AT15725B - Maschine zur Herstellung von Zigarren, Zigarillos oder dgl. - Google Patents

Maschine zur Herstellung von Zigarren, Zigarillos oder dgl.

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  • Manufacturing Of Cigar And Cigarette Tobacco (AREA)

Description


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  Österreichische PATENTSCHRIFT   N   15725. MASCHINEN-FABRIK FÜR TABAKINDUSTRIE G.   M. B.   H. 



   IN FRANKFURT A. M. 



   Maschine zur Herstellung von Zigarren, Zigarillos oder dgl. 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Maschine zur Herstellung von Zigarren, Zigarillos oder dgl., welche bezweckt, schnell und in einfachster Weise sämtliche Phasen zur Herstellung von Zigarillos und Zigarren selbsttätig   durchzumachen,   d.   h.   den Einlagetabak in bestimmte Form zu pressen, denselben dann mit einem Um-und Deckblatt zu versehen und schliesslich die Zigarillos zu beschneiden. 



   Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass die Formpresse und die Wickelvorrichtung zum Aufbringen des Um-und Deckblattes übereinander angeordnet sind, so dass der Wickel in   unmittelbar örtlicher   und zeitlicher Folge dadurch mit dem Um-und Deckblatt versehen werden kann, dass er von der Pressform in die   direkt darunter befindliche     Wickelvorrichtung gelangt. Dabei wird zweckmässig   in der Weise vorgegangen, dass, nachdem die   Pressform   den Tabak durch Pressen zu einem Wickel verarbeitet hat, dieser durch eine unterhalb der Pressform hin und her bewegliche Öffnung nach der Auseinanderbewegung der   Pressbacken   in die darunter befindliche Wickelvorrichtung zum Aufbringen des   Um-und Deckblattes   fällt. 



   Die ganze Arbeit wird dabei unter Vermittlung geeigneter Hebelübersetzungen mit entsprechenden   Kurvenscheiben, welche auf   einer Welle angebracht sind, sowie durch konkave Pressbacken und Roller in überaus praktischer Weise erreicht. 



   In der Zeichnung ist diese neue Zigarillosmaschine in einer Ausführungsform dargestellt, und zwar   veranschaulicht Fig. l eine   Ansicht derselben im teilweisen   Schnitt, Fig. 2   zeigt eine teilweise Vorderansicht ; Fig. 3 und 4 stellen den Roller in verschiedenen Stellungen in   vergrössertem Massstabe   dar. Fig.   is   (I bis VIII) sind die verschiedenen   Exzenter.   Fig. 6 und 7 veranschaulichen die Pressvorrichtung. 



   Wie hieraus ersichtlich ist, besteht die Maschine zunächst aus zwei nebeneinander durch die   Wollen der später zu beschreibenden Hebe !   hinreichend versteiften Seiten- 
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 bock 7. welcher einerseits am Lagerarm 3, andererseits in passender Weise an der Auflageplatte.   5   befestigt ist. 



     Zwischen den beiden Seitenwänden   und 2 ist nun die Transportbabn 8 (Fig. 1 und 6) angeordnet, in welcher durch geeignete Vorrichtungen der zu verarbeitende Tabak nach vorne   geschoben wird.   Am Ende dieser Transportbahn wird der Tabak durch ein Messer 9 abgeschnitten. Diese zu einer Zigarillo bestimmte Tabakmenge wird zwischen dem um Achse 72 drehbaren Tabakhalter 73 und der Transportbahn 8 gehalten. Der   Tabakhalter   oder die Pressplatte 73 wirkt durch die mit Messer 9 in Verbindung stehende Hebelanordnung 74, 75, wie weiter unten beschrieben ist. 



   Die Stellschraube 76, welche zur Regulierung des Zwischenraumes von Pressplatte und Transporthahn dient, ist an dem mit Hebel 74 starr verbundenen und um Achse 77 drehbaren Hebel 7. 5 befestigt-Beim Hochgang des Messers 9 nähert sich infolge dieses 

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   Hebels die Prossplatte der Transportbahn, damit der aus der Transportbahn hervorge.   behoben Tabak durch jene beim Abschneiden gehalten und ein Auseinanderfallen des abgeschnittenen Tabaks vorhindert wird. 



