worauf die
Verbindungsleitung unterbrochen wird und die Auslösung stattfindet.
-
Wenn der Angerufene sich meldet, schaltet der T-Speicher-Verbindungssatz
(Fig. 17) die Verbindungsleitung an den Verbindungsleitungssatz (Fig. i6). Die Stromrichtung
kehrt sich in der Verbindungsleitungsschleife um, und DRR im R-Satz (Fig. 9) und
JR sprechen an in Reihe mit dem Gleichrichter S (-), worauf die Gesprächszählung
stattfindet und die Grundschaltung der Verbindungsleitung nunmehr wird, wie bei
F gezeigt ist.
-
Nach derGesprächszählung schaltet derR-Satz (Fig. 9) am abgehenden
Ende die Schaltung auf den B-Satz (Fig. 8), und die Sprechverbindung wird wie bei
C gezeigt.
Am Ende des Gesprächs hängt der anrufende Teilnehmer
ein, worauf die Verbindungsleitungsschleife am abgehenden Ende, wie, bei H gezeigt,
unterbrochen wird. Der Abfall von JR führt den Verbindungssatz der Verbindungsleitung
(Fig. 16) in die Ruhelage zurück.
-
Sollte der Anruf einer mit verkürzter Rufnummer sein, d. h. eine Rufnummer
mit weniger als den normalen vier Wählstellen, so wird der T-Speicher (Fig, 18)
durch die interne Verbindungsleitung veranlaßt, die Stromrichtung in der a- und
b-Ader umzukehren. Dieses Umpolen läßt Relais P - R im A-Speicher ansprechen, das
als Relais für vorzeitige Auslösung wirkt und den A-Speicher und den R-Satz ohne
Gesprächszählung freigibt, wenn es nach dem Senden des ersten Impulses betätigt
wird. Verbindung Strowger mit Universal _ (Fig. 30) Das abgehende Ende einer zweiadrigen
Verbindungsleitung zwischen Strowgerämterri ist stets mit einer abgehenden Übertragung
verbunden, wie sie in Fig. 31 gezeichnet ist. Dieselbe abgehende Übertragung wird
am abgehenden Ende einer Verbindungsleitung nach einem Universalamt benutzt, und
der Zustand der Grundschaltung der Leitung kurz nach Belegung der Verbindungsleitung
im Strowgeramt ist bei A in Fig. 3o dargestellt: JR im Verbindungssatz der Leitung
(Fig. 32) spricht an in Reihe mit Relais E und F. im Strowgeramt (Fig. 3z). Relais
F, das die Gesprächszählung steuert; hat Fehlstrom und ist differential geschaltet,
so daß es erst anzieht, wenn sich die Richtung des Stromflusses in der Verbindungsleitung
umkehrt.
-
Ein gewöhnliches Strowgeramt ist- nicht mit Speichern ausgestattet,
und. die Impulse des anrufenden Teilnehmers können im Ausgangsamt nicht gespeichert
oder aufgehalten werden. Daher ist im Universalamt die Einrichtung so getroffen,
daß die Wählimpulse der ersten Wählziffer gespeichert werden können, während gerade
der T-Speicher angeschaltet wird. Dies wird erreicht, indem jeder Verbindungssatz
für ankommende Leitungen mit einem einfachen Gerät zur Speicherung und Weitergabe
von Impulsen versehen ist, das kurz -SIR (stored impulse repeater) genannt wird.
Der Zustand der Verbindungsleitung in diesem Stadium ist bei B in Fig.
30 gezeigt. Die Impulse werden durch das A-Relais in der abgehenden Übertragung
(Fig. 31) gesandt und. vom JR-Relais im Verbindungssatz der Leitung (Fig.
32) aufgenommen, das sie wiederum an das SIR weitergibt, das den Impulsgeber I steuert.
Sollte ein !-Speicher (Fig. =8) mit dem Verbindungssatz verbunden sein, bevor die
Wahl der ersten über die Verbindungsleitung kommenden Wählziffer beendigt ist, so
bleibt die Schaltung wie bei B -gezeigt, und die Impulse für die erste Stelle werden
an den ersten Speicherwähler ED 4. (Fig. 18) im Speicher durch den Impulsgeber I
weitergegeben.
-
Es darf angenommen werden, daß e in !-Speicher belegt worden ist,
bevor die Wahl der zweiten Wählziffer beginnt, weil die höchste zur Wahl eines Speichers
erforderliche Zeitdauer nicht größer, sondern wahrscheinlich kürzer ist als die.
maximale Wählzeit für eine Verbindungsleitung in einer Wählstufe eines Strowgerwählers.
Der Zustand der Prinzipschaltung der Verbindungsleitung während der Wahl der restlichen
Wählstellen ist bei C in Fig. 30 gezeigt. Die Speicherschaltung ist so angeordnet,
daß ED 4 und E, D 5 ihre Impulse gleichzeitig aufnehmen können, und zwar der erste
von I und der zweite von A in der abgehenden Übertragung. Dieser Zustand kann eintreten,
wenn der T-Speicher etwa am Ende oder nach dem Ende des Wählens der ersten Stelle
belegt wird.
-
Der Zustand der Grundschaltung der Verbindungsleitung im Rufzustand
oder Belegtzustand, wie er besteht, nachdem der T-Speicher ausgelöst ist, ist bei
D gezeigt. Relais ER im T-Speicher-Verbindungssatz (Fig. =7) wird angezogen gehalten
in Reihe mit den Relais E und F in der abgehenden Übertragung (Fig. 3x). Wenn der
Anrufende im Belegtfall einhängt, öffnet sich die Verbindungsleitungsschleife am
abgehenden Ende hinreichend lange, um das abfalleerzögerte Relais am ankommenden
Ende abfallen und die Verbindung auslösen zu lassen. Im Strowger-System ist die
Auslösung stets langsam.
-
Wenn der Angerufene sich meldet, so gibt der T-Speicher-Verbindungssatz
(Fig. 17) die Verbindung auf die Verbindungsleitung (Fig. 3ä), wo die a- und b-Adern
durch S 2 R umgepolt werden, das sich über die Leitung des Angerufenen erregt. Diese
Umpolung läßt Relais F in der abgehenden Übertragung (Fig. 3=) ansprechen, was wiederum
den Gesprächszähler des Anrufenden ansprechen läßt. Dieser Zustand beim Gesprächszahlen
und Sprechen ist bei E dargestellt.
-
Am Ende des Gesprächs hängt der Anrufende ein, worauf die abgehende
Übertragung (Fig. 31) die Ver-@ bindungsleitungsbrücke öffnet und JR abfallen läßt
(Fig. 32).
-
Sollte das Gespräch eines mit verkürzter Rufnummer sein; so wird der
T-Speicher freigegeben, wenn er die interne Verbindungsleitung belegt. Der Speicherverbindungs°satz
(Fig. 17) wird von dem Speicher freigegeben, und die Leitungsschleife wird wieder
umgeschaltet und dem Verbindungssatz der Leitung (Fig. 32) unterstellt. Wenn das
Gespräch mit verkürzter Rufnummer gezählt werden soll, so wird S 2 R betätigt wie
bei einem Gespräch mit voller Rufnummer, bei dem sich der Teilnehmer gemeldet hat.
Falls das Gespräch nicht gezählt werden soll, wird S2R nicht betätigt. Verbindung
Motörwähleramt mit Universal (Fig. 33) Der Verbindungsverkehr zwischen Motorwählerämtern
spielt sich mit Rückimpulsen ab, d. h. die Impulsgabe findet statt am ankommenden
und nicht am abgehenden Ende wie bei Verbindungen von Strowger-oder Universalämtern.
Wenn in einem Motorwähleramt eine Verbindungsleitung belegt wird und der Motorwählerspeicher
noch nicht die erste über die Verbindungsleitung zu übertragende Ziffer erhalten
hat, so bleibt die Verbindungsschleife offen, wie bei A gezeigt. Da Relais JiR im
Verbindungssatz der Leitung (Fig. 3q:) sich noch nicht erregt hat; wird kein T-Speiclier-Verbindungssatz
(Fig: 17) und !-Speicher (Fig. 1ö) angeschaltet.
