DE529804C - Herstellung von Entfaerbungskohle - Google Patents

Herstellung von Entfaerbungskohle

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DE529804C
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decolorizing charcoal
sugar
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/30Active carbon
    • C01B32/312Preparation
    • C01B32/342Preparation characterised by non-gaseous activating agents

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Herstellung von Entfärbungskohle Die Erfindung betrifft ein verfahren zur Herstellung von Entfärbungskohle und besteht darin, daß Sägespäne oder andere verkohlbar e organische Stoffe durch Absorption mit Calciumhydroxyd durchsetzt, die auf diese Weise erhaltenen Erzeugnisse durch trockene Destillation verkohlt werden und daß aus den Verkohlungsprodukten der Kalk als Calciumsacharat durch Eintauchen dieser Produkte in Zuckerlösung entfernt wird. Zweck der Erfindung ist, in besonders wirtschaftlicher Weise eine Entfärbungskohle herzustellen, die besonders für die Raffinierung von Zuckerlösungen geeignet ist, ohne daß zu ihrer Herstellung Salzsäure, wie bei den bekannten Verfahren, verwendet wird.
  • Die Herstellung von Entfärhungskohle -erfolgt nach den bekannten Methoden dadurch, daß man von Sägespänen oder anderen verkohlbaren Stoffen eine große Menge von Calciumhydroxyd durch Absorption aufnehmen läßt, die erhaltenen Erzeugnisse dann der trockenen Destillation unterwirft und die Verkohlungsprodukte mit Salzsäure behandelt, um auf diese Weise durch Herauslösen des Kalkes pulverförmige, poröse Kohle zu :erhalten. Bei diesen Verfahren werden erhebliche Mengen an Salzsäure verbraucht, für die Kosten aufzuwenden sind, die größer sind als die anderen Kosten für die Herstellung der Entfärbungskohle.
  • Die Erfindung stellt eine Verbesserung dieser bekannten. Verfahren in folgender Beziehung dar. Anstatt den Kalk aus den Verkohlungsprodukten mit Salzsäure herauszulösen, wird das im Rohstoff vorhandene Calciumoxyd zuerst gelöst, und der Kalk wird durch Verwend-dng von Zuckersaft als Calciumsacharat in Lösung gebracht. Das als Nebenprodukt anfallende Calciumsacharat wird an Stelle von Kalk als wirksames Reinigungsmittel bei den Karbonisverungs- oder Sulfitierungsprozessen zur Herstellung von Zucker verwendet. Auf diese Weise wird auch der aus dem Sachamt freigemachte Zucker wieder gewonnen. Es gelingt also, Entfärbungskohle mit sehr geringen Kosten Herzustellen. Obgleich eine gewisse Menge von Kalk im erhaltenen Produkt zurückbleibt, beträgt diese nur 3 biss q. % und beeinflußt deshalb die Eigenschaften des erhaltenen Produktes mit Rücksicht auf die Raffinierung von Zucker nicht. Wenn ein Kalkrückstand in der Kohle unerwünscht ist, kann man. ihn leicht entfernen durch Waschen des Verkohlungsproduktes mit einer kleinen Menge von Salzsäure, was zweckmäßig sein kann, weil die vegetabilische Entfärbung,skohle nur dann .adsorbierend wirkt, wenn sie leicht .sauer ist, dagegen keine Wirksamkeit hat, wenn sie alkalisch ist. Beispiel Holzspäne des Hinoki-Holzes,einer japanischen Zypressenart, die wenig Aschenbestandteile ha:t und mäßig weich ist, werden innig mit 5o bis zoo% Kalkmilch vermischt, die von dem Holz .aufgenommen wird. Nach Trocknung des erhaltenen Produktes wird ,es etwa q. bis 6 - Stunden lalg unter Ausschluß von Luft'in Retorten .auf -$oo bis iooo° C @erhitzt, um das Holz durch trockene Destillation zu verkohlen. Das Verkohlungsprodukt wird dann etwa 2 bis 3 Minuten lang in Berührung mit Luft umgerührt, um an der Kohle haftende teerisclhe Bestandteile zu verbrennen, wobei gewöhnlich auch geringe Mengen von Kohle mitverbrannt werden. Die auf diese Weise erhaltene Kohle wird zur Aktivierung einer Wärmebehandlung unterwarfen. Nach der Wärmebehandlung wird das Produkt in einem geschlossenen Behälter gekühlt und zerkleinert, um darauf mit heißem Wasser versetzt zu werden und das Calciumoxyd zu löschen. Dieses Erzeugnis wird dann in eine etwa 5ö%ige, auf 6o° C gehaltene Lösung von Zucker gebracht, wodurch unter Rühren der Kalk als Calciumsacharat in Lösung gebracht und extrahiert wird. Darauf wird die Kohle .abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Es gelingt auf diese Weise, den Gehalt des verkohlten Produktes an Calciumoxyd von 87,5% auf 3,5% herunterzubringen. Das als Nebenprodukt erhaltene Sacharat kann als wirksames Reinigungsmittel bei der Karbonisierungs- oder Sulfitierungsbehandlung bei der Herstellung von Zucker verwendet werden. Es wird daher nicht nur der Verbrauch von Salzsäure ausgeschaltet, sondern es fällt auch kein Abfallmaterial an.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Herstellung von Entfärbungskohle durch Glühen verkohlbarer kohlenstoffhaltiger Stoffe in Mischung mit Ätzkalk und Entfernung des Kalkes aus dem erhaltenen abgekühlten Reaktionsgemisch, dadurch gekennzeichnet, daß das. Reaktionsgemisch zunächst mit Wasser und sodann mit Zuckerlösung -extrahiert wird.
DE1930529804D 1930-11-13 1930-11-13 Herstellung von Entfaerbungskohle Expired DE529804C (de)

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