<Desc/Clms Page number 1>
Anordnung zur Steuerung von Elektronenröhrenverstärkern od. dgl.
EMI1.1
bereichs bewirkt werden soll. Diese sogenannte Abstimmung geschah bisher im allgemeinen von Hand aus mit Bezug auf eine Anzeigervorrichtung. Es sind auch Anordnungen bekannt geworden, bei denen bestimmte Frequenzbereiche unveränderlich festgelegt und durch ein Zusatzgerät mit Tasten nacheinander um-oder eingeschaltet wurden. Es sind auch Anordnungen bekannt geworden, bei denen die Umschaltung vorabgestimmter Schwingungskreise nach Art des Leitungswählersystems mittels eines
EMI1.2
der Erfindung verwendet nur solche Teile, die in der Radio-und Telephontechnik standardisiert sind.
Weiters wurde die Schaltung so getroffen, dass die Zahl der Schaltelemente ein bisher nicht bekanntes Mindestmass erreicht ; dies ist nicht nur vom Kostenstandpunkt, sondern vor allem für die Instandhaltung und Betriebssicherheit von besonderem Vorteil. Überdies wurden den die Schaltung beherrschenden Elementen (Wählscheibe, Drehwähler, Relais) ausser ihren normalen Funktionen noch solche zugewiesen, die den störungsfreien Betrieb im Falle der Anwendung eines Radioempfangsgerätes überhaupt erst ermöglichen. In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung gezeigt.
Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf eine Einrichtung, durch welche es möglich wird, eine bestimmte Anzahl von Sendern an jedem Radioempfangsgerät ohne besondere Abstimmung lediglich mittels Betätigung einer Wähleinrichtung einzustellen. Die nachfolgend beschriebene Einrichtung kann in den Radioapparat selbst eingebaut sein oder als Zusatzapparatur zu jedem Empfänger ausgeführt werden.
Es ist bekannt, die Einstellung eines Senders am Empfangsgerät dadurch zu bewirken, dass ein oder mehrere Schwingungskreise, z. B. von Hand aus, mit der gesuchten Welle in Resonanz gebracht werden, wobei eine zusätzlich einstellbare Rückkopplung, Oszillatoreneinstellung usw. vorhanden sein können. Im einfachsten Falle nach Fig. 1 werden am Schwingungskreis LC, der beispielsweise den Eingang eines einfachen Empfängers bildet, die Sender durch Drehen der Kapazität C, d. i. durch Veränderung
EMI1.3
eine bestimmte Kapazität des Kondensators C, die aber auch nach Fig. 2 durch verschieden grosse Fixkapazitäten oder durch nachstellbare Drehkondensatoren 01-0" ersetzt werden kann ; die Einstellung der Stationen erfolgt in diesem Falle durch den Umschalter U.
Ist die Kapazität von Ci-C,, so gewählt, dass ihre Einstellung je einer bestimmten Station entspricht, so kann man durch den Umschalter U jederzeit eine der Stationen ohne irgendwelche andere Bedienungsgriffe einstellen.
Es könnte die Zahl der Kondensatoren, damit also auch der einstellbaren Stationen, eine beliebig grössere sein als in dem gezeichneten Beispiel, und es ist auch ohne weiteres möglich, mit dem Umschalter U gleichzeitig eine oder mehrere andere Kapazitätskombinationen umzuschalten. Es wäre übrigens auch eine andere Möglichkeit der Umschaltung des Schwingungskreises auf verschiedene Sender möglich ; beispielsweise könnte die Selbstinduktion variabel und die Kapazität fix sein. In diesem Falle müssten verschiedene Selbstinduktionen oder verschiedene Anzapfungen einer Selbstinduktion umgeschaltet werden.
Statt des Umschalters wird in der Anordnung nach der Erfindung ein Wähler verwendet. Der Umsehalter U in Fig. 2 ist dann ein Arm des Wählers und die Kontakte In stellen dessen Kontaktbank dar. Fig. 2 zeigt einpolige Umschaltung der Kondensatoren ; wenn notwendig, kann diese Um-
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
zwei Wählerarme nötig.
