DE447481C - Verfahren zur Abschwaechung aperiodischer, insbesondere atmosphaerischer Stoerungen - Google Patents
Verfahren zur Abschwaechung aperiodischer, insbesondere atmosphaerischer StoerungenInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04B—TRANSMISSION
- H04B1/00—Details of transmission systems, not covered by a single one of groups H04B3/00 - H04B13/00; Details of transmission systems not characterised by the medium used for transmission
- H04B1/06—Receivers
- H04B1/10—Means associated with receiver for limiting or suppressing noise or interference
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Description
AUSGEGEBEN AlW 7. SEPTEMBER 1927
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21a4 GRUPPE 22
R 62906
Tag· der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 7. Juli
Verfahren zur Abschwächung aperiodischer, insbesondere atmosphärischer Störungen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Dezember 1924 ab.
Die Priorität der Anmeldung in Frankreich vom 28. Dezember 1923 ist in Anspruch.genommen
Die Erfindung bezweckt, die Einwirkung I Stromstößen, die sich ihr überlagern könnten,
atmosphärischer Störströme auf die Emp- ' benutzen.
fänger der drahtlosen Telegraphic und TeIe- Der Einfachheit halber soll durch »Zeichen«
phonie abzuschwächen. Die Erfindung läßt die sinusförmige Schwingung bezeichnet wer-
sich weiterhin zur Selektion jeder beliebigen ; den, um deren Befreiung von Störungen es
ungedämpften Schwingung aus aperiodischen sich handelt.
Die Abb. ι veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel zur Durchführung des. Verfahrens; im
übrigen wären andere Grundformen auf den gleichen Grundsätzen denkbar. Durch einen Stromkreis ArA werden Zeichen
von der Frequenz / und Störströme, diese in Gestalt aperiodischer Ströme, aufgenommen, womit gesagt sein soll, daß diese. Störströme
aufgenommen werden, ehe sie abgestimmte Schwingungskreise - durchlaufen haben, weil ihnen sonst die Form gedämpfter
Schwingungszüge von der Frequenz / des Zeichens gegeben werden würde.
Der Stromkreis A-A steuert zwei Abzweigungen.
Die eine von ihnen, die durch Bezugszeichen mit dem Index 1 bezeichnet ist,
enthält in folgender Reihenfolge: eine Röhre D1 und einen Übertrager Zf1, der auf
ein zweites Röhrenrelais Z1 Zeichen und Störströme,
diese immer in aperiodischer Form, überträgt» Ein Erzeuger sinusförmiger Schwingungen von der Frequenz /' ist in
den Anodenstromkreis der Röhre J1 in Reihe eingeschaltet. Die Störströme übertragen sich
bei dieser Schaltung bekanntlich durch aperiodische Schwankungien des Anodenstromes, tund
die Zeichen durch zwei sinusförmige Schwingungen, eine von der Frequenz/—/', die
andere von der Frequenz/-)-/'. Störungen und Zeichen wirken dann auf einen abgestimmten
Schwingungskreis N1-C1, der auf
eine dieser beiden Frequenzen, z.B. /-j-/',
die man zu erhalten wünscht, abgestimmt, ist. Die Zeichen kommen darin zur Resonanz,
und die Störschwingungen wandeln sich darin in gedämpfte Schwingungszüge von der
Frequenz f-\-f um.
