AT140380B - Schaltanordnung zur Übermittlung von Meßwerten mit Hilfe von Impulsen. - Google Patents

Schaltanordnung zur Übermittlung von Meßwerten mit Hilfe von Impulsen.

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AT140380B
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Manfred Dr Ing Schleicher
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Siemens Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Es ist vorgeschlagen worden, Schaltbefehle über vorhandene Starkstromleitungen mit Hilfe von   Strömen netzfremder Frequenz   zu übertrafen. Derartige   Anordnungen   sind meist mit Frequenzrelais versehen, welche   mechanisch   abgestimmte Zungen enthalten, die durch die   überlagerte   Steuerfrequenz in ihrer Eigenschwingung erregt werden. Es handelt sich bei solchen   Steueranlagen   meist darum. an einer Vielzahl von Punkten eines Netzes gleichzeitig irgendwelche Bewegungen, z.

   B. die   umschaltung   von Tarifapparaten   herbeizufÜhren.     Die Empfangsrelais müssen wegen   ihrer grossen Anzahl verhältnismässig billig sein, wenn die   Fernsteueranlage für   die praktische Verwendung in Betracht kommen soll. 



   Da für viele Empfangsrelais nur ein Steuergenerator vorhanden ist, so kann man hier einen höheren
Kostenaufwand zulassen und mit verhältnismässig grossen   Leistungen   arbeiten. Um mit den geringen Energiemengen, welche die Empfangsrelais treffen,   Sehaltvorgänge herbeifuhren   zu können, muss   man   verhältnismässig scharf abgestimmte, d. h.

   schwach edämpfte Empfangssysteme verwenden, die sieh innerhalb einer bestimmten Zeit auf eine zur   Herbeiführung   der Schaltbewegung ausreichende Amplitude   aufschaukeln.   Man hat auch bereits   vorgeschlagen,   durch die schwingenden Zungen Klinkwerke anzutreiben, um auf diese Weise zu erreichen, dass eine Energiespeicherung auftritt und man   verhältnismässig   schwer ausführbare Schaltbewegungen herbeiführen kann. Die bekannten Einrichtungen sind zwar geeignet, Schaltbewegungen auszuführen, deren Abstand verhältnismässig gross ist, z. B. mehrere Sekunden beträgt.

   Sie lassen jedoch rasch aufeinanderfolgende   Schaltbewegnugen   nicht zu, weil die Schaltelemente zu grosse Zeiten benötigen, um sich auf die notwendigen   Amplituden aufzusehaukeln.   Da die Einsehwingzeit von der Höhe der Frequenz abhängig ist, so treten die erwähnten Schwierigkeiten im allgemeinen nur bei   Frequenzen unter 2000   Hertz ein. Mit Rücksicht auf   Kabelstrecken,   die in dem Energieverteilungsnetz eingeschaltet sind, arbeitet   man   im allgemeinen mit Frequenzen in der Grössenordnung von 300-2000 Hertz. 



   Die Erfindung betrifft eine Anordnung, bei der ein vorhandenes Leitungsnetz, welches auch aus Kabelstrecken bestehen kann,   zur Übermittlung von Messwerten mit   Hilfe eines Impulsverfahrens benutzt werden kann. Dem Messwert kann dabei entweder die Impulshäufigkeit, die Impulsdauer oder die zeitliche Aufeinanderfolge von mehreren Impulsen   (Impulskombinationen) entsprechen.   Zur Übertragung der Impulse wird ein Wechselstrom netzfremder Frequenz verwendet.

   Erfindungsgemäss wird die   Dämpfung   aller im Stromkreise   der Überlagerungsfrequenz   liegenden Resonanzgebilde so gross gewählt, dass bei der höchsten vorkommenden Impulshäufigkeit die am Empfangsrelais unter Berücksichtigung der Einschwing-und Abklingzeiten entstehenden   Stromänderungen   noch zur Betätigung des Empfangsrelais ausreichen. Die Grösse der notwendigen Dämpfung ist davon abhängig, bei welchen Strömen das Empfangsrelais anspricht und abfällt.

   Wenn beispielsweise das Empfangsrelais bei 8 Milliamp. anspricht und seinen Anker bei li Milliamp. fallen lässt, dann muss durch genügende Erhöhung der Dämpfung dafür gesorgt werden, dass bei der höchsten vorkommenden   Impulshäufigkeit   trotz der durch die Trägheit der Resonanzgebilde hervorgerufenen Verzögerung eine Stromänderung in den genannten Grenzen auftritt. 



