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ALBERT EDWARD HO1) DER IN LONDON.
Zigarrenwickelmaschine.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Zigarrenwickelmaschine, bei welcher ein Bündel Tabak in einem, von in gleicher Richtung rotierenden Walzen umschlossenen Raum gerollt und mit einem oder mehreren Tabakblätter umwickelt wird, wobei behufs Entfernung der Zigarre aus dem von den Walzen umschlossenen Raum dafür Sorge getragen ist, dass eine der Walzen mit ihren Lagern zur Seite gedreht werden kann.
Bei der den Gegenstand der Erfindung bildenden Zigarrenwickelmaschine werden die Wickelrollen in der üblichen Weise angeordnet, dass vier oder mehrere Rollen, die aus zwei oder mehreren Abschnitten bestehen, mit ihren einander zugewandten Flächen einen der zu formenden Zigarre entsprechenden Raum umgrenzen. Die Erfindung bezweckt in erster Linie die Arbeitsweise dieser Art von Maschinen zu vervollkommnen, was durch einen, dem einen Ende der Wickelrollen vorgelagerten Spitzenformer erreicht wird, der aus zwei in entgegengesetzten Richtungen rotierenden Scheiben besteht, welche die Spitze des Tabakwickels zwischen sich fassen.
Da hiebei die Wickelrollen selbst volle Selbstständigkeit behalten, können dieselben so angeordnet werden, dass sie mit dem sie tragenden Gestell nach Belieben auf einen, den Antriebsmechanismus tragenden Tisch aufgesetzt und damit in Betriebsbereitschaft gebracht und wieder abgenommen werden können. Durch Ausrüstung der Wickelrollen mit einem Kettenantrieb kann hiebei die Möglichkeit einer beliebigen Drehungsrichtung für die Wickelrollen geschaffen werden.
Die neue Maschine, tst auf den Zeichnungen dargestellt.
Fig. 1 ist eine Vorderansicht der Maschine und veranschaulicht die allgemeine Einrichtung derselben unter Fortlassung der Klebstoffzuführungsvorrichtung. Fig. 2 ist ein
Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 1 und veranschaulicht das Getriebe zum Antrieb der Wickelrollen. Fig. 3 ist eine Seitenansicht und veranschaulicht die drehbaren Scheiben zur Bildung der Spitze der Zigarre. Fig. 4 zeigt in Ansicht und teilweise im Schnitt den
Deckel der Maschine und den Kupplungsmechanismus für die einzelnen Abschnitte der
Wickelrollen. Fig. 5 ist eine Ansicht des die Maschine tragenden Tisches nebst der llauptantriebswelle.
Die Wände des die Wickelrollen tragenden Gestelles sind mit a, a1, a2, aR be- zeichnet. b ist der Maschinendeckel. c, d, e und f sind die Wickelrollen, welche bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel aus drei Abschnitten bestehen und mit ihren einander zugekehrten Randkurven einen Raum umgrenzen, welcher der Form der herzustellonden
Zigarre entspricht.
An Stelle von drei Abschnitten könnte jede Wickelrolle auch eine be- liebige andere Zahl von Abschnitten besitzen. cl, dl, eJ. f1 sind die Antriebsräder für die
Wickelrollen, welche von den mittlei en Rollenabschnitten gebildet oder auf diese Ab- schnitte aufgesetzt sind. 9 und gl sind Stehbolzen zwischen den Gehäuseendplatten der
Maschine, von welchen der Bolzen gl als Führung für die Antriebskette s dient. h, , und 113 sind weitere Führungsorgane für die Antriebskette. i ist eine Welle, auf welcher der Deckel b drehbar gelagert ist. Die Welle i wird durch vermittels Durchsteckstiften befestigte Scheiben il und i2 in ihrer Lage gesichert. Mit j sind Lagerscheiben für die Wickelrollen bezeichnet.
Der Spitzenformer besteht aus zwei Scheiben A :, , deren einander zugekehrte Flächen so profiliert sind, dass die Schnittlurve durch den Berührungspunkt der Scheiben einem mittleren Längsschnitt durch die Spitze der herzustellenden Zigarre entspricht. Die Formscheibe k sitzt auf einer Hülse kl, deren Ende ein Kegelrad k2 trägt. Die Hülse kl wird von einer Welle durchsetzt, auf welcher die Formscheibe 1 sitzt und welche an dem der Scheibe 1 entgegengesetzten Ende ein Kegelrad trägt.
Die beiden Kegelräder 12, k2 werden durch ein dazwischen angeordnetes und gleichzeitig in beide eingreifendes, auf der Zeichnung nicht dargestelltes, von der Hauptwelle der Maschine angetriebenes Kegelrad in entgegengesetzter Richtung in Umdrehung versetzt, wodurch auch die Scheiben k, 1 in entgegengesetzten Richtungen gedreht werden, was zur Folge hat, dass das Blatt richtig auf die Spitze der Zigarre gelegt wird, ohne dass die Tabakfüllung eine Drehung erfährt.
