DE449594C - Antriebs- und Regelvorrichtung, insbesondere fuer Tiefbohrmaschinen - Google Patents
Antriebs- und Regelvorrichtung, insbesondere fuer TiefbohrmaschinenInfo
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- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B19/00—Handling rods, casings, tubes or the like outside the borehole, e.g. in the derrick; Apparatus for feeding the rods or cables
- E21B19/08—Apparatus for feeding the rods or cables; Apparatus for increasing or decreasing the pressure on the drilling tool; Apparatus for counterbalancing the weight of the rods
- E21B19/084—Apparatus for feeding the rods or cables; Apparatus for increasing or decreasing the pressure on the drilling tool; Apparatus for counterbalancing the weight of the rods with flexible drawing means, e.g. cables
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Description
449504
Man hat bereits verschiedene Arten von Kiaf tübertragungsvorrichtungeu für Bohranlagen
vorgeschlagen, wobei zur' Regelung der Bohrgeschwindigkeit und des Bohrvor-Schubes
eine Vorrichtung in Verbindung mit einem als Kraftübertragungsmittel dienenden Differentialgetriebe verwendet ist. Bei den
meisten dieser vorgeschlagenen Einrichtungen sind dabei mehrere Motoren zum Antrieb
und zum Regeln der einzelnen Teile des Differentialgetriebes verwendet.
Die vorliegende Erfindung beruht nun in einer besonders vorteilhaften Anordnung des"
zur Kraftübertragung dienenden Differentialgetriebes, wobei nur eine einzige Antriebsvorrichtung,
z. B. ein Elektromotor, nötigist. Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht,
daß das eine Glied des Differentialgetriebes nur die Drehbewegung des Bohrers und das zweite dessen Bewegung in Achsrichtung
des Bohrloches bewirkt, während das dritte Glied durch die Antriebskraft, z. B. durch einen Elektromotor, bewegt wird.
Durch eine solche Kupplung des Antriebsmotors mit dem Differentialgetriebe des
Kraftübertragungssystems wird erzielt, daß die Antriebskraft entsprechend den Betriebsanforderungen auf die angetriebenen Elemente
verteilt wird.
Es wird außerdem durch sie eine Kraftübertragungs- und Regelvorrichtung geschaffen,
die zum Bohren von Schächten mit Hilfe bisher gebräuchlicher Bohrausrüstungen geeignet
ist. Das verwendete Differentialgetriebe dient dabei gleichzeitig dazu, eine gegenseitige Abhängigkeit der Dreh- und
Vorschubbewegung herbeizuführen, und zwar bewirkt es dabei eine selbsttätige Regelung der Dreh- und Vorschubbewegung
des Bohrers, entsprechend dem durch den Bohrer ausgeübten Drehmoment oder entsprechend
dem Widerstand, der sich ihm beim Bohren entgegensetzt.
In der Zeichnung ist im Grundriß schematisch eine Einrichtung gemäß der Erfindung
dargestellt. Mit 1 ist ein Drehtisch bezeichnet, der eine Öffnung 2 zur Aufnahme des
Bohrers 2a besitzt. 3 ist eine Windentrommel, die die Vorschubbewegung des Bohrers in
bekannter Weise zuläßt, und 4 ist eine Vorgelegewelle, die zum Antrieb der Trommelwelle
s und der auf ihr sitzenden Trommel 3 dient. Die AVellen 4 und 5 laufen in den
Lagern 6 bzw. 6a, die am besten in nicht dargestellten
Auslegerpfosten befestigt sind, und zwar so, daß die Vorgelegewelle 4 oberhalb der Trommel 3 zu liegen kommt. Die Trommelwelle
5 und die Vorgelegewelle 4 sind mit Kettenrädern 8 bzw. 9 und 10 bzw. 11 versehen,
die durch Ketten verbunden sind, so daß dadurch die Trommelwelle entsprechend
der gewünschten Geschwindigkeit angetrieben werden kann. Die Trommel 3 ist mit
Bremsscheiben 7 versehen, die abgebremst "werden können, um so ihre Drehgeschwindigkeit
und damit die Vorschubbewegung des Bohrers zu steuern, bzw. die Einwirkung des Gewichtes des Bohrers und des Vorschubseiles
auf das Sonnenrad 22 zu beeinflussen. Die Vorgelegewelle 4 trägt an ihren beiden
Enden die Trommeln 12, die beispielsweise zum Heben des Bohrers oder des Auslegers
dienen können. Auf dem einen verlängerten Ende der Vorgelegewelle 4 sitzt lose drehbar
die durch das Kettenrad 15 angetriebene Kupplungsmuffe 13, die mit dem Kettenrad
14 gekuppelt werden kann. Das Kettenrad 15
ist durch den Kettentrieb 30,29 und durch die Welle 28 mit dem Kettenrad 23 des Differentialgetriebe
17 verbunden. 16 ist der Getriebekasten für das Differentialgetriebe,
das über das Ritzel 26, die Welle 19 und die Kupplung 21 von dem Motor 18 angetrieben
wird. 20 ist eine öffnung, durch die die Welle 19 in den Getriebekasten hineinragt.
