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Vorrichtung zur selbsttätigen Regelung des Bohrdruckes beim Turbinenbohren
Beim TfUl1binenlbohren ist es notwendig, den für. die betreffenden Schichten günstigsten Bohr- druck, gekennzeichnet durch den besten Bohr- fortschritt, unverändert beizubehalten.
Vorrichtungen zur selbsttätigen Regelung des
Bohrdruckes, bestehend aus einem Differential- getriebe, von dessen'beweglichen Teilen, nämlich den beiden Halbwellen und dem Umlaufräder- gehäuse, einer über ein Getriebe mit, dem Hebe- werk des Bohrgestänges verbunden und mit einer regelbaren Bremse ausg, erust) et ist urud ein zweiter über ein Getriebe mit dem Drehtisch verbunden ist, sind für das Bohren mit rotierendem Bohrgestänge bekannt.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrich- tung zur Regelung des Bohrdruckes beim Turbi- nenbohren, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der dritte Teil des Differentialgetriebes mit einer vorzugsweise regelbaren Bremse ausgestattet ist.
Durch die erfindungsgemässe Vorrichtung wird erreicht, dass beim Turbinenbohren in einfacher Weise ein gleichmässiger Bohrdruck vollkommen selbsttätig aufrechterhalten werden kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
Mit 1 ist die eine Halbwelle des Differentialgetriebes, mit 3 die zweite Halbwelle und mit 2 das beide verbindende Umlaufrädergehäuse bezeichnet. Letzteres ist mit dem Drehtisch 8 durch den Kettentrieb 4 verbunden, wogegen die Halbwelle 3 über den Kettentrieb 5 mit der Seiltrommel 6 des Hebewerkes'in Verbindung steht und ausserdem eine Bremse 7 trägt, deren Bremsdruck einstellbar ist. Die Halbwelle 1 ist mittels einer Bremse 9 blockierbar und gegebenenfalls über einen Kettentrieb 10 mit einer Kraftmaschine 11 verbunden.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgen- de : Das auf das Bohrgestänge ausgeübte Reak- tionsmoment der Turtbine wirkt vom Drehtisch 8 über den Kettentrieb 4 auf das Differentialgehäuse 2 und infolge Fixierung der Halbwelle 1 weiter auf die Halbwelle 3. Bei richtig gewählten Übersetzungen der Kettentriebe 4 und 5 gleicht das Reaktionsmoment der Turbine einen
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desauf die Seiltrommel ausgeübten Drehmomentes aus.
Der Rest dieses Drehmomentes wird mittels der Bremse 7 ausgeglichen, die zum Einstellen des gewünschten Bohrdruckes dient. Bohrt sich der Meissel frei, so wind der Bohrwiderstand und damit das Reaktionsmoment der Turbine kleiner,
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dievergrössert, der dadurch wachsende Bohrwiderstand bewirkt eine Erhöhung des Reaktionsmomentes der Turbine und hält dadurch das Bohrgestänge in seiner Lage. Auf diese Art wird
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rechterhalten.
Wird die Halbwelle 1 nicht blockiert, sondern nur gebremst, so tritt ein mässiger Rückwärtslauf des Drehtisches ein. Dadurch wird die Drehzahl des Bohrmeissels reduziert. Dies ist für den Verschleiss der Bohrmeissel und damit für deren Lebensdauer von grosser Bedeutung.
Wird die Blockierung der Halbwelle 1 auf-ge- hoben und diese von der Kraftmaschine 11 aus angetrieben, so erfolgt bei Stillstand der mit dem Hebewerk verbundenen Halbwelle 3 eine Rotation des Differentialgehäuses 2 und damit über den Kettentrieb ein Antreiben des Drehtisches 8. Die Vorrichtung für das Regeln des Bohrdruckes ist dann ausgeschaltet und : das Bohren erfolgt in gewohnter Weise durch Nachlassen des Bohrgestänges von Hand aus mittels der Trommelbremse 12.
Die Erfindung ist auf das dargestellte Aus- führungssbeispiel nicht beschränkt und kann im Rahmen der Erfindung konstruktiv verschieden ausgebildet sein, wobei Drehtisch 8, Hebewerk und Kraftmaschine 11 an den drei Teilen des Differentialgetriebes beliebig vertauscht angeord-
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