In Fig. 3 ist die Maschine offen mit niedergeklapptem Deckel b dargestellt, bei welcher L. age die Zigarre von den Wickelrollen freigegeben wird. Mit a4 und a5 sind Zapfen be- zeichnet, welche in Schlitze des Tisches eingreifen, um den Wickelmechanismus in seiner
Lage sichern zu können, was durch Klinken 24 geschieht.
Fig. 4 zeigt'den Deckel und die von demselben getragene Wickelrolle c getrennt von der Maschine. Der mittlere Teil ( trägt das Tiiebrad ex und wird seinerseits von den
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Lagerplatten j getragen. Die Abschnitte c2 und dz der Wickelrolle ruhen In ähnlichen
Lagern und sind mit dem mittleren Teil durch winkelförmige Koppelzapfen c* und c ge- kuppelt, deren Winkel der Neigung der RolleÏabscbnitte entspricht.
Aus Fig. 2 ersieht man gleichzeitig einen Teil des Haupttriebrades und der Kette a, deren Gesamtverlauf durch eine punktierte Linie angedeutet ist. Durch die Kette 8 werden alle Wickelrollen in derselben Richtung entweder nach rechts oder nach links gedreht.
Die Fig. 5 zeigt den Tisch, auf welchem die Maschine ruht und den Hauptantrieb.
Die im obigen beschriebene eigentliche Maschine mit den Wickelrollen sitzt in einer Ver- tiefung 2 des Tisches. Diese Vertiefung wird von Seitenwänden umschlossen, die mit
Schlitzen 3, 4 zur Aufnahme der Zapfen a4 und a5 versehen sind, welche an Rahmen- stücken a, a3 sitzen. Die Feststellung des Wickelmechanismus erfolgt durch Klinken 24.
Diese Anordnung ermöglicht die Einsetzung und die Entfernung von verschiedenen Sätzen von Wickelrollen. Die Vertiefung 2 besitzt eine Erweiterung zur Aufnahme der Klebstoff- zuführungsvorrichtung.
Die Füsse 5, 6 des Tisches besitzen Lagerbüchsen zur Aufnahme der Hauptantriebswelle 7, welche das Kettentriebrad 8 trägt, Um eine Drehung der Welle 7 nach beiden Richtungen zu ermöglichen, ist auf derselben eine Losscheibe 9 vorgesehen, auf deren einer Seite sich eine feste Scheibe 10 und auf deren anderer Seite sich eine lose Scheibe 11 befindet. Die letztere ist mit einem Umkehrgetriebe ausgerüstet, welches aus einem Räderpaar 19, 20 besteht, von welchen je ein Rad auf jeder Seite des mittleren
Teiles der Scheibe 11 angeordnet ist.
Jedes dieser Räder 19, 20 steht in Eingriff mit je einem Rad eines Paares von grösseren Rädern 21, 22, deren Zähnezahl doppelt so gross ist, als die Zähnezahl der Räder 19, 20. Von dem Radpaar 21, 22 sitzt das eine, 21, fest auf der Lagerbüchse 23 der Welle 7 und steht in Eingriff mit dem Rad 20 und bringt auf diese Weise eine Drehung der Welle 7 in entgegengesetzter Richtung als bei Benutzung der festen Riemenscheibe 10 hervor.
Über den Riemenscheiben 9, 10, 11 wird eine Vorrichtung 13 zur seitlichen Riemen- verschiebung angebracht, welche in einem Schlitz des seitlichen Tisebansatzes 12 ver- schiebbar ist. Eine feste Muffe 14 mit daran befestigtem Lederring 11x wird auf der
Welle 7 angeordnet und dient als Bremsfläche für den Bremsklotz 15, der durch einen bei 17 gelagerten Hebel 16 in Wirksamkeit gesetzt werden kann.
Wenn die Maschine nach Herüberschieben des Treibriemens auf die Losscheibe 9 schnell angehalten werden soll, so drückt der die Maschine bedienende Arbeiter den Hebel 12 mit seinem Knie gegen den Fuss 5 des Tisches hin, wodurch der Bremsklotz 15 gegen die Lederscheibe 11x ge- presst wird, was zur Folge hat, dass durch die entstehende Reibung die Maschine schnell angehalten wird. 18 ist ein Federgehäuse, welches dazu dient, die Bremse zu lösen, wenn der Bremshebel freigegeben wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zigarrenwickelmaschine mit einer Johrzahl von Wickelrollen, welche den Tabak für die herzustellende Zigarre zwischen sich fassen, dadurch gekennzeichnet, dass den Enden der Wickelrollen ein aus zwei in entgegengesetzten Richtungen drehbaren Scheiben bestehender Spitzenformer vorgelagert ist, welcher das Deckblatt auf die Zigarrenspitze legt und die Spitze formt.