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Österreichische
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Einrichtung an Zugschranken-Antriebswerken zur zwangsweisen ungetrennten Vornahme des Vorläutens und Schliessens der Schlagbäume.
Vorliegende Erfindung hat eine Einrichtung an Zugschranken-Antriebswerken mit hin und her gehenden Bewegung zum Gegenstande, durch welche der Schrankenwärter ge- zwungen wird, wenn anders er sich nicht eine unnütze Mehrarbeit auflasten will, die zum Zwecke des Vorläutens und des Schliessens der Schlagbäume vorzunehmenden Bewegungen des Antriebswerkes zeitlich ungetrennt voneinander auszuführen, indem jede Unterbrechung der Bewegung die Sperrung des Antriebswerkes im Sinne der schliessbewegung bewirkt, somit die weitere das Schliessen veranlassende Bewegung desselben verhindert und den Wärter nötigt, das Antriebswerk in seine Anfangsstellung zurückzubringen,
um von neuem die ganze für das Vorbauten und Schliessen notwendige Bewegung ausführen zu können. Diese Einrichtung besteht im Wesen aus einer durch das Antriebswerk in Drehung zu versetzenden, vertikalen Gewindspindel mit darauf verstellbarer Mutter, welch letztere bei Betätigung dos Antriebswerkes durch irgendeinen Widerstand verhindert wird, sich mit gleicher Geschwindigkeit wie die Spindel zu drehen und daher mit Bezug auf letztere ge-
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Sperrklinke während der Bewegung so lange ausgelöst bleibt, als das Antriebswerk in
Tätigkeit ist. wogegen bei Unterbrechung der Bewegung des letzteren durch den selbst- tätigen Niedergang der Mutter die Sperrklinke zum Einfallen in ein Hemmwerk gebracht und so die weitere, im gleichen Sinne versuchte Drehbewegung des Antriebswerkes ver- hindert wird.
Die Einrichtung bewirkt gleichzeitig auch die Sperrung des Antriebswerkes in seinen beiden Endstellungen durch Betätigung einer gleichzeitig das Hochhalten der
Sperrklinko bewirkenden Schaltvorrichtung.
In beiliegender Zeichnung stellen die Fig. 1 und 2 diese Einrichtung in Verbindung mit einem Kurbelantrieb bekannter Art in Seiten und Rückansicht dar. Fig. 3 zeigt eine geänderte Ausführungsform der Einrichtung und die Fig. 4 und 5 veranschaulichen in Seitenansicht und Draufsicht zwei weitere Varianten der in Fig. 2 und 3 mit der stell-
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welche an radialen Ansätzen die Flächen, Kugeln oder federnd angelenkten Backen q trägt.
Wird die Spindel 11 bei Bewegung des Antriebswerkes in entsprechender Richtung in
Drehung versetzt, so wird die Mutter m sich mitdrehen, jedoch infolge des Luftwiderstandes
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gleicher Geschwindigkeit, wie die Spindel zu drehen bezw. deren Bewegung mitzumachen.
Wird die Drehbewegung unterbrochen, so dreht sich die Mutter zufolge ihres Gewichtes an der Spindel herab und kehrt in ihre Anfangsstellung zurück.
Um nun den Scllranltenw1tchter zu zwingen, dass er die für das Vorlaufen und Schrankenschliessen notwendige Bewegung des Antriebswerkes in einer Bewpgungsrichtuog ununterbrochen vollführen muss, ist auf der Kurbelwelle a ein Sperrad s (Fig. 2) auf-
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rückwärtiger Fortsatz f1 nicht durch einen von der Mutter m beeinflussten Hebel h ver- hindert wird, sich zu heben.
Sobald die Mutter m bei Unterbrechung der Drehbewegung der Spindel an letzterer herabiäuft, druckt sie auf den Hebel h und hebt denselben vom Klinkenfortsatz fl ab, so dass die Klinke mit ihrem Zahn z in das Sperrad 8 einfallen kann und die beabsichtigte, neuerliche Drehung des Antriebswerkes in derselben Richtung verhindert. Die Sperrklinke f besitzt noch einen vorderen Fortsatz , der unter dein Einfluss eines Stiftes t an einem Schaltrade l'steht, welch letzteres durch einen einzabnigon Trieb e von der Trommelwelle des Antriebswerkes oder von einem beliebigen Vorgelege zahnweise weitergeschaltet wird.
