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Münzautomat für Netzanschluss-Rundfunkempfallgsgeräte.
Die Erfindung betrifft einen in Verbindung mit Netzanschluss-Rundfunkempfangsgeräten zu verwendenden Münzautomat, bei dem nach Einwurf einer Münze der den Rundfunkempfang vermittelnde
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während dieser Zeit beliebig oft unterbrochen werden kann.
Bei bekannten Radiozeitautomaten dieser Art besteht der Ubelstand, dass das Uhrwerk mittels eines zugehörigen Schlüssels von Hand aufzuziehen ist. Lag der Schlüssel nicht immer stets zur Hand oder war er unauffindbar verlegt worden oder gar verlorengegangen, so konnte der Rundfunkempfang erst mit der Herbeischaffung des Schlüssels oder eines Ersatzsehlüssels durch das Aufziehen des Uhrwerks von Hand veranlasst werden. Damit ging in jedem Fall Zeit verloren, was besonders dann störend empfunden wurde, wenn Interesse für eine zu bestimmter Zeit stattfindende Rundfunksendung vorlag.
Das mittels eines zum Uhrwerk gehörenden Schlüssels von Hand zu bewirkende Aufziehen war auch aus dem Grunde mangelhaft, weil häufig während des Rundfunkempfangs das Uhrwerk ablief und damit der Rundfunkempfang unterbrochen wurde. Um den Rundfunkempfang wieder zu haben. genügt es nicht, dass eine neue Münze in den Automaten geworfen und die Schaltvorrichtung betätigt wurde, sondern es musste auch das Uhrwerk mittels des zugehörigen Schlüssels von Hand aufgezogen werden, damit der Zeitkontakt für den Rundfunkempfang geschlossen wurde. Eine störende Unterbrechung des Rundfunkempfangs war also in jedem Fall unvermeidlich.
Bei einem Radiozeitautomaten das zugehörige Uhrwerk mittels eines Schlüssels von Hand aufzuziehen, erwies sich aber auch insofern als mangelhaft, weil durch das Schlüsselloch hindurch der Zugang zu dem Uhrwerk gesucht und gefunden werden konnte, um dieses stillzusetzen und in unlauterer Absieht den Rundfunkempfang von dem Einwurf der Münze in den Automaten unabhängig zu machen.
Gemäss der Erfindung ist zur Beseitigung der geschilderten Mängel und Übelstände, die dem
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funkempfang das die Zeitdauer dieses Empfangs bestimmende Uhrwerk aufgezogen wird.
Die Erfindung ist gekennzeichnet durch einen von Hand zu betätigenden Schalter, der nach dem
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auf die durch die Münze gedeckte Zeitdauer aufzieht.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Ansicht in teilweisem Schnitt mit derjenigen Lage sämtlicher Teile, bei welcher das
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stellung wie Fig. 2, jedoch mit eingezeichnetem Stromverlauf. Fig. 4 die gleiche Darstellung wie Fig. 1, jedoch mit derjenigen Lage sämtlicher Teile, bei welcher das Uhrwerk aufgezogen ist, Fig. 5 stellt eine Konstruktionseinzelheit des Uhrwerks dar.
Der Münzautomat besteht aus einem mit Münzeinwurf 1 versehenen Gehäuse 2, in welchem ein durch eine Feder 3 angetriebenes Uhrwerk U angeordnet ist. Die Spannkraft der Triebfeder. 3 wird auf die nicht gezeichneten Räder des Uhrwerks durch ein Bodenrad übertragen. Dem Bodenrad 4 ist ein aus einem Sperrad 5 und einer federbeeinflussten Sperrklinke 6 bestehendes, bei Uhrwerken an sich bekanntes Sperrgetriebe beigeordnet. Das Sperrad 5 und das eine Ende der Feder : 3 ist auf einer Achse 7 starr befestigt, die in ihrer Verlängerung als Kupplungsteil. M ausgebildet ist, der einen Schlitz 9
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trägt.
