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Einrichtung zur Übermittlung von Nachrichten unter Verwendung des bestehenden Telephonnetzes beliebigen Zentralensystemes.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung der durch das Patent Nr. H7ss96 ge- schützten Einrichtung zur Übermittlung von Nachrichten unter Verwendung des bestehenden Telephonnetzes beliebigen Zentralensystems und besteht in einer, jeder beliebigen Netztelephon- station zuschaltbaren Signalvorrichtung mit Kontrollvorrichtungen für die Anzahl der Rufe an die Rufmeldezentrale. Die erwähnte Signalvorrichtung ist entweder als Münzkassiereinrichtung ausgebildet oder aber bloss durch ein mechanisches Gestänge auslöshar, welch letzteres gleich- zeitig ein nicht rückstellbares Kontrollzählwerk weiterschaltet.
Ein weiteres Kennzeichen der
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derung von Missbräuchen oder von Fehlregistrierungen.
Durch die beschriebene besondere Ausbildung der Einrichtung ist der Verkehr bzw. die Mitteilungsaufgabe oder der Mitteilungsempfang mit der Rufmeldezentrale nicht auf die selbstkassierenden, öffentlichen Münz-Fernsprechstellen des Netzes beschränkt, sondern kann vielmehr jede beliebige Privattelephonstation, welche mit der Zusatzeinrichtung versehen wird, als Sendeoder Empfangsstation für Nachrichten nach oder von der Rufmeldezentrale verwendet werden, wobei die Kontrolle für die Anzahl der Rufe entweder bei Ausbildung der Signalvorrichtung als Münzkassiereinrichtung durch den Kasseninhalt derselben, bei Betätigung der Signalvorrichtung durch ein mechanisches Gestänge hingegen durch ein Kontrollzählwerk möglich ist.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der zuschaltbaren Signalvorrichtuug dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Schnitt durch die in einem Kästchen vereinigte Signalvorrichtung mit mechanischer Auslösung, Fig. 2 ein zugehöriges Schaltungsschema, Fig. 3 eine Ansicht mit teilweisem Schnitt einer andern Ausführungsform und Fig. 4 das zugehörige elektrische Schaltungsschema.
Gemäss Fig. 1 besteht die Signalvorrichtung aus einem Gehäuse 1, in welchem der Ton-
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wobei dem Tongeber unmittelbar benachbart ein SignalmikropllOll S11I angeordnet ist, welches in der später beschriebenen Art mit dem betreffenden Telephonapparat elektrisch verbunden wird.
Zur Betätigung des Hammers 1I dient im einfachsten (nicht gezeichneten) Ausführungsfall ein Münzenhebel, welcher durch den Einwurf der Anschlussgebühr für die Nachrichtenzentrale verschwenkt wird und auf den Hammer H einwirkt, oder aber der Hammer H kann selbst als Münzhebel ausgebildet sein. In diesem Fall wird im Gehäuse 1 eine Münzensammelkasse eingeordnet, deren Inhalt in einfachster Weise eine Kontrolle für die Anzahl der Rufe an die Rufmeldezentrale bildet.
Da jedoch bei Privattelephonstationen die fallweise Gebühreneinzahlung umständlich und unpraktisch ist, kann die Signalauslösung auch durch Tasterdruck, Schlüsselverdrehung od. dg]. erfolgen, wobei für die Anzahl der Rufe entsprechende Kontrollvorrichtllngen im Gehäuse 1 vorgesehen sein müssen um die Summengebühr in bestimmten Zeitintervallen sodann einheben zu können.
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Gemäss Fig. 1 ist hiezu im Gehäuse 1 ein Taster T eingebaut, der durch die Feder F immer in seine obere Stellung gedrückt wird, in welcher ein mit dem Taster in Verbindung stehender Bund B den elektrischen Kontakt FP kurzschliesst. Unterhalb des Bundes B und in die Bahn desselben beim Niederdrücken des Tasters 7', ragt sowohl das freie Ende des ab Schwenkhebels ausgebildeten Hammers H, das zu diesem Zweck mit einer Klinke K versehen ist, als auch der Betätigungshebel eines Zählwerkes J ? beliebiger Konstruktion.
Ruft nun der Teilnehmer die Rufmeldezentrale auf, um entweder eine Nachricht gebührenpflichlig zu hinterlegen oder gebührenpflichtig zu empfangen, so muss er an dieselbe ein Signal abgeben, um anzuzeigen. dass er berechtigt ist. Leistungen von der Nachrichtenzentrale zu empfangen. Zu diesem Zwecke drückt er bei bestehender Verbindung den Taster T vorüber- gehend nieder. Dadurch wird durch den Bund B des Tasters T die Klinke K ebenfalls nieder-
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ist starr verbunden mit einem Signalmikrophon jS so dass dieser Gloekenton direkt in die bestehende Verbindung übertragen werden kann.
Die elektrische Schaltung des Signalmikro- phons ist in Fig. 2 dargestellt, gemäss welcher das Signalmikrophon in die Schleifen- leitung rt eingeschaltet und durch einen steuerbaren Kurzschluss im Federpaket FP normalerweise kurzgeschlossen Ist. Die Aufhebung des Kurzschlusses erfolgt durch Druck des Tasters T, wobei durch die Entlastung des Federpakets vom Druck der Feder F die beiden
Lamellen sich-öffnen (rig. 1) und das Signalmikrophon demnach in Schleife einschalten. Da in dieser Stellung des Tasters T auch die Signalgebung erfolgt, wird der Glockenton durch das Signalmikrophon SM sonach bei Tasterdruck unmittelbar in die Zentrale übertragen.