-
Wenn der Motorwählerspeicher die erste über die Verbindungsleitung
zu übertragende Ziffer erhalten hat, so wird die Grundschaltung der Verbindungsleitung,
wie
bei B gezeigt. Das hochohmige Relais J i R spricht an und veranlaßt einen T-Speicher-Verbindungssatz,
den Verbindungsleitungssatz der Leitung zu belegen, und einen T-Speicher, den Verbindungssatz
des T-Speichers zu belegen. Das Impulsgeberrelais OSR im Motorwählerspeicher zieht
nicht an.
-
Wenn ein T-Speicher angeschaltet ist, so wird die Grundschaltung der
Verbindungsleitung wie bei C gezeigt. OSR arbeitet in Reihe mit D 2 R im T-Speicher
und zieht an.
-
Rückimpulse von richtiger Geschwindigkeit und Aussehen, die in momentanen
Erdungen bestehen, die an die b-Ader angelegt werden, werden, wie bei D gezeigt,
an die Leitung gelegt. Jedesmal, wenn die b-Ader geerdet wird, schließt OSR im Motorwählerspeicher
seinen Ruhekontakt und zählt einen Schritt.
-
Wenn die richtige Anzahl Impulse entsprechend der gewählten Ziffer
nach dem Motorwählerspeicher zurückgeschickt worden ist, öffnet letzterer die Verbindungsschleife,
wie bei E gezeigt. Die Leitung bleibt unterbrochen, bis der Motorwählerspeicher
bereit ist, die nächste Impulsreihe aufzunehmen, zu welcher Zeit die 'Verbindungsleitung
dann wieder in den Rückmeldezustand versetzt wird.
-
Wenn der Motorwählerspeicher alle Stellen gezählt hat, löst er aus
und schaltet das abgehende Ende der Verbindungsleitung auf die Verbindungsschaltung
des Motorwähleramtes, und die Grundschaltung der Verbindungsleitung wird wie bei
F gezeigt. Gleichzeitig trennt am ankommenden Ende der T-Speicher das Wählrelais
D 2 R ab und legt statt dessen das hochohmige Relais HRR an die Leitung. Relais
HRR hält die Verbindung, aber das Überwachungsrelais S2R in der Verbindungsschaltung
zieht nicht an.
-
Wenn der T-Speicher die Wahl beendigt hat, löst er sich aus, und die
Verbindung wird auf den T-Speicher-Verbindungssatz, (Fig. 17) umgeschaltet,
wie bei G gezeigt. Das hochohmige Relais HRR zieht an und hält die Verbindung, aber
S2 R wird nicht erregt. Das ist der Ruf- und Belegtzüstand. Im Belegtfall hängt
der Anrufende ein, und die Verbindungsschaltung im Motorwähleramt unterbricht die
Verbindungsschleife, worauf der T-Speicher-Verbindungssatz und der Verbindungssatz
der Leitung ausgelöst werden.
-
Wenn der Angerufene sich meldet, so schaltet der T-Speicher-Verbindungssatz
(Fig. 17) die Verbindung auf den Verbindungssatz der Leitung (Fig. 3q.), und die
Grundschaltung der Verbindungsleitung wird wie beiH gezeigt. Die beiden Wicklungen
von Relais J2 R liegen zwischen den Adern der Verbindungsleitung, wobei die niederohmige
Wicklung über einen Arbeitskontakt des Überwachungsrelais S3 R der angerufenen Leitung
geschlossen wird. S2R in der Verbindungsschaltung des Mötorwähleramtes spricht an,
und der Gesprächszähler des Anrufenden zieht an. Dies ist der Zustand beim Gesprächszahlen
und Sprechen.
-
Am Ende des Gesprächs hängt der Anrufende ein, die Verbindungsschaltung
des Motorwähleramtes öffnet die Verbindungsschleife am abgehenden Ende und löst
hierbei J2 R aus, wie bei I angedeutet.
-
Sollte die Verbindung eine mit verkürzter Rufnummer sein, so wird
der T-Speicher ausgelöst, wenn er die interne Verbindungsleitung belegt. Der Speicherverbindungssatz
(Fig. 17) wird durch den Speicher ausgelöst, und die Leitungsschleife wird zurückgeschaltet
und in.Abhängigkeit von dem Verbindungssatz der Leitung gebracht (Fig. 3q.). Wenn
das Gespräch mit verkürzter Nummer gezählt werden soll, wird S3R wie bei einem Gespräch
mit voller Rufnummer betätigt, bei dem sich der Angerufene meldete. Wenn das Gespräch
nicht gezählt werden soll, so wird S3R nicht betätigt.
-
Vorzeitiges Einhängen, d. h. Einhängen seitens des Anrufenden, bevor
zu Ende gewählt ist, kann in jedem Stadium bis zum vollständigen Durchwählen eintreten.
Eine vorzeitige Beendigung, während die Leitung im Zustand A ist, gibt lediglich
am abgehenden Ende die Leitung frei. Da die Leitung am ankommenden Ende noch nicht
aus dem Ruhezustand gekommen ist, ereignet sich hier nichts. Sollte eine vorzeitige
Beendigung im Zustand B eintreten, so kehrt die Verbindungsleitung in den Ruhezustand
zurück, wenn die Leitungsschleife am abgehenden Ende unterbrochen wird. Sollte vorzeitige
Beendigung während der Wahl oder zwischen den Wählvorgängen eintreten, so müssen
aber besondere Maßnahmen ergriffen werden, da der normale Wählzustand zwischen den
Wählreihen ohnehin der einer Unterbrechung ist, wie bei E gezeigt. Zu solchen Zeiten
veranlaßt der Motorwählerspeicher die vorzeitige Auslösung des T-Speichers, indem
er die Verbindung erst am abgehenden Ende unterbricht, falls sie nicht bereits unterbrochen
sein sollte, und indem er sie dann auf eine sehr kurze Zeit nochmals schließt. Dieser
kurze Stromschluß veranlaßt den T-Speicher dazu, die teilweise aufgebaute Verbindung
am ankommenden Ende zusammenfallen zu lassen. Ankommender Verbindungsleitungsverkehr
von einem anderen Universalamt Der T-Speicher (Fig. 18) spricht an Prinzipschaltung
der Verbindungsleitung (Fig. 1q:) Allgemeines Die Verbindungsleitung beginnt mit
dem abgehenden Verbindungssatz (Fig. 13) der Leitung im Ausgangsamt und endigt im
ankommenden Verbindungssatz (Fig. 16) der Leitung. Die Wirkungsweise des örtlichen
zweiten Gruppenwählers und des A-Speichers (Fig. io) bei der Wahl der abgehenden
Leitung wurde bereits dargestellt. Es wird angenommen, daß die ankommende Verbindung
in dem Amt endigt und vier Wählstellen aufweist. Verbindungsleitung wird mit dem
T-Speicher verbunden Wenn der A-Speicher im abgehenden Universalamt mit der zweiadrigen
Verbindungsleitung (Fig. 1q., A) verbunden wird, spricht JR (Fig. 16) in Reihe mit
dem Gleichrichter S(-) und P-R an (Fig. ioa). Beide Relais ziehen an. Wegen des
Gleichrichters S (+) fließt kein Strom durch P+R. Das Anziehen von P-R hat in diesem
Stadium des Verbindungsaufbaus auf den A-Speicher keinen Einfluß. JR legt Prüfpotential
an die Klemme T des Speicherverbindungssatzes (Fig. 17) in einem Stromkreis von
der Batterie über den Arbeitskontakt JR, Ruhekontakt CR und
Widerstand
R i nach T, und über einen weiteren Kontakt schließt JR den Stromlauf des gemeinsamen
Anlaßrelais CSR (Fig. 17) der Speicherverbindungs-Sätze. CSR hat ebenso viele Kontakte,
wie Verbindungsspeicherverbindungssätze vorhanden sind; die eine Gruppe von sechzig