Ein vierarmiger Drehwähler stellt beispielsweise in Fig. 3 gleichzeitig zwei getrennte Schwingungskreise doppelpolig für n-Stellungen um. a-d sind die Arme des Wählers, L und LI die beiden Selbstinduktionen, C1-Cn und C1'-Cn' sind die umzuschaltenden Kapazitäten. Die Kontaktbank des Wählers mag zehn-oder höherteilig sein, wodurch eine entsprechende Anzahl von Stationen gewählt werden kann. Wenn die Kapazitäten nur einpolig umgeschaltet werden, findet man mit einem Wählerarm für jeden einzustellenden Schwingungskreis das Auslangen.
Vorteilhaft wird das Verhältnis der umzuschaltenden Kapazitäten zu den Selbstinduktionen gross gewählt, um eventuelle ungewollte Ver-
EMI2.2
Wählers einer Wählereinrichtung nach Art des Leitungswählersystems einstellen zu können, muss letzterer von einer, im nachfolgenden #Stationswähler" genannten, Vorrichtung gesteuert werden (B in Fig. 4).
Dieser Stationswähler wird seinerseits von einem #Bedienungsapparat" (A) gesteuert.
Der Bedienungsapparat A besteht aus einem Impulssender TYS mit dem Kurzschlusskontakt kk sowie dem Impulskontakt ik, weiters aus einer Rückstelltaste RT mit den Kontakten 1 und 2, dann aus dem Lämpchen LA als Bereitsehaftssignal sowie den Anschlüssen für die Steuerleitung SL und für die Leitung LL ; von letzterer führen Verbindungen zu den verwendeten Lautsprechern.
Der Stationswähler B ist mit dem Bedienungsapparat nach Art des Schleifensystems über die Leitung SL verbunden. Er besteht aus zwei Relais J, V und einem Sehrittwähler D W mit dem Dreh- magnet D. Das Impulsrelais J hat die Kontakte il und i, das Verzögerungsrelais V hat die Kontakte'/,'1 und . Der Drehmagnet D des Wählers DW betätigt den Selbstunterbreeherkontakt su ; zur Funkenlöschung ist D mit einem Kondensator C5 überbrückt. Der Wähler DW besitzt beispielsweise vier Arme (a, b, c, d,) und einen Wellenkontakt wk, der auch durch einen fünften Wählerarm ersetzt werden kann.
Die Anzahl der Arme des Drehwählers DW ist nicht auf das in Fig. 4 gezeichnete Beispiel (in diesem Falle können z. B. vier Sehwingungskreise einpolig bzw. zwei Schwingungskreise doppelpolig umgeschaltet werden) beschränkt.
Der Stationswähler erhält seine Betriebsspannung beispielsweise aus niedervoltigen Batterien oder aus einem Gleichrichter geeigneter Spannung über die Klemmen X oder Y. Die Energiequellen können der Empfangsapparatur, welcher beispielsweise die einzustellenden Schwingungskreise zugeordnet sind, gemeinsam sein. Wird der Empfänger eingeschaltet, so muss dann gleichzeitig auch die Energiequelle für den Stationswähler B miteingeschaltet werden.
Es bildet sich beim Einschalten in der gezeichneten Anordnung ein Stromkreis über : 1... Plus x,
EMI2.3
dass die während des Scheibenablaufes bzw. Wählerablaufes störenden Funkengeräusche nicht gehört werden können. Beim Ablauf der Wählscheibe öffnet der Impulskontakt ik entsprechend dem aufgezogenen Fingerloch impulsmässig den Stromkreis I für die Steuerleitung. Das Relais J fällt impulsmässig ab, öffnet mit den Stromkreis für Relais V, dessen Abfallverzögerung jedoch grösser ist als die Impulsdauer ; Kontakt il schliesst bei jedesmaligem Abfall den durch v, vorbereiteten Stromkreis für den Drehmagnet D. Während des Abfalles des Relais J bildet sich daher folgender Stromkreis : 3...
