DE447481C - Verfahren zur Abschwaechung aperiodischer, insbesondere atmosphaerischer Stoerungen - Google Patents

Verfahren zur Abschwaechung aperiodischer, insbesondere atmosphaerischer Stoerungen

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DE447481C
DE447481C DER62906D DER0062906D DE447481C DE 447481 C DE447481 C DE 447481C DE R62906 D DER62906 D DE R62906D DE R0062906 D DER0062906 D DE R0062906D DE 447481 C DE447481 C DE 447481C
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DE
Germany
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aperiodic
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disturbances
oscillation
modulation
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DER62906D
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HENRI JEAN JOSEPH MARIA DE REG
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HENRI JEAN JOSEPH MARIA DE REG
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B1/00Details of transmission systems, not covered by a single one of groups H04B3/00 - H04B13/00; Details of transmission systems not characterised by the medium used for transmission
    • H04B1/06Receivers
    • H04B1/10Means associated with receiver for limiting or suppressing noise or interference
    • H04B1/12Neutralising, balancing, or compensation arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Transmitters (AREA)
  • Noise Elimination (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AlW 7. SEPTEMBER 1927
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21a4 GRUPPE 22
R 62906
Tag· der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 7. Juli
Henri Jean Joseph Maria de Regnauld de Bellescize in Neuilly, Frankr.
Verfahren zur Abschwächung aperiodischer, insbesondere atmosphärischer Störungen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Dezember 1924 ab.
Die Priorität der Anmeldung in Frankreich vom 28. Dezember 1923 ist in Anspruch.genommen
Die Erfindung bezweckt, die Einwirkung I Stromstößen, die sich ihr überlagern könnten,
atmosphärischer Störströme auf die Emp- ' benutzen.
fänger der drahtlosen Telegraphic und TeIe- Der Einfachheit halber soll durch »Zeichen«
phonie abzuschwächen. Die Erfindung läßt die sinusförmige Schwingung bezeichnet wer-
sich weiterhin zur Selektion jeder beliebigen ; den, um deren Befreiung von Störungen es ungedämpften Schwingung aus aperiodischen sich handelt.
Die Abb. ι veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel zur Durchführung des. Verfahrens; im übrigen wären andere Grundformen auf den gleichen Grundsätzen denkbar. Durch einen Stromkreis ArA werden Zeichen von der Frequenz / und Störströme, diese in Gestalt aperiodischer Ströme, aufgenommen, womit gesagt sein soll, daß diese. Störströme aufgenommen werden, ehe sie abgestimmte Schwingungskreise - durchlaufen haben, weil ihnen sonst die Form gedämpfter Schwingungszüge von der Frequenz / des Zeichens gegeben werden würde.
Der Stromkreis A-A steuert zwei Abzweigungen. Die eine von ihnen, die durch Bezugszeichen mit dem Index 1 bezeichnet ist, enthält in folgender Reihenfolge: eine Röhre D1 und einen Übertrager Zf1, der auf ein zweites Röhrenrelais Z1 Zeichen und Störströme, diese immer in aperiodischer Form, überträgt» Ein Erzeuger sinusförmiger Schwingungen von der Frequenz /' ist in den Anodenstromkreis der Röhre J1 in Reihe eingeschaltet. Die Störströme übertragen sich bei dieser Schaltung bekanntlich durch aperiodische Schwankungien des Anodenstromes, tund die Zeichen durch zwei sinusförmige Schwingungen, eine von der Frequenz/—/', die andere von der Frequenz/-)-/'. Störungen und Zeichen wirken dann auf einen abgestimmten Schwingungskreis N1-C1, der auf eine dieser beiden Frequenzen, z.B. /-j-/', die man zu erhalten wünscht, abgestimmt, ist. Die Zeichen kommen darin zur Resonanz, und die Störschwingungen wandeln sich darin in gedämpfte Schwingungszüge von der Frequenz f-\-f um.
