AT132895B - Einrichtung zur Übermittlung von Nachrichten unter Verwendung des bestehenden Telephonnetzes beliebigen Zentralensystemes. - Google Patents

Einrichtung zur Übermittlung von Nachrichten unter Verwendung des bestehenden Telephonnetzes beliebigen Zentralensystemes.

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AT132895B
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    Einrichtung zur Übermittlung von Nachrichten unter Verwendung des bestehenden Telephonnetzes beliebigen Zentralensystemes.   



   Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung der durch das Patent Nr.   H7ss96   ge-   schützten   Einrichtung zur Übermittlung von Nachrichten unter Verwendung des bestehenden Telephonnetzes beliebigen Zentralensystems und besteht in einer, jeder   beliebigen Netztelephon-   station zuschaltbaren Signalvorrichtung mit   Kontrollvorrichtungen für   die Anzahl der Rufe an die Rufmeldezentrale. Die erwähnte   Signalvorrichtung   ist entweder als   Münzkassiereinrichtung   ausgebildet oder aber bloss durch ein   mechanisches   Gestänge   auslöshar, welch letzteres gleich-   zeitig ein nicht   rückstellbares   Kontrollzählwerk weiterschaltet.

   Ein weiteres Kennzeichen der 
 EMI1.1 
 derung von Missbräuchen oder von Fehlregistrierungen. 



   Durch die beschriebene besondere Ausbildung der Einrichtung ist der Verkehr bzw. die Mitteilungsaufgabe oder der Mitteilungsempfang mit der Rufmeldezentrale nicht auf die selbstkassierenden, öffentlichen Münz-Fernsprechstellen des Netzes beschränkt, sondern kann vielmehr jede beliebige Privattelephonstation, welche mit der Zusatzeinrichtung versehen wird, als Sendeoder Empfangsstation für Nachrichten nach oder von der Rufmeldezentrale verwendet werden, wobei die Kontrolle für die Anzahl der Rufe entweder bei Ausbildung der Signalvorrichtung als   Münzkassiereinrichtung   durch den Kasseninhalt derselben, bei Betätigung der Signalvorrichtung durch ein mechanisches Gestänge hingegen durch ein Kontrollzählwerk möglich ist. 



   Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der zuschaltbaren   Signalvorrichtuug   dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Schnitt durch die in einem Kästchen vereinigte Signalvorrichtung mit mechanischer Auslösung, Fig.   2 ein zugehöriges Schaltungsschema,   Fig. 3 eine Ansicht mit teilweisem Schnitt einer andern Ausführungsform und Fig. 4 das zugehörige elektrische   Schaltungsschema.   



   Gemäss Fig. 1 besteht die Signalvorrichtung aus einem Gehäuse   1,   in welchem der Ton- 
 EMI1.2 
 wobei dem Tongeber unmittelbar benachbart ein   SignalmikropllOll S11I   angeordnet ist, welches in der später beschriebenen Art mit dem betreffenden Telephonapparat elektrisch verbunden wird. 



   Zur Betätigung des Hammers   1I   dient im einfachsten (nicht gezeichneten) Ausführungsfall ein Münzenhebel, welcher durch den Einwurf der   Anschlussgebühr   für die   Nachrichtenzentrale   verschwenkt wird und auf den Hammer   H   einwirkt, oder aber der Hammer H kann selbst als   Münzhebel   ausgebildet sein. In diesem Fall wird im Gehäuse 1 eine   Münzensammelkasse   eingeordnet, deren Inhalt in einfachster Weise eine Kontrolle für die Anzahl der Rufe an die Rufmeldezentrale bildet. 



   Da jedoch bei Privattelephonstationen die fallweise Gebühreneinzahlung umständlich und unpraktisch ist, kann die Signalauslösung auch durch   Tasterdruck,     Schlüsselverdrehung od. dg].   erfolgen, wobei für die Anzahl der Rufe entsprechende   Kontrollvorrichtllngen   im Gehäuse 1 vorgesehen sein müssen um die   Summengebühr   in bestimmten Zeitintervallen sodann einheben zu können. 

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     Gemäss   Fig. 1 ist hiezu im   Gehäuse 1 ein   Taster T eingebaut, der durch die Feder F immer in seine obere Stellung gedrückt wird, in welcher ein mit dem Taster in Verbindung stehender Bund B den elektrischen Kontakt   FP   kurzschliesst. Unterhalb des Bundes B und in die Bahn desselben beim   Niederdrücken   des Tasters 7', ragt sowohl das freie Ende des ab Schwenkhebels ausgebildeten Hammers H, das zu diesem Zweck mit einer   Klinke   K versehen ist, als auch   der Betätigungshebel   eines   Zählwerkes J ?   beliebiger Konstruktion. 



