DE855850C - Verfahren zur Herstellung von Aminen der Fluoranthenreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aminen der Fluoranthenreihe

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DE855850C
DE855850C DEP29699D DEP0029699D DE855850C DE 855850 C DE855850 C DE 855850C DE P29699 D DEP29699 D DE P29699D DE P0029699 D DEP0029699 D DE P0029699D DE 855850 C DE855850 C DE 855850C
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DE
Germany
Prior art keywords
amines
fluoranthene
converted
basic group
series
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Expired
Application number
DEP29699D
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English (en)
Inventor
Karl Dr Hoffmann
Eugen Dr Tagmann
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Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
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Publication date
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Aminen der Fluoranthenreihe Gegenstand des Patentes 847 445 ist ein Verfahren zur Herstellung von Aminen der Fluoranthenreihe, welches dadurch gekennzeichnet ist, daB man hydrierte Fluoranthene mit Alkylhalogeniden, die eine basische Gruppe oder einen in eine solche überführbaren Substituenten enthalten, in Gegenwart von halogenivasserstoffabspaltenden Mitteln umsetzt, gegebenenfalls die in eine basische Gruppe überfü'hrbaren Substituenten in eine basische Gruppe überführt und, wenn erwünscht, die erhaltenen Verbindungen mit reduzierenden Mitteln behandelt und bzw. oder quaternisiert. In diesem Patent werden i, 2-Dihydrofluoranthene als Ausgangsstoffe nicht genannt.
  • Gegenstand des vorliegenden Zusatzpatentes bildet nun ein Verfahren zur Herstellung von Aminen der Fluorantlienreihe nach Patent 847 445, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man als Ausgangsstoffe 1.2-l)ihvdrofluoranthene verwendet; insbesondere das leicht zug'ingliche 2, 2, 4-Trimethyl-t, 2-dihydrofluoranthen.
  • Der Alkylrest der zur Umsetzung verwendeten -llkvlhalogeiiide kann gerade oder verzweigt sein oder einen Teil eines Ringes darstellen. Diese Alkylhalogenide enthalten als basische Gruppen z. B. eine durch aliphatische, alicyclische, araliphatische oder lieterocyclische Reste substituierte Aminogruppe, wobei das Stickstoffatom auch ein Teil eines Ringes, z. l>. des Piperidin- oder Morpholinringes sein kann. In--basische Gruppen überführbare Substituenten sind z. B. Halogenatome, Oxy-, Acylamino- oder N itrilgrupperi. Insbesondere seien die folgenden Umsetzungskomponenten genannt: Chloräthyldi-:ithvlamin, Chloräthyldibutylamin, Chloräthylpiperidin, Chloräthylmorpholin, Clilorpropyldimethylamin, lirompropyldiäthylamin, Chlorisopropyldimethylamin, Bromisopropyldiäthylamin, Chlorbutyldiäthylaniin, Chlorpentylpiperidiii, Dimethylaminocyclohexylhalogenide, Halogen-N-alkylpiperidine, wie 3-Clilor-N-methylpiperidin, i-Brom-3-chlorpropan, i-Chlor-2-oxyäthan-p-toluolsulfonsäureester oder Chloracetonitril.
  • Die Alkylierung wird zweckmäßig in Gegenwart von inerten Lösungsmitteln, wie Toluol, Benzol, Xylol, Nitrobenzol und gegebenenfalls in Anwesenheit von indifferenten Gasen, wie Stickstoff, durchgeführt. Als halogenwasserstoffabspaltende Mittel seien genannt: Alkali- und Erdalkalimetalle, wie Natrium, Kalium Lithium, Calcium, ihre Amide, Hydride, Kohlenwasserstoffverbindungen oder Alkoholate, beispielsweise Natriumamid, Natriumhydrid, Butyllithium, Phenylkalium, Phenyllithium, Kaliuin-tert.-butylat oder Kalium-tert.-amylat. Erhält man bei der Umsetzung Verbindungen, die in basische Gruppen überführbare Substituenten aufweisen, so werden diese nachträglich in basische Gruppen übergeführt; so wird z. B. eine Oxygruppe zuerst durch ein Halogenatom ersetzt und die erhaltene Halogenverbindung mit Ammoniak oder Aminen behandelt; eine Acylaminoverbindung wird verseift oder ein Nitril durch Reduktion in das entsprechende Amin übergeführt.
  • Die so gewonnenen Dihydrofluoranthenderivate können noch weiter mit Wasserstoff abgesättigt werden. So entstehen mit Hilfe von Wasserstoff, z. B. in Gegenwart eines Nickelkatalysators, die bereits im Hauptpatent beschriebenen Tetrahydrofluoranthenderivate.
  • Die neuen Amine bilden leicht Salze, z. B. mit Salzsäure, Phosphorsäure oder Schwefelsäure.
  • Die Quaternisierungder so hergestellten Verbindungen kann durch Behandlung mit reaktionsfähigen Estern von Alkoholen wie Alkylhalogeniden, Alkenylhalogeniden, Arylsulfonsäureestern, Dialkylsulfaten oder Aralkylhalogeniden erfolgen.
