DE630309C - Antriebsvorrichtung fuer Bagger - Google Patents
Antriebsvorrichtung fuer BaggerInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02F—DREDGING; SOIL-SHIFTING
- E02F3/00—Dredgers; Soil-shifting machines
- E02F3/04—Dredgers; Soil-shifting machines mechanically-driven
- E02F3/08—Dredgers; Soil-shifting machines mechanically-driven with digging elements on an endless chain
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Description
facL
15 JUN. 1936
15 JUN. 1936
AUSGEGEBEN AW
25. MAI 1936
25. MAI 1936
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 84 d GRUPPE 2
Albert Hoeppener in Grefrath, Post Frechen, Bez. Köln
Antriebsvorrichtung für Bagger .
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Juli 1932 ab
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Juli 1932 ab
Bei Baggern mit vom Fahrwerksantrieb unabhängigem Eimerkettenantrieb entstehen
betriebliche Schwierigkeiten, wenn die Eimerkette auf ein schwer abtragbares Hindernis
stößt. Die Umlaufgeschwindigkeit der Eimerkette verlangsamt sich infolge Schleif ens der
Sicherheitskupplung oder teilweiser Erschöpfung des Motors, während der unabhängige
Fahrwerksantrieb die Eimerkette mit gleichbleibender Fahrgeschwindigkeit vorschiebt,
wodurch die Eimerkette stark gegen das Hindernis gepreßt wird, was eine Beschädigung
der Eimerleiter und deren Abstützung nach sich ziehen kann.
Um diesem Übelstand abzuhelfen, ist es bereits bekanntgeworden, in solchen Fällen
durch besondere Vorrichtungen selbsttätig den Fahrwerksantrieb stillzulegen, und zwar geschieht
das entweder durch ein Höchststromrelais in der Eimerkettenantriebsleitung oder aber durch ein Ausgleichgetriebe, das im
Eimerkettenantrieb mit seinen Außenrädern beiderseits der Sicherheitsschleifkupplung in
den Eimerkettenantrieb eingegliedert ist, wobei die Umlaufräder mit einer Ausschaltvorrichtung
für den Fahrwerksantrieb gekuppelt sind, so daß also beim Schleifen der Sicherheitskupplung
infolge der nunmehr ungleichen Drehzahl der beiden Außenräder die Umlaufräder eine die Auskupplung des Fahrwerksantriebes
bewirkende Schwenkung ausführen.
Diese Anordnung und Funktion des Ausgleichsgetriebes ist vorerst insofern unzulänglich,
als die Wirkung nicht unmittelbar auf der Verlangsamung der Eimerkettenumlaufgeschwindigkeit
beruht, sondern auf dem Schleifen der nicht durchaus zuverlässigen Sicherheitskupplung, und weist außerdem
den Nachteil häufiger Arbeitsunterbrechungen auf.
Die Erfindung geht nun von der Erkenntnis aus, daß viele besonders im Braunkohlentagebau
vorkommenden Hindernisse, wie etwa im Flöz eingeschlossene Baumstrünke u. dgl., nicht unbedingt eine Arbeitsunterbrechung
verlangen, wenn die Möglichkeit besteht, die Eimerkette bei verlangsamter Umlaufgeschwindigkeit
mit verminderter Fahrwerksgeschwindigkeit vorzuschieben und stellt sich
demgemäß die Aufgabe, eine solche Anpassung selbsttätig zu gestalten. Dies wird unter
Beibehaltung des bekannten Ausgleichsgetriebes, das durch Anschluß des einen Außenrades
an den Eimerkettenantrieb von diesem abhängig ist, dadurch erreicht, daß das andere Außenrad des Ausgleichsgetriebes mit
dem Fahrantrieb gekuppelt wird und die Umlaufräder eine Regelvorrichtung betätigen,
die die Drehzahl des Fahrmotors entsprechend den Schwankungen der Drehzahl des Eimerkettenantrieb'es beeinflußt und auch zum
'Ausschalten des Fahrantriebes dient.
Die Erfindung hat den Vorteil, daß, wenn
die Eimerkette durch Aufstoßen auf ein Hindernis
langsamer umläuft, nicht sofort der Fahrwerksantricb stillgelegt; sondern vorerst'
nur zum vorsichtigen Weitcjrbaggern verlangsamt wird und die Stillegung erst dann
erfolgt, wenn sich das Hindernis bei den durch die Verlangsamung bewirkten günstigeren
Abbaubedingungen als nicht überwindbar erweist.
ίο Es ist an sich bekannt, die Drehzahl zweier
gesonderter Antriebe durch gegenseitigen Anschluß der Außenräder eines Ausgleichsgetriebes
in ein bestimmtes. Abhängigkeitsverhältnis zu bringen, wobei die Umlauf räder.
eine Regelvorrichtung' betätigen, die beim Zurückbleiben des einen Antriebes diesen, im
Sinne einer Beschleunigung und den anderen im Sinne einer Verzögerung steuert. Bei
dieser insbesondere für Kranbrücken mit gesondertem Fahrantrieb der beiden Stützen bekannten
Vorrichtung handelt es sich jedoch um zwei gleichwertige Fahräntriebe, bei denen
es nur auf die Gleichheit der mittleren Geschwindigkeit ankommt.