   Ruft nun der Teilnehmer die Rufmeldezentrale auf, um entweder eine Nachricht gebührenpflichlig zu hinterlegen oder gebührenpflichtig zu empfangen, so muss er an dieselbe ein Signal abgeben, um anzuzeigen. dass er berechtigt ist. Leistungen von der Nachrichtenzentrale zu empfangen. Zu diesem Zwecke drückt er bei bestehender Verbindung den Taster   T vorüber-   gehend nieder. Dadurch wird durch den Bund B des Tasters T die   Klinke K ebenfalls   nieder- 
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 ist starr verbunden mit einem Signalmikrophon   jS   so dass dieser Gloekenton direkt in die bestehende Verbindung übertragen werden kann.

   Die elektrische Schaltung des Signalmikro- phons   ist   in Fig. 2 dargestellt, gemäss welcher das Signalmikrophon in die Schleifen- leitung   rt   eingeschaltet und durch einen steuerbaren Kurzschluss im Federpaket FP normalerweise kurzgeschlossen Ist. Die Aufhebung des Kurzschlusses erfolgt durch Druck des Tasters T, wobei durch die Entlastung des Federpakets vom Druck der Feder F die beiden
Lamellen   sich-öffnen (rig. 1)   und das Signalmikrophon demnach in Schleife einschalten. Da in dieser Stellung des Tasters T auch die Signalgebung erfolgt, wird der Glockenton durch das Signalmikrophon SM sonach bei Tasterdruck unmittelbar in die Zentrale übertragen.

   Beim
Loslassen des Tasters T drückt die Feder   F den Bund B wieder   auf das   Federpaket FP,   welches dadurch wieder kurzgeschlossen wird und das Signalmikrophon   8JI   in der   ( (-Leitung   stromlos macht. Aus   Sicherheitsgründen   wird parallel zum Mikrophon Sm eine Drossel Dr gelegt, um eine Unterbrechung der Verbindung bei schlecht lagerndem Kohlengriess zu verhindern. 



   Zur Kontrolle der Anzahl der Rufe an die Rufmeldezentrale   wird ausserdem bei jedmaligem     Niederdrücken   des Tasters der Zähler Z um eine Ziffer fortgeschaltet. Der Zähler ist hiebei so gebaut, dass er auch bei fortgesetzem Tasterdruck niemals in die Nullstellung zurückgebracht werden kann, sondern auch aus der höchsten Ziffernstellung nur durch das befugte Revisionsorgan wieder auf Null zurückgestellt werden kann. 



   Die beschriebene Einrichtung hat jedoch den Mangel, dass bei jedem   Niederdrücken   des Tasters, sei es auch unabsichtlich durch Auflegen schwererer Gegenstände auf das Kästchen oder unsachgemässe Bedienung des Tasters, eine Verstellung des Zählers bewirkt und dadurch mehr Gespräche registriert werden als tatsächlich geführt werden. 



   Bei der Ausführung   gemäss   Fig. 3 und 4 ist dieser Nachteil   belieben,   bei welcher Ausführungsform sowohl die Signalabgabe als auch die Zählwerksfoitschaltung über mechanische Auslösung elektrisch erfolgt. 



   Zu diesem Zwecke wird in die Schleife   a-b   parallel zur Station eine Brückenschaltung eingebaut, welche einen Tongeber Bi-   (z.   B. elektrischen Brummer) und einen elekrischen Zähler Z enthält und durch einen Wechselschalter   FP,   fallweise in Schleife gelegt wird. 



   In der einfachsten Ausführung wird der Wechselschalter FP1 von Hand aus   betätigt.   indem er beispielsweise als Taster ausgebildet ist und durch   Drücken   desselben während des Gespräches mit der Rufmeldezentrale das Federpaket   FP1     vorübergehend   umgelegt und die Stationsschleife a-b unterbrechungslos von der Telephonstation weg und auf die Brummer und Zähler enthaltende Brücke geschaltet wird. Dadurch bekommt der Zähler Z einen Stromimpuls, schaltet einen Schritt weiter und gleichzeitig gibt der Brummer   Br.   der auf einen beliebigen charakteristischen Summerton eingestellt werden kann, das akustische Zeichen zur Zentrale.

   Diese Anordnung hat den Vorteil, dass nur bei stromdurchflossener Leitung eine Zählung vorgenommen werden kann, so dass   Tasterdrueke   bei aufgelegtem Hörer keine Verstellung des Zählers bewirken. 



