<Desc/Clms Page number 1>
Mechanische Kleinfeuerung.
Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, überall dort, wo man bis jetzt nur gewöhnliehe Planroste, Treppenroste, Halbgas-oder Schaehtfeuerungen anwenden konnte, das von Hand bediente oder nur halbautomatische Rostsystem durch eine vollkommen selbsttätig arbeitende Feuerung mit oberer Brennstoffaufgabe zu ersetzen. Dabei ist in erster Linie an Zentralheizungskessel und an industrielle und gewerbliche Zwergkessel und sonstige kleinere Feuerstellen gedacht.
Die bisher für solche Zwecke verwendeten Roste haben den Nachteil, dass sie dauernd aufmerksam bedient werden müssen und dass sie ein hochwertiges, grobstückiges und daher teures Brennmaterial benötigen. Demgegenüber besitzt die Feuerung nach der Erfindung den Vorteil, dass sie nur eine geringe Wartung erfordert und sich auch für minderwertige und feinkörnige Brennstoffe eignet.
Die Erfindung besteht darin, dass die Brennbahn aus zwischen Längsträgern abwechselnd angeordneten Längsreihen von feststehenden, luftzuführenden, insbesondere einander übergreifenden Rostgliedern und von hin-und herbewegten, zweckmässig gegenüber den Rostgliedern vertieft liegenden Vorschubstösseln für das Brennmaterial gebildet ist.
Gegenüber den bekannten automatischen Rosten besitzt ein solches Feuerungssystem den Vorteil, dass der vollkommene Ausbrand des Brennstoffes auch bei einer ganz geringen Länge des Rostes möglich ist. Zu diesem Zwecke genügt z. B. bereits eine Rostlänge von 0-5 m. Daher kann dieses Rostsystem auch für ganz geringe Rostleistungen mit einer totalen Rastfläche von O'l m2 ausgeführt werden. Diese Eigenschaft verdankt dieses Rostsystem auch dem Umstand, dass die Hublänge und damit die Vor- sehubwirkung der beweglichen Vorschubstössel nach hinten zu allmählich abnimmt und am Rostende erforderlichenfalls ganz aufgehoben ist.
Dadurch ist es möglich, die Fortbewegung des Brennstoffes genau nach Belastung und Kohlenart einzustellen, so dass der Ausbrand des Brennstoffes trotz geringer Länge des Rostes an seinem hinteren Ende bereits vollkommen beendet ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Rostes gemäss der Erfindung veranschaulicht.
Es zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt nach A- der Fig. 2 und Fig. 2 einen Querschnitt nach B-B der Fig. 1 von links gesehen. Ferner zeigt Fig. 3 einen Längsschnitt nach C-C der Fig. 2 durch einige Rostglieder in grösserem Massstab, Fig. 4 ein Rostglied in der Druntersicht und Fig. 5 einen Querschnitt nach D-D der Fig. 3. Fig. 6 zeigt ein Stück des Längsschnittes nach A-A der Fig. 2 im grösseren Massstab und Fig. 7 einen Querschnitt nach E-E der Fig. 6. Der Massstab der Fig. 3-5 ist der Deutlichkeit wegen grösser als jener der Fig. 6 und 7.
Die Feuerung besteht aus in Abständen nebeneinander angeordneten Längsträgern 1, wobei die Zwischenräume abwechselnd von Rostgliedern 2 und Kohlenvorschubstösseln 3 überbrückt sind, die zweckmässig gegenüber den Rostgliedern 2 vertieft angeordnet sind. Auf diese Weise entstehen in der Breitenrichtung aufeinanderfolgend treppenförmig verlaufende Längsreihen von feststehenden und luftzuführenden Rostgliedern 2 und von hin-und herbeweglichen Kohlenvorschubstösseln .
