DE58071C - Cigarrenwickelmaschine - Google Patents

Cigarrenwickelmaschine

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Publication number
DE58071C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
winding
wrapping
roll
cigar
wrap
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT58071D
Other languages
English (en)
Original Assignee
B.WERT-HEIMER in Bruchsal
Publication of DE58071C publication Critical patent/DE58071C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24CMACHINES FOR MAKING CIGARS OR CIGARETTES
    • A24C1/00Elements of cigar manufacture
    • A24C1/08Making tobacco bunches
    • A24C1/10Bunch-making machines with aprons and tables for wrapping

Landscapes

  • Winding Of Webs (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 79: Tabak.
Cigarrenwickeimaschine.
Vorliegende Erfindung soll vor allem einen tadellosen Wickel in eine Wickeltuchschleife einhüllen.
Andere Theile der Erfindung tragen zur Sicherheit und Schnelligkeit bei der Arbeit bei und passen die Maschine den Verschiedenartigkeiten der verlangten Producte an.
Es ist unmöglich, eine richtige Vertheilung des Einlagetabaks im Wickel auf rein mechanischem Wege herzustellen; es bedarf des fühlenden Fingers des. Arbeiters, um Ungleichmäfsigkeiten der Vertheiluhg aufzufinden und ihnen abzuhelfen. Von diesem Grundsatz ausgehend, ist für die Anordnung einer Form an dem einen Ende des Wickeltisches, d. h. einer Mulde zum Einfüllen des Tabaks, wie sie ähnlich in bekannten und patentirten Maschinen vorkommen, zwar Sorge getragen worden, diese Form dient aber dem Arbeiter, der in ihr den Wickel mit Gebrauch aller seiner Finger zurecht legt, nur als Hülfsmittel und Anhaltspunkt.
Wie sonst auf dem Knie oder dem Tisch formt er hier den Einlagetabak zu einer Puppe. Hierzu mufs die Form völlig frei liegen, d. h. kein Theil der Maschine darf in der Nähe der Form über die Horizontalebene derselben hinausragen, sonst stört er den Arbeiter.
Es handelt sich dann darum, den Wickel mit der in vielen Maschinen bekannten Wickeltuchschleife zu umgeben und aus der Form auf den anschliefsenden Wickeltisch zu bringen, ohne die Structur des Wickels wieder zu zerstören. Das wesentliche Erfordernifs hierzu ist, dafs das Wickelband unter so geringem Zuge wie möglich von hinten über den Wickel gelegt wird, und dafs der Tabak fest in die Schleife, die ja den Wickel nicht auf dem ganzen Umfang umhüllt, geprefst wird, ehe er sich in dem Wickelband aus der Form auf den Wickeltisch legt.
Um den durch Umlegen des Wickeltuches entstehenden einseitigen Druck für -den Wickel unschädlich zu machen, ist ein Gegendruck erforderlich. Hierzu dienen namentlich die Finger des Arbeiters, die den Wickel nicht eher verlassen, als bis die Rollung anfängt. Um die Finger zu unterstützen, empfiehlt es sich, von der vorderen Seite der Form her eine kleine Rolle unter dem Wickeltuch ungefähr in Richtung nach der Achse des Wickels eintreten zu lassen. Zwischen ihr und der Wickelrolle spannt sich dann das Tuch in der Schleife, von beiden Seiten gezogen, an, und der Wickel hebt sich bei dem Weitergehen der Wickelrolle aus der Form und dreht sich um die kleine Gegenrolle auf dem Wickeltisch, auf dem er in bekannter Weise durch Bewegung der Wickelrolle fortgewälzt wird.
Die beschriebenen Arbeitsbewegungen, nämlich: i. das Vertheilen der Einlage im Wickel von Hand und 2. das von unten beginnende Umlegen des Wickeltuches um den gebildeten Wickel zur Schleife unter geringstem Druck, und mit Anwendung eines Gegendruckes von der freien Wickelseite, sind in ihrer Verbindung die Neuerungen, die wesentlich für die Maschine sind.
Diese Arbeitsbewegungen lassen sich durch verschiedene Mechanismen herbeiführen, wie gezeigt werden wird und wie es sich aus der verhältnifsmäfsigen Einfachheit und Bestimmtheit der Bewegungen bei dem heutigen Stande der Mechanik und Kinematik voraussehen läfst. Trotz der ausgiebigen Betheiligung der Handarbeit ist die Liefermenge eine beträchtlich gröfserere als bei reiner Handarbeit. Der Hauptvortheil liegt in der Ersparnifs von Umblättern und Deckblättern, welche auf den Wickeltisch gelegt werden, sich umrollen und bei der Gleichmäfsigkeit des Druckes nie brechen und deshalb nie doppelt genommen zu werden brauchen; das Product ist der Handarbeit mindestens ebenbürtig und viel gleichmäfsiger in den einzelnen Stücken.
Um das Wickeltuch den verschiedenen Cigarrenformen anpassen zu können, ist es in mehrere Bänder zertheilt, welche einzeln geführt und ihrer Länge nach verstellbar sind.
Um dem Abwechseln der rechten und linken Umblätter das entsprechende Abwechseln der Cigarrrenlage gegenüberstehen zu lassen, ist die Cigarrenform doppelt, so dafs durch Drehung derselben eine Form mit Spitze links an Stelle der mit Spitze rechts tritt.
Fig. ι und 2 zeigen einen Längsschnitt und eine Draufsicht der Maschine und einen theilweisen Schnitt,
Fig. 3 und 4 die Arbeitsbewegungen der Wickelwalze,
Fig. 5 und 6 Einzelanordnungen.
Der Wickeltisch A ist flach angenommen. Ueber ihn erstrecken sich mehrere Wickelbänder, nach der Zeichnung drei, welche am vorderen Ende des Wickeltisches befestigt sind.