ankommenden Verbindungsleitungen bedienen. Die Zahl 6o ist gegeben durch die Aufnahmefähigkeit
der Kontaktbank- des L eitungsverbindungssatzsuchers. Wenn CSR anzieht, erregt es
den Magneten PL der Leitungsvcrbindungssatzsucher in allen freien Speicherverbindungssätzen
in ,einem Stromkreis.von Erde über Ruhekontakt AR, Arbeitskontakt CSR, Ruhekontakt
T i R, Ruhekontakt-T4R und die. Wicklung des Magneten PL zur Batterie. Alle freien
Speicherverbindungssätze suchen nun nach dem anrufenden Verbindungssatz der Leitung,'und
ein Stromkreis entsteht für denjenigen, der ihn zuerst erreicht, von Batterie über
den Arbeitskontakt JR (Fig. i6), Ruhekontakt CR, R i, T-Arm und die hochohmige Wicklung
von TI R zur Erde. T i R spricht an, schaltet den Arbeitsmagneten PL ab, und über
seinen Arbeitskontakt macht es den Verbindungssatz der Leitung für die anderen suchenden
Speicherverbindungssätze belegt, indem es parallel zu seiner hochohmigen Wicklung
seine niederohmige Wicklung in Reihe mit dem niederohmigen T2 R legt. Der Verbindungssatzsucher.der
Leitung kommt auf den 'Kontakten des Verbindungsleitungssatzes zur Ruhe: TzR schließt
den Stromkreis des Speichersuchermagneten PR in einem Stromkreis von Erde über Arbeitskontakt
T2 R, Ruhekontakt T3 R und PR zur Batterie. Der Speichersucher sucht nach einem
freien Speicher, und wenn einer gefunden ist, so entsteht ein Stromkreis von Batterie
über Kontakt ii der A-Bank des Speicherwählers ED7 im T-Speicher (Fig. 18) in Reihe
über die Kontakte ii aller anderen Steigradwähler, Ruhekontakt RRR, Wicklung RLR,
T-Arm des Speicherverbindungssatzes (Fig. i7), hochohmige Wicklung T 3 R
und Arbeitskontakt T 2 R zur Erde. T3 R zieht an, öffnet den Stromkreis von
PR und legt -statt dessen zu seiner hochohmigen Wicklung seine niederahmige Wicklung
in Reihe mit T4R parallel und macht so den Speicher gegenüber allen anderen Speicherverbindungssätzen
belegt. Die Wicklung von RLR (Fig. 1ß) hat einennichtinduktiven Nebenschluß; so
daß T3 R mit großer Geschwindigkeit anziehen kann, RLR verriegelt sich über einen
Arbeitskontakt in Reihe mit einem Ruhekontakt des Auslösereläis RRR des T-Speichers.
Es ist ersichtlich, daß ein Speicher nicht belegt werden kann, solange irgendeiner
der Steigradwähler nicht in der Ruhestellung steht.
-
T4R läßt DR anziehen (Fig. i7), was den Stromkreis der Speichersucherarrne
A bis G schließt und einen Stromkreis ergibt von Erde über Wicklung DR (Fig. i6),
E-Arm des Leitungsverbindungssatzsuchers (Fig. 17), Arbeitskontakt DR, E-Arm des
Speichersuchers und Wicklung AR (Fig. i$) zur Batterie. DR spricht an,: nicht aber
AR wegen des hohen Widerstandes von DR. Letzteres trennt JR von der Leitungsschleife,
aber vorher schließt es seinen Stromkreis über den Widerstand R3, um zu verhindern,
daß es während der Überschaltung abfällt.- DR trennt die ' Arme A und B des Wählers
von der Übertragungsbrücke des Leitungsverbindersatzes und erdet den T-Arm über
den Ruhekontakt des Wählerrelais AR. Endlich erregt DR das Relais CR in einem Stromkreis
von Erde über Kopfkontakt ONC2, Arbeitskontakt DR und Wicklung CR zur Batterie.
CR hält sich über einen Arbeitskontakt von JR. CR öffnet den Stromkreis der gemeinsamen
Anlaßleitung zu den T-Speicher-Verbindungssätzen (Fig. 16); über einen weiteren
Ruhekontakt nimmt es die prüfende Batteriespannung von dem Kontakt T weg und gibt
so die Relais TiR und T2R (Fig. 16) frei. Der Arbeitsmagnet PL erregt sich nicht
neuerdings, denn sein Stromkreis ist an einem Ruhekontakt von T4R unterbrochen,
das über seine Arbeitskontakte in Reihe mit T3 und RLR im Speicher (Fig. 18) angezogen
bleibt.
-
Der Leitungsverbindungssatz (Fig. i6), der T-Speicher-Verbindungssatz
(Fig. 17) und der T-Speicher (Fig. 18) sind nunmehr bereit, Impulse vom A -Speicher
(Fig. io) zu empfangen: Der Leitungsverbindungssatz (Fig. 16) läßt sich unmittelbar
nach der Auslösung des ersten Gesprächs schon wieder für eine andere Verbindung
belegen, auch bevor der zugehörige Wähler Zeit gefunden hat, in die Ruhelage zurückzukehren,
was im ungünstigsten Fall bis zu 2 Sekunden dauern kann. Der Wähler wird in die
Ruhelage gebracht in einem Stromkreis von Erde über Ruhekontakt CR, ONC3 und Wicklung
von P zur Batterie. Wenn der Wähler seine Ruhelage erreicht, öffnet sich ONC
3 und ONC 2 schließt sich, so daß, falls DR zu diesem Zeitpunkt erregt
sein sollte, CR anzieht, wie in einem früheren Abschnitt beschrieben. Es ist notwendig,
daß man in der Lage ist; DR unmittelbar nach der Belegung eines T-Speichers anziehen
zu lassen, um es dem A-Speicher zu ermöglichen, Impulse dem T-Speicher zu übermitteln,
auch solange der Wähler sich noch nicht in der Ruhelage befindet. Der T-Speicher
darf aber keine Impulse nach dem Gruppenwähler übermitteln, bis der Wähler wieder
in der Ruhestellung ist und Kontakt ONCz geschlossen hat. Während der Rückkehr in
die Ruhestellung sind die A- und B-Arme angehoben und daher frei von jeglicher Verbindung,
so daß sie den Speicher nicht stören können.
-
Da die durchschnittliche Suchdauer eines Leitüngsverbindungssatzsuchers
und T-Speicher-Suchers nur kurz ist, beträgt die geschätzte Durchschnittszeitdauer
1 zur Wahl eines T-Speichers etwa 0,5 Sekunden. Die längste Suchdauer, die
sich ergibt, wenn nur ein T-Verbindungssatz frei ist und der Leitungsverbindungssatzsucher
und der Speichersucher in den ungünstigsten Stellungen stehen, könnte 2 Sekunden
i erreichen, aber die Wahrscheinlichkeit des Auftretens dieser maximalen Suchdauer
ist äußerst gering. A-Speicher überträgt auf T-Speicher Die Grundschaltung der Leitung
nach der Anschaltung des T-Speichers ist in Fig. 14 bei B gezeigt. Die Richtung
des Stromflusses ist umgekehrt. Relais D z R im T-Speicher spricht an in Reihe mit
P+R und Gleichrichter S (+) - im A-Speicher. D i R (Fig. i8) erregt Hz R; dies ist
das übliche abfallverzögerte Relais, das während der Impulsgabe nicht abfällt.
D
i R schließt auch den Stromkreis von EI von Erde über Arbeitskontakt
D i R, Ruhekontakt H2 R, Ruhekontakt PCR2 und EI zur
Batterie. Wenn EI von Stellung o nach i vorrückt, -macht PC vorübergehend
Kontakt und erregt PCR2, das sich einen Haltestromkreis aufbaut und EI abschaltet.
BR (Fig. 18) spricht nunmehr an in einem Stromkreis von Erde über Wicklung BR, Ruhekontakt
CR, Kontakt i-@6 und A-Bank von EI zur Batterie. Der T-Speicher verbleibt
in diesem Zustand, bis der A-Speicher zu übertragen beginnt.
