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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 19764. SIMON KRISTIANPOLLER IN PODBEREZCE (GALIZIEN).
Selbsttätige Eisenbahnwagenkupplung.
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Bewegung der Sperriegel in die Offenstellung eine Sicherung ausgelöst werden muss, welche die Sperriegel in der Kuppelstellung feststellt.
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des Wagens nach aussen hindurchtretende Stangen d und i verbunden. und zwar die Stange ( unmittelbar mit dem Riegel ! , die Stange i jedoch mit dem Riegel a unter Vermittlung
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zwischen welchen und dem Träger e Spiralfedern M, it aufgeschoben sind, wc lche die
Sperriegel a, b in der Kuppelstellung zu halten bestrebt sind. Die äusseren Enden der beiden Arme d und i sind mittels einer Welle o verbunden, auf welcher ein als Handgriff dienender Rahmen p senkrecht drehbar angeordnet ist.
Beide Arme d, i sind mit Ein- schnitten oder Kerben versehen, in welche ein bei s drehbar gelagerter Drfhriegft t (Fig. 5) eingreifen kann. Arm d besitzt die Kerbe unten und Arm i an der Oberkante, so dass der Drehriegel t den Arm d von unten und den Arm i von oben erfasst. Die
Kerben sind auf den Stangen derart angeordnet, dass der Riegel t in sie eingreift, wenn die Sperriegel die Kuppolstellung einnehmen. Der Drehriegel t (Fig. 5) ist gleichfalls an den Stelleu, an welchen er in die Kerben der Arme d, i eingreift, mit der Stärke der
Stangen d, i entsprechenden Einkerbungen versehen. Am Rahmenteile e ist eine Feder il vorgesehen, welche bestrebt ist, den Drehriegel t in der Sperrstellung zu halten. Der
Arm i trägt noch eine Stange v, welche durch den Seitenträger e hindurchtritt und an ihrem Ende ausserhalb des Trägers e abgebogen ist (Fig. 2).
Neben der Stange i ist an dem Träger e eine wagerecht drehbare Klinke w gelagert, welche sich mit ihrem um- gebogenen Ende unter dem Einfluss einer Feder x gegen den Drehriegel t legt, wenn dieser sich in der Sperrstellung befindet (Fig. 6). Zwischen der Klinke w und dem Riegel t liegt das umgebogene Ende der Stange v.
Mit den Sperriegeln in Eingriff gelangt ein am anderen Fahrzeug gelagertes pfeil- förmiges Kuppelglied. Die Verbindung beider erfolgt in bekannter Weise selbsttätig beim
Gegeneinanderfahren der Fahrzeuge. Eine Kupplung ist jedoch nicht möglich, wenn der
Drehriegel t die Stangen d und i feststellt, weil dann die Sperriegel in der Kuppelstellung gesichert werden. Die Sicherung muss daher zunächst gelöst werden. Zu diesem Zwecke wird der Rahmen p in der Richtung der Pfeile 3,4 (Fig. 3 und 4) gehoben. Hiebei erfasst ein an dem Rahmen p vorgesehener Daumen q den Drehriegel t und dreht denselben so, dass sein Eingriff mit den Stangen d und i aufgehoben wird, Ein zweiter Daumen T-
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Einfallen unter den Drehriegel t nicht verhindert wird.
Nachdem der Eingriff des Drehriegel t-mit den Stangen a und i aufgehoben ist, bewegt sich die Sperrklinke w unter der Wirkung der Feder : c unter den Riegel t und verhindert denselben am Einfallen in die Kerben der Stangen d, i. Die Sicherung ist hiedurch gelöst, so dass sich die Stangen d und i frei bewegen und die Sperriegel a und b beim Kuppeln dem pfeilförmigen Kuppelglied ausweichen können.
Durch das Auseinanderdrücken der Sperriegel beim Kuppeln werden beide Stangen d, i nach auswärts geschoben und mittels des Endes der Stange v wird die Klinke w so gedreht, dass sie den Riegel t freigibt, der sich unter dem Einfluss der Feder u auf die Stangen d und i legt und bei Rückkehr der Sperriegel a und b in die Kuppelstellung in die Kerben der Stangen einschnappt, wodurch die Sperriegel a und b in der Kuppelstellung gesichert werden.
Zur Entkupplung wird der Rahmen p gehoben, wobei der Drehriegel t ausgehoben wird. Mittels des Rahmens werden dann die Arme d und i nach auswärts gezogen und die Sperriegel a und b in die Offenstellung bewegt.
Um einen Wagen beiderseits ohne denselben zu drehen, kuppeln zu können, kann die
Anordnung auch derart getroffen werden, dass sich an beiden Stirnseiten der Wagen Pfeil- stangen y sowie Klemmbacken a befinden. Zu diesem Zwecke sind die Klemmbacken a, wie in Fig. 8 und 9 der Zeichnung dargestellt, gabelförmig gestaltet, so dass die vertikal verschwenkbar an einem Querträger 5 des Wagens angelenkten Pfeilstangen y auf den unteren Teilen 6 der Klemmbacken a aufruhen können. Die Pfeilstangen y sind um ein
Gelenk 7 horizontal verschwenkbar und sind, um den Pfeil in der geraden Lage zu er- halten, auf einem Querbalken 9 der Stange y (Fig. 7) Federn 10 vorgesehen, welche auf
Anschläge 11 des Gelenkes 7 des Pfeiles wirken.
Bei der Kupplung wird zuerst bei einem Wagen der Rahmen p gehoben und die
Klemmbacken auseinander gezogen, so dass eine Pfeilstange y herunterfällt und in einer
Ausnehmung 8 (Fig. 9) der Rahmentraverse in der in Fig. 8 strichpunktiert gezeichneten
Lage liegen bleibt. In dieser Lage schiebt sich der eine Pfeil y unter den entgegenfahrenden
Wagen, dessen horizontal stehender Pfeil nun ohne Hindernis zwischen die Klemmbacken des anderen Wagens eintreten kann.
Bei Bedarf wird der gesenke Pfeil gehoben und zwischen die Klemmbacken hinein- gedrückt, welch letztere, um das Hineindrücken zu erleichtern, an den unteren Innenkanten der Teile 6 abgerundet sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Entkuppeln von selbsttätigen Kupplungen mit pfeilförmigen
Haken und Spernegotn als Kuppelglieder, dadurch gekennzeichnet, dass mit den Sperr- gliedern (a, b) ein drehbarer Rahmen (p) in Verbindung steht, mit welchem die Sperr- glieder (a, b) in die Offenstellung gezogen werden können und ein Drehriegel ( vor- gesehen ist, welcher unter dem Einfluss einer Feder (u) stehend, durch Eingriff in Aus- schnitte der Zugstangen (d, i) die Sperrglieder in der Sperrlage erhält, durch Drehung des Rahmens (p) in die wagerechte Lage in die Offenstellung bewegt und in dieser durch eine unter ihn tretende Klinke (w) gehalten wird, die ihrerseits beim selbsttätigen Kuppeln infolge der Verschiebung der Sperrglieder (a, b)
durch eine an dieselben angeschlossene
Stange (v) eine Rückwärtsdrehung erfährt, so dass der Drehriegel in die Sperrstellung zurückfallen kann.