Sowie bei dieser Drehung des Schaltrades µ der Stift t unter den Klinkenfortsatz/ gebracht wird, erfolgt das Heben der Klinke, welche demnach auch durch den Schaltradstift t am Einfallen in das Sperrad verhindert wird.
In dieser Stellung betinden sich die genannten Teile des Hemmwerkes bei Beginn der Drehung des Antriebswerkes, d. h. bei Beginn des Vorläutens. Während dieser Bewegung wird zunächst der Stift t unter dem Klinkenfortsatz/s nach und nach woggedreht ; da jedoch vorher schon die Mutter m an der Spindel sich emporgeschraubt hat, wodurch der Hebel h sich verschwenkt hat und auf den Klinkenfortsatz f1 drückt, so kann die Klinke nicht in das Sperrad einfallen. Das Einfallen erfolgt jedoch sofort, sobald die Bewegung unterbrochen wird, da alsdann die herabgehende Mutter den Hebel h niederdrückt und dieser die Klinke freigeben muss.
Würde nun nach dieser Unterbrechung Vf'r- sucht, das Antriebswerk in dem gleichen Sinne weiterzu drehen, so verhindert dies die Klinke und es muss daher der Schrankenwärter das Antriebswerk in seine Anfangsstellung zurückdrehen, um durch den Schaltradstift t die Klinke f wieder auszuheben, worauf erst die ursprünglich gewollte Bewegung begonnen werden kann. Damit der Stift t bei Rü < k- drehung in seine Anfangsstellung nicht über diese hinausbewegt werden kann, wodurch die Klinke freigegeben würde, ist ein Hebel i mit einem seitlichen Ansatz c vorgesehen, welch letzterer bei Anstossen des Stiftes t an den Hebel i in die Bahn eines am Kegel-oder Schneckenrad des Spindelantriebes befestigten Zapfens p tritt.
Dieser Zapfen p könnte auch an Stelle des Sperrades s benützt werden, um mit dem Zahn z der Klinke f in Eingllff gebracht zu werden (Fig. 3).
Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführung ist der Hebel i mit dem in diesem Faile einarmigen Hebel h zu einem starren Winkelhebel verbunden und wird durch zwei 1m Schaltrad r angebrachte Stifte t und tl in beiden Endlagen des Antriebswerkes mit dem Ansatz c in die Bahn des Zapfens p eingestellt, so dass die Bewegung in beiden Endstellungen selbsttätig gesperrt ist.
Die Sperrung bei Unterbrechung der Bewegung geschieht hiebei ebenfalls durch die herabsinkende Mutter m, welche den Arm h des Winkelhebels niederdrückt und dadurch den zweiten von den Stiften t, tl nicht beeinflussten Arm i nach auswärts schwenkt, wodurch ein Vorsprung d desselben, auf welchem die Klinke f mit einem Stift k aufliegt, unter letzterem weggezogen wird und die Klinke mit ihrem Zahn z in das Sperrad einfallen kann oder, wie in der Zeichnung, in den Bereich des sich drehenden Zapfens p gelangt und die weitere Drehung in derselben Richtung vorhindert.
Beim Zurück- drehen wird die Klinke f, an welcher der Stift t wirkungslos vorbeigeht, durch einen An- schlag l am Schaltrade r gehoben und Hebelarm i kehrt zufolge seines Gewichtes in die ursprüngliche Stellung zurück ; der Vorsprung d gelangt unter den Stift k, sobald bei der
Schliessbewegung die Mutter m sich an der Spindel emporschraubt und den Arm h freigibt.
Das Festlaufen der Mutter m in ihren beiden Endlagen auf der Spindel wird durch an letzterer, sowie an der Mutter angebrachte Anschläge b, o bezw. bl, ol vorhindt'rt, welche miteinander in Berührung kommen, ehe die Mutter sich festdreht. Wenn in ge- wissen Fällen ein sofortiges Schliessen der Schlagbäume erforderlich ist, kann dies mit
Hilfe eines unter Plombenverschluss stehenden Notauslösehebels v (Fig. 2 und 3) geschehen, der die Klinke f auszuheben gestattet, ohne erst das Antriebswerk in seine Anfangsstellung zurückdrehen zu müssen. Die vorstehend beschriebene Einrichtung lässt sich für Antriebs- werke verwenden, die in der einen Bewegungsrichtung durch ein Gewicht selbsttätig be- tätigt werden, welches bei der Bewegung in der anderen Richtung aufgezogen wird.
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