-
Wenn der erste Impuls der ersten von der Nummernscheibe des Teilnehmers
über die Verbindungsleitung zu übertragenden Wählziffer vom A-Speicher aufgenommen
wird, werden die in Reihe liegenden Relais und Gleichrichter kurzgeschlossen über
einen Arbeitskontakt von RHR, wie bei C in Fig. 14 angedeutet. Jeder Wählimpuls
wird durch den A-Speicher unmittelbar nach seinem, Eingang an D i R (Fig. 18) weitergegeben.
Jedesmal, wenn D i R abfällt, schließt es einen Stromkreis von Erde über den Ruhekontakt
D i R, Arbeitskontakt H i R, Wicklung H 2 R,
Kontakt i in der D-Bank von EI, Ruhekontakt PCR5 und Wicklung EDq. zur Batterie.
PCR5'zieht an und verhindert ED4 daran, mehr als einen Schritt pro Impuls auszuführen.
ED q. rückt nach dem Schritt vor, der der gewählten Ziffer entspricht, worauf D
i R auf seinem, Arbeitskontakt genügend lange verweilt, um H2 R abfallen zu lassen
und so wiederum den Stromkreis von EI über seinen Ruhekontakt zu schließen.
EI schreitet von Stellung i auf Stellung 2 vor.
-
In derselben Weise läßt die zweite, dritte und vierte Serie von Impulsen
die Speicherwähler ED 5, ED 6
und ED7 auf die Schritte vorrücken, die
den seitens des Teilnehmers gewählten Ziffern entsprechen. Der vierte Gruppenwähler
spricht an Wenn ED q. auf Schritt i vorrückt, zieht F R (Fig. 17) an in einem Stromkreis
von Erde über Wicklung FR, Arbeitskontakt DR,F Arm,Widerstand R-8 (Fig.18), Arbeitskontakt
BR und Ruhekontakt ER zur Batterie. Ein weiterer Stromkreis bildet sich von Batterie
über Arbeitskontakt BR, einen der Kontakte i bis io in der C-Bank von ED q., Kontakt
o in der C-Bank von E0, Wicklung RSR und parallel dazu Wicklung PRR über den Ruhekontakt
RGR, Ruhekontakt GSRi, Ruhekontakt GVR2, Ruhekontakt.GVRi nach Erde. Die Relais
RSR und PRR ziehen an. RSR legt Erde an die b-Ader in einem Stromkreis von Erde
über Ruhekontakt GVRi, Ruhekontakt GVR2, Arbeitskontakt RSR, Arbeitskontakt BR,
D-Arm des Speichersuchers (Fig. 17), Arbeitskontakt DR, Arbeitskontakt FR, Ruhekontakt
ER, G-Ariu des Leitungsverbindungssatzsuchers, Kontakt ONC i des Gruppenwählers
(Fig. 16) und Wicklung A R zur Batterie. AR hält sich und verbindet den Arbeitsmagneten
P des Gruppenwählers mit der geerdeten b-Ader, und der Gruppenwähler sucht nach
der gewünschten Verbindungsleitung in der üblichen Weise. Die Kathoden der Ventile
Vi und V2 (Fig. 18) liegen an der a-Ader über den Arbeitskontakt RSR, Arbeitskontakt
BR, C-Arm, Speicherverbindungssatz (Fig.17), Arbeitskontakt DR, Arbeitskontakt FR,
Ruhekontakt ER, F-Arm und Arbeitskontakt A R (Fig. 16) zum T-Arm. Relais RSR läßt
Relais TA anziehen.
-
Wenn die gewünschte Verbindungsleitung gefunden ist, zündet die Röhre
Vi das Ventil GVi; GV z läßt Relais GVRi ansprechen, der Wähler kommt zur Ruhe,
und RSR fällt ab. RT i R prüft auf Doppelverbindung, und wenn die Prüfung günstig
ausfällt, rückt E0 von Schritt o auf Schritt i vor. Der letzte Gruppenwähler spricht
an Wenn EI5 nach Schritt i vorrückt, während E0 auf i steht, arbeitet der letzte
Gruppenwähler und wählt einen freien Leitungswähler ebenso, wie der vorhergehende
Gruppenwähler den letzten Gruppenwähler gewählt hatte. E0 rückt auf Schritt 2. Zehnerwahl
Wenn ED6 auf Schritt i rückt, während E0 auf Schritt 2 steht, bildet sich ein Parallelstromkreis
von Batterie über B-Bank von ED 6 zur C- und D-Bank von E0. Die Relais RSR
und RGR sprechen gleichzeitig an, und der Leitungswähler zählt die Zehner. Wenn
die zweitletzte Zehnerstelle nachgezählt wird, spricht RFR an über die C-Bank von
ED 6 und die C-Bank von EC. Wenn die richtige Zehnernummer gezählt worden ist, wird
RSR abgeschaltet, der Leitungswähler kommt zur Ruhe und E0 rückt auf Schritt 3.
Einerwahl Nachdem die Einerstelle aufgenommen worden ist, bildet sich ein Stromkreis
von Kontakt 5 in der C-Bank von EI, je nach einem der Kontakte i bis io von
der C-Bank von ED7, von dort zurück über Kontakt 3 in der C-Bank von E0, Wicklung
RSR zur Erde. RSR zieht an, und die Einer werden gewählt.
-
Der T-Speicher (Fig. 18) ist so eingerichtet, daß er Anrufe von Motorwählerämtern
wie auch Universal-Strowger- und Fernämtern entgegennehmen kann. Bei einem Netz
aus Strowger- und Universalämtern, wo keine 1Vlotorwählerämter vorkommen, läßt sich
der Speicher vereinfachen durch Weglassen der Relais A R, D 2 R, CR, HRR,
R VR und ER, der Unterbrecher 12 und 1 i und des Steigradwählers ER. Diese Bauteile
sind lediglich im Fall der Zusammenarbeit mit Motorwählerämtern erforderlich. T-Speicher
löst aus a) Teilnehmerleitung frei EI steht auf Schritt 5 und E0 auf
Schritt 3. Wenn GSR i anspricht, treibt es EI nach Schritt 6 in einem Stromweg
von Erde über Ruhekontakt GSR 2, Arbeitskontakt GSR i, Arbeitskontakt RFR, Kontakt
5 in der D-Bank von EI zur Batterie. EI rückt auf Schritt 6 und legt
positive Batterie an den G-Arm des Speichersuchers in einem Stromkreis von der positiven
Batterie über Widerstand R7, Kontakt 6 in der B-Bank von EI, Kontakt 3 in
der D-Bank von E0,
G-Arm des T-Speicher-Verbindungssatzes (Fig.17) parallel
über die Relais A R und IRR und Gleichrichter S (+) _ zur Erde. Wie nachher gezeigt
wird, öffnet AR (Fig. 17) den Stromkreis von D i R (Fig. 18).
D
z R läßt Relais Hz R abfallen, und es bildet sich ein Stromkreis von Erde über denn
Ruhekontakt v an D z R, Ruhekontakt H i R, Ruhekontakt A R, eine Wicklung von RRR
und Kontakt 6 in der A-Bank von EI zur Batterie. RRR hält sich in Reihe mit
Widerstand R6. RRR öffnet den Stromkreis des T-Arms und läßt RLR und RXR (Fig. 18)
sowie T 3 R und T ¢ R
(Fig. 17) abfallen, aber es hält PR erregt.
RXR bringt alle Steigradwähler in die Ausgangsstellung, nach deren Erreichung sich
ein Stromkreis schließt über die Schritte zi von Batterie an der A-Bank von ED7
durch bis R6 und zur Erde. RRR ist somit kurzgeschlossen, fällt ab und öffnet den
Stromkreis. Der Speicher ist nunmehr in der Lage, die nächste Verbindung aufzunehmen.
