DE855708C - Verfahren zur Herstellung von Aminen der Fluoranthenreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aminen der Fluoranthenreihe

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DE855708C
DE855708C DEP29698D DEP0029698D DE855708C DE 855708 C DE855708 C DE 855708C DE P29698 D DEP29698 D DE P29698D DE P0029698 D DEP0029698 D DE P0029698D DE 855708 C DE855708 C DE 855708C
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DE
Germany
Prior art keywords
amines
fluoranthene
basic group
preparation
sulfonic acid
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Expired
Application number
DEP29698D
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English (en)
Inventor
Karl Dr Hoffmann
Eugen Dr Tagmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
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Publication date
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Publication of DE855708C publication Critical patent/DE855708C/de
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Aminen der Fluoranthenreihe
    Im Patent 847 445 ist ein Verfahren zur Her-
    stellung von :Aminen der Fluoranthenreihe be-
    schrie@t_@t. @,_lch@s dadurch @@.ek@nnzeichn.et ist. daß
    man hydrierte Fluoranthene mit Alkylhalogeniden,
    die eine basische Gruppe oder einen in eine solche
    iiberführbaren Substituenten enthalten, in Gegen-
    wart von halogenwasserstoffabspaltenden Mitteln
    umsetzt, gegebenenfalls die in eine basische Gruppe
    iiberführbaren Substituenten in eine basische
    (irul)lie iiberfflirt und. wenn erwünscht, die erhal-
    t:°nen 1'erl»ndungen mit reduzierenden Mitteln be-
    1-.rinilclt und bzw. oder quatermsiert.
    Gegciistand des vorliegenden Zusatzpatentes
    bil<(ct ein \'erfahren zur Herstellung neuer Amine
    nach 1'atetit 817445, welches dadurch gekennzeich-
    net ist, claß man Hydrierte Fluoranthene mit
    organischen Sulfonsäureestern von Alkanolen, die
    eine basische Gruppe oder einen in eine solche
    überführibaren Substituenten enthalten, in Gegen-
    wart von sulfonsäureabspaltenden Mitteln umsetzt,
    gegebenenfalls die in eine basische Gruppe über-
    führbaren Substituenten in eine basische Gruppe
    überführt und, wenn erwünscht, dieerhaltenenVer-
    bindungen mit reduzierenden Mitteln behandelt
    und bzw. oder quaternisiert.
    11s Ausgangsmaterial wird besonders t, 2, 3. -
    Tetraliydrofluoranthen verwendet. Geeignet sind
    jedoch auch seine Substitutionsprodukte mit einem
    Wasserstoffatom in r-Stellung wie 2, 2, 4-Tri-
    methyl-r, 2, 3, 4-tetrahydrofluoranthen, ferner
    t, 2-Dihydrofluoranthene wie 2, 2, 4-Trimethyl-
    i, 2-dihydrofluoranthen. Der Alkylrest der zur
    Umsetzung verwendenten Alkanolester kann gerade oder verzweigt oder als Teil eines Ringes angeordnet sein. Dieser Alkylrest enthält als basische Gruppen z. B. eine durch aliphatische, alicyclische, araliphatische oder heterocyclische Reste substituierte Aminogruppe, wobei das Stickstoffatom auch ein Teil eines Ringes, z. B. des Piperidin- oder Morpholinringes sein kann. In basische Gruppen überführbare Substituenten sind z. B. Halogenatome, Oxy-, Acylamino- oder Nitrilgruppen. Als organische Sulfonsäureester von Alkanolen seien genannt, z. B. die Aryl- oder Alkylsulfonsäureester, beispielsweise die p-Toluolsulfonsäureester von Oxyäthyldiäthylamin, Oxyäthyldibutylamin, Oxyäthylpiperidin, Oxyäthylmorpholin, Oxypropyldimethylamin, Oxypropyldiäthylamin, OxN#isopropyldimethylamin, Ocybutyl.diäthylamin, Oxypentylpiperidin, Dimethylaminocyclohexanol, Oxy-N-alkylpiperidine wie 3-Oxy-N-methylpiperidin oder Oxyacetonitril.
