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Schaltungsanordnung zur Überwachung von Gespräelisverbindungen über Verbindungsleitungen.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltvorriehtung in Fernsprechanlagen zum Übertragen von Signalen über zweidrähtige Verbindungsleitungen zwischen zwei Fernsprechämtern. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf solche Verbindungsleitungen, bei welchen Wechselstrom zum Steuern verschiedener Schaltstufen verwendet wird. Die Anlagen können vollautomatisch, halbautomatisch oder mit Handbetrieb arbeitende Anlagen sein.
Durch die Erfindung wird es ermöglicht, eine Sprechverbindung in solchen Anlagen zwischen zwei Teilnehmern verschiedener Ämter in solcher Weise zu steuern, dass die Verbindung erst unter-
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sprechämtern vorgesehen sind, die beim Schlusssignal von dem betreffenden Teilnehmer eine Relais- kombination betätigen, welche das Aussenden eines Wechselstromimpulses zum Auflösen der Verbindung erst dann bewirkt, nachdem die beiden Teilnehmer Schlusssignal abgegeben haben.
Die Zeichnung stellt ein Beispiel der grundsätzlichen Anordnungen bei einer Sprechverbindung über eine Verbindungsleitung zwischen zwei Selbstanschlussämtern A und B dar. Am Amte A sind die
Anordnungen zur Stromspeisung und die erforderlichen Schaltanordnungen an der abgehenden Seite der Verbindungsleitung dargestellt. Am Amte B sind die 8chaltanordnungen an der ankommenden
Seite der Verbindungsleitung gezeigt.
Bei dem dargestellten Beispiel ist angenommen, dass die Sprechverbindung zwischen den Teil- nehmern in den A-und B-Ämtern, welche im folgenden A-bzw. B-Teilnehmer genannt werden, in bekannter Weise unter Anwendung von Wechselstromimpulsen hergestellt wird, welche Impulse vom A-Amte ausgesendet werden, um automatische Wähler im B-Amte zu steuern und einzustellen. Die Verbindung kann beispielsweise am Amte B über einen an eine Verbindungsleitung 40, 41 angeschlossenen (nicht dargestellten) Gruppenwähler und weiter über einen Leitungswähler zum B-Teilnehmer weitergeschaltet werden.
Die Herstellung der Sprechverbindung kann beispielsweise in folgender Weise erfolgen : Bei Anruf wird der A-Teilnehmer in bekannter Weise über eine Leitung 34 durch einen Anrufssucher AS an eine abgehende Verbindungsleitung am A-Amte angeschlossen. Dabei ist der Stromkreis eines Relais R1 über den Apparat des A-Teilnehmers geschlossen worden. Das Relais R1 hat seinen Anker angezogen und den Stromkreis eines Verzögerungsrelais R4 geschlossen, welches über seinen Kontakt 29 und über den c-Draht und ein Relais R5 den Wähler AS festhält. Wenn das Relais R5 seinen Anker anzieht, so wird sein Kontakt 35 geschlossen.
Die Verbindung zum B-Teilnehmer kann dann durch Impulssendung vom A-Teilnehmer vollendet werden, wobei die vom Relais R1 wiederholten Impulse mit Hilfe von Relais R6, R8 und R12 in Wechselstromimpulse umgewandelt werden, die von einer Wechselstromquelle über die Kontakte 25, 26 zum B-Amte ausgesendet werden.
Diese Wechselstromimpulse werden am Amte B durch ein Impulsrelais Rl. empfangen. Das Relais B. M ist zwischen den beiden Zweigen der ankommenden Verbindungsleitung 10, 11 über zwei induktive Spulen 12, 13 und über vier Gleichrichter 14, 15, 16, 17 eingeschaltet, welch letztere derart angeordnet sind, dass die Relaiswicklung nur von gleichgerichtetem Strome in derselben Richtung durchflossen wird. Nach Beendigung der Impulsreihen wird der Folgeschalter 82 am B-Amte von der Lage 1 in die Lage 2 eingestellt, in welcher ein Stromkreis über den c-Draht geschlossen wird, wodurch die eingestellten Gruppen-und Leitungswähler festgehalten werden.
Wenn das Relais R15 den ersten Impur
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Kontakt 19 am Relais R15. Wenn der Leitungswähler in Übereinstimmung mit den Impulsreihen auf die gewünschte Teilnehmerleitung eingestellt worden ist, wird ein Rufsignal zum angerufenen Teilnehmer ausgesendet, wenn die gewünschte Leitung frei ist. Wenn dieser antwortet, so entsteht der folgende Schaltverlauf :
Der Mikrophonstromkreis des B-Teilnehmers wird über das Stromspeiserelais R18 geschlossen.
Wenn das Relais R18 hiebei seinen Anker anzieht, wird ein Stromkreis über einen Kontakt in der Lage 2 des Folgeschalters S2 und durch denAntriebsmagnet SM2 des Folgesehalters geschlossen. Der Magnet SM2 zieht seinen Anker an und der Stromkreis wird am Kontakt 9 unterbrochen. Wenn der Antriebsmagnet dabei seinen Anker loslässt, so wird der Folgeschalter von Lage 2 in die Lage 3 gedreht. In dieser Lage wird wieder ein Stromkreis durch den Antriebsmagnet über den Kontakt 9 geschlossen und der Folgeschalter wird in derselben Weise wie vorher in die Lage 4 eingestellt. Beim Vorbeibewegen über die Lage 3 wird ein Stromkreis durch ein Relais R13 über einen Kontakt in Lage 3 des Folgeschalters und einen Kontakt 20 am Relais R16 geschlossen.