Am hinteren Tischende befindet sich eine Cigarrenform B, durch deren Mulde die Wickelbänder W1 W2 W3 durchgehen, um unter der Streckwalze Ri durch zu ihren Spannrollen R1 R2 R3 zu gelangen. Die verschiebbare Streckwalze Ri besitzt nur so viel Gewicht, um die Wickeltücher eben glatt zu erhalten; ihr Hub ist genau begrenzt und entspricht der zur Bildung der Wickelscheife um den Wickel nöthigen Tuchlänge.
Die Bewegung der Wickelwalze R ist dadurch gekennzeichnet, dafs dieselbe aus dem Niveau der Formoberfläche hinter dem Wickel in die Höhe steigt und dann über den Wickel weggeht. Dabei findet folgender Arbeitsvorgang statt:
Während des Hochsteigens zieht die Wickelwalze von hinten Tuch nach unter der Streckwalze -R4 oder einer gleichwerthigen Vorrichtung weg, und zwar unter so geringem Zuge, dafs der Druck des Tuches auf den von Hand in der Form gebildeten Wickel diesen nicht zerstört; das zum Nachziehen zur Verfügung stehende Bandtrum ist so berechnet, dafs von ihm die Wickelbandschleife so weit um den Wickel gelegt werden kann, dafs dieser über die Hälfte umfafst ist, also nicht aus der Schleife kann, und sich in dieser nicht verändert. Ist dieser Punkt erreicht, so läfst sich das Band nicht weiter nachziehen und die weitergehende Wickelwalze zieht es fest, hebt endlich den Winkel an, dreht ihn aus der Form heraus und rollt ihn in bekannter Weise über den Tisch (Fig. 3, a, b, c und d).
Die Bewegungsform der Wickelwalze R wird in der dargestellten Construction durch eine Curvenführung D bestimmt, der Antrieb erfolgt durch zwei schwingende Arme E, in deren Schlitze der Bolzen C der Rolle R eintritt. Reibrollen D1 sind vorgesehen, der Rollenkörper R dreht sich mittelst Kugellagers c1 auf dem Bolzen C, Fig. 2.
Die durch ihr Gewicht wirkende Streckwalze Rt (die z. B. auch durch eine gleichwerthige federnde Vorrichtung ersetzt werden kann), welche ein bestimmtes Stück Tuch hergiebt, bildet in Verbindung mit der beschriebenen Bewegung der Wickelwalze das allein nothwendige Mittel, um den von Hand geformten Wickel unversehrt auf den Wickeltisch zu bringen.
Ueber den Wickeltisch schräg herüber wird das Deckblatt und darüber das Umblatt gelegt, so dafs diese sich bei dem Vorrollen des Punchs um diesen schraubenförmig herumwickeln. Am Ende des Tisches gehen Wickeltisch und Bahn aus einander, um das Herausrollen der fertigen Cigarren zu erleichtern.
Fig. 3 veranschaulicht das erste Entwickelungs stadium des Wickels.
Wenn man Cigarren verschiedener Dicke herstellen will, so mufs die Höhe der Wickelwalze R über der Form B verstellbar sein; es ist deshalb die Curvenführung D mit dem Tischgestell durch Nuthen dl und Schrauben d verbunden, welche ein Auf- und Abrücken derselben gestatten.
WTenn man die rechten und die linken Umblätter und Deckblätter, wie sie durch Zerreifsen eines Tabakblattes entstehen, hinter einander verbrauchen und richtig aufwickeln will, so wendet man zweckmäfsig eine automatisch wechselnde Form an. Die gezeichnete Form B trägt zwei Mulden, deren eine das spitze Ende rechts, die andere links hat. Diese Form liegt in Zapfen in den Gestellwänden und wird bei jedem Rückgang der Arme E um 18o° gedreht. Es ist zu diesem Zwecke ein verzahnter Bogen K vorgesehen, welcher das Zahnrad L umtreibt. Dies ist durch Sperrklinke I und Sperrrad k so mit der Form verbunden, dafs es dieselbe nur rechtsherum dreht, jedesmal um i8o°.
Die Spannrollen R1 R2 R3 dienen dazu, den Bändern W1 W2 W5 solche Länge zu geben,
dafs sie sich an den in der Form gebildeten Wickel auch an den Enden dicht anschmiegen können und die Form derselben nicht verändern.
Damit sich die Bänder nicht verschieben, ist es zweckmäfsig, dieselben' in der Nähe der Form zu führen.
Fig. 6 stellt eine Construction der Streckwalze R4 mit Führungen dar, bei welchen die Bänder sich übergreifen können.
In Fig. 5 ist eine Vorrichtung gezeichnet, welche zur Hervorbringung des in Fig. 4, α bis e, gezeichneten Arbeitsganges dient. Um den Wickel von zwei Seiten, d. h. nicht nur von hinten, sondern auch von vorn zu fassen, ist ein kleines Röllchen oder Stäbchen jRe angeordnet, dessen Bewegung von der Vorderkante nach der Mitte der Form zu so bestimmt ist, dafs sie während des Hochgehens der Wickelwalze R oder noch ein wenig länger erfolgt.
Am bequemsten wird diese Bewegung durch eine Daumenscheibe M bewirkt, welche den Hebel N, die Achse N1 und die das Röllchen R6 tragenden Arme iV2 unter Gegenwirkung der Feder F bewegt; das Röllchen Re legt das Wickeltuch von vorn um den Wickel und vermittelt eine Ausrollung desselben auf die Bahn, wie Fig. 4 sie zeigt. Zweckmäfsig bringt man hinter dem Röllchen eine kleine Platte P an, welche bei dem ersten Schritt der Rollung (Fig. 4, e) als Fortsetzung des Tisches dient.
Falls die Elasticität der Winkelbänder nicht ausreichen sollte, um das kleine Wickelbandende leicht herzugeben, welches durch Vorgehen des Röllchens R6 benöthigt wird, mufs vorn am Wickeltisch eine den Streckwalzen R4 entsprechende Vorrichtung angebracht werden, denn das Tuch darf nicht unter dem Einlagetabak durch die Form durchgezogen werden. Das Tuch ist zwischen zwei durch die Federn F1 gehaltenen Plättchen P1 P2 eingeklemmt gedacht, deren Hub durch Anschläge Q1Q2 begrenzt wird.
Die Gestalt der Daumenscheibe M kann man so wählen (strichpunktirt gezeichnet), dafs am Ende der Wickelung durch Zurückgehen des Röllchens R6 das Tuch gelockert und dadurch das Auswerfen der Cigarre erleichtert wird.