In der anderen Abzweigung mit den Bezugszeichen Bait Index 2 wird in der umgekehrten
Reihenfolge verfahren: Zeichen und Störschwingungen treffen vor der Modulierung
auf einen abgestimmten Schwingungskreis, der diese ihren aperiodischen Verlauf verlieren
läßt. Diese Abzweigung enthält in folgender Reihenfolge: eine Röhre D2, deren Anodenkreis
einen abgestimmten Schwingungskreis H2-C2 erregt, der auf die Eigenfrequenz/
des Zeichens abgestimmt ist und die Störschwingungen
als gedämpfte Schwingungszüge der gleichen Frequenz weitergibt. Der abgestimmte
Schwingungskreis arbeitet auf das Gitter einer Röhre/2, deren Anodenkreis dieselbe
Modulierungsquelle S wie oben, enthält. Dieser Anodenstromkreis gibt also
an den aperiodischen Übertrager N2 Zeichen in Gestalt sinusförmiger Schwingungen von
der Frequenz f~\-f und / — /' und Störströme
in Gestalt von gedämpften Schwingungszügen der gleichen Frequenzen ab. Die Übertrager N1 und N2 endlich steuern
in einander unterstützendem Sinne die nachgeordneten Glieder/3 des Empfängers. Dieser
Teil P kann die üblichen Empfangsglieder, insbesondere aber auf die Frequenz /-}-/'
z. B., die erhalten werden soll, abgestimmte Selektoren enthalten.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung läßt' sich wie folgt erläutern:
Wenn man .der Reihe nach die Umwandlungen, die sich in den beiden Abzweigungen
abspielen, -verfolgt,. wird leicht verständlich, daß diese Abzweigungen auf den Empfänger P
Zeichen-von der Frequenz /-{-/' mit gleicher
Phase und, wenn die Kopplungen in geeigneter Weise eingestellt sind, gleicher Amplitude
übertragen (die durch die Abzweigung mit Index 2 übertragenen Zeichen von der Frequenz
/ — /' werden nicht aufgehalten, da sie in den auf die Frequenz /-)-/' abgestimmten
Selektoren des Empfängers P ausgeschieden werden).
Kurz und gut, die beiden Abzweigungen setzen sich in ganz gleichartiger Weise, vom
Gesichtspunkt des Zeichens aus betrachtet, zusammen, und die auf P ausgeübte Gesamtwirkung
ist genau die doppelte derjenigen, die jede Abzweigung für sich ausüben würde.
Nicht ebenso verhält es sich mit den aperiodischen Störströmen, deren Sitz der Stromkreis
A-A ist.
Es sei zunächst an die bekannte Tatsache erinnert, daß in einer als Modulator eingestellten
Röhre, deren Gitterspannung V und Anodenspannung u ist, der Anodenstrom die
Form /( X uv annimmt, wobei /< eine Konstante
ist.
Es sei (Abb. 2) p = f (t) die Form der durch die Störschwingung auf die Sekundärwicklungen
der Übertrager H1, H2 ausgeübten
elektromotorischen Kraft als Funktion der Zeit und Pt der augenblickliche Wert dieser
elektromotorischen Kraft während eines unendlich kleinen und auf gut Glück genommenen
Zeitraumes Δ-/.
Es soll außerdem durch
Es soll außerdem durch
= C7sm (2xf
die sinusförmige Spannung der modulierenden StromquelleS von der Frequenz/'
bezeichnet werden, deren Phase im Augenblick Δ t0 der Betrachtung φ ist.
In der Abzweigung mit Index 1 überträgt sich die augenblickliche Störung Pt durch eine ,
Änderung Pt. U sin ep des Anodenstromes der
Röhre J1. Diese Änderung und folglich auch die auf den abgestimmten Schwingungskreis
NyC1 ausgeübte induktive Einwirkung hängen vom Winkel φ, mit anderen Worten, von
der Phase der modulierenden Schwingung im betrachteten Augenblick Δ t ab. Entsprechend
dem Werte von φ kann die augenblickliche Störwirkung Pt abgeändert oder gar zu
Null gemacht werden. Um die Störwirkung an dem zwischen den Grenzen L2 und tx
gelegenen Zeitraum zu erhalten (Abb. 2), muß man immer weiter die durch den Zeitraum
Δ t ausgeübte Maßnahme wiederholen, und es zeigt sich, daß das Gesamtergebnis
von dem Verlauf der Modulierschwingung im Verhältnis zu der Art und Weise abhängt, in
der sich die augenblicklichen Amplituden Pt folgen. Die auf den aperiodischen Störer
einwirkende Modulierung ändert dessen Einfluß in einem Verhältnis; das unbekannt ist
und von der Form selbst des Störers abhängt, die vom Zufall beherrscht wird. Es läßt sich
also sagen, daß die Verteilung der störenden Einflüsse als Funktion der Zeit durch die
Modulierung abgeändert wird.