-
b) Teilnehmerleitung besetzt EI steht in Stellung 5, E0 in
Stellung 3. Relais GSR2 zieht an und baut einen Stromkreis von Erde über. Arbeitskontakt
GSR2, Arbeitskontakt RFR, Ruhekontakt PCR3 und E0 zur Batterie. E0 rückt auf Schritt
4 vor,. und in dieser Stellung wird negative Batterie an den G-Arm angelegt in einem
Stromkreis von Batterie über Kontakt 4 in, der D-Bank von E0 zum G-Arm: AR (Fig.
17) zieht an, aber nicht IRR. D i R löst aus und der Speicher kehrt in die Ruhelage
zurück. Zu langsames oder unvollständiges Wählen oder vorzeitiges Einhängen des
Anrufenden Wenn ein Teilnehmer zu langsam wählt oder die Rufnummer nicht ganz durchwählt
oder vor beendeter Wahl einhängt, löst sich der A-Speicher aus, die Verbindungsleitung
wird am abgehenden Ende unterbrochen; DiR (Fig. 18) fällt ab und erregt über seinen
Ruhekontakt das Auslöserelais RRR des Speichers. Der T-Speicher kehrt in die Ruhelage
zurück, Wählen einer unbenutzten Gruppennummer Unbenutzte Gruppennummern oder Leitungsbündelnummern
werden an interne Verbindungsleitungen mit-dem entsprechenden EC-Potential gelegt:
Verbindungen mit verkürzter Rufnummer Der Anrufende kann die Nummer eines Sonderdienstes
mit zwei Stellen wählen. Der T-Speicher löst dann nicht in der normalen Weise aus.
Wenn die Leitung für Sonderdienst belegt wird, befindet sich eine vorübergehende
Erdung an der b-Ader. Dies läßt Relais RRR (Fig. 18) über einen Ruhekontakt von
R,SR ansprechen. RRR bringt den Speicher in die -Ruhelage und gibt den T-Speicher-Verbindungssatz
frei. Der T-Speicher-Verbindungssatz gibt seinerseits den Leitungsverbindungssatz
frei und die Prinzipschalturig der Verbindungsleitung wird wiederum wie bei A in
Fig. 14 gezeigt. Relais P - R im A-Speicher spricht an und gibt den A-Speicher und
den R-Satz ohne Gesprächszählung frei.
-
Dauerfreiwahl Dauerfreiwahl von bis zu 4o Sekunden Dauer wird zugelassen,
nachdem die volle Teilnehmernummer wie bei einem internen Gespräch gewählt worden
ist. Wenn ein freier letzter Gruppenwähler oder Leitungswähler innerhalb dieser
Frist nicht gefunden ist, schließt der Zeitschalter TA seinen 4o-Sekunden-Kontakt
und läßt TA R ansprechen, das an den G-Arm negative Batterie legt und dadurch
das Belegtrelais AR im T- Satz (Fig. 17) ansprechen läßt. Der Speicher löst sich
aus wie sonst im Belegtfall. einer Leitung, und der Anrufende bekommt Belegtzeichen.
T-Speicher-Verbindungssatz (Fig. 17) spricht an a) Leitung frei Die Relais IRR und
AR werden durch den T-Speieher betätigt. IRR läßt ER anziehen. AR trennt
DIR im T-Speicher von der a- und b-Ader und verbindet statt dessen
Relais BR im T-Speicher-Verbindungssatt. BR spricht über die geschlossene Verbindungsschleife
an und hält AR und ER (Fig. z7) und DA (Fig. 16) über den Ruhekontakt von
RR. Die Grundschaltung der Verbindungsleitung wird nunmehr wie bei E in Fig. 14
gezeigt, ER verbindet RR mit den a- und b-Adern und legt Rufstrom an die gewünschte
Leitung. Der Stromkreis ist in diesem Stadium geschlossen über einen Arbeitskontakt
von IRR, so daß sich unmittelbar ein erstes Rufsignal ergibt. Wenn T4R nach der
Unterbrechung des Stromkreises des T-Armes durch den Speicher abfällt, was eintritt,
wenn D z R das Relais RRR (Fig. 18) ansprechen läßt, löst DR aus und öffnet den
Stromkreis der A- bis G-Arme der Speichersucher. Die Unterbrechung des Stromkreises
des F-Arms schaltet FR ab und die Unterbrechung des Stromkreises des G-Arms schaltet
Relais IRR ab, worauf der Rufstrom umgeschaltet wird auf die Rufstromquelle über
den Rufgeber RI. Der Anrufende hört Freizeichen über die Verbindungsleitung vom
Übertrager TT her, dessen Primärwicklung durch den Freizeichengeber RTI geschlossen
ist. Wenn der Angerufene sich meldet, spricht Relais RR an und läßt AR und ER (Fig.
17) und DR (Fig. 16) abfallen. Der T-Speicher-Verbindungssatz befindet sich nunmehr
im Ruhezustand und ist bereit für die nächste Verbindung. Die Grundschaltung der
Verbindungsleitung wird wie bei F und dann G in Fig. 14 dargestellt.
-
b) Leitung belegt Falls die gewünschte Leitung belegt ist; wird nur
Relais AR (Fig. 17) durch den Speicher betätigt: A R unterbricht den Stromkreis
von D i R (Fig. 18) im Speicher und legt BR (Fig. 17) an die Verbindungsleitung.
BR hält AR angezogen, wenn der T-Speicher auslöst. Der Anrufende erhält Belegtzeichen
über die Verbindungsleitung von dem Übertrager TT; der nunmehr mit dem Belegtzeichengeber
BTI verbunden ist. Wenn der Anrufende einhängt, fällt BR ab, läßt AR (Fig. 17) und
DR in dem Leitungsverbindüngssatz (Fig. 16) abfallen und die Schaltung wird wie
bei H in Fig. 14 dargestellt. Sonstige Verbindungen Wenn der T-Speicher auslöst
bei einer zu langsam gewählten Verbindung, dem Wählen einer Rufnummer mit unbelegten
Gruppennummern oder mit
verkürzter Rufnummer, unterbricht er den
Stromkreis des T-Arms und läßt T q. R und T 3 R im T-Speicher-Verbindungssatz
abfallen. T4R läßt DR abfallen und bringt somit den Speicher-Verbindungssatz in
die Ruhelage.
-
Der T-Speicher-Verbindungssatz (Fig. 17) ist ein Universal-Verbindungssatz,
der geeignet ist zur Verwendung bei ankommenden Leitungsverbindungssätzen bei Leitungen
von Motorwählerämtern wie auch von Universal-, Strowger- und Fernämtern. In einem
Strowgerwählgebiet, wo keine Verbindung mit Motorwählerämtern vorkommt, läßt sich
der T-Speicher-Verbindungssatz durch Weglassen der Relais CR und HRR und des zugehörigen
Gleichrichters S (+) vereinfachen. Diese Bauteile sind lediglich erforderlich, wenn
es sich um ankommenden Verbindungsverkehr von Motorwählämtern handelt.
-
Leitungsverbindungssatz spricht an, Leitung ist frei Wenn sich der
Angerufene meldet, unterbricht der T-Speicher-Verbindungssatz (Fig. 17) den Stromkreis
von DR in dem Leitungsverbindungssatz (Fig. z6). DR verbindet JR wiederum mit der
Verbindungsleitung und RET mit der gewünschten Leitung. JR polt den Strom in der
Verbindungsleitung um und läßt DRR im R-Satz (Fig. g) ansprechen. In diesem Augenblick
wird die Grundschaltung der Verbindungsleitung wie bei F in Fig. 1q. dargestellt.
Das Ansprechen von DRR gibt den R-Satz frei und schaltet die Verbindung auf den
B-Satz (Fig. 8) und die Grundschaltung wird, wie bei G in Fig. 1q gezeigt. JR erregt
sich in Reihe mit der Drosselspule RET in dem B-Satz. Da während des Überschaltens
von F auf G eine sehr kurzzeitige Unterbrechung der Leitungsschleife eintreten kann,
ist CR (Fig. 16) schwach abfallverzögert gemacht, so daß, falls JR seinen Arbeitskontakt
unterbricht, CR den seinigen erst unterbricht, wenn JR sich wiederum erregt hat.