Beim
Loslassen des Tasters T drückt die Feder F den Bund B wieder auf das Federpaket FP, welches dadurch wieder kurzgeschlossen wird und das Signalmikrophon 8JI in der ( (-Leitung stromlos macht. Aus Sicherheitsgründen wird parallel zum Mikrophon Sm eine Drossel Dr gelegt, um eine Unterbrechung der Verbindung bei schlecht lagerndem Kohlengriess zu verhindern.
Zur Kontrolle der Anzahl der Rufe an die Rufmeldezentrale wird ausserdem bei jedmaligem Niederdrücken des Tasters der Zähler Z um eine Ziffer fortgeschaltet. Der Zähler ist hiebei so gebaut, dass er auch bei fortgesetzem Tasterdruck niemals in die Nullstellung zurückgebracht werden kann, sondern auch aus der höchsten Ziffernstellung nur durch das befugte Revisionsorgan wieder auf Null zurückgestellt werden kann.
Die beschriebene Einrichtung hat jedoch den Mangel, dass bei jedem Niederdrücken des Tasters, sei es auch unabsichtlich durch Auflegen schwererer Gegenstände auf das Kästchen oder unsachgemässe Bedienung des Tasters, eine Verstellung des Zählers bewirkt und dadurch mehr Gespräche registriert werden als tatsächlich geführt werden.
Bei der Ausführung gemäss Fig. 3 und 4 ist dieser Nachteil belieben, bei welcher Ausführungsform sowohl die Signalabgabe als auch die Zählwerksfoitschaltung über mechanische Auslösung elektrisch erfolgt.
Zu diesem Zwecke wird in die Schleife a-b parallel zur Station eine Brückenschaltung eingebaut, welche einen Tongeber Bi- (z. B. elektrischen Brummer) und einen elekrischen Zähler Z enthält und durch einen Wechselschalter FP, fallweise in Schleife gelegt wird.
In der einfachsten Ausführung wird der Wechselschalter FP1 von Hand aus betätigt. indem er beispielsweise als Taster ausgebildet ist und durch Drücken desselben während des Gespräches mit der Rufmeldezentrale das Federpaket FP1 vorübergehend umgelegt und die Stationsschleife a-b unterbrechungslos von der Telephonstation weg und auf die Brummer und Zähler enthaltende Brücke geschaltet wird. Dadurch bekommt der Zähler Z einen Stromimpuls, schaltet einen Schritt weiter und gleichzeitig gibt der Brummer Br. der auf einen beliebigen charakteristischen Summerton eingestellt werden kann, das akustische Zeichen zur Zentrale.
Diese Anordnung hat den Vorteil, dass nur bei stromdurchflossener Leitung eine Zählung vorgenommen werden kann, so dass Tasterdrueke bei aufgelegtem Hörer keine Verstellung des Zählers bewirken.
Um nun wegen der leichteren Kontrolle und der Verhinderung von Missbräuchen Signale von gleichbleibender Dauer zu bekommen. muss die Umschaltung des Federpaketes FP1 zwar durch den Tasterdruck ausgelöst werden, darf aber dann nicht mehr von der Dauer des Nieder- drückens des Tasters beeinflusst werden können.
Dies kann beispielsweise so erreicht werden, wie es in Fig. 3 dargestellt ist. Der Taster Tb der wieder durch eine Feder in die Ruhelage hinaufgepresst wird, besitzt an seinem unteren Ende eine Klinke 11. Beim Niederdrücken legt sich diese Klinke gegen einen Stift St einer Steuerscheibe Pi, und verdreht diese dadurch entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn. Die starke Vorschubfeder V leistet dabei im Anfang starken Widerstand, u. zw. so lange, bis der Stift 8t2, der sich gerade an die Feder legt, letztere so weit herausgedrückt hat. dass nun
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seinerseits der flache Teil V der Vorschubfeder V den inzwischen etwas vorgerückten Stift nachpresst und so ein schnappartiges Fortspringen der Steuerscheibe R bewirkt.
Während dieses schnappartigen Vorspringens legt ein anderer Stift Sti der Steuerscheibe das Federpaket pli vorübergehend um. Dieser Vorgang ist bereits unabhängig von der Stellung des Tasters Ti.
Wird nun der Taster 1 losgelassen und geht hoch, so klinkt sich hiebei die Klinke-AT wieder in den dem Stift 8t1 folgenden Stift ein und macht den Apparat zur Abgabe eines neuen
Signales bereit.
Die beschriebenen Ausführungen der Einrichtung begrenzen naturgemäss den Umfang der
Erfindung nicht. So kann an Stelle der Glocke oder des Brummers naturgemäss ein anderer
Tongeber (Stimmgabel, Gong od. dgl.) verwendet bzw. eine Signalgebung durch Potential- veränderung in der Leitung oder andere bekannte Signalmethoden erreicht werden.
An Stelle des Tasters ?'kann auch ein Schlüssel (Steckschlüssel) für die Auslösung der
Signalgebung verwendet werden, um eine unbefugte Benutzung des Zusatzapparates zu ver- hindern.
In allen Fällen wird durch die jeder Telephonstation zuschaltbare Zusatzeinrichtung eben- sowohl die Signalgebung für die Rufmeldezentrale als auch die Kontrolle der Rufanzahl ermöglicht, wodurch jede beliebige Netzstation dem Nachrichtenübermitilungssystem gegen Gebührenzahlung eingeordnet werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung nach Patent Nr. 127696, gekennzeichnet durch eine jeder beliebigen Netztelephonstation zuschaltbar Signalvorrichtung mit Kontrollvorrichtungen für die Anzahl der
Rufe an die Rufmeldezentrale.