Plus a D, D, v7, i1, y Minus. Der Drehmagnet D macht in bekannter Weise so viele Schritte, als der Kon- takt ik die Steuerleitung unterbrochen hat ; während des Wählens flackert die Lampe LA. Der Wähler DW bewegt die Arme a, b, c, d zur Umschaltung der Schwingungskreise. Beim erstmaligen Anziehen des Wählermagneten D wird der Wellenkontakt umgeschaltet, um die Verbindung wk2, wk3 zu trennen
EMI2.4
's wird beim Drücken der Taste die Leitung SL2 unterbrochen. Diese Unterbrechung dauert länger als lie durch den 1'k-Kontakt. Das V-Relais fällt ab, weil i, länger öffnet, als die Abfallverzögerung des V-Relais beträgt ; Festhaltekontakt ! ? i fällt ab, V7 legt um und schliesst den Heimlaufstromkreis für
EMI2.5
Kontakt SM wird durch den Magnet D betätigt und wirkt als Selbstunterbrecher, so dass der Magnet D die Heimlaufimpulse erhält. Bei Erreichung der Nullstellung legt der Wellenkontakt wk um,
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
Stromkreis 1 für die Steuerleitung SL. Wurde während des Heimlaufes des Wählers die Taste RT wieder ausgelassen, so kann das Relais J über die Steuerleitung doch nicht ansprechen (LA leuchtet nicht), weil der Kontakt geöffnet hat und der Wellenkontakt noch nicht die Verbindung wk2, Wk3 hergestellt hat.
Während des Drückens der Taste RT, also während des Heimlaufes des Wählers, bewirkt der Tastenkontakt RT2 den Kurzschluss der Lautsprecherleitung, um Störgeräusche unhörbar zu machen.
Die Rückstelltaste schliesst demnach mit einem Kontakt den Ausgangskreis des Radioapparates kurz, während der andere Kontakt dazu dient, um den Drehwähler des Stationswählers rüekzustellen.
Hat der Wähler DW die Nullage wieder erreicht, so schliesst der Kontakt wk2, wk3, wodurch der Anfangszustand wieder hergestellt ist. Es leuchtet also die Lampe LA ; Relais J zieht an und erregt über i7 das Relais V. Das Wiederaufleuchten der Lampe kennzeichnet, dass der Wähler bereit ist, neue Wählimpulse zu empfangen ; es kann jetzt ein neuer Sender gewählt werden.
Die beschriebene Anordnung setzte voraus, dass zum Empfang das Empfangsgerät an seinem Standort von Hand aus eingeschaltet wird, wenn also beispielsweise die ganze Anordnung nach Fig. 4 in den Apparat eingebaut ist. Die Einschaltung kann aber auch beispielsweise durch einen Hilfssehalter im Bedienungsapparat A erfolgen ; die Wähleinriehtung und der Bedienungsapparat sind in diesem Falle in einem vom Empfangsgerät unabhängigen Zusatzgerät vereinigt. Ausser der Steuerleitung ist dann noch eine Rückstelleitung notwendig ; in dieser muss die Rückstelltaste liegen, während sieh der Einschalter in der Leitung SL1 befindet. Über eine Hilfsstromquelle geschieht das erstmalige Anziehen der Relais J und V, welche je einen Kontakt zur Einschaltung eines eigenen Relais tragen ; dieses dient dann zur Einschaltung des Radioapparates.
Fig. 5 zeigt eine beispielsweise Schaltung. Die Indikatorlampe LA liegt mit dem Impulskontakt ik und dem Einschalter N in Serie ; die Rückstelltaste RT liegt in einer Rückstelleitung RL, die zu einem
EMI3.2
Beim Aufziehen der Wählscheibe fällt J impulsmässig ab, V hält sich über 1) 1 und D bekommt Stromstösse über : 8... Plus a @, i1, v7, D, K, y Minus. Es zieht das Verzögerungsrelais K an, das mit Kontakt k die Leitung LL kurzschliesst, die zum Lautsprecher führt ; statt des Kurzschlusses kann auch eine Unterbrechung vorgesehen werden. Nach dem ersten Wählschritt legt der Wellenkontakt um.
Das Drücken der Rückstelltaste RT zur Einstellung einer andern Station hat zur Folge, das V abfällt, v1 öffnet und die Lampe LA erlischt ; das Verzögerungsrelais V ist mit dem Kontakt'1,'1 so geschaltet, dass während des Heimlaufes des Drehwählers das Bereitschaftssignal verschwindet und die
EMI3.3
leitung mit den Relais J und V so geschaltet, dass das Netzeinsehalterelais E von der Stellung des Einschalters abhängig ist und somit das Empfangsgerät sowohl beim Wählen als auch beim Rückstellen an die Energiequellen angeschaltet bleibt. Damit der Empfänger nicht abgeschaltet wird, muss J auf
EMI3.4
zustande.
