<Desc/Clms Page number 1>
Aus zwei einachsigen Anhängern zusammengesetzter zweiachsiger Wagen
Die Erfindung betrifft einen aus zwei einachsigen Anhängern zusammensetzbaren zweiachsigen Wagen, bei dem jeder Einzelwagen zum Zwecke des Kippens um die Aufstandspunkte der Räder nach hinten mit einer die Räder blockierenden, mit dem Wagenrahmen verriegelbaren und um eine höher als die Radachse liegende Schwenk-achse abklappbaren Deichsel ausgestattet ist und die Achse eines der beiden Anhänger mit einem bei Verwendung als Einzelfahrzeug verriegelbaren Drehschemel ausgestattet ist.
Bei den bisher bekannten, aus zwei einachsigen Anhängern zusammengesetzten Wagen werden die beiden Fahrgestelle durch einen Längsholm miteinander starr verbunden und die beiden kleinen Wagenkasten durch einen einheitlichen grossen Wagenkasten ersetzt, der mit zusätzlichen Haltemitteln an den beiden Fahrgestellen zu befestigen ist. Bei solchen Anhängern erfordert der Zusammenbau der beiden Fahrgestelle nicht nur eine gewisse Sachkenntnis und Genauigkeit über den Zusammenbau der Teile, sondern auch die sorgfältige Aufbewahrung der nur fallweise in Verwendung kommenden Baubestandteile und einen nicht unbeträchtlichen Zeitaufwand.
Dieses Problem wird nun in einfacher und für den Landwirt befriedigenden Weise gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass die Deichsel des hinteren Anhängers mit ihrem Verriegelungshaken z. B. in die Frontplatte des um 180 geschwenk- ten Aufbaues des vorderen Anhängers einhängbar ist, und dass zur Kupplung der beiden Fahrzeuge weiters an einem eine tiefliegende Ose und am andern ein in diese Öse einsteckbarer, in gleicher Höhe befindlicher Zapfen sowie ein die beiden Fahrzeuge in vertikaler Richtung gegeneinander sperrender, in korrespondierende Schlitze der einander zugekehrten Frontplatten eingreifender und einen Zapfen am Gegenfahrzeug umfassender schwenkbarer Riegel vorgesehen sind.
Der Vorteil, der durch diese erfindungsgemässe Massnahme erreicht wird, liegt darin, dass der Landwirt z. B. aus zwei einachsigen Anhängern ohne Verwendung zusätzlicher Geräte oder Werkzeuge bedarfsweise einen Wagen zusammenbauen kann, der zwei Radachsen besitzt und dessen Laderaum aus den Wagenkasten der beiden einachsigen Anhänger gebildet ist. Ebenso kann der Landwirt mit wenigen Handgriffen die beiden miteinander gekuppelten Anhänger voneinander trennen und getrennt als Einzelfahrzeuge benützen.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, und zwar ist in Fig. 1 ein Paar hintereinander aufgestellter einachsiger Anhänger vor dem Zusammenbau im Längsschnitt dargestellt, wogegen die Fig. 2 einen aus zwei einachsigen Anhängern zusammengesetzten zweiachsigen Wagen im Längsschnitt zeigt. In Fig. 3 ist eine Kupplung zusammen mit einer Verriegelung und einigen Teilen der Kastenrahmen beider Anhänger im Schaubild dargestellt.
Jeder der beiden Anhänger hat eine Deichsel 8 die mittels einer horizontalen Achse 7 am Fahrgestell 1 vertikal schwenkbar angebracht ist, wobei die Achse 7 am Fahrgestell höher als die Rad-
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
mente einer oder zweier Kupplungen 33, 34 angebracht. Von der Frontplatte 29 ragen Zapfen 35 nach unten, die am unteren Ende je eine horizontal liegende und vor die Frontplatte 29 vorragende Öse 33 tragen, welche das eine Kupplungselement darstellt. Auch von der Frontplatte 30 des hinteren Anhängers stehen Zapfen 34 nach unten ab, deren untere Enden in die Ösen 33 zum Kuppeln der beiden Anhänger einrückbar sind.
Die Zapfen 34 und 35 können an den Frontplatten 29,30 starr angebracht sein oder mit diesen Frontplatten durch Gelenke 37, 38 in Verbindung stehen, die ein Gegeneinanderschwenken der Zapfen 34, 35 zur Ermittlung der richtigen Raststellung ermöglichen. Bei beiden Ausführungsarten werden die Zapfen 34, 35 an ihren unteren Enden von Streben 41, 42 in einer das exakte Kuppeln sichernden Lage unverrückbar festgehalten. Die Streben 41, 42 sind mit ihren andern Enden in Lagerböcke 43, 44 der Kastenrahmen 23 mittels Schraubenmuttern 46 verspannt. In der Eingriffslage der Zapfen 34 und der Ösen 33 sind die beiden Wagenkastenrahmen 23 auf gleicher Höhe, so dass sich die beiden Frontplatten 29,30 genau gegenüberstehen.
