DE477372C - Herstellung einer hochaktiven, nahezu aschefreien Adsorptionskohle - Google Patents

Herstellung einer hochaktiven, nahezu aschefreien Adsorptionskohle

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DE477372C
DE477372C DER55034D DER0055034D DE477372C DE 477372 C DE477372 C DE 477372C DE R55034 D DER55034 D DE R55034D DE R0055034 D DER0055034 D DE R0055034D DE 477372 C DE477372 C DE 477372C
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Kali Chemie AG
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FRIEDRICH RUESBERG DR
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/30Active carbon
    • C01B32/312Preparation
    • C01B32/342Preparation characterised by non-gaseous activating agents

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Description

  • Herstellung einer hochaktiven, nahezu aschefreien Adsorptionskohle Um aktive Kohlen von ihren Verunreinigungen zu befreien, hat man bereits vorgeschlagen, hierzu Säuren oder Alkalien oder beide zu verwenden.
  • Es wurde nun bei der Reinigung von solchen aktiven Kohlen, die aus Braunkohle oder ähnlichen Stoffen hergestellt waren, die Beobachtung gemacht, daß dieselben trotz einer reinigenden Behandlung mit Säure und Alkalien noch einen hohen Gehalt an Asche enthielten. Diese Feststellung ist um so überraschender, als in der Literatur angegeben ist, daß sich aktive Kohlen unbekümmert um die Erzeugungsmethode durch eine Behandlung mit Alkalien und Säuren von ihren Verunreinigungen befreien lassen.
  • Wie nun gefunden wurde, lassen sich aus Braunkohlen oder ähnlichen Stoffen hergestellte aktive Kohlen in einem weitgehend gereinigten Zustand dann erhalten, wenn man für die Herstellung dieser Kohlen nicht ein beliebiges, sondern ein ganz bestimmtes Verfahren anwendet, bei welchem die in den Braunkohlen als Verunreinigung vorhandenen Silikate zuerst eine alkalische Behandlung in der Glühhitze und dann eine saure Behandlung erfahren, wodurch dieselben derart aufgeschlossen werden, daß sie bei der darauffolgenden Reinigung der aktivierten Kohlen durch eine alkalische und gegebenenfalls nachfolgende saure Behandlung leicht beseitigt werden können. Ausschlaggebend für den Erfolg ist dabei der Umstand, daß die alkalische und saure Behandlung - ausgehend von der Braunkohle - in einer der Reihenfolge nach bestimmten Weise erfolgt.
  • Man bedient sich zu diesem Zwecke eines bekannten Herstellungsverfahrens für aktive Kohlen, nach welchem Braunkohle oder ähnliche Stoffe in Gegenwart von kohlensaurem oder kaustischem Kali bei hohen Temperaturen verkokt werden, das Kali darauf mit Wasser extrahiert und die Kohle alsdann zur Entfernung der säurelöslichen Bestandteile mit Säuren behandelt wird. Diese Kohlen weisen nun, je nach dem zur Verwendung gelangenden Ausgangsmaterial, einen mehr oder weniger großen Aschegehalt auf, der von 5 bis 15 °/o und darüber schwanken kann und sich durch Behandlung mit Säuren nicht aus der Kohle entfernen läßt.
  • Es wurde nun die Beobachtung gemacht, daß die Asche der auf diesem Wege hergestellten Kohlen in überraschend hohem Maße alkalilöslich ist und durch eine alkalische Behandlung nahezu vollkommen aus der Kohle entfernt werden kann. Es war dieses um so weniger zu -erwarten, als die Kohle bei ihrer Herstellung der Einwirkung von starken Alkalien bei hohen Temperaturen ausgesetzt wird, ohne daß bei dem nachfolgenden Auswaschen des Kalis mit Wasser nennenswerte Mengen Kieselsäure als Alkalisilikat in Lösung gehen. Dagegen tritt durch die anschließende Säurebehandlung offenbar .eine Spaltung der vorhandenen Silikate ein, durch welche die Kieselsäure in eine alkalilösliche Form übergeführt wird. Ferner wurde festgestellt, daß der Teil der Asche, der-durch die alkalische Behandlung nicht in Lösung zu bringen ist, nunmehr durch eine nachfolgende Behandlung mit Säuren leicht in Lösung gebracht werden kann, so daß das erhaltene Endprodukt nur i °/o und noch weniger Asche enthält, also aktiven Kohlenstoff höchsten Reinheitsgrades darstellt, der in besonderem Maße zu medizinischen Zwecken Verwendung finden kann oder für die Veredelung von hochwertigen Nahrungs-und Genußmitteln geeignet ist.
  • Bei der Ausführung des Verfahrens verfährt man beispielsweise so, daß man durch Verkokung in Gegenwart von-Pottasche her=-gestellte Kohlen, nachdem sie mit Säure gewaschen sind, in Natronlauge mit einem Gehalt von etwa ao bis 30 °/o NaOH einträgt und die Lauge evtl. unter Rührung zweckmäßig bei erhöhter Temperatur auf die Kohle einwirken läßt. Alsdann trennt man die Kohle von der Lauge und wäscht erschöpfend mit Wasser aus. Der Aschegehalt der trockenen Kohle beträgt jetzt nur noch etwa 3 °/o. Gegebenenfalls wäscht man noch ein zweites Mal mit Säure, entfernt die Säure durch Waschen mit Wasser vollkommen und erhält so ein Produkt mit weniger als i °f, Asche, auf die getrocknete Substanz bezogen, -d. h. eine hochaktive Kohle mit einem Gehalt an Reinkohle von über 99 °/o.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH; Verfahren zur Herstellung hochaktiver, nahezu aschefreier Adsorptionskohle, dadurch gekennzeichnet, daß man aus Braunkohlen oder ähnlichen Stoffen durch Verkokung in Gegenwart von Pottasche hergestellte aktive Kohlen, welche mit Säure gewaschen sind, einer alkalischen Behandlung mit gegebenenfalls nachfolgender saurer Behandlung unterwirft.
DER55034D 1922-02-08 1922-02-08 Herstellung einer hochaktiven, nahezu aschefreien Adsorptionskohle Expired DE477372C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0363613A3 (de) * 1988-10-12 1990-05-30 Degussa Aktiengesellschaft Verfahren zur Herstellung von Aktivkohle

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