DE278786C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE278786C DE278786C DENDAT278786D DE278786DA DE278786C DE 278786 C DE278786 C DE 278786C DE NDAT278786 D DENDAT278786 D DE NDAT278786D DE 278786D A DE278786D A DE 278786DA DE 278786 C DE278786 C DE 278786C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- parts
- hair
- glycerine
- formalin
- alcohol
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- PEDCQBHIVMGVHV-UHFFFAOYSA-N Glycerine Chemical compound OCC(O)CO PEDCQBHIVMGVHV-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 12
- WSFSSNUMVMOOMR-UHFFFAOYSA-N Formaldehyde Chemical compound O=C WSFSSNUMVMOOMR-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 10
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 8
- 235000011187 glycerol Nutrition 0.000 claims description 6
- LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N Ethanol Chemical compound CCO LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 5
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 5
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 3
- -1 mercury oxycyanate Chemical compound 0.000 claims description 2
- 238000005406 washing Methods 0.000 claims description 2
- 239000012153 distilled water Substances 0.000 claims 3
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 claims 1
- 239000003676 hair preparation Substances 0.000 claims 1
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 claims 1
- 206010052428 Wound Diseases 0.000 description 11
- 208000027418 Wounds and injury Diseases 0.000 description 11
- 238000005470 impregnation Methods 0.000 description 3
- 230000028327 secretion Effects 0.000 description 2
- 238000009958 sewing Methods 0.000 description 2
- 239000008223 sterile water Substances 0.000 description 2
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 2
- 244000178870 Lavandula angustifolia Species 0.000 description 1
- 235000010663 Lavandula angustifolia Nutrition 0.000 description 1
- 244000052616 bacterial pathogen Species 0.000 description 1
- 230000001934 delay Effects 0.000 description 1
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 1
- 230000035876 healing Effects 0.000 description 1
- 239000001102 lavandula vera Substances 0.000 description 1
- 235000018219 lavender Nutrition 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 210000000214 mouth Anatomy 0.000 description 1
- 230000017074 necrotic cell death Effects 0.000 description 1
- 238000004321 preservation Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61L—METHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
- A61L17/00—Materials for surgical sutures or for ligaturing blood vessels ; Materials for prostheses or catheters
- A61L17/06—At least partially resorbable materials
- A61L17/08—At least partially resorbable materials of animal origin, e.g. catgut, collagen
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Surgery (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Zoology (AREA)
- Vascular Medicine (AREA)
- Epidemiology (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- Cosmetics (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■■- M 278786 KLASSE 30«. GRUPPE
REINHOLD ROSE in DÜSSELDORF.
Das Vernähen von Wunden geschieht sehr oft mittels gesponnener Seidenfäden. Die Seide
ist haltbar und erfüllt auch diesen Zweck in befriedigendem Maße, wenn sie nach kürzerer
Zeit, etwa nach 2 bis 3 Tagen, von der Wundstelle entfernt werden kann. In den Fällen
jedoch, in denen das Nahtmaterial für den Zusammenschluß der Wunde längere Zeit an
der Wundstelle verbleiben muß und eine Imprägnierung des Materials mit Sekreten oder
Keimstoffen, wie dies beispielsweise beim Vernähen von Wunden in der Mundhöhle leicht
vorkommt, zu befürchten ist, erweist sich die Anwendung von Seide infolge ihrer Imprägnierfähigkeit
nicht als zweckmäßig. Durch die von der Seide aufgenommenen Sekrete und
Keime werden nämlich die Wundränder gereizt, und es tritt vielfach eine Infektion der Wunde
ein, die naturgemäß den Heilprozeß beeinträchtigt und verzögert.
Es sind deshalb auch schon in Erkenntnis '■ dieser Unzulänglichkeit der Seide Versuche mit
einem anderen Nahtmaterial, und zwar mit Pferdehaaren angestellt worden.
Das Pferdehaar besitzt gegenüber der Seide den Vorzug, daß es sich nicht imprägniert und
in der Naht dauernd sauber, wie zur Zeit 'der Nahtlegung, bleibt. Die mit Pferdehaar vernähten
Wunden verheilen, wie die Erfahrung bestätigt hat, bedeutend schneller, und die
Wundränder verhalten sich vollkommen normal, weil eine schädliche Beeinflussung durch Imprägnierungsstoffe
vollkommen ausgeschlossen ist.
Dem Pferdehaar in seiner natürlichen Verfassung haftet nun der Nachteil an, daß es zu
spröde ist und beim Nähen sehr leicht einreißt, besonders dann, wenn man beim Knüpfen
scharf anzieht.
Die Erfindung bezweckt nun, dem Pferdehaar seine Brüchigkeit und Härte zu nehmen,
es also schmiegsamer, weicher und geschmeidiger zu machen, damit bei seiner Anwendung
für vorgenannten Zweck, insbesondere beim Knüpfen der Nahtenden, das Haar nicht spleißt
oder gar bricht und keine sonstigen Nachteile eintreten. '
Dies wird in der Hauptsache dadurch erreicht, daß die Pferdehaare nach vorheriger
sorgfältiger Reinigung in eine Mischung von Glyzerin, Spiritus und Formalin gelegt werden,
deren Einwirkung sie etwa 4 bis 6 Wochen ausgesetzt bleiben.