   Beim Niedergang des Messers 9 dreht sich der in Verbindung mit dem Messer   befindende HëteÌ 74 um   die Achse   7'1 in   entgegengesetzter Richtung. Um. nun den Tabak nicht nur fernerhin noch zu halten (da sich Schraube 76 bei dieser Bewegung wieder von der Platte entfernt), sondern demselben auch eine kleine Pressung zu geben und um beim Niedergang des Stampfers 10 eine Stauung des Tabaks beim Durchstossen zu verhindern, dient ein lebel 78 mit Rolle 79 ; ersterer ist fest mit der Achse 77 verbunden.

   Die Rolle 79 drückt durch die keilartig angebrachte Fläche   80   die Pressplatte noch so lange gegen die Transportbahn, bis diese den Zwischenraum von Pressplatte und Transportbahn so weit geschlossen hat, dass der Stampfer 10 gerade noch hindurchgleiten kann, um den Tabak zwischen die Pressbacken 15 und 16 hindurch auf den Tisch 27 zu stossen.

   Ein Stampfer 10, nach unten bewegt durch die   Hebelübersetzung 11, 12, 13, 14 und   durch das, auf der Welle 6 sitzende   Exzenter II (Fig. & ), drückt nun   den abgeschnittenen Tabak derart fest zwischen die der herzustellenden Zigarillos oder Zigarre entsprechend konkav ausgehöhlten Backen 15 und 16 (von denen der letztere feststehend ist und welche unten durch den um Achse 26 drehbaren Tisch 27 geschlossen sind), dass er genau die Oberkante der Pressbacken berührt, um beim Zusammenpressen des Tabaks durch die Pressbacken 15 und 16 ein Herausquellen nach oben zu verhindern.

   Die Pressung des
Tabaks zwischen den Pressbacken geschieht dadurch, wie Fig. 1 zeigt, dass der am Hebel 17 drehbar um die Achse 44 befestigte Pressbacken 15 durch die Hebelübersetzung 18, 71,
19, 20, 21, 2S, welch letzterer durch das Exzenter 7 betätigt wird, dem Pressbacken 16 zu bewegt wird. Auf der Welle 23, auf welcher der Hebel 20 festverbunden sitzt, befindet sich gleichzeitig ein Hebelarm 24 mit Knagge 25, welcher an der Bewegung des Hebels   20   teilnimmt. Dieser Hebel    24'schwingt   nun bei Drehung   dt's Armes 20   derart mit aus, dass seine Knagge 25 über den Stampfer 10 greift, so dar also ein Nachgeben des Stampfers nach oben zunächst verhindert wird. Auf einer Welle 26 (Fig. 1 und 6) ist nun drehbar ein Tisch 27 mit Schlitz 81 (Fig. 6 und 7) gelagert.

   Im dem Augenblick, in welchem sich dio Pressbacken 15 und 16 schliessen, hat sich der um Achse 26 drehbare Tisch 27 soweit nach links gedreht, dass die linke Kante des Schlitzes 81 zirka drei Millimeter von der Unterkante des festen   Pressbackons   16 entfernt ist, wodurch erzielt wird, dass sich hei der Pressung ein klein wenig Tabak in diese   Öffnung eindrückt. Beim Rückgang   des Pressbackens   15,   hervorgebracht durch die eigenartige Gestaltung des Exzenters I und der Feder   86,   dreht sich der Tisch 27 ebenfalls weiter nach links, bis der Schlitz 81 genau unter den   Stampfer 10   zu stehen kommt, was zu derselben Zeit stattfindet, wenn die Entfernung der beiden   Pressbacken   15 und l 'der Öffnung des Schlitzes 81 entspricht. 



  In diesem Augenblick ist Exzenterscheibe   FIZZ   bis zu der auf derselben angebrachten Nase    VII11. vorgerückt,   der Tisch erhält hier nun vermöge der zu seiner Bewegung dienenden   Hebelübersetzung     28, 29, 30   und der obenbenannten Nase VIII1 eine kurze Vor-und Rückwärtsbewegung, welche dazu dient, dass die Kanten 82 und 83 (Fig.   7)   den etwa an den Pressbacken 15 und 16 anhaftenden Tabak durch ihr Anstossen vollständig    lösen. Eine zweito'Bewegung   führt der Stampfer 10 nun dadurch aus, dass die   Erhöhung     II"   des Exzenters II gegen den Hebel 14 stösst, der Stampfer sich also noch weiter nach unten senkt. Hiedurch wird der Tabak durch die Öffnung 81 auf das Rolltuch 31 (Fig. 3) gestossen. 



   Dieses Rolltuch ist auf der einen Seite am   Wickeltisch     32,   auf der anderen Seite an einem   Hebe !   33, drehbar um die Achse 34, befestigt. Der Hebel 33 hat den Zweck, das Rolltuch sofort, nachdem die Zigarillos oder Zigarre herausgeschleudert ist, wieder in seine Anfangslage zurückzubringen, um das Einschlagen des Tabaks in richtiger Weise vor sich gehen zu lassen. 