Damit nun die beiden Wagenkasten 2 im gekuppelten Zustand der beiden Anhänger auch auf gleicher Höhe bleiben und auch die Eingriffslage der Zapfen 34 und der Ösen 33
EMI2.1
Diese besteht aus einem an der Kastenrahmenunterseite des einen Anhängers angeordneten und um einen vertikalen Zapfen 45 horizontal verschwenkbaren Riegel 48, der mittels einer seitlich abstehenden und von der Anhängerlängsseite leicht mit der Hand erfassbaren Handhabe 47 verschwenkbar ist. Dieser Riegel 48 liegt ausser Gebrauch hinter der Frontplatte 30 des hinteren Anhängers (Fig. 1) und kann durch zwei sich dek- kende Schlitze 49 beider Frontplatten 29, 30 hindurch in die Sperrlage geschwenkt werden. In der Sperrlage umgreift der Riegel 48 einen Zapfen 51 mittels eines Bogenschlitzes 50.
Der Zapfen 51 ist am andern Kastenrahmen 23 nach unten abstehend angebracht und wird von dem Riegel 48 derart umfasst, dass eine zugfeste Verbindung der beiden Zapfen 45 und 51 entsteht. Dadurch, dassder Riegel 48 die Schlitze 49 beider Frontplatten 29, 30 durchgreift, werden beide Frontplatten und damit die Kastenrahmen 23 auf gleicher Höhe festgehalten und ein unbeabsichtigtes Ausrücken der Zapfen 34 aus den Ösen 33 verhindert. Die Zapfen 34 können daher von den Ösen 33 nur gelöst werden, wenn die Entriegelung vollendet wurde.
Es kann auch der Riegel 48 am Kastenrahmen 23 des vorderen Wagenkastens 2 um den Zapfen 45 schwenkbar sein, wie dies die Fig. 3 zeigt. In diesem Fall ist der Zapfen 51 am Kastenrahmen 23 des hinteren Anhängers angebracht.
Um eine Verbindung der beiden Wagenkasten 2 im Bereiche über den Kastenrahmen 23 zu schaf- fen, können die bekannten Bordwandhaken 52 oder Spannverschlüsse vorgesehen sein.
Beim Zusammenbau zweier in Fig. 1 hintereinander aufgestellter Anhänger wird das den Drehschemel 24 aufweisende Einzelfahrzeug vorne aufgestellt. Dieser Drehschemel 24 ist zwischen dem Kastenrahmen 23 und dem Fahrgestell 1 angeordnet und aus einem Rollkörperkranz gebildet. Ein aus einem einarmigen Hebel 25 gebildetes Sperrglied ist um einen am Fahrgestell 1 angebrachten Gelenkzapfen 26 vertikal schwenkbar gelagert und kann in aufrechter Lage durch einen Sperr- bolzen 28 mit dem Kastenrahmen 23 verbunden werden, der zu. diesem Zweck ebenso wie der He- bel 25 ein Loch 27 besitzt.
In der Sperrlage des
Hebels 25 gemäss Fig. 1 sind das Fahrgestell 1 und der Kastenrahmen 23 starr miteinander ver- bunden und der Drehschemel 24 ist ausgeschaltet.
Wird aber der Sperrbolzen 28 gelöst und der He- bel 25 nach unten geschwenkt, dann ist der Dreh- schemel 24 bewegungsfrei und der Wagenkasten 2 kann um die vertikale Drehschemelachse um 180-' gedreht werden, so dass die Frontplatte 29 nun- mehr dem hinteren Anhänger zugewendet ist.
Selbstverständlich kann die Drehung des Kastenrahmens 23 nur bei ausgerücktem Verriegelungs- haken 11 bewerkstelligt werden. Jetzt kann das hintere Einzelfahrzeug an das vordere herangerückt und beide Kastenrahmen 23 so gehalten werden, dass ein Einrücken der Zapfen 34 in die ösen 33 möglich ist.
Nach vollendeter Kupplung wird der Riegel 48 verschwenkt und durch die Schlitze 49 beider Frontplatten 29, 30 hindurchbewegt, so dass der Bogenschlitz 50 den Zapfen 51 umfasst-. Die so geschaffene Verbindung beider Anhänger ist ausserordentlich fest und durch Rütteln und Stossen nicht beeinflussbar. Die Trennung beider Anhänger voneinander ist nur nach Aufhebung der Verriegelung 48 durchführbar, wobei lediglich ein Aufkippen des hinteren Kastenrahmens erforderlich ist, um die beiden Einzelfahrzeuge voneinander zu lösen. Beim zweiachsigen Wagen wird die Deichsel 8 des hinteren Anhängers z. B. mittels des Verrieglungshakens 11 in die Frontplatte 29 eingehängt und so in der angehobenen Lage gehalten.
Zum Aufhängen der Deichsel des zweiten Fahrzeuges kann auch eine Kette dienen.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.