DE605754C - Spannungsrueckgangs-Ausloeseeinrichtung mit Zeitverzoegerung fuer einen Selbstschalter - Google Patents

Spannungsrueckgangs-Ausloeseeinrichtung mit Zeitverzoegerung fuer einen Selbstschalter

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Publication number
DE605754C
DE605754C DES95833D DES0095833D DE605754C DE 605754 C DE605754 C DE 605754C DE S95833 D DES95833 D DE S95833D DE S0095833 D DES0095833 D DE S0095833D DE 605754 C DE605754 C DE 605754C
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DE
Germany
Prior art keywords
switch
release
magnet
arrangement according
voltage drop
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Expired
Application number
DES95833D
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Kergel
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VEM Sachsenwerk GmbH
Original Assignee
Sachsenwerk Licht und Kraft AG
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Publication date
Application filed by Sachsenwerk Licht und Kraft AG filed Critical Sachsenwerk Licht und Kraft AG
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Application granted granted Critical
Publication of DE605754C publication Critical patent/DE605754C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H83/00Protective switches, e.g. circuit-breaking switches, or protective relays operated by abnormal electrical conditions otherwise than solely by excess current
    • H01H83/12Protective switches, e.g. circuit-breaking switches, or protective relays operated by abnormal electrical conditions otherwise than solely by excess current operated by voltage falling below a predetermined value, e.g. for no-volt protection

