AT159798B - Verfahren zur Erhöhung der Adsorptionskraft von Hydrosilikaten. - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Adsorptionskraft von Hydrosilikaten.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Erhöhung der Adsorptionskraft von Hydrosilikaten. 



   Hydrosilikate, also Silikate, die ihren Wassergehalt leicht abgeben können, spielen in der Therapie der Magen-und Darmerkrankungen eine erhebliche Rolle (vgl. z. B. Wacker in Münchener med. 



  Wochenschrift 1935, S. 1279). Ihre günstige Wirkung ist zum Teil auf eine Entgiftung des Körpers durch Adsorption schädlicher Stoffe an die Hydrosilikate zurückzuführen, zum Teil ist sie aber auch mechanischer Art, indem verschiedene Hydrosilikate infolge ihrer fettigen Beschaffenheit im Darm auch als Gleitmittel wirken. Gerade in letzterer Hinsicht ist das in der Natur als Talk vorkommende 
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 fähiges Alkali enthaltender Hydrosilikate erheblich steigern kann, wenn man sie mit starken Alkalien behandelt. Man wählt dabei die Alkalien nach solchen Gesichtspunkten und bemisst ihre Konzentration, Temperatur und die Dauer ihrer Einwirkung so, dass den Hydrosilikaten die Kieselsäure bei der Behandlung wenigstens zum Teil entzogen wird.

   Im allgemeinen wird man die Hydrosilikate mit   40-60% igen   Lösungen kaustischer Alkalien einige Stunden erhitzen, doch können auch schwächere und selbst stärkere Lösungen angewandt werden. Bei Verwendung schwächerer Alkalien und verdünnterer Lösungen muss zur Erreichung des gleichen Erfolgs wie bei der Anwendung stärkerer Alkalien oder konzentrierterer Lösungen die Behandlungsdauer   und/oder-temperatur   naturgemäss verlängert bzw. erhöht werden. 



   Nachfolgende Tabelle zeigt die Verbesserung der Adsorptionskraft von Talkum und von Bolus alba, wie sie durch mehrstündiges Erhitzen mit   40% iger   Natronlauge erzielt wird. Als Mass der Adsorptionskraft wird dabei, wie in der angeführten   Schrifttumsstelle   beschrieben, die Menge Coffein an- 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 
<tb> 
<tb> 



  Adsorption <SEP> aus <SEP> Adsorption <SEP> aus
<tb> lOUAdsorptions-behandelt <SEP> mit <SEP> l% <SEP> iger <SEP> Milchsäure- <SEP> ! <SEP> % <SEP> igerCoffeinmittel <SEP> lösung <SEP> mg <SEP> lösung <SEP> mg
<tb> Talkum-684 <SEP> 30-40
<tb> Salzsäure <SEP> 937 <SEP> 200
<tb> Königswasser, <SEP> 27 <SEP> 30
<tb> Natronlauge <SEP> 963 <SEP> 320-360
<tb> Bolus <SEP> alba-27. <SEP> 200
<tb> Salzsäure <SEP> 40
<tb> Natronlauge <SEP> 958 <SEP> 300
<tb> 
 
Der Talk verliert beim Kochen mit 40% iger Natronlauge während 3 Stunden etwa 50% seines Kieselsäuregehaltes. Überraschenderweise behält er aber dabei vollkommen die Struktur des Ausgangsmaterials, so dass seine wertvollen Gleiteigenschaften nicht verloren gehen. Man kann dabei so weit gehen, dass man ihm z.

   B. durch Behandlung mit 60% iger Natronlauge, die gesamte Kieselsäure entzieht ; auch das dabei entstehende Magnesiumoxyd besitzt noch die dem Talk zukommenden Gleit- 

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 eigenschaften. Durch Alkalibehandlung wird ferner die weisse Farbe des Talks verbessert und damit seine an sich verhältnsimässig geringe (Kunststoffe 1927, S. 3) Deckkraft erhöht. Beim Bolus alba, der an sich kaum Gleiteigenschaften besitzt, wird auch in dieser Hinsicht eine Verbesserung erzielt. 
 EMI2.1 
 Kieselsäure herauslösen, ohne dass die wollige Struktur des Asbests verloren geht ; das so gewonnene Produkt kann für katalytische Zwecke benutzt werden. Andere geeignete Hydrosilikate sind z. B. 



  Chabasit, Harmoton, Laumontit, Desmin und Meerschaum. 



   Beispiele :
1.100 g Talkum werden etwa 3 Stunden mit etwa zehnfach normaler Natronlauge erhitzt. Man wäscht zunächst mit viel Wasser, dann mit verdünnter Essigsäure oder Salzsäure und dann nochmals mit Wasser. Obwohl etwa   50%   der im Ausgangsmaterial vorhandenen Kieselsäure durch die Behandlung herausgelöst worden sind, ist die fettige, gleitendmachende Beschaffenheit erhalten geblieben. Die Adsorptionskraft gegenüber Coffein aus   1 %iger Lösung   ist gegenüber mit Säuren behandeltem Talkum um etwa 75% gestiegen. 



   2.100   g   Bolus alba (D. A. B. 6) werden etwa 2 Stunden mit etwa 40% iger Natronlauge erhitzt und dann, wie in Beispiel 1 angegeben, gewaschen. Es werden dabei etwa 25% der vorhandenen Kieselsäure extrahiert. Die Adsorptionskraft gegenüber Coffein steigt um etwa   50%,   gegenüber   Milchsäure,   jeweils aus   l% iger Lösung,   um ein Vielfaches. 



   3.100 g Serpentinasbest werden etwa 2 Stunden mit etwa   45% iger   Natronlauge gekocht und dann, wie in Beispiel 1 angegeben, gewaschen. Bei einem Verlust von etwa 30% des Kieselsäuregehalts wird das Adsorptionsvermögen gegenüber   1   iger   Milchsäure   um über   100%   gesteigert.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Erhebung der Adsorptionskraft von kein austauschfähiges Alkali enthaltenden Hydrosilikaten, dadurch gekennzeichnet, dass diesen die Kieselsäure durch Behandlung mit starken Alkalien wenigstens zum Teil entzogen wird.
AT159798D 1938-05-14 1938-05-14 Verfahren zur Erhöhung der Adsorptionskraft von Hydrosilikaten. AT159798B (de)

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