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Die bekannten Flüssigkeitsheber, die mit Druckluft-oder Druckgas betrieben werden und ins- besondere zur Förderung von Erdöl in solchen Grubengebieten dienen, in denen der Erdölzufluss zur
Bohrloehsohle ein verhältnismässig geringerer ist, bestehen darin, dass das Flüssigkeitssteigrohr ein um dessen Achse drehbares Steuerorgan trägt, dessen gegeneinander versetzte Kanäle abwechselnd die
Verbindung des Flüssigkeitssammelraumes mit der Druckluft-oder Druckgaskammer bzw. mit dem die ins Bohrloch eingeführte FördervolTiehtung umgebenden Raume des Bohrloches, der mit einer Ab- saugleitung verbunden ist, herstellen.
Diese Vorrichtungen können aber nur für Bohrlöcher mit ver- hältnismässig grossem Durchmesser und verhältnismässig kleinerer Tiefe verwendet werden, da die im
Steuerorgane vorgesehenen Kanäle ein Heruntergehen unter einen bestimmten Durchmesser für das
Steuerorgan nicht zulassen und bei zu grossen Tiefen des Bohrloches, das infolgedessen sehr lange Steigrohr infolge der Torsion die Steuerung des Steuerorganes nicht mehr verlässlich besorgt. Ferner lastet auch das Gewicht des ganzen. Steigrohres auf dem kegelförmigen Sitz des Steuerorganes. und es wird bei zu langem Steigrohr der Anpressdruck des Steuerorganes auf seinen Sitz zu gross, um noch ein verlässliches Funktionieren der Steuerung zu gewährleisten.
Die Erfindung betrifft einen Druckluft- oder Druckgasflüssigkeitsheber, bei welchem ein Steuerorgan vorgesehen ist, das die eingangs erwähnten Funktionen erfüllt, und besitzt gegenüber den geschilderten bekannten Einrichtungen den Vorteil, dass sie bei Bohrlöchern von kleinem Durchmesser und grossen Fördertiefen, also dort, wo die bekannten Einrichtungen nicht mehr zweckdienlich sind, mit Vorteil angewendet werden kann. Die Erfindung besteht darin, dass das Steigrohr zwei an demselben festsitzende Steuerkolben trägt, von denen der untere die Druckluft-oder Druckgaswege und die Entliiftungswege im Bohrloch steuert, während der obere die auf-und abwärts gehende, Steuerbewegung des Steigrohres veranlasst.
Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung wird die Steuerung, ebenso wie bei den eingangs erwähnten bekannten Vorrichtungen von einem ausserhalb des Bohrloches vorgesehenen Steuerkolben bewirkt, der von dem, dem Flüssigkeitsaustritt nachfolgenden Gasstosse beeinflusst wird. Von den bekannten Einrichtungen unterscheidet sich die erfindungsgemässe dadurch, dass lediglieh die untere Kolbenseite des oberen, am Steigrohre festsitzenden Kolbens eine Rohrleitung aufweist, welche zu dem vom Gasstosse beeinflussten Kolbengehäuse führt, während die obere Kolbenseite entweder Verbindung mit der freien Luft hat oder vollkommen abgeschlossen ist und als Luftpuffer bei der Aufwärtsbewegung des Steigrohres wirkt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt und Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1.
Innerhalb der Verrohrung D des Bohrloches, die mittels des Deckels L abgeschlossen ist und einen Stutzen 16 zum Abschluss eines Saugrohres trägt, ist die Rohrtour j-i eingesetzt, die mit dem Bauteile B an dessen oberem Ende verbunden ist, während das untere Ende des Bauteiles B die Rohrtour C trägt, die am unteren Ende den Saugkorb G trägt. Der Bauteil B besteht aus einem äusseren Rohre d, in dem ein Steuerkolbenzylinder e mittels eines Flansches f derart befestigt ist, dass der Flansch f die mit dem Bauteile B verbundenen Rohrtouren in zwei Räume scheidet, u. zw. in den Druckluft- oder Druckgassammelraum b und den Flüssigkeitssammelraum a.