Die Rostglieder 2 sind von Platten gebildet, die einander übergreifen (Fig. 1 und 3), wobei die Anordnung so getroffen ist, dass die Schlitzweite a zwischen den einander schuppenförmig übergreifenden Rostgliedern gegen das Rostende zu allmählich abnimmt (Fig. 3). Die Rostglieder liegen nach dem Einsetzen mit ihren T-förmigen Enden 2 a hinter den Leisten 1 ader Längsträger 1.
Die Stössel 3 sind hin-und herbeweglich zwischen feststehenden Führungsplatten 4 gelagert (Fig. 1 ung 6), von welchen alle oder wenigstens einzelne an ihrem Ende mit Staunasen 5 ausgestattet sind, durch die der noch unverbrannte Brennstoff nach oben gegen die Luftschlitze a der benachbarten
<Desc/Clms Page number 2>
Rostglieder 2 gedrängt und so einem völligen Ausbrand zugeführt wird. Die Kohlenvorschubstüssel 3 bilden getrennte, hintereinander angeordnete Teile und haben einen gemeinsamen Antrieb. Zu diesem Zwecke besitzen sie nach abwärts gerichtete, eventuell rippenförmige Arme 3a, die zwischen je zwei Mitnhemerstifte 6 eines Längssteges 7 ragen.
Um den Stösseln 3 innerhalb einer Stössellängsreihe verschiedene Hublängen zu erteilen, sind entweder die Mitnehmerstifte 6 für jeden Stössel in verschiedener Entfernung b bzw. b'voneinander angeordnet (Fig. 6) oder die Arme 3a der Stössel sind verschieden breit ausgebildet (Fig. 1). Dadurch wird erreicht, dass der Hub der Vorschubstössel 3 gegen das Rostende allmählich abnimmt, weil die Stifte 6 des Antriebsteges 7 einen nach rechts zu immer grösser werdenden toten Weg zu machen haben, bevor sie durch Anschlag an den Arm 3 a die Stössel 3 mitnehmen (Schleppbewegung).
Der Antrieb der Stössel 3 aller Längsreihen wird durch die zu einem Rahmen verbundenen Längsstege y bewirkt, durch'deren Bewegung den Stösseln eine langsame Hin-und Herbewegung erteilt wird.
Dieser Betätigungsrahmen ist an den beiden Seiten des Rostes in Führungsschuhen 8 gelagert und wird durch einen hydraulischen oder elektrischen Antrieb mittels eines Antriebsgestänges 9, 10 hin-und herbewegt.
Für eine gleichmässige Zuführung des frischen Brennstoffes von oben ist z. B. ein Doiserungsrad 11 in einer Dosierungsgosse 12 vorgesehen, das gleichfalls vom Antriebsgestänge des Rostes regelbar betätigbar ist.
Der Brennstoff gelangt aus dem nicht gezeichneten Brennstoffbehälter über das Dosierungsrad 11 in freiem Fall gleichmässig verteilt auf das vordere Ende des Rostes. Von dort wird der Brennstoff durch die Vorschubstössel 3 allmählich rückwärts befördert.
Die erforderliche Verbrennungsluft gelangt durch die schlitzförmigen Öffnungen a zwischen den schuppenförmig angeordneten Rostgliedern 2 zu dem Brennstoff. Das Brennmaterial wird durch die hin-und hergehenden Kohlenvorschubstössel 3, deren Hublänge nach hinten zu entsprechend dem Brenn- stoffabbrand abnimmt, fortbewegt.
Die Verbrennungsrückstände werden durch die hinteren Vorschubstössel 3 unter dem Drucke des nachdrängenden Brennmaterials auf die hintere fixe Rostpartie M abgeschoben, von wo sie nach gänzlichem Ausbrand in den Schlackenbehälter 14 abgedrängt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Mechanische Kleinfeuerung mit oberer Brennstoffaufgabe, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennbahn aus zwischen Längsträgern abwechselnd angeordneten Längsreihen von feststehenden, luft- zuführenden, insbesondere einander übergreifenden Rostgliedern und von hin-und herbewegten, zweckmässig zu den Rostgliedern vertieft liegenden Vorsehubstösseln für das Brennmaterial gebildet ist.