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Österreichische PATENTSCHRIFT N 18720. L. C. SMITH & EROS. TYPEWRITER Co. IN SYRACUSE (V. ST. A.).
Schreibmaschine.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Schreibmaschinen derjenigen Art, bei welcher die Typenhebel zur Erzeugung sir. htbaror Schrift aufwärts und nach hinten gegen die Vorderfläche des Papierzylinders schlagen und hat zum Gegenstand eine neue Art des Antriebes und der Lagerung der Typenhebel auf einem zum Zweck des Umschaltens auf und ab beweglichen Segmentträger.
In der beiliegenden Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Fig. 1 ist eine Vorderansicht der Maschine, Fig. 2 eine Einzelheit dazu, betreffend die Führung des Trägersegmentes. Fig. 3 ist ein Grundriss der Umschalthebel, Fig. 4 ein vertikaler Schnitt nach der Linie B-B der Fig. 1. Fig. 4a ist ein Grundriss der Typonführung. Die Fig. 5 und (i zeigen Seitenansichten der Umschalteinrichtung in verschiedenen Arbeitsstellungen. Die Fig. 7-10 stellen Einzelheiten der Typenhebellagerung dar.
Das Geste ! ! der Maschine (Fig. 1 und 4) ist mit 20 und die Papierwalze mit 21 bezeichnet. Die Typenhebel 22 sind auf dem zum Zweck des Umschaltens auf und ab beweglichen Segment 23 gelagert, und zwar mit Hilfe von Haltern 24, die mittels Lang- löcher 41,'erstellt werden können, um den richtigen Typenaufschlag hervorzubringen. Jeder
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auf der Achse 48 drehbaren Zwischenhebel 45 die Bewegung des Tasterhebels 43 auf den zugehörigen Typenhebel überträgt. Das untere Ende der Zwischenhebel 45 greift mit einer Rolle 47 in den Karvenschlitz 46 der Tasterhehel ein. Wird ein Tasterhebel berabgedrückt, so wird das obere Ende des Zwischenhebels nach hinten gezogen und schleudert den betreffenden Typenhebel empor gegen die Papierwalze 21.
Die Kopfenden der Typenhebel ruhen in der Ruhelage auf einer Polsterleiste 56.
Das Segmentstück 23 besitzt Tragarme 71 (Fig. 1 bis 6), welche mit Armen 72 einer am Gestell gelagerten Welle 78 gelenkig verbunden sind. Diese Welle 73 besitzt an ihrem linken Ende (Fig. 1) einen mit einer Reibungsrolle 75 versehenen Arm 74. Dieser Arm wird zu einem später zu erläuternden Zwecke federnd ausgeführt. Um das Segmeat 23 zeitweise hochzudrücken, ist ein Umschalthehel 76 mit Taste angebracht (Fig. 5 und 6), den man herunterdrückt, wenn ein grosser Buchstabe oder ein anderes gleichgeordnetes Zeichen geschrieben werden soll. Ferner ist ein zweiter Tastenumschalthebel 77 angeordnet, mit dessen Hilfe das Segment hochgedrückt und in dieser Stellung gehalten wird, wenn beispielsweise nur mit grossen Buchstaben geschrieben werden soll.
Der Umschalthebel 76 ist durch Stift und Schlitzführung 78 mit einem Winkelhebel 79 verbunden, der eine als Hebedaumen 80 ausgebildete Endfläche besitzt, die unter der Reibungsrolle 75 liegt. Wird dieser Umschalthebel herabgedrückt, so wird hiedurch der obere Arm des Winkelhebels 79
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Welle 73 etwas nach oben schwingt und das Segment 23 um die erforderliche Entfernung hochgerückt wird.
Der Umschalthebel 77 ist ebenfalls durch Stift und Schlitzführung 81 mit einem Winkelhebel 82 verbunden, dessen oberes Ende eine kreisbogenförmig ausgerundet Auflager-
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seine oberste Grenzstellung hat ; zu diesem Zwecke ist der Arm 74 nachgiebig hergestellt. Wird der Hebel 77 weiter herabgodrückt, so schnappt die Rolle 75 in die Kurvenfläche 83 ein, hillt den Umschaltbebel in dieser unteren Lage und das Segment hochgerückt. Der Winkelhebel 82 besitzt einen dritten mit Reibungsrolle 85 versehenen Arm 84. Wenn das Segment in seiner obersten Stellung gehalten wird (Fig. 5), so legt sich diese Rolle 85 gerade unter den Umschalfhebel 76.
