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Es ist für Fernmessanlagen, bei welchen durch die zu übertragende Grösse die Intensität eines elektrischen Stromes beeinflusst wird, bereits vorgeschlagen worden, zum Zwecke der Vielfaehmessung einen rotierenden Verteiler zu benutzen und die einzelnen Messwerte über eine gemeinsame Leitung zu übertragen. Dieses Messverfahren hat den Nachteil, dass durch die veränderlichen Übergangswiderstände an den Kontakten leicht Fehlanzeigen verursacht werden können.
Es ist für die Übertragung von Messwerten durch Impulse (Impulsfrequenzverfahren) bekannt, mehrere Messwerte mit Hilfe rotierender Verteiler über eine gemeinsame Leitung zu übertragen. Die
Verteilergeschwindigkeit muss bei derartigen Einrichtungen so gewählt sein, dass mit Sicherheit jeder
Impuls übertragen wird. Damit keine Impulse verlorengehen, werden bei der bekannten Einrichtung an der Sendeeinrichtung Hilfsrelais verwendet, welche den Impuls so lange aufspeichern, bis er durch die Verteileranordnung übertragen worden ist. Für die Zwecke der Telegraphie und Telephonie ist es ausserdem bekannt, Verteileranordnungen zu verwenden, bei welchen während jeden Impulses mehrmals eine Verbindung zwischen Sender und Empfänger hergestellt wird.
Gegenstand der Erfindung ist eine besonders einfache und sicher arbeitende Einrichtung zur Mehrfachfernübertragung von Messwerten oder Zeigerstellungen nach einem Impulsverfahren, unter Benutzung synchronlaufender Verteilerarme.
Gemäss der Erfindung werden die Impulse zwischen dem umlaufenden Verteilerarm und dem mit diesem zusammenarbeitenden feststehenden Teile auf induktivem Wege übertragen. Besonders zweckmässig ist die Anwendung dieses Verfahrens bei Verteilern, die so rasch umlaufen, dass durch die periodische Verbindung zwischen Sender und Empfänger jeder Impuls in mehrere Teilimpulse aufgelöst wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es sei angenommen, dass es sich um die Übertragung von Messwerten nach dem Impulsfrequenzverfahren handelt. Der Übersichtlichkeit halber sind nur drei Kontaktgeber der eigentlichen Fernmesssender dargestellt. Sie sind mit 18, 19, 20 bezeichnet. Die Kontaktgeber dieser Sender sind in den Stromkreis der Magnetspulen 181, 191, 201 eingeschaltet, an welchen der mit einer Spule ausgerüstete Verteilerarm 21 vorbeiläuft. Die Kontakte der Sender und die erwähnten Magnetspulen sind an eine Gleichstromleitung angeschlossen. An Stelle dieser Gleichstromleitung kann auch eine Wechselstromleitung benutzt werden, die einen Wechselstrom entsprechend hoher Periodenzahl führt. Auch kann Hochfrequenz benutzt werden, die durch die Messimpulse moduliert wird.
Die Spule des Verteilerarmes 21 ist über Schleifringe an die Fernleitung 2') angeschlossen. Die Fernleitung 28 ist an der Empfangsstelle ebenfalls über Schleifringe mit der Spule des Verteilerarmes 24 verbunden. Die Verteilerarme 21 und laufen synchron um. Der Synchronismus kann durch irgendeines der bekannten Mittel aufrechterhalten werden. Der Verteilerarm 24 läuft an Magnetspulen vorbei, die den Kontaktgebern 18 bis, 20 am Sendeort zugeordnet sind. Jede der Magnet-
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instrument 27 einwirkt.
Die Einrichtung wirkt in folgender Weise. Wird beispielsweise der Stromkreis des Magneten 201 durch den Impulsgeber geschieben, so wird in der Spule des Verteilers 21 eine Spannung induziert, wenn dieser Verteilerarm an der Spule 201 vorbeiläuft. Im gleichen Augenblick läuft der Verteilerarm. auch an der dem Sender 20 zugeordneten Spule des Empfängers vorbei und überträgt auf induktivem Wege den Impuls nach dem Relais 25. Während eines Impulses kann dieser Vorgang öfter stattfinden, d. h. der Gesamtimpuls wird in eine Anzahl von Teilimpulsen aufgelöst. Verwendet man Wechselstrom zur Speisung der Spulen 181, 191, 201, so wird der Impuls zum Teil unmittelbar transformatorisch übertragen.
Wenn sich aus irgendwelchen Gründen besonders kräftige Impulse nicht erzielen lassen oder die Impulse durch lange Fernleitungen geschwächt werden, so kann es sich empfehlen, die der Empfangsapparatur, z. B. der Spule 24 oder dem Relais 2/5 zugeführten Impulse erst mit Hilfe von Elektronenröhren in bekannter Weise zu verstärken. Dabei kann gleichzeitig eine Gleichrichtung der Impulse stattfinden, wodurch man mitunter mit Relais einfacherer Bauart auskommen kann. Anstatt die Impulse mit Hilfe einer besonderen Fernleitung 2. 3 zu übertragen, kann man in bekannter Weise drahtlose Übertragung benutzen, gegebenenfalls kann man auch hochfrequente Schwingungen zur Impulsgabe einer z : ; andern Zwecken dienenden Leitung überlagern.
Wenn man mit Hilfe des beschriebenen Verfahrens beispielsweise die Wirk- und Blindleistung, die an irgendeinem Punkte einer Leitung auftritt, nach einem entfernten Ort meldet, so kann man an diesem Ort auch die Phasenverschiebung bestimmen. Zu diesem Zwecke kann man beispielsweise die von zwei Empfangsgeräten gelieferten Ströme auf einen Zähler einwirken lassen, der einen Gleichstromerzeuger antreibt. Die von diesem Gleichstromerzeuger gelieferten Ströme, welche dann der Blind-bzw.
Wirkleistung proportional sind, können dann einem Kreuzspulgerät zugeführt werden, welches die Phasenverschiebung anzeigt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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nach einem Impulsverfahren unter Benutzung synchron umlaufender Verteilerarme, dadurch gekenn- zeichnet, dass zwischen dem umlaufenden Verteilerarm und den mit diesem zusammenarbeitenden feststehenden Teilen die Impulse auf induktivem Wege übertragen werden.