Ein Ausführungsbeispiel für die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Abb. ι zeigt in einfacher Darstellung den Fahr- und Eimerkettenantrieb eines Baggers.
Abb. 2 und 3 zeigen weitere Ausführungsbeispiele.
In Abb. ι wird die Eimerkette 1 mit dem
Fördergefäß 2 über die Umlenktrommeln 3 geführt. Diese drehen sich mit einer Welle 4,
auf der das Zahnrad 5 sitzt. Das Zahnrad 5 kämmt mit einem Zahnrad 6, das unter Zwischenschaltung
der Kupplung 7 mit der Welle 8 verbunden ist, die das Zahnrad 9 trägt. Dieses greift 'in das auf der Welle 11
der Antriebsmaschine 12 angeordnete Ritzel 10 ein. Durch dieses Getriebe ist die Eimerkette
ι unter Zwischenschaltung der Kupplung 7 mit der Antriebsmaschine 12 verbunden.
Für den · Antrieb des Fahrwerks ist eine Antriebsmaschine 13, beispielsweise ein Elektromotor,
vorgesehen, dessen Antriebsritzel 14 mit dem Fahrantriebsgetriebe (nicht gezeich-'
net) kämmt. Die Drehzahlen des Fahrmotors 13 werden auf die folgende Weise von den
Drehzahlen des Ritzels 6 für den Eimerkettenantrieb in Abhängigkeit gebracht.
Mit dem Ritzel 6 steht das auf der Welle 15
angeordnete Zahnrad 16 im Eingriff. Das auf
der Welle 15 fest aufgekeilte weitere Zahnrad-i7
überträgt die Drehbewegung auf das Stirnrad iS, welches das eine unabhängige
Glied eines Differentialgetriebes ist. Die Drehbewegung des Stirnrades 18 wird mittels
des fest mit ihm verbundenen Kegelrades 19 auf das Umlaufräderpaar 20, das andere
unabhängige Glied des Differentialgetriebes übertragen. Letzteres ist mit der Welle 21
fest verbunden und steht außerdem im Eingriff mit dem Kegelrad 22, dem dritten unabhängigen
Glied des Differentialgetriebes, das fest mit einem Stirnrad 23 verbunden ist. Die
Umlaufzahl des Stirnrades 23 ist nun von der Umlauf zahl des Elektromotors 13 abhängig,
indem die Drehbewegung des letzteren über eine biegsame Welle 24 auf die Vorgelegewelle
2 5 übertragen wird. Die Klinkvorrichtung 26 überträgt die Drehbewegung dieser Vorgelegewelle 2 5 bei Umlauf in der einen
Richtung auf das auf der weiteren Vorgelegewelle 27 sitzende Stirnrad 28 unter Vermittlung
des Stirnrades 29. Die Klinkvorrichtung 30 überträgt die Drehbewegung der Vorgelegewelle
25 bei Umlauf in der anderen Richtung auf das Stirnrad 31 der Vorgelegewelle
27 unter Vermittlung der beiden Stirnräder 32 und 33, so daß die VorgelegewcUe 27, auf
deren Ende das mit dem Stirnrad 23 kämmende Ritzel 34 sitzt, stets in einer Richtung umläuft.
Die Anordnung des Differentialgetriebes 19, 20, 22 ist also so getroffen, daß bei
gleichen Umlaufzahlen der mit dem Differentialgetriebe gekuppelten - Stirnräder 18 und 23
und entgegengesetzter Umlaufrichtung derselben die Umlaufräder 20 nicht mehr umlaufen
und infolgedessen die Welle 21 stillsteht.
Ändert sich nun die Drehzahl des Ritzels 6, weil die Eimerkette auf einen Widerstand
stößt und demgemäß die Sicherheitskupplung 7 in Tätigkeit tritt und rutscht, so
wird die Welle 21 gedreht, was bewirkt, daß die Umlauf zahlen des Fahrmotors 13 entsprechend
geändert werden. Es ist nämlich mit der Welle 21 die Welle 3 5 längs verschieblich
gekuppelt. Letztere trägt eine Spindel 36, deren Mutter eine Bremsscheibe 37 ist. Letztere
wird von dem Bremsklotz 38 so lange gehalten, bis je nach der Ümlaufrichtung der
Welle 21 eines der auf der Welle 3 5 festgekeilten
Kupplungsteile 39 oder 39° mit den zugehörigen Kupplungshälften 40 oder 40«
im Eingriff stehen. Sodann gibt der Bremsklotz 38 nach, und die mit den Kupplungsteilen
40 bzw. 40" verbundenen Stirnräder 41 bzw. 42 übertragen die Drehbewegung der
Welle 3 5 auf die Stirnräder 43 bzw. 44. Die letzteren beiden sitzen auf der Welle 45,
welche den Vorschaltwiderstand 46 betätigt. Je nach der Umlauf richtung der Welle 45
bzw. 2i, also je nachdem, ob die Kupplung 39 oder 39ß eingeschaltet ist, werden die Umlaufzahlen
des Antriebsmotors 13 erhöht oder vermindert. Die Übersetzung zwischen den
Zahnrädern 41, 43 und 42,44 ist so gewählt, daß bei Übersetzung der Drehbewegung der
Welle 35 auf die Welle 45 ins Schnelle die Umlauf zahlen des Antriebsmotors 13 ver-
mindert, bei Übersetzung der Drehbewegung
der Welle 35 auf die Welle 45 ins Langsame die Umdrehungszahlen des Antriebsmotors 13
erhöht werden.
