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Blockierungseinrichtung für das Ruforgan eines Telephonapparates.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Bloekierungseinrichtung für das Ruforgan eines Telephonapparates, um die Benutzung des Apparates für Unbefugte zu verhindern. Es ist bekannt, die Blok- kierung mit Hilfe des durch Zählstromstösse der Zentrale eingestellten Gebührenanzeigers vorzunehmen.
Die Blockierung des Ruforgans erfolgt gemäss der Erfindung nach Herstellung der Verbindung beim Eintreffen des ersten Zählstromstosses und kann nur durch Handbetätigung eines Freigabeorgans wieder ausgelöst werden.
Die Zeichnung stellt beispielsweise eine Ausführungsform der Erfindung für eine Selbstansehluss- anlage dar.
Ein Elektromagnet 1, der durch die Zählstromstösse der Zentrale erregt wird, besitzt einen drehbaren Anker 2, welcher die Sperrklinke 3 trägt. Diese greift in das Sperrad 4 ein, das durch die Klinke 5 gegen Rückdrehung gesperrt wird. Das Sperrad 4 überträgt seine Drehung über die Welle 6 und die Zahnräder 10 und 21 auf die Zähltrommeln 22,25 des Gebührenanzeigers.
Der Telephonapparat der Teilnehmerstelle ist unten auf der Zeichnung schematisch dargestellt.
Der Stromstosskontakt I des Nummernsenders ist normal über die Kontakte 35', 35"kurzgeschlossen. Um eine Betätigung des Nummernsenders zu ermöglichen, muss die Aufsichtsperson auf den Druckknopf 42 drücken. Das Ende dieses Knopfes wirkt auf den umgebogenen Teil 43 des um die Achse 45 drehbaren Hebels 44. Beim Drehen des Hebels 44 gleitet sein Stift 46 auf der geneigten Kante 47 des Segments 48, das sich nun im Sinne des Pfeiles b um die Achse 60 dreht. Das Segment 48 drückt durch seinen isolierten Stift 49 auf das Federblatt 35'und öffnet den Kontakt 35', 35". Unter der Wirkung der Zugfeder 52 dreht sich der Hebel 50 und die Sperrklinke 51 hakt sich unter das Ende des Segmentes48, welches dem Stift 49 gegenübersteht, ein.
Ausserdem bringt die Drehung des Segmentes 48 das beispielsweise mit dem Wort"frei"versehene Schildchen 61 in dem im Gehäuse 63 des Apparates vorgesehenen Fenster 62 zum Erscheinen. Der Nummernsender kann infolgedessen betätigt werden.
Wenn die gewünschte Verbindung hergestellt ist, werden von der Zentrale Zählstromstösse zum Teilnehmer gesendet. Die Stromstösse werden durch den Elektromagneten 1 auf den Gebührenanzeiger 22,25 übertragen. Gleichzeitig erfolgt durch den ersten Zählstromstoss eine Blockierung des Ruforgans des Telephonapparates, u. zw. auf folgende Weise :
Auf dem Anker 2 sitzt ein Stift 53, der auf den Hebel 54 drückt. Letzterer ist durch seine Achse mit dem Hebel 55 fest verbunden. Dieser dreht sich also dann in der Richtung des Pfeiles a. Der Stellhebel 50, welcher durch den Stift 64 mit dem Hebel 55 gekuppelt ist, bewegt sich dadurch in der Richtung des Pfeiles c und die Sperrklinke 51 gibt das Segment 48 frei.
Unter dem Einfluss der Zugfeder 57 kippt das Segment 48 entgegen dem Sinn des Pfeiles b, das Täfelchen 61 verschwindet aus dem Fenster 62, und der Isolierstift 49 gibt die Kontaktfeder 35'frei. Der Kontakt 35', 35"schliesst sich, überbrückt den Stromstosskontakt I und jeder spätere Verbindungsversuch mittels des Nummernsenders ist verhindert, solange nicht die Überwachungsperson erneut auf den Knopf drückt.
Ist aus irgendeinem Grunde, nachdem auf den Knopf 42 gedrückt wurde, keine Verbindung erzielt worden, so ist es möglich, soll der Telephonapparat nicht dauernd für einen Anruf frei bleiben, ihn durch Druck auf den Knopf 58 zu blockieren. Der Knopf 58 wirkt auf den Hebel 59, der an der Schrägfläche 56 des Hebels 50 angreift und die Sperrklinke 51 freimacht, wodurch wieder, wie oben beschrieben, der Kontakt 35', 35"geschlossen wird.
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Wenn der Gebührenanzeiger ein Zählwerk besitzt, das nach jedem Gespräch auf Null zurückgestellt werden muss, kann die Nullstellvorriehtung mit der Freigabe der Überbrückung des Stromstosskontaktes des Nummernsenders kombiniert werden. Bei Betätigung des Knopfes 2 wird also nicht nur das Ruforgan des Telephonapparates freigegeben, sondern auch das Zählwerk auf Null zurückgestellt. Die Nullrückstellung muss ein wenig der Freigabe der Blockierungsvorrichtung vorangehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Blockierungseinrichtung für das Ruforgan eines Telephonapparates mit Hilfe eines durch Zählstromstösse der Zentrale eingestellten Gebührenanzeigers, dadurch gekennzeichnet, dass die Blokkierung des Ruforgans nach Herstellung der Verbindung beim Eintreffen des ersten Zählstromstosses erfolgt und nur durch Handbetätigung eines Freigabeorgans wieder ausgelöst werden kann.