Wenn das Relais B13 seinen Anker anzieht, so wird eine Wechselstromquelle über Kontakte 21, 22 an die Verbindungsleitung 23, 24 angeschaltet. Der kurze Wechselstromimpuls, der dabei an das A-Amt ausgesendet wird, wird durch ein Impulsrelais R10 empfangen, welches an die Leitungen 27, 28 über eine Gleichrichtervorrichtung eingeschaltet ist, in derselben Weise wie das Impulsrelais R15.
Wenn das Relais jB. M, welches einen Folgeschalter S1 betätigt, seinen Anker anzieht, so wird ein Stromkreis über einen Kontakt in der Lage 1 des Folgeschalters M und durch den Antriebsmagnet SM1 des Folgeschalters geschlossen, wobei dieser Magnet seinen Anker anzieht. Beim Aufhören des Wechselstromimpulses lässt das Relais R10 seinen Anker los und der Stromkreis durch den magnent SM1 wird unterbrochen. Wenn der Magnet SM1 dabei seinen Anker loslässt, so wird der Folgeschalter von Lage 1 in Lage 2 eingestellt. In dieser Lage wird ein Stromkreis für ein Relais R3 durch eine Spule 36 über den b-Draht geschlossen. Dieses Relais zieht seinen Anker an und schliesst noch einen Stromkreis über das Verzögerungsrelais R4 zum Festhalten der Wähler am A-Amte.
Wenn der A-Teilnehmer jetzt sein Mikrotelephon auflegt und das Relais JM seinen Anker loslässt, so wird nämlich die Verbindung durch den B-Teilnehmer festgehalten, weil das Relais R3 seinen Anker festhält.
Wenn der B-Teilnehmer sein Mikrotelephon auflegt, so lässt das Relais R18 seinen Anker los.
Hiebei wird ein Stromkreis über Kontakte in den Lagen 4 und 5 am Folgeschalter S2 durch den Antriebsmagnet SM2 geschlossen. Der : Magnet SM2 unterbricht dabei seinen Kontakt 9 und der Folgeschalter 82
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wird, so wird der Folgeschalter in Lage 6 eingestellt. Beim Vorbeibewegen über Lage 5 wird ein Stromkreis fUr das Relais R13 geschlossen, welches seinen Anker anzieht. Hiebei wird ein kurzer Schlussimpuls von der Wechselstromquelle über die Kontakte 21, 22 und über die Verbindungsleitung zum Relais JHC im A-Amte ausgesendet.
Wenn das Relais RIO seinen Anker anzieht, so wird ein Stromkreis durch den Antriebsmagnet SM1 geschlossen. Wenn der Impuls aufhört und das Relais BIO seinen Anker loslässt, so wird dieser Stromkreis unterbrochen und der Folgeschalter SI wird von Lage 2 in Lage 3 eingestellt. Dabei wird der Stromkreis durch das Relais R3 unterbrochen und dieses Relais lässt seinen Anker los.
Wenn der A-Teilnehmer schon sein Mikrotelephon aufgelegt hat, so hat das Relais R1 seinen Anker losgelassen und sein Kontakt 30 ist unterbrochen, in welchem Falle der Stromkreis für das Ver- zögerungsrelais R4 unmittelbar unterbrochen wird.
Wenn der A-Teilnehmer nicht sein Mikrotelephon aufgelegt hat, so bleibt dagegen das Relais R4 durch den Stromkreis über den Kontakt 30 erregt. In diesem Falle wird der Stromkreis unterbrochen, wenn der A-Teilnehmer sein Mikrotelephon auflegt. Wenn das Relais R4 dann seinen Anker loslässt, so wird der Stromkreis über den c-Draht für das Relais R5 unterbrochen und der Sucher AB geht in die Ruhelage zurÜck. Wenn das Relais R5 seinen Anker loslässt, so wird ein Stromkreis für den Antriebsmagnet SM1 Über einen Kontakt in den Lagen 3-8 am Folgeschalter geschlossen und dieser wird dabei in der vorherbeschriebenen Weise sukzessive in die Lage 8 und weiter in die Lage 1 gedreht, wo er stehen bleibt.
Beim Vorbeibewegen über die Lagen 4-8 wird ein Stromkreis für das Relais R12 geschlossen und dieses Relais zieht seinen Anker an, wodurch die Wechselstromquelle über die Kontakte 25, 26 an die Verbindungsleitung angeschaltet wird. Das dabei ausgesendete Schlusssignal wird am B-Amte durch
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wird von Lage 6 in Lage 1 eingestellt. Wenn der Folgeschalter die Lage 6 verlässt, so wird der Strom- kreis über den c-Draht am B-Amte unterbrochen und die für die Sprechverbindung benutzten Wähler gehen in ihre Ruhelagen zurück.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung zur Überwachung von Gesprächsverbindungen über Verbindungsleitungen, die zwei verschiedene Ämter miteinander verbinden, gekennzeichnet durch eine am anrufenden Amte angeordnete, der zur Auflösung der Gesprächsverbindung dienende Relaisvorrichtung (R3, R4, R5), die, wenn der angerufene Teilnehmer antwortet, durch einen über die Verbindungsleitung ausgesendeten
Wechselstromimpuls derart betätigt wird, dass die Verbindung nicht früher aufgelöst werden kann, als beide Teilnehmer Schlusssignal abgegeben haben, wobei ein Wechselstromimpuls über die Verbindungsleitung zwecks Auflösung der Verbindung am hinteren Amte (B-Amt) ausgesendet wird.