Dem Kupplungsteil 10 ist ein zweiter, mit einem Schlitz 27 versehener Kupplungsteil 23 vorgelagert, der die Verlängerung einer in einem Bügel 24 drehbaren und mit einem Griffknopf 25 versehenen
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rutscht. Damit die Münze aber nicht ohne weiteres durch die Schlitze 9, 27 hindurchfallen kann, sondern als Kupplungsglied für die beiden Teile 10, 2. 3 wirkt, bis das Uhrwerk aufgezogen ist, ist an dem Lagerbügel 24 ein Steg 28 starr befestigt, der in Achsrichtung der Kupplungsteile 10, 2. 3 verläuft und an seinem freien Ende einen Lappen 29 trägt, der bei nicht gespannter Feder 3 den Schlitz 9 des Kupplungsteiles 10 unterfasst (Fig. 1 und 2). Dieser Lappen 29 fängt die Münze in den Schlitzen 9 und 27 und gibt sie erst
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gedreht werden. Sind die durch eine Münze gekuppelten Teile.
M, 2-3 so weit gedreht worden, dass der Schlitz 9 von dem Lappen 29 nicht mehr versperrt wird, so fällt die Münze in den Sammelbehälter. 37.
Der Lappen 29 ist so bemessen, dass er in seiner Sperrstellung zwar Münzen der vorgeschriebenen Grosse fängt, Münzen kleinen Durchmessers dagegen durch die Schlitze 9, 27 hindurchfallen lässt.
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Spannen der Feder 3 für den Rundfunkempfang auf eine durch die eingeworfene Münze bezahlte Zeit aufgezogen. Beim Ablaufen des Uhrwerks dreht die sich entspannende Feder. 3 mit der Achse 7 den Kupplungsteil 10 in Pfeilrichtung B (Fig. 4).
Diese Drehbewegung des Kupplungsteiles 10 wird durch einen mittels Stellring 12 an ihm befestigten Stift 11 begrenzt, der in der Ausgangsstellung des KupplungsTeiles 10 gegen einen am Gehäuse 2 befestigten, zweckmässig einstellbaren Anschlag 13 trifft (Fig. 1).
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mit, so dass das Schaltmesser 14 zwischen zwei Kontaktfedern 19, 20 der stromfÜhrenden Leitung 21, 22, gedrängt wird. Beim Ablauf des Uhrwerks, also beim Entspannen der Triebfeder : 3, trifft der Stift 11 des in Pfeilrichtung B gedrehten Kupplungsteiles 10, kurz bevor er seinen Anschlag 1.') erreicht, gegen den Stift 17 der Scheibe 16 und nimmt diese mit, so dass das Schaltmesser 14 aus den Kontaktfedern 19, 20
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gestellte Lage zurückgesclmellt wird.
Um Betriebsstörungen zu vermeiden, wenn eine Münze in den Münzkanal J eingeworfen wird. bevor das Uhrwerk abgelaufen bzw. die Feder 3 entspannt ist, ist an der Scheibe 16 ein Finger. 32 starr befestigt, der beim Aufziehen des Uhrwerks unter die Mündung des Münzkanals zu liegen kommt (Fig. 4).
Infolgedessen wird die vorzeitig eingeworfene Münze durch den Finger 82 so lange in dem Münzkanal- ? zurückgehalten, bis beim Ablaufen des Uhrwerks das Schaltmesser 14 und mit diesem die Scheibe 16
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mit Münzen angefüllt werden, ohne Betriebsstörungen herbeizuführen.
An dem durch den Griffknopf 25 drehbaren Kupplungsteil 23 ist ein Arm. 3. 3 starr befestigt, der durch eine Zugfeder 84 mit einem schwenkbaren Hebel 36 verbunden ist. Der Hebel. 36 ist an einer Achse 35 starr befestigt, die in am Gehäuse 2 befestigten Lagern 37 drehbar ruht, und trägt einen isolierten Kontaktstift 38.