Auslösung Am Ende der Gesprächsverbindung wird die Leitungsschleife in der Verbindungsleitung
unterbrochen, Relais IR fällt ab und läßt CR abfallen. CR treibt den Gruppenwähler
über ONC3 in die Ausgangslage. Wenn diese erreicht ist, öffnet sich ONC3 und die
Kontakte ONC= und ONC2 schließen sich. Es ist zu bemerken, daß die Verbindungsleitung
nach dem Abfall von CR jederzeit für eine weitere Verbindung belegt werden kann.
-
Ankommender Verbindungsverkehr von einem Strowgeramt Der T-Speicher
(Fig. 18) arbeitet Grundschaltung der Verbindungsleitung (Fig. 30) Allgemeines Der
wesentliche Unterschied im Verbindungsverkehr von Universal mit Universal und von
Strowger mit Universal liegt darin, daß beim gewöhnlichen Strowgersystem keine Mittel
vorhanden sind, um die Wählimpulse für den kurzen Zeitraum zu speichern, der zur
Belegung des Verbindungsleitungssp°ichers erforderlich ist. Das Strowgcrsystem wird
immer bis zur Grenze seiner Leistungsfähigkeit und häufig darüber hinaus beansprucht,
wenn man in rascher Aufeinanderfolge kleine Zahlen wie x hintereinander wählt. In
diesem Fall treten oft Fehler auf, wenn in den Wählerdekaden alle bis auf die paar
letzten Verbindungsleitungen belegt sind. Dieser Punkt wird erwähnt, um zu zeigen,
daß, nachdem keinerlei Zeit für eine Speicherwahl zur Verfügung steht, es erforderlich
ist, daß die erste über eine Verbindungsleitung von einem Strowgeramt nach einem
Universalamt übermittelte Wählziffer in der Verbindungsleitung selbst gespeichert
wird und eben das ist es, was hier geschieht, wie unten gezeigt wird. Ein voller
Zwischenraum zwischen dem Wählen zweier Stellen steht daher zur Speicherwahl zur
Verfügung. Die Schnelligkeit der Universalwähler sichert eine einwandfreie Durchführung
der Wahl innerhalb dieser Frist.
-
Beim normalen Strowgeramt wird die abgehende Übertragung (Fig.3I)
benutzt.
-
Verbilidungsleitung speichert die erste Wählstelle Wenn die abgehende
Übertragung (Fig.3r) im Strowgeramt belegt wird, so wird die Grundschaltung der
Verbindungsleitung wie in A in Fig. 30 gezeigt. JR im ankommenden Leitungsverbindungssatz
(Fig. 32) zieht an in Reihe mit den Relais E und F in der abgehenden Übertragung.
Relais F, das die Gesprächszählung am abgehenden Ende veranlaßt, ist in diesem Stadium
des Gesprächsaufbaus differentiell geschaltet und spricht nicht an. Die Übertragung
gibt die Impulse durch, wie sie von der Nummernscheibe empfangen werden und die
Grundschaltung der Verbindungsleitung wird wie bei B in Fig.3o gezeigt. JR (Fig.
32) läßt ER ansprechen, das Erde an die gemeinsame Anlaßleitung x für die T-Speicher-Verbindungssätze
(Fig. 17) legt und Prüfspannung aus der Batterie über R r an den T-Kontakt legt.
-
Die erste Stelle kann unter drei verschiedenen Betriebszuständen eintreffen,
je nach der Geschwindigkeit, mit der der Teilnehmer wählt und der Geschwindigkeit,
mit der die Verbindungsleitung mit einem T-Speicher verbunden wird. Diese drei Betriebszustände
sind die folgenden: z. Alle Wählimpulse treffen ein vor der Anschaltung des Speichers;
2. der Speicher wird angeschaltet, während die Impulse eingehen; 3. der Speicher
wird angeschaltet, bevor die Impulsgabe beginnt.
-
In allen drei Fällen wird die erste Stelle immer im Speicher aufgenommen
und gespeichert; da aber die Weitergabe von Impulsen an den Leitungsspeicher offenbar
nicht beginnen kann, bis der Speicher angeschaltet ist, kann es oftmals eintreten,
daß der Speicher die erste und zweite Stelle fast gleichzeitig empfängt.
-
Bei jedem weitergegebenen Impuls schließt JR seinen Ruhekontakt. ER
ist abfallverzögert und fällt während der Impulsgabe nicht ab, daher bildet sich
ein Stromkreis von Erde über Ruhekontakt JR, Arbeitskontakt ER, Wicklung FR durch
den Magneten Px des I. S. A. R. D. (Impulsspeicher und Weitergabegerät). P= rückt
vor in eine der gewählten Ziffer entsprechende Stellung. Am Ende der Impulsserie
verbleibt JR auf seinem Arbeitskontakt
-genügend lang; um FR abfallen
zu lassen. Wenn Pi weiterrückt, schließt es Kontakt C und läßt GR ansprechen, das
an die Wicklung DR über den Ruhekontakt FR Erde legt.
-
Verbindungsleitung wird mit T-Speicher verbunden Der T-Speicher-Verbindungssatz
(Fig. 17) sucht nach -dem anrufenden Leitungsverbindungssatz (Fig.32) und wählt
ihn, worauf der T-Specher-Verbindungssatz einen freien Speicher (Fig: 18) wählt.
Sollte der Speicher am Ende der Impulsgabe immer noch nicht angeschaltet sein (Fall
i),. so spricht DR (Fig. 32) nicht an: Sollte aber der Speicher während des Eintreffens
der Impulse angeschaltet werden (Fäll 2) oder schon vor der Impulsgabe (Fall 3),
so spricht DR erst an, wenn die Impulsserie für die erste Wählziffer eingegangen
ist, aber nicht vorher. Es bildet sich dann ein Stromkreis von Erde über Arbeitskontakt
GR (Fig. 32), Ruhekontakt FR, Wicklung DR, E-Arm des Leitungsverbindungssatzsuchers
(Fig: i7), Arbeitskontakt DR, E-Arm des Speichersuchers. und: Wicklung AR (Fig.
18) zur Batterie. Wie im Fall eines Leitungsverbindnngssatzes (Fig. 16) von einem
Universalamt her spricht DR an, aber nicht AR, wegen des hohen Widerstandes von
DR.
-
DR hält sich gegen Erde über einen Arbeitskontakt. Es trennt JR von
der a- und b-Ader der Verbindungsleitung und verbindet statt dessen die Verbindungsleitung
durch nach dem Speicher über die A- und B-Arme des Speicherverbindungssatzes. JR
wird über den Widerstand R3 -angezogen gehalten. DR trennt auch die A- und B-Arme
des Wählers von der Sprechbrücke ab und legt Erde an: den T-Arm über einen Ruhekontakt
von AR. . Der Leitungsverbindungssatz ist nunmehr bereit, die Impulse für
die zweite Wählstelle an das Wählrelais (Impulsrelais) D IR in der Speicherschaltung
(Fig. 18) weiterzuleiten.
-
Für einen Augenblick wird CR (Fig. 32) über den Kopfkontakt ONC2 mit
DR parallel gelegt, aber CR spricht sofort an, hält sich und trennt sich von dem
E-Arm. Leitungsverbindungssatz gibt erste Stelle an T-Speicher weiter Sobald der
Speicher angeschaltet ist, spricht CR (Fig. 32) an, wie oben festgestellt. Es schließt
einen Stromkreis von Kontakt C über Pi, Arbeitskontakt CR, Unterbrecher I von P2,
Wicklung von P2 zur Batterie: P2 rückt schrittweise vor. Bei jedem Sehritt öffnet
es seinen Kupplungsmagneten und läßt die Steigradklinke abfallen. Bei jedem Schritt
sendet es auch einen Erdimpuls von Kontakt C über P i, Arbeitskontakt CR, Unterbrecher
I, C-Arm im Speicherverbindungssatz (Fig. i7), Ruhekontakt BR (Fig. =8); Ruhekontakt
PRC5 und EDq. zur Batterie. Wenn P2 die Stellung erreicht, auf die Pi vorgerückt
ist, öffnet sich Kontakt C; und eine weitere Impulsgabe unterbleibt. Der Unterbrecher
I bleibt in seiner in Fig. 32 gezeigten Ruhestellung. ED4 rückt von P2 gesteuert
auf einen Schritt vor, der der Zahl der gewählten Impulse entspricht.