Claims (4)

Patent-Anspruch: Eine Cigarrenwickelmaschine, gekennzeichnet durch:
1. die Verbindung einer Wickelbahn A mit einer Schlitzführung D, der Treibrolle, welche sich hinter dem einen Ende der Bahn unter diese biegt, dann parallel mit ■ ihr verläuft und schliefslich sich wieder von ihr entfernt, um am Anfange der Wickelung den Wickel zusammenzudrücken und am Ende derselben frei ausrollen zu lassen;
2. die Zusammensetzung des Wickeltuches aus mehreren Wickelbändern W1 W2 W3, welche einzeln anspannbar sind, um dadurch mit derselben Maschine Cigarren verschiedener Gestalt herzustellen;
3. die drehbare Cigarrenform B, deren Höhlungen entgegengesetzt gearbeitet sind, um abwechselnd rechte und linke Wickel anfertigen bezw. rechte oder linke Umblatthälften verwenden zu können;
4. die Verbindung der Prefswalze R mit der Rolle R6 , welche während des Ansteigens von JR beim Beginn des Wickeins in die Höhlung der Form B hineintritt, um den Wickel beim Rollen von zwei Seiten zusamm enzu d rücken.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT58071D Cigarrenwickelmaschine Expired - Lifetime DE58071C (de)

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DENDAT58071D Expired - Lifetime DE58071C (de) Cigarrenwickelmaschine

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