Beim Ausschalten des Apparates läuft der Wähler in die Nullstellung und das Relais J fällt ab, da die Leitung SL1 unterbrochen ist. Relais V fällt ab, die Kontakte i4 und v4 öffnen, Relais E fällt ab und der Apparat ist bei geöffneten Kontakten e vom Netz getrennt.
Die Unterbrechungsfunken in der Wählscheibe und am Wähler stören erfahrungsgemäss den Rundfunkempfang. Um diesen Übelstand möglichst hintanzuhalten, müssen in die beschriebene Anordnung Störbefreiungen eingebaut werden. Wie in Fig. 5 gezeigt, bestehen sie beispielsweise entweder aus einem Kondensator 05 oder aus einer Kombination mit Kondensator 04 und Widerstand W.
Zur leichteren Ablesung kann am oder im Bedienungsapparatgehäuse eine Beleuchtung angebracht sein, die beispielsweise von einer Lokalbatterie gespeist und mittels einer Taste oder zwangsläufig mit dem Schalter N ein- oder ausgeschaltet wird. Hiezu kann zweckmässig auch der Indikator LA verwendet werden.
Im Beispiel Fig. 4 erfolgt der Kurzschluss der Lautsprecherleitung im Bedienungsapparat selbst durch die Kontakte kk bzw. RT2. Man kann diesen Kurzschluss jedoch direkt vom laufenden Wähler abhängig machen ; für diesen Fall ist am Anker des Wählermagneten ein Kontakt angebracht, der ein verzögert abfallendes Relais einschaltet. Dieses wird vorteilhaft so ausgeführt, dass es schnell anzieht und verzögert abfällt. Durch den Lauf des Wählers erhält dieses Verzögerungsrelais immer neue Impulse, so dass es während des ganzen Wählerlaufes angezogen bleibt und dabei die Lautspreeherleitung kurzschliesst. In der beispielsweisen Zeichnung Fig. 6 bedeutet su den vom Magnet D betätigten Kontakt ; er schliesst den Stromkreis für das Relais W, das mit seinem Kontakt W7 die Lautsprecherleitung kurz-
<Desc/Clms Page number 4>
EMI4.1
schliesst.
Wenn der Wähler stehenbleibt, ist su offen, W fällt verzögert ab und der Kontakt W7 gibt die Leitung LL frei. Statt des Kurzschlusses kann die Leitung LL auch durch einen TV-Kontakt unter- brochen werden.
Durch Verwendung eines fünften Armes am Wähler kann der Erfindungsgedanke zur Umsehaltung des normalen Rundfunkempfängers auf andere spezielle Zwecke, z. B. als Grammophonverstärker, als Ortsempfänger mit verminderter Röhrenzahl usw., Anwendung finden. In Fig. 7 ist das notwendige Umsehaltrelais SR an eine bestimmte Lamelle (bestimmte Nummer, die zu wählen ist) gelegt ; sein Stromkreis wird über den fünften Arm am Wähler geschlossen. Mittels der Kontakte sr kann beispielsweise eine Elektrodose P an den Verstärkereingang R des Apparates eingeschaltet werden. Ein dritter.
Kontakt auf dem SR-Relais kann die Heizleitungen der für den Verstärkungszweck nicht benötigten Röhren beispielsweise unterbrechen.
Die Kontaktbank des Wählers kann auch so geschaltet werden, dass beim Aufziehen verschiedener Nummern der Wählscheibe wohl die Apparatabstimmung dieselbe bleibt, jedoch jedesmal ein anderer Verbraucherkreis eingeschaltet wird.
Die in dem beschriebenen Beispiel als Impulssender verwendete Wählscheibe kann sowohl mit Ziffern als auch mit den Sendernamen beschrieben sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur Steuerung von Elektronenrohrenverstärkern od. dgl. mit einer Wähleinrich-
EMI4.2
nach Art des Leitungswählersystems von einem Impulssender über eine Steuerleitung beherrscht wird, dadurch gekennzeichnet, dass in der Wähleinrichtung während des Betriebes lediglich zwei Relais (J, V) unter Strom stehen.