In der anderen Abzweigung mit den Bezugszeichen Bait Index 2 wird in der umgekehrten Reihenfolge verfahren: Zeichen und Störschwingungen treffen vor der Modulierung auf einen abgestimmten Schwingungskreis, der diese ihren aperiodischen Verlauf verlieren läßt. Diese Abzweigung enthält in folgender Reihenfolge: eine Röhre D2, deren Anodenkreis einen abgestimmten Schwingungskreis H2-C2 erregt, der auf die Eigenfrequenz/ des Zeichens abgestimmt ist und die Störschwingungen als gedämpfte Schwingungszüge der gleichen Frequenz weitergibt. Der abgestimmte Schwingungskreis arbeitet auf das Gitter einer Röhre/2, deren Anodenkreis dieselbe Modulierungsquelle S wie oben, enthält. Dieser Anodenstromkreis gibt also an den aperiodischen Übertrager N2 Zeichen in Gestalt sinusförmiger Schwingungen von der Frequenz f~\-f und / — /' und Störströme in Gestalt von gedämpften Schwingungszügen der gleichen Frequenzen ab. Die Übertrager N1 und N2 endlich steuern in einander unterstützendem Sinne die nachgeordneten Glieder/3 des Empfängers. Dieser Teil P kann die üblichen Empfangsglieder, insbesondere aber auf die Frequenz /-}-/' z. B., die erhalten werden soll, abgestimmte Selektoren enthalten.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung läßt' sich wie folgt erläutern:
Wenn man .der Reihe nach die Umwandlungen, die sich in den beiden Abzweigungen abspielen, -verfolgt,. wird leicht verständlich, daß diese Abzweigungen auf den Empfänger P Zeichen-von der Frequenz /-{-/' mit gleicher Phase und, wenn die Kopplungen in geeigneter Weise eingestellt sind, gleicher Amplitude übertragen (die durch die Abzweigung mit Index 2 übertragenen Zeichen von der Frequenz / — /' werden nicht aufgehalten, da sie in den auf die Frequenz /-)-/' abgestimmten Selektoren des Empfängers P ausgeschieden werden).
Kurz und gut, die beiden Abzweigungen setzen sich in ganz gleichartiger Weise, vom Gesichtspunkt des Zeichens aus betrachtet, zusammen, und die auf P ausgeübte Gesamtwirkung ist genau die doppelte derjenigen, die jede Abzweigung für sich ausüben würde.
Nicht ebenso verhält es sich mit den aperiodischen Störströmen, deren Sitz der Stromkreis A-A ist.
Es sei zunächst an die bekannte Tatsache erinnert, daß in einer als Modulator eingestellten Röhre, deren Gitterspannung V und Anodenspannung u ist, der Anodenstrom die Form /( X uv annimmt, wobei /< eine Konstante ist.
Es sei (Abb. 2) p = f (t) die Form der durch die Störschwingung auf die Sekundärwicklungen der Übertrager H1, H2 ausgeübten elektromotorischen Kraft als Funktion der Zeit und Pt der augenblickliche Wert dieser elektromotorischen Kraft während eines unendlich kleinen und auf gut Glück genommenen Zeitraumes Δ-/.
Es soll außerdem durch
= C7sm (2xf
die sinusförmige Spannung der modulierenden StromquelleS von der Frequenz/' bezeichnet werden, deren Phase im Augenblick Δ t0 der Betrachtung φ ist.
In der Abzweigung mit Index 1 überträgt sich die augenblickliche Störung Pt durch eine , Änderung Pt. U sin ep des Anodenstromes der Röhre J1. Diese Änderung und folglich auch die auf den abgestimmten Schwingungskreis NyC1 ausgeübte induktive Einwirkung hängen vom Winkel φ, mit anderen Worten, von der Phase der modulierenden Schwingung im betrachteten Augenblick Δ t ab. Entsprechend dem Werte von φ kann die augenblickliche Störwirkung Pt abgeändert oder gar zu
Null gemacht werden. Um die Störwirkung an dem zwischen den Grenzen L2 und tx gelegenen Zeitraum zu erhalten (Abb. 2), muß man immer weiter die durch den Zeitraum Δ t ausgeübte Maßnahme wiederholen, und es zeigt sich, daß das Gesamtergebnis von dem Verlauf der Modulierschwingung im Verhältnis zu der Art und Weise abhängt, in der sich die augenblicklichen Amplituden Pt folgen. Die auf den aperiodischen Störer einwirkende Modulierung ändert dessen Einfluß in einem Verhältnis; das unbekannt ist und von der Form selbst des Störers abhängt, die vom Zufall beherrscht wird. Es läßt sich also sagen, daß die Verteilung der störenden Einflüsse als Funktion der Zeit durch die Modulierung abgeändert wird.