  • Verfahrensgemäß erhaltene Verbindungen sollen therapeutische Verwendung finden oder all Zwischenprodukte dienen.
  • Die Erfindung wird in den folgenden Beispielen näher beschrieben, ohne damit ihren Umfang zu beschränken, wobei zwischenGewichtsteilund Volumteil die gleiche Beziehung wie zwischen Gramm und Kubikzentimeter besteht.
  • Beispiel i i i Gewichtsteile 2, 2, 4-Trimethyl-i, 2-dihydrofluoranthen werden in ioo Volumteilen Xylol gelöst und in Stickstoffatmosphäre 2, i Gewichtsteile pulverisiertes -""Tatriumamicl liei einer Reaktionstemperatur von ioo bis 11o° eingetragen. Nachdem das Reaktionsgemisch noch 3 Stunden bei dieser Temperatur gehalten wird, fügt man 2o Gewichtsteile ß-Chloräthyldimethylamin portionsweise zu und erhitzt 6 Stunden unter Rückfluß. Nach dem Abkühlen wird das Reaktionsgemisch mit einer verdünnten Mineralsäure ausgezogen, aus der Lösung die Base mit Alkali freigesetzt und iin Vakuum destilliert. Manerhältdas i-(ß-Dimetlivlacninoäthyl)-2,2,4-triniethyl-i, 2-dihydrofluorantlieci der Formel Es stellt ein hochviskoses, wasserunlösliches 01 dar, das zwischen 136 bis i38° bei 0,017 mm Druck siedet und ein Hydrochlorid vom F. = 159 bis i62° bildet.
  • Das i-(ß-Diniethylamüloätliyl)-2, 2, 4-trimethyli, 2-dihydrofluorantlien läßt sich mit Wasserstoff in Gegenwart eines Nickelkatalysators zum i-(ß-Dimethylaminoäthyl)-2, 2, 4-trimethyl-i, 2, 3, 4-tetrahydrofluoranthen hydrieren, das zwischen 141 bis i43° bei 0,o2 mm Druck siedet; dessen Hydrochlorid schmilzt bei 22o bis 222'. Beispiel e il Gewichtsteile 2, 2, 4=I'rimethyl-1, 2-dihydrofluoranthen werden in ioo Volumteilen Toluol gelöst und in Stickstoffatmosphäre 2,1 Gewichtsteile pulverisiertes Natriumamid bei einer Reaktionstemperatur von ioo bis l05° eingetragen. Nach 3 Stunden fügt man i i Gewichtsteile ß-Cloräthyldiäthylamin zu und erhält nach der in Beispiel i beschriebenen Arbeitsweise i-(ß-Diäthylaminoäthyl-2, 2, 4-trimethyl-1, 2-dihy#drofluoranthen als 0I vom Kpo,o1= 1-l8 bis 152°; dessen Hydrochlorid schmilzt bei 187 bis 189o.
  • Durch Behandlung mit katalytisch angeregtem Wasserstoff erhält man daraus i-(ß-Diäthylaminoäthyl)-2, 2, 4-trimethyl-i, 2, 3, 4-tetrahydrofluoranthen vom Kp o,02 = 14o bis 145°, das ein Hydrochlorid vom F. = 205 bis 207° bildet.
  • Läßt man bei der obigen Umsetzung statt i i Gewichtsteile ß-Cloräthyldiäthylamin i i Gewichtsteile y-Chlorpropylpiperidin reagieren, so wird i-(y-Piperidinopropyl)-2, 2, 4-trimethyl-i, 2-dihydrofluoranthen als ein Öl vom Kp 0,12 = 158 bis 16o° erhalten; dessen Hydrochlorid schmilzt bei 119 bis 121'. Diese Verbindung kann mit Hilfe von katalytisch angeregtem Wasserstoff in i-(y-Piperidinopropyl)-2 2, 4-trimethyl-i,2,3,4-tetrahydrofluoranthenübergeführt werden, das den Kpo,1 = 182° besitzt und ein Hydrochlorid vom F. = 158 bis 16o° bildet. Die Reduktion läBt sich auch mittels jodwasserstoffsäure in Gegenwart von Phosphor und Eisessig durchführen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Weitere _AusbildungdesVerfahrens zurHerstellung von Aminen der Fluoranthenreihe nach Patent 8.4; 445, dadurch gekennzeichnet, daß man i, 2-Dihvdrofluoranthene mit Alkylhalogeniden, die eine basische Gruppe oder einen in eine solche überführbaren Substituenten enthalten, in Gegenwart von halogenwasserstoffabspaltenden Mitteln umsetzt, gegebenenfalls die in eine basische Gruppe überführbaren Substituenten in eine basische Gruppe überführt und, wenn erwünscht, die erhaltenen Verbindungen mit reduzierenden Mitteln behandelt und bzw. oder quaternisiert. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daB man 2, 2, 4-Trimethyl-i, 2-dihydrofluoranthen als Ausgangsstoff verwendet.
DEP29699D 1947-01-31 1949-01-01 Verfahren zur Herstellung von Aminen der Fluoranthenreihe Expired DE855850C (de)

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