AT162911B - Verfahren zur Herstellung neuer Amine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Amine

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  Verfahren zur Herstellung neuer Amine 
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung neuer Amine, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man hydrierte Fluoranthene mit Alkylhalogeniden, die eine basische Gruppe oder einen in eine solche überführbaren Substituenten enthalten, in Gegenwart von halogenwasserstoffabspaltenden Mitteln umsetzt, gegebenenfalls die in eine basische Gruppe überführbaren Substituenten in eine basische Gruppe überführt und, wenn erwünscht, die erhaltenen Verbindungen mit reduzierenden Mitteln behandelt und (oder)   quaternisiert.   



   Als Ausgangsmaterial wird besonders 1,2, 3, 4Tetrahydrofluoranthen verwendet. Geeignet sind jedoch auch seine Substitutionsprodukte mit einem Wasserstoffatom in l-Stellung, wie das 2,2,   4-Trimethyl-1,   2,3,   4 - tetrahydrofluoranthen.   Der Alkylrest der zur Umsetzung verwendeten Alkylhalogenide kann gerade oder verzweigt oder als Teil eines Ringes angeordnet sein. Diese Alkylhalogenide enthalten als basische Gruppen z. B. eine durch aliphatische, alicyclische, araliphatische oder heterocyclische Reste substituierte Aminogruppe, wobei das Stickstoffatom auch ein Teil eines Ringes, z. B. des Piperidin-oder Morpholinringes sein kann. In basische Gruppen überführbare Substituenten sind z. B. Halogenatome, Oxy-, Acylaminooder Nitrilgruppen.

   Insbesondere seien die folgenden Umsetzungskomponenten genannt : Chloräthyldiäthylamin, Chloräthyldibutylamin, Chloräthylpiperidin, Chloräthylmorpholin, Chlor- 
 EMI1.1 
 l-Chlor-2-oxyäthan,   1-Brom-3-chlorpropan,   1-   Chlor- 2-oxyäthan-p-toluolsulfonsäureester   oder Chloracetonitril. 



   Die Alkylierung wird zweckmässig in Gegenwart von inerten Lösungsmitteln, wie z. B. 



  Toluol, Benzol, Xylol, Nitrobenzol und gegebenenfalls in Anwesenheit von indifferenten Gasen, wie Stickstoff, durchgeführt. Als halogenwasserstoffabspaltende Mittel seien genannt : Alkaliund Erdalkalimetalle, wie Natrium, Kalium, Lithium, Calcium, ihre Amide, Hydride, Kohlenwasserstoffverbindungen oder Alkoholate, beispielsweise Natriumamid, Natriumhydrid, Butyl- lithium, Phenylkalium, Phenyllithium, Kalium- tert. butylat oder Kalium-tert. amylat. Erhält man bei der Umsetzung Verbindungen, die in basische Gruppen   überführbare   Substituenten aufweisen, so werden diese nachträglich in basi- sche Gruppen übergeführt ; so wird z.

   B. eine
Oxygruppe zuerst durch ein Halogenatom ersetzt und die erhaltenen Halogenverbindungen mit Ammoniak oder Aminen behandelt ; eine Acylaminoverbindung wird verseift oder ein Nitril durch Reduktion in das entsprechende Amin übergeführt. 



   Die gewonnenen partiell reduzierten Fluoranthenderivate können noch weiter mit Wasserstoff abgesättigt werden, z. B. mit Hilfe von katalytisch angeregtem Wasserstoff. 



   Die neuen Amine bilden leicht Salze, z. B. mit Salzsäure, Phosphorsäure oder Schwefelsäure. 



   Die Quaternisierung der so hergestellten Verbindungen kann durch Behandlung mit Alkylhalogeniden, Alkenylhalogeniden,   Arylsulfolls ure-   estern, Dialkylsulfaten oder   Ara1kylhalogeniden   erfolgen. 



   Verfahrensgemäss erhaltene Endprodukte besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften. 