In der Abzweigung mit Index 2 erzeugt dieselbe augenblickliche Störung/^ in dem abgestimmten Schwingungskreis H2-C2 zunächst einen, frei gedämpften Schwingungszug von der Frequenz / und einer Amplitude X1 die proportional der in Abb. 2 schraffierten Fläche ist:
Xe~ at sin 2 π ft
Der Anodenstrom der Röhre V2
Verlauf:
nimmt den
K-c
— at
K -Xe -at sin 2 π ft · U sin (2 π ft + φ) XU
[COS (2 7Γ
n ί— φ) — COS (2 π (f + f) t + φ] .
2ο Der Störbestandteil läßt also in dem Übertrager N2 zwei Züge von der Frequenz /■—f und f-\-f (nur die zweite wird infolge der SelektorenP aufgenommen) mit vom betrachteten Augenblick Δ t ganz unabhängigen Amplituden entstehen. Mit anderen Worten, in der zweiten Abzweigung werden die gegenseitigen Einflüsse der Störschwingung und des Zeichens als Funktion der Zeit durch die Modulierung nicht abgeändert.
Zusammenfassend lassen die beiden Abzweigungen der Abb. 1 entstehen: zwei Zeichen, deren Wirkungen sich unterstützen, indem sie ein Zeichen doppelter Wirkung-im Verhältnis zu derjenigen hervorrufen, die durch jede der Abzweigungen für sich gegeben sein würde; zwei Störwirkungen, deren Verteilungen auf den Lauf der Zeit nicht unbedingt die gleichen sind und deren Resultierende infolgedessen nicht das Doppelte jeder der Teitstörungen beträgt.
Im allgemeinen wird nun eine relative Verbesserung des Zeichens erzielt. Eine Verbesserung könnte nur in dem unglücklichen Zufall nicht eintreten, wo eine Störschwingung auftritt, die genau die Form eines Wechsels der Frequenz / annimmt; ein solcher Zufall aber kommt selten vor.
Die Erfindung kann auf alle diejenigen Teile des Empfängers angewendet werden, in denen die Störschwingung in aperiodischer Form empfangen werden kann, insbesondere nachdem die Hertzschen Wellen in einer aperiodischen Antenne aufgenommen worden sind, und nach jeder Veränderung der Frequenz durch Modulierung, die von Detektierung gefolgt ist.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Abschwächung aperiodischer, insbesondere atmosphärischer Störungen, dadurch gekennzeichnet, daß die in einem aperiodischen Empfangsstromkreis aufgenommenen Zeichen und aperiodischen Störströme zwei Abzweigungen des . Empfängers zugeführt werden, in deren einer die aufgenommenen Schwingungen zunächst einer Modulierung und dann der Resonanz unterworfen werden, während sie in der anderen Abzweigung des Empfängers zunächst der Resonanz und dann einer Modulierung ausgesetzt werden, wonach die Ströme beider Abzweigungen gemeinsam und in einander unterstützendem Sinne auf nachgeordnete Glieder des Empfängers einwirken.
2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein aperiodischer Empfangsstromkreis an eine Verzweigung zweier parallel geschalteter Empfangsröhrenanordnungen gekoppelt ist, die in einander entgegengesetzter Reihenfolge aus Resonanzkreisen und Modulatoren zusammengesetzt sind und gemeinsam auf eine ihnen nachgeordnete Empfangsanordnung einwirken.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DER62906D 1923-12-28 1924-12-21 Verfahren zur Abschwaechung aperiodischer, insbesondere atmosphaerischer Stoerungen Expired DE447481C (de)

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