DE976052C - Verfahren zum Faerben von Textilien in saurem Medium unter Zusatz von Alkalimetaphosphaten - Google Patents
Verfahren zum Faerben von Textilien in saurem Medium unter Zusatz von AlkalimetaphosphatenInfo
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- D06P—DYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
- D06P1/00—General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
- D06P1/44—General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders
- D06P1/673—Inorganic compounds
- D06P1/67333—Salts or hydroxides
- D06P1/6735—Salts or hydroxides of alkaline or alkaline-earth metals with anions different from those provided for in D06P1/67341
- D06P1/67366—Phosphates or polyphosphates
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Description
- Verfahren zum Färben von Textilien in saurem Medium unter Zusatz von Alkalimetaphosphaten Beim Färben von Textilien, wie Wolle, Baumwolle, Seide, bilden sich bei Verwendung von hartem, schwermetallsalzhaltigem Wasser bekanntlich sehr oft in der Farbflotte unlösliche Ausscheidungen, die sich auf der Faser absetzen. Auch die vom Färbegut eingebrachten Mengen anorganischer oder organischer Verunreinigungen, wie Metalle, Öle und Fette, führen zu den gleichen unerwünschten Erscheinungen. Diese wirken sich aber insofern ungünstig aus, als ein gleichmäßiges Aufziehen des Farbstoffes auf der Faser verhindert wird, man zu schwächeren Färbungen kommt und somit eine unangenehme Farbtonänderung eintritt.
- Zunächst hat man vorgeschlagen, diese Nachteile durch einen Zusatz von Ammonium- oder Natriumorthosphosphaten, wie Diammonium-, Dinatriurn-oder Trinatriumphosphat, zu den Farbflotten zu beheben. Doch auch hierbei kann die Bildung unerwünschter Abscheidungen nicht ganz verhindert werden.
- Bekannt ist ferner, den Farbflotten in neutralen oder alkalischen Medien, also z. B. bei Färbungen mit substantiven Entwicklungs- oder Küpenfarbstoffen zur Verhinderung von Schwermetallsalzablagerungen, Alkalisalze von Phosphorsäuren, die wasserärmer als Orthophosphorsäure sind, zuzusetzen.
- Bei Farbbädern in stark saurem Medium, wie diese z. B. bei Färbungen mit chromierbaren Azofarbstoffen angewendet->werden, treten aber bei eisenhaltigem Wasser mit mehr als o,x mg Eisen im Liter trotz Zusatzes der bisher vorgeschlagenen Phosphate häufig Mißfärbungen auf. Auch eisenfreies Wasser wird bei der starken Acidität der Flotte selbst bei Verwendung von Edelstählen als Apparaturmaterial im Laufe der Zeit durch deren Korrosion eisenhaltig, was dann ebenfalls zum Entstehen ungleichmäßiger Färbungen auf der Faser Anlaß gibt. Man hat auch bereits versucht, sauren Farbbädern polymere Phosphate als Metaphosphate zuzusetzen, ohne jedoch den angestrebten Effekt, nämlich eine wirklich gleichmäßige gute Ausfärbung von schöner Farbtiefe zu erreichen.
- Es wurde demgegenüber nun gefunden, daß durch Zusatz solcher Alkahmetaphosphate, bei denen das Verhältnis von Alkalioxyd zu Phosphorsäure kleiner als i ist und deren wäßrige Lösungen somit sauer reagieren, zu einem stark sauren Färbebad vorgenannte Erscheinungen nicht auftreten. Der Überschuß an freier Metaphosphorsäure in den zu verwendenden Metaphosphaten liegt im allgemeinen bei einigen Prozenten, kann im Bedarfsfall aber auch io °/o übersteigen. Man erzielt also bei Anwesenheit solcher sauren Metaphosphate im stark sauren Färbebad auf der Faser wesentlich gleichmäßigere, schönere und tiefere Farbtöne. Besonders stark ausgeprägt ist dieser Effekt bei helleren Ausfärbungen.
- Selbstverständlich können in den Farbflotten daneben auch die sonst üblichen Färbereihilfsmittel, wie Netz-, Dispergier- und Egalisierungsmittel u. dgl. zugegen sein.
- Die folgenden Vergleichsversuche sollen die Vorteile eines Zusatzes von Metaphosphaten, bei denen das Verhältnis von Alkalioxyd zu Phosphorsäure kleiner als i ist, zum stark sauren Farbbad gegenüber einem Zusatz der bekannten Metaphosphate veranschaulichen: Beispiel i Es wurde Betriebswasser mit einer Härte von ia° D. H. und einem Eisengehalt von 0,3 mg im Liter verwendet.
- 12o kg Wollgewebe wurden zwecks Gelbfärbung auf der Haspelkufe mit 48oo 1 Farbflotte behandelt, die 2,4 kg Farbstoff Platinechtgelb 6 GN (Schultz, Farbstofftabellen Ergänzungsband II, S. 225 [19391)# 1o,8 kg Schwefelsäure 96°/oig und 8 kg saures Natriummetaphosphat mit einem Gehalt von etwa 2 °/o freier Metaphosphorsäure enthielt. Gefärbt wurde, indem man bei 4o bis 5o° mit der Ware einging, io Minuten bei dieser Temperatur laufen ließ, in einer halben Stunde zum Kochen trieb und 1l/2 Stunden kochte. In üblicher Weise wurde die Ware dann gespült und fertiggestellt. Das erhaltene gelbe Wollgewebe zeigte einen vollständig gleichmäßigen, klaren und schönen Farbton.