  So weist z. B. das   l- (ss-Diäthylamino-äthyl)-l, 2,   3,   4-tetrahydrofluoranthen   starke spasmolytische Eigenschaften auf. Es zeigt ausserdem noch eine pharmakologisch ganz neuartige Wirkung, welche sich darin äussert, dass die Empfindlichkeit des Vagus-Zentrums für   Atmungsafferenzen   einsinnig in inspiratorischer Richtung verschoben wird. 



   Die neuen Verbindungen sollen therapeutische Verwendung finden oder als Zwischenprodukte dienen. 



   Die Erfindung wird in den folgenden Beispielen näher beschrieben, wobei zwischen Gew.Teil und   Vol.-Teil   die gleiche Beziehung wie zwischen Gramm und Kubikzentimeter besteht. 



   Beispiel 1 : 50 Gew.-Teile 1,2, 3,4-Tetra- 
 EMI1.2 
 Toluol in Gegenwart von 12 Gew.-Teilen Natriumamid mehrere Stunden erhitzt. Nach beendeter Umsetzung schüttelt man die erhaltene Toluollösung zuerst mit Wasser aus und hierauf mit verdünnter   Chlorwasserstoffsäure.   Dabei fällt 
 EMI1.3 
 

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 EMI2.1 
 kristallin aus. Die Verbindung lässt sich um- kristallisieren und schmilzt bei 240-241  C. 



   Die freie Base bildet ein gelbes Öl vom   Kapo. l   170 bis   172   C.   Von dieser Base können auch andere
Salze gebildet werden, wie z. B. ein saures
Sulfat vom Schmelzpunkt 168-170  C, ein
Nitrat vom Schmelzpunkt 158-160  C und ein Phosphat, welches mit einem Mol Kristall- wasser kristallisiert und nach scharfem Trocknen einen Schmelzpunkt von 160-163  C aufweist.
Das Phosphat ist in Wasser leicht löslich, während die andern erwähnten Salze weniger löslich sind. 



   Man kann auch Tetrahydrofluoranthen zuerst mit Phenylkalium umsetzen und die so entstandene reaktionsfähige Alkaliverbindung mit Chloräthyldiäthylamin reagieren lassen. 



   Durch Umsetzung des 1,2, 3, 4-Tetrahydrofluoranthens mit 3-Chlor-N-methyl-piperidin gewinnt man in ähnlicher Weise das l-[N-Methyl-   piperidyl- (3)) -1,   2,3, 4-tetrahydrofluoranthen. 



   Beispiel 2 : 41-2 Gew.-Teile 1,2, 3,4-Tetrahydrofluoranthen werden in 300 Vol.-Teilen Toluol zuerst mit 8   Gew.-Teilen   Natriumamid unter Stickstoff auf 100  C erhitzt und einige Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Nachdem die Ammoniakentwicklung aufgehört hat, lässt man langsam bei 95 bis 100   C 45   Gew.-Teile     ss-Chloräthyldimethylamin   zutropfen und erwärmt noch 2 Stunden am Rückfluss. Nach dem Erkalten wird mit Wasser versetzt, die Toluollösung mit verdünnter Phosphorsäurelösung ausgezogen und der wässerige Anteil alkalisch gestellt. Die dabei ausgefallene Base äthert man aus, trocknet die Ätherlösung über Pottasche, verdampft den Äther und destilliert den Rückstand im Vakuum.

   Man erhält so das   1- (-   Dimethylamino-äthyl)-1, 2,3, 4-tetrahydrfluoranthen als ein Öl, das bei 150-154  C unter einem Druck von   0-09 mm   siedet. Nach kurzem Stehen bildet es Kristalle vom Schmelzpunkt 78-80  C ; man kann es in sein Hydrochlorid überführen, das bei 263  C schmilzt. 



   Bei der obigen Umsetzung ist es möglich, statt Natriumamid auch Phenylnatrium zu verwenden. Ferner lässt sich Toluol durch Xylol ersetzen. 