Das Differentialgetriebe 17 besteht aus dem üblichen Paar von Sonnenrädern 22 und 23
und den Planetenrädern 24, die in dem ringförmigen Stirnrad 25 drehbar gelagert sind.
27 ist eine Welle, die mit dem Sonnenrad 22 fest verbunden ist. Auf ihr sind eine Anzahl
von Kettenrädern 31 aufgekeilt, von denen eines, je nach dem gewünschten Übersetzungsoder Geschwindigkeitkverhältnis, durch eine
Kette 32 mit dem auf der Vorgelegewelle 4 verschiebbaren Kettenrad 33 verbunden ist.
34 ist eine Bremse, die auch auf der Welle 27 angeordnet ist, und durch die ein Abbremsen
dieser Welle und damit des Sonnenradcs 22
erzielt werden kann. Die Bremskraft kann dabei mit Hilfe einer Feder 35 verstellt werden,
wodurch sich ebenfalls eine bestimmte Geschwindigkeit entsprechend der gewünschten
Vorschubbewegung einstellen läßt. Die Arbeitsweise dieser Einrichtung ist nun wie
folgt:
h immt man an, daß der Bohrer 2° mit dem
drehbaren Bohrtisch 1 und dem Vorschubseil der Trommel 3 verbunden ist, so werden das
Stirnrad 25 und damit die Planetenräder 24 beim Anlassen des Motors 18 in Umdrehungen
versetzt. Das Planetengetriebe wird infolge seines Eingriffes mit den Sonnenrädern
22 und 23 bestrebt sein, auch die Wellen 27 und 28 zu drehen. Die Welle 28 treibt nun mit Hilfe des Kettengetriebes 29,
30, 15 die Kupplungsmuffe 13 an, und, je
nachdem diese mit dem Zahnrad 15 in Eingriff steht oder nicht, wird der Diehtisch 1
augetrieben werden oder in Ruhe bleiben.
Die Welle 27 kann über eines der Kettenräder 31 mit Hilfe der Kette 32 das Keti.enrad
33 und damit die Vorgelegewelle 4 und ferner über das Zahnradgetriebe 8, 9 oder 10,
11 die Trommelwelle 5 und damit die Trommel
3 antreiben.
Der Bohrer 2a wird sich entsprechend
seinem Eigengewicht in das zu bohrende Gut vorschieben. Die Kraft, mit der die Trommelwelle
5 als auch die Vorgelegewelle 4 zu drehen versucht wird, wird von dem Gewicht abhängen, das durch den Bohrer und das Vorschubseil
ausgeübt wird. Diese Kraft über-1rägt sich auf das Sonnenrad 22 und versucht
es in dein der Bohrervorschubbewegung entsprechenden
Drehsinn zu bewegen.
