AT165536B - Verfahren zur Herstellung von verbesserten Aminoplast-Formpulvern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von verbesserten Aminoplast-FormpulvernInfo
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Description
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Verfahren zur Herstellung von verbesserten Aminoplast-Formpulvern
Formpulver aus Aminoplasten bestehen im wesentlichen aus einem Kondensationsprodukt von Harnstoff bzw. seinen Homologen und Formaldehyd, welches durch Anwendung von Wärme und Druck in eine harte, unschmelzbare Masse übergeführt werden kann. Um die als "Härten" bekannte Wärmebehandlung zu beschleunigen, ist schon vorgeschlagen worden, die verschiedenartigsten Stoffe hinzuzufügen, insbesondere solche Stoffe, deren saurer Charakter beim Erhitzen gesteigert wird, z. B. Halogen enthaltende organische Säuren, welche beim Erhitzen Halogen-
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Gemäss der Erfindung werden verbesserte Formpulver aus Aminoplast dadurch erhalten, dass Trimethylphosphat zugemischt wird.
Es war bisher nicht möglich, Formpulver aus einem Harnstoff- Formaldehyd- Kondensations- produkt durch lange Zeit aufzubewahren, weil dabei eine mehr oder weniger auftretende allmähliche Hartung des Kondensationspioduktes infolge der in ihm enthaltenen Katalysatoren saurer oder säureabgebender Natur einsetzte, wodurch eine allmähliche Härtung des Kondensationsproduktes schon bei Zimmertemperatur herbeigeführt wurde. Der einzige Weg, diese unerwünschte Eigenschaft der Formpulver zu vermeiden, bestand darin, das Fertigprodukt in Gefrierräumen aufzubewahren, wodurch naturgemäss die Kosten des Endproduktes wesentlich vergrössert wurden.
Wenn jedoch die gemäss der Erfindung vorgeschlagenen Beschleuniger angewandt werden, so erhält das Formpulver wesentlich bessere Lagerungseigenschaften, und dies ist von besonderer Bedeutung in dem Fall, wenn die Formpulver in tropischen Gegenden verarbeitet werden sollen. Die für tropische
Gegenden bestimmten Formpulver verdarben früher sehr rasch, il. zw. häufig schon auf dem Seeweg oder Transport, da nämlich die bekannten in den Formpulvern enthaltenen Beschleuniger ihre Wirkung auf das Kondensationsprodukt zu früh ausüben. Wenn jedoch die gemäss der Erfindung vorgeschlagenen Beschleuniger An- wendung finden, so können die damit ausge- statteten Kondensationsprodukte wesentlich länger höheren Temperaturen ausgesetzt werden.
Darüber hinaus lassen sich mit diesen neuen
Formpulvern Formstücke von besserer Farbe und lichtdurchlässigen Eigenschaften erzielen.
Die Menge des hinzuzufügenden Trimethylphosphates hängt von der gewünschten Härtungsgeschwindigkeit ab, wobei sich Menge der Grössenordnung von 0-15 bis 15%, bezogen auf das Gewicht des trockenen Kondensationsproduktes, als befriedigend erwiesen haben. Der Beschleuniger wird vorzugsweise mit dem durch Mischen des Kondensationsproduktes mit einem geeigneten Füllmittel und Trocknen und Mahlen der Mischung hergestellten Formpulver innig gemischt, beispielsweise in einer Kugelmühle.
Die üblichen Stabilisatoren, beispielsweise Ammoniumkarbonat, Ammoniumkarbamat und Hexamethylentetramin, können gewünschtenfalls den Formpulvem einverleibt werden, wodurch die Lagerfähigkeit derselben verbessert wird.
Durch Hinzufügen von 1% Ammoniumkarbonat zu der gemäss Beispiel 1 hergestellten Masse lässt sich diese über sechs Monate bei Temperaturen bis zu 35 C aufbewahren, ohne dass eme Zersetzung oder Härtung eintritt.
In den folgenden Beispielen sind einige Ausführungsformen der Erfindung erläutert, worauf die Erfindung jedoch nicht beschränkt sein soll.
Die Teile sind Gewichtsteile.
Beispiel 1 : Der durch Kondensieren von Harnstoff mit Formaldehyd in bekannter Weise hergestellte Sirup wird mit Papiermasse gemischt, u. zw. im Verhältnis von 168 Teilen Papiermasse auf 600 Teile Sirup. Diese Mischung wird dann in einer umlaufenden Trockenvorrichtung soweit getrocknet, dass sie noch Feuchtigkeit ent- hält. Das so hergestellte getrocknete Material wird in einer Kugelmühle unter Hinzufügung
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und 0-5% Trimethylphosphat gemahlen. Dieses Produkt ist ein weisses, in der Wärme leicht fliessendes Pulver, das ohne Anzeichen einer frühzeitigen Härtung über Zeiträume bis zu sechs Monaten bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden kann.
Beispiel 2 : Ein durch Kondensieren von Harnstoff und Formaldehyd erhaltener Sirup wird mit Papiermasse im Verhältnis von 201 Teilen Papiermasse zu 740 Teilen Sirup gemischt.
Diese Mischung wird in der im Beispiel l angegebenen Weise getrocknet. Das getrocknete Material wird dann in einer Kugelmühle mit 0 2So Zinkstearat, 10% Trimethylphosphat und 2'0% Hexamethylentetrimin vermahlen.
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Dieses Produkt ist ein weisses, in der Wärme leicht fliessendes Pulver, welches ohne Gefahr der Zersetzung oder Härtung bis zu sechs Monaien bei 35 C aufbewahrt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE : l. Verfahren zur Herstellung von verbesserten Aminoplast-Formpulvem, denen Härtungs- beschleuniger, welche bei der Härtetemperatur Säuren bilden, einverleibt sind, dadurch gekenn-
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verwendet wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatz an Trimethylphosphat zwischen 0-15 und 1 5 Gew. -% des trockenen Kondensationsproduktes beträgt.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| GB165536X | 1937-11-19 |
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| AT165536B true AT165536B (de) | 1950-03-10 |
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| AT165536D AT165536B (de) | 1937-11-19 | 1948-07-27 | Verfahren zur Herstellung von verbesserten Aminoplast-Formpulvern |
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1948
- 1948-07-27 AT AT165536D patent/AT165536B/de active
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