In der Abzweigung mit Index 2 erzeugt dieselbe augenblickliche Störung/^ in dem abgestimmten
Schwingungskreis H2-C2 zunächst
einen, frei gedämpften Schwingungszug von der Frequenz / und einer Amplitude X1
die proportional der in Abb. 2 schraffierten Fläche ist:
Xe~ at sin 2 π ft
Der Anodenstrom der Röhre V2
Verlauf:
Verlauf:
nimmt den
K-c
— at
K -Xe -at sin 2 π ft · U sin (2 π ft + φ)
XU
[COS (2 7Γ
n ί— φ) — COS (2 π (f + f) t + φ] .
2ο Der Störbestandteil läßt also in dem Übertrager
N2 zwei Züge von der Frequenz /■—f
und f-\-f (nur die zweite wird infolge der
SelektorenP aufgenommen) mit vom betrachteten Augenblick Δ t ganz unabhängigen Amplituden
entstehen. Mit anderen Worten, in der zweiten Abzweigung werden die gegenseitigen
Einflüsse der Störschwingung und des Zeichens als Funktion der Zeit durch die
Modulierung nicht abgeändert.
Zusammenfassend lassen die beiden Abzweigungen der Abb. 1 entstehen: zwei Zeichen,
deren Wirkungen sich unterstützen, indem sie ein Zeichen doppelter Wirkung-im Verhältnis
zu derjenigen hervorrufen, die durch jede der Abzweigungen für sich gegeben sein würde;
zwei Störwirkungen, deren Verteilungen auf den Lauf der Zeit nicht unbedingt die gleichen
sind und deren Resultierende infolgedessen nicht das Doppelte jeder der Teitstörungen
beträgt.
Im allgemeinen wird nun eine relative Verbesserung des Zeichens erzielt. Eine Verbesserung
könnte nur in dem unglücklichen Zufall nicht eintreten, wo eine Störschwingung auftritt, die genau die Form eines Wechsels
der Frequenz / annimmt; ein solcher Zufall aber kommt selten vor.
Die Erfindung kann auf alle diejenigen Teile des Empfängers angewendet werden, in
denen die Störschwingung in aperiodischer Form empfangen werden kann, insbesondere
nachdem die Hertzschen Wellen in einer aperiodischen Antenne aufgenommen worden sind, und nach jeder Veränderung der Frequenz
durch Modulierung, die von Detektierung gefolgt ist.
Claims (2)
1. Verfahren zur Abschwächung aperiodischer, insbesondere atmosphärischer Störungen,
dadurch gekennzeichnet, daß die in einem aperiodischen Empfangsstromkreis aufgenommenen Zeichen und aperiodischen
Störströme zwei Abzweigungen des . Empfängers zugeführt werden, in deren einer die aufgenommenen Schwingungen
zunächst einer Modulierung und dann der Resonanz unterworfen werden, während sie
in der anderen Abzweigung des Empfängers zunächst der Resonanz und dann einer Modulierung ausgesetzt werden, wonach
die Ströme beider Abzweigungen gemeinsam und in einander unterstützendem Sinne auf nachgeordnete Glieder des Empfängers
einwirken.
2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein aperiodischer Empfangsstromkreis an eine Verzweigung zweier parallel geschalteter Empfangsröhrenanordnungen
gekoppelt ist, die in einander entgegengesetzter Reihenfolge aus Resonanzkreisen und Modulatoren zusammengesetzt
sind und gemeinsam auf eine ihnen nachgeordnete Empfangsanordnung einwirken.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR447481X | 1923-12-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE447481C true DE447481C (de) | 1927-09-07 |
Family
ID=8900601
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER62906D Expired DE447481C (de) | 1923-12-28 | 1924-12-21 | Verfahren zur Abschwaechung aperiodischer, insbesondere atmosphaerischer Stoerungen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1687063A (de) |
| DE (1) | DE447481C (de) |
| FR (1) | FR587624A (de) |
-
1923
- 1923-12-28 FR FR587624D patent/FR587624A/fr not_active Expired
-
1924
- 1924-12-21 DE DER62906D patent/DE447481C/de not_active Expired
- 1924-12-24 US US757783A patent/US1687063A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US1687063A (en) | 1928-10-09 |
| FR587624A (fr) | 1925-04-21 |
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