Das Segment wird dadurch wieder heruntergelassen, dass'der Hebel 76 herabgedrdckt wird und auf die Rolle 85 drückt. Hiedurch wird der Hebelarm 82 nach rückwärts gezogen. Fig. 4 veranschaulicht die Hebel 79 und 82 in ihrer Ruelago, während Fig. 5 das Segment dauernd hochgerückt und Fig. 6 dasselbe zeitweise hochgerückt veranschaulichen.
Die Hebel 76 und 77 können wie die anderen Tastenhebel an der Querleiste 50 an Federn 51 hängen. Die Winkelhebel 79 und 82 sind an einem mittels Schrauben 87 am Maschinengüstell befestigten Tragstück 86 angelenkt und diese Schrauben 87 sitzen in hohlen Schrauben 88, die wiederum in das Maschinengestell eingeschraubt sind ; das Tragstilek ist mit Hilfe der Schrauben 87 dicht an die hohlen Schrauben herangezogen. Durch Lösen der Schrauben 87 können die Schrauben 88 herauf-oder heruntergedreht und so die Lage des Tragstückes 86 verändert werden, das dann durch Anziehen der Schraube 87 in seiner Lage gehalten wird.
Das Segment 23 ist an beiden Seiten in Kugellagern aufgehängt, die eine leichte Auf und Abbewegung gestatten (Fig. 1 und 2). Zu diesem Zwecke sitzt an jeder Seite der Maschine ein Haltearm 89, der eine Bilchse 90 mit darinliegendem Block 91 besitzt.
Dieser Block besitzt an seinem inneren Ende eine V-förmige Rinne als Bahn für die Lagerkugel und wird durch eine Schraube 92 festgehalten. Ferner besitzen die Haltearme 89 vertikal einstellbare Anschläge 93, welche die Abwärtsbewegung des Segmentes 23 be- grenzen. An den beiden Enden des letzteren sind vertikale Kugelrinnen 94 vorgesehen, in welchen eine einzelne Kugel 95 liegt. Über der eben beschriebenen Anordnung sind am
Maschinengestell einstellbare Anschläge 96 angebracht, welche die Aufwärtsbewegung des
Segmentes begrenzen.
Die Kugelrinnen 94 befinden sich in T-förmigen, in geeigneter Weise am Segment befestigten Stücken 10j, Um die Typenhebel beim Anschlagen genau an die richtige Stelle schleudern zu können, ist eine Typenführung 97 vorgesehen (Fig. 1) und es ist wichtig, dass sich diese
Führung mit dem Segment verschiebt, da sonst durch Änderung der relativen Lage beider die Typen nicht jederzeit die Führung treffen würden. Das Führungsstück 97 sitzt daher an einem Gleitstück 9S (Fig. 4 und 4a), das mit Kugelgleitrinnen versehen ist und auf
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Lage gehalten, der mit Aufnahmeöffnungen für dieselben versehen ist und laufen in entsprechenden Rinnen der festen Führungen 101. Das Gleitstück 98 ist mit dem Segment 23 durch eine Gelenkstange 102 verbunden.
An der Führung befindet sich noch ein Zeiger 104 der an einer Skala 105 am Wagen der Maschine die Stellung der letzteren anzeigt.
Die Typenhebel sind entweder voll hergestellt (Fig. 7 und 8) oder aus Blechstreifen zusammengebogen (Fig. 9 und 10). In jedem Falle bildet der Lagerkopf des Typenhebels mittels der zwei Seitenwangen 27 und des sie verbindenden Steges 28 ein über das Lager greifendes Gehäuse, das Schmutz und Radiergummistaub verhindert, in das Lager zu dringen. Dies ist ein Vorteil bei Maschinen, bei denen die Typenhebellager unterhalb der Walze angeordnet sein müssen und infolgedessen der beim Radieren u. dgl. entstehende Gummiabfall notwendigerweise auf diese Lager fällt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schreibmaschine derjenigen Art, bei welcher die Typenhebel zur Erzeugung sichtbarer Schrift aufwärts und nach hinten gegen die Vorderfläche des Papierzylinders schlagen, gekennzeichnet dadurch, dass die Typenhebel. auf einem zum Zwecke des Umschaltens auf und ab beweglichen Segmentträger (23) gelagert sind.