  Dabei ist ferner noch zu beachten, dass dem Anker noch genügend Zeit übrig bleibt, um die Schalt-   bewegung auszuführen.   Da die absolute Grösse der Einschwing- und Abklingzeit von der Höhe der 

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 EMI2.1 
 notwendigen Dämpfungsdekrements nicht machen. Das Dämpfungsdekrement lässt sieh aber für jeden
Einzelfall unter   Berücksichtigung   der maximalen Impulshäufigkeit, der Ansprechgrenze und der Zahl der Resonanzgebilde ermitteln. Für Fernmessanlagen, die nach dem Impulsfrequenzverfahren arbeiten. wird man in den meisten Fällen mit einer maximalen Impulshäufigkeit von mindestans 4-5 Impulsen pro Sekunde rechnen müssen. Bei modernen Anlagen sogar mit einer maximalen Impulshäufigkeit von 10 Impulsen pro Sekunde. 



   Es ist im allgemeinen schwierig, ein Empfangsrelais zu bauen, welches auf Frequenzen zwischen 500 und 2000 Hertz abgestimmt ist, eine genügend grosse Dämpfung aufweist und ausserdem noch ausreichend grosse Amplituden liefert. Es empfiehlt sich daher, beim Gegenstand der Erfindung nur   elektriseh   abgestimmte Resonanzgebilde zu verwenden, deren Dämpfung leicht durch Veränderung des Verlustwiderstandes einstellbar ist. In diesem Falle lassen sich auch leicht genügend grosse Amplituden erzielen. weil man mit empfindlichen Relais arbeiten kann, die man zweckmässig über Gleichrichter (Glühkathodenröhren,   Troekengleiehrichter)   an den letzten Resonanzkreis der   Steuerstromschleife     anschliesst.   



   Da es sieh bei Anlagen zur Fernmessung oder auch Anlagen zur Fernsteuerung mit Hilfe von rasch aufeinanderfolgenden Impulsreihen meist nur darum handelt, eine verhältnismässig geringe Anzahl von Empfangsgeräten zu beeinflussen, so kann man auch verhältnismässig teuere Empfangsgeräte verwenden und auch Verstärker benutzen, um die nötigen Amplituden zu erzielen. Man kann dann aber die Sendeenergie wesentlich vermindern, insbesondere wenn man durch Schaffung eines geeigneten   Stromweges   dafür sorgt, dass die Verbraucher nicht im   Nebenschluss   zum Empfangsrelais liegen. Als Sender kommen in diesem Falle insbesondere Röhrensender (mit   Hochvakuum-oder Dampfentladungsgefäss) und   einer Weehselstromleistung von 20-50 Watt in Betracht.

   Die Steuerung des Impulswechselstromes kann in bekannter Weise durch Relais geschehen, deren Kontakte in der Verbindungsleitung zwischen Tonfrequenzgenerator und Netz liegen und die durch einen Fernmesssender   üblicher   Bauart gesteuert werden. 



  Zur Ankopplung von Sender und Empfänger können die an sieh bekannten Methoden benutzt werden. bei welchen auf induktivem oder kapazitivem Wege gegebenenfalls unter elektrischer Kompensation der zur Ankopplung dienenden Blindwiderstände eine Verbindung zwischen Sender und Leitung bzw. Leitung und Empfänger geschaffen wird. Die Überlagerung des Impulswechselstromes kann in bekannter Weise zwischen Starkstromnetz und Erde, z. B. über einen künstlichen oder natürlichen Nullpunkt, oder zwischen den einzelnen Leitern des Starkstromnetzes geschehen. Um unnötige Energieverluste zu vermeiden, kann man auch   Leitungsstreeken,   über welche die Steuerenergie nicht fliessen soll, durch Sperrkreise abriegeln.

   Auch kann man als   Hin- und RÜckleitung   zwei an den Enden miteinander verbundene Leitungen einer Doppelleitung oder eines vermaschten Netzes benutzen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltanordnung zur   Übermittlung von Messwerten   mit Hilfe von Impulsen, deren Häufigkeit 
 EMI2.2 
 aetzfremder Frequenz über Starkstromleitungen (z. B. Kabeln), dadurch gekennzeichnet, dass die im Stromkreis der   überlagerten Netzfrequenz   liegenden mechanischen oder elektrischen   Schwingung-   gebilde eine so grosse Dämpfung besitzen, dass bei der höchsten vorkommenden Impulshäufigkeit die   @ntstehenden Stromänderungen noch zur sicheren   Betätigung des Empfangsrelais ausreichen. 
 EMI2.3 


Claims (1)

  1. st, dass die Aufschaukel-und Abklingzeit so klein ist, dass mehr als der Impulse je Sekunde übertragen werden können.
    3. Schaltanordnung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass dem mechanisch nicht auf lie Steuerfrequenz abgestimmten Empfangsrelais über einen elektrischen Schwingungskreis die Steuer- EMI2.4
AT140380D 1933-02-27 1934-02-01 Schaltanordnung zur Übermittlung von Meßwerten mit Hilfe von Impulsen. AT140380B (de)

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