Landscapes

  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
19. NOVEMBER 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21c GRUPPE 68 oi
Bekannt sind Spannungsrückgangs-Auslöseeinrichtungen mit Zeitverzögerung für Selbstschalter. Bei diesen Selbstschaltern wirken die Auslösevorrichtungen auf die zwisehen der Betätigungs- und der Antriebswelle des Schalters sitzende Freilaufkupplung. Soweit man dabei einen! mechanischen Auslösekraftspeicher benutzt hat, wurde dieser.bei der Ausschaltbewegung der Betätigungswelle zwecks Wiedereinlegens des Kupplungsschlosses aufgeladen. Das Zeitwerk war bei diesen bekannten Anordnungen derart angeordnet, daß es durch den fallenden Anker des Nullspannungsmagnetes erst überwunden werden mußte, bevor der Anker nach Betätigung und vollständigem Ablauf des Zeithemmwerkes die Entriegelung des Kraftspeichers herbeiführen konnte, der seinerseits das Klinkenschloß für den Schalter freigibt, so daß dieser dann in die Ausschaltstellung übergeführt wird. Eine solche Anordnung ist also stets abhängig von dem Ablauf des Zeitwerkes. Eine sofortige Auslösung des Schalters beim Einschalten in Form der bekannten Schnellauslösung ist mit dieser bekannten Anordnung also nicht zu erreichen.
Die Erfindung geht nun von der Erkenntnis aus, daß es von Vorteil ist, wenn bei unerwünschten Betriebszuständen der Schalter unmittelbar beim oder nach dem Einlegen sofort mit Schnellauslösung wieder in die Ausschaltstellung zurückfallen kann. Sie löst diese Aufgabe, indem erfindungsgemäß der Auslösekraftspeicher für die Kupplung nur nach Aufzug des Zeitwerkes durch den Spannung führenden Auslösemagnet in Eingriff, mit seiner Sperrklinke kommt. Erhält der Auslösemagnet keine Spannung, also· wird das Zeitwerk nicht aufgezogen, so verriegelt dieses die Sperrklinke außerhalb ihrer Sperrlage, so daß während der Einschaltbewegung der Betätigungswelle der Kraftspeicher zur Entladung kommt undi eine unverzögerte Auslösung des Schalters herbeiführt.
Die Abb. 1 bis 5 der Zeichnung veranschauliehen Ausführungsbeispiele der Erfindung in schematischer Darstellung. Es zeigen: Abb. 1 die Auslöseeinrichtung bei eingelegtem Schalter,-Abb. 2 bei geöffnetem Schalter, nachdem die Freilaufkupplung wirksam wurde, Abb. 3 bzw. 4 den Schalter für das Wiedereinlegen vorbereitet beim Anschluß des Auslösemagnets vor bzw. nach dem Schalter und Abb. S eine zweiphasige Ausbildung der Einrichtung· in der »Ein«-Stellung.
Fällt in dem Schema nach Abb. 1 beim Ausbleiben oder zu starkem Absinken der Spannung an dem Auslösemagnet wegen mangelnder Zugkraft der Spule 1 der Kern 2 herunter, so wird sich der Kraftspeicher 3 über
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Hermann Kergel in Radeberg, Sa.
den Doppelhebel 4 durch Überwindung des Zeithemmwerkes 5 entladen. Nach einer Zeit entsprechend der Einstellung am Hemmwerk 5 trifft der im Uhrzeigersinne gedrehte Doppelhebel 4 auf die Verriegelungsklinke 6 des Hammers 7 der mechanischen Auslösevorrichtung und gibt diesen zur Umsetzung seiner potentiellen Energie frei. Der Hammer 7 trifft beim Herabfallen auf einen Schenkel des Winkelhebels 8, so daß dessen anderer Schenkel gegen das eine Ende des als Freilaufkupplung· wirkenden Hebels 9 schlägt und die Kupplung zwischen diesem und dem Schaltbrudcenträger ι ο des Schalters S gelöst wird. Hebel 9 ist drehbar gelagert am Hebel 11, der mit der Kurvenscheibe 12 und dem Handrad 13 auf der durch ihre Mittellinie angedeuteten Betätigungswelle des Schalters sitzt.
Die bei diesem Vorgang erreichte Endstellung der einzelnen Teile ist in Abb. 2 festgelegt.
Die Betätigungswelle des Schalters befindet sich, noch in der »Ein«-Stellung. Sie muß im Uhrzeigersinne zurückgedreht werden, damit durch den Hebel die Freilaufkupplung zwischen der Schalterwelle' und dem Schaltorgan für die Wiedereinschaltung hergestellt ist.
Diese Stellung der in Frage kommenden Teile veranschaulichen die Abb. 3 und 4. Der Auslöser nach dem Schema in Abb. 3 ist vor dem Schalter an das Netz gelegt. Es ist angenommen, die Spannung sei unterdessen wieder vorhanden bzw. die Spannungsabsenkung vorbei. Der Auslösemagnet befindet sich daher bereits wieder in der »Ein«-Stellung. Der Auslöser nach Abb. 4 ist hinter dem Schalter an das Netz gelegt, der Auslösemagnet daher ungeachtet vorhandener Spannung vor dem Schalter m der »Aus«-Stellung.
Beim Vorbereiten des Schalters für die Wiedereinschaltung durch Rückführung der Betätigungswelle wird der Hammer 7 in die Arbeitsstellung gebracht, indem der Umfang der Kurvenscheibe 12 an der Rolle 14 des Hammers 7 vorbeigeführt und dieser dadurch entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne angehoben wird. Hierbei hebt der Hammer 7 mit seinem abgerundeten Kopfteil seine Verriegelungsklinke 6 an, bis diese nach Erreichen seiner Arbeitsstellung einfällt.
Nach Abb. 4 wird man die Kurvenscheibe 12 zweckmäßig so ausbilden, daß der Hammer 7 bereits seine Arbeitsstellung erreicht hat, bevor die Schalterkontakte geschlossen werden und somit die Spule 1 an Spannung gelegt ist. Sollte in beiden Fällen (Abb. 3 und 4) beim Einlegen des Schalters noch keine Spannung wieder vorhanden sein, so fällt der Hammer 7 nach dem Abgleiten seiner Rolle 14 von dem Umfang der Scheibe 12 wieder herunter und löst durch Aufschlagen auf den Winkelhebel 8 die Freilaufkupplung zwischen und 10.
Nach Abb. 5 sind zwei Nullspannungsmagnete 1-2 und 15-16 für einen zweiphasigen Schutz vorgesehen. Der Hebel 4 steht über eine drehbar mit Federung im Uhrzeigersinne gelagerte Klinke 17 mit dem Schwenkhebel 18 in Verbindung, auf den der Nullspannungsmagnet 15-16 arbeitet. Nur dieser Magnet kann beim Ansprechen den Kraftspeicher 3 aufladen. Der Nullspannungsmagnet 1-2 steuert einen Hebel 19 für die Entriegelung der Hebel 18 und 4. Fällt der Anker 16 ab, so dreht sich der Hebel 18 mit der Klinke 17 im Uhrzeigersinne, und der Hebel 4 eilt nach. Löst der Nullspannungsmagnet 1-2 aus, so wird die Verriegelung der Hebel 18 und 4 durch Drehung des Klinkenhebels 17 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne unter der Wirkung des abfallenden Ankers 2 mittels des Hebels 19 aufgehoben. Der Hebel 18 wird bei diesem Vorgang zunächst nicht beeinflußt.

