AT137428B - Verbandsmaterial, Wundnähmaterial u. dgl. und Verfahren zu deren Herstellung. - Google Patents

Verbandsmaterial, Wundnähmaterial u. dgl. und Verfahren zu deren Herstellung.

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  Verbandsmaterial, Wundnähmaterial u. dgl. und Verfahren zu deren Herstellung. 
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  Man erhält so eine Jodseide mit bis zu 0-1 g mit Thiosulfat titrierbares Jod auf das Gramm jodierter Seide. 



   Die in den Bädern behandelte Seide wird in jedem Falle nach dem Herausnehmen durch Abschleudern, Abtropfen u. dgl. von der anhaftenden Flüssigkeit nach Möglichkeit befreit und dann an der Luft allmählich getrocknet. 



   Besonders ist darauf hinzuweisen, dass bei der Verwendung der wässerigen, alkoholischen Jodlösungen zur Behandlung der Seide, bei der die Wildseide bzw. Tussahseide auch aus Gründen der Billigkeit den Vorzug vor der Maulbeerseide verdient, die Benetzung des Materials sehr gut ist. 



   Es sei noch erwähnt, dass die mit Jod behandelte Seide nicht nur mit Thiosulfat titrierbares Jod enthält, sondern auch grössere Mengen nicht mehr mit Thiosulfat   titrierbaxes   Jod gebunden hat. Bei genügend langer Beladung lässt sich ein Verhältnis von mit Thiosulfat titrierbarem zu mit Thiosulfat nicht titrierbarem Jod von 1 : 1 erreichen, so dass die jodierte Seide bis zu 0'12 g mit Thiosulfat titrierbares Jod und die gleiche Menge nicht mit Thiosulfat titrierbares Jod enthalten kann, berechnet auf 1 g jodierte Seide ; die letztere kann also nach der beschriebenen Arbeitsweise ohne besondere Schwierigkeiten bis zu zirka 25% ihres Gewichtes an Jod enthalten. 



   Es ist ausserordentlich überraschend, dass es gelingt, mit reinen, wasserhaltigen, alkoholischen Jodlösungen oder mit wasserhaltigen, alkoholischen   Jodlösungen,   die nur relativ geringe Zusätze von Jodalkalien oder Joderdalkalien haben, Seide so weitgehend mit Jod zu beladen, wie es sich gemäss den Ausführungsbeispielen ergibt. Diese Tatsache ist sehr wertvoll, weil selbst bei weitgehender Beladung der Seide mit Jod keine entsprechende Imprägnierung des   Seidengewebes   mit Jodalkalien oder Joderdalkalien stattfindet ; man bekommt stets eine Jodseide, die entweder überhaupt keine Jodalkalien 
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 vermieden wird. 



   Es sei erwähnt, dass die Jodierung von chirurgischem, tierischem Fasermaterial, wie Catgut oder pflanzlichen Fasern, wie Baumwolle, die zur Herstellung   vonWatte   u. dgl. Verwendung finden, bekannt ist. 



  Jodierte pflanzliche Fasern halten im Gegensatz zu der Seide das Jod nicht gelöst, sondern nur oberflächlich adsorbiert, so dass das Jod alsbald verdunstet, und von der Jodierung des Catguts lassen sich keine Schlüsse auf die Jodierungsmöglichkeit von Seide ziehen, weil auch Catgut nur eine schwache Jodaufnahme zeigt ; der im Handel befindliche Catgut verliert in relativ kurzer Zeit seine sterilen Eigenschaften. 



   Seide nimmt bei der Jodbehandlung als Verbandsmaterial u. dgl. eine Sonderstellung ein und ist nicht äquivalent mit Catgut und andern Fasern, wie z. B. Wolle oder pflanzlichen Fasern, wie Baumwolle. 



   PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Verbandsmaterial, Wundnähmaterial u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass Seide, insbesondere Tussah-oder Wildseide, der Einwirkung von Jod ausgesetzt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Seide der Einwirkung einer zweck- mässig wässerig-alkoholischen Jodlosung ausgesetzt wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der alkoholischen Jodlösung kleine Mengen von Jodalkalien oder Joderdalkalien zugesetzt werden, die gewichtsmässig unter der Gewichtsmenge des Jods gehalten werden.
    4. Verbandsmaterial, Wundnähmaterial u. dgl. nach den Ansprüchen l bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das aus Seide bestehende Material zirka 5-12% mit Thiosulfat titrierbares Jod enthält, vorzugsweise 5%, 10% oder 12%.
    5. Verbandsmaterial, Wundnähmaterial u. dgl. nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Gesamtjodgehalt der Seide ungefähr das Doppelte des mit Thiosulfat titrierbaren Jodes ausmacht.
AT137428D 1929-12-07 1930-11-18 Verbandsmaterial, Wundnähmaterial u. dgl. und Verfahren zu deren Herstellung. AT137428B (de)

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