AT17318B - Einrichtung zum elektrischen Fernbetrieb von Schreibmaschinen. - Google Patents

Einrichtung zum elektrischen Fernbetrieb von Schreibmaschinen.

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AT17318B
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Giuseppe Muszo
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Giuseppe Muszo
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Description


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   Österreichische PATENTSCHRIFT   Ni. 17318.   



   GIUSEPPE MUSZO iN S. ANGELO   DEi   LOMBARD   (ITALIEN).   



  Einrichtung zum elektrischen Fernbetrieb von Schreibmaschinen. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Einrichtung zum elektrischen Fernbetrieb von Schreibmaschinen. Dieselbe kennzeichnet sich im wesentlichen dadurch, dass durch
Niederdrücken von Tasten Stromschlüsse über verschieden grosse Leitungswiderstände bezw. über Leitungswiderstände bestimmter Grösse und einen Elektromagneten hergestellt werden, welcher bei seiner Erregung der jeweiligen Taste und dem jeweilig eingeschalteten Wider- stande entsprechend, ein Solenoid um einen entsprechenden Winkel zum Ausschwingen bringt, demzufolge ein Schaltarm eine bestimmte Einstellung erfährt und durch Schliessung eines weiteren Stromkreises einen von einer Anzahl Elektromagneten erregt, welcher dann die dazugehörige Type in Wirksamkeit setzt.

   Bei einer Ausführungsform wirkt das Solenoid unter Vermittlung eines   Räderwerkes   auf einen Kontaktarm ein, welcher gewöhnlich durch einen permanenten Magneten in der Ruhelage festgehalten wird, der aber, sobald durch den
Elektromagneten Strom fliesst, polarisiert wird und dann ohne merklichen Widerstand eine
Einstellung des   Schaitarmes   behufs Einschaltung des gerade für den Abdruck einer Type in Wirksamkeit zu setzenden Elektromagneten veranlasst.   Der Sende-und Empfangsapparat   sind vollständig gleich gestaltet, und damit in beiden Apparaten der Strom in gleicher
Richtung durch die betreffenden Organe   fliesst,   muss jeder Apparat mit einem selbsttätig   arbeitenden Stromwender ausgerüstet   sein.

   Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand zur Darstellung gebracht, u. zw. bedeutet Fig. 1 die Sendestation mit dem Apparate bei niedergedrückter Ruftaste, Fig. 2 einen Schnitt durch die Tastatur nach der   Linie x-x   der Fig. 1, während Fig. 3 die Empfangsstation während der Aufnahme eines Zeichens veranschaulicht. Der Einfachheit halber sind auf der Zeichnung nur die Tasten 1, 2, 3, 4, 5 angedeutet, es müssen aber so viel Tasten vorgesehen sein, als Zeichen über die Leitung gesendet werden sollen. Unter den Tastenköpfen ist eine Platte 6 aus leitendem Material vorgesehen, welche mit dem einen Pol einer Batterie 8 verbunden ist, deren anderer Pol zum   Erdanschluss   9 geführt ist und ausserdem mit einer Metallplatte 7 leitende Ver- bindung erhält, welche aus einzelnen voneinander unabhängigen Teilen besteht.

   Wie aus
Fig. 2 zu ersehen, sind diese Teile der Platte 7 auch mit der Erde in leitender Verbindung,   ausserdem   stehen dieselben durch eine Leitung 20 mit der Linienleitung 18 in Verbindung, wobei jedoch einzelne für den   Erfindungsgegenstand wichtige Zwischenapparate eingeschaltet   sind.   Die : Metall platte   6 steht mit   Kontakten j !   in leitender Verbindung und ist von den
Kontakten 11 isoliert, welche mit den verschieden grossen Widerständen   13, 14, 15, 16, 17   verbunden sind. Die unteren Teile 12 der Tasten sind elektrisch leitend, um die Verbindung der   Plattenteile Î   untereinander zu sichern, wenn die Tasten sich in ihrer Ruhestellung befinden.

   Die Widerstände 13 bis 17 sind nach einem Knotenpunkt 19   hingeführt   und mit einem verstellbaren Hebel 21 verbunden, welcher, wenn der Apparat die Ruhelage einnimmt, mit der Metallstange 22 in leitender Verbindung steht. Durch eine Ruftaste 24, welche aus nichtleitendem Material besteht und unter der Einwirkung einer Feder 23 steht, kann die leitende Verbindung zwischen dem Hebel 21 und der Stange 22 aufgehoben werden. 