   Werden die 41-2 Gew.-Teile 1,2, 3,   4-Tetra-   hydrofluoranthen statt mit 45   Gew.-Teilen -   Chloräthyl-dimethylamin, mit 30   Gew.-Teilen   ss-Chloräthyl-piperidin umgesetzt, so erhält man das 1-(ss-Piperidino-äthyl)-1,2, 3, 4-tetrahydrofluoranthen vom Kp. o.   o7     175-185      C ; sein Hydro-   chlorid schmilzt bei   278  C.   



   Nach der gleichen Arbeitsweise wird aus 33   Gew.-Teilen &gamma;-Chlorpropyl-piperidin   das 1-   ('-Piperidino-propyl)-l,   2,3, 4-tetrahydrfluoranthen vom   Kp. o. o5 180-1850 C   erhalten ; es bildet ein Hydrochlorid vom Schmelzpunkt   2150 C.   



   Ferner erhält man aus 32-6 Gew.-Teilen ss-Chloräthyl-morpholin das   l- (3-Morpholino-     äthyl)-1,   2,3,   4-tetrahydrofluoranthen   vom Kp.0.03 
 EMI2.2 
 anthen ausgehend von 35-8   Gew.-Teilen     Y-Chlorpropylmorpholin   herstellen, da bei 185-   1900 C (Kp'O. 02)   siedet und ein Chlorhydrat vom Schmelzpunkt   223-226  C   bildet. 



   In analoger Weise gewinnt man durch Umsetzung der 41-2 Gew.-Teile 1,2, 3, 4-Tetrahydrofluoranthen mit   30#0 Gew.-Teilen &gamma;-Chlorpropyl-   diäthylamin das 1-   (&gamma;-Diäthylamino-propyl)-   
 EMI2.3 
 sein Hydrochlorid besitzt den Schmelzpunkt von   179-180  C.   
 EMI2.4 
 fluoranthen vom Kp.0.02141-143 C, dessen Chlorhydrat bei 220-222 C schmilzt, undmit7-0 Gew.- 
 EMI2.5 
 fluoranthen vom Kp.0.02 145-145  C; dessen Chlorhydrat schmilzt bei   205-207  C.   



   Von den erhaltenen Aminen können durch Behandlung mit   quatemisierenden   Mitteln, z. B. mit Methylbromid, die entsprechenden quaternären Verbindungen hergestellt werden, beispielsweise das Brommethylat des   l- (-DimethyIamino-     äthyl)-1,   2,3,   4-tetrahydrofluoranthens vom Schmelz-   
 EMI2.6 
 
Analog zu den Umsetzungen in den obigen Beispielen kann man das 1,2, 3,   4-Tetrahydrofluor-   anthen auch mit l-Chlor-2-oxy-äthan oder 1- 
 EMI2.7 
 Oxygruppe durch ein Halogenatom, beispielsweise durch Chlor mittels Thionylchlorid ersetzt und die erhaltene Halogenverbindung mit Ammoniak, primären oder sekundären Aminen wie Methylamin, Dimethylamin, Diäthylamin, Piperidin oder Dibutylamin, umgesetzt. Man erhält so 
 EMI2.8 


Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung neuer Amine, dadurch gekennzeichnet, dass man hydrierte Fluoranthene mit Alkylhalogeniden, die eine basische Gruppe oder einen in eine solche über- führbaren Substituenten enthalten, in Gegenwart von halogenwasserstoffabspaltenden Mitteln um- setzt, gegebenenfalls die in eine basische Gruppe überführbaren Substituenten in eine basische Gruppe überführt und, wenn erwünscht, die erhaltenen Verbindungen mit reduzierenden Mitteln behandelt und (oder) quaternisiert.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man 1,2, 3, 4-Tetrahydrofluoranthen als Ausgangsstoff verwendet.
AT162911D 1945-12-21 1946-12-18 Verfahren zur Herstellung neuer Amine AT162911B (de)

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