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Anordnung zur Verstärkung oder Stabilisierung von Strömen mittels negativer Widerstände.
Die Erfindung bezieht sich auf Anordnungen mit negativen Widerständen, durch welche Ströme verstärkt oder unabhängig von Spannungs-und Temperaturschwankungen gleichgehalten werden sollen.
Insbesondere handelt es sich nach der Erfindung um die Gewinnung eines in einem weiten Frequenzbereich und bei Spannungs- oder Temperaturschwankungen verhältnismässig gleichbleibenden differentiellen negativen Widerstandes.
Als negative Widerstände sind insbesondere feste Körper, wie z. B. in Form von gepresstem Pulver (Oxyden usw. ), bekannt geworden. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Spannungsstromeharakteristik einen ansteigenden und einen daran sich anschliessenden fallenden Teil besitzt, wobei der letztere infolge der sich ergebenden negativen differentiellen Widerstandswerte für die Verstärkung von Strömen, für Regelungszwecke usw. verwendet werden kann.
Es ist dabei erwünscht, dass die Kennlinie des negativen Teiles für den jeweils gewählten Arbeits- oder Frequenzbereich mögliehst gleich bleibt, insbesondere
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durch den Punkt 5, wobei 0-5 der äusseren EMK und tg a dem äusseren Vorschaltwiderstand entsprechen, der bekanntlich zur Stabilisierung eines negativen Widerstandes notwendig ist. Da die bei verschiedenen Aussentemperaturen sich ergebenden Kennlinien im Gebiet hoher Übertemperatur, wie das Beispiel zeigt, verhältnismässig nahe beieinander liegen, geht hervor, dass auch bei Temperatur- änderungen oder bei Schwankungen der äusseren Spannung entsprechend einer Parallelverschiebung der Geraden 4 der differentielle negative Widerstand einigermassen konstant bleibt.
Es ist infolgedessen auch eine verhältnismässig gleichbleibende Verstärkung gesichert, sofern der negative Widerstand für Verstärkungszwecke Verwendung finden soll.
Der Betrieb des negativen Widerstandes im Bereich hoher Übertemperaturen ermöglicht ferner die Schaffung von Quellen gleichbleibender Spannung, die unabhängig von den Spannungsschwankungen einer primären Spannungsquelle sind. Die Spannung wird dabei an einer Summensohaltung, bestehend
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nommen. Der positive Widerstand ist in Fig. 2 mit 6 bezeichnet und so bemessen, dass im Bereich 7-8 der resultierende Widerstand entsprechend 2, ?'verhältnismässig horizontal verläuft. Es ist dabei ausserdem möglich, was für die Erfindung wesentlich ist, einen verhältnismässig weiten horizontalen Bereich zu erhalten (für ab : :- 3), der auch bei Änderungen der Aussentemperatur einigermassen horizontal bleibt und dessen Absolutwert bei Temperaturänderungen nur wenig schwankt.
Wenn man der Kennlinie des negativen Widerstandes im Bereich kleiner Übertemperaturen einen horizontalen Verlauf gibt, wie z. B. in Fig. 3 für die Nähe des Höchstwertes dargestellt, ergeben sieh dagegen kleine horizontale Bereiche und grosse Schwankungen des Absolutwertes der gleichzuhaltenden Spannung in Abhängigkeit von der Aussentemperatur.
Die genannte Massnahme eignet sich für die Gleichhaltung sowohl von Gleich-als auch Wechselspannungen. Bei der Gleichhaltung-von Wechselspannungen ist zu beachten, dass die Widerstandskennlinie des negativen Widerstandes nur vom Effektivwert und nicht vom Augenblickswert des Wechselstromes bestimmt sein darf, dass also die Zeitkonstante des negativen Widerstandes gross gegen die Periode des Wechselstromes sein muss.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur Verstärkung von Stromschwankungen oder Gleichhaltung von Spannungen mittels thermonegativer Widerstände, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung hoher Grenzfrequenzen und von der Aussentemperatur unabhängiger negativer Widerstände der Arbeitsbereich des thermonegativen Widerstandes im Bereich hoher Übertemperaturen (α # > 3) gewählt ist.