     Beim Niederdrücken der Taste   wird auch gleichzeitig ein drehbarer Hebel 25, welcher aus 'leitendem Material besteht, ausser Berührung mit einer Kontaktstange 26 gebracht, um mit einem festen Kontaktstück 27 leitend verbunden zu worden, so dass dann die Leitung 28 mit der   Linienloituug   18 verbunden ist. Ein Elektromagnet 66 leitet die zum Antriebe der 

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 Schreibmaschine erforderliche Arbeit ein. Derselbe ist mit. einem Kontakt 35 einerseits und mit Kontakten 84 und   86   andererseits verbunden.   Der schwingende Ucbol M ist   mit 
 EMI2.1 
 und unter der Wirkung der Feder 39 stehen, bilden mit Bezug auf die Kontakte 34 und 35, sowie 33 und 36 eine doppelte Stromwendevorrichtung.

   Die beiden Leiter 40 und   41   bestehen aus beweglichen Armen, so dass, wenn die leitende Stange 26 den Kontakt 33 berührt, dieser nachgibt, demzufolge auch der Kontakt 32 nachgibt und sich an den Kontakt 35 anlehnt (Fig. 3). Der Elektromagnet 38 bildet den   Tei ! eines Lokalstromkreises,   in welchen eine Batterie 42 eingeschaltet ist. Diese Leitung endet an den Kontakten 43 und 44. Nur wenn die mit dem polarisierten Anker 45 verbundene Metallplatte 48 über Kontakte 44 und 43 eine Brücke bildet, ist der Stromkreis für die Batterie 42 geschlossen, worauf dann der Elektromagnet 38 erregt wird und durch Anziehung des Ankers 37 die Stromwendevorrichtung in Tätigkeit setzen kann.

   Um ein Zeichen auszusenden, wird in der Sendestation (Fig. 1) zunächst die   Ruftaste   24 niedergedrückt und dadurch die leitende Ver- 
 EMI2.2 
 Batterie 8 über Leitung 28, Kontakt 27 und 25 zur   Linienleitung 18. Die   Wirkung der Spule 29 ist dabei eine derartige, dass der Anker 45, welcher schon vorher gegen den Elektromagneten 29   anlag,   noch kräftiger gegen denselben gedrückt wird, so dass in der Sendestation die Leitung für die Batterie 42 unterbrochen bleibt und die Stromwendevorrichtung nicht beeinflusst wird.

   In der Empfangsstation tritt der Strom nach   Durchfliessen   der Leitung M durch den Elektromagneten 29 und fliesst dann weiter über Kontakt 25, Stange 26, Kontakt 36, Elektromagnet 66, Kontakt 35 und über   22,   21 nach der Erde zurück.   Der Strom fliesst   aber jetzt nicht in der Empfangsstation in der Richtung durch den Elektromagneten 66, in welcher er fliessen   muss um   die   gewünschte   Wirkung zu haben, Aus diesem Grunde muss zunächst in der Empfangsstation eine   Stromwendung   eintreten. 



  Dies wird dadurch bewirkt, dass der Elektromagnet 29, welcher in der Empfangsstation in   umgekehrter Richtung von Strom durchnossen wird,   wie in der Sendestation, den Anker 45 abstösst, so dass die Brücke 48 zwischen den Kontakten 43 und 44 den   Stromschluss   für die Batterie 42 herstellt (Fig. 3). Der Elektromagnet 38 wird demzufolge erregt und zieht den Anker 37 an, worauf der Strom über Elektromagnet 29 in der Empfangsstation seinen Weg weiter über Kontakt 33, Leitung 41, Leitung 31 zur Batterie 8 findet und dann über Leitung 30 weiter    fliesst,   über Arm 40, Elektromagnet 66, Kontakt 34, Kontaktarm 22, 
 EMI2.3 
 in gleicher Richtung, sondern es sind auch beide Batterien 8 der Stationen hintereinander geschaltet und unterstützen sich daher gegenseitig.

   Da ein Widerstand in der Empfangsstation jetzt nicht eingeschaltet ist, wird das Solenoid 49 seinen stärksten Ausschlag machen. Der Zeiger 52 wird sich auf den Kontakt 68 der Signalglocke einstellen. Dadurch wird der Anruf bewirkt. Nun wird die Ruftaste 24 in der   Sendestaion   losgelassen und eine der Tasten 1, 2,3.... angeschlagen. Je nachdem dadurch der eine oder andere Widerstand   13, 14, 15...   eingeschaltet wurde,   fliesst   ein entsprechend gedrosselter Strom durch den Elektromagneten 66 in der Empfangsstation und bewirkt dadurch nach jedesmaligem Umschalten der beiden leitenden Stangen 22 und 26 durch Umpolarisieren des Magneten 29, dass das Solenoid 49, welches mit dem Elektromagneten 66 mittels zweier Schleifkontakte in Reihe geschaltet ist, um einen bestimmten Winkel zum Anschlag gebracht wird.

