AT158640B - Verfahren zum Färben von Leder. - Google Patents

Verfahren zum Färben von Leder.

Info

Publication number
AT158640B
AT158640B AT158640DA AT158640B AT 158640 B AT158640 B AT 158640B AT 158640D A AT158640D A AT 158640DA AT 158640 B AT158640 B AT 158640B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
leather
acids
dyeing
dyed
dye
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Benckiser Gmbh Joh A
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Benckiser Gmbh Joh A filed Critical Benckiser Gmbh Joh A
Application granted granted Critical
Publication of AT158640B publication Critical patent/AT158640B/de

Links

Landscapes

  • Coloring (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Färben von Leder. 



   Polymere Metaphosphorsäuren, Polyphosphorsäuren oder die wasserlöslichen Salze dieser
Säuren stellen wertvolle Hilfsmittel in der Lederfärberei dar, sofern man Leder mit Ausnahme von solchen, das mit polymeren, anhydrischen Phosphorsäuren gegerbt wurde, nach der Gerbung mit wässerigen Lösungen dieser Verbindungen behandelt und anschliessend färbt. Hiedurch werden   färberische   Vorteile verschiedener Art erzielt. 



     Chrom- oder Alaunlederwerden beispielsweise für viele   Farbstoffarten erheblich aufnahmefähiger, so dass dann tiefere und gleichmässigere Färbungen entstehen. Formaldehydleder, die sich besonders nach dem Trocknen und Lagern nur schwierig färben lassen, können durch eine derartige Behandlung oder bei etwa bereits abgelagerten Ledern in Form eines Aufwalkprozesses vor der Färbung einer einwandfreien Farbstoffaufnahme zugänglich gemacht werden. Lohgare Leder fallen gleichfalls in der Färbung reiner aus. Dies gilt in ganz besonderem Masse bei solchen Ledern, die in bereits vorgegerbtem Zustande längere Zeit lagern und erst später gefärbt werden. Schliesslich kann auch die Färberei künstlich gegerbter Leder, z.

   B. der Eisenleder, Kieselsäureleder,   Schwefelleder,   erheblich auf die vorbe-   schriebene   Weise verbessert werden. 



   Man benutzt zur Durchführung des Verfahrens die polymeren Metaphosphorsäuren, wie etwa die Hexametaphosphorsäure, Oetometaphosphorsäure, Dodecametaphosphorsäure oder ihre wasserlöslichen Salze. Es können auch die Polyphosphorsäuren oder ihre Salze Anwendung finden, die aus Metaphosphaten und Pyrophosphaten durch Fritten oder   Zusammenschmelzen   entstehen. Unter wasserlöslichen Salzen sind nicht nur die durch Neutralisieren der genannten Säuren mit Alkalien, Ammoniak oder organischen Basen erhältlichen Salze zu verstehen, sondern auch die komplexen Salze mit zwei-oder mehrwertigen Metallen, z. B. Magnesium, Calcium, Chrom, Aluminium, Eisen, Kupfer, Nickel, Mangan, wie sie in bekannter Weise aus den Säuren oder Alkalisalzen durch Umsetzen mit den entsprechenden Metallhydroxyden oder Salzen erhältlich sind.

   Derartige Komplexsalzlösungen 
 EMI1.1 
 



   Man wendet entweder die wässerigen Lösungen der Säuren selbst oder aber die Lösungen der Salze an, die gegebenenfalls noch etwas angesäuert werden können. Will man nicht, wie z. B. bei pflanzlichen Gerbungen, durch kräftige Azidität gleichzeitig eine Bleiehwirkung erzielen, so wird man im allgemeinen mit pH   2'5-4-6   auskommen. Bei Chromledern empfiehlt es sich häufig, die Meta-oder Polyphosphatlösungen sogar neutral oder schwach alkalisch einzustellen, um auf diese Weise gleichzeitig die sonst übliche Neutralisation mit Alkalicarbonaten oder Borax zu ersparen. Die polymeren Meta-oder Polyphosphate wirken hiebei gleichzeitig als äusserst milde Neutralisiermittel von grosser Tiefenwirkung. 



   Die für den technischen Wert des Verfahrens ausschlaggebende Wirkung der polymeren Metaoder Polyphosphate oder der freien Säuren liegt in der ausgesprochenen Substantivität dieser Verbindungen gegenüber der gegerbten Haut. Es entstehen offenbar nicht auswaschbar Absorbtionsverbindungen, die ein besonders günstiges   färberisches   Verhalten des Leders bedingen. Daneben wird, wie bereits bekannt ist, die Entfernung von lose anhaftenden Verunreinigungen bewirkt, welche die Gleichmässigkeit und Echtheit der Färbungen beeinträchtigen. 



   Vor dem bekannten Verfahren, bei dem Leder vor dem Färben mit komplexen Phosphormolybdänsäuren oder Phosphorwolframsäuren behandelt wird, zeichnet sich das vorliegende Verfahren dadurch 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 aus, dass man besonders schöne und gleichmässige Färbungen bei glattem Narben und gutem Griff des Leders erhält. Den bekannten Verfahren, bei denen Leder vor dem Färben mit Mineralölsulfonaten gebeizt wird, ist das vorliegende Verfahren darin überlegen, dass stets tiefere und meist auch gleich- mässigere Färbungen erhalten werden. 



   Die polymeren Metaphosphorsäuren, Polyphosphorsäuren oder ihre Salze werden im allgemeinen in Mengen von 1/2 bis 5% vom Falzgewieht des Leders angewandt. Einige Beispiele sollen das Wesen der Erfindung erläutern. 



