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Röntgenröhre mit während des Betriebes umlaufender Anode.
Um die Halterung von Röntgenröhren in der Mitte zu ermöglichen, werden sie meistens mit einem beim Betriebe erdbaren Mantel umschlossen. Dieser Mantel wird auch öfters so weit ausgedehnt, dass er die ganze Röntgenröhre als Berührungsschutzhaube umgibt.
Bei Röntgenröhren mit beim Betriebe umlaufender Anode bot die Magnetwicklung, die zum Antrieb der Anode dient, Schwierigkeiten. Es wurden zwischen dieser Wicklung und dem Anodenende der Röhre Durchschläge beobachtet, die u. a. dadurch beseitigt werden konnten, dass der Luftspalt mit isolierendem Stoff ausgefüllt wurde.
Im Sinne der Erfindung wird zu diesem Zwecke ein fester isolierender Hohlkörper benutzt, der die Röhre über mindestens einen Teil ihrer Länge umgibt, und den mittleren Teil des Röhrenkörpers gegen den erdbaren Mantel, der die Röhre umgibt, und die zum Umlauf der Anode dienende Statorwicklung gegen die andern Röhrenteile isoliert.
Die Zeichnung veranschaulicht im Durchschnitt ein Ausführungsbeispiel einer Röntgenröhre gemäss der Erfindung. Die Röntgenröhre besteht aus zwei isolierenden, zur Einführung der Elektroden dienenden Halsteilen 1 und , die hochvakuumdieht mit einem metallenen, grösstenteils von einer Blei- schicht 3 a umgebenen Mittelteil 3 verschmolzen sind. Für den Strahlenaustritt ist ein Fenster 4 vor- gesehen. Die Röhre wird von einem Metallmantel umgeben, der beim Betriebe geerdet werden kann und Schutz gegen Berührung von Teilen der Röhre bietet, die unter Hochspannung stehen. Der Mittel- teil 3 der Röhre wird von dem Mittelteil 10 des Mantels unter Zwischenlage eines isolierenden, im Bereich der austretenden Strahlen verschwächten Hohlkörpers 8 eng umgeben.
Die Zuführung der Hoch- spannungsenergie erfolgt über mit dem Metallmantel verbundene Kabelendverschlüsse 6 und 1. Die
Hochspannungskabel weisen einen Metallbelag auf, welcher mit dem Metall der Schutzhaube leitend verbunden ist. Der Schutzmantel kann auch aus Isoliennaterial bestehen und wenigstens an seiner
Oberfläche leitend gemacht sein.
Zur Erhöhung der elektrischen Festigkeit ist die Röntgenröhre, zweckmässig auf ihrer ganzen Länge, von einem besonderen isolierenden Hohlkörper 8 umgeben, welcher mindestens den mittleren Teil des Röhrenkörpers umschliesst und einerseits diesen gegen die erdbare Haube und anderseits die zum Umlaufsantrieb der Anode vorgesehene Statorwicklung 9 gegen die andern Röhrenteile isoliert. Die Wicklung 9 ist zwischen dem isolierenden Hohlkörper 8 und der Aussenwandung der Berührungsschutzhaube in einem ringförmigen Hohlkörper angeordnet, der von dem metallenen Mittelteil der Berührungsschutzhaube getragen wird. In diesem metallenen Mittelteil sind lösbar die beiden die Enden der Röntgenröhre umhüllenden Haubenteile 5 a und 5 b befestigt.
Zwischen dem Isolierkörper 8 und dem metallenen Mittelteil 3 ist auf letzterem eine Bleischicht- a vorgesehen, die den Austritt unerwünschter Röntgenstrahlen verhindert. Zweckmässig kann zur Entlastung des zwischen dem mittleren Röhrenteil 3 und dem Isolierkörper 8 herrschenden elektrischen Feldes auf der Innenwandung des Isolierkörpers 8 gegenüber der Röhrenmitte eine mit dem Metallkörper 3 leitend verbundene Metallschicht 10 b vorgesehen sein.
Gegenüber dem Strahlenaustrittsfenster 4 ist im Metallteil der Schutzhaube ein Flanschrohr angebracht, welches zur Befestigung eines Strahlentubus 11 dient. Um im Innern der Röhrensehutzhaube an den Röhrenenden eine gleichmässige Verteilung des elektrischen Feldes zu gewährleisten, sind die ans der Röntgenröhre herausragenden Elektrodenzuführungen mit metallenen Körpern 12, 18 bedeckt, die zweckmässig im wesentlichen die Form einer Kugel besitzen, deren Oberfläche
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zum grössten Teil konzentrisch mit den Enden der Haubenoberfläehe verläuft.
Diese metallenen Körper können zur Zuführung eines flüssigen oder gasförmigen Kühlmittels hohl ausgeführt sein oder aber als Wärmespeicher massiv sein. Wird für höhere Belastung eine energischere Kühlung gewünscht, so kann in einer Kappe 14 am einen Ende der Schutzhaube ein kleiner Ventilator angebracht sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Röntgenröhre mit während des Betriebes umlaufender Anode, dadurch gekennzeichnet, dass der die Röntgenröhre über einen Teil umgebende Isolierkörper, der den mittleren metallenen Teil des Röhrenkörpers gegen einen äusseren, die Röhre umschliessenden erdbaren Mantel isoliert, auch gleichzeitig zwischen der zum Umlaufantrieb der Anode dienenden Statorwicklung und den andern Röhrenteilen liegt.