Durch diese Behandlung wird das Haar in überraschendem Maße geschmeidig und elastisch,
so daß innerhalb größerer Grenzen Längungen desselben vorgenommen werden können, ohne daß es seine elastische Eigenschaft
einbüßt oder gar reißt.
In dieser Verfassung ist das Pferdehaar neben den oben erwähnten Vorzügen der Seide noch
ganz besonders insofern überlegen, als beim Nähen und Binden der Wundstellen ein starkes
Zerren der Wundränder, was leicht zu einer Nekrose derselben führen kann, vermieden wird,
weil der Faden bei allzu starkem Ziehen, wobei seine Elastizitätsgrenze überschritten wird,
bricht.
Im einzelnen wird bei der Präparierung der Pferdehaare wie folgt verfahren:
I. Zunächst werden die Pferdehaare in Seifenlauge sorgfältig gewaschen und mit destilliertem
Wasser abgespült.
II. Hierauf werden sie in einer Lösung von 0,02 prozentigem Quecksilberoxycyanat während
3 bis 5 Tage keimfrei gemacht und wiederum mit destilliertem sterilen Wasser gewaschen.
III. Die so vorbereiteten desinfizierten Haare werden alsdann in ein Gemisch von etwa 200
. ' Teilen Glyzerin, 100 Teilen Spiritus und 10 Tei-/
len Formalin gebracht und seiner Einwirkung etwa 4 bis 6 Wochen ausgesetzt.
IV. Nach abermaliger Waschung mit destilicj
liertem sterilen Wasser sind die Haare nunmehr gebrauchsfertig.
Zu ihrer Aufbewahrung und Konservierung legt man sie zweckmäßig, in eine Lösung von
200 Teilen Glyzerin und 100 Teilen Lavendelspiritus.
Claims (3)
- Patent-An Sprüche:ι. Verfahren zur Präparierung von Haaren, insbesondere Pferdehaaren, für medizinische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daß die Haare nach vorheriger sorgfältiger Reinigung der Einwirkung einer Mischung von Glyzerin, Spiritus und Formalin etwa 4 bis 6 Wochen ausgesetzt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Haare in eine Mischung aus etwa 200 Teilen Glyzerin, 100 Teilen Spiritus und 10 Teilen Formalin gelegt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haare, nachdem sie in Seifenlauge gewaschen und mit destilliertem Wasser abgespült worden sind, zunächst in einer Lösung von 0,02 prozentigem Quecksilberoxycyanat während etwa 3 bis 5 Tage verbleiben und nach vorherigem Waschen mit sterilem destillierten Wasser alsdann in eine Mischung von etwa 200 Teilen Glyzerin, 100 Teilen Spiritus und 10 Teilen Formalin gebracht und ihrer Einwirkung etwa 4 bis 6 Wochen ausgesetzt werden, worauf sie abermals mit destilliertem Wasser gewaschen werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE278786C true DE278786C (de) |
Family
ID=534753
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT278786D Active DE278786C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE278786C (de) |
-
0
- DE DENDAT278786D patent/DE278786C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3586809T2 (de) | Trockenbeschichtung von chirurgischen faeden. | |
| DE1660181A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Polymeren | |
| DE1792785B1 (de) | Vielfaseriges chirurgisches nahtmaterial mit verminderter aggressivitaet gegenueber organischem gewebe und gleichzeitig verbesserten verknotungseigenschaften | |
| DE910950C (de) | Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden durch Verformung von Loesungen von Casein oder aehnlichen Proteinsubstanzen | |
| DE278786C (de) | ||
| DE2351894A1 (de) | Desinfektionstuechlein | |
| DE837751C (de) | Chirurgische Naehfaeden | |
| DE2542338B2 (de) | Mittel zur Festigung der Frisur | |
| DE195090C (de) | ||
| DE4221743A1 (de) | Viruzides Mittel | |
| DE673372C (de) | Verfahren zur Herstellung eines resorbierbaren, chirurgischen Nahtmaterials | |
| AT365076B (de) | Biologisch aktives polyamidnetz und verfahren zu dessen herstellung | |
| DE69207898T2 (de) | Wirkstoff zur hautbehandlung bei tieren | |
| DE2008614A1 (de) | Saugfähiger Vliesstoff | |
| DE102011004377A1 (de) | Hygiene- und/oder Kosmetikprodukt, Vliesstoff und Fasern hierfür, sowie Behandlungsverfahren für Kapokfasern | |
| DE585197C (de) | Verfahren zur Impraegnierung von Verbandmaterial | |
| DE1469020A1 (de) | UEberzogene,nicht absorbierbare chirurgische Faeden | |
| DE663896C (de) | Haarentfernungsmittel | |
| WO2003018035A1 (de) | Pharmazeutisches präparat zur behandlung von wunden | |
| CH405611A (de) | Baktericides und sporicides Mittel | |
| AT64786B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Röntgentoxins. | |
| AT135162B (de) | Künstliche Produkte, wie Fäden, Saiten, Bänder, Röhren u. dgl. für medizinische Zwecke. | |
| DE170077C (de) | ||
| AT10453B (de) | Verfahren zur Herstellung von Perücken und Toupets. | |
| DE503053C (de) | Verfahren zur Nachbehandlung von Catgut |