Claims (6)

  1. Patentansprüche:
    ι . Spannungsrückgangs-Auslösevorrichtung mit Zeitverzögerung für einen Selbstschalter, welche auf dessen zwischen seiner Betätigungs- und seiner Antriebswelle sitzende Freilaufkupplung wirkt, und deren mechanischer Auslösekraftspeicher bei der Ausschaltbewegung der Betätigungswelle zwecks Wiedereinlegens des Kupplungsschlosses aufgeladen wird, ' dadurch gekennzeichnet, daß der Auslösekraftspeicher (7) für die Kupplung (8-9-10) nur nach Aufzug des Zeitwerkes
    (5) durch den Spannung führenden Auslösemagnet (1, 2) in Eingriff mit seiner Sperrklinke (6) kommt, während bei spannungslosem Auslösemagnet (1, 2) das nicht aufgezogene Zeitwerk (5) die Klinke
    (6) außerhalb ihrer Sperrlage verriegelt,
    so daß während der Einschaltbewegung der Betätigungswelle (13) der Kraftspeicher (7) zur Entladung kommt und eine unverzögerte Auslösung des Schalters (S) herbeiführt.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Segment (12) an der Betätigungswelle (13) des Schalters den Speicher (7) während des Einlegens des Schalters (S) auflädt und wieder freigibt.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2 mit vor dem Schalter an das Netz gelegtem Auslösemagnet, dadurch gekennzeichnet, daß das Segment (12) für eine Freigabe des Kraftspeichers (7) vor gegenseitiger Berührung der Schalterkontakte (S) bemessen ist (Abb. 3).
    Il.
  4. 4· Anordnung nach Anspruch ι und 2 mit hinter dem Schalter an das Netz gelegtem Auslösemagnet, dadurch gekennzeichnet, daß das Segment (12) für eine Freigabe des Auslösekraftspeichers (7) bei der ersten Berührung der Schalterkontakte (vS") bemessen ist (Abb. 4).
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 4 für mehrphasige Netze, dadurch gekennzeichnet, daß den Durchgangsleitungen des Netzes mehrere Spannungsrückgangs-Auslösemagnete (1,2 und. 15,16), bei dreiphasigem Netz mindestens zwei, in entsprechender Schaltung zugeordnet sind (Abb. S). .
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufziehen des Zeitwerkes (5) auch das bei vorhandener Spannung eintretende Ansprechen aller übrigen Spannungsrückgangs-Auslösemagnete (i, 2 und 15,16) gestattet und daß unabhängig voneinander jeder einzelne Auslösemagnet (1,2 oder 15, 16) den Ablauf de» Zeitwerkes (5) und somit die Auslösung des Schalters herbeiführen kann (Abb. 5).
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen,
DES95833D 1929-12-24 1929-12-24 Spannungsrueckgangs-Ausloeseeinrichtung mit Zeitverzoegerung fuer einen Selbstschalter Expired DE605754C (de)

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