   Die Widerstände 13 bis 17 sind derart abgepasst, dass ein biegsamer Kontaktarm 52, welcher von dem Solenoid 49 aus unter Vermittlung der Räder 50 und 51 verstellt wird, eine bestimmte Lage einnimmt und sich über einen der Kontakte 54, 55 einstellt. Die Stellung des Armes 52 ist dabei von der Wahl der niedergedrückten Taste und des Wider- standes abhängig. Ein Kontakt 53 des Armes 52 schleift auf einer   Kontaktschiene 63,   welche durch Leitungsdraht 64 mit einer Lokalbatterie 65 verbunden ist. Die andere Seite 
 EMI2.4 
 über Leitung 64 zurück zur Batterie. Der Elektromagnet 56 kann einen Anker anziehen, welcher an einem Typenhebel einer Schreibmaschine angebracht ist, so dass durch Anziehen des Ankers die betreffende Type zum Abdruck gelangt.

   Es ist leicht zu ersehen, dass durch
Niederdrücken einer der Tasten immer ein bestimmter Elektromagnet erregt wird und demzufolge auch eine bestimmte Type zum Abdruck gelangt. Der Arm 52 trägt noch einen permanenten Magneten 62, welcher, so lange ein Kontaktschluss nicht hergestellt ist, mit einem der   Elektromagnete 61 Berattrung hat und darauf festgehalten wird. Sobald nun   der Elektromagnet 66 erregt wird, fliesst auch Strom durch die zu ihm parallel, unter- 

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 EMI3.1 
 und schliesst so über 54 bis 55 den Lokalstrom zum Niederdrücken der Schreibmaschinentaste durch eine der Elektromagnetspulen 56, 57... Der Arm 52 kann auch mit einem Kontaktstück 68 in leitende Verbindung gebracht werden, welches durch einen Leitungsdraht mit einer elektrischen Glocke 67 verbunden ist.

   Auf diese Weise ist es   möglich,   durch Niederdrücken einer besonderen Taste ein Signal zu geben und die Glocke 67 zum Ertönen zu bringen. Die Platte 7 ist nur dann mit der Batterie 8 leitend verbunden, wenn sämtliche Tasten durch entsprechende, auf der Zeichnung nicht dargestellte Federn in der gehobenen Ruhelage gehalten werden. In diesem Falle sind dann die Kontaktplatten 12 eine Brücke für die Platten 7. Ist aber irgendeine Taste niedergedrückt, dann sind die Platten 7 mit der Batterie 8 auch nicht mehr in leitender Verbindung, wodurch einem Kurzschluss vorgebeugt wird. Würde nämlich die Einrichtung nicht in dieser Weise getroffen sein, dann 
 EMI3.2 
 Platte 7 zur Batterie 8 zurückfliessen. Dies würde aber ein Kurzschluss sein, welcher durch die eben genannte Anordnung vermieden ist.

   Jode Schreibmaschine kann sich leicht so einrichten lassen, dass sie gemäss vorliegender Erfindung betätigt wird, indem jeder Typenhebel mit Ankern ausgerüstet wird, die unter Einwirkung der Elektromagnete 56,57, 58... gesetzt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Einrichtung zum elektrischen Fernbetrieb von Schreibmaschinen. dadurch gekennzeichnet, dass ein Elektromagnet (66), durch welchen beim   Niederdrücken   der verschiedenen Gebetasten auch Ströme verschiedener   Stärke fliessen,   bei seiner Erregung auf der Empfangs-   stelle ein Sulenoid (49)   um einen der jeweiligen Stromstärke entsprechenden Winkel zum Ausschwingen bringt, so dass ein Schaltarm (52) eine bestimmte Einstellung erfährt und durch Schliessung eines Ortsstromkreises einen der Elektromagnete (56, 57,   58...)   erregt, welcher dann den dazugehörigen Typenhebel in Tätigkeit setzt.

Claims (1)

  1. 2. Ausfuhrungsfonm der Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktarm (52), auf welchen das Solenoid (49) unter Vermittlung eines Getriebe (50, 51) einwirkt, für gewöhnlich durch einen permanenten Magneten (62) in der jeweiligen Lage festgehalten, aber von Elektromagneten (61) abgestossen wird, wenn diese gleichzeitig mit dem Elektromagneten (66) erregt werden, so dass der Arm (52) sich leicht beweglich über den gewilnschtpn Kontakt einstellt und nach Loslassen der zeichen gebenden Taste und Auf- hören der Erregung der Elpktromagnete (66 und 61) den Ortsstromkreis für den betreffenden Elektromagneten (56, 57, 58...) zum Antrieb der Schreibmaschine schliesst.
AT17318D 1901-07-04 1901-07-04 Einrichtung zum elektrischen Fernbetrieb von Schreibmaschinen. AT17318B (de)

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