  • Die Alkylierung wird zweckmäßig in Gegenwart von inerten Lösungsmitteln, wie Toluol, Benzol, Nylol, Nitrobenzol und gegebenenfalls in Anwesenheit von indifferenten Gasen, wie Stickstoff, durchgeführt. Als sulfonsäureabspaltende Mittel seien genannt: Alkali- und Erdalkalimetalle, wie Natrium, Kalium, Lithium, Calcium, ihre Amide, Hydride, Kohlenwasserstoffverbindungen oder Alkoholate, beispielsweise Natriumamid, Natriumhydrid, Butyllithium, Phenylkalium, Phenyllithium, Kalium-tert.-butylat oder Kalium-tert.-amylat. Erhält man bei der Umsetzung Verbindungen, die in basische Gruppen ü'berführbare ,Substituenten aufweisen, so werden diese nachträglich in basische Gruppen übergeführt.
  • Die gewonnenen Fluoranthenderivate lassen sich weiterhin mit reduzierenden Mitteln behandeln. So können z. B. Dihydrofluoranthene zu entsprechenden Tetrahydrofluoranthenen hydriert werden.
  • Die neuen Amine bilden leicht Salze, z. B. mit Salzsäure, Phosphorsäure oder Schwefelsäure. Die Quaternisierung der hergestellten Verbindungen kann durch Behandlung mit reaktionsfähigen, Estern von Alkoholen wie Alkylhalogeniden, Alkenylhalogeniden, Arylsulfonsäureestern, Dialkylsulfaten oder Ara.lkylhalogeniden erfolgen.
  • Die neuen Verbindungen sollen therapeutische Verwendung finden oder als Zwischenprodukte dienen. Die Erfindung wird in den folgenden Beispielen näher beschrieben, ohne damit ihren Umfang zu beschränken, wobei zwischen Gewichtsteil und Volumteil die gleiche Beziehung wie zwischen Gramm und Kubikzentimeter besteht.
  • Beispiel 41,2 Gewichtsteile 1, 2, 3, 4-Tetrahydrofluoranthen werden in 300 Volumteilen Toloul zuerst mit 8 Gewichtsteilen Natriumamid unter Stickstoff auf 1oo° erhitzt und einige Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Nachdem die Ammoniakentwicklung aufgehört hat, läßt man langsam bei 95 bis ioo° 9o Gewichtsteile f-Diätllyl-amionäthyl-p-toluolsulfonsäureester zutropfen und erwärmt noch 2 Stunden unter Rückfluß. Nach dem Erkalten wird mit Wasser versetzt, die Toluollösung mit verdünnter Phosphorsäurelösung ausgezogen und der wässerige Anteil alkalisch gemacht. Die ausgefallene Base äthert man aus, trocknet die Ätherlösung über Pottasche, verdampft den Äther und destilliert den Rückstand im Vakuum. Man erhält das I - (f3 - Diäthylaminäthyl) - 1, 2, 3, 4 - tetrahydrofluoranthen als ein Öl, das bei 17o bis 172° unter einem Druck von o,1 mm siedet. Sein Hydrochlorid schmilzt bei 240 bis 2:I1°.
  • In gleicher Weise können auch die übrigen im Hauptpatent 847 4-I5 beschriebenen Verbindungen hergestellt werden.

Claims (2)

  1. PATE NTANSI'RICHE: 1. Weitere Ausbildung des Verfahrens zur Herstellung von Aminen der Fluoranthenreihe nach Hauptpatent 847 445, dadurch gekennzeichnet, daß man hydrierte Fluoranthene mit organischen Sulfonsäureestern von Alkanolen, die eine basische Gruppe oder einen in eine solche überführbaren Substituenten enthalten, in Gegenwart von sulfonsäureabspaltenden Mitteln umsetzt, gegebenenfalls die in eine basische Gruppe überführbaren Substituenten in eine basische Gruppe überführt und, wenn erwünscht, die erhaltenen Verbindungen mit reduzierenden @Iittelti heliatidelt und bzw. oder quaternisiert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 1, 2, 3, 4-Tetrahydrofluoranthen als Ausgangsstoff verwendet.
DEP29698D 1947-01-31 1949-01-01 Verfahren zur Herstellung von Aminen der Fluoranthenreihe Expired DE855708C (de)

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