AT151297B - Verfahren zum Hopfen von Bierwürze mit Hopfenextrakt. - Google Patents
Verfahren zum Hopfen von Bierwürze mit Hopfenextrakt.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Hopfen von Bierwürze mit Hopfenextrakt. Es ist bekannt, dass durch die Eiweissausseheidung beim Würzekochen ein recht erheblicher Verlust an Hopfenbitterstoffen, die von dem sieh koagulierenden Eiweiss ad-oder absorbiert werden, eintritt. Es hat sich erfindungsgemäss ergeben, dass sich diese Verluste an wertvollen Hopfenbestandteilen ganz oder teilweise vermeiden lassen, wenn man bei Verwendung von solchen an sich bekannten Hopfenextrakten, bei denen zunächst eine Extraktion (I) des Hopfens mit einem organisehen Lösungsmittel, wie Äthyläther, Petroläther, Äthylalkohol oder Äthylendichlorid (CHCl. CH2CI) oder mit mehreren organischen Lösungsmitteln nacheinander oder in Mischung, z. B. Äthylalkohol und Äthyläther (gerbstoffarme oder gerbstoffreie, aber die wertvollen Hopfenharze und gegebenenfalls Hopfenöle enthaltende Extraktfraktion) und erst danach eine Wasser-bzw. wässrige Extraktfraktion (II) (stark gerbstoffhaltige, aber hopfenharzarme bzw. hopfenharzfreie Extraktion) stattfindet, die Würze zunächst mit einer Fraktion und dann nach Zugabe der nächsten Fraktion auch mit dieser kocht. Bezüglich der Extraktfraktionen I und II wird noch das Folgende ausgeführt : Die Extraktfraktionen I und II haben zwar im Grundprinzip die eben angegebene Zusammensetzung, sie können aber trotzdem in gewissen Einzelheiten verschieden zusammengesetzt sein. Diese Tatsache ergibt sich schon daraus, dass z. B. mit Extraktfraktion I sowohl ein Äthyläther-Hopfen- extrakt als auch ein Äthyläther-Äthylalkohol-Hopfenextrakt bezeichnet wird. Aber auch eine Fraktion I unter Verwendung des gleichen Lösungsmittels, wie z. B. Äthyläther, unterteilt sich bei der Herstellung in verschiedene Fraktionen naturgemäss mit prinzipiell derselben Zusammensetzung, aber trotzdem mit gewissen Abweichungen, die für den Brauprozess von Bedeutung sein können. Was eben für die Fraktion I ausgeführt worden ist, trifft in ganz ähnlicher Weise für die Fraktion II zu. Auch hier kennt man z. B. Extraktionen mit Wasser verschiedener Temperaturen oder solche mit Alkoholwassergemiseh. Die Erläuterungen zeigen, dass die Fraktionen I und II im Grundprinzip stets die Zusammensetzung haben, wie sie oben angegeben worden ist ; es können im Prinzip gleiche, aber trotzdem verschieden zusammengesetzte Fraktionen I in einer Stufe und Fraktionen II in der andern Stufe einzeln oder mehrfach bei demselben Sud zur Verwendung kommen. Wenn man erst nach einer gewissen Kochdauer die Extraktion II zusetzt, so hat sich über- raschenderweise herausgestellt, dass das dann koagulierende Eiweiss (Bruch) viel weniger Hopfenbitterstoffe aufnimmt, als wenn sofort beide Extraktionen zugesetzt werden. Das Verfahren in einer Ausführungsform besteht also darin, dass die Würze zunächst nur mit der Fraktion I und erst nach einer gewissen Kochzeit die Weiterkochung mit der Fraktion II stattfindet. Eine noch intensivere Wirkung im Sinne der Erfindung lässt sich erfindungsgemäss erreichen, wenn man zunächst die Fraktion II mit der Würze kocht und dadurch eine intensive Ausscheidung des Eiweissbruches infolge der Gerbstoffwirkung erzielt. Da die Eiweissstoffe vorher durch die Bildung von Gerbstoffeiweiss in grober Flockung ausgeschieden sind, so ist bei der anschliessenden Koehung mit der Fraktion I die Möglichkeit sehr vermindert, dass sich die wertvollen Bitterstoffe in grösserem Umfange mit Eiweiss verbinden können und unwirksam gemacht werden. Zweckmässig ist es, gegebenenfalls den Eiweissbruch, trotz des dazu erforderlichen Mehraufwandes an Arbeit, mit an sich bekannten Mitteln von der Würze zu trennen und erst anschliessend die Würzekochung mit der Fraktion I fortzusetzen. <Desc/Clms Page number 2> In diesem Falle ist die Möglichkeit, dass sich bei der Kochung mit der Fraktion I wertvolle Bitterstoffe in grossem Umfange mit Eiweiss verbinden infolge der Abtrennung des Eiweissbruches von der EMI2.1 Hopfenextrakt weiter gekocht. Wesentlich für das Verfahren ist in jedem Fall, dass wenigstens zwei Hopfenextraktionen vorhanden sind, von denen die eine gerbstoffrei bzw. gerbstoffarm ist, aber die wertvollen Hopfenharze und gegebenenfalls Hopfenöle enthält, während eine andere Fraktion gerbstoffreich, aber frei oder arm an den Hopfenharzen bzw. Hopfenölen ist. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Hopfen von Bierwürze mit Hopfenextrakt, dadurch gekennzeichnet, dass der Hopfenextrakt der Würze stufenweise wenigstens in zwei getrennten durch verschiedene Lösungsmittel gewonnenen Extraktfraktionen, u. zw. wenigstens in einer gerbstoffreien oder gerbstoffarmen aber die wertvollen Hopfenharze und gegebenenfalls Hopfenöle enthaltenden Fraktion (I) und wenigstens in einer gerbstoffreichen, an Hopfenharzen armen oder freien Fraktion (II) zugegeben wird, wobei die Würze zunächst mit der einen Fraktion und dann nach Zugabe der nächsten Fraktion auch mit dieser gekocht wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Würze zunächst mit einer oder mehreren Fraktionen I und nach Zugabe einer oder mehrerer Fraktionen II nochmals gekocht wird.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Würze zunächst mit einer oder mehreren Fraktionen II und nach Zugabe einer oder mehrerer Fraktionen I nochmals gekocht wird.4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Würze zunächst mit einer oder EMI2.2
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