   1. Chromgares, in üblicher Weise mit   1-5% Borax   neutralisiertes Ziegenleder wird mit 1% Natriumhexametaphosphat vom Falzgewicht in kurzer Flotte-pH =   4-5-lu2   Stunden gewalkt, abgespült, dann mit   1#5%   eines basischen braunen Farbstoffes gefärbt und gefettet. An Stelle des Natriumhexametaphosphates kann auch   Natriumdpdecametaphosphat   oder ein Natriumpolyphosphat von der Zusammensetzung Na12P10O31 Verwendung finden. Es entsteht ein tiefbraun gefärbtes Leder, während der basisehe Farbstoff ohne derartige Vorbehandlung nur eine schwache Färbung liefert. 



   2.   Nichtentsäuertes,   chromgares Kalbleder wird mit 2% Natriumhexametaphosphat oder einem Polyphosphat von der Zusammensetzung   NaPO durch 1   stündiges Walken in neutraler oder ganz schwach alkalischer Flotte neutralisiert. Nach kurzem Spülen wird das Leder mit 1% eines basischen blauen Farbstoffes gefärbt und wie üblich gefettet. Es entsteht eine satte Färbung. 



   3. Unneutralisiertes Kalbleder wird der in Beispiel 2 beschriebenen Behandlung unterzogen und anschliessend mit 0-7% eines roten Säurefarbstoffes gefärbt, die Färbung auf frischem Bade mit   0'5   eines basischen Rot übersetzt. Die Färbung fällt satter und gleichmässiger aus als beim Fehlen der Meta-oder Polyphosphatvorbehandlung. 



   4. Abgelagertes, alaungares Leder wird einige Stunden in einer Lösung geweicht, die   2#5% Natriumchlorid und 2#5% Kaliumocometaphosphat   oder Natriumeisenhexametaphosphat   - pH   =   3-5-enthält. Das   Leder wird dann einer Bürstenfärbung mit 10 g eines basischen blauen Farbstoffes oder eines bordeauxroten substantiven Farbstoffes im Liter unterzogen. Die Färbung ist satter und gleichmässiger als bei Vorbehandlung mit   5% iger Natriumchloridlosung.   



   5. Formaldehydgares Leder wird mit 5% Natriumhexametaphosphat oder Natriumaluminiumhexametaphosphat in saurer Flotte-pH =   2-5-behandelt,   gefettet und abgelagert. Dieses Leder wird zu einem beliebigen späteren Zeitraum aufgewalkt und mit 1-2% eines braunen sauren Farbstoffes gefärbt. Die Färbung fällt viel tiefer und gleichmässiger aus als bei einem nicht mit der Metaphosphatlösung vorbehandelten Formaldehydleder. 



   In ähnlicher Weise können lohgare Fachetten mit einer 0. 5 prozentigen Hexametaphosphor-   säurelösung   ausgerieben und anschliessend gefärbt werden. Ostindische Bastarde werden mit 2% eines polymeren Meta-oder Polyphosphates, z. B. mit Natriumtrimetaphosphat, drei Stunden gewalkt und   dann-gefärbt.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : EMI2.1
AT158640D 1938-05-14 1938-05-14 Verfahren zum Färben von Leder. AT158640B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT158640T 1938-05-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT158640B true AT158640B (de) 1940-04-25

Family

ID=3649930

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT158640D AT158640B (de) 1938-05-14 1938-05-14 Verfahren zum Färben von Leder.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT158640B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT158640B (de) Verfahren zum Färben von Leder.
EP0024014B1 (de) Verfahren zum Nachgerben mineralisch gegerbter Leder mit aromatischen Sulfonsäuren
DE3726796A1 (de) Verfahren zur hochauszehrenden chromgerbung
DE639787C (de) Verfahren zur Herstellung von Eisenledern
DE672747C (de) Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen
DE863241C (de) Gerbverfahren
DE685744C (de) Verfahren zum Fixieren von Gerbstoffen im Leder
DE747486C (de) Gerbereihilfsmittel
DE713688C (de) Verfahren zur Herstellung gefaerbten Leders
DE508502C (de) Verfahren zum Neutralisieren von Eisenleder
DE883187C (de) Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen
DE601912C (de) Verfahren zur Herstellung von mineralgaren Ledern mit eisenhaltigen Gerbstoffen
AT158168B (de) Verfahren zum Gerben von Leder oder Pelzfellen mit gerbenden Verbindungen des dreiwertigen Chroms oder Eisens.
AT152814B (de) Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen.
DE2424301C3 (de) Verfahren zum Chromgerben und Gerbmischung dafür
DE590934C (de) Verfahren zum Faerben von tierischen Fasern
DE694310C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxydationsfaerbungenls Beize
DE633687C (de) Kombinationsgerbung
DE640388C (de) Verfahren zum Faerben von mineralgegerbtem Leder mit sauer ziehenden oder substantiven Farbstoffen
DE499458C (de) Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen mit Hilfe von Eisenverbindungen
DE638088C (de) Verfahren zur Herstellung von Leder mit einem hohen Schwefelgehalt
DE629996C (de) Verfahren zum Fetten von tierischen Haeuten und Leder
DE471675C (de) Lederimpraegnierungsverfahren
DE976052C (de) Verfahren zum Faerben von Textilien in saurem Medium unter Zusatz von Alkalimetaphosphaten
DE566370C (de) Verfahren zur Darstellung chromhaltiger Azofarbstoffe