   Am   Lagerarm 36,   drehbar um die Welle 37 ist am Hebel 38, welcher oben gegabelt ist. eine Platte 39 befestigt. Gibt das Exzenter den Hebel 47, drehbar gelagert auf der   Wolle 4,   frei, so wird infolge der Feder 861 der Hebel 84 nach unten gezogen, wodurch die Umblattplatte 39 einschwingen wird ; das vorher auf Platte 39 gelegte Umblatt 40 legt sich hiebei selbsttätig über die Vertiefung 35 des Rolltisches 32 (Fig. 3). Infolge der Hebelübersetzung 38, 84,   M,   41 geht dann die Auflageplatte, betätigt durch das zugehörige Exzenter in seine Anfangslage zurück. Ist jenes geschehen, so geht der oben erwähnte Vorgang vor sich, wodurch der Tabak auf   dieses Umblatt 40 gestossen   wird. 



   Nunmehr wird der Tabak mit dem Umblatt zuerst um rollt, Dies geht durch eine sogenannte Rollgabel 42, welche zwischen ihrer Gabel eine Rolle 43 trägt und um die 
 EMI2.1 
 

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 EMI3.1 
 gehende Tuch 31 derart um den Tabak legen, dass er, wie Fig. 4 zeigt, gerollt und mit dem Umblatt bewickelt wird. Das Rollgabelexzenter ist nun so gestaltet, dass die Gabel ungefähr in der Mitte des   Rollt, isches 32,   wenn nämlich das Umblatt ganz aufgewickelt ist, stehen bleibt. Der Arbeiter hat inzwischen das eigentliche Deckblatt   48   auf den Rolltisch 32 aufgelegt. 
 EMI3.2 
 werden.

   Dies geschieht dadurch, dass infolge   der Hebelübersetzung 49, 50, 51, 52, welch   letzterer Hebel drehbar an der Welle 53 gelagert ist und durch das Exzenter VI betätigt wird, ein Arm 54 mit einer Fläche (Gummi, Leder,   Haarbürste   etc.) ausgerüstet, an einer, das Klebemittel enthaltenden Trommel 55 leicht vorbeistreift, wodurch die Gummifläche des Armes   54   etwas Klebstoff mitnimmt und durch Berührung mit dem Deckblatt dasselbe benetzt. Ist dies geschehen, so geht naturgemäss der Arm 54 wieder nach oben. Hierauf geht infolge der besonderen Gestaltung des betreffenden Exzenters die Rollgabel 42 weiter und rollt dadurch das Deckblatt 48 um den Wickel.

   Damit hiebei das Deckblatt nicht verschoben wird, sondern fest und glatt auf dem Rolltisch liegen bleibt, wird dasselbe durch einen Luftstrom, welcher von oben durch eine Röhre kommt, festgehalten. Dieser wird dadurch erzeugt, dass ein Hebel 56, drehbar gelagert um die Welle 4, durch das Exzenter   V   nach unten bewegt wird, an welcher Bewegung der Kolben 57 einer Luftpumpe 58 teilnimmt. Hiedurch wird Luft im Inneren des Zylinders komprimiert, welche durch eine Rohrleitung 59 strömt und ihren Ausgang durch die Löcher am Ende der Röhre 59 sucht.

   Ein   Zurückgehen   des Kolbens 57 und Stange 56 bewirkt eine an Wand 1 und Stange 56 befestigte Feder   : 361.   Hat die Rollgabel 42 nunmehr ihren Hub beendet, so fällt die umrollte Zigarre oder der Zigarillos zwischen Rolle 43 und Rolltisch 32 hindurch (da das   Ho11tuch   plötzlich durch den Hebel 33 straff angezogen wird), auf eine Vorrichtung, welche zweckmässig aus zwei nebeneinander liegenden Wänden   (i1   besteht. Diese beiden Wände sind schräg gestellt und haben eine Vertiefung   62,   in welche der Zigarillos, resp. die Zigarre hineinfällt. 