Zu beiden Seiten dieses Flansches f besitzt der Zylinder e je eine Öffnung N und 0, ferner nahe seinem unteren, durch die Stopfbüchse g verschlossenen Ende eine bis durch das Rohr d hindurchragende Öffnung M. Die Rohrtour A ist mittels eines Deckels
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und einer Stopfbuchse K oben abgeschlossen und wird vom Steigrohre F durchsetzt, das auch durch die untere Stopfbüchse 9 des Steuerzylinders e hindurchtritt und entweder den Doppelkolben E, E trägt oder mit demselben aus einem Stück hergestellt ist. Die beiden Kolbenteile E sind derart angeordnet.
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die Öffnungen N und O hergestellt ist.
Ausserhalb des Bohrloches trägt das Steigrohr F den Kolben 3, der innerhalb eines Zylinders auf-und abwärts bewegt werden kann. Das Steigrohr F ist an seinem oberen Ende mittels eines flexiblen Rohres 14 mit dem Steuerzylinder 6 in dessen oberhalb des Steuerkolbens 5 liegenden Zylinderhälfte verbunden, in der auch der Rohransehluss 15 vorgesehen ist, durch den die geförderte Flüssigkeit zur
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zu einem Hahne 1 und von hier eine Leitung 9 zu einem unterhalb des Kolbens 3 liegenden Teile des Zylinders 2. Vom Halm 1 führt weiter eine Leitung 11 zum Druckluft- oder Druckgaszuführungsrohr 12, welches in die Druckluft- oder Druckgaskammer b mündet.
In der Leitung 11, l, 2 ist noch ein Über- druckventil 4 eingebaut, dessen beim Abblassen entströmende Druckluft-oder Druckgas durch die
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Hahne 1 ist ein Zahnsegment angeordnet, das in eine Zahnstange 7 eingreift, welche an der Kolbenstange des Kolbens 5 befestigt ist.
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und das Rohr 13 entlüftet.
Ist die Flüssigkeit aus dem Raume a heraugefördet, so wirkt der in das Bohrloch eintretende Gasstoss durch das Steigrohr F und die Leitung 14 auf den Kolben 5, drÜckt diesen nieder, wobei durch die Zahnstange 7 und das Zahnsegment der Hahn 1 derart verstellt wird, dass die Leitung 11 mit der Leitung 9 verbunden wird ; Druckluft oder Druckgas gelangt unter den Kolben J und hebt diesen und mit ihm das Steigrohr samt dem Doppelkolben E, E an, so dass die Öffnung V verschlossen, hingegen
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strömen ins Bohrloch zu erleichtern.
Ist der Druck im Raume b auf das durch Einstellung des Überdruck- ventiles 4 bestimmte Mass angestiegen, so bläst das Überdruckventil 4 ab, die abgeblasenen Druekluft-
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heben diesen an, wobei durch die Zahnstange und das Segment der Hahn wieder in die gezeichnete Lage gebracht wird und der zuerst beschriebene Vorgang sich wiederholt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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od. dgl., bei welchem das Flüssigkeitssteigrohr ein Steuerorgan trägt, das abwechselnd die Verbindung des Flüssigkeitssammelraumes mit der Druckluft oder Druckgaskammer bzw. mit dem die im Bohrloch eingeführte Fördervorrichtung umgebenden Raume des Bohrloches herstellt, dadurch gekennzeichnet, dass das Steigrohr (F) zwei an demselben angeordnete Steuerkolben trägt, von denen der untere (E, E) die Druckluft- oder Druckgaswege und die Entlüftungswege im Bohrloch steuert und der obere die auf-und abwärts gehenden Steuerbewegungen des Steigrohres veranlasst.