-
Während der Weitergabe der ersten Impulsserie spricht CR (Fig. 18)
an und verhindert die Erregung von BR; der Stromweg verläuft von Erde über Unterbrecher
C von Pi (Fig. 32), Arbeitskontakt CR, D-Arme des Speicherverbindungssatzes (Fig.
z7), Ruhekontakt BR (Fig. 18) und Wicklung CR zur Batterie.
-
CR schickt EI nach Schritt i in einem Stromkreis von Erde über Arbeitskontakt
CR, Kontakt o in der D-Bank von EI, Wicklung von EI zur Batterie.
Die Grundschaltung der Verbindungsleitung während der Weitergabe der ersten Stelle
ist bei B in Fig. 3o gezeigt.
-
Strowgerübertragung gibt zweite, dritte und vierte Stelle an den T-Speicher
weiter Wenn sich Kontakt o (Fig. 32) öffnet, läßt er Relais CR (Fig. 18) abfallen.
BR (Fig. 18) erregt sich nunmehr von Batterie über Schritt i in der A-Bank von EI.
-
Das Anziehen von DR (Fig.32) verbindet die Verbindungsleitung unmittelbar
nach dem Speicher durch über die a- und b-Ader, und DIR (Fig. 18) spricht an in
Reihe mit der Schleife in der Strowgerübertragung (Fig. 31) am anderen Ende der
Leitung. Wenn DIR seinen Arbeitskontakt schließt, erregt es TA und
EI, und EI rückt von Schritt i auf Schritt 2 vor. Wenn somit
DIR auf .Grund der als zweite Wählstelle erhaltenen Impulse arbeitet, übermittelt
es sie an ED 5 und nicht an ED4, da ED 5 mit dem Wählstromkreis verbunden
ist, wenn EI auf Schritt 2 steht. Die dritte und vierte Stelle wird wie gewöhnlich
aufgenommen, und ED6 und ED7 schreiten auf die entsprechenden Stellungen vor. Die
Grundschaltung der Verbindungsleitung während des Wählens der zweiten, dritten und
vierten Stelle ist bei C in Fig.3o dargestellt. Die Wähler arbeiten Wenn BR (Fig.
18) anspricht, was, wie oben festgestellt, der Fall ist, nachdem die erste Stelle
vollständig eingespeichert ist, so ergibt sich ein Stromkreis von der Batterie über
den Arbeitskontakt von BR und je nachdem einer der Kontakte i bis zo in der C-Bank
von ED4, Schritt o in der C-Bank von ED, Wicklung RSR und PRR zur Erde am Ruhekontakt
von GVRi. Die Relais RSR und PRR ziehen in der üblichen Weise an, und der vierte
Gruppenwähler arbeitet. Die weitere Arbeitsweise des letzten Gruppenwählers und
des Leitungswählers wird dieselbe, wie oben beschrieben: Weitere Vorgänge Von nun
an vollzieht sich der weitere Aufbau der Verbindung innerhalb des Universalamtes
ganz ebenso, wie wenn der Anruf von einem anderen Universalamt ausgegangen wäre.
Wenn .der T-Speicher nach beendigter Wahl auslöst, wird die Verbindung auf den T-Speicher-Verbindungssatz
umgeschaltet, und BR (Fig. 17) verbleibt angezogen in Reihe mit den Relais F und
E in der Strowgerübertragung (s. D in hig. 30).
-
Wenn der Angerufene sich meldet und der T-Speicher-Verbindungssatz
(Fig. 17) auslöst, wird die Verbindung auf die Verbindungsleitung zurückgeschaltet,
und
DR (Fig.32) löst aus. Das Überwachungsrelais S?, R der gewünschten Leitung spricht
an und polt die Verbindung von JR mit der Verbindungsleitung um, wie in E in Fig.
30 gezeigt ist. Diese Stromumkehr veranlaßt Relais F in der Strowgerübertragung
(Fig. 31) anzusprechen und das Gespräch zu zählen. Am Ende eines Gu-sprächs hängt
der Anrufende ein, und Relais A (Fig. 3i) öffnet die Verbindungsleitungsschleife.
Relais A erregt das abfallverzögerte Relais C über den Arbeitskontakt von B. Relais
C hält die abgehende Übertragung lange genug belegt, um das abfallverzögerte Relais
ER (Fig.32) abfallen zu lassen und die Verbindung im Universalamt zusammenfallen
zu lassen. Der vierte Gruppenwähler wird über die Ruhekontakte von CR in seine Ausgangsstellung
getrieben. ER (Fig. 32) ist zwar abfallverzögert, löst aber doch einige Zeit vor
C in Fig.3i aus, so daß der vierte Wähler bereits auf dem Nachhauseweg ist, bevor
die Verbindungsleitung für ein weiteres Gespräch belegt werden kann. Indessen kann
die Leitung für ein zweites Gespräch belegt werden, schon bevor P wieder in der
Ruhelage ist, und die erste Ziffer wird in der Verbindungsleitung gespeichert. Die
erste Stelle kann natürlich erst dann an einen Speicher weitergegeben werden, wenn
ein T-Speicher-Verbindungssatz und ein T-Speicher belegt worden sind, und dies kann
erst der Fall sein, wenn sich 01N2 geschlossen hat. Ankommender Verbindungsverkehr
von einem Motorwähleramt Der T-Speicher (Fig. 18) spricht an Grundschaltung der
Verbindungsleitung (Fig. 33) Leitungsverbindungssatz (Fig.34) wird mit dem T-Speicher
(Fig. 18) verbunden Nach der Belegung der Verbindungsleitung im Motorwähleramt,
doch bevor der A-Speicher des Motorwähleramtes die erste über die Verbindungsleitung
zu übertragende Wählziffer empfangen hat, sieht die Grundschaltung der Verbindungsleitung
aus, wie in Fig.33 gezeigt. Es ist zu sehen, daß die Leitungsschleife offen ist.
Wenn der Speicher die erste über die Leitung zu übertragende Wählziffer erhalten
hat, so wird die Leitungsschleife geschlossen über das Impulsrelais OSR im A-Speicher,
und die Grundschaltung der Verbindungsleitung wird wie bei B in Fig. 33 gezeigt.
Das hochohmige Relais J= R (Fig. 3:1) spricht an, aber nicht OSR im A-Speicher des
Motorwähleramtes. J i R veranlaßt- einen T-Speicher-Verbindungssatz (Fig. i7), die
Verbindungsleitung und sodann einen T-Speicher (Fig. 18) zu belegen. Wenn der T-Speicher
angeschaltet ist, wird die Grundschaltung der Verbindungsleitung wie bei C in Fig.33
gezeigt.
-
Der Widerstand des Relais DR (Fig. 34.) wird bei Verbindungssätzen
für von Motorwählerämtern kommende Leitungen niedrig gemacht; wenn er in Reihe mit
AR (Fig. 18) im Speicher gelegt wird, spricht letzteres an, trennt die a- und b-Ader
von dem Wählrelais D i R ab und verbindet statt dessen Erde und Relais D' 2R mit
der a- bzw. b-Ader über die Ruhekontakte von ER; AR schickt El nach
Schritt i. T-Speicher gibt Rückimpulse auf den A-Speicher im Motorwähleramt Wenn
der Impulsgeber 1 i seinen Stromkreis nach der Batterie hin schließt, spricht D
2 R (Fig. 18) in Reihe mit OSR im A-Speicher des Motorwähleramtes an. D 2 R hält
sich zur Batterie hin über einen Arbeitskontakt und trennt I i an einem Ruhekontakt.
Unmittelbar, nachdem I= seine Verbindung mit der Batterie öffnet, schließt 12 seine
Verbindung mit der Batterie und läßt RVR über einen Arbeitskontakt von D2R ansprechen.