   Um nun wegen der leichteren Kontrolle und der Verhinderung von   Missbräuchen   Signale von gleichbleibender Dauer zu bekommen. muss die Umschaltung des Federpaketes   FP1   zwar durch den   Tasterdruck ausgelöst   werden, darf aber dann nicht mehr von der Dauer des Nieder-   drückens des   Tasters beeinflusst werden können. 



   Dies kann beispielsweise so erreicht werden, wie es in Fig. 3 dargestellt ist. Der Taster   Tb   der wieder durch eine Feder in die Ruhelage hinaufgepresst wird, besitzt an seinem unteren Ende eine Klinke 11.   Beim Niederdrücken   legt sich diese Klinke gegen einen Stift St einer Steuerscheibe   Pi,   und verdreht diese dadurch entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn. Die starke Vorschubfeder V leistet dabei im Anfang starken Widerstand, u. zw. so lange, bis der Stift   8t2, der   sich gerade an die Feder legt, letztere so weit herausgedrückt hat. dass nun 

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 seinerseits der flache Teil V der Vorschubfeder V den inzwischen etwas vorgerückten Stift nachpresst und so ein schnappartiges Fortspringen der Steuerscheibe R bewirkt.

   Während dieses schnappartigen Vorspringens legt ein anderer Stift   Sti   der Steuerscheibe das   Federpaket pli   vorübergehend um. Dieser Vorgang ist bereits unabhängig von der Stellung des Tasters   Ti.   



   Wird nun der Taster   1   losgelassen und geht hoch, so klinkt sich hiebei die   Klinke-AT wieder   in den dem Stift 8t1 folgenden Stift ein und macht den Apparat zur Abgabe eines neuen
Signales bereit. 



   Die beschriebenen Ausführungen der Einrichtung begrenzen naturgemäss den Umfang der
Erfindung nicht. So kann an Stelle der Glocke oder des Brummers naturgemäss ein anderer
Tongeber (Stimmgabel, Gong od. dgl.) verwendet bzw. eine Signalgebung durch Potential- veränderung in der Leitung oder andere bekannte Signalmethoden erreicht werden. 



   An Stelle des Tasters   ?'kann   auch ein Schlüssel (Steckschlüssel) für die Auslösung der
Signalgebung verwendet werden, um eine unbefugte Benutzung des Zusatzapparates zu ver- hindern. 



   In allen Fällen wird durch die jeder Telephonstation zuschaltbare Zusatzeinrichtung eben- sowohl die Signalgebung für die Rufmeldezentrale als auch die Kontrolle der Rufanzahl ermöglicht, wodurch jede beliebige Netzstation dem   Nachrichtenübermitilungssystem   gegen Gebührenzahlung eingeordnet werden kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung nach Patent Nr. 127696, gekennzeichnet durch eine jeder beliebigen Netztelephonstation zuschaltbar Signalvorrichtung mit Kontrollvorrichtungen für die Anzahl der
Rufe an die Rufmeldezentrale.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass die zuschaltbar Signalvorrichtung als Münzkassiervorrichtung ausgebildet ist, deren Münzenhebel das Signal auslöst und deren Kasseninhalt die Zahl der Rufe anzeigt.
    3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalvorrichtung durch ein mechanisches Gestänge (Taster. Schlüsseiod. dgl. ) ausgelöst wird. welches gleich- zeitig ein nicht rückstellbares Kontrollzählwerk weiterschaltet.
    4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zuschaltbar Signaleinrichtung einen Tongeber mit zugeordnetem, in Schleife eingeschaltetem Signalmikrophon mit steuerbarem Eigenkurzschluss enthält. dessen Kurzschluss bei Betätigung der Signalvorrichtung aufgehoben wird.
    5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalvorrichtung mit elektrisch betriebenem Tongeber und Zählwerk in einer Brücke parallel zur Station durch einen Wechselschalter in Schleife eingeschaltet wird.
    6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Wechselschalter mit einer eigenen Hilfssteuervorrichtung versehen ist, welche durch den Tasterdruck vorgespannt wird, jedoch die Wechselschaltereinschaltung nur in einem vorgegebenen Zeitmass zulässt und selbsttätig nach Zeitablauf wieder abschaltet.
    7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfs- steuervorrichtung aus einer klinkengeschalteten, federgespannten Steuerscheibe besteht, durch deren Verdrehung der Wechselschalter für die Signalvorrichtung in der Brückenschaltung gesteuert wird.
AT132895D 1930-07-16 1930-08-20 Einrichtung zur Übermittlung von Nachrichten unter Verwendung des bestehenden Telephonnetzes beliebigen Zentralensystemes. AT132895B (de)

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