Es ist für manche Motorarten schwierig, die Umlaufzahlen in der gewünschten Weise
zu ändern. Der Motor 13 in Abb. 2 ist solch ein schlecht einstellbarer Motor, weshalb zwischen
dem Motor 13 und dem Antricbsritzcl 14 des Fahrgetriebes ein Flüssigkeitsgetriebe
47 eingeschaltet ist. Das Flüssigkeitsgetriebe 47 steht mit der ebenso wie in Abb.'i angeordneten
Reglerwelle 45 durch eine biegsame Welle 48 in Verbindung, an deren Ende ein Kegelrad 49 sitzt und ein Kegelrad 50 treibt.
Dieses regelt je nach seiner Stellung die Umlaufzahlen des Flüssigkeitsgetriebes 47 und
damit des Ritzels 14, das mit dem Differentialgetriebe 19,20,22 ebenso wie in Abb. 1
durch eine biegsame Welle 24 verbunden ist.
Eine andere Art, die Umdrehungszahlen
des Elektromotors 13 zu ändern, ist in Abb. 3 dargestellt. Hier wird die Umlaufzahl des
Motors 13 durch Bürstenverstellung geregelt.
Der Bürstenring 51 wird durch die Zahnräder 52, 53 gedreht, wobei die Drehung des Ritzels
52 durch die biegsame Welle 4S bewirkt wird, deren Drehung wie in Abb. 1 und 2 von der
Welle 45 abgeleitet wird.
Für den Fall, daß die Regelvorrichtung 46 in Abb. 1, 47 in Abb. 2 und 51 in Abb. 3 in
die eine oder andere Endlage gelangt und trotzdem die Welle 45 noch umläuft, ist zwischen
der Regelvorrichtung und der Welle 45 eine Rutschkupplung 54 eingeschaltet', so daß
eine Zerstörung der Regelvorrichtungen vermieden wird.
Claims (3)
1. Antriebsvorrichtung für Bagger, bei der ein mit dem ,einen Außen rad an den
Eimerkettenantrieb angeschlossenes und also von diesem abhängiges Ausgleichsgetriebe
durch die Umlaufräder eine Ausschaltvorrichtung für das unabhängig vom Eimerkettenantrieb angetriebene Fahrwerk
betätigt, dadurch gekennzeichnet, daß das andere Außenrad (23) des Ausgleichsgetriebes
mit dem Fahrantrieb (13, 14) gekuppelt ist und die Umlaufräder (20)
eine Regelvorrichtung (46, 47, 51) betätigen,
die die Drehzahl des Fahrmotors (13) entsprechend den Schwankungen der
Drehzahl des Eimerkettenantriebes beeinflußt xind auch zum Ausschalten des Fahrantriebes
dient.
2. Antriebsvorrichtung für Bagger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen der mit dem Umlaufräderpaar (20) gekuppelten Welle (21) und der
Regelvorrichtung (46,47, 51,53) für jede Umlaufrichtung je ein Vorgelege (42, 43)
mit unterschiedlichen Übersetzungsverhältnissen eingeschaltet ist, wobei das Vorgelege
(43) mit der Übersetzung ins Schnelle die Betätigung der Regelvorrichtung (46,47,51,53) im Sinne des Ausschaltens
bewirkt.
3. Antriebsvorrichtung für Bagger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
als Regelvorrichtung ein zwischen dem Antriebsmotor (13) und dem Antriebsritzel (14) eingeschalteter Flüssigkeitsmotor
(47) dient.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH135931D DE630309C (de) | 1932-07-07 | 1932-07-07 | Antriebsvorrichtung fuer Bagger |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH135931D DE630309C (de) | 1932-07-07 | 1932-07-07 | Antriebsvorrichtung fuer Bagger |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE630309C true DE630309C (de) | 1936-05-25 |
Family
ID=7177393
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH135931D Expired DE630309C (de) | 1932-07-07 | 1932-07-07 | Antriebsvorrichtung fuer Bagger |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE630309C (de) |
-
1932
- 1932-07-07 DE DEH135931D patent/DE630309C/de not_active Expired
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