Der Kontaktstift 38 wird beim Drehen des Knopfes 25, also beim Verschwenken des
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zwei Kontaktstellen, von denen die eine, die die Kontaktfedern 19, 20 hat, durch den erst nach dem Einwurf einer Münze drehbaren Teil 10 der Münzkupplung während der ganzen Zeitdauer des Ablaufs des Uhrwerks stromleitende Verbindung erhält, also einen Zeitkontakt darstellt, während die zweite Kontaktstelle, die die Kontaktzungen 39, 40 hat, durch den auch ohne Einwurf einer Münze mittels des Griffknopfes 25 drehbaren Teil 23 der münzkupplung stromleitende Verbindung erhält und als Unterbrecherkontakt Verwendung findet.
Die zwei Kontaktstellen sind erforderlich, damit der nach dem Einwurf einer Münze durch die Drehung der beiden Kupplungsteile M, 2. 3 unter gleichzeitigem Aufziehen des Uhrwerks herbeizuführende Bundfunkempfang an der Kontaktstelle-39, 40 beliebig oft unterbrochen und wieder eingeschaltet werden kann, ohne an der durch die eingeworfene Münze bezahlten Benutzungszeit Einbusse zu erleiden.
Der Stromverlauf für den Rundfunkempfang ist aus Fig. 3 ersichtlich. Die Steckerstifte 45, 46 kommen für den Netzanschluss, die Steekerbüchsen 47, 48 für den durch Plombierung oder in anderer Weise zu sichernden Anschluss des Rundfunkempfangsgerätes in Betracht. Die Leitungen 21, 22 und 41, 42, die in dem Gehäuse 2 des Münzautomaten mit den Steckerstiften 45, 46 und mit den Steekerbüchsen 47. 48 verbunden sind, ermöglichen über die beiden Kontaktstellen 19, 20 und 39, 40 den für den Rundfunk- empfang erforderlichen Stromsehluss, der durch die Drehung des Griffknopfes 26 nach dem Einwurf einer Münze in den Münzkanal 1 mittels der beiden Kupplungsteile 10, 23 in der beschriebenen Weise
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herbeigeführt wird.
Beim Ausschalten des Rundfunkempfangs während der durch die eingeworfene Münze bezahlten Zeitdauer wird das Uhrwerk an seiner Unruhe 49 stillgesetzt und beim erneuten Einschalten des Rundfunkempfangs ebenfalls an der Unruhe verlässlich in Gang gesetzt. Zu diesem Zweck dienen die federnden Zungen 4 :), 44, die auf der Achse 35 des Schalthebels 36 befestigt sind. Die Zunge 43 kommt gegen die Unruhe 49 zu liegen und stoppt das Uhrwerk, wenn der Schalthebel 36 bei der Stromunterbrechung an den Kontakten 39, 40 in die in Fig. 4 gezeigte Stellung verschwenkt wird, die Zunge 44 streift die Unruhe 49 und setzt sie in Sehwingbewegung, wenn der Schalthebel, 36 bei der Herstellung der Stromverbindung an den Kontakten 39, 40 in die in Fig. 1 gezeigte Stellung verschwenkt wird.
Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass gegenüber dem Darstellungsbeispiel der Zeichnung Abänderungen der einzelnen Teile des Münzautomaten nach Wunsch oder Bedarf vorgenommen werden können, ohne den Rahmen der Erfindung überschreiten zu müssen.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Münzautomat für Netzanschluss-Rundfunkempfangsgeräte, bei dem nach Einwurf einer Münze der den Rundfunkempfang vermittelnde Stromkreis über ein Uhrwerk auf eine vorbestimmte Zeit geschlossen und während dieser Zeit beliebig oft unterbrochen werden kann, gekennzeichnet durch einen von Hand zu betätigenden Schalter, der nach dem Einwurf einer Münze in den Automaten zugleich mit dem Einschalten des Rundfunks das Uhrwerk auf die durch die Münze gedeckte Zeitdauer aufzight.