- Wurde andererseits in genau gleicher Weise, aber ohne Zusatz von saurem Metaphosphat verfahren, so war der Farbton der ausgefärbten Ware wolkig und trüb. Beispiel 2 Es wurde.ein Betriebswasser von 12° D. H. verwendet, das einen Eisengehalt von 6 mg pro Liter aufwies. Eine 2°/oige Wollausfärbung mit Acilangelb G (Monoazofarbstoff; Ergänzungsfarbstoff der Farbstoffkarte Le 125, Wollfarbstoffe I. Teil, Farbwerke Bayer, Leverkusen) wurde unter Zusatz von 2,25 g/1 96»/jger Schwefelsäure und 5 °/o Glaubersalz mit folgenden Varianten hergestellt: i. ohne Phosphatzusatz, 2. mittels Zusatz von 1,66 g/1 Natriummetaphosphat mit einem Gehalt von 2 °/o Metaphosphorsäure (anmeldungsgemäßes Verfahren), 3. mittels Zusatz von i,66 g/1 Natriummetaphosphat, 4. mittels Zusatz von i,66 g/1 saurem Natriumpyrophosphat.
- Es konnte festgestellt werden, daß die Ausfärbungen 1, 3 und 4 gegenüber der Ausfärbung 2, die einen leuchtenden, kräftigen Farbton, der dem der Farbkarte entspricht, aufweist, stark abfallen.
- Beispiel 3 Bei einem Betriebswasser von 12° D. H. mit einem Eisengehalt von 3m9 im Liter wurde eine 2°/oige Wollausfärbung von Supranolcyanin G (Triphenylmethanfarbstoff; Farbstoffkarte Le I25, Wollfarbstoffe I. Teil, S. 36, Farbwerke Bayer, Leverkusen) in einem Flottenverhältnis I:4o hergestellt. Neben einem Zusatz von 2,25 g/1 960/jger Schwefelsäure und 50/, Glaubersalz wurde mit folgenden Zusätzen ausgefärbt: i. ohne Phosphatzusatz, 2. mittels Zusatzes von 1,66 g/1 Natriummetaphosphat mit einem Gehalt von 2 °/o Metaphosphorsäure (anmeldungsgemäßes Verfahren), 3. mittels Zusatz von 1,66 g/1 Natriummetaphosphat, 4. mittels Zusatz von 1,66 g/1 saurem Natriumpyrophosphat.
- Die Ausfärbung 2 übertraf die übrigen bei weitem in Farbtiefe und Gleichmäßigkeit.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Färben von Textilien im sauren Medium unter Zusatz von Alkalimetaphosphaten, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Färbebad ein solches Alkalimetaphosphat zusetzt, bei dem das Verhältnis Alkalioxyd zu Phosphorsäure kleiner als i ist.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man außer Alkalimetaphosphat die üblichen Färbemittel zusetzt. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschriften Nr. 775 69o, 954 752, 895 725; britische Patentschrift Nr. 443 498; USA. Patentschrift Nr. 2 494 828; »Die Wärme«, Nr.50, vom 14.12.194o, Die Wasseraufbereitung nach dem Schwellenbehandlungsverfahren.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEB19187A DE976052C (de) | 1952-02-22 | 1952-02-22 | Verfahren zum Faerben von Textilien in saurem Medium unter Zusatz von Alkalimetaphosphaten |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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DEB19187A DE976052C (de) | 1952-02-22 | 1952-02-22 | Verfahren zum Faerben von Textilien in saurem Medium unter Zusatz von Alkalimetaphosphaten |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE976052C true DE976052C (de) | 1963-01-31 |
Family
ID=6959983
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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DEB19187A Expired DE976052C (de) | 1952-02-22 | 1952-02-22 | Verfahren zum Faerben von Textilien in saurem Medium unter Zusatz von Alkalimetaphosphaten |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE976052C (de) |
Citations (5)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
FR775690A (fr) * | 1932-12-07 | 1935-01-07 | Benckiser Gmbh Joh A | Procédé de traitement de matières textiles, en vue de leur teinture ou de leur dégommage |
GB443498A (en) * | 1934-09-05 | 1936-03-02 | Henkel & Cie Gmbh | Improvements in or relating to bleaching, washing and cleansing agents, particularlyfor use in water containing iron |
FR895725A (fr) * | 1942-07-22 | 1945-02-01 | Deutsche Hydrierwerke Ag | Agents d'égalisation et de réserve pour la teinture à la cuve |
FR954752A (de) * | 1950-01-05 | |||
US2494828A (en) * | 1946-02-28 | 1950-01-17 | Hall Lab Inc | Glassy phosphate powder composition and process of making the same |
-
1952
- 1952-02-22 DE DEB19187A patent/DE976052C/de not_active Expired
Patent Citations (5)
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