   Ein Beschneiden dieses Zigarillos, resp. dieser Zigarre geht durch zwei rechts und links der schrägen Wände angebrachte Messer 63 vor sich, welche drehbar im Lager 64 des Lagerarmes 65 befestigt sind. Gedreht werden diese Messer durch ein Exzenter und Hebelübersetzung 66,67, 68, welch letzterer Hebel drehbar um Welle   69   befestigt ist.   Durch Abwärtsbewegung   der Messer   63   wird also der Zigarillos resp. die Zigarre auf beiden Seiten gleichmässig beschnitten. Ist dies geschehen, so rollt der beschnittene, also fertige Zigarillos über die schiefe Ebene   61   in den Sammelbehälter 70. 



   Es ist nun einleuchtend, dass mit derselben Maschine und denselben Vorrichtungen auch Zigarillos, Zigarren oder dgl. ohne Umblatt hergestellt werden können ; man benutzt in diesem Falle den Umblattauflegermechauismus 38, 39, 84, 85, 41 zum Einschieben des
Deckblattes. An Stelle des Umblattes 4.'wird das Deckblatt 48 auf den Tisch 39 auf- gebracht ; in dem Augenblicke, wo dann die Rollgabel 42 bei ihrer Vorwärtsbewegung still hält, kommt der Klebestampfer 54, nm das Deckblatt mit Klebstoff zu versehen, alsdann rückt die Gabel weiter, wie oben beschrieben. 



   Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, sind hier die einzelnen Hebel auf den be- treffenden Unrundscheiben gleitend angeordnet. Man könnte natürlich statt dieser Unrund- scheiben kreisrunde Scheiben mit entsprechend verlaufenden Rillen anordnen, in welchen
Rillen, eventuell an den Hebeln anzubringende Rollen dann gleiten würden. Ebenso wäre es natürlich zweckmässig, wenn ungefähr gleichartig   wirkendo Unrundscheil) en   zu einer vereinigt würden oder sonstige   Vereinfachuugen   im Hebelmechanismus angebracht würden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
 EMI3.3 
 bestimmte Menge zugeführten Tabaks durch ein Messer abgeschnitten und durch einen Stampfer zwischen die   Prossbacken   eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass sich unterhalb der   Pressbacken   ein um eine horizontale Achse schwingender, die beiden Pressbacken in geschlossenem Zustand berührender, mit einem Schlitz   (81)   versehener Tisch   (27)   befindet, durch welchen Schlitz der Zigarrenwickel, sobald sich die beiden Pressbacken öffnen, auf das mittels einer Gabelplatte (38, 39) auf den   Holltisch gelegte Um- oder   Deckblatt fällt, um mit demselben umwickelt zu werden.

Claims (1)

  1. 2. Eine Ausführungsform für die Betätigung des Stampfers bei einer Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass infolge der Unrundscheibe (11) mit ihren zwei verschieden hohen Ansätzen der Stampfer zweimal verschieden tief nacjl unten geht <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 bewegung des letzteren zunächst verhindert.
    4. Eine Vorrichtung zum Einlegen des Umblattes bei der Maschine nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass auf einen Tisch (39), der an einer Gabel (38) befestigt ist das Umblatt (40) gelegt wird, welch letzteres dann bei Drehung der Gabel (38) infolge der Feder 86', wenn die Unrundscheibe Ill den Hebel 41 freigibt, sich auf den Rolltisch 32 auflegt, worauf dann infolge des Exzenters 111 und der Hebel 84, 85, 41 die Auflageplatte 39 wieder in ihre Anfangslage gebracht wird.
    5. An einer Zigarren- oder Zigarillosmaschine nach Anspruch 1 die Anordnung einer Luftpumpe (58), welche gepresste Luft durch die Rohrleitung 59 infolge Bewegung des Hebels 56 mit Unrundscheibe F im geeigneten Augenblicke gegen das auf den Roll tisch aufgelegte Deckblatt (48) strömen lässt, um dasselbe vor dem Aufwickeln festzuhalten. EMI4.2 abwärts bewegte Arm 54 mit Gummi, Leder oder anderer geeigneter Fläche an dieser das Klebemittel gebenden Öffnung derartig dicht vorbeistreift, dass er etwas Klebstoff mitnimmt und letzteren auf das Deckblatt (48) auftupft.
    7. Eine Vorrichtung zum beiderseitigen Beschneiden der fertigen Zigarren oder Zigarillos bei einer Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Lager- arm 65 je ein Messer 63 drehbar befestigt ist, welche Messer, indem sie nach abwärts bewegt worden, im geeigneten Momente infolge einer Ipbettibo'setxung (66, 67, 68) EMI4.3 Zigarillos zu beiden Seiten beschneiden. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen.
AT15725D 1902-12-15 1902-12-15 Maschine zur Herstellung von Zigarren, Zigarillos oder dgl. AT15725B (de)

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