Für den Fall, daß der Bohrwiderstand sich ändert, beispielsweise sich vergrößert, so wird
die Geschwindigkeit des Drehtisches 1 abnehmen und das Sonnenrad 23 des Differentialgetriebes
19 wird sich ebenfalls langsamer drehen. Die Folge davon wird sein, daß sich
die Geschwindigkeit des Sonnenrades 22 entsprechend verändern wird, und zwar derart,
daß eine Verzögerung der Vorschubbewegung des Bohrers oder deren Umkehrung eintreten
wird. Dieser Vorgang dauert so lange, bis sich die Geschwindigkeit des Bohrers
wieder auf die richtige Schneidgeschwindigkeit erhöht hat, wobei auch die Trommel 3
wieder ihre entsprechende Vorschubgeschwindigkeit annehmen wird.
Eine Umkehr der Vorschubdrehrichtung des Sonnenrades 22 und damit der Trommel 3
wird erst dann eintreten, wenn das auf dieses Sonnenrad von dem Motor übertragene Drehmoment
größer als das zum Tragen des Gewichtes des Bohrers und des Vorschubseiles erforderliche Drehmoment ist. Mit Hilfe der
Bremse 34 und des Kettengetriebes 31, 32, 33, sowie durch Abbremsen der Bremsscheiben
7, kann das von dem Gewicht des Bohrers und des Vorschubseiles auf das Sonnenrad 22
ausgeübte Drehmoment unabhängig von der Bohrtiefe mit praktisch genügender Genauigkeit
konstant gehalten werden.
Durch das Differentialgetriebe wird demnach ein Ausgleich zwischen der Drehbewegung
des Drehtisches 1 und der Aufzugskraft bewirkt, womit der Bohrer von der Arbeitsstelle
zurückgezogen wird, wenn diese Drehbewegung infolge des erhöhten Bohrwiderstandes
verzögert, oder wenn der Bohrer vollständig festgehalten wird. Es lassen sich dadurch
unzulässige Beanspruchungen oder Brüche der einzelnen Getriebeteile vermeiden.
Will man nun beispielsweise die gesamte zur Verfügung stehende Kraft nur zum
Heben des Bohrers verwenden, so kann dies dadurch erzielt werden, daß man die den Antrieb
des Drehtisches bewirkende Seite des Differentialgetriebes verriegelt. Man kann dies beispielsweise durch eine Kupplung 39
erreichen, die beim Anlassen des Motors iS mit dem Getriebekasten 16 verbunden wird,
und so ein Stillsetzen der Welle 28 und damit des Drehtisches 1 herbeiführt, so daß dadurch
das gesamte Motordrehmoment nur go auf das Sonnenrad 22 übertragen wird.
Durch die Erfindung wird somit ein wirkungsvolles Antriebs- und Regelmittel für
derartige Bohranlagen geschaffen und eine Vereinfachung der gesamten Bohreinrichtung
erzielt.
Sie ist nicht auf die beschriebene Ausführungsform beschränkt, vielmehr können
Abweichungen in der Bauart der einzelnen Teile und in der Verwendungsart vorgenommen
werden, ohne dadurch von dem Prinzip der Erfindung abzuweichen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Antriebs- und Regelvorrichtung für Tiefbohrmaschinen mit einem Differentialgetriebe als Kraftübe-rtragungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Glied des Differentialgetriebes nur die Drehbewegung des Bohrers und das zweite dessen Bewegung in Achsrichtung des Bohrloches bewirkt, während das dritte Glied durch die Antriebskraft, z. B. durch einen Elektromotor, bewegt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES72429D DE449594C (de) | Antriebs- und Regelvorrichtung, insbesondere fuer Tiefbohrmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES72429D DE449594C (de) | Antriebs- und Regelvorrichtung, insbesondere fuer Tiefbohrmaschinen |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE449594C true DE449594C (de) | 1927-09-17 |
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ID=7503184
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES72429D Expired DE449594C (de) | Antriebs- und Regelvorrichtung, insbesondere fuer Tiefbohrmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE449594C (de) |
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- DE DES72429D patent/DE449594C/de not_active Expired
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