RVR tut zweierlei: i. Es erdet die b-Ader und schließt dabei OSR kurz, während D
2 R gehalten wird; 2. über einen weiteren Arbeitskontakt betätigt es den entsprechenden
Steigradwähler ED in der üblichen Weise durch H2 R. OSR fällt ab und zählt
einen Schritt. 12 arbeitet mit vierzehn bis sechzehn Schritten in der Sekunde, und
jedesmal, wenn es einen Stromkreis für RVR schließt, zählt OSR einen Schritt, und
der Steigradwähler ED rückt einen Schritt vor. Wenn die der gewählten Ziffer entsprechende
Impulszahl hinausgegangen ist, öffnet OSR die Leitungsschleife, und wenn 12 seine
Verbindung mit Batterie unterbricht, fällt D2R ab.
-
Als sich D 2 R zum erstenmal erregte, schloß es einen Stromkreis des
Steigradwählers ER. ER rückte rasch von Stellung i nach Stellung =o vor, wo sein
Stromkreis an der B-Bank unterbrochen wurde. Der Zweck von ER wird weiter unten
erläutert, und es mag genügen, hier zu sagen, daß, als D 2 R am Ende der zweiten
Impulsserie abfiel, es EI über Schritt =o in der A-Bank von ER zum nächsten
Schritt weiterschickte.
-
Wenn die zweite Stelle vom A-Speicher empfangen wurde, stellte sie
wieder die Grundschaltung her, und D 2 R und OSR sprachen an, wie eben erläutert.
Alle Stellen werden dem T-Speicher in derselben Weise übermittelt. Die Grundschaltung
der Verbindungsleitung sieht während der Rückimpulsgabe aus wie D in Fig.33. Sollte
der Anrufende nicht sofort wählen und den A-Speicher warten lassen, so öffnet sich
die Grundschaltung wiederum und wird, wie in Fig. 33 bei E dargestellt; doch sobald
der Teilnehmer wieder zu wählen beginnt, wird der Rückimpulskreis D wieder hergestellt.
Der A-Speicher im Motorwähleramt löst aus Wenn der A-Speicher im Motorwähleramt
den letzten Rückimpuls erhalten hat, löst er aus und schaltet die Verbindung am
abgehenden Ende auf die Sprechbrücke des Motorwähleramtes. Zur selben Zeit schickt
D 2 R (Fig. 18) über seinen Ruhekontakt den Wähler EI nach Stellung 5, worauf
ER nach Schritt o geht und einen Stromkreis schließt von Erde über den Ruhekontakt
von D 2 R, Schritt o in der A-Bank von ER, Schritt 5 in der B-Bank von
EI,
Arbeitskontakt AR und Wicklung ER zur Batterie. ER schaltet
D 2 R und die Erde von der a- und b-Ader ab und legt statt dessen das hochohmige
Relais HRR an. HRR spricht an in Reihe mit dem Überwachungsrelais S2R im Verbindungssatz
des Motorwählerarntes,
und die Grundschaltung wird wie bei F in
Fig. @j3 gezeigt. S 2 R spricht nicht an, aber HRR, wie -bereits festgestellt, zieht
an und verhindert zu frühzeitiges Ansprechen des Auslöserelais RRR. Die Schaltung
verbleibt in diesem Zustand, bis die Wahl am Eingangsende gesteuert vom T-Speicher
vollzogen ist. Weitere Vorgänge Nach der Beendigung der Wahl löst der T-Speicher
aus wie bei einer Verbindung von einem Universalamt her. Der T-Speicher-Verbindungssatz
(Fig. 17) spricht, wie oben beschrieben, an, aber in diesem Fall zieht CR an und
legt anstatt Relais BR das hochohmige Relais HRR an ä- und b-Ader. Die Grundschaltung
wird somit wie bei G in Fig. 33 gezeigt. CR (Fig. 17) spricht an, wenn ER (Fig.
=8) die Polarität des Stroms an dem F-Arm des Speichersuchers von negativ auf positiv
umpolt. FR ist ein wenig abfallverzögert gemacht, so daß es seinen Arbeitskontakt
während der Umschaltung nicht unterbricht.
-
Wenn der T-Speicher-Verbindungssatz (Fig: 17) bei einem Anruf nach
einer freien Leitung auslöst, fällt DR (Fig: 34) ab und legt J2R zwischen. die a-
und b-Ader. Da der Angerufene geantwortet hat, erregt sich S3 R, und die niederohmige
Wicklung von J2 R kommt parallel zu seiner hochohmigen Wicklung zu liegen. Die Grundschaltung
der Verbindungsleitung wird, wie bei H in Fig. 33 gezeigt. S2R in der Verbindungsschaltung
des Motörwähleramtes zieht an und zählt das Gespräch.
-
Am Ende eines Gesprächs hängt der Anrufende ein, und der Verbindungsstromkreis
öffnet die Verbindungsleitung, worauf J2 R im Leitungsverbindungssatz (Fig.34) abfällt
und CR freigibt. CR bringt den Wähler in seine Ausgangslage zurück. Die Verbindungsleitung
kann für in weiteres Gespräch bereits belegt werden, bevor der Wähler die Ausgangsstellung
erreicht. DR kann ansprechen, aber nicht CR, denn ÜNC2 schließt sich nur in der
Ruhelage.
-
Auslösung Sollte der Teilnehmer einhängen und die Verbindung aufgeben,
solange sich die Grundschaltung in dem beiA in Fig. 33 gezeigten Zustand befindet,
so geschieht am ankommenden Ende der Verbindungsleitung gar nichts, da noch keine
Relais angezogen haben.
-
Sollte der Anrufende einhängen, während die Grundschaltung aussieht
wie B, so gibt J z R (Fig. 34) CR frei; was seinerseits CSR (Fig. 17) abfallen läßt,
sowie T r R und T 2 R, falls sie angezog@ n haben. Der Leitungsverbindungssatz (Fig.34)
und Leitüngsspeicherverbindungssatz (Fig. 17) gehen in ihre Ruhelage, wenn die Relais
abfallen.
-
Sollte der Teilnehmer einhängen, nachdem der T-Speicher belegt worden
ist und bevor die Wahl durch den A-Speicher vollzögen ist (C, D und Ein Fig. 33),
so ist eine besondere Vorkehrung zur Auslösung getroffen. Das Motorwählersy stem
tut dies, indem die Verbindungsleitungsschleife zuerst geöffnet wird, falls sie
nicht bereits geöffnet ist, so daß D 2 R (Fig. 18) abfallen kann. Es schließt dann
die Verbindungsleiteng für kurze Zeit und öffnet sie sodann aufs neue. Während der
kurzen Stromschließung zieht D 2 R an und erregt ER, doch bevor ER Zeit gehabt hat,
nach Schritt 2 zu gehen; schließt D 2 R seinen Ruhekontakt und erregt das Speicherauslöserelais
RRR, worauf die Auslösung ihren normalen Ablauf nimmt.
-
Sollte der Teilnehmer einhängen, nachdem die Wahl zwar seitens des
A-Speichers (F, Fig. 33), doch bevor die Wahl seitens des T-Speichers zu Ende ist,
so fällt HRR (Fig. 1ä) ab und betätigt das Auslöserelais RRR. Weglassung der Fangeinrichtung
Der T-Speicher (Fig. 18) enthält keine Fangeinrichtung wie der A-Speicher (Fig.
so) aus den folgenden Gründen: Erstens gibt es keine Möglichkeit, eine Strowgerverbindungsleitung
'belegt zu halten, wenn. der Anrufende einhängt, und zweitens erstreckt sich die
Fangeigenschaft des A-Speichers auch auf ein Versagen seitens des T-Speichers, alle
Impulse vom A-Speicher in einem Universalamt richtig aufzunehmen, und drittens prüft
der örtliche A-Speicher früher oder später alle Gruppen- und Leitungswähler außer
den ankommenden Verbindungsleitungswählern; diese Wähler und die zugehörigen Verbindungssätze
und Kabeladern zwischen den Ämtern erfahren